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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Guten Abend, Mutziputzi!"
- wenn diese Worte ertönen, fährt jedesmal ein Schauer durch den Zuschauer, da Hitchcock einmal mehr offenläßt, ob es sich dabei um eine zärtliche, frivole Begrüßung handelt oder um eines der berühmten "letzten Worte".
"Verdacht" ist ein Film, der seinerzeit ein Thema in den Mittelpunkt rückte, das bei früheren...
Veröffentlicht am 1. März 2005 von Christian Siebmann

versus
39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wunderbarer Film, aber enttäuschende Qualität
Wenn ich eine DVD kaufe, dann ärgere ich mich sehr, wenn ich die Qualität einer ausgelatschten Videokassette serviert bekomme. Und das ist hier der Fall. Leider nichts Neues aus dem Hause Kinowelt. Kinowelt hat sich noch nie Mühe gegeben, was alte Klassiker betrifft. Schade um die Filme. Schade um diesen Hitchcock-Klassiker!
Am 7. Dezember 2002 veröffentlicht


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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Guten Abend, Mutziputzi!", 1. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
- wenn diese Worte ertönen, fährt jedesmal ein Schauer durch den Zuschauer, da Hitchcock einmal mehr offenläßt, ob es sich dabei um eine zärtliche, frivole Begrüßung handelt oder um eines der berühmten "letzten Worte".
"Verdacht" ist ein Film, der seinerzeit ein Thema in den Mittelpunkt rückte, das bei früheren Hitchcock-Filmen noch eher nebenbei aufgetreten war: Die Bedrohung eines Menschen durch den eigenen Ehepartner, die Beunruhigung innerhalb der eigenen vier Wände und schließlich das Grauen im eigenen Kopf, das die äußere Gefahr noch übertrifft. Die "Verdachts"-Momente dieses Films unterteilen sich in mehrere Abschnitte, die den psychischen Verfall der jungen Ehefrau innerlich und äußerlich begleiten: Aus Verblendung wird traurige Erkenntnis, aus Erkenntnis vage Befürchtung, aus Befürchtung blanke Angst. Das so oft kritisierte Ende ermöglicht es dem Zuschauer, sich den Film immer wieder anzuschauen, da es mehr Fragen aufwirft, als daß es sie beantwortet - der Zuschauer steigt von jetzt an mit derselben unterschwelligen Unruhe in den Film ein, die die Heldin zu Beginn noch erwartet. Hätte Cary Grant sich dagegen als Mörder offen herausgestellt, wäre die gesamte Wirkung des bisherigen Films verpufft gewesen. Diese und zahlreiche andere Merkmale machen "Verdacht" neben "Der Auslandskorrespondent" und "Im Schatten des Zweifels" zum Besten, was Hitchcock in seiner frühen 40er Jahre-Periode geschaffen hat.
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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wunderbarer Film, aber enttäuschende Qualität, 7. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Wenn ich eine DVD kaufe, dann ärgere ich mich sehr, wenn ich die Qualität einer ausgelatschten Videokassette serviert bekomme. Und das ist hier der Fall. Leider nichts Neues aus dem Hause Kinowelt. Kinowelt hat sich noch nie Mühe gegeben, was alte Klassiker betrifft. Schade um die Filme. Schade um diesen Hitchcock-Klassiker!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Hitchcock-Thriller, 25. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Verdacht [VHS] (Videokassette)
Mit diesem Film hat Alfred Hitchcok, der "Master Of Suspence" einen filmischen Meilenstein gesetzt.
Cary Grant und Joan Fontaine überzeugen durch ihr subtiles Spiel und garantieren für Spannung bis zum Zerreißen. Vor allem der Komödienspezialist Cary Grant wirkt unglaublich düster und undurchschaubar. Joan Fontaines Spiel wurde 1941 mit einem Oscar prämiert.
Obwohl die meisten Filme Alfred Hitchcocks exzellente Meisterwerke sind, sticht dieser durch die Klarheit und dennoch Undurchschaubarkeit der Story hervor. Allein schon die an dem Milchglas festgemachte Spannung hält den Zuschauer über Minuten hinweg in Atem.
Hitchcocks 1941er Schwarz-Weiß-Klassiker ist einer seiner besten.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann Gary Grant ein Mörder sein?, 17. Oktober 2011
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Dieser sanfte Psychothriller aus dem Jahre 1941 lebt von der Darstellung der Hauptdarsteller Gary Grant und Joan Fontaine. Wie kann eine reizende Frau wie Lina Aysgarth nur glauben, dass ihr verliebter Ehemann John, sie des Geldes wegen vergiften will? Der Altmeister Alfred Hitchcock lässt keine Gelegenheit aus, die Gedankengänge der zunehmend verzweifelten Ehefrau überzeugend darzustellen und die Spannung subtil zu steigern. Gebannt starrt man als Zuschauer ebenso wie Joan Fontaine auf das Glas, welches der besorgte Gary Grant eben als Schlummertrunk auf den Nachttisch gestellt hat, bevor er das Zimmer verließ. Unheilvoll schimmert der Inhalt des Glases, welches der Regisseur wegen des Effekts mit einem leuchtenden Lämpchen ausstattete.

Die erste Begegnung zwischen John und Lina findet im Zug statt. Es ist schon ein Kunststück die Schönheit Joan Fontaines zu verbergen und hier erfolgt der Versuch mit einer großen, unattraktiven Brille, einer unkleidsamen Frisur und altjüngferlicher Kleidung. Komplett gemacht wird der Eindruck eines Blaustrumpfs durch das aufgeschlagene Sachbuch auf dem Schoß der sittsamen Dame. Doch jemand wie der erfahrene Playboy John Aysgarth lässt sich nicht so leicht täuschen. Auch Linas Gedanken sind nicht so sachlich, wie es den Anschein haben mag. In ihrem Buch verborgen liegt ein Bild eines attraktiven Mannes und wie die Betrachterin erschreckt und etwas verwirrt feststellt, handelt es sich um den Portraitierten um eben den Herrn, der ihr jetzt gegenüber sitzt. In der nächsten Szene erlebt Aysgarth seine Zugbegleiterin in einem ganz anderen Licht. Während er umschwärmt von den Damen bei einer Reitveranstaltung umherschweift, fällt sein Blick auf die kühne Reiterin auf einem temperamentvollen Pferd. Wie er feststellt, handelt es sich tatsächlich um die nüchterne Mitreisende im Zug und sein Interesse an der jungen Dame ist eindeutig geweckt.
Nachdem Aysgarth mit Miss McLaidlaw einen zweisamen Sparziergang unternommen hat, statt mit ihr brav zur Kirche zu gehen, kehrt die sonst so brave Lina sehr verwirrt nach Hause zurück. Bevor sie das Haus betritt wird sie Zeuge eines Gesprächs ihrer Eltern, die in ihr schon eine alte Jungfer ohne Heiratschancen sehen. Ein wenig trotzig und mit neuer Hoffnung auf Liebe beseelt, beginnt Lina nun entschlossen, ihr Glück voranzutreiben. Am Jägerball sieht sich die erstaunte Gesellschaft einer völlig veränderten Miss McLaidlaw gegenüber, die sich bereitwillig von John Aysgarth entführen lässt. Die beiden Verliebten heiraten überstürzt und verbringen leidenschaftliche Flitterwochen an den romantischsten Plätzen in Europa.
Als John seine Ehefrau schließlich in das Haus führt, welches er für sie beide gemietet hat, glaubt sie, dass ihr Glück vollkommen wäre. Doch schon sehr bald stellt sich heraus, dass John nicht nur über seine Verhältnisse lebt, sondern auch bedeutende finanzielle Sorgen hat. Es ist ausgerechnet Johns alter Freund Beaky Thwaite, der die junge Ehefrau über ihren Mann aufklärt. Lina stellt fest, dass ihr geliebter Ehemann einige Geheimnisse vor ihr hat und dass seine finanziellen Probleme so groß sein müssen, dass er nicht einmal davor zurückschreckt, hinter ihrem Rücken wertvolle Erbstücke ihrer Familie zu verhökern. Lina steigert sich in ihrer Besorgnis immer mehr in die Hysterie hinein und nicht einmal das an sich harmlose Hobby ihres Mannes, Kriminalromane zu lesen, scheint ihr jetzt bedeutungslos zu sein. Wie weit wird John Aysgarth gehen, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen? Würde er tatsächlich den Tod seines besten Freundes und vielleicht sogar den Tod seiner Ehefrau in Kauf nehmen?

Die Romanvorlage sah ein anderes Ende der Geschichte vor und Hitchcock selbst soll mit dem Filmschluss nicht ganz zufrieden gewesen sein. Tatsache ist jedoch, dass die Auflösung die psychologische Komponente des Werkes verstärkt.
Der Fokus der Betrachtung liegt sehr stark auf der weiblichen Hauptdarstellerin, die wirklich alles für ihre Rolle gibt. Ihr Selbstbild wird hauptsächlich durch ihre Umwelt geprägt. Durch die eher negativen Signale ihrer wohlmeinenden Eltern hat sie sich in die Rolle der langweiligen Jungfer gefügt. Allerdings verraten uns kleine Details die geheimen Leidenschaften der jungen Frau, die sehr nahe an der Oberfläche brodeln und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Dem erfahrenen Frauenkenner John ist es ein Leichtes, die junge Frau zum strahlen zu bringen und dass er sich in die hinreißende Lina verliebt, ist für den Zuschauer keine große Überraschung. Für Lina selbst ist diese Liebe allerdings ein großes Wunder und ihr Selbstbewusstsein ist noch nicht so stark, für den Schlag, den sie erhält, als sie hinter die Fassade des respektablen Ehemannes blickt. Da sie selbst unsicher ist, gelingt es ihr ebenso wenig den Charakter von John zu durchschauen, wie ihre eigenen Motive zu reflektieren. Für sie wird ihr Ehemann zunehmend zu einem Fremden, von dem sie sich zwar angezogen fühlt, wodurch aber ihre Furchtgefühle zusätzlich verstärkt werden. Da durch den eingeschränkten Blickwinkel auch für den Zuschauer John Aysgarth immer undurchsichtiger wird, fühlt man zunehmend mit Lina und wartet gespannt auf die Auflösung der Geschichte.

Fazit: Das intensive Spiel von Joan Fontaine und Gary Grant ist ein Fest. Dieses Paar sollte man sich nicht entgehen lassen!

Die DVD-Ausgabe enthält jedoch nur die deutsche Sprache.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cary Grant als jugendlicher "Tunichtgut"!, 17. Januar 2007
Von 
Sina Gerritsen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
In diesem Film spielt Cary Grant einen jungen Mann der "die Arbeit nicht erfunden hat" mit anderen Worten, er sucht sein Glück lieber bei Pferdewetten, beim Poker u. bei reichen Erbinnen (wie er zunächst glaubt).

Eine von ihnen heiratet er schließlich u. diese hat plötzlich einen schrecklichen Verdacht gegen ihn, damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Mehr wird nicht verraten !!! Gucken Sie sich den Film lieber selber an u. Sie werden ihn sicher sehr gut finden !!! Joan Fontain ist eine bezaubernde Darstellerin u. der junge Cary Grant eine Augenweide, lovely, kann ich da nur sagen !!!
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4.0 von 5 Sternen Klassiker!, 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Ein Muß für Fans von Cary Grand. Gute Qualität. Gutes Preis- Leistungsverhältnis.
Öfters mal gute alte Filmklassiker auf DVD auflegen!
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4.0 von 5 Sternen Man wartet..., 12. September 2014
Von 
Dirk Neuhaus (Bonn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Der Film trägt zur Gemütlichkeit an einem verregneten Tag bei , sehr gute Darsteller ! Die Story ist gut , man wartet....
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist er oder ist er nicht?, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Joan Fontaine ist eine der typischen Hitchcock Hauptdarstellerinnen - blond, damenhaft kühl und wirklich schön. Am Anfang diese Films ist sie aber erst
mal eine linkische, unscheinbare Frau. Lina McLaidlaw (Joan Fontaine) ist eine unsichere, junge Frau, die im Haus ihrer traditionsbewussten Eltern wohnt
und recht wohlhabend ist. Da platzt eines Tages der unbekümmerte Johnnie Aysgarth (Cary Grant) in ihr Leben und überrumpelt sie so, dass sie schnell ein-
willigt, ihn zu heiraten. Zwar wird Lina in der Ehe viel attraktiver, doch bald befürchtet sie, dass ihr Mann nur an ihrem Geld interessiert ist. Als er
sich dann auch noch nach ihrer Lebensversicherung erkundigt, kommt in ihr der Verdacht auf, er wolle sie vergiften. Die Art, wie Hitchcock durch Cary Grant und Joan Fontaine mit den Erwartungen und Befürchtungen der Zuschauer spielt, ist wirklich meisterlich. Nicht umsonst beschäftigen sich Filmschaf-
fende noch immer mit den Einfällen des Regiesseurs. Keiner von Hitchcocks absoluten Spitzenfilmen, aber spannend genug.
Über Bild und Ton kann man nichts Schlechtes sagen, obwohl leichte Unschärfen auftreten. Die Dokumentation "Cary Grant - The Leading Man" kennt man ei-
gentlich schon von anderen Veröffentlichungen, und Trailer - das muss nicht sein.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mutzi,Putzi jetzt aber Mäulchen halten und ab an den Herd, 20. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Mit Verlaub sei gesagt dieser schwammige Hitchcock Film aus den Vierzigern ist leider wahrlich kein Ruhmesblatt.
Strenggenommen ist er nicht nur langweilend sondern auch ärgerlich.
Gäbe es einen Grund Alice Schwarzer für ihre Verdienste einmal persönlich die Hand zu schütteln, dann wäre es dieser staubtrockene Altherrenwitz an Film, der leider nur selten die Anflüge von Genialität des unbestrittenen Regiemeisters erkennen lässt.
So veraltet, staubtrocken,spannungslos inszenierte Hitch selten.
Woran liegt das? Nun zum einen trifft Hitchcock nur einen Teil der Schuld.
"Verdacht" ist das traurige Paradebeispiel eines Films, in dem kurzerhand von Produzentenseite dem Regisseur die Zügel aus der Hand genommen wurde.
Das der damalige Superstar und Womanizer Cary Grant einen Mörder spielen sollte, hätte doch seinem Starglanz eklatant schaden können.
Und so sah sich Hitchcock mit der Tatsache konfrontiert, dass sein ursprünglich geplanter Film ohne sein Wissen oder Zustimmung auf ganze sechzig Minuten zusammengekürzt wurde.
Sämtliche Hinweise auf Cary Grant als Mörder wurden entfernt, und nur mit der Prämisse letztendlich ein verwässertes HappyEnd zu präsentieren, kam der Film neu geschnitten in die Kinos.
Dies wirkt dann auch so angepappt, dass allein deshalb der Film immens an Kraft verliert.
Was den Film jedoch im Besonderen unerträglich macht ist die unglaublich eindimensional gestrickte, plumpe Darstellung der Geschlechterrollen.
Hitchcock hat das Thema emotionale, sexuelle Hörigkeit immer wieder und wesentlich differenzierter aufgenommen.
Natürlich fällt hier die emotionale Abhängigkeit einer jungen Mrs.deWinter in "Rebecca" ein.
Ebenfalls die sexuelle und psychische Domestizierung in dem Mann-Frau Verhältnis in "Marnie".
Und eine betörende Grace Kelly ist in "Fenster zum Hof" ebenfalls für die Liebe eines Mannes bereit große Gefahren einzugehen.
Doch in "Verdacht" erleben wir eine solch aufgesetzte Penetranz im muffigen Geschlechterverständnis, dass es unglaublich die Nerven strapaziert.
Der arrogante und übrigens über mehr als drei Gesichtsausdrücke nicht herauskommende Cary Grant schießt eine klebrig dumme Machokanonade nach der anderen ab und zwar über die gesamte Laufzeit.
So überzeichnet wird jede Sympathie im Keim erstickt.
"Kindchen..Mutziputzi hier...Mutziputzi da, Herzchen"... Ja das freut doch sehr.
Ebenso ärgerlich das ständig unterwürfige Mäuschen Joan Fontaine mit steinerweichendem Hundeblick und unerschütterlicher devoter Hingabe.
Da fragt man sich ,hilft für den "Hallo-wach "Ruf noch ein kräftiges Schulterrütteln oder eher doch nur ein Feuerwerkskörper unter den Dessous platziert.
Nur am Rande sei gesagt, welche frechen, unabhängigen Frauengestalten Hitch bereits schon in den Dreißigerin zum Beispiel in "39Stufen" präsentierte.
Fazit:Die Botschaft des Films" Verdacht" wird übermittelt mit der Holzhammermethode.
Der Macho, Draufgänger auf der einen Seite- erduldende Ehefrau auf der anderen Seite.- Klischees so übertrieben, daß es schwer fällt Empathien zu entwickeln.
Von spannender Dramaturgie ist der Film weit entfernt.
Doch nun muß ich enden.
Mein kleines Schnuppsischneckchen hat das Abendessen fertig und meine Schuhe hat sie glaube ich auch noch nicht geputzt.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unser Alfred Hitchcock, 27. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Verdacht (DVD)
Jonnie und Lina heiraten. Das gemeinsame Glück verblasst, den Johnnie ist ein Spieler und verspielt das gesamte Geld des Ehepaares. Als ein Freund stirbt verdächtigt Lina ihren Mann.

Zum Hinhalt des Thrillerklassikers aus dem Jahr 1941 braucht man nicht viel zu sagen.
Der charmante Cary Grant und Joan Fontaine passen wundervoll zusammen. Die Geschichte hat Witz aber auch eine gewisse Spannung. Ein typischer Hitchcock eben.

'Immer Ärger mit Harry' ist ein weitere Tipp für alle die 'Verdacht' schätzen.
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Verdacht
Verdacht von Alfred Hitchcock (DVD - 2002)
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