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Kundenrezensionen

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am 22. Oktober 2005
Bevor Marvin Gaye 1971 dieses perfekte Soul-Album rausbrachte, war er eher als der Womanizer schlechthin bekannt (wie er es ja auch auf dem ebenfalls perfekten Nachfolge-Werk "Let's Get It On" ist), doch nach einigen langen Gesprächen mit Motown-Chef Berry Gordy durfte er dieses sozialkritische Meisterwerk veröffentlichen. Die intelligenten Texte, Marvins einzigartig-soulige und dennoch verletzlich-wirkende Stimme und die vielschichtige, orchestrale Einsetzung verschiedenster Instrumente machen die Klasse dieser CD aus. De einzigartigen Melodien und einfach alles stimmt. Es ist klar neben "Let's Get It On" sein bestes Werk und für mich neben Stevie Wonders "Songs In The Key Of Life" das beste R&B/Soul-Album überhaupt. Also, sie sollten sich dieses Werk unbedingt kaufen, denn es ist ein Muss für alle Motown- und Black-Music-Fans. Marvin Gaye ist einfach ein Garant für Musik, die wirklich mit Liebe gemacht wurde...
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am 25. Februar 2012
'What's Going On' ist mein Lieblingsalbum und wird es immer bleiben. Über die Musik ist wohl alles gesagt und geschrieben worden, was es zu sagen gibt, deshalb von mir nur einige Anmerkungen zum Klang:

Ursprünglich als sehr gut klingende 180 g Vinyl-Platte in Amsterdam gekauft (holländische Pressung von 'Bovema'), war ich glücklich mit dem satten Klang. Und im Vergleich zur deutschen Pressung, die mich überhaupt nicht zufrieden stellte, weil sie nicht "lebte", war ich also gut bedient.

Es begann das CD-Zeitalter und ich kaufte das Album in der "2 Original-Albums On 1 Compact Disc" CD-Version. Was für eine Ernüchterung! Wo waren die abgrundtiefen Basse, wo die Höhen? Ich besorgte mir aus Verzweiflung die gleiche CD, aber diesmal als US-Import (nur minimale Unterschiede im Klang) ... Frust!

Aber dann, im Jahr 1994 brachte MOTOWN in der "Motown Masterseries" das Album als traumhaft klingende CD erneut heraus. Schwarzer Pappschuber, silbern geprägte Schrift, darin ein leicht vergrößertes Booklet und ... eine völlig neu remasterte CD. Der Hammer!!!

Nie zuvor (auch nicht auf 180 g Vinyl) klang die Musik derart wuchtig und dabei so wunderbar transparent, einfach perfekt.

Ich hüte diese CD, die längst vergriffen ist (USA-Import), wie meinen Augapfel. Ich besitze inzwischen zusätzlich die Deluxe-Version, die mich hauptsächlich wegen der Alternativ- und Single-Versionen interessiert und ..., ich bleibe dabei: Das schwarze Juwel ist im Klang unübertroffen, das Original-Album auf der Deluxe-Version klingt dagegen schwachbrüstig.

Mein Tipp:
Falls noch irgendwo erhältlich, sofort kaufen (zu fast jedem Preis), es klingt gigantisch!
Hier die Original-Katalog-Nr. MOTOWN USA 31453-0022-2

Und das schrieb der Musikkritiker F.Schöler über diese CD-Pressung in 'Stereo' Nr. 11/1994

"Ein ganz starkes Werk, nämlich sein wohl alle anderen überragendes Meisterwerk ist Marvin Gaye "What's Going On" (...) Das wurde jetzt in 20 Bit-Technik umkopiert und dann im Schuber mit Songtexten und Liner Notes wiederveröffentlicht. DAS KLANGLICHE ERGEBNIS IST UMWERFEND"
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am 27. April 2001
Vor nun mehr genau dreißig Jahren erschien mit `What's Going On`das erste Konzeptalbum der schwarzen Musik und das auf einem label(Motown) das nicht gerade für die künstlerische Freiheit die es seinen Interpreten bot bekannt war, sondern eher für professionelle und polierte Soulmusik. Dem entsprechend groß war der Widerstand der dem Album und seinem Herausgeber Marvin Gaye entgegenschlug. Gaye war damals bereis zehn Jahre für Motown tätig und als eine Art Sexsymbol einer der erfolgreichsten schwarzen Solokünstler der 60er Jahre überhaupt. Motown, allen voran sein Boss und Schwager Berry Gordy jr., wollten dieses Image Gaye's, das besonders bei weiblichen Fans sehr gut ankam, nicht aufs Spiel setzen. Marvin der zuvor eine Auszeit wegen des Todes seiner Gesangspartnerin Tammi Terrel 1970 genommen hatte, drohte jedoch mit seinem Weggang vom Plattenlabel. Schließlich gab Motown nach und die Single `What's Going On`, die so anders war als alles was Motown zuvor veröffentlicht hatte verkaufte sich über dreimillionen Mal. Nur vier Monate später wurde das Album hinterher geschoben. Es hielt sich über ein Jahr in den US Albumcharts und die zwei weiteren Single-Auskopplungen `Mercy Mercy Me(The Ecology)' und `Inner City Blues (Make Me Wanna Holler)erreichten ebenfalls Goldstatus mit damals noch über 1 Mio. verkauften Exemplaren. Noch größer als der riesige kommerzeille Erfolg viel die Rezension der Kritiker aus. Alle Maßgebliche US-Magazine wie Time, Rolling Stone und Billboard klassifizierten das album als Meisterwerk und schwarzes Gegenstück zur vier Jahre vorher erschienen Sgt. Pepper LP. der Beatles.Jedoch ging es bei den Grammy-awards überraschend leer aus. In den folgenden Jahren wurden fast alle Songs des Albums von Künstlern aus den verschiedensten Musikrichtungen gecovert. Gaye selbst veröffentlichte nach diesem Riesenerfolg einen Soundtrack zum Blaxploitation-Thriller `Trouble Man'von 1972. Sein wirklicher follow up zu `What's Going On'wurde sein erotisches Meisterwerk `Let's get Ít On'im Jahre 1973. Kommerziell zwar noch erfolgreicher als der Vorgänger, konnte jedoch keines von Gaye's nachfolgenden Arbeiten künstlerisch an 'What's Going On'heranreichen, dies gelang bis heute nach einhelliger Meinung aller maßgeblichen Kritiker aber auch keinem anderen schwarzen Interpreten.
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am 9. Juli 2011
Nach dem frühen Tod seiner Duettpartnerin Tammi Terrell Anfang 1970 fiel Marvin Gaye in eine existenzielle Krise. Depression und Drogen prägten die folgenden Monate. Sein Bruder Frankie, gerade aus Vietnam zum Heimaturlaub in Detroit, riss ihn durch Schilderungen vom Krieg in Fernost aus der Lethargie. Schließlich nahm er den Antikriegssong "What`s going on" auf. Nur gegen den großen Widerstand von Motown-Chef Berry Gordy, der hielt wie fast alle bei Motown den Song wegen seiner Thematik für zu unpatriotisch und zu unkommerziell, konnte Gaye den Song veröffentlichen. Als der Song jedoch musikalisch überzeugte und zudem den Zeitgeist traf und damit in die oberen Chartregionen stürmte forderte Gordy von Marvin Gaye ein ganzes Album genau im Stil der erfolgreichen Single.

Die neun Songs des Originalalbums gehen ineinander über, man merkt gelegentlich nicht, wo ein Track endet und wo der nächste anfängt. Ein Konzeptalbum. Über einer perkussiv-fließenden Hintergrundlandschaft setzt Marvin Gaye mit der Motown-Studioband "The Funk Brothers" Farbtupfer aus Soul, Jazz und Klassik. Dazu singt er mit einer sanften Stimme, die sich von vielen seiner Womanizer-Songs aus den 60ern unterscheidet. Dazu passend sehen wir auf dem Cover und zwei anderen Fotos Marvin Gaye mit neuem Vollbart trotzig, geläutert und dabei hoffnungsvoll im Detroiter Regen stehen, zwischen Schaukel, Rutsche und Kinder-Dreirädern.

Bis zu "What`s going on" bestand die Thematik von Soulmusik fast ausschließlich aus den Themen Liebe und Gott. Nun ging es um Krieg, Drogen, Korruption und (man höre und staune) um Ökologie. Auch die beschämende Tatsache, dass schwarze Amerikaner in Vietnam ihr Leben ließen, zuhause aber weiterhin meist als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden, ist Thema. Selbstbewußt singt Gaye, dass Gott/Jesus sein Freund ist. Es gibt keine gottgewollten Rassenschranken. Musik, die nicht nur das Gefühl oder den Körper ansprechen wollte, sondern auch Hirn und Geist. Passenderweise wurden erstmals bei Motown die Texte gedruckt. Gelegentlich wurde die Scheibe als das schwarze Sgt. Pepper bezeichnet. Durch den kommerziellen und künstlerischen Erfolg von "What`s going on" bekam Marvin Gaye bei Motown größere Freiheiten. Davon profitierten letzlich auch andere Motown-Künstler.

"What`s going on" ist ein Konzeptalbum auf hohem Niveau, daher fällt es schwer einen Song hervorzuheben. Es gibt hier keinen schwachen Track und für mich ist "What's going on" natürlich absolut ein Klassiker.
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am 11. Oktober 2009
Marvin Gayes einfache, aber richtige Frage, was denn eigentlich los sei, schlug 1971 große Wellen. Soul ist seitdem nicht mehr dasselbe, denn hier manifestierte ein Mann seinen Schmerz auf nie da gewesene Art & Weise. Er transportierte den Soul auf eine andere Ebene. Beinahe transzendental schwebt die Musik, eine engelsgleiche Stimme fragt, von einem samtenen Orchester umschmiegt "what's happening brother / what's been shaken up and down the line / I want to know cause I'm slightly behind the line". Soul verbindet sich mit Jazz, Jazz mit Soul und alles zusammen mit God. Ja, Gaye ist ein gläubiger Mensch, und What's goin on seine Klage über den Zustand der Welt an sich und den Mangel an Liebe - uns selbst gegenüber, wie unseren Nächsten und letztlich der ganzen Welt als Schöpfung Gottes - im speziellen. So etwa die Öko-Hymne "Mercy, Mercy Me" , eine Liebeserklärung an die Natur. "All you need is love" möchte man sagen und an die Beatles denken. Aber das hier ist mehr. Es ist spirituell, ein Album gewordener Gottesdienst, ein wahrhaft großer Gottesdienst. Man muss nicht gläubig sein, um davon ergriffen zu werden.

Denn hier geht es um Soul, echten Soul, afroamerikanische Musiktraditionen, um die ganze Geschichte der Verschleppung und Versklavung, die bei allen großen schwarzen Künstlern immer - zumindest implizit - mitschwingt. Und wenn es etwas gibt, das die Vereinigten Staaten wirklich an originärer Kulturleistung hervorgebracht hat, so war es die afroamerikanische Musik des 20. Jahrhunderts. God spielte dabei keine geringe Rolle.

Deshalb sollte man sich nicht von etwaigen Vorurteilen dazu verleiten lassen, diesen musikalischen Schatz zu ignorieren. Nun, es mag sicher genügend Menschen geben, die zu diesem Album aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Zugang finden werden. Und vielleicht ist das auch richtig so. Aber jeder, dessen Herz dem Soul zugänglich ist, wird ihm verfallen. Denn eine vergleichbar intensive Platte sollte erst der frühe, musikalisch noch äußerst facettenreiche Stevie Wonder 1976 mit seinen "Songs in the Key of Live" erschaffen.
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Mit der 40th Anniversary Edition wurde What's Going On zwar mittlerweile erneut umfangreich mit vielen Bonustracks wiederveröffentlicht. Diese Rezension bezieht sich aber auf die Deluxe Edition mit 2 CDs von 2001 zum 30sten Jubiläum, die auch weiterhin als günstigere Alternative empfehlenswert bleibt.
Neben dem Original-Album bietet sie auf CD 1 auch den früheren Detroit Mix des kompletten Albums und mit The Foundation eine Art Instrumentalversion des Titelsongs, die erst zeigt wie komplex der Song ist.
CD 2 beinhaltet 3 Songs von den Singles im Mono-Mix und Distant Lover. Der Höhepunkt dieses Sets ist aber ein aus 12 Songs bestehendes Konzert aus dem Jahr 1972 mit einem ausgiebigen Sixties Medley. Dieses Konzert fehlt auf der neuesten Ausgabe, dafür sind dort viele weitere Single-Mono-Mixes und andere Bonustracks zu bestaunen.

What's Going On ist immer noch eines der ultimativen Statements der schwarzen Soulmusik mit Themen wie Krieg, Religion und Umweltverschmutzung damals 1971 ziemlich einzigartig. Es wurde nur widerwillig von der Plattenfirma veröffentlicht und sollte trotzdem zu einem der größten Motown-Erfolge werden. Zur Zeit des Vietnamkrieges traf es auch den Nerv der Zeit. Gaye hatte sich hier vom Motown-Fließbandsound verabschiedet und musikalisch und textlich seine eigenen Visionen durchgesetzt. Zur selben Zeit war diese Emazipation nur wenigen schwarzen Künstlern gelungen (z.B. Curtis Mayfield, Isaac Hayes, James Brown). Stevie Wonder sollte das erst ein Jahr später gelingen.
Gaye verabschiedet sich teilweise auf dem Album auch vom strikten Pop-Song-Format, die Texte wirken improvisiert, sein Gesang hat viele Spuren mit eigenen Overdubs in diversen Tonlagen, dazu groovt das Ding und ist mit Orchester, Percussions etc. auch opulent arrangiert. Sehr außergewöhnlich auch der durchgängige Flow des Albums infolge der ineinander übergehenden Songs und wiederkehrenden Melodien und Grooves. Die Musik ist dazu leicht jazzig und swingend.
Mit dem Titelsong, Mercy Mercy Me und Inner City Blues bietet das Album 3 zudem unsterbliche (Soul-)Klassiker.

Das Booklet bietet sehr detaillierte Produktionsnotizen, dazu ein Vorwort von Smokey Robinson, ein längeres Essay von MOJO Editor Ben Edmonds, viele Fotos, alle Songtexte der Albumsongs, etc.. Insgesamt eine vorbildiche Veröffentlichung. Beim Remastering wurde auf Erste-Generation-2-Track-Tapes zurückgegriffen. Der Detroit Mix hat ein paar Störgeräusche (speziell in God Is Love), die nicht unterdrückt werden konnten.

Fazit:
Eine gelungene Ausgabe dieses Album-Klassikers, in dieser Version speziell wegen des Live-Konzertes zu empfehlen.
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am 31. Juli 2011
Ich bin mit der Musik von Marvin Gaye groß geworden und bin ein glühender Verehrer dieses Ausnahmesängers.
Mit "What's Going On" hat er sich selbst übertroffen und sich ein musikalisches Denkmal gesetzt!
In den USA wird man wohl keinen Schwarzen treffen, der Marvin Gaye oder dieses Album nicht kennt.
Für ALLE schwarzen US-Sänger ist Marvin Gaye nach wie vor DAS musikalisches Vorbild!

Das Album wurde unter dem Einfluss des Vietnamkrieges und der Rassendiskreminierung in den USA in den 60er und 70er Jahren geschaffen.
Die Texte sind sehr tiefgründig und teils auch politische Anklagen ("Inner City Blues" und "What's Goin On") und treffen den Nerv dieser Zeit (Diskreminierung der Schwarzen).
Visionär ist aus heutiger Sicht "Mercy, Mercy Me" (Umweltzerstörung, lange bevor es "Die Grünen" gab!).
Der Glaube an Gott ist für Marvin Gaye unerschütterlich und gibt ihm Hoffnung ("Safe The Children", "God Is Love").
Die musikalische Umsetzung ist Marvin Gaye grandios gelungen. Die Musik geht unter die Haut und lässt einen einfach nicht mehr los.
Die Stimme (Stimmung) wechselt mal von samtig zart, zu flehend und anklagend, je nach textlicher Vorgabe.
Übrigens singt immer nur Marvin Gaye selbst, es gibt keine Backroundsänger. Seine Stimme wurde auf einigen Songs einfach mehrfach überspielt (oversampled).
Die begleitenden Musiker verstehen ihr Handwerk vortrefflich und grooven nur so dahin.

Dieses Album darf in keiner guten Musiksammlung fehlen, denn es ist DAS musikalisches Vermächtnis eines Genies.
"What`s Going On" ist nicht mehr und nicht weniger als ein Jahrhundertwerk!
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am 3. August 2004
Wie kaum ein anderes Album der 70er Jahre hat "What's Going On" die Musikgeschichte beeinflußt, insbesondere wenn es um Soul-Musik geht. Die expressiven Melodien, eindringlichen Texte und Gayes jederzeit präziser emotionaler Gesang machen das Werk zu einem perfekten Bestandteil einer jeden Musiksammlung. Titel wie "Mercy, Mercy Me" (mein persönlicher Favorit), "What's Going On" und "Inner City Blues" sind längst Klassiker der Soul-Musik und haben bis heute nichts von ihrer Ausstrahlung verloren. Und es gibt keinen Grund warum sich das ändern sollte.
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am 21. März 2010
Aus den Produktionen von Motown haben es mir in den 70ern besonders die Alben von Stevie Wonder, Temptations und Curtis Mayfield angetan.

Marvin Gaye war mir damals eigentlich bewußt nur mit Sexual Healing bekannt.

Aufgrund der Bewertungen dieses Albums mit Klassiker-Status habe ich es mir hier bei amazon bestellt.

Ich bin begeistert und meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Dieses Album vermittelt eine so unglaubliche Wärme, die jedes Herz und jede Seele tröstet. Beim Hören
wird man in eine lange Geschichte gesogen, ungewöhnlich für damalige Motown-Alben.

Atmosphärisch sehr dicht, vermittelt die Musik das jahrhunderte lange Leid der Schwarzen und die Müdigkeit bezüglich der Hass-u. Gewaltspirale, die das Leben der
Farbigen im damaligen Amerika (teilweise leider auch heute noch) begleiten.

In tiefem Glauben an Gott hat Marvin Gaye ein Album geschaffen, das Hoffnung auf eine Bewußtseinsänderung machte.

Wie provakant muß es damals für einen Teil des weißen Establishments gewesen sein, wenn ein Schwarzer sang "God is my friend, Jesus is my friend.

Dieses Album steht bei mir nun auf Augenhöhe mit Steve Wonders "Songs in the key of my life".

Kein Vergleich mit Sexual Healing.

Marvin Gaye war bei Motown der Vorreiter für andere Künstler, der ihnen damit die Türen geöffnet hat, Musik auch mit sozialkritischem Hintergrund zu produzieren.
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am 8. Januar 2004
Um gleich zum wesentlichen Punkt zu kommen, auf den sich auch der Titel dieser Rezension bezieht: Alein der Detroit-Mix dieses Motown-Klassikers ist das Geld wert, das man für diese Luxusausgabe hinblättern muss. Abgesehen davon, dass beide CDs randvoll mit toller Musik gepackt sind, das meiste davon unveröffentlicht. Auch abgesehen davon, dass das Remaster des ursprünglichen Mixes nicht unbedingt besser klingt als die letzte Remaster-Ausgabe, die von einem anderen Techniker betreut wurde (sogar eher einen Tick schlechter).
Doch der Detroit-Mix ist schlicht sensationell. Er klingt roher, nicht so zaghaft, nicht so säuselig, hat wirklich mehr Seele (eben "Soul") und transportiert Gayes leise, aber eindringliche Botschaften intensiver. Überhaupt ist eine gänzlich unterschiedliche Mix-Ästhetik zu hören. Das Schlagzeug ist deutlich nach vorne gemischt, während es im Originalmix fast untergeht, auch die Stimme tönt klarer. Man merkt zwar an einigen Stellen, dass der Detroit-Mix nicht ganz ausgereift ist: So könnte die Rechts-Links-Balance ausgewogener sein, Stimmen wünschte man sich zuweilen mittig platziert, statt leicht nach links oder rechts verschoben. Dennoch gibt es den Klassiker hier in völlig neuem Gewand zu hören, und ich muss sagen: in einem schöneren!
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