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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung vom Feinsten, und das auf Rezept.
Bella Martha wird den meisten Filmfans nichts sagen. Halt ein kleiner, schöner deutscher Film, der seit Jahren hier und da im Spätprogramm der Regionalsender läuft. Martina Gedeck ist da schon wesentlich bekannter. Das half dem Film jedoch auch nicht zum Durchbruch. Erst, als Hollywood Bella Martha, mit Zeta Jones in der Hauptrolle, coverte, horchten...
Veröffentlicht am 21. Januar 2007 von Thomas Knackstedt

versus
6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Je nach Geschmack
Ob jetzt nun das deutsche Original oder das amerikanische Remake (No Reservations) besser ist, das ist schwierig zu sagen. Hier gibt es ja offensichtlich sehr gegensätzliche Meinungen. Ich habe beide Filme gesehen und mir sind folgende Dinge aufgefallen:
Der deutsche Film kommt ohne großmächtigen Soundtrack aus. Die Schauspieler brauchen keine...
Veröffentlicht am 23. April 2008 von rurue


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung vom Feinsten, und das auf Rezept., 21. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Bella Martha wird den meisten Filmfans nichts sagen. Halt ein kleiner, schöner deutscher Film, der seit Jahren hier und da im Spätprogramm der Regionalsender läuft. Martina Gedeck ist da schon wesentlich bekannter. Das half dem Film jedoch auch nicht zum Durchbruch. Erst, als Hollywood Bella Martha, mit Zeta Jones in der Hauptrolle, coverte, horchten deutsche Filmfans auf. Traurig, aber leider wahr. Soviel zum Stellenwert des deutschen Films. Aber jetzt zum Wesentlichen: Mit Bella Martha ist der Regisseurin Sandra Nettelbeck ein wunderbarer Film gelungen. Unterhaltsam, beschwingt, mit Tiefgang, Witz und einem Soundtrack, der, jedenfalls für mich, keine internationalen Vergleiche scheuen muss. Die Köchin Martha lebt nur für ihren Job. Kein Mann, keine Hobbys, kaum Freunde, nur kochen, kochen und kochen. Für Martha ist Kochen eine Religion und ihr Restaurant die dazugehörige Kirche. Alles muss perfekt sein, nichts wird dem Zufall überlassen. Dann stirbt ihre Schwester und hinterlässt ihr die kleine Tochter. Martha ist weder dem Kind noch der Aufgabe, sich um es zu kümmern, gewachsen. Ihre Chefin verordnet Martha Zwangsurlaub, damit sie ihre neue Aufgabe bewältigen kann. Aber Martha rebelliert. Als schließlich noch Mario, ein italienischer Koch, der in allem Marthas absolutes Gegenteil ist, außer in der Qualität seiner Gerichte, eingestellt wird, bricht für Martha die Welt zusammen. Nur; im Zusammenbruch ihrer festgefügten Welt besteht die Chance zum Neuanfang. Und den nimmt Martha, wenn auch anfänglich nicht besonders konsequent, in Angriff.
Martina Gedeck und Sergio Castellitto sind die Rollen von Martha und Mario auf den Leib geschrieben. Die Story hat einen festen roten Faden, den man nicht aus den Augen verliert und dazu gibt es Musik von Keith Jarrett und Paolo Conto, die für die entsprechenden Filmszenen einfach nur als genial zu bezeichnen sind. Wer sich in den letzten Jahren mit dem Thema Deutscher Film befasste und nicht nur Newcomer und Problemstreifen im Auge hat, der sollte sich Bella Martha antun. Eine Geschichte, wie ein gutes Essen, nach einem hervorragenden Rezept.
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67 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein filmisches Erlebnis !, 19. Februar 2003
Von 
Kurt Muehle "kurtmuehle" (Ratingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Wie schön, das Erstwerk einer Filmemacherin zu erleben, deren Intension es nicht ist, lediglich Bekanntes und Erfolgversprechendes zu variieren, sondern die sichtbar und vor allem spürbar ihre eigene Kreation präsentiert und - vom Herzen inspiriert - mit Verstand, Geschick und Mut zum Unpopulären umsetzt! - Dieses große Lob gebührt der Regisseurin Sandra Nettelbeck für ihren Film "Bella Martha", dessen Autorin sie auch ist.
Und neben ihr muss gleichbedeutend sofort die Darstellerin der "Köchin Martha" erwähnt werden, deren schauspielerische Glanzleistung das tragende Fundament dieses Filmprojektes ist: die wandlungsfähige, aus Landshut stammende Martina Gedeck. Ich kenne sie aus anderen Filmrollen und wage mal die Behauptung, dass sie unter den besten deutschen Schauspielerinnen ganz weit oben steht. Als "Martha" geht sie sparsam und sehr behutsam mit dem Einsatz schauspielerischer Mittel um; doch jede Geste, jeder Blick, jeder Gesichtsausdruck wirkt dadurch umso eindringlicher. Es sind die leisen Töne, die hier ihre Darstellungskunst bestimmen.
Der ganze Film ist ein Film der "leisen Töne". Leider haben sehr viele Menschen es verlernt, leise Töne wahrzunehmen. Und so ist es wohl nicht verwunderlich, dass "Bella Martha" in Deutschland trotz sehr positiver Aufnahme durch die Filmkritik beim breiten Publikum eher durchfiel. Umso erstaunlicher ist der sensationelle Erfolg dieses Filmes in den USA. - Oft werden die Amerikaner ja heutzutage in kulturellen Entwicklungsphasen als Vorreiter bezeichnet... Sollte es etwa so sein, dass die US-Bürger der schrillen Töne, dem Action-Wahn und dem sentimental-aufgeblähten Gefühlskino allmählich überdrüssig werden und sich wieder mehr erdnahe, empfindungstiefe Filme wünschen? - Dann sollen die Amerikaner gern auch für uns die Vorreiter sein!
Wer im Spektakuläres erleben möchte, - wer es gewohnt ist, sich mit Amüsement-Effekten oder Schock-Szenen für ein paar Stunden nur vom eigenen Ich ablenken zu lassen, der wird sich in diesem Film wahrscheinlich sehr langweilen. Denn was passiert eigentlich in "Bella Martha"?
Im Anfangsbild liegt die Köchin Martha auf der Couch eines Psychiaters und erzählt ihm einige Raffinessen ihrer Kochrezepte. Sonst weiß sie nichts dem Doktor zu berichten, obwohl er sie verwundert danach fragt.
Im Schlussbild sitzen Köchin und Psychiater gemeinsam auf der Couch. Er hat nach ihrem Rezept einen Kuchen gebacken, doch sie schmeckt heraus, dass er bei der Wahl des Zuckers nicht nach
ihren Anweisungen handelte. Seine ungläubige Frage, ob sie denn die Zuckersorte aus dem Kuchen herausschmecken könne, verneint sie, fügt jedoch mit leichtem Lächeln hinzu: "Ich schmecke aber, was NICHT darin enthalten ist". - Tja, das ist der ganze Film. Die beiden Sequenzen deuten an, worin Martha sich gewandelt hat und worin sie die alte geblieben ist.
Dazwischen erleben wir Marthas eintöniges Privatleben, das im Grunde nichts weiter ist als das Ausruhen von ihrer Arbeit als Chefköchin des kleinen Hamburger Gourmet-Restaurants "Lido". Kochen ist ihr Lebensinhalt, und Kochen ist bei ihr zur Manie geworden. Nie Freude in ihrem Gesicht, - im Gegenteil, der Stress treibt sie immer wieder in einen dunklen Nebenraum, um einige Minuten zu verschnaufen. Nach Feierabend kocht sie für sich zu Hause ein wundervolles Mahl, dann sitzt sie davor und bekommt keinen Bissen herunter. Erzählt man die filmischen Einzelheiten überwiegen leicht komische Wendungen, die allerdings der interessierte Zuschauer im Kino eher als Tragik empfindet. Als Martha bei einem frisch-eingezogenen Nachbarn klingelt und ihm - vergeblich - ihr kunstvoll zubereitetes Essen anbietet ("Vielleicht ein anderes Mal..."), wird ihre tiefe Einsamkeit spürbar. "Ich gehe nie aus", gesteht sie später diesem Nachbarn, dessen Einladung sie erhofft hat, jedoch spontan ablehnt. Scheu vor allem, was jenseits ihrer Kochwelt liegt?
Martha beherrscht ihre Küche und sie beherrscht sich. Kochen ist für sie Kunst, sie ist eine Künstlerin, und sie will in ihrem Fach die Beste sein. Doch Künstler haben bekanntlich eine empfindliche Seele. Das kommt zum Ausdruck, wenn ein Banause von Gast an ihren kulinarischen Kompositionen herummäkelt und dabei jegliche Sachkenntnis vermissen lässt. Dann reißt Martha wütend das Tischtuch herunter, und die köstlichen Speisen verteilen sich auf Gäste und Boden. - Ihre Kochkunst in Frage zu stellen, das reißt ihr den Boden unter den Füßen weg; sie hat nichts anderes, woran sie sich festklammern könnte.
Eines Tages bekommt Martha während der Arbeit einen Anruf. - Etwas Schlimmes muss passiert sein. - Später erfahren wir, dass ihre Schwester tödlich verunglückt ist und deren kleine Tochter Lina verletzt im Krankenhaus liegt. - Martha nimmt das Mädchen zu sich und bemüht sich, Lina eine Ersatzmutter zu sein und den in Italien lebenden Vater zu finden.
Durch die Doppelbelastung schafft Martha ihre Arbeit nicht mehr so recht, und ihre Chefin stellt daraufhin einen weiteren Koch ein: Mario, einen lustigen Italiener, der erst Konkurrent und später ein Freund wird. Durch ihn findet Martha den Vater ihrer Nichte Lina. Und der holt eines Tages das Kind einfach ab, gerade als Martha, Mario und Lina zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen.
Der größte Stress scheint vorbei, aber die Einsamkeit kommt zurück. Mit Lina wurde ein Stück Liebe aus ihrem Herzen nach Italien entführt. Trauer und Enttäuschung machen es Martha unmöglich, die sich anbahnende Beziehung zu Mario fortzusetzen, sie weist ihn ab. Alles scheint wieder wie früher.
In einer filmisch wunderbar gelungen Sequenz nimmt Martha wie im Trance ihre Funktion als Chefköchin wieder auf. Doch als die Restaurantbesitzerin sie kurz darauf angiftet, da schmeißt ihr
Martha die Schürze vor die Füße. - Mit ihrem fröhlichen Koch-Kollegen Mario fährt sie zu ihrer Nichte Lina nach Italien. Freudig ist der Empfang bei strahlender Sonne.
Wir erleben hier eine Gruppe glücklicher Menschen, darunter eine erstmals vergnügte, lachende Martha. Na endlich: das gewohnte, ersehnte happy-end! - Eine Art Abspann läuft schon im Bild und bestärkt den Zuschauer in dieser Illusion. Und dann - wie ein Epilog - die Sequenz mit Martha, dem Psychiater und dem Kuchen... Irritation, fragende Gesichter.
Also doch kein kitschiges, unwirkliches happy-end! - Aber immerhin die Gewissheit, dass nichts umsonst war, dass alles sein Gutes hatte. - Wer weiß, wie es weitergeht... Schließlich geht im Leben alles weiter und endet nicht im letzten Meter Film! -
Wer diesen Film gesehen hat, der kann mir nun aufzählen, was ich in meiner Beschreibung alles an wahnsinnig wichtigen Dingen vergessen habe, - ich weiß es selbst. - Und das zeigt doch, dass in diesen Film trotz der leisen Töne auch ohne "action, sex and crime" so ungeheuerlich viel passiert.
Für mich war dieser Film ungeheuer spannend, weil ich 105 Minuten gefesselt war von der Frage, was wohl mit diesem Menschen Martha passieren würde. Und gibt es etwas Spannenderes als das Leben eines Menschen?
Dank und Bewunderung an Martina Gedeck, die diesen Menschen lebte...
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner Film, gute DVD, 2. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
"Bella Martha" ist ein bezaubernder Film, der ohne die große Geste, ohne Pathos auskommt. Martha ist Chefköchin in einem Restaurant der gehobenen Kategorie und die Küche ist ihr Reich. Die Aufnahmen, die hier entstanden sind, sind großartig. Kamerafahrten - aus der Vogelperspektive - über die Herdplatten, hier wird gerührt, da gewürzt, dort angerichtet. Die Sinnlichkeit, die im Kochen liegt, ist wunderbar dargestellt, die Bewegungen der Darsteller stimmen, die Atmosphäre wirkt realistisch. Marthas - vom Kochen einmal abgesehen - wenig ereignisreiches Leben verändert sich durch zwei Geschehnisse: Zum einen wird ein weiterer Koch, ein Italiener, eingestellt, Martha empfindet das als ein Eindringen in "ihren" Bereich (und tatsächlich stehen bald Gnocchi auf dem Menü), zum anderen muss sie unerwartet für einige Zeit in die Mutterrolle schlüpfen, als ihre Schwester stribt und Martha sich um die 8jährige Nichte kümmern muss. Sie gewöhnt sich schwer daran: der italienische Koch Mario ist ein chaotischer Künstler am Herd, Martha ein Ordnungs- und Kontrollfreak; die Nichte muss früh morgens in die Schule, Martha kommt erst mitten in der Nacht heim. Natürlich wird es eine Wandlung geben in ihrem Denken und Tun, aber das geschieht peu a peu, ist glaubhaft inszeniert.
Die DVD bietet zahlreiche Extras - im schönen Making Of erfährt man unter anderem, dass Sergio Castellito als Mario seinen Part in Italienisch gesprochen hat und nachträglich synchronisiert wurde.
FAZIT: Ein sehenswerter Film, mehr für die leisen Lacher als für die Schenkelklopfer. Bitte ansehen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Film - an die leisen Töne kommt Hollywood nicht heran, 14. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Eigentlich wollte ich mir den Film gar nicht kaufen, weil ich Kochfilme und Filme, in denen es um Essen geht, nicht mag. Dann war der Film aber so stark herunter gesetzt, dass ich ihn doch einfach mitgenommen habe. Zum Glück. Ich hätte sonst echt etwas verpasst.
Nach dem Film wusste ich wieder, warum ich deutsche Filme so viel lieber mag als amerikanische: Sie sind echter und natürlicher. Die Gefühle kommen nicht mit pompöser Musikuntermalung daher, sondern leiser und unaufdringlicher, und dadurch viel mehr zu Herzen gehend.
Warum der Film als 'Deutsche Komödie' auf dem Cover angepriesen wird, ist mir ein Rätsel. Das ist keine Komödie, eher ein Drama. Es gibt mehrere Stellen zum Mitfühlen und Weinen, aber höchstens eine oder zwei zum Lachen.
Der Film ist warmherzig und leise, alle Schauspieler, ihnen voran Martina Gedeck, spielen klasse, er ist nicht so gradlinig wie einige Hollywoodproduktionen, sondern verwickelter und dadurch lebensechter und vor allen Dingen viel sensibler.
Nicht von der Inhaltsangabe auf der Rückseite des DVD Covers abschrecken lassen. Die ist so langweilig wie aussagelos und wird dem Film in keiner Weise gerecht.
Darum hier eine passendere: Martha ist Köchin in einem teuren Restaurant. Die Komposition von Speisen ist ihre ganze Leidenschaft. Sie hat keinen Freund, sie geht nicht aus.
Ihr Leben ändert sich, als ihre alleinerziehende Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt und Martha sich plötzlich um ihre achtjährige Nichte Lina kümmern muss.
Lina will zu ihrem Vater, den sie noch nie gesehen hat, sie weiß nur, dass er in Italien lebt und Giuseppe heißt. Martha macht sich auf die Suche.
Zur gleichen Zeit stellt ihre Chefin einen weiteren Koch ein: Mario, einen Italiener. Martha ist alles andere als begeistert darüber, einen Konkurrenten zu bekommen. Da Mario es aber deutlich macht, dass er ihr nicht ihr Revier streitig machen will, sondern sie bewundert, arrangieren sich die beiden nicht nur, sondern nähern sich langsam einander an. Martha bittet ihn außerdem, ihr bei der Suche nach Giuseppe zu helfen.
Mario schafft es nicht nur, die abweisende und zurückhaltende Martha aufzuweichen, er findet auch Zugang zu Lina. Sie hat sich seit dem Tod ihrer Mutter geweigert zu essen, isst nun aber plötzlich Marios Spaghetti. Die drei gleichen sich fast einer kleinen Familie an, verbringen Zeit zusammen, kochen zusammen, werden fröhlicher. Aber dann steht plötzlich Giuseppe vor der Tür und nimmt Lina mit nach Italien.
Soviel zum Hauptstrang. Es gibt noch einige nette Nebenstränge. Martha, die immer aggressiv auf Gästebeschwerden reagiert, wird von ihrer Chefin zur Analyse geschickt. Der Analytiker verhält sich ganz und gar untypisch und ist im Grunde ein netter Kerl, der letztlich nicht mehr versucht, Martha zu therapieren, sondern von ihr Kochen lernt.
Und dann gibt es noch Marthas Nachbarn, bei dem man eine zeitlang nicht weiß, ob er vielleicht Marthas Partner wird; er versucht jedenfalls sein Möglichstes. Er ist ein ganz Netter und passt manchmal auf Lina auf.
Der Film ist interessant gefilmt. Im Restaurant herrscht ein ganz anderes Licht und eine ganz andere Atmosphäre als in der Küche. Die Küchenszenen sind eher bläulich und die Restaurantszenen gelblich. Wenn Martha sich gelegentlich zum Ausspannen in die Kühlkammer zurückzieht, wird's noch bläulicher.
Es gibt ein Happy-End. Unbedingt anschauen! Sieben Sterne.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was nutzt das beste Rezept..., 7. Februar 2007
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Ein herrlicher und vielschichtiger deutscher Film ist dies! Martina Gedeck spielt überzeugend die Vollblutköchin Martha Klein eines Hamburger Nobelrestaurants, die jedoch im sonstigen Leben kaum zurechtkommt und ängstlich und verschlossen auf ihre Mitmenschen reagiert. Als ihre Schwester stirbt, muss sie sich um deren bisher allein erzogene Tochter kümmern, da der italienische Vater als verschwunden gilt. Die Beziehung zu dieser Nichte Lina (Maxime Foerste) gestaltet sich erwartungsgemäß zunehmend schwierig, Lina lehnt gerade Marthas Liebesbezeigung des Essenkochens ab ("Ich wollte, ich hätte ein Rezept für Dich", gesteht sie Lina ein), außerdem scheint Martha der neueingestellte Koch Mario in der Küche des Restaurants ihren Platz streitig zu machen. Aber gerade diesem (schön gespielt von Sergio Castellito) gelingt es, Lina mit typisch italienischer Kost wieder zum Essen zu verführen. Unter schönen Musikklängen von Keith Jarrett und Paolo Contes "Via con me" entwickelt sich eine schöne Liebesgeschichte mit Happy End in Bella Italia. Unbedingt sehenswert! (7.02.07)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Martina Gedeck spielt herausragend, 11. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Ein sehr einfühlsamer, trauriger, aber auch romantischer Film mit einer herausragend spielenden Martina Gedeck. Absolut sehenswert - und für alle Kochbegeisterte ebenfalls ein Muss
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Original 100mal besser als US-Remake, 19. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Das Original heisst "Bella Martha", 2001 in Europa (Deutschland und Italien) gedreht, ein Meister-Soufflé kulinarischer und (zwischen-)menschlicher Köstlichkeiten.

"Rezept zum Verlieben" stammt 2007 aus den USA und ist die amerikanisierte Version des fast gleichen Drehbuches mit Endverbiegungen. Amerikanisiert will sagen: Verweicht, verlieblicht, playmobilisiert und unausweichlich in seiner Gutes-Ende-Richtung. Der Held (Aaron Eckhart) ist ein opernfanatische Blondy mit breitem Highschool-Kinn, netter Kerl zwar, aber langweilig in seiner Undynamik und als Soft-Macho ungeeignet, die schwierige Kate (Zeta-Jones) aufzuweichen. Kate ist zwar diszipliniert und geradlinig, aber kaum neurotisch, es bleibt unklar, wozu sie zum Psychiater geht. In der Entwicklung vom Problem zur Lösung geht alles sanft, nett, glatt und vorhersehbar, ohne jede Dramatik; Kate wird normal, das Mädchen Zoe verwindet hopplahopp den Tod der Mutter, und der Held darf küssen. Sogar der Knaller mit dem blutigen Steak ist verwässert.

Ganz anders bei "Martha". Martha (die im Remake Kate heisst) ist gefangen zwischen Eigenkontrolle und Realität. Stets kurz vor dem Ausflippen braucht sie tatsächlich psychologische Unterstützung. Sie ist der weibliche Held, die Hauptperson, die sich entwickelt und wächst (und nicht einfach nur verführt wird, wie im Remake), und die sich und ihrem Können treu bleibt und nicht zum Heimchen mit Tic mutiert. Der männliche Held Mario, gespielt vom unvergleichlich italienischen Sergio Castellito bringt die Spannung zwischen nordisch-kühl-neurotischem Krampf und südländisch-musisch-lockerem Hüftschwung; er musste nicht nach Italien fahren, um sich für Oper und Küche zu begeistern (wie der Remake-Held), er IST musica e cucina. Er ist der interkulturelle Mittler zwischen Strenge und Lebenfreude, und er ist gleichzeitig der Held, der erst die göttliche Ordnung (Tochter muss zum Vater nach Italien) wiederherstellt und sie dann humanitär überwindet: Die Tochter darf zurück in ihre gewohnte Umgebung. Er ist der eigentliche Psychologe, der Martha mit Lebensfreude und Takt therapiert, bis sich ihr Knoten löst (und nicht nur der Grinse-Knutscher aus dem Remake).
Kochen? Nebensache im Remake; künstlerisch inszeniertes Highlight im Original "Bella Martha".

Musik? Köstlich Bestes der modernen Italiener bei "Martha"; im Remake südamerikanische Abirrungen nahe beim Jingle-Bell-Gedudel.

Nein, das Remake "Rezept zum Verlieben" überzeugt nicht, nicht mal als kleine Schwester, allenfalls als unvollständige, zerknitterte Schwarzweiss-Fotokopie. Es ist ein amerikanisch-weichgespülter Friede-Freude-Eierkuchenbrei nach dem Geschmack des amerikanischen Marktes, allenfalls geeignet für die dead hour nach dem Mittagessen. Von Dramatik und Dynamik ist nichts zu spüren.

Das Remake "Rezept zum Verlieben" verhält sich zum Original "Belle Martha" wie labberiger amerikanischer Kaffee zu italienischem Espresso.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super!, 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Ein toller Film mit tollen Darstellern, nicht nur für Frauen. Ich schau ihn mir immer wieder gerne an. 5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kochen und mehr, 17. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Martina Gedeck ist einfach eine tolle Schauspielerin, die einfach in jeder Rolle gefaellt. Die Geschichte einer Frau, die um "ihren Status als beste Koechin der Stadt" hart kaempfen muss. Ploetzlich faellt ihr die Tochter ihrer verstorbenen Schwester in den Schoss. Beide koennen anfangs nichts miteinander anfangen, naehern sich aber im Laufe des Filmes an.
Schoen erzaehlt, gut gefilmt, prima Film!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bella Martha DVD, 14. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bella Martha (DVD)
Der Inhalt des Filmes ist "köstlich" im wahrsten Sinne des Wortes. Martina Gedeck wieder einmal von großer Klasse. Die restliche Schauspielercrew ist aber auch nicht ohne. Hervorragende Regie.
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Bella Martha
Bella Martha von Martina Gedeck (DVD - 2002)
EUR 7,49
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