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26
4,3 von 5 Sternen
Sprich mit ihr
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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juni 2007
Es gibt Filme, nach denen hat man das Gefühl, ein Universum durchschritten zu haben. "Spricht mit ihr" gehört zweifellos dazu: Ein Film über eine Männerfreundschaft, die wie viele wahren Freundschaften eher zufällig beginnt. Um diesen Zufall auch wirklich als solches zu zeigen, läuft der Film lange Zeit auf zwei Ebenen ab, bis sich die beiden Männer schließlich im Krankenhaus treffen und miteinander ins Gespräch kommen, weil die Frauen, die sie lieben, beide im Koma liegen.

Das wundervolle an diesem Film ist, dass die Geschichte eben nicht geradlinig erzählt wird, dass es oft Rückblenden gibt, die zuvor Gesehenes erklären, dass wie immer bei Pedro Almodovar die Musik eine große Rolle spielt und wieder einmal eine ganze Kunst-Gattung im Mittelpunkt steht. In "Sprich mit ihr" ist es das Ballett - und so symbolisch, wie vieles in Ballett-Aufführungen ist, so symbolisch ist dieser Film. Man muss ihn mehrfach sehen und wird doch immer wieder neue Anspielungen entdecken - etwa die wundervolle eingeschobene Stummfilmszene - und kleine Details plötzlich anders werten. Lange Rede, kurzer Sinn: Wer Almodovars Filme liebt (ich hab mich seit "Volver" rückwärts durch sein Werk gearbeitet!), wird "Sprich mit ihr" einen besonderen Platz in der DVD-Sammlung geben. Ein Meisterwerk, das einen lange Zeit fesselt.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Februar 2003
Zwei Frauen, die nicht sprechen, nicht mehr sprechen können. Unfallopfer sind sie beide, die eine eines tragischen Verkehrsunfalls, die andere Opfer einer einem Selbstmord gleichkommenden Begegnung mit einem Stier. Spanien in seiner höchsten Werteform. Oder ist es doch nicht nur Spanien, was Pedro Almodovar hier zeigt? Die Medizintechnik, universell, hält Tote lebendig. Doch nicht wirklich Lebende sind es, denen wir n diesem Film begegnen, es sind zwei Koma-Patientinnen.
Da ist die wunderhübsche Tänzerin, die liebevoll gepflegt wird von Benigno, einem einsamen jungen Mann. Wird sie nur gepflegt oder verrät die Kameraführung mehr von den Träumen und Begierden des Krankenpflegers? Beobachtet wird die schöne Stumme durch den Türschlitz des Krankenzimmers von einem Journalisten, selbst Partner einer Komapatientin. Die beiden Männer freunden sich an, verbunden durch die hingebungsvolle Beziehung zu einer Frau, die regungslos ist und : stumm. Das Verwirrspiel der Ereignisse nimmt seinen Lauf: da, wo der junge Mann nie die Möglichkeit hatte, seine Angebetete Alicia zu sprechen, überschüttet er sie als dem Tod Nahe mit Vorträgen, spricht unermüdlich zu ihr, in der Hoffnung, sie dadurch zum Leben zu erwecken. Der Journalist hingegen, der das Gespräch zu Lydia, der Stierkämpferin, aus rein beruflichen Gründen gesucht hatte und schließlich in einer Liebesbeziehung zu ihr endete, ihm fehlen die Worte am Krankenbett.... Ein Almodovar-Klassiker, der den Zuschauer bis zur letzten Minute in Spannung hält. Ein Meisterwerk der Gefühle, der ausgesprochenen und - natürlich - der verschwiegenen. Sprich mit ihr, die Botschaft- doch der Film erzählt viel mehr noch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2003
Nun nachdem in Spanien und Frankreich der Film bereits auf DVD erschienen ist erscheint er auch in England ...Reichen nun 5 Sterne aus einen solch wunderbar gefühlvollen Film zu bewerten? Alle Sterne des Himmels würden dazu nicht ausreichen. Was Pedro Almodóvar mit dem vorliegenden Film gelungen ist, ist ein kleines Wunder auf Zelluloid, ein wunderbarer Mix aus Schauspielern, Drehbuch und der Musik. Die Musik ist ein wesentliches Element, das den Emotionen die dieser Film vermittelt noch weiteren Tiefgang verleiht. Sei es Caetano Veloso mit seiner wunderbaren Interpretation von Cucurucucu Paloma die so gefühlvoll ist dass sie nicht besser zum berührenden Text des Liedes passen könnte. (Da das Lied deutsch untertitelt ist wird der Zuschauer rasch merken was ich meine), oder sei es das gefühlvoll zärtliche Liebeslied in portugiesisch, das wärend einer Szene in einer Stierkampfarena gespielt wird oder gar die beiden Auftritte der Dance Company von Pina Bausch aus Wuppertal mit ihrer wunderbaren Musik, die in sich selbst getanzte Musik darstellen und damit dem Film einen dramaturgischen Anfang und ein Ende setzen. Beeindruckend ist auch die Musik die beim Abspann gespielt wird, deren bewegende Gitarrenklänge einem schon im Kino ausharren liessen, bis der letzte Vorhang gefallen war.
Hauptfigur ist Benigno Martín. Über ihn erfährt man im Film seine komplette Vorgeschichte. Man erfährt von seiner starken Bindung an seine Mutter und der Nicht-Präsenz seines Vaters, der sogar demonstrativ aus dem Hochzeitsfoto seiner Mutter herausgeschnitten wurde. Benigno scheint auch die einzige Person zu sein, die in dem Film Hoffnung hat und bis zur tragischen Wende an das Gute, das Happy End glaubt. Er glaubt daran, dass die Frau in die er sich verliebt hat wieder aus dem Koma erwachen wird, bereitet seine Wohnung vor um dort wieder mit ihr leben zu können. Auf einem Parkplatz teilt er seinem Freund Marco, der zweiten Hauptperson des Films, die schwach scheint, ohne Hoffnung zu sein scheint, manchmal weint, mit, dass er Alicia (so heißt die Freundin, die im Koma liegt) heiraten möchte. Marco sagt ihm auf den Kopf zu, dass er verrückt sei, denn die Frau sei fast tot, liege im Koma könne mit keinem Teil ihres Körpers „Ja ich will sagen". Und das sagt Marco, ein Dampfplauderer, der seine Freundinnen nie zu Wort kommen lässt, wie man in einer anderen Szene sieht. Seine Freundinnen brauchen nicht im Koma zu liegen um nicht zu Wort zu kommen.
(Szene im Auto:
Lydia: Nach dem Stierkampf müssen wir miteinander sprechen.
Marco: Aber wir sprechen doch schon seit anderthalb Stunden.
Lydia: Du hast gesprochen.)
Dieser Dialog alleine zeigt schon auf, dass der Partner nicht im Koma liegen muss um nicht mit ihm kommunizieren zu können. Darum meint Benigno nicht zu Unrecht dass er und Alicia sich besser verstünden als die Mehrzahl der Paare. Nicht nur die Magie der Dialoge. die Almodóvar mit jedem Film wohl mehr verfeinert, ist was diesen Film zu etwas ganz Besonderem macht und warum man ihn sich diesen Film unbedingt anschauen sollte. So man ihn schon im Kino verpasst hat, ist der Kauf der DVD ein MUSS.
Jeder bei dem ein Herz in der Brust schlägt und der eine Seele hat, wird diesen Film lieben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2003
Nun nachdem in Spanien und Frankreich der Film bereits auf DVD erschienen ist erscheint er auch in England ...
„Seine Farben, seine Musik, seine Figuren - alles an seinen Filmen ist sich darüber im Klaren, dass Kino immer wieder da anfängt, wo die Sprache aufhört." heißt es in einer meiner Lieblingskritiken des Films in der ZEIT.
Reichen nun 5 Sterne aus einen solch wunderbar gefühlvollen Film zu bewerten? Alle Sterne des Himmels würden dazu nicht ausreichen. Was Pedro Almodóvar mit dem vorliegenden Film gelungen ist, ist ein kleines Wunder auf Zelluloid, ein wunderbarer Mix aus Schauspielern, Drehbuch und der Musik. Die Musik ist ein wesentliches Element, das den Emotionen die dieser Film vermittelt noch weiteren Tiefgang verleiht. Sei es Caetano Veloso mit seiner wunderbaren Interpretation von Cucurucucu Paloma die so gefühlvoll ist dass sie nicht besser zum berührenden Text des Liedes passen könnte. (Da das Lied deutsch untertitelt ist wird der Zuschauer rasch merken was ich meine), oder sei es das gefühlvoll zärtliche Liebeslied in portugiesisch, das wärend einer Szene in einer Stierkampfarena gespielt wird oder gar die beiden Auftritte der Dance Company von Pina Bausch aus Wuppertal mit ihrer wunderbaren Musik, die in sich selbst getanzte Musik darstellen und damit dem Film einen dramaturgischen Anfang und ein Ende setzen. Beeindruckend ist auch die Musik die beim Abspann gespielt wird, deren bewegende Gitarrenklänge einem schon im Kino ausharren liessen, bis der letzte Vorhang gefallen war.
Hauptfigur ist Benigno Martín. Über ihn erfährt man im Film seine komplette Vorgeschichte. Man erfährt von seiner starken Bindung an seine Mutter und der Nicht-Präsenz seines Vaters, der sogar demonstrativ aus dem Hochzeitsfoto seiner Mutter herausgeschnitten wurde. Benigno scheint auch die einzige Person zu sein, die in dem Film Hoffnung hat und bis zur tragischen Wende an das Gute, das Happy End glaubt. Er glaubt daran, dass die Frau in die er sich verliebt hat wieder aus dem Koma erwachen wird, bereitet seine Wohnung vor um dort wieder mit ihr leben zu können. Auf einem Parkplatz teilt er seinem Freund Marco, der zweiten Hauptperson des Films, die schwach scheint, ohne Hoffnung zu sein scheint, manchmal weint, mit, dass er Alicia (so heißt die Freundin, die im Koma liegt) heiraten möchte. Marco sagt ihm auf den Kopf zu, dass er verrückt sei, denn die Frau sei fast tot, liege im Koma könne mit keinem Teil ihres Körpers „Ja ich will sagen". Und das sagt Marco, ein Dampfplauderer, der seine Freundinnen nie zu Wort kommen lässt, wie man in einer anderen Szene sieht. Seine Freundinnen brauchen nicht im Koma zu liegen um nicht zu Wort zu kommen.
(Szene im Auto:
Lydia: Nach dem Stierkampf müssen wir miteinander sprechen.
Marco: Aber wir sprechen doch schon seit anderthalb Stunden.
Lydia: Du hast gesprochen.)
Dieser Dialog alleine zeigt schon auf, dass der Partner nicht im Koma liegen muss um nicht mit ihm kommunizieren zu können. Darum meint Benigno nicht zu Unrecht dass er und Alicia sich besser verstünden als die Mehrzahl der Paare. Nicht nur die Magie der Dialoge. die Almodóvar mit jedem Film wohl mehr verfeinert, ist was diesen Film zu etwas ganz Besonderem macht und warum man ihn sich diesen Film unbedingt anschauen sollte. So man ihn schon im Kino verpasst hat, ist der Kauf der DVD ein MUSS.
Jeder bei dem ein Herz in der Brust schlägt und der eine Seele hat, wird diesen Film lieben.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2003
„Seine Farben, seine Musik, seine Figuren - alles an seinen Filmen ist sich darüber im Klaren, dass Kino immer wieder da anfängt, wo die Sprache aufhört." heißt es in einer meiner Lieblingskritiken des Films in der ZEIT.
Reichen nun 5 Sterne aus einen solch wunderbar gefühlvollen Film zu bewerten? Alle Sterne des Himmels würden dazu nicht ausreichen. Was Pedro Almodóvar mit dem vorliegenden Film gelungen ist, ist ein kleines Wunder auf Zelluloid, ein wunderbarer Mix aus Schauspielern, Drehbuch und der Musik. Die Musik ist ein wesentliches Element, das den Emotionen die dieser Film vermittelt noch weiteren Tiefgang verleiht. Sei es Caetano Veloso mit seiner wunderbaren Interpretation von Cucurucucu Paloma die so gefühlvoll ist dass sie nicht besser zum berührenden Text des Liedes passen könnte. (Da das Lied deutsch untertitelt ist wird der Zuschauer rasch merken was ich meine), oder sei es das gefühlvoll zärtliche Liebeslied in portugiesisch, das wärend einer Szene in einer Stierkampfarena gespielt wird oder gar die beiden Auftritte der Dance Company von Pina Bausch aus Wuppertal mit ihrer wunderbaren Musik, die in sich selbst getanzte Musik darstellen und damit dem Film einen dramaturgischen Anfang und ein Ende setzen. Beeindruckend ist auch die Musik die beim Abspann gespielt wird, deren bewegende Gitarrenklänge einem schon im Kino ausharren liessen, bis der letzte Vorhang gefallen war.
Hauptfigur ist Benigno Martín. Über ihn erfährt man im Film seine komplette Vorgeschichte. Man erfährt von seiner starken Bindung an seine Mutter und der Nicht-Präsenz seines Vaters, der sogar demonstrativ aus dem Hochzeitsfoto seiner Mutter herausgeschnitten wurde. Benigno scheint auch die einzige Person zu sein, die in dem Film Hoffnung hat und bis zur tragischen Wende an das Gute, das Happy End glaubt. Er glaubt daran, dass die Frau in die er sich verliebt hat wieder aus dem Koma erwachen wird, bereitet seine Wohnung vor um dort wieder mit ihr leben zu können. Auf einem Parkplatz teilt er seinem Freund Marco, der zweiten Hauptperson des Films, die schwach scheint, ohne Hoffnung zu sein scheint, manchmal weint, mit, dass er Alicia (so heißt die Freundin, die im Koma liegt) heiraten möchte. Marco sagt ihm auf den Kopf zu, dass er verrückt sei, denn die Frau sei fast tot, liege im Koma könne mit keinem Teil ihres Körpers „Ja ich will sagen". Und das sagt Marco, ein Dampfplauderer, der seine Freundinnen nie zu Wort kommen lässt, wie man in einer anderen Szene sieht. Seine Freundinnen brauchen nicht im Koma zu liegen um nicht zu Wort zu kommen.
(Szene im Auto:
Lydia: Nach dem Stierkampf müssen wir miteinander sprechen.
Marco: Aber wir sprechen doch schon seit anderthalb Stunden.
Lydia: Du hast gesprochen.)
Dieser Dialog alleine zeigt schon auf, dass der Partner nicht im Koma liegen muss um nicht mit ihm kommunizieren zu können. Darum meint Benigno nicht zu Unrecht dass er und Alicia sich besser verstünden als die Mehrzahl der Paare. Nicht nur die Magie der Dialoge. die Almodóvar mit jedem Film wohl mehr verfeinert, ist was diesen Film zu etwas ganz Besonderem macht und warum man ihn sich diesen Film unbedingt anschauen sollte. So man ihn schon im Kino verpasst hat, ist der Kauf der DVD ein MUSS.
Jeder bei dem ein Herz in der Brust schlägt und der eine Seele hat, wird diesen Film lieben.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2004
Ein wirklich großartiger, vielschichtiger, anspruchsvoller und psychologisch wertvoller Film. Auf den ersten Blick erscheint die Story vielleicht flach und eher auf TV-Niveau. Bei genauerer und aufmerksamerer Betrachtung lässt sich jedoch die wahre Größe und Komplexität erkennen. Es sind Einzelheiten, die den Film besonders machen. Die Wahl Geraldine Chaplins [die Tochter DES Stumm(!)filmstars überhaupt] z.B. als mütterliche Ballettlehrerin oder die musikalische Sequenz mit Caetano Veloso, die Farbwahl, die Ausstattung, das Tanztheater Pina Bauschs etc., alles ist mit großer Sorgfalt und Gespür fürs psychologische und künstlerische Detail arrangiert. Bei dem Film wurde übrigens KEIN Tier getötet, wie von einigen verblendeten Tierschützern behauptet wurde. Die Stierkampfszene ist computeranimiert.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. August 2003
Ich bin eigentlich beim Stöbern auf diesen Film gestoßen und hab mich durch die Rezesionen anderer zum Kauf bewegen lassen. Ich hab den Kauf wirklich nicht bereut! Toller Film!
Benigno ist Krankenpfleger und widmet seine ganze Zeit, egal ob Arbeits- oder Freizeit der Pflege der nach einem Autounfall ins Koma gefallenen Alicia! Er kümmert sich sehr rührend um sie, doch in manchen Szenen glaubt man, dass Benigno etwas verrückt geworden ist, doch er hat in der schönen Alicia nur seine große Liebe und seine Passion gefunden, die er auf seine Weise auslebt. Als er den Journalisten und Reiseführerverfasser Marco kennen lernt, hat er eine Art Kumpel gefunden, denn Marco's Freundin Lydia, eine Stierkämpferin, wird bei einem Kampf schwer verletzt und ist ebenfalls wie Lydia eine Patientin der Komastation. Zwischen Marco und Benigno entwickelt sich eine tolle Freundschaft und wie immer gibt es eine Schwierigkeiten zu überstehen!!
Ein sehr gelungener Film, mit vielen bewegenden, aber auch vielen lustigen und komischen Szenen!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2004
In meiner DVD-Sammlung befinden sich nun schon viele fröhliche und tiefgründige Filme, doch "Sprich mit ihr" hat mich wie kein anderer Film noch tagelang beschäftigt. Auch wenn das Werk oftmals an die Grenzen der Erotik geht, so erzählt dieser Film ein Schicksal, welches einem im Leben auch widerfahren kann. Geschickt aufgebaut und mit Feinheiten gespickt lässt einem diese melancholische, mitreissende Geschichte alles um sich vergessen. Wie gebannt habe auch ich die Daumen gedrückt und gehofft, dass alles gut kommt. Doch wie im echten Leben gibt's auch Leid und Trauer. Der Film ist Balsam auf die Seele von Menschen, welche ähnliches im realen Leben schon erleben mussten. Wer mehr als nur Hollywood-Soaps sehen will, ist mit diesem spanischen Meisterwerk gut beraten, sowohl technisch als auch inhaltlich. Trotzdem muss ich zugeben, dass mir die Stierkampfszenen nicht gerade zugesagt haben! Beim spanischen Film ist dies jedoch (leider) so normal wie im heutigen Andalusien!
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am 2. Juni 2015
auch dieser Film ist viel zu tiefgründig, um ihn gleich beim ersten Mal zu verstehen! Großartiges Kino!! Ich liebe ihn. Das solch große Künstler wie Rosario Flores mitwirken zeigt, wie sehr verwurzelt die Filme Almodóvar's in der spanischen Kultur sind!!! Excelente o mejor dicho "sobresaliente"
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2013
Waren die frühen Filme Pedro Almodovars trotz filmischer Schwächen schrill, witzig, originell, so änderte sich das spätestens ab "Live Flesh" dahingehend, dass seine Filme melodramatischer und kitschiger wurden, angelehnt an die amerikanische Hollywood-Seifenopern von Douglas Sirk. Auch die Farbpallette wechselte von knallig-bunten Pastellfarben hin zu gediegenen Hochglanzbildern.
Diese Entwicklung hat mit "Sprich mit ihr" seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Die Story wirkt wieder einmal sehr konstruiert und kitschig.
Was aber bei diesem Film ganz besonders stört, ist die extrem selbstgefällige Inszenierung Almodovars. Man hat den Eindruck, dass der Regisseur hier seine Inszenierungskunst zur Schau stellt. Das ist sehr schade, weil die überladenen inszenatorischen Einfälle (Rückblenden, ungewöhnliche Kameraeinstellungen, Stummfilm-Traumsequenzen, mit Musik unterlegte stilisierte Ballett- und Stierkampfsequenzen in Zeitlupe, Videoclip-Ästhetik, etc.) die interessanten Themen des Filmes und die hervorragenden darstellerischen Leistungen, allen voran Javier Cámaras und Geraldine Chaplins, in den Hintergrund drängen.

Der Eindruck des Filmes wird in dem mitbeigefügten Audiokommentar, in dem neben Pedro Almodovar auch Geraldine Chaplin zu Wort kommt, bestätigt. Ein egozentrischer Pedro Almodovar spricht stolz von "seinen tollen Einfällen" und "seinem Regietalent". Auch dass sich seine Ideen aus seinen vielfältigen Interessen für Tanz (Pina Bausch), Film (Stummfilme), Literatur und Musik ergeben, lässt er natürlich nicht unerwähnt. Schließlich ist Almodovar äußerst gebildet, begabt und kultiviert. Denn genau das möchte er wohl mit diesem Film jedem klar machen.

Es ist offensichtlich, dass Almodovar mit diesem ambitionierten Film imponieren und ein Meisterwerk schaffen wollte. Und genau dort liegt seine große Schwäche.
Für mich bleibt es einer seiner schwächeren Filme.
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