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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen47
4,2 von 5 Sternen
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am 1. Januar 2014
Der Film ist alt, auch dessen Spezialeffekte, aber das tut keinen Abbruch. Die Story aufgeteilt in den beiden TV-Zweiteilern „Siegfried von Xanten“ und „Kriemhilds Rache“ mit insgesamt 178 Minuten Filmlänge lässt keine Langeweile aufkommen. Auch wenn der erste Teil etwas sprunghaft ist um die kompakte Story unterzubringen, ließ sich der Regisseur beim zweiten Teil mehr Zeit und die Story lief flüssiger ab. Die Story lehnt sich "eher" an die ursprüngliche Fassung des Nibelungen-Liedes (daher auch die Einleitung) als die Hebbel-Version. Die Filmmusik von Rolf Wilhelm war sehr gut gewählt und vor allem bei der deutschen Filmmusik der damaligen Zeit eine Wohltat.

Bildqualität: einfach sagenhaft. Ich hatte noch die VHS-Version, da die DVD-Fassung in Österreich zwischen €30-40.- ausmachte und da war die Qualität eben alt und dann noch VHS ;-) Die BR-Fassung ist scharf, keine Verschmutzungen, ich war begeistert. Und der Preis für die BR war auch sagenhaft.

Tonqualität: Für die alte Qualität wurde hier scheinbar nachgebessert, der Ton war ebenso sehr gut.
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am 23. September 2003
Im Sommer 2002 zeigte das ZDF aufwendig restaurierte Fassungen dieses auf 70 mm gedrehten wichtigen deutschen Monumentalfilms. Endlich konnte man seit geraumer Zeit wieder diese von der Regie, von den Schauspielern und vom Drehbuch her sehr guten Filme (der jeden Hollywoodfilm für mich als niveaulos entlarvt) im richtigen Format, von der Schärfe und von den Farben her überzeugend sehen. Dann kam im Januar 2003 dieses Set auf den Markt. Die Freude darüber war groß, gleich diese Fassungen auch auf DVD zu haben.
Tja, Polyband behauptete zwar nie, die restaurierten Fassungen des ZDFs hier zu verwenden, aber die überschwengliche Rezension eines deutschen Soundtrackmagazins im Internet lobte die DVD in den Himmel hinein und sagte auch, dass hier die eben schon erwähnte Fassung verwendet wurde.
Eigentlich hätte ich schon beim genauen Betrachten des wirklich schön gestalteten Sets stutzig werden sollen. Das ZDF hätte wohl Polyband seine Version sicher nicht gratis überlassen, bei den rechtlichen Hinweisen heißt es aber immer nur "(P) und (C) Polyband 2003". Müsste da dann eigentlich nicht das ZDF oder wer auch immer die Rechte an der restaurierten Fassung hat (es ist sicher nicht Polyband) erwähnt werden? Egal, ich ließ mich nicht beirren und kaufte das Set. Es wäre doch auch ziemlich unüberlegt, für die DVDs nicht die hervorragende Fassung des ZDFs zu verwenden, und um den Preis.... Dachte ich zumindest. Vielleicht hätte ich mich auch vorher ein bisschen über Polyband und ihre anderen DVDs informieren sollen. Habe ich aber leider nicht.
Schon die erste DVD war eine herbe Enttäuschung. Der Film wird zwar im Originalformat und anamorph kodiert präsentiert, das heißt aber leider noch lange nichts. Das Bild ist von einer derartigen Unschärfe, wie sie eine restaurierte Fassung eines 70 mm Films wohl kaum haben kann. Von der Schärfe her wird nicht einmal das Niveau einer VHS-Kassette erreicht. Es sieht aus wie durch einen starken Weichzeichner. Die Konturen sind sehr verwaschen, die Detailtiefe sehr gering. Das Bild scheint auch einen leichten "Schatten" zu haben (das sieht man z.B. bei Kerzen im Bild gut). Um die Konturen herum gibt es dicke weiße Ränder (ein zu stark angewandter Scharfzeichenfilter?). Diese sind etwa bei der Schlussszene bei den um den Helden weinenden Frauen fast schon lächerlich dick. Die Farben sind gut, der Kontrast etwas zu stark (helle Flächen "strahlen" schon etwas, vielleicht kommt auch daher der erwähnte "Schatten"). Für mich sah das Bild nach dem Bild einer digital von den Farben und vom Kontrast her aufgepeppten, aber an sich sehr abgenutzten und nicht restaurierten Kopie aus.
Tja, verärgert legte ich die nächste DVD ein. Schlimmer kann es ja wohl nicht mehr kommen, dachte ich. Tja... Beim Rückblick im zweiten Teil auf den ersten Teil traute ich meinen Augen kaum. Das Bild wird zwar wieder von den Maßen her im Originalformat präsentiert, aber trotzdem fehlt rechts und oben einiges! Wie dass? Es sieht so aus, als währe hier einfach bei einer vergrößerte Kopie des Films etwas abgeschnitten worden, um sie von den Maßen her wieder auf das Originalformat zu trimmen! Aber das ist noch nicht alles. Wieder dasselbe unaktzepable Bild mit einer sehr geringen (Detail-)Schärfe. Diesmal ist es aber von Anfang an übersäht mit Kompressionsartefakten (z.B. gleich nach der Einblendung "Was bisher geschah", auch bei Wolken im Bild sehr gut sichtbar)! Dann kommt noch dazu, dass die Farben oft sehr blass sind (so wie es aussieht, waren sie bei dem Einzug in die Kirche an Etzels Hof auf der Kopie wohl fast gar nicht mehr vorhanden und wurden nur digital verstärkt) und das Bild meist viel zu dunkel. Bei dem Überfall auf Kriemhild oder bei Hagens Gespräch mit den Donauweibern sieht man durch die Verbindung des zu dunklen Bildes mit der sehr schlechten Schärfe im Endeffekt nichts. Wer genau hinsieht, bemerkt auch, dass im Bild oft Störungen in Form von kleinen waagrechten Strichen auftreten. Eigenartig, das kann wohl kaum direkt vom Film her sein.
Tja, und jetzt zum Ton. Zusätzlich zu dem originalen Mono-Ton wird auch ein 5.1 Aufmix präsentiert. Da die Musik in Stereo aufgenommen wurde (durch das Stereo-Soundtrackalbum von Cobra Records bewiesen) dachte ich, man hätte die Musik hier vielleicht neu dazugemischt. Ha ha. Wieder nur Mogelei. Ich konnte im Endeffekt keinen Unterschied erkennen, der Ton beschränkt sich auf den Centerkanal.
Die Extras: ein ohne Beleuchtung und recht amateurhaft aufgenommenes Interview mit einem Darsteller. Der Interviewer spuhlt seine Fragen emotionslos ab. Na toll... Die Trailer sind wieder interessanter: Sie haben zwar schlechtere Farben und weisen auch Kratzer auf, aber von der Detailschärfe und der Helligkeit (und vom Format) sind sie den Hauptfilmen auf der DVD haushoch überlegen. Wenn ich darüber nicht so traurig wäre, müsste ich eigentlich darüber lachen.
Tja, zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: Die Fassungen hier entsprechen nicht den restaurierten und im ZDF gezeigten Fassungen. Sie sind ihnen von der Qualität her haushoch unterlegen. Polyband veröffentlichte die Filme früher einmal auf VHS (Anfang der 90er, glaube ich). Ich habe den Verdacht, dass hier einfach nur das alte Master der VHS-Kassetten hergenommen und vielleicht digital von den Farben und vom Kontrast her etwas aufgefrischt wurde. Ansonsten wurde vielleicht ein anderes sehr schlechtes Master von einer Fernsehanstalt benutzt. Ob Polyband das Master für den zweiten Teil selbst zwecks der schönen Fassade wieder auf das richtige Format zurechtgeschnitten hat, kann ich natürlich nicht sicher sagen. Vermuten tu ich es aber. Der Lobgesang auf das Set von dem Soundtrackmagazin im Internet (das auch behauptete, hier könnte man die Version des ZDFs finden) wurde von drei von Polyband zur Verlosung gespendeten Sets begleitet. Das Set ist also in jeder Hinsicht eine Mogelpackung. Finger weg!
Aber hoffentlich kommt der Film noch einmal in den restaurierten Fassungen heraus. Es ist ein wichtiger deutscher Monumentalfilm, hoffentlich erbarmt sich noch ein seriöses Label darum!
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am 24. März 2014
Also: Fritz Lang "Die Niebelungen" von 1924 ist eindeutig besser, wenn auch ein Stummfilm. Insbesondere Krimhilds Rache von einer solche Autentizität, einer solchen Rache, einem solchen Gemetzel - wer Fritz Lang gesehen hat, wird den Film nie vergessen.

Diese Fassung von 1966/67 ist dagegen auch nicht schlecht. Stellenweise fühlt man sich an Winnetou-Filme erinnert, und auch Krimhilds Rache wurde etwas verweichlicht, damit die Damen noch mit ins Kino gehen konnten (und die Herren nicht zu sehr an das Gemetzel von Stalingrad oder anderen Kriegsfilmen erinnert wurden.)

Insgesamt spannend gemacht. Die Geschichte und ihre Verwirrungen kommen gut rüber. Die Bauten sind sehr gut, die Kostüme und einige Asservate reizen zum Lächeln.

Gleichwohl - wie zuvor gesagt: Zwei lockere, spannende Film-Abende sind drin.

Doch wer es grauenvoll, packend möchte: Landes über kurz oder Lang bei Fritz Lang.

Also: buy beide!
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am 1. Februar 2003
Leider kann ich mich den ersten positiven Kritiken nicht anschliessen. Die beiden Filme sind natürlich absolute Klassiker der deutschen Filmgeschichte und gehören in jede Sammlung, aber nicht in der Form wie auf diese DVDs gepresst.
Die DVD des ersten Teils ist sicherlich akzeptabel, aber leider ist die 2te DVD der absolute Minuspunkt. Sehr schwache Farben, Nachzieheffekte, in dunklen Szenen sind die Personen teilw. nicht vom Hintergrund zu trennen, das Bild ist absolut zu dunkel (teilw. sehen Szenen aus als spielen sie in der Nacht, aber es ist Tag) und das schlimmste ist der falsche Bildausschnitt. Obwohl die DVD 2,35:1 ist, und dies das Originalbildformat sein müsste, so ist der gezeigte Ausschnitt auf der DVD völlig falsch. Oben und unten fehlt was, d.h. Köpfe sind teilw. nur halb zu sehen und links fehlt auch ein erhebliche Ausschnitt des Filmes. Wer nicht versteht was genau ich meine, oder einen Vergleich möchte, der sollte einzelne Szenen des Trailers (auch auf der 2ten DVD) mit den Szenen im Film vergleichen (aber nur beim 2ten Teil!). Im Trailer ist das komplette Bild zu sehen und das hellere Bild fällt auch auf!
Einfach nur schade!
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am 14. November 2013
Ich habe heute die neue Universum Blu-ray von Universum bekommen und gleich beide Teile angesehen. Ich kenne alle Veröffentlichungen dieser Filme, sowohl die Toppic VHS, die Polyband DVD und auch die spanische DVD.
Ich habe meinen Augen nicht getraut, wie gut das Bild bei beiden Teilen geworden ist. Das ist mit sehr großem Abstand das Beste, was ich je von den Reinl Nibelungen gesehen habe.
Die Film Präsentation ist wirklich hervorragend, da gibt es nichts zu meckern.

Wenn man die bisherigen Veröffentlichungen damit vergleicht traut man seinen Augen nicht.
Ach ja, nun ist der Film wieder vollständig mit der Einleitung und auch das CCC Verleihlogo zu Beginn ist enthalten.

Ich weiß, dass die NIBELUNGEN von Harald Reinl durchaus von einigen Leuten kritisiert werden, doch wurde mir heute mal wieder bewusst wie genial die beiden Filme sind.
Klar, der Drache ist ziemlich trashy und der Siegfried Darsteller wurde nur aufgrund seiner damaligen Bekanntheit engagiert. Ein talentfreier Siegfried trifft aber den Charakter in dem Film witzigerweise sehr genau, weil Siegfried nicht nur naiv, sondern auch nicht gerade der Klügste ist.
Desweiteren sind alle Darsteller fantastisch. Allen voran Siegfried Wischnewski als Hagen, der absolut in Erinnerung bleibt, genauso wie Rolf Henninger, der einen smarten aber beeinflussbaren König Gunther abgibt. Herbert Lom als König Etzel ist in jeder Minute einsame Spitze und auch Karin Dor als Brunhild kann in allen Szenen punkten.
Dazu eine aufwändige Inszenierung, mit tollen Drehorten, keiner Minute Langeweile und der grandiosen Musik von Rolf Wilhelm.

Wenn man alle diese Punkte zusammenzählt und sich die Filme dann noch in einer so schönen Bildqualität ansehen kann, sollte man nicht nachdenken und die Veröffentlichung in seine Sammlung stellen.

Schade ist, dass man die zwei Original Kinotrailer und den Wiederaufführungs Trailer der spanischen DVD nicht mit auf die Veröffentlichung genommen hat. Deswegen sollte man die spanische DVD behalten. Das ist aber auch nicht schlimm, wenn man die Präsentation der Hauptfilme betrachtet, weil nur diese zählt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2003
Zum Film: Dieser Film ist ein Meisterwerk. Das Skript arbeitet das gewaltige Nibelungenlied in Verbindung mit seinen älteren Vorlagen gut heraus, die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut, besonders zu erwähnen sind Maria Marlow (Kriemhild), die besonders den zweiten Teil mit ihrer Darbietung gemeinsam mit dem ebenso guten Herbert Lom (Etzel) dominiert. Unter Harald Reinls Regie ist der Film auch von der Bildkomposition und vom Schnitt her hervorragend und besonders im zweiten Teil hypnotisch. Dazu kommt noch die hervorragende Ausstattung und die sehr gute Filmmusik von Rolf Wilhelm, die auch auf CD erhältlich ist.
Zur DVD: Es freute mich sehr, dass die vor einem Jahr vom ZDF sorgfältig restaurierte und im Fernsehen gezeigte Fassung nun auf DVD präsentiert wird. Polyband hatte nur noch für einen guten Transfer der restaurierten Fassung auf DVD und für gute Extras zu sorgen. Leider versagt Polyband auf der ganzen Linie. Das Bild des ersten Teiles hat teilweise ein bisschen blasse und zu dunkle Farben, außerdem wurde ein zu starker Schärfefilter auf das Bild angewandt - daher kommen die ziemlich dicken weißen Ränder um die Konturen herum, außerdem ist deshalb die Bewegung bei schnellen Kameraschwenks sehr ruckhaft, wie zB in den Kameraschwenks am Anfang der Jagdszene im Wald. Auch weißt das Bild teilweise recht wenig Detailschärfe auf, dieselben Szenen haben oft in den beigelegten Trailer eine bessere Schärfe und mehr Detail!! All das fiel mir bei der Übertragung des ZDFs von seiner restaurierten Fassung des ersten Teils nicht auf. Wirklich enttäuscht aber hat mich die Bildqualität des zweiten Teils: Das Bild ist meist viel zu dunkel weißt extrem viele Nachzieheffekte auf wie zB schon am Anfang bei der Suche nach Brünhild. Die Farben sind sehr blass und der Kontrast sehr schwach, was dazu führt, dass man oft eigentlich fast gar nichts sieht, ein Beispiel dafür ist die Szene des Angriffs auf Kriemhild und ihr Kind oder das Gespräcb Hagens mit den Meerjungfrauen. Die Schärfe und Detailtiefe ist teilweise noch schlechter als im ersten Teil wie zB in den Szenen in der Ruine an der Donau. Noch dazu kommt, dass das Bild nicht mehr dem originalen Format entspricht, es ist vergrößert. Deshalb fehlt links ein Teil des Bildes und man sieht von den meisten Figuren oft nur ca. 3/4 des Kopfes, teilweise aber auch nur den Mund. In der vom ZDF gezeigten Fassung war das alles nicht der Fall, diese hatte sehr gute Bildqualität! Was ist hier passiert? Auch die Extras können nicht überzeugen. Die Trailer sind OK, aber in der Bildergalerie sind die Bilder so klein, dass sie nicht sehr viele Details enthalten. Das Interview mit einem Schauspieler sieht wie ein schnell mit einer Videokamera ohne Beleuchtung gedrehtes Heimvideo aus, die Fragen des Interviewers versteht man kaum. Mehr Interviews und Hintergrundmaterial zum Film und seiner Restauration hätten wirklich nicht geschadet! In Verbindung mit der schlechten Bildqualität kann ich diese DVD leider nicht empfehlen!
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am 3. Januar 2014
Ich habe den Film irgendwann in den 80ern im TV gesehen und war fasziniert. Nun hab ich ihn auf DVD wiedergefunden und bin immer noch hin und weg.
Wer sich diesen Film kauft, weiß, dass er ein paar Jährchen auf dem Buckel hat und erwartet hoffentlich nicht die Tricktechnik des neuen Jahrtausends. Fafnir ist allerdings wirklich trashig! :-)
Die Aufnahmen von Island sind ein Traum, vor allem, wenn man weiß, wie es an den Plätzen, wo gedreht wurde heute aussieht. Damals gab es dort noch keine Touristen...
Die Kostüme und Ausstattungen sind sehr detailgetreu gemacht. Die schauspielerischen Leistungen - na, kommt, Leute, nen Oscar hat von denen niemand bekommen, aber soooo schlecht sind sie nun auch nicht. Uwe Beyers Dauergrinsen unterstützt doch nur die Darstellung vom naiven Siegfried.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden, den Film endlich im DVD Regal zu haben.
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am 14. August 2014
Nach Jahren der Abstinenz kehrt dieser Klassiker (in dem auch Terence Hill eine Rolle hat!) zurück. Das Prädikat "besonders wertvoll) trägt der Streifen zur recht. Es gibt meiner Meinung nach kein cineastisches Werk, welches die Nibelungensage gekonnter widergibt. Allein die überzeugende Darstellung von Hagen von Tronje (ein überragender Siegfried Wischnewski) machen diesen Film zu einem Stück Filmgeschichte.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Dezember 2014
Das Nibelungenlied ist ein mittelalterliches Heldenepos und entstand vermutlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts, wurde in Mittelhochdeutsch aufgeschrieben, doch der Stoff selbst ist bedeutend älter. Im 19. Jahrhundert erlangten die Verse den Status eines Nationalepos, Siegfried als Bezwinger des Drachen wurde zum Nationalheld. Aufgrund der riesigen Erfolge mit Karl May Filmen seines früheren Mitarbeiters Horst Wendland wagte sich Artur Brauner, der auf den Zug aufsprang und mit "Der Schut", "Old Shatterhand" oder "Durchs wilde Kurdistan" selbst einige davon produzierte, an ein überaus ambitioniertes Projekt heran: Der Verfilmung des Nibelungenliedes als romantisches Liebesdrama.
Im Königshof in Worms lebt die schöne Krimhild (Maria Marlow) mit ihren drei Brüdern Gunther (Rolf Henniger), Gernot (Fred Williams) und Giselher (Mario Girotti alias Terence Hill), die ihre Vormunde sind. Gunther ist der König von Worms und kann dabei auf seinen treuesten Gefolgsmann Hagen von Tronje (Siegfried Wischnewski) immer zählen. Der mächtige Ritter ist ein Verwandter des Königs und darüberhinaus sein wichtigsten Ratgeber.
Zur gleichen Zeit erzählt man sich am Hof die Heldentaten des jungen Siegfrieds von Xanten (Uwe Beyer), der den Drachen Fafnir besiegen konnte und anschließend in dessen Blut badete, was ihn unverwundbar werden ließ. Ein herabfallendes Blatt, dass sich vor dem Blutbad auf seinem Rücken festgesetzt hatte, sorgte aber für eine Schwachstelle in der Unverwundbarkeit seines athletischen Körpers. Der Held eroberte anschließend vom Zwergenkönig Alberich (Skip Martin) den Nibelungenhort und stiehlt ihm seine kostbare Tarnkappe, mit der sich der Besitzer unsichtbar machen kann.
Und da dies noch nicht Heldentaten genug sind, erweckt er noch im fernen Island die schöne Königin Brunhild (Karin Dor) mit einem Ring aus ihrem tiefen, tausendjährigen Schlaf und gewinnt so ihre Liebe für sich, was schließlich der Ausgangspunkt für die folgende Tragödie ist. Denn die Liebe bleibt einseitig - Siegfried verliebt sich am Königshof in Worms - nachdem er dort erorbern wollte, aber sich mit König Gunther angefreundet hat - in dessen Schwester Krimhild, um die auch der Hunnenkönig Etzel (Herbert Lom) durch einen Boten wirbt. Gunther willigt in eine baldige Vermählung der beiden Liebenden ein, doch zuvor muss der starke Siegfried ihm helfen bei seinem Werben um Brunhild. Die kann nur einen Mann heiraten, der sie in drei kämpferischen Disziplinen schlägt. Denn ein Gürtel, ein Geschenk der alten Götter, hat ihr Superkräfte verliehen. Mittels Tarnkappe hilft Siegfried bei den drei Kämpfen seinem Freund Gunther und so wird durch geschickte Manipulation die Heirat mit der schönen Island Königin forciert. Diese vermutet zwar eine Hexerei, kann es aber nicht beweisen. So wird sie zwar Gunthers Frau, aber nicht sein Weib. Am Wormser Hof gibts natürlich Eifersüchteleien der beiden Frauen. Als sie erkennt, dass sie von Siegfried und Gunther betrogen wurde, schwört sie Rache. Und Hagen von Tronje bekommt damit die Rolle des Mörders, der Siegfried mit einem Speer töten kann - treffgenau in die eine Stelle, die nicht durch das Blut von Fafnir geschützt war. Nun bleibt Krimhild nur noch die Rache...
Regisseur Harald Reinl inszenierte das Liebesdrama und Schlachtenepos sehr farbenprächtig und auch etwas naiv - genauso wie die Karl May Filme. Natürlich fällt aus heutiger Sicht die Nähe zu J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe" deutlich auf. Der englische Schriftsteller und Philologe, der mit seinen Werken die moderne Fantasy Literatur begründete, bediente sich eifrig bei der nordischen Mythologie und damit auch beim "Nibelungenlied" - es floß vieles davon in das mythologische Konzept seiner erdachten Welt Mittelerde. Und somit sind wir schon bei der Überlegung, wie eine Verfilmung des Stoffes heute - mit den modernen Techniken - aussehen würde. Beispielsweise der Drache oder die Choreografie der Schlacht im zweiten Teil des Films "Krimhilds Rache" - der 1967 separat in die Kinos kam, also einige Monate später als "Siegfried von Xanten". Für Artur Brauner wars ein riesiger kommerzieller Erfolg - der Film lockte über 3 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos, was dem Monumentalfilm eine goldene Leinwand einbrachte. Die zeitgenössische Kritik war da eher verhalten - man meckerte über das Spiel des Darstellers Uwe Beyer, Hammerwerfer und Bronze-Medaillen Gewinner bei der Olympiade 1964, dem man wenig mimisches Talent bescheinigte. Aber er war immerhin stark, blond und blauäugig. Also so ganz fehlbesetzt war er nun doch nicht. Ansonsten fand ich den gesamten Film ganz gut, aber zu einem Meisterwerk fehlt ihm die düstere Note. Die kommt nur sehr selten zum Tragen - am besten finde ich die Szenen in Island mit einer toll aussehenden Karin Dor, die ein bisschen an die junge Elizabeth Taylor erinnert und dem Film eine gewisse melancholische Poesie beschert. Dazu ist die nordische Landschaft perfekt für den Film - viele andere Teile sind - genau wie die Winnetou Filme dann in Yugoslawien realisiert worden. Sehr markant sind auch die Szenen des Bösewichts Hagen von Tronje - von Siegfried Wischnewski charismatisch performt. In den besten Szenen des Films gelingt es sogar die weltlich-machtpolitischen Handlungsstränge (Macht der Könige, Hunnensturm) mit den fantastisch-mythologischen (Drachenkampf, Rheingold, der Ring, die Tarnkappe, die Zwerge) miteinander in Einklang zu bringen. Es wird Bezug genommen auf das frühe Christentum, dass sich langsam etabliert und das Aussterben der alten Mächte. Die Rache, die dann folgt, hätte man m.E. sogar noch viel archaischer gestalten sollen, sie geht beinahe aufgrund der Massenszenen im 2. Teil des Films etwas unter. Was bleibt ist auch ein letztes Aufbäumen des guten alten Monumentalschinkens - soviele dieser Art sollten nicht mehr im Kino laufen. Vor allem dem italienischen Monumentalschinken wurde hier auch die Referenz erwiesen. Am Ende darf man feststellen, dass es Reinl doch gelang den Stoff nicht ein buntes Märchen abgleiten zu lassen - er bewahrte durch eine gewisse Distanz zu den Figuren die eigenartige Fremdheit der Vorlage.
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am 11. Juni 2014
Nach Fritz Lang's Stummfilm, ist das mit einem der besten Umsetzungen des Themas.
Bis auf die Drachen Szene, die nicht so ganz gelungen ist, was wohl dem als knausrig verschrienen Produzenten Artur Brauner angelastet werden muss, ist der Film sehr gut gelungen.
Ton und Bild sind bestens.

Fazit: Sehr empfehlenswert!
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