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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tales from musical Oceans
1973 schufen Yes das wahrscheinlich größenwahnsinnigste, gigantischste und ambitionierteste musikalische Monumentalwerk des Progressive: Ohne Rücksicht auf Fans und Kritiker wurden die Schleusen der Kreativität aufgerissen um den Hörer mit völlig neuen
Erfahrungen zu überschwemmen...
Über die Entstehung des Albums ist...
Veröffentlicht am 2. November 2005 von Norbert Wenk

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "UMSTRITTENES MAGNUM OPUS VON YES"
Das Album in der Insel-Formation "Jon Anderson", "Steve Howe", "Rick Wakeman", "Chris Squire" und "Alan White" gilt als "Magnum Opus" der Band, aber auch als ihr mit Abstand umstrittenstest Werk. Es handelt sich hier um ein Konzeptalbum von nie dagewesenen Ausmasses. Die Inspiration für die vier Langstücke stammt aus dem Buch "Autobiografie eines Yogi" von...
Veröffentlicht am 1. März 2012 von Christian Hadek


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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tales from musical Oceans, 2. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
1973 schufen Yes das wahrscheinlich größenwahnsinnigste, gigantischste und ambitionierteste musikalische Monumentalwerk des Progressive: Ohne Rücksicht auf Fans und Kritiker wurden die Schleusen der Kreativität aufgerissen um den Hörer mit völlig neuen
Erfahrungen zu überschwemmen...
Über die Entstehung des Albums ist viel gesagt worden, daher will ich die vier 20-minütigen Sätze etwas näher beleuchten:
The Revealing Science of God
Auch wenn sich eigentlich alle vier Kompositionen auf dem gleichen qualitativen Niveau befinden, stellt "The Revealing Science of God" für mich das beste Lied des Albums dar: Jedes Instrument passt perfekt, keine Sequenz ist zu lang, das Ganze ist absolut rund und geschlossen. Durch die verschiedenen Tempiwechsel und die abwechslungsreiche Mischung aus Rock, Elektronik, Gesang und Sinphonik kommt nie Langeweile auf. Besonders schön ist der Anfang, mit den langsam lauter werdenden Brandungsgeräuschen und den immer stärker und druckvoller aufgetürmten Gesang, der sich schließlich in einem befreienden Keyboard- und Akustikgitarrensolo auflöst.
The Remembering
„The Remembering" ist der harmonischste und angenehmste der vier Songs. Besonders der Anfang mit seinen schwebenden, verträumten Sitarklängen und dem fast rezitierendem Mantragesang von Anderson verleiht dem Ganzen eine sehr geschlossene Atmosphäre, die sich durch das ganze Lied zieht. Die bescheidene Orgel im Hintergrund kontrastiert gut mit dem bombastischen Sequenzen, die von einer sphärischen und orchestralen Keyboardpassage abgelöst wird. Diese bricht jedoch überraschend ab, um für einen heiteren und fast übermütigen Gesangs- und Akustikgitarrenteil Platz zu machen. Auch wenn „Remembering" sehr schön ist, hat es ab und zu einen kleinen Durchhänger, weil manche Sequenzen etwas länger sind als nötig (vor allem die ausladenden Keyboardpassagen). Mit seiner ruhigen Anschmiegsamkeit dient „Remembering" aber auch als harmonischer Gegenpol zum wilden „Ancient".
The Ancient
Hier stelle ich mir immer einen Mann vor, der völlig gehetzt durch den Urwald rennt... Tatsächlich entfernen sich Yes in „The Ancient" vermutlich am weitesten von üblichen Hörgewohnheiten; anfangs hat man das Gefühl, Musik aus einem völlig anderen (und wilderen!) Kulturkreis zu hören: Die klirrenden Hi-Hats schaffen eine nächliche, geheimnisvolle Atmosphäre und die spannungsgeladene und treibende Percussion (so rhythmisch war Yes noch nie!) baut in kongenialer Verbindung mit Howes heulender Gitarre eine geradezu paranoide und unterschwellig aggressive Stimmung auf. Die hymnischen Zwischenspiele mit den fetzig nachhallenden Girtarren im Hintergrund bilden den perfekten Kontrast dazu. Etwa nach der Hälfte des Liedes baut sich dann plötzlich aus einer einsamen Akustiknummer ein wunderschöne und melodiöse Gegenwelt auf. Der Schluss trifft mich jedes Mal wie ein Schlag: Ein perfekt platziertes, aber viel zu kurzes, beinhartes Riff by Howe, das den Hörer aus dem Lied katapultiert.
Ritual
"Ritual" ist ähnlich abwechslungsreich wie "Revealing" aber dafür etwas ungeschliffener. Hier wird am meisten rumexperimentiert, einige Sachen sind noch anstrengender als „Ancient", aber es lohnt sich trotzdem. Vieles deutet bereits auf das furiose „Gates of Delirium" hin, doch das Lied hat auch ein paar wundervoll harmonische und packende Momente (z.Bsp. der Teil mit der summenden Gitarre (die auch am Anfang zu hören ist), der mich immer an einen afrikanischen Chor erinnert). Besonders schön sind vor allem die Nous-sommes-du-soleil-Parts. Doch gerade weil das Stück eigentlich recht gut ist, ärgert es mich jedes mal, dass das „lalala"-Thema am Anfang und der endlose Mittelteil unnötig in die Länge gezogen wurden; man wartet regelrecht darauf, das bald etwas neues passiert (aber das geschieht dann ja auch...).
Nach dem Meisterwerk „Close to the Edge" dachten eigentlich die meisten, dass das wohl nicht mehr zu überbieten sei, aber Yes haben es dennoch gewagt (übrigens spielt Wakeman in „Ritual" an der Stelle 4.25 tatsächlich ganz kurz „Close to the Edge" an). Tja, für die einen ist „Tales from Topographic Oceans" völlig aufgeblasen, überambitioniert und unzugänglich und für die anderen gehört es zum besten, mutigsten und kreativsten was Yes je geschaffen haben.
Man muss zwar zugeben, dass es bei rund achtzig Minuten Laufzeit den einen oder anderen Durchhänger gibt, aber das ist im Hinblick auf die gewaltige Leistung dieser Band eigentlich egal. Da halte ich es mit Mike Tiano, der im Booklet zur remasterten „Tales" Version am Schluss schreibt:
„Yes were fortunate to have had the creative freedom to produce this bold and innovative work - and we are fortunate that they did."
(Yes hatten Glück, die kreative Freiheit zu haben, dieses kühne und innovative Werk zu produzieren - und wir haben Glück, dass sie dies taten.)
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buffet für die Gehörgänge !, 2. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Mit CLOSE TO THE EDGE schienen sich die ProgRock-Götter Yes selbst übertroffen zu haben, doch ein Jahr später erschuf man mit dem Konzeptalbum TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS etwas ebenbürtiges. Die Grundstimmung dieses Doppelalbums ist wesentlich ruhiger, entspannter und friedvoller als auf dem Vorgänger, auf chaotisches Gefrickel und filigranes Herumfuhrwerken mit jazzigen und klassischen Elementen wurde hier größtenteils verzichtet, dafür klingt alles getragener und sensibler, die Atmosphäre ist hier eher exotisch und fernöstlich, was nicht nur auf den spirituellen Text zurückzuführen ist. Gleich beim ersten der vier über 20-minütigen Stücke, nämlich REVEALING SCIENCE OF GOD kitzeln wundervolle und warme Melodien das Trommelfell. Eingeleitet wird das Stück durch einen wundervoll hypnotischen und melodischen Singsang des Sängers Jon Anderson, unterlegt von sehr dezenten Keybord- und Gitarrenklängen, ehe dann auch das Schlagzeug und der führ Yes charakteristische Bass einsetzen. Die Gesangsmelodien klingen auf kaum einen Yes-Song angenehmer und emotional berührender. Bei der nächsten Nummer THE REMEMBERING wird die absolut relaxte Atmosphäre durch den Verzicht auf Schlagzeug und den extensiven Einsatz von Synthesizer, Mellotron und tragbarer Pfeifenorgel, welche in der Rockmusik höchtens noch von Jethro Tull eingesetzt wurde, aufgebaut. Die Melodie zieht recht unbekümmert am Ohr des Hörers vorbei, der Refrain allerdings ("And I Do Think Very Well... etc.") ist vom Feinsten. Was bei diesem Song allerdings das Ohrenmerk des Hörers auf sich zieht, sind die herrlich getragenen Keybordsoli, die einen wie ein fliegender Teppich entführen.
Auf der zweiten CD wird dann ein wenig herumgefrickelt, allerdings nicht so intensiv wie auf CTTE. THE ANCIENT nimmt stilistisch und von der Struktur her schon den musikalischen Overkill von GATES OF DELIRIUM des Nachfolgealbums RELAYER ansatzweise vorweg. Die Percussion ist exzellent und fügt sich mit den stakktoartigen Orgelpassagen und den jaulenden E-Gitarren zu einem symphonischen Ganzen zusammen. Die E-Gitarre klingt beinahe schon wie Walgesang, während der Bass im Untergrund brodelt und den Rhythmus definiert. In den ersten zwölf Minuten dieser Instrumentalorgie werden nur ganze zwei kurze Strophen gesungen, der Rest des Textes wird im darauffolgenden akustischen Part vorgetragen. Auch hier stellt sich wieder die Frage, woher die Band diese herrlichen Melodien hernimmt. Die Soli der akustischen Gitarre streifen schon das Genre der spanischen Folklore a la Flamenco, etc.
Der letzte Song RITUAL kulminiert alle stilistischen Elemente der Band zu einem Furiosen Showdown, der seinesgleichen sucht. RITUAL ist neben THE ANCIENT der progressivste Song des Albums. Besonders der Bass kommt hier stellenweise als Leadinstrument zur Geltung. Das furiose Finale ist dann eine Art Duell zwischen Schlagzeug, ausgefeilter Percussion und exzentrischen Keybordeffekten. Die zwischenzeitlichen Gesangspassagen erinnern an die Beatles und stellen einen ruhigen Kontrast zum aufwühlenden Rest des Songs dar. Hier und dort finden sich im Song Melodiefetzen der vorangegangenen Songs wieder. TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS ist jenseits des musikalisch vorstellbaren.
WUNDERVOLL !
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten und anspruchsvollsten Werke der Rock-Szene, 31. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Es gibt viele gute Rock-Alben, aber nur wenige, die das Attribut "Meisterwerk" verdienen. "666" von Aphrodite's Child, "In the Court of the Crimson King" von King Crimson, die "Foxtrot" von Genesis, die "Into the Everflow" von Psychotic Waltz oder auch die "Kid A" von Radiohead gehören dazu, und ganz sicher auch dieses.
Wer sich das Werk erstehen will muss unbedingt beachten, dass er sehr viel Zeit investieren muss um einen Zugang zu dem Album zu bekommen. Allein die Länge: Vier 20 Minuten-Songs auf vier LP-Seiten (2CD's) verteilt, und diese sollten möglichst in einem Zug aufgesogen werden. Ein Urteil über dieses Album sollte man sich eigentlich erst nach mindestens 20 Durchläufen bilden. Yes-Einsteiger sollten erst einmal mit dem "The Yes Album", "Fragile" oder "Close to the Edge" eine Grundlage schaffen.
Anderson, Howe, Squire, Wakeman und White befinden sich mit diesem Album am Ende des Weges, den Yes Ende der 60er eingeschlagen hatten. Die Songs hatten ein Stadium erreicht, das an Komplexität, Intensität, Virtuosität und Genialität nicht mehr zu überbieten war. Logische Konsequenz war ein Konzept-Album, auf dem alle Teile zusammengefügt werden und zu einem Ganzen verschmelzen. Harmonik, Dissonanzen, Krach, Akustik, mehrstimmiger Gesang, Melodien, Wahnsinn und Emotion, einfach alles ist hierauf vertreten. Die vier Stücke sind nicht einzeln hervorzuheben, sie sind nur Abschnitte eines Ganzen. Ein zusätzliches Schmankerl sind die Songtitel und das mal wieder großartige Cover von Roger Dean, die Interpretation von Paramhansa Yoganada's Autobiography of a Yogi und Andersons lyrische Umsetzung davon überlasse ich lieber anderen, es ist eben der ganz normale Yes-Wahnsinn, und zumindest in meinem CD-Booklet kann man die Texte noch dazu kaum lesen.
Jedenfalls lassen es Yes wie zum Trotz auf der "Relayer" nochmal so richtig krachen und legen eines der abgefahrensten Werke überhaupt hin. Die "Tales" jedoch, 1973 erschienen, steht am Ende und stellt das Ende der ganz großen Progressiv-Ära dar, was möglich war wurde möglich gemacht, und so ging wohl die kreativste Zeit der "POP"- Musik zu Ende.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen K.U.N.S.T.!, 14. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Dies IST ein legendäres Album. Nicht nur von Yes, aber im allgemeinen. Es ist ein Doppelalbum mit einer einzigen langen Nummer (die um die 20 Minuten dauert) auf jede Seite!
»The Revealing Science Of God« braucht keine weitere Präsentation. Heute noch gilt es als ein Yes-Klassiker. Die Stärke dieser Komposition ist nahezu religiösen Ursprungs. Eine ungewöhnliche, vielseitige, absolut hervorragende Komposition!
»The Remembering« hat auch eine große Vielseitigkeit - aber es ist nicht ganz so "komplett" wie »The Revealing Science Of God«. Das Refrain (when man bei 20-minütigen Epics von ein Refrain sprechen kann) ist sehr schön, und die Instrumentierung ist interessant, verschiedene Musikgenren berührend.
»The Ancient« enthält alles von brüllenden Trommel über weinenden Keyboards zu Singenden akustischen Gitarren. Dies macht die Komposition dynamisch aber auch "schwierig erreichbar". Ein sophistikiertes Stück Kunst.
»Ritual« ist das vielleicht beste Stück auf »Tales From Topographic Oceans«. Dem Risiko, blasphemisch zu klingen, bewußt, leide ich unter der Versuchung, es mit Queens »Bohemian Rhapsody« zu vergleichen. In »Ritual« durchlaufen Sie so viele Stimmungen, so viele Instrumente, so viele Geschichten. Sie erleben so viele Dinge in dieser langen Erzählung musischer Kunst.
DAS ist Yes!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Getting over overhanging trees..., 23. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Und wieder eine meiner kleinen Yes-Rezis...
Ich möchte meinen Vor-Rezensenten nicht viel ergänzen. Sie haben die Musik auf Tales of Topographic Oceans, dem wohl epischsten Konzeptalbum der 70er , sehr gut beschrieben. LP 1 ist eher ruhig gehalten, sehr melodiös, elegisch, meditativ, mit viel Keyboard und bombastischen Mellotron-Klangmauern, nicht aufdringlich und sehr mystisch. Jon Anderson hat in diesem Teil dieses Meisterwerkes noch die Zügel in der Hand, sein klarer Falsett-Gesang dominiert hier das Geschehen. Die Texte laden zu Interpretationen ein, sind sie doch sehr von der fernöstlichen Mystik angehaucht.
LP 2 ist dann schon eher die andere Seite des Medaillons. Besonders in Ancients gibt es sehr exotische Percussions und verzerrte, dissonante Gitarrenklänge (dieser Track klingt eher nach einem Ritual, als der Song Ritual selber...). Aber das große Finale, ist das epische Rituals - Nous sommes du soleil. Worte können dieses Werk nicht beschreiben. Meditativer Beginn, schöner Gesangsteil mit einer wunderbaren Melodie, dann ein Kampf Drums gegen Keyboards, der in einem friedlichen Ende mündet.

Das Artwork von Roger Dean ist wieder mal großartig und passt so perfekt zur Musik, wie es ein Jahr später das Cover von Relayer tat.

ABER: Tales of Topographic ist ein sehr anstrengendes Stück Musik. Lang, ständig wechselnde Themen, ausladende Instrumentalparts, die sich teilweise schon etwas zu sehr aus dem Fenster lehnen, teilweise auch Längen.
Nichtsdestotrotz ist Tales ein wunderbares Werk des ProgRock, vergleichbar mit einer Symphonie Bachs oder Beethovens.

Fazit:
Wegen der ziemlich großen Unzugänglichkeit des Albums, möchte ich hier alle WARNEN, die keine Yes-Fans oder Hardcore-Proggies sind. Lieber mit Yessongs anfangen.
Danach langsam heranwagen. Anschließend wird einen diese Legende der topografischen Ozeane nicht mehr loslassen...
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochgebirge der Rockmusik, 7. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Was folgt, ist keine Rezension im üblichen Sinne, sondern eher eine symbolische Verneigung. Tales of Topographic Oceans" ist für mich seit langem eine der großartigsten, bewegensten Platten, die jemals aufgenommen wurden, wenn auch nicht durchgehend von gleicher Qualität.
Yes Musik ist spirituell gedacht und gemacht. Sänger Jon Andersons Texte handelten von Anfang an fast auschließlich von der Suche nach spirituellem Erwachen, oder Gott. Kaum ein Song/ Text, der nicht davon erzählt. Kleine Anekdote: Als ich Yes zum einzigen Mal live sah (vor 2 Jahren in Berlin), sprach Jon auf der Bühne einige Male davon, was natürlich kaum jemanden so recht interessierte. Jon fing gerade wieder zwischen 2 Liedern an, über die Präsenz des Göttlichen jeden Tag um ins herum zu sprechen, da rief ein Zuhörer laut aus der Menge "Ist recht, Jon, und jetzt fang schon an mit deinem Lied" - er merkts, sagt "ok" und fängt an zu singen :-)
Tales of topographic oceans ist an keiner Stelle ein waberndes, uferloses Chaos ohne musikalischen Plan. Es sind rhytmisch pulsierende Kompositionen, in denen die ineinander verflochtenen Motive, Klangfarben, Texte und der Rhythmus Geschichten vom Menschen (hier recht universell zu verstehen) erzählen. Die Texte erschließen sich kaum je vollständig, Jon verließ sich häufig auf nichts als den Klang, die Assoziationen der Worte, nur das Grundthema der spirituellen Suche bleibt stets präsent.
Aber auch ohne diesen Hintergrund (der sicher nicht ohne kitschige/ idealisierende Seiten ist) entfaltet die Musik von Yes auf Tales ihren hypnotsichen Zauber durch die nahezu magische Verschmelzung von Rick Wakemans Keyboard- Klängen (vor allem das Tiefsee- Mellotron), dem schier unerschöpflich vielseitigen Gitarrenspiel von Steve Howe, und dem Ryhthmus- Fundament von Bill Bruford und Bassisten Chris Squire. Und über allem natürlich die Stimme von Jon, die bis heute - wo er fast 60 ist - nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat oder gar ruiniert ist, eher im Gegenteil.
Die Klanglandschaften allein jagen - wenn man für sie empfänglich ist - dem Hörer immer wieder Schauer des Entzückens über den Rücken, keine mir bekannte Gruppe schafft es, im Wechselspiel von Stimme, Gitarre und den Klangteppichen der Synthesizer Spannung immer wieder aufzubauen, zu halten und zu lösen . An manchen Stellen - wie beispielsweise in "Ritual" - ist jedes Gitarrenriff so nuanciert und gefühlvoll (in Rhythmus und Klangfarbe) gespielt, dass man den Eindruck bekommt, der Sound eröffnet, zusammen mit Ricks Klang- Wolken in jedem Moment neue Dimensionen und trägt einen auf immer höhere Höhen. Ein wahrhafter Trip, wahrhafte Ozeane und Landschaften der Seele...
Dagegen klingen andere Gruppen, die gerne im selben Atemzug genannt werden, wie etwa ELP, seltsam dilletantisch und simpel.
Yes dürfte übrigens eine der wenigen Gruppen sein, die überwiegend Dur- Tonarten verwenden und damit nicht Kitsch machen (anders z.B. als die ebenfalls großartigen frühen Genesis, die fast durchgehend in Moll komponierten).
Meine Anspieltips: "The revealing science of god" sowie das ganze letzte Stück "Ritual" mit dem Höllentrip in der Mitte, sowie der sanften Erlösung im Schlussteil.
Mein Fazit ist somit ganz subjektiv: Wer empfänglich ist, kann in dieser Platte subtilste Hörerlebnisse haben, andere werden sie schulterzuckend in die gelbe Tonne werfen. Geht in Ordnung so.
B.S.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jaja..........."Genie" und "Wahnsinn"..........., 12. März 2010
Von 
Peter Schulz "Musikliebhaber" (Somewhere in Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Ich werde versuchen mich kurz zu fassen. Ich bin absolut kein YES-Kenner. Ich besitze lediglich "Close to the Edge", "Relayer", "Yessongs" und "90125".
YES schaffen es nur sehr sehr selten mich emotional zu ereichen. Egal, auf mich als Superfan können die Herren mit Sicherheit sehr gut verzichten.
Nie waren YES weiter entfernt vom Rock als auf "Tales from Topographic Oceans" (TFTO). Nie waren YES (größen)wahnsinniger als auf "TFTO". Nie waren YES verspielter als auf "TFTO".
Aber auch nie waren YES für mich faszinierender als auf eben dieser Doppel-LP/CD.
Die Songs haben für mich überhaupt keine unangenehmen Längen. Ich weiß überhaupt nicht, was ich wegschneiden würde. Die Songs sind sehr stimmig. Jede Note passt und die Musiker, wie (fast) immer bei YES, scheinen von einem anderen Stern zu sein.
Kurzum: In der richtigen Stimmung kann mich dieses Album absolut begeistern und in andere Sphären beamen.
Passt die Stimmung allerdings nicht, stelle ich die CD sehr schnell wieder zurück in den Schrank.
Versuchen sollte dieses Album jeder Progfan.................. Traut euch bitte..........
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Yes" Is Allowed To Have Fun, 1. April 2004
Von 
Martin A Hogan "Marty From SF" (San Francisco Bay Area) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
In 1973, a double LP from any group was considered a monumental task and sometimes even pretentious. However, "Yes" has been producing high quality "prog-rock" work for several years. Each prior album had been condensed into tight, well orchestrated pop songs. When "Tales..." was released, it showed that the band finally wanted to release an album that showed all of its member individual talents as well. Throughout the album, each member has their own solo highlight while still contributing to the band as a whole. The lyrics by Anderson and Howe can sometimes sound overly serious or cumbersome, but that is beside the point. It is the fluid movement of poetry that combines with the instrumentals that survives so well. There never seems to be a moment of self-consciousness or forcefulness. The sounds of the words/sentences just meld with the other instruments. It was never clear to me exactly what message "Yes" was try to convey with this large album, but I enjoyed its variety nonetheless. Instead of Top Forty songs, the listener is treated to segments of music segued with bridge after bridge, making a seamless series of four "songs". Actually, these "songs" are chapters. If they had wanted to, "Yes" could have easily made a 'rock opera', but that would have been considered ridiculous and self-serving. Instead, "Yes" has presented chunks and snippets of melodies and songs that wind together for eighty minutes or so. It is simply a musical experience and nothing more; but an exceptional one at that. It's not the final package that counts; it's the wild ride that we are allowed to glide along with.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4 stücke für die ewigkeit, 1. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
das ist ein absolutes highlight in der geschichte von yes ! 4 longtracks und keiner wird jemals langweilig. wer allerdings auf die späten yes mit titeln wie owner of a lonley heart steht, der ist hier absolut an der verkehrten adresse und sollte das album im regal stehen lassen !
alle anderen die mike oldfields longtracks oder aber tangerine dreams 20 minuten stücke mögen können bedenkenlos zugreifen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wuchtiges Konzept / Mein privater Yes-Favorit, 11. April 2005
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tales from Topographic Oceans (Audio CD)
Die Vorrezensionen beweisen es: dieses Album ist das wohl umstrittenste aus jener Phase der Band (zwischen Yes-Album und Going For The One), welche dennoch die ganz großen Klassiker von Yes hervorgebracht hat.
Tales From Topographic Oceans basiert in der Hauptsache auf den Ideen von Jon Anderson und Steve Howe; in den ursprünglichen Anmerkungen zum Album wird als Inspiration auf die Autobiographie eines Yogi von Paramhansa Yogananda verwiesen - wer Yes schon kennt, den wundert das nicht sehr, denn die teils recht sinnfreien esoterischen Textausflüge Andersons ist man von anderen Alben schon gewohnt. Yes ist keine Band, die man der Texte wegen hört - das ist auch hier nicht anders. Immerhin erklärt das vielleicht die acht Titel der vier jeweils ca. 20minütigen Tracks, die das Album umfaßt.
Musikalisch ist das Album sehr vielseitig, wandert zwischen balladesk-akustischen Passagen und disharmonischen Elektroniksessions hin und her. Das macht es so spannend, allerdings zum Teil auch etwas orientierungslos: eine klare Dramaturgie (wie z.B. bei The Gates of Delirium) ergibt sich bei den Stücken nicht. Es bedarf - da gebe ich dem Vorrezensenten recht - einiger Höranläufe, um die hörenswerteren Aspekte des Albums würdigen zu können. Interessanterweise ist gerade The Ancient eines meiner beiden Lieblingsstücke auf dem Album, gemeinsam mit Ritual. Überhaupt ist die zweite Häfte m.E. deutlich besser als die erste; die Melodien und Klänge mäandern nicht so willkürlich vor sich hin, sondern gehen dynamischer ineinander über, korrespondieren mehr miteinander, und so ergeben sich bei aller Uneinheitlichkeit doch zuletzt Kompositionen mit Hand und Fuß.
Yes waren 1973 eine der wenigen Bands, die eine solch elegische Form auch zu füllen vermochten. Im Unterschied zu späteren Stücken, wo man vor lauter Ich-kann-aber-noch-schneller-als-du-Duellen vor allem zwischen Howe und Wakeman zum Teil inmitten all der Töne das Lied nicht mehr recht wiederfand, gibt es hier genug Raum für alle. Und so denke ich, daß es in der besten Besetzung von Yes (Anderson - Howe - Wakeman - Squire - White) kein besseres Album gibt, um die Qualitäten der einzelnen Musiker nach und nach herauszuhören als dieses.
Als besonders beeindruckend empfinde ich bei Yes auch, daß selbst so komplexe Longtracks wie Ritual live mit großer Dynamik, Virtuosität und eher noch gesteigerter Tiefenschärfe umgesetzt wurden (so geschehen auf Yesshows) - DAS ist vor allem das, was Yes in den 70ern allen anderen Bands voraus hatte.
Dem Einsteiger sei allerdings wegen der etwas knapperen Formen das Album Fragile empfohlen.
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