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am 17. März 2004
Als Händel 1739 sein Oratorium „Israel in Egypt" uraufführte, kam es nur zu einem Achtungserfolg- wenn man dies überhaupt noch so nennen kann. Nun ist selbiges auch nicht weiter verwunderlich, da das Oratorium ganz andere Ansprüche an die damaligen Hörer stellte, als diese gewöhnt waren. Das Werk wurde als „zu ernst" etikettiert, zu „feierlich für das gemeine Ohr". Tatsächlich ist das Werk ob seines alttestamentarischen Inhaltes getragen: Das spricht aber noch nicht dafür, es als zu sperrig oder gar zum Hören zu schwer einzustufen. Denn gerade im zweiten und dritten Teil gibt es eine ganze Reihe dramatischer („He gave them hailstones") und festlicher („Moses and the children of Israel") Abschnitte, die sofort ins Ohr gehen und mitreißen. Tatsächlich machte dem zeitgenössischen Hörer wohl die Besetzung des Oratoriums wesentlich mehr zu schaffen, als der tiefschürfende Charakter. Wartete das Publikum nämlich auf spektakuläre oder ausgesprochen melodiöse Arien, so präsentiert Händel hier den Großteil des Textes in Form von eindrucksvollen Chor-Tableaus, genauer mittels eines Doppelchors, der sinnfällig das Volk Israel repräsentiert. Die Solisten treten nur selten in Arien („The enemy said") oder in Duetten („The Lord is a man of war") hervor. Händels geniale Anlage traf also nicht den Erwartungshorizont. Gottlob ist das heute anders. Und so liegt von diesem Meilenstein der Chormusik eine Reihe von sehr ordentlichen Einspielungen vor, die von der Aufnahme von Andrew Parrot mit dem Tavener Choir und den Tavener Players angeführt wird. Parrot und „seine" Ensembles bescheren dem Hörer ein wahres Klangfest. Und das, obwohl auf historischen Instrumenten ganz nach historisierendem Gusto musiziert wird. Da ist nichts dürr oder klanglich skelettiert und die Tempi sind angenehm und angemessen flott und doch nicht gehetzt. Parrot arbeitet auf dieser technischen Grundlage die diesem Werk innewohnende Dramatik und den emotionalen Facettenreichtum mit einem ganz erstaunlichen Sinn für biblische Theatralik heraus, sodass die gesamte Partitur aufs Beste ausgeleuchtet wird. Hinzu kommt, dass die beiden „Tavener"-Ensembles glänzend klingen, dass herrlich artikuliert wird, dass alle Dynamik auf das Schönste abgestimmt ist und dass die Produktion bei aller handwerklichen Präzision nicht kühl oder distanziert klingt - ein Makel der beispielsweise den meisten Gardiner-Aufnahmen anhaftet. Einen guten Eindruck hinterlassen auch die Solisten, die sämtlich große Namen im englischen Oratoriengeschäft sind (Nancy Argenta, Emily van Evera, Timothy Wilson, Anthony Rolfe Johnson, David Thomas, Jeremy White). Diese Vorteile - seit neuestem vereint mit dem Reiz eines lächerlich niedrigen Preises - machen aus dieser Aufnahme wahrlich einen 5-Sterne-Kandiaten. Also: kaufen!
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am 9. Februar 2015
Händel stellt in seinem Oratorium Israel in Ägypten nicht einzelne Solisten in den Vordergrund, sondern lässt als Protagonisten ein ganzes Volk agieren, d.h. das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten. Das Volk wird durch den Chor repräsentiert und das Oratorium wartet mit grandiosen Chorsätzen auf. Hier zeigt Händel seine ganze Kunst, Verzweiflung, Trauer, Freude usw. mit allen zu Verfügung stehenden Mittel zum Ausdruck zu bringen. Selten habe ich Chorszenen gehört, die so unter die Haut gehen. Das Übergewicht dramatischer Chorszenen (anstellte von individuellen Einzelarien) hat Händels Zeitgenossen bei der Uraufführung eher verstört als begeistert. Israel in Ägypten besteht aus drei Teilen: Teil 1 thematisiert die Klagen der in Ägypten geknechteten Israeliten über den Tod Josephs, Teil 2 schildert den Exodus unter der Führung Moses und Teil 3 ist ein Lobgesang Moses` nach der Überwindung aller Leiden. Die vorhergehenden Rezensenten haben bereits ausführlich und treffend auf die beeindruckende Leistung von Parrott mit seinen Ensembles hingewiesen. Hinzuweisen bleibt noch auf das Besondere dieser Aufnahme. Händel komponierte den 1. Teil nicht neu, sondern griff auf eine vorhergegangene Komposition zurück und gestaltete diese textlich um. Es handelt sich hier um eine Begräbnismusik, die er anlässlich des Todes seiner großen Gönnerin, der englischen Königin Caroline schrieb (das Anthem The Ways of Zion do Mourn). Allein dieses Werk ist von ergreifender Expressivität. Gardiner, ein anderer großer Händelinterpret, verzichtet in seiner Einspielung von 1994 (Philips) auf diesen ersten Teil. Ohne beide Interpreten nun vergleichend werten zu wollen, spricht schon allein die Hinzunahme des 1. Teils für Parrott (auch wenn dieser immerhin 48 Minuten einnimmt). Leider ist aber der Oratorientext bei der Parrott-Aufnahme nicht komplett aufgeführt, sondern nur die Textanfänge. Dies ist einem vertieften Verständnis des Werkes hinderlich. Ich stieß allerdings im Internet auf einige Textfassungen, die herangezogen werden können.
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am 26. Mai 2014
Ich stimme mit meinem Vorrezenten völlig und ganz überein mit seiner Sicht der Dinge. Sehr nötig, sein Richten des Fokus darauf, wie man es nicht machen sollte mit Händel. Dem Pladoyer für einen "atmenden", "goldenen" (diese Assoziation stellt sich dann sehr schnell ein) Händel schließe ich mich ebenso hocherfreut an, und möchte hier auf meine Idealinterptetation dieses bedeutendsten Chororatorums durch Harry Christophers und seine Kräfte hinweisen (Collins/ Coro 1993).
Die Gardinersche " sportliche" Gangart hingegen reduziert die Dimensionen des gewaltigen Werkes
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