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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als alles andere von den Roots
Die Roots sind eine der wenigen Künstler sind, deren Platte ich auch ungehört kaufen würde (Erykah, Mos Def, Gangstarr/Jazzmatazz, D'Angelo, DeLaSoul, Outkast würden mir als einzige andere einfallen). Dementsprechend überrascht war ich dann die Platte zu hören. Ich hatte zwar in Interviews mit ?uestlove gehört, dass sie das härteste...
Veröffentlicht am 30. September 2003 von Roobin Golestan

versus
4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was soll das genau sein?
Als ich die neue "Roots"-Scheibe zum ersten mal gehört habe,war ich echt schwer enttäuscht.Krach,Chaos und viel Lärm um nichts.Also ich weiss echt nicht was ich davon halten soll.Die Jungs meinen weil Sie so einen dicken Status seit "You got me" haben,dürfen Sie sich alles erlauben?Ich bezahle viel Geld für Gitarren-Geplärre u...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2002 von S. Pahlke


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als alles andere von den Roots, 30. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Die Roots sind eine der wenigen Künstler sind, deren Platte ich auch ungehört kaufen würde (Erykah, Mos Def, Gangstarr/Jazzmatazz, D'Angelo, DeLaSoul, Outkast würden mir als einzige andere einfallen). Dementsprechend überrascht war ich dann die Platte zu hören. Ich hatte zwar in Interviews mit ?uestlove gehört, dass sie das härteste sein sollte, was die Roots je gemacht haben, aber die beiden erste Auskopplung (Break You Off) war doch alles andere als hart.
Die Platte hat aber dank Neu-Roots-Mitglied Ben Kenney, der die E-Gitarre spielt einen sehr rockigen Touch gekriegt, der nicht mehr unbedingt nach Roots klingt. Einerseits war ich deshalb enttäuscht, weil mir die bisherigen Platten doch sehr gefallen haben und diese doch sehr anders ist, andrerseits ist das aber auch ein Zeichen von Vielseitigkeit. Die Roots haben halt nicht eine bewährte Formel, die sie immer wieder anwenden, sie sind auch bereit neue Wege zu gehen. Wobei ich allerdings befürchte, dass diese Platte bei HipHop-Puristen nicht den üblichen Anklang finden wird. Ob zu Unrecht, das mag jeder für sich beurteilen. Ich selber kann mir noch nicht ein endgültiges Urteil bilden, aber ich muss sagen, sie gefällt mir immer besser, wobei ich bezweifle, dass sie mir jemals so gut gefallen könnte, wie die „Things Fall Apart". Aber die hätte von mir auch mindestens 7 Sterne bekommen.
Die Platte hat aber dank Neu-Roots-Mitglied Ben Kenney, der die E-Gitarre spielt einen sehr rockigen Touch gekriegt, der nicht mehr unbedingt nach Roots klingt. Einerseits war ich deshalb enttäuscht, weil mir die bisherigen Platten doch sehr gefallen haben und diese doch sehr anders ist, andrerseits ist das aber auch ein Zeichen von Vielseitigkeit. Die Roots haben halt nicht eine bewährte Formel, die sie immer wieder anwenden, sie sind auch bereit neue Wege zu gehen. Wobei ich allerdings befürchte, dass diese Platte bei HipHop-Puristen nicht den üblichen Anklang finden wird. Ob zu Unrecht, das mag jeder für sich beurteilen. Ich selber kann mir noch nicht ein endgültiges Urteil bilden, aber ich muss sagen, sie gefällt mir immer besser, wobei ich bezweifle, dass sie mir jemals so gut gefallen könnte, wie die „Things Fall Apart". Aber die hätte von mir auch mindestens 7 Sterne bekommen.
Zu den einzelnen Tracks:
1. Keynote Speaker:
Dieses Mal macht Ursula Rucker nicht das Outro, sondern das Intro. Allerdings so kurz, das ich dazu keine Wertung abgeben sollte...
2. Rush:
Die erste Überraschung auf der Platte. Der Beat von „We Will Rock You" von Queen. Black Thought überzeugt, aber doch sehr hart und unrhythmisch und nicht unbedingt mein Fall.
*
3. !!!!!!!!!:
Ein kurzes Interlude. Aber das hört sich schon nach übelster Headbanger-Musik an. Aber zu kurz für eine Bewertung, die aber nicht gut ausfallen würde.
4. Sacrifice (feat. Nelly Furtado):
Das erste langsame Stück. Meiner Meinung nach auch eines der besten Stücke auf der Platte. Gefällt mir von Mal zu Mal besser und es hat mir schon beim ersten Mal hören sehr gut gefallen. Nelly Furtado macht sich auf dem Stück mehr als gut und sie und Tariq (Black Thought's echter Name) harmonieren perfekt. Der Beat ist sehr entspannt und lädt zum chillen ein.
*****
5. Rolling with heat (feat. Talib Kweli):
Ein Track, der mir immer besser gefällt. Sehr minimal eingespielter Track, aber ein Rhythmus, der sich einprägt. Talib Kweli gefällt mir sehr gut auf dem Track.
****
6. WAOK (AY) Rollcall:
Einfaches Namedropping an Artists, denen die Roots Respekt zollen. 230 Namen fallen in weniger als auch 48 Sekunden, deshalb muss man verdammt aufpassen um auch nur die Hälfte mitzukriegen. Nein, die Namen werden nicht zu schnell aufgezählt, sie werden mehrstimmig von Ursula Rucker vorgelesen. Gefällt mir.
7. Thought @ Work:
Ein weiteres Stück, an dem Ben Kenney seine Spuren hinterlassen hat. E-Gitarren-Klänge, die doch nicht gerade Roots-typisch klingen. Die Lyrics sind aber Battle-Texte, wie sie außer Blak Thought nur wenige andere hinkriegen. Das Lied bezieht sich anscheinend auf einen Track von Kool G rap und DJ Polo, das damals den Grundstein für die Roots gelegt hat. Ich kenne das Original aber nicht, deshalb kann ich darauf nicht eingehen.
***
8. The Seed (2.0) (feat. Cody ChestnuTT):
Eines der besten Tracks auf dem Album. Die E-Gitarre klingt schon fast nach Keith Richards (für alle Banausen: das ist der Gitarrist von den Rolling Stones), sehr melodischer Gesang von Cody ChestnuTT (den ich beschämenderweise noch gar nicht kannte). Die Lyrics gefallen mir auch sehr gut.
*****
9. Break You Off (feat. Musiq Soulchild):
Nicht umsonst die erste Auskopplung. Ein wenig länger als die Single-Version. Musikalisch wie auch vom Gesang sehr smooth. Musiq Soulchild hat aus dem Refrain einen ganz schönen Ohrwurm gezaubert. Auch wenn ich das Lied schon lange kenne, mir gefällt es verdammt gut und ich kriege immer noch eine Gänsehaut. Das Roots-typische Orgelspiel von Kamal ist so gut wie eh und je. Wem das Lied nicht gefällt, dem kann ich auch nicht helfen.
*****
10. Water:
Vom Text her vielleicht das schwierigste und persönlichste Stück, was die Roots je gespielt haben. Hier versucht Black Thought die Probleme von (Ex-?) Roots-Mitglied Malik B zu verarbeiten, die ja wie man hier deutlichst raushört extremen Drogenprobleme zu haben scheint. Er spricht Malik direkt an und fordert ihn auf sein Gottgegebenes Talent zu rappen zu nützen anstatt sich kaputt zu machen. Das Lied an sich ist aber auch ohne den sehr tiefgründigen Text sehr gut. Die Lyrics machen es aber zu was wirklich Besonderem. Nach 5 Minuten eigentlichem Lied kommen dann noch 6 Minuten rein Instrumentales, die mit einem Herzschlag beginnen dann aber doch sehr anstrengend sind, aber sehr versöhnlich aufhören.
*****
11. Quills:
Eines der Lieder, über die es mir nicht so wirklich leicht fällt zu urteilen. Ein sehr smoother Gesang von Tracey Moore (von den Jazzyfatnastees), aber ansonsten klingt das Lied doch aufgrund der Orgeln sehr düster.
** bis **** ( je nach Laune)
12. Pussy Galore:
Auch hier singt Tracey Moore mit. Aber das Lied gefällt mir um einges besser. Alles passt zusammen. Die Musik hat etwas sehr trauriges, mich berührt das sie sehr. Der Text gefällt mir auch sehr gut.
*****
13. Complexity (feat. Jill Scott):
Dieses Mal wurde Jill Scott nicht durch Erykah substituiert um den Plattenverkauf anzukurbeln und sie zeigt wie gut sie zu den Roots passt. Ein sehr smoother Track. Vielleicht nicht so massentauglich (und auch genial) wie „You Got Me", aber ein schöner Lovesong muss ja anscheinend auf jeder Rootsplatte kurz vor Schluss Ihren Platz finden.
****
14. Something In The Way Of Things (In Town):
Nein nicht Ursula Rucker, sondern Amiri Baraka gibt sich diesmal die Ehre. Die Regeln sind aber die gleichen. Jazzige Klänge und Spoken Poetry mit sehr tiefen Inhalten. Ursula hat mir zwar immer ein bisschen besser gefallen, aber das ist trotzdem ein sehr guter Track. Für meinen Geschmack ein wenig zu hektisch
****
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Höhen und Tiefen der Menschlichkeit, 25. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Bei der schier unglaublichen Vielschichtigkeit und Abwechslung, die die Roots mit ihrem Neuling an den Tag legen, ist es unmöglich, einen Song als Anspieltip rauszupicken. Hard Core, Funk, Hip Hop natürlich, ruhige Klänge, stampfender Techno, alles dabei.
Die ersten vier songs sind quasi repräsentativ für das Album. Nicht, weil auch nur ein späterer Song einem der vier ähnelte, sondern aufgrund der Dynamik und dem schon erwähnten Abwechslungsreichtum, der von Anfang an spürbar ist.
Los geht's mit gescratchten Vocals, von Ursula Rucker gesprochen. Nach dem ruhigen Intro gib's auf die Zwölf: ROCK YOU überrumpelt einem förmlich und drückt einen ins Sofa, von null auf hundert in nicht einer Sekunde! Danach wieder was Ruhiges? Falsch gedacht, denn dann geht's erst richtig los, und die Roots schrabbeln in bester New Yorker Hard Core Manier ein 30 Sekunden Stück runter, als wär's das Selbstverständlichste der Welt. Danch aber endlich aber die wohlverdiente Entspannung.
Und so geht's dann weiter: mal laut, mal leise, mal was dazwischen, nie so wie vorher. Mal Soul, mal Funk, mal Rock, und dabei immer Hip Hop.
Will man über dieses Album schreiben, kommt man zuletzt einfach nicht umhin, das grandiose neunte Stück WATER anzusprechen. Beginnt es noch beschwingt mit einem schnellen, gut gelaunten Groove, kühlt es schon bald ab, wird stiller und tiefer, die Party ist vorbei, doch die Spannung bleibt. Und am Ende braust das Stück noch einmal auf, wird laut und lärmig, ohne Rhythmus, einfach nur Geräusch! Augen zu und durch, grandios!
Dieses Album ist nichts für "mal-kurz-'nen-song-reinschmeißen", dieses Album verlangt Aufmerksamkeit. Für die wird man belohnt. Gibt man sich dem Werk voll und ganz hin, nimmt es einen mit in alle Regionen des menschlichen Gefühls, in die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen. Hart und weich, alles wird bedient, und alles aus einem Guss. Egal wie man sich vorher fühlte, hinterher geht's einem besser, irgendwas hat sich verändert, und die Reise war gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Definitiv eines der besten Alben ever (und ich hab'n paar!), 23. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Hab gerade seit ner Zeit das Album wieder richtig durchgehört und es ist immer noch der absolute Hammer. Oberste Spitze des Eisberges!
Das fängt schon beim genialen Intro an("In the beginning there was me. I was rhythm. ...), was noch genialer mal einfach so unterbrochen wird, um ein Brett an Beat zu starten. "Rock You" war um ehrlich zu sein ein Hauptgrund mir das Album zu kaufen, weil es mir direkt Hammer gefiel, und es hat auch nich an Reiz verloren. Klingt genauso wie der Titel. (Und definitiv nicht unrhythmisch!) Dann der Übergang zu "Sacrifice": "!!!!!!!". Allein schon ein Lied so zu nennen. Da wird übelst schnell ein punkrockmäßiges Gewitter losgelassen um 10 Sekunden später ein so süßes (Nelly Furtado macht eher die Backvocals vom Chorus: "I tell you one lesson I've learned. If you wanna reach something in life: You ain't gonna get it unless, you need a little bit of sacrifice. Uhhh, sometimes before you smile you got to cry. You need a heart that's filled with music. If you use it you can fly. If you wanna be high." Wunderschön!) und trotzdem drumbetontes Stück wie "Sacrifice" rauszuhauen. "Rolling with Heat" mit einem überzeugenden Talib Kweli als einziger Gastrapper, ist für mich so ein Lied, was das Album abrundet und füllt. Auf anderen Alben wär's vermutlich DER Banger. Aber hier ist es ein gutes Lied unter genialen. Trotzdem erste Klasse. Gute Drums! Dann das saucoole Interlude "waok (ay) rollcall" mit den ganzen Namen. Und weiter geht's zu "Thought @ work". Und wenn Black Thought schon n super überaus talentierter Rapper is, hier spittet er definitiv am krassesten! -Und bei dem Instrumental und dem nicen Chorus für mich einer der besten Tracks auf dem Album. Über "the seed (2.0)" brauch ich denk ich nix mehr zu sagen...Ich kenn niemanden, der's nich mag! (Und mein Umfeld hört hauptsächlich kein Hip-Hop.) "Break you off" ist herzzerreissend, besonders bei dem langen Ende. Auch so ne Sache. Wer zieht so'n Instrumental, einfach weil sich ein Cello so hübsch anhört bis ins geht-nicht-mehr? Und dann "water" bei dem die Claps und der Bass das perfekte zusammenspiel ergeben (der Rest ja sowieso). Aber das Ende von "water", die 6 minuten 'krach' (es ist kein wirklicher krach, es hört sich ja noch immer geil an) ist der größte Selbstverwirklichungsschritt überhaupt. Wie kann man sowas auf's Album draufmachen? Absolut genial... "Quills" ist nicht soo super, Liga wie "rolling with heat". Hab dieses Gesangssample letztes mal wo orginal gehört. Super reingebaut nebenbei. Radio-Senderwechsel-Interlude zu "Pussy Galore" was (hab ich doch richtig verstanden?) kritisiert, dass man überall besonders in Medien auf Sex trifft. "Desire and lust can make a man kill." oder der Chorus "everytime I turn around is more pussy galore. From the screen to the record store: pussy galore. ...", "Sin City" um n paar Beispiele aus'm Text zu nennen. Richtig gutes Lied! Wahrscheinlich weil's trotzdem irgendwie nasty is. Und dann das absolute Liebeslied (neben "break you off"...), das von der Beziehung, die nicht funktioniert, handelt (bis auf die letzte Strophe): "complexity". Wirkt n bisschen langweilig, is aber wirklich hübsch! Dann noch der obligatorische spoken word-track und dann gibt's ne Pause vor dem hidden-schlußakt: "rhymes and ammo" mit Talib kweli, Frage und antwort-spiel. Bangt richtig!!! Richtiges Juwel als Bonus, das abrupt in Techno-Musik mit gelooptem Black-Thought-Freestyle-Sample und Rahzel-Beatbox-Bass überläuft. Großes Kino. Kunstwerk von einem Album!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut aber nicht super, 27. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Das Intro ist dieses Mal bewusst sehr kurz und knapp gehalten, da man dann zum Ende hin noch einmal kräftig ausholen kann, wie man dem Booklet dieses Albums entnehmen kann. Ursula Rucker personifiziert hier den HipHop, bevor sie unterbrochen wird und die Roots mit "Rock You" gleich richtig loslegen. In-your-face Bassdrum und Snare schaffen eine harte Old School Attitüde, die Black Thought durch aggressive Reime unterstreicht. Ihr wollt Neo-Soul? Die Roots experimentieren lieber mit Punk-Rock, wie man auf dem namenlosen 24-Sekunden-Intermezzo hören kann. Wie die Beastie Boys back in the days.
Aber keine Angst, die Session geht weiter, und es kommen auch die bekannten Stärken der Roots zum Vorschein. "Sacrifice" mit Nelly Furtado ist ein Track, wie man ihn von den Roots kennt. Kräftiger Drumeinsatz von Questlove, funkige Basslines von Hub, Kamal an den Keys sorgt für die einfühlsame Melodie, Black Thought mit unnachahmlichem Flow erzählt uns, warum man auch mal Opfer bringen muss, um im Leben voran zu kommen, und Nelly Furtado rundet das ganze mit ihrer zuckersüßen Stimme, dezent im Chorus eingesetzt, ab. Grandios!
In "Rolling With Heat" versuchen die Roots mal den Bouncefaktor ein wenig anzuheben. Etwas, was man sonst nicht von ihnen erwartet. Die Umsetzung ist dann aber kein Plastiksound-Gerüst, sondern gesunder Live-Sound, der einem selbst das sog. Bouncen schmackhaft macht. Mit Talib als Gast am Mic ist auch für vokale Abwechslung gesorgt.
Sehr überzeugend ist auch das von einem Gitarrenriff getragene "The Seed" feat. Cody Chestnutt, bei dem die Roots eine Art Soul-Rock-Track hinlegen, der seinesgleichen sucht! Da wächst wohl eine sehr seltene Saat heran, ein Track mit viel Drive, der schnell einer meiner Favoriten geworden ist.
"Break You Off", die erste Single feat. Musiq, eine soulige Ballade, die am Ende wieder in einen Breakbeat übergeht, hat schon so ein wenig ein ähnliches Konzept wie "I Got You" mit Erykah, und das Ergebnis ist ähnlich gut, aber auch nicht wirklich originell. Hier geht es um die Frage, wie es Tariq (so heißt Black Thought mit bürgerlichem Namen) geschafft hat, zwischen die Beziehung einer Frau und ihrem Lover zu geraten, obwohl das nie seine Absicht war. "Water" ist nicht nur wegen seiner Länge von gut 10 Minuten der extremste Song auf dem Album. Drei Teile werden hier präsentiert, a) the first movement; ein autobiografischer Teil über das Aufwachsen in Philly; b) the abyss, der Abgrund und c) the drowning, der Untergang. Die letzten beiden Teile werden rein musikalisch dargeboten, was in eine recht psychedelische Sphäre abdriftet. Das sollte jeder selbst genießen oder ertragen, je nach Geschmack. Interessant ist es allemal.
Souliger wird es bei "Quills" oder "Pussy Galore", einer ironischen Beschreibung dessen, was derzeit im Mainstream zählt, nacktes Fleisch. Sex verkauft einfach alles. Ein Track, der ein bisschen die Attitüde von "What They Do" weiterführt. Zitat aus Pussy Galore: "The world is a sex machine. Full of pretty freaks in designer jeans..." - da kann man wohl nicht widersprechen.
Nachdem Jill Scott der Ballade "Complexity" ihre Stimme geliehen hat, gibt es die inzwischen obligatorische poetische Erzählung, dieses Mal vorgetragen von dem aus New Jersey stammenden Amiri Baraka, mit dem Titel "Something in the way of things (in town)". Er berichtet vom nach wie vor herrschenden Rassismus in seiner Nachbarschaft und dessen Effekt auf die Gemeinschaft. Es lohnt sich, einmal in Ruhe zuzuhören. Interessant ist auf jeden Fall auch die musikalische Untermalung des Songs mit dem unverwechselbaren ?uestlove an den Drums!
Als Bonus gibt es zum einen noch den Track "Rhymes And Ammo" feat. Talib Kweli, den man schon von Soundbombing 3 kennt, außerdem hat die CD-Version noch eine Bonus-DVD mit den Videos zu den Klassikern "Proceed" und "Disortion To Static", Live-Mitschnitten und Behind the Scenes Material! Ein Muss für alle Roots-Fans und die, die es noch werden wollen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 7. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
ein paar hard facts aus sphinx-suche.de:

...phrenologie...

"Von dem deutschen Arzt Franz Joseph Gall (1758-1828) begründete Lehre, die die Eigenschaften, den Charakter des Menschen in Beziehung zur jeweiligen Schädelform setzt.

Gall unterschied 27 affektive und intellektuelle Vermögen, die, in bestimmten Bereichen des Gehirns lokalisiert, Einfluss auf die Schädelform haben sollten.

Er selbst nannte seine Lehre Kraniologie oder Organologie. Eine spätere Bezeichnung ist Kranioskopie.

Der Ausdruck Phrenologie wurde von Galls Schüler G. Spurzheim eingeführt."

aha! und was soll der shit???

es gibt da ein sehr vielschichtiges (ich glaube, dass wörtchen "vielschichtig" trifft es mit am besten) hiphop-album, dass nicht unerwähnt bleiben sollte, das eben diese bezeichnung als platten-titel trägt:

die rede ist vom album von the roots : phrenology.

...die formation...

the roots und ihr sound kommen aus philly und wurden 1987 von Rapper Black Thought (Tariq Trotter) und dem Drummer ?uestlove (Ahmir Khalib Thompson), die sich auf der Kunsthochschule kennengelernt hatten, gegründet. Aus reiner Not - für Turntables und Mic fehlt einfach die Kohle - beginnen sie klassische HipHop-Tracks nur mit Raps und Percussion zu basteln.

Gemeinsam mit dem Bassisten Hub (Leon Hubbard) und dem MC Malik B. geben sie erste, in der Szene vielbeachtete Gigs in Philadelphia und New York und verdienen sich ihr Geld als Straßen-Musiker. Ihr erstes Album "Organix" erscheint 1993 auf dem Indie-Label Remedy Records und bringt ihnen einen Geheimtip-Status ein, auf den auch die Plattenindustrie aufmerksam wird.

Anfang '95 veröffentlichen The Roots mit "Do You Want More?!!!??!" bei Geffen ihr erstes Major-Album. Die Scheibe findet erstaunlicherweise mehr Anhänger in der Alternative-Szene als beim klasssischen HipHop-Publikum. Wohl aufgrund der Live-Instrumentierung wird ihnen das Etikett "Crossover" angehängt.

Die Formation macht sich auf ausgedehnten Konzert-Touren (unter anderem beim Lollapalooza-Festival) einen Namen, zwei der Gastmusiker - Rahzel "the Godfather of Noyze" (der bereits mit Grandmaster Flash und LL Cool J aufgetreten war) und Scott Storch (Kamal) - werden feste Bandmitglieder.

Mit "Illadelph Halflife" gelingt den Roots ‘96 der kommerzielle Durchbruch, das Album klettert bis auf Platz 21 der Billboard-Charts und das Anfang ‘99 veröffentlichte "Things Fall Apart" setzt den Erfolg fort. Die wunderbar melodische Single-Auskopplung "You Got Me" mit Erykah Badu wird zum weltweiten Megahit.

...das aktuelle album...

the roots gelten als eine der besten hiphop-live-bands, wenn nicht sogar eine der besten live-bands überhaupt. ihr album "schädellehre" geht ohne zweifel über vieles hinaus, was man so bereits gehört hat. neben schier endlos fliessenden smoothen hiphop-tracks wie "water" oder "rhymes and ammo" mit talib kweli, findet man auf der platte einen track mit nelly furtado ebenso ("sacrifice"), wie eine art punk-verschnitt, sehr kurz, aber punk(!) und nen techno-anmassenden-dopest-dj-on-the-planet-shit mit namen "thirsty".

neben der vielen gesichter, die phrenology an den tag legt, kann ich das album, zumindest teilweise, als darüberhinaus sehr experimentell bezeichnen (s.o.), aber dafür sind "the roots" ja auch bekannt…

und das macht diese scheibe sehr interessant.

ohne frage eine platte, die potenzial hat eine deiner lieblinge zu werden, nicht nur wegen der beiden auskopplungen inklusive video "break u off" feat. musiq und "the seed 2.0", dem aktuellen video, das aber noch zu selten und in naher zukunft auch zu selten die teleschirme zum aufleuchten bringen wird.

fazit: sehr empfehlenswert
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5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich!, 24. Juni 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Da mir die Zeit und Fachterminologie momentan fehlt, ist es wahrscheinlich präziser wenn ich meine Meinung kurz zusammenfasse:
Einfach unglaublich was The Roots da raushaun'!!!
Die Songs sind insgesamt unglaublich vielfältig und abwechslungsreich.
Ein Genuss!
(Besonders für die Menschen, die sich unter HipHop nur so einen sch... wie 50cent vorstellen - The Roots beweisen, was HipHop alles kann und was das wirklich ist...;))
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!nochmal!!, 4. Februar 2003
Von 
Rene Juffernholz (Gladbeck Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Diese Wörter beschreiben wohl am besten, was man fühlt wenn man dieses Album das erste mal durchgehört hat!!so eine Flut an gutem Hip Hop hat man schon sehr lange nicht mehr gehört!dieses Album, durchbricht Grenzen, definiert eine Musikrichtung komplett neu und bringt einen auch selber geistig weiter!!die Roots sprühen vor Kreativität und Energie. Und sie Können diese Energie auch grandios umsetzen! Dieses Album ist schon jetzt ein Meilenstein!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach traumhaft..., 5. Januar 2007
Von 
S. Hille (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
... the roots machen sooo schöne musik. das album hat einfah klasse udn the roots haben halt ihren eigenen sehr coolen style.

als vorzeige song ist the seed auch einer der besten tracks des albums, einfach hammer das lied.

ein super album, einfach genial!!!
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4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was soll das genau sein?, 27. Dezember 2002
Von 
S. Pahlke "caputo23" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Phrenology (Audio CD)
Als ich die neue "Roots"-Scheibe zum ersten mal gehört habe,war ich echt schwer enttäuscht.Krach,Chaos und viel Lärm um nichts.Also ich weiss echt nicht was ich davon halten soll.Die Jungs meinen weil Sie so einen dicken Status seit "You got me" haben,dürfen Sie sich alles erlauben?Ich bezahle viel Geld für Gitarren-Geplärre u Blödsinn,den kann ich meinen kleinen Bruder auch machen lassen.O.K.,es sind 3 bis 4 gute Tracks enthalten,aber an "Things Fall Apart" kommen die Herren nicht mehr ran.3 Sterne gibts für die Single und das coole Artwork der CD.Oder ich habe die Message dieses "Werkes" :-( nicht verstanden?Hat mich nicht wirklich überzeugt.Schade.Mir fehlt das Smoothe irgendwie!
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Phrenology
Phrenology von The Roots (Audio CD - 2002)
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