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5.0 von 5 Sternen Nicht die beste, aber Phil enttäuscht nicht!
Sicherlich ist es nicht sein bestes Album, doch wie soll er auch noch einmal an No Jacket required oder But seriously heranreichen? Das wäre das Gleiche, einem Maler sein Meisterwerk vorzuwerfen, an das er nicht mehr anknüpfen kann! Doch Testify ist trotz einiger Schwächen (ab und zu hätte ich mir wieder das alte Band-Gefühl früherer Alben...
Veröffentlicht am 27. November 2002 von Bernd

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen belanglos
Da dieses belang-und emotionslose Werk eine lange Rezension nicht wert ist,ganz knapp:
Wem der Vorgänger "Dance into the Light" gefallen hat,kann hier bedenkenlos zugreifen.
Wer ,wie ich,damit nichts anfangen kann,weil ihm der Punch,die Power,der Drive,die Klasse von "Hello I must be going" fehlt,sollte um "Testify" einen großen Bogen machen...
Vor 23 Monaten von high end veröffentlicht


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht die beste, aber Phil enttäuscht nicht!, 27. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Sicherlich ist es nicht sein bestes Album, doch wie soll er auch noch einmal an No Jacket required oder But seriously heranreichen? Das wäre das Gleiche, einem Maler sein Meisterwerk vorzuwerfen, an das er nicht mehr anknüpfen kann! Doch Testify ist trotz einiger Schwächen (ab und zu hätte ich mir wieder das alte Band-Gefühl früherer Alben gewünscht) eine sehr eingängige und einfach schöne Scheibe geworden. Besonders der Titelsong, Swing Low, The least you can do und Thru my eyes zeigen Phil in Bestform und sind einfach klasse! Wenn ich allein diese vier Lieder höre, kann ich beim besten Willen nicht verstehen, wie jemand, der Phils Musik mag, von einer schwachen CD sprechen kann! Bei all dem Schrott, der unsere Charts bevölkert, sind Musiker wie Phil Collins oder auch sein alter Kompagnon Peter Gabriel wahre Lichtblicke und wie alte Weine, einfach saugut!!!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser, desto öfter ich es höre..., 18. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Testify ist schon ein klasse Album und der Kauf hat sich definitiv gelohnt! Das besondere, es wird besser, je öfter man es hört. Bei anderen Alben (anderer Künstler) tritt der gegenteilige Effekt auf, nicht so bei Collins und Testify. Spätestens nach dem 3. Hören hat man sich in das Album verliebt. Ein kleiner Wehmutstropfen für mich als alten Genesis Fan. Wo sind die Drums, die hervorragend instrumental arrangierten Monsterstücke mit einer Länge von 10 Min.? Es muss ja nicht gleich Suppers Ready sein, aber ich hatte gehofft, das Album wäre zumindest mit 2 Stücken besetzt, die nicht 3-min. Pop-Ballade sind... Aber dafür sind diese Songs schon ziemlich gut. Ein Kauf lohnt auf jedenfall.Ehrlich
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erst nach dem 2ten, 3ten ...Mal!, 28. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Ich habe nie alle Phil Collins-Alben besessen und war dennoch immer ein großer Freund seiner Musik. Nach dem ersten Hören war
ich nicht beeindruckt von Testify. Dann kam es, dass ich die Scheibe mehrmals intensiv hörte und kann seitdem diese CD nicht mehr aus meinem aktuellen Aufgebot bannen.
Mann hört aus jedem Song die jahrzehntelange Erfahrung von Mr. Collins heraus. Die Songs habe Tiefe und Stimmung und können auch nach mehrmaligem Hören faszinieren. All das ist eine Garantie für eine gelungene Komposition.
So stellt man sich das Altern von Pop-Ikonen auf vernünftige Weise vor.
Allerdings benötigen die Hörer auch einen Sinn für sanfte Stimmungen, um auf ihre Kosten zu kommen.
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48 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gepflegter Pop ohne Risiko zum ausgefallenen, 7. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Phil Collins ist nach Peter Gabriel der nächste Genesis-Sänger, der wieder mit einem echten Soloalbum ins Rampenlicht zurückkehren will. Ähnlich wie Peter hatte auch er Soundtrackprojekte. Testify ist nun nach 6 Jahren sein erstes echtes Soloalbum.
Eines ist Phil Collins gelungen: Man muss das Album öfter hoeren, um sich an manche Songs zu gewöhnen. Der Titelsong hat sogar etwas Prog-lastiges (Genesis lassen schwer grüssen), dagegen denkt man bei "Driving me crazy", dem schnellsten Song auf der Platte, unweigerlich an den ganzen Dance-Schrott in den Charts. Der Song hat sicher Hitcharakter und einen etwas peinlichen Text. Der überwiegende Teil der Platte besteht aus Balladen und ist anders als "Both Sides" oder "Face Value" mit dem Glück der Liebe versehen und nicht mit dem Leid.
Es verwundert kaum, dass er immer noch gute Songs schreiben kann. Einige Balladen auf dem Album gehören zu seinen besten. So etwa "Come with me", das eher rhythmisch daherkommt und vor allem das intensive "Least you can do", das mit Daryl Stuermer geschrieben wurde. "Don't get me started" ist einer seiner obligatorischen sozialkritischen Songs mit einem guten Songaufbau - dagegen wirkt "Wake up call" eher zerfahren als eingängig. Die groesste Frechheit, die er je auf CD pressen liess, dürfte "You touch my heart" sein, an dem Song ist absolut nichts dran. Aber: Das Album hat durchaus seinen Stil und lebt von der Geschlossenheit. Den Megakracher hat er nicht drauf, auch die erste Single "Can't stop loving you" ist doch qualitativ weit von seinen Klassikern entfernt. Aber es macht ihm hörbar Spass, wieder Musik zu machen und die Platte wächst mit jedem Hoeren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen belanglos, 6. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Da dieses belang-und emotionslose Werk eine lange Rezension nicht wert ist,ganz knapp:
Wem der Vorgänger "Dance into the Light" gefallen hat,kann hier bedenkenlos zugreifen.
Wer ,wie ich,damit nichts anfangen kann,weil ihm der Punch,die Power,der Drive,die Klasse von "Hello I must be going" fehlt,sollte um "Testify" einen großen Bogen machen.
Phil macht nämlich gnadenlos da weiter,wo er mit "Dance into....." aufgehört hat.
Dahinplätschernde,spannungsfreie Kaufhausmusik zum flüchten.
Wenn man weiß,wie dieser Mann komponieren kann,möchte man an diesem Album verzweifeln.
Wenn man Phil Collins für seine alten Sachen verehrt,ist es bitter,von seinen Kindern eine "South Park"-Folge grinsend präsentiert zu kriegen,in denen er wegen seiner aktuellen Schnulzen übelst angegangen wird.
Da wird ein fiktives "P.Collins"-Lied präsentiert,mit dem er nachgeäfft wird,welches grausam klingt,und....
es klingt wirklich nach ihm!Es kann einem schon fast leid tun...fast!Aber,wer sein Talent so verschwendet....
"Tarzan"und"Bärenbrüder"waren Auftragsarbeiten,die sollten genau so klingen,muß man ja nicht kaufen,ist ok.
Aber muß ein Soloalbum,auf dem er mal wieder so richtig loslegen könnte,so dahinsiechen?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 25. November 2002
Von 
Frank Rövenich (Hürtgenwald, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Phil Collins' neue CD "Testify" trägt unverkennbar seine Handschrift. Mancher mag die Gitarren-Ligs eines Daryl Stuermer oder die ausgefeilten Bläser-Sätze der Phenix-Horns vermissen, die die vorigen Veröffentlichungen prägten. "Testify" zeigt mehr den Solisten Phil Collins - das Band-Feeling früherer Platten fehlt hier, trotzdem vermisst man es nicht. Die 12 Songs sind allesamt gut und interessant arrangiert, der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig auf dem Gesang. Auch auf Gast-Solisten wie David Crosby oder Eric Clapton hat Collins diesmal verzichtet. Dennoch fehlt nichts, was man bei Collins erwarten darf: Er singt (auch die Chöre) und er trommelt - und das kann er unbestreitbar!
Insgesamt kann man sagen: es ist für jeden (der Collins mag) etwas dabei, reduziert aufs Wesentliche.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das wohl zwiespältigste Album, 7. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Eine Bewertung zu diesem Album ist mit Sicherheit nicht die einfachste. Ich möchte aber hier mal allen Lobgesängen, aber auch allen Kritiken entgegentreten und das Ganze ein wenig differenzierter sehen. Nachdem ja PC mit Both Sides (BS) and Dance Into The Light (DITL) nicht gerade ein kommerzieller Durchbruch gelungen ist, wird ihm das bestimmt mit diesem Album eher gelingen. Warum? Weil es ein sehr harmonisches ist, was aber nicht heißen soll, dass es ein Kommerzalbum ist. Das hat PC bestimmt nicht mehr nötig. Die Frage ist, ob dieses Album typisch für ihn ist. Nein, das ist es ganz bestimmt nicht. Und das sagt sogar der Meister persönlich. Was viele hier vermissen, ist (zu Recht) das Schlagzeug, seine Energie, die er in seine Musik gelegt hat. Auf der anderen Seite schätzen gerade viele Leute seinen neuen Musikstil. Ich würde glatt behaupten, dass sich seine Fangemeinde ein wenig wandelt. Wenn man es so betrachtet, zähle ich mich persönlich zu beiden. Denn ich habe immer respektiert, dass PC neues ausprobiert und auch jetzt nicht davor scheut, seine ureigensten Fähigkeiten aus den 80er Jahren abzulegen. Sicher, ich finde dieses Fehlen schon sehr traurig, habe ich doch diese jazzig-fetzige und auch recht unkonventielle Musik verehrt. Auf der anderen Seite aber finde ich das neue Album auch nicht langweilig. Beispiele: "Wake Up Call", "Come With Me", "Thru My Eyes", "Testify"...auch ohne "Can't Stop Lovin' You", das ich jetzt bewußt mal wegen des Coverns außen vorlasse, ist es meines Erachtens ein sehr hörenswertes Album. Aber um vom Album nicht enttäuscht zu werden, sollte man schon wissen, ob man diesen neuen Stil persönlich mittragen will und kann. Ich für meinen Teil jedenfalls kann es und empfehlen es jedem, der ruhige, ausgeglichene Musik mag. Warum vergebe ich dann nur 4 Sterne? Zugegeben, es hat nicht DEN Mega-Kracher, und einige Stücke sind auch für meinen Geschmack zu getragen, obwohl man sie sich immer noch gut anhören kann ("This Love This Heart", "You Touch My Heart"). Aber das hatten BS und DITL auch nicht. Und dann fehlt da na natürlich das bereits oben erwähnte Schlagzeug; den Drum-Computer könte man sicherlich noch besser einsetzen. Dennoch, um es noch einmal zusammenzufassen: Dieses Album ist nicht flach, es ist einfach nur anders. Und macht es nicht gerade PC aus, sich immer wieder zu verändern, auch einmal neue Wege zu bestreiten? Jetzt ist er eben in der Phase, wo er sein neues Familienglück auch musikalisch nach außen trägt. Ob er sich jetzt auf diesen Stil eingeschossen hat, wird die Zukunft zeigen. Ich würde aber auf keinen Fall den Teufel an die Wand malen. Ich jedenfalls kann mir vorstellen, dass die Kritik an seinen unnachahmlichen Schlagzeugeinlagen auch bei ihm nicht ungehört bleibt. PC ist und bleibt ein genialer, einzigartiger Künstler, und er wird auch in Zukunft wieder überraschen. Ob positiv oder negativ, muss jeder für sich selbst entscheiden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, 21. November 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Wie schon geschrieben, insgesamt ist die CD doch sehr eintönig geworden. Was sich bei Dance into the light schon abgezeichnet hatte, hat sich hier leider fortgesetzt. Bei vielen Stücken denke ich mir, das klingt nach Phil, aber er wäre besser noch mal ins Studio gegangen und hätte das Stück überarbeitet. Insgesamt musste ich die CD jedoch mehrmals hören, um mich von ihr zu begeistern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Testify gehört zu Collins' besten Alben, 1. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
(Fast) alles ist beim Alten geblieben, und doch ist dieses Album gut. Besser: Es wird gut, je öfter man es hört. Beim ersten Anhören war ich etwas enttäuscht, denn einige Tracks klangen irgendwie "inkonsistent" oder "unvollkommen". Zugegeben, "Driving Me Crazy" und die letzten beiden Stücke "Thru My Eyes"/"You Touch My Heart" überzeugen mich bis jetzt nicht wirklich. Letzterer ist einer der schlechtesten Collins-Songs, die ich bislang gehört habe. Mit "Driving Me Crazy" unternimmt Collins den einzigen Anlauf, sich mit einem schnellen, poppigen Stück dem Mainstream anzupassen. Alle anderen Stücke klingen für den langjährigen Collins-Fan vertraut, das große Experimentieren (das ich erwartet hatte) ist glücklicherweise ausgeblieben. Absolute Höhepunkte der Platte sind die ersten vier Tracks "Wake Up Call", "Come With Me", "Testify" und "Don't Get Me Started" sowie "The Least You Can Do". Wunderschön anzuhören ist die Single-Auskopplung "Can't Stop Loving You".
Nach Phil Collins genialem, wenn auch ruhigen Alleingang "Both Sides" und dem etwas nach Einheitsbrei klingenden "Dance Into The Light" mit nur wenigen Höhepunkten ist "Testify" für mich das beste Album seit den legendären "Serious Hits"!
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91 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Glattgebügelt, plattproduziert, nicht störend, überflüssig!, 28. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Testify (Audio CD)
Aha, ein neues Phil Collins-Album. Als Angehöriger der Generation Golf bin ich Mitte der 80er Jahre auf Phil Collins gestoßen, und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß das damals die absolute Erleuchtung für mich war, eine Offenbarung, eine Religion! Wenn ich heute an die ersten Liebesbriefchen unter der Schulbank zurückdenke, habe ich "Groovy Kind Of Love" im Kopf, meine pubertäre Protestphase wurde von den dem monumentalen "Mama" und dem spannungsgeladenen "In The Air Tonight" untermalt. Oft bin ich stundenlang verbissen vor meinem Kassettenrekorder gesessen und habe verzweifelt versucht, den Text von Hits wie "Against All Odds" oder "Take Me Home" zu Papier zu bringen (Damals gab es noch keine Internet-Seiten mit Lyrics!).
Ich gestehe, meine Mitschüler bis an die Schmerzgrenze mit dem Radiomitschnitt des legendären Berlin-Konzerts 1990 genervt zu haben (mitten in der Nacht heimlich unter der Bettdecke aufgenommen). Ich habe diese Musik nicht nur gehört, ich habe sie in mir gespürt, ich habe sie gelebt! Ich war besessen! Jede neue Single - egal ob Phil Collins solo oder mit Genesis - war das absolute Ereignis, und wie oft bin ich vor Begeisterung und Erwartung fiebernd vor meinem Kofferradio gesessen, wenn die Hitparade mit den neuesten Singles kam, den rechten Zeigefinger über Stunden aufnahmebereit auf der REC-Taste, um ja nicht den großen Augenblick zu verpassen.
Und heute? Genesis ist nicht mehr existent, Phil Collins hat sein 7. Studioalbum draußen (das Big Band-Projekt nicht mitgerechnet). Hat die Welt darauf gewartet? Habe ich darauf gewartet? Alben wie "Both Sides" und "Dance Into The Light" haben ernüchternde Spuren hinterlassen. Als ich kürzlich "Can't Stop Loving You" im Radio gehört habe, habe ich mich nur noch zu einem Achselzucken durchringen können. Da ist nichts mehr in dieser Musik, was mich vom Hocker reißt, was mich bewegt, mich innerlich aufwühlt und mich auf eine Reise schickt. Die Lieder von "Testify" sind kaum voneinander unterscheidbar, dazu so dermaßen glattgebügelt, so plattproduziert, so "nicht störend". Da ist kein einziger Moment, der einem den Schauer über den Rücken jagt. Warum sollte ich mir eine CD kaufen, die so sehr nicht stört, daß ich gar nicht merke, dass sie läuft?
Dabei sind ja durchaus gute Ansätze vorhanden, wenn auch wenige. "The Least You Can Do" z.B. hätte ein wirklich gutes, ergreifendes Herz-Schmerz-Lied im Sinne von "If Leaving Me Is Easy" oder "You Know What I Mean" werden können; mit dem, was daraus geworden ist, könnte man allerdings jede Auto- oder Joghurt-Werbung unterlegen. "Wake Up Call" läßt - ganz entfernt, aber immerhin - an eine Mischung aus "Two Hearts" und "Invisible Touch" denken, und auch "Don't Get Me Started" läßt wenigstens kurzzeitig aufhorchen. Aber "Can't Stop Loving You", "Come With Me" oder "You Touch My Heart" - das ist einfach nur langweilig, leidenschaftslos, leer, kurz: eigentlich völlig überflüssig.
Da fragt man sich dann doch traurig, wo bloß der alte Garagensound gelandet ist, diese Spannung von früher, die Aggression, die Leidenschaft, der Schmerz... und wo hat er bloß diese grausame Idee mit dem zweistimmigen Refrain aufgegabelt, der wirklich jedes Lied kleinmacht? Mag sein, dass ich nicht mehr so begeisterungsfähig wie früher bin, vielleicht ist diese Kritik auch schon der Anfang der Früher-war-alles-besser-Lebensphase. Und trotzdem: Ich habe mir Phil Collins-CDs nie gekauft, um Hintergrundmusik zu hören, sondern um der Musik bewußt zuzuhören und dabei etwas in mir drinnen zu fühlen. So werden mich sämtliche Gründe, die früher einmal dazu geführt haben, dass ich jedes neue Phil Collins-Album blind gekauft hätte, diesmal wohl genau hiervon gründlich abhalten...
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Testify
Testify von Phil Collins (Audio CD - 2002)
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