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Kundenrezensionen

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am 25. März 2003
Ist es vielleicht nur der Zugang zu uns selbst, dieses hunderste Fenster, der unsere innere Welt aus hartem und kaltem Glas ähnlich zum Zerbersten treibt wie die Figur auf dem Titelbild? Nur eines von 99 weiteren, doch während die übrigen Fenster nur einen Ausblick liefern lässt uns „100th Window" sogar eintreten in Massive Attacks großstädtische Vision der Isolation und Weltentfremdung.
Zugegeben: Massive-Fans der ersten Stunde scheinen sich enttäuscht zu geben, hat doch dieses vierte Werk nicht mehr viel mit den Vorgängeralben gemein, trotzdem habe ich schon jetzt das Gefühl, dass ich ohne diese CD gar nicht mehr leben kann. Robert „3D" Del Naja, das immer pulsierend düstere Drittel des einstigen Trios aus Bristol hat „100th Window" sozusagen im Alleingang fertiggestellt, unter Zuhilfenahme von Neil Davidge bei der Produktion, Sinéad O'Connor und Langzeitbegleiter Horace Andy als stimmlicher Zusatz bei drei bzw. zwei Stücken. Die Kollegen Mushroom und Daddy G nehmen Babypause oder sind ausgetreten. Was uns erwartet ist ein Album, das mit dem zweifelhaften Begriff Trip-Hop nicht mehr wirklich viel zu tun hat, eher wummernde, dunkle und heiß-kalte Ambient-Musik ist es, die sich dem Hörer hier offenbart.
Zu Beginn Töne wie die eines Telefons, wie ein Besetzt- oder ein Freizeichen, der Kontakt zur Außenwelt ist unterbrochen, „Future Proof" eröffnet das Album, das hundertste Fenster öffnet sich und wir treten hinein. Höhepunkte existieren nicht wirklich, man sollte versuchen „100th Window" als Gesamtkunstwerk anzusehen, so dass sich erst nach mehrmaligem Hören jedes sperrige Mosaik zu einem musikalischen Gemälde vereint. Diese ist kalt, dunkel, bedrohlich und gleichzeitig merkwürdig beruhigend und Trost spendend. Die Bässe wummern monoton und finster, und gleichzeitig doch auch behaglich, Del Najas geraunte Texte verbreiten einen ähnlichen Eindruck, und ähnlich wird es auch bei den restlichen Liedern ablaufen. Hier und da erwarten uns asiatische Einflüsse, wie in der Single „Special Cases", die auch eine längere Zeit zum Warmlaufen braucht, oder in „Antistar", womit der globale Aspekt der Weltentfremdung ebenfalls berücksichtigt wäre. Ansonsten handelt es sich lyrisch um Selbstzweifel (u. A. das grandiose „What your soul sings") oder auch Kindesmissbrauch („A prayer for England", meiner Meinung das einzige schwarze Schaf der CD)
Musikalisch erwarten uns jedoch harte Brocken. Wie bereits erwähnt wird „100th Window" eine lange Eingewöhnungsphase bestehen müssen, doch ist diese erst einmal überwunden ist man für lange Zeit wie gefangen in und betäubt von dieser Klangwelt. Lange wird es dauern, bis man die wabernden Gitarren von „Everywhen" nicht mehr aus dem Ohr bekommt, oder bis die Monotonie des passiv zornigen „Butterfly Caught" überfärbt ist. Lange auch, bis der sehr simple Basslauf in „Special Cases" überhört ist, und man sich eher über O'Connors gehauchte Tritonus-Glissandi freut. "Small Time Shot Away" ist ein seltsam dahindümpelndes Lied, welches man sich vielleicht in einem Fahrstuhl vorstellen kann, und trotzdem ist hinter der simplen Fassade so viel mehr.
Irgendwann sieht man sich selbst in einer ähnlichen Haltung gegenüber dieser CD wie die Glasfigur auf dem Cover. Zeit und Überwindungskraft sollte man jedoch mitbringen. Meiner Meinung nach eines der besten Alben Massive Attacks.
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am 14. Februar 2003
Das Vorgängeralbum "mezzanine" zählt zu meinen absoluten Favouriten in Sachen Triphop. Durch dieses wurde ich auch auf die Band und die gesamte Musikrichtung aufmerksam. "100th window" verbreitet eine ähnliche mystische, tiefe und teilweise düstere Stimmung wie der Vorgänger, wird jedoch niemal depressiv oder negativ. Besonders gefallen haben mir die von Sinnead o'Connor gesungenen Tracks "a prayer for england" und "what your soul sings". Ersteres ist etwas melancholisch, hat aber eine sehr eindringliche und unglaublich schöne Melodie. Letzteres kann man fast als harmonisch und ein kleines bisschen fröhlich einstufen. Beide Stücke sind überaus melodisch, jedoch besitzen beide eine sehr unterschiedliche wirkung. "Butterfly caught" ist wohl das dunkelste Stück auf der Scheibe und unglaublich beeindruckend. Vor allem die orientalisch-düster klingenden Streicher und Daddy Gs genial-dunkle Stimme. "Antistar" ist ein sehr guter Abschluss und eigentlich allein schon das Geld für die CD wert, das Lied sticht ein bisschen hervor, vielleicht weil es verhältnismäßig schnell und wild ist.. ähnlich wie "inertia creeps" vom Vorgängeralbum. 5 Sterne!! Ich warte gespannt auf das nächste Album, Massive Attack sind eine Spitzenband.
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am 16. Februar 2003
die neue massive attack - eigentlich das soloprojekt von robert del nara mit den sängerinnen elizabeth frazer und sinéad o'connor - wird in DER ZEIT als einfallslose clubmusik verissen. dann muss ja was dran sein, denk ich mir, höre sofort rein und spüre: bei dieser dichte muss man sich tiefe und qualität erst durch mehrfaches hören erarbeiten.
eine konsequente steigerung von blue lines oder mezzanine, eine weitere genrebildende neuerfindung wird von vielen naiverweise erwartet.
von künstlern, die meilensteine geschaffen haben, zu erwarten, dies mit jedem neuen album alle 2- 3 jahre wieder zu tun, ist eine überhebliche anspruchshaltung satter konsumenten. differenziert wird nicht. man er-wartet.
ich höre.
tiefe dunkle farbflächen, dichte klang- und rhytmusteppiche, neue, unberechenbare, harte und federnde beats, melancholie und tristess und darüber die sphärischen stimmen elizabeth frazer und sinéad c'connor und die allgegenwärtig magisch hauchende von andy und 3d.
die beats und lines mal afrikanisch, mal elektonisch, mal arabisch, mal metallisch, aber immer voll kraft und intsensiv, dass mein nachbar wieder mal an die wand klopft. zeitweise auch pomös und pathetisch. aber das gehört zum genre.
die grosszügige länge der einzelnen tracks schafft viel raum für unterschiedliche entwicklungen und richtungen und tut gut in eine zeit, in der tracks im radio nicht mehr als 3 min lang seine dürfen, um gespielt zu werden. und dort gehört dieser sound ja auch mit seiner tiefe, seinem reflektionsvermögen, seiner widersprüchlichkeit und warmer kraft nicht hin.
ein traditionelles und gleichzeitig neues massive attack album, der zeigt, dass es weiter geht. mit der welt, mit der musik, mit massive attack. und glücklicherweise nicht immer in so, wie man es erwartet.
und hier ein persönlicher blick auf die einzelnen tracks:
1 - future proof
einfache, elektronische töne, wie zufällig hingeworfen, symatisch in ihrer einfachkeit, darüber eine ebenso elementare guitarenlinie. dann überlagert von harten knackenden klicks. 3d's stimme malt dazu wieder eines seiner geheimnisvollen bilder: borderline cases, reinforced glass, absent friends, passport photos, an elastic past, ... und entführt in die unsicheren und düsteren gegenden der seele.
2 - what your soul sings
verzerrte e-guittare aus der ferne. der turntabel dreht rückwärts. das verwirrt, macht neugierig. darüber gesprenkelnde klicks, federnd, gespannt. seitlich schiebende metallswoshs, melodische linine. rhytmuswechsel und sinéad c'connors stimme beherrscht das bild: say what yor soul says to you und klingt verwirrend nach björk. wieder schieben, metallische flächen ins bild, darüber sphärisch synthie sounds, die alles zusammenhalten und den blick in ungekannte weite ermöglichen: You'll find the one you need is you.
4 - special cases
kraftvoll rhymisch schwingend bäss, meditative bassline, streicherflächen, darüber die sphärische klagende, fordernde stimme von Sinéad O'Connor. ein traumhafter break mit unerwarteten clocks, allgegenwärtige spannung, nie aufgehoben. über 7 minuten lang und tief. etwas popig.
5 - butterfly chaught
geheimnisvolles sanftes intro, durchbrochen mit 80er e-beats, metallisch hart, etwas einfach, wie die 80er. wirre verschachtelte stimmen von andy und 3d, darüber flächen aus allen richtungen, mal electonic mal streicher, mehrere düstere breaks, die gut tun. dannach mehrere streicherlinine über diese 80er e-beats.
6- a prayer for england
einstieg mit pendelnder bassline. die starke klare stimme von o'connor mehr als nur ein gebet, ein fordernder wehklang, getragen von pulsierenden massigen bässen und beats, die die forderungen in aller deutlichkeit unterstreichen. machmal etwas pathetisch.
7 - small time shot away
beginnt mit rhymischen sythie-linine, in die weiche federnde beats eindringen, sanft aber entschieden, darüber 3d's langgezogene geheimnisvolle vocals "my favorit chlorophorm", teils schwermütig, teils liebevoll sanft, die depression eines addics. fast 8 min lange intensität. natürlich pessimistisch.
8 - name taken
wie immer dieser massive sound, bei dem beats von tragenden bassflächen nur schwer zu unterscheiden ist. unfassbare, spröde "percussion" darüber. überraschende harmoniewechsel, sehr offen und unvorhesebar. die stimme von andy überraschend hell und weiblich: "fade away". die beats entwickeln sich immer härter und heller, echoartig, verzerrte e-gitarre führen die stimme am ende fort.
9 - antistar
arabisch klingende shynti harmonien anfangs, fast klassisch klingende rhytmus guitarre darüber. wieder diese herrlich federnden beats. dominiert von den narkotischen vocals 3d's. arabische elemente in beats, streichern und im klangteppich. alles kraftvoll und lebendig und tanzbar, fast fetzig. ganz im gegensatz zu den lyrics:
My heads between my knees again
Got needle set to zero
And you can shoot me hurricanes
Don't spare me the details
Yeah more sweet narcosis
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am 25. Oktober 2003
Ich bin ein alter Fan von Massive Attack! Muss sagen das dieses Album das beste ist, 100th Window ist so dunkel das es fast schon geil ist!! Die Kommentare das Massive nicht mehr "rockt" kenne ich zu gut. Das ist & war aber nie der Sinn von Massive! Vielmehr ist es die Idee die Gefühle unsere Zeit in Musik zu Interpretieren! Das Gefühl auf einem anderen "level" Musik zu machen! Ich sag euch keine Droge dieser Welt macht dieses Album schöner, da 100th Window selbst die Droge ist! Ein Platz in den ewigen Top 100 Alben dieses Planeten ist sicher! Kaufen und unbedingt genießen! Ob Rock oder Pop, ob Klassik oder elekto, alles dahin gestellt wenn ihr dieses Kunstwerk in den Händen habt! Von utp-music gibt's 5 Punkte !!!!!
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am 17. Februar 2003
die neue massive attack - eigentlich das soloprojekt von robert del nara mit den sängerinnen elizabeth frazer und sinéad o'connor - wird in DER ZEIT als einfallslose clubmusik verissen. dann muss ja was dran sein, denk ich mir, höre sofort rein und spüre: bei dieser dichte muss man sich tiefe und qualität erst durch mehrfaches hören erarbeiten.
eine konsequente steigerung von blue lines oder mezzanine, eine weitere genrebildende neuerfindung wird von vielen naiverweise erwartet.
von künstlern, die meilensteine geschaffen haben, zu erwarten, dies mit jedem neuen album alle 2- 3 jahre wieder zu tun, ist eine überhebliche anspruchshaltung satter konsumenten. differenziert wird nicht. man er-wartet.
ich höre.
tiefe dunkle farbflächen, dichte klang- und rhytmusteppiche, neue, unberechenbare, harte und federnde beats, melancholie und tristess und darüber die sphärischen stimmen elizabeth frazer und sinéad c'connor und die allgegenwärtig magisch hauchende von andy und 3d.
die beats und lines mal arabisch, mal elektonisch, mal afrikanisch, mal metallisch, aber immer voll kraft und intsensiv, dass mein nachbar wieder mal an die wand klopft. zeitweise auch pomös und pathetisch. aber das gehört zum genre.
die grosszügige länge der einzelnen tracks schafft viel raum für unterschiedliche entwicklungen und richtungen und tut gut in eine zeit, in der tracks im radio nicht mehr als 3 min lang seine dürfen, um gespielt zu werden. und dort gehört dieser sound ja auch mit seiner tiefe, seinem reflektionsvermögen, seiner widersprüchlichkeit, seiner morbiden schönheit und warmer kraft nicht hin.
ein traditionelles und gleichzeitig neues massive attack album, der zeigt, dass es weiter geht. mit der welt, mit der musik, mit massive attack. und glücklicherweise nicht immer in so, wie man es erwartet. vielleicht nicht das beste aller alben, aber sicher um längen besser, als alles mit dem wir dieses jahr noch konstontiert werden.
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am 20. April 2003
Massive Attack besteht im Jahre 2003 nun mehr aus einer einzigen Person: Del Naja. Denn an die Stelle des ehemaligen Musikerkollektives ist nun der besagte und besser als "3D" bekannte Eigenbrödler getreten. Ob man in Hinblick darauf "100th Window" als legitimen Nachfolger zu dem Meisterwerk „Mezzanine" bezeichnen kann, ist genauso fraglich wie der Vorwurf der Stagnation. Vielleicht sollte man dieses Album aus dem Massive Attack Kontext herausnehmen und einfach als selbstständiges Werk betrachten. Denn auch wenn man keine reale Weiterentwicklung verzeichnen kann, so findet sich hier doch ein interessanter Querschnitt aus dem bisherigen Schaffen. Wenn man dies als Stagnation ansieht, dann muss aber im gleichen Atemzug das Niveau erwähnt werden, auf dem selbige stattfindet.
Denn dieses Album versteht es immer noch den Hörer auf eine überwältigende Reise durch kalte, scheinbar tote, jedoch auf ihre Art warme und organische Klanglandschaften mitzunehmen. Geradezu bedrohlich schwingen die düsteren Klänge und erzeugen eine befremdende und surreale Stimmung, entsprungen aus einer Realität ohne Emotionen und menschlicher Nähe. Das Bild einer technokratischen und vereinsamten Welt, bestehend aus eisigem, sterilem Glas und Stahl, in der der letzte Rest an Persönlichkeit des Individuums durch Anonymität ausgelöscht wurde. Paralyse als Dauerzustand, während der Verstand durch die Dunkelheit gleitet auf der Suche nach dem Licht. Del Naja bezeichnete seine Schöpfung als „Soundtrack zur Schlaflosigkeit" - er hatte Recht.
Die Tatsache, dass es hier songtechnisch keine echten Highlights gibt, wird von vielen bemängelt. Jedoch sollte man bei diesem Album mehr das Gesamtkunstwerk in den Vordergrund rücken, welches in der Lage ist den Zuhörer auf subtile Weise zu beeinflussen. Songs ergreifen Besitz um gleich im Anschluss wieder vergessen zu werden und den geneigten Zuhörer mit dem befremdenden Gefühl der Leere zurückzulassen. Wie sehr dieser sich jedoch darauf einlässt, bleibt ihm natürlich selbst überlassen. Dass sich dieses etwas zähe Klanggebilde erst nach mehrmaligem Hören anfängt zu erschließen, sollte klar sein. Jeder, der bereit ist von seinen Erwartungen abzulassen und "100th Window" als selbstständiges Werk zu betrachten, ohne gleich mit den Vorgängern zu vergleichen, wird sich nicht lange der faszinierenden, eigenen Aura entziehen können.
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am 25. Februar 2004
Verschiedene Neuveröffentlichungen stehen immer im Mittelpunkt des öffentlichen, musikalischen Interesses. Alle Jahre wieder gehört auch der neue Silberling von Massive Attack dazu. Lang erwartet, trend-weisend und geheimnis-umwoben wurde die Veröffentlichung noch ein paar mal verschoben um die Erwartungshaltung der Fanschar in ekstatische Ausmaße zu heben. Als 100th Window dann auf den Markt kam, wollte aber so mancher Fan nicht recht zufrieden sein und äußerte auch Laut seinen Unmut : „Zu atmosphärisch, zu depressiv, keine richtigen Songstrukturen, zu Einheitlich, ..." war da zu hören. Gewünscht wurde ein Album im Stile der Vorgänger und der Schuldige war schnell gefunden: Offiziell gilt die Produktion als DelNajas Alleingang, was so aber nicht stimmt, da das Konzept und die Kompositionen in Zusammenarbeit mit Daddy G, dem verbliebenen Massive Attack - Kollegen, erfolgte.
Doch 100th Window stellt lediglich eine künstleriche Weiterentwicklung der bisherigen Arbeiten dar. Statt vieler Sounds, Melodien und Sprechgesang wird der elementare emotionale Ausdruck der Musik in einen Reigen von aufeinanderfolgenden Stücken gepackt. Die Gelassenheit des Sprechgesangs wurde aufgegeben, statt dessen wird der Hörer in eine Welt aus Ruhe, Schöhnheit und Zerbrechlichkeit versetzt, welche über die Stimmen von Horace Andy und O'Connor wunderbar transportiert wird. Die Kunst den Zuhörer in jedem Moment zu bannen, seine Aufmerksamkeit zu fordern und seine Emotionen zu bewegen ist es, was dieses Werk mal wieder zu etwas Einzigartigem macht. Die durchgehene Atmosphäre läßt den Zuhörer in eine Art akustischen Rausch verfallen, welcher die Geschehnisse der Außenwelt scheinbar auszublenden vermag. Das starke Interesse am Oeuvre dieser einzigartigen Künstler scheint gerechtfertigt.
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am 2. März 2003
wieder ein tiefes album, bei dem man nach 5x hören die songs noch immer nicht unterscheiden kann. Dieser Umstand jedoch deutet eigenartigerweise meist nicht auf Langweiliges, sondern auf erstklassige (Pop)musik hin.
Es krabbelt in den ohren; so etwas ist nicht "nur" musik, sondern Emotion. Schade daß die meisten Höhrer dies nicht erkennen können; vielleicht durch oberflächliche Wahrnehmung oder weil sie Musik nur als Unterhaltung verstehen (wollen).
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am 7. Oktober 2004
kann ich diesem Massive Attack Album nun fünf Sterne geben. Als ich das Album zum ersten Mal hörte war ich erst einmal sehr enttäuscht, zu kalt, zu düster, zu gestylet schallte es für meinen Geschmack aus den Speakern. Nachdem ich mich nun mehrfach mit diesem Werk befasst habe, bin ich nur noch begeistert. Es ist zwar sehr düster aber auch unglaublich kraftvoll. Ein wenig vermisse ich die Raps die man von den Vorgängern kannte, aber Shinead O'Connor ist wirklich eine Bereicherung und hat einen großen Anteil an der Klasse dieses Stückes Musik. Leider können sich zu wenige auf diese Musik richtig einlassen, so dass 100th Window zu unrecht als schlechteste Massive Attack bezeichnet wird. Meiner Meinung ist eine Einstufung nach gut oder schlecht gar nicht möglich. Von Album zu Album findet eine Weiterentwicklung statt und was auf Mezzanine begonnen wurde wird hier mehr oder weniger konsequent weitergeführt. Man kann gespannt sein was uns beim nächsten Album erwartet. Ich freu mich drauf und werde an vielen dunklen, kalte Wintertage Kraft aus 100th Window ziehen.
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am 1. Juli 2004
Mezzanine war extrem schwarz, düster - 100th Window ist auch sehr düster, aber im Gegensatz zu Mezzanine hat es auch immer wieder Lichtblicke, wo die Sonne durch die Wolken bricht - zumindest ein kleines bißchen. Das macht die Musik irgendwie lebensnaher, realer.

Mezzanine hatte vllt die besseren Songs, dafür ist 100th Window atmosphärischer. Das Album erschafft eine Welt, in der ich mich gerne aufhalte.
Die tiefe Stimme von Grant Marshall fehlt, dafür singt Sinnead O Conner, die eine echte Bereicherung ist. Im Gegensatz zu Mezzanine ist 100th Window fast komplett elektronisch. Die elektronischen Sounds klingen fast schon futuristisch, sodass sich 100th Window in meinen Ohren wie der Soundtrack zu einem düsteren Sciencefictionfilm anhört.
DelNaja rappt nicht mehr wie auf den Vorgängern, sondern verwendet eine neue Art von Sprechgesang mit langgezogenen Vocals, was ich so noch nie gehört habe. Dabei ist seine Stimme die ganze Zeit leicht verzerrt und irgendwie konnte ich mich von Anfang an mit dieser Stimme identifizieren.
Das ist Musik, die wirklich die Fantasie anregt. Wenn ich dieses Album höre, sehe ich automatisch düstere, sterile, kalte, futuristische Bilder vor mir, sodass ich mich wie auf einem Trip fühle.
Ich kenne allerdings nur wenige Alben, die derart lange brauchen um sich beim Hörer zu entfalten. Am Anfang fand ich die Musik sehr monoton, weil ich die ganzen Details noch nicht registriert habe.
Dieses Album wird meiner Meinung nach weit unterschätzt.
Meine Lieblingslieder: Future Proof, Special Cases, Butterfly Caught, A Prayer For England, Antistar
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