Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel 1503935485 Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Pimms roesle Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen3
3,3 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:39,00 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 27. Mai 2008
Ich bin ein großer Liebhaber von Offenbachs Musik und liebe seine flotten Tempi und die wandlungsfähigkeit seiner Kompositionen. Gerade diese Oper zählt zu meinen absoluten Lieblingen. Umso enttäuschender ist es, diese Aufnahme zu hören, da man an Hand der Namen auf dem Cover etwas völlig anderes erwartet hatte. Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, möchte ich behaupten, dass diese Einspielung zu den schlechtesten des Werkes zählt. Besonders im Vergleich mit Joan Sutherland, Beverly Sills oder der Gruberova fällt diese Einspielung deutlich ab und kann den Zauber der von Offenbachs Oper ausgeht nicht vermitteln.

Gianna d'Angelo gibt eine unterkühlte und stimmlich stark überforderte Olympia ab. Sie klingt in der Höhe heiser und erspart sich sämtliche Spitzentöne. Sie scheint nicht in der Rolle zu sein und liefert ein äußerst schwaches Portrait! Im Vergleich höre man sich einmal die Dessay unter Nagano an!!! Die Schwarzkopf ist für die Rolle der Giulietta absolut ungeeignet. Ihr samtiges Timbre passt überhaupt nicht in die Rolle und Abnutzungserscheinungen der Stimme sind ebenfalls unüberhörbar. Am schlimmsten enttäuscht bin ich jedoch von der De Los Angeles. Sie ist die ganze Rolle über fade und singt uninspiriert. Mit hohen Noten über dem System hat sie schwer zu kämpfen und presst mehr, als das sie singt. Sie bemüht sich um eine vernünftige Darstellung der Antonia, aber sie kann die stimmlichen Schwächen dadurch nicht ausgleichen! Sie ist permanent schrill, heiser und unausgeglichen. Die Männer machen ihre Sache im Gegensatz zu der Damenriege ganz hervorragend. Gedda singt einen herrlichen Hoffmann, wie man ihn nur von Domingo wieder gehört hat. Er hat ein samtiges und edles Timbre und ist frei in der Höhe. London singt ebenfalls hervorrgend und jagd einem eiskalte Schauer über den Rücken.Die Männer allein machen es aber nun mal leider nicht...

Das Dirigat von Cluytens ist wunderschön. Er dirigiert rhytmisch und melodisch. Er findet für Offenbachs Musik exakt die richtigen Tempi und macht seine Sache ebnso wie Orchester und Chor ganz wunderbar. Bevor man zu dieser sehr mittelmäßigen Aufnahme greift, sollte man sich eher an die Einspielungen Sutherland/Domingo unter Bonynge, oder Gruberova/Domingo unter Ozawa halten. Man sollte sich von den Namen auf dem Cover nicht blenden lassen und zu den wirklich guten Einspielungen des Werkes greifen, auch wenn sie alle ein wenig kostenintensiver sind!
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die hier sehr zu Recht in der Serie "Great Recordings of the Century" wieder vorgelegte Aufnahme von "Les Contes d'Hoffmann", zu deutsch "Hoffmanns Erzählungen", von Jacques Offenbach ist weder langweilig noch enttäuschend, sondern eine wunderbare, sängerisch geradezu luxuriöse Gesamtaufnahme dieser herrlichen Märchenoper.
Die Hauptrollen der Damen sind mit Gianna d'Angelo (Olympia), Victoria de los Angeles (Antonia) und Elisabeth Schwarzkopf (Giulietta) mit Stimmen besetzt, von denen man heutzutage noch nicht einmal zu träumen wagt. Sicher kann man trefflich darüber streiten, ob nun Frau Schwarzkopf eine Spur mehr Sinnlichkeit in ihre Rollengestaltung hätte einbringen können, aber rein gesanglich ist ihre Leistung nicht zu toppen. Auch bei Gianna d'Angelo kann ich keine nennenswerten gesanglichen Defizite feststellen, und erst recht Victoria de los Angeles liefert ein so zauberhaftes Porträt der Antonia, daß ich mich frage, ob es je eine idiomatischere Besetzung dieser Rolle gegeben hat.
Und nun zu den Herren: George London, der frühverstorbene Künstler, ist sowohl als Coppélius wie als Mirakel in großer Form. Ich kenne jedenfalls keinen besseren! Und der Franzose Ernest Blanc ist als Dapertutto eine glänzende Besetzung. Man messe ihn an der berühmten "Spiegelarie", und da finde ich, daß er sich weder hinter Josef Metternich, Dietrich Fischer-Dieskau, Hermann Prey oder Gabriel Bacquier verstecken muß. Sein Bariton ist vielleicht nicht so dunkel getönt wie die seiner berühmten Kollegen, aber rein gesanglich läßt er keine Wünsche offen. Nicola Ghiuselev ist ein guter Lindorf, und Michel Sénéchal kann als Spalanzani ebenfalls bestehen. Lediglich die Besetzung des Nicklausse mit einem Tenor (Jean-Christophe Benoit) statt, wie üblich, mit einem Mezzosopran halte ich für nicht ganz so glücklich, doch das ist schließlich nicht dem Sänger, sondern der Aufnahmeleitung anzulasten.
Über jeden Zweifel erhaben ist aber Nicolai Gedda in der Titelrolle: allein das Lied von Kleinzack ist es wert, die Aufnahme zu kaufen, aber auch sonst gibt es weit und breit keinen Tenor, der es mit seiner Stilsicherheit und seinem unfehlbaren Geschmack aufnehmen könnte. Man höre nur seine brillante, traumhafte Gestaltung der Arie "O Dieu de quelle ivresse" (deutsch: Ha, wie in meiner Seele) und vergleiche sie mit den diversen Versionen von Rudolf Schock, um den Unterschied zwischen Vollendung und bemühter Annäherung zu erfassen. Nur die alte Version von Richard Tauber wäre vielleicht geeignet, Gedda den ersten Rang streitig zu machen.
Der Choeurs René Duclos macht seine Sache ebenfalls gut, und das Orchestre de la Société des Concerts Conservatoire ist unter André Cluytens ein ausgezeichneter, hörbar mit dem Werk vertrauter Klangkörper.
Auf die verschiedenen existierenden Fassungen der Oper will ich hier nicht weiter eingehen, auch nicht auf die Aktfolge, die von Aufführung zu Aufführung unterschiedlich ausfällt. Walter Legge, einer der Produzenten der vorliegenden Aufnahme, die sich im wesentlichen an die Choudens-Fassung von 1907 hält, hatte im Vorfeld erhebliche Schwierigkeiten mit der Besetzung zu überwinden, bis endlich die Produktion im Jahr 1964 in der Salle Wagram, Paris, realisiert werden konnte. Das umfangreiche Textheft, welches der Aufnahme beiliegt, gibt darüber detailliert Auskunft. Klanglich gibt es kaum etwas zu bemängeln, das Booklet bietet das vollständige französische Libretto mit deutscher und englischer Übersetzung.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2006
Wenn man die Besetzungsliste liest, erwartet man sich von dieser "Hoffmann"-Einspielung eigentlich die ultimative Referenzaufnahme. So ging es auch mir, und ich ward härtest enttäuscht!

Es heißt, dass man damals versuchte, dem hervorragenden Nicolai Gedda (und er allein rettet die ganze Produktion!) die drei größten Primadonnen der damaligen Zeit zur Seite zu stellen: ursprünglich soll die Callas als Olympia geplant gewesen sein, die Rolle wurde aber von Gianna d'Angelo übernommen (die langweiligste und unspektakulärste Interpretation der Puppe, die ich je gehört habe).

Als Giulietta ist Elisabeth Schwarzkopf zu hören, deren Portrait der sinnlich falschen Kurtisane schon fast unfreiwillig komisch anmutet: sie girrt und gurrt so gekünstelt, dass man ihr die Rolle einfach nicht abnimmt - obwohl sie nicht schlecht singt. Trotzdem eine ziemlich skurille Besetzung.

Victoria de los Angeles als Antonia ist allerdings überzeugend und berührt wie immer durch zärtliche Innigkeit und schlichte Lyrik. Leider ist sie technisch total überfordert, und bei den hohen Tönen findet der Ohrenschmaus ein jähes Ende.

Bei den Herren sieht es etwas besser aus, obwohl auch Nicola Ghiuselev, George London und Ernest Blanc nicht gerade durch elegantes Singen und darstellerische Phantasie hervorstechen. Noch dazu ist die Rolle des Nicklausse mit einer Tenorstimme statt Mezzosopran besetzt, was nicht sehr sinnlich wirkt.

André Cluytens' Dirigat ist ebensowenig von Raffinement und Delikatesse gezeichnet. Es geht durchwegs träge und langweilig zu, das Orchester spielt allenfalls solide. Dass Cluytens diese Oper wundervoll dirigieren konnte, zeigt seine erste Aufnahme mit dem Ensemble der Operà Comique Paris aus den späten Vierzigerjahren.

Bleibt allein der wunderbare Hoffmann des großartigen Nicolai Gedda. Seine Darbietung ist in jedem Moment authentisch, seine Stimme hat Schmelz und Leuchtkraft, und sein Gesang changiert von inniger Lyrik zu blühenden dramatischen Aufschwüngen. Nur wegen ihm hat die Aufnahme einen gewissen Wert. Für Schwarzkopf-, London- oder De los Angeles-Fans ist sie natürlich ebenfalls unentbehrlich - aber besonders gut ist sie trotzdem nicht. Zu den Greatest Recordings of the Century, unter denen sie jetzt herausgebracht wurde, ist sie keinesfalls zu zählen!
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen