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Kundenrezensionen

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am 29. Oktober 2002
36 Jahre (!) nach Veröffentlichung erscheint nun endlich auch das beste Rolling-Stones-Album auf CD (ok, zumindest eins der 5 Besten - 'Let It Bleed', 'Beggar's Banquet', 'Sticky Fingers' & 'Exile On Main St.' sind die anderen...). Kurz nach Einführung der CD gab es zwar schon mal eine Version dieses Klassikers, sie wurde aber ziemlich schnell ersatzlos durch die um Längen schwächere US-Version des Albums ersetzt. Das alles hatte rechtliche Gründe, die wohl kaum ein Stones-Fan richtig nachvollziehen konnte... Jetzt endlich hat sich dieser Streit gelegt und man kann (und sollte!) 'Aftermath' in seiner ganzen Pracht vollends geniessen. Nie zuvor oder danach haben die Stones so abwechslungsreich und innovativ geklungen wie auf dieser Scheibe, man muss es einfach selbst hören um es nachvollziehen zu können.
Die US-Version ist im Zuge der neuen Stones-Remasters ebenfalls noch mal aufgelegt worden - wer also unbedingt ein 'Aftermath' mit 'Paint It, Black' braucht, kann sich ja diese kaufen, aber weitaus besser ist die Original UK-Version (Paint It, Black gibt es ja nun auch wirklich auf genügend Best-Ofs, was man von 'Out Of Time' - die lange Version! - nicht behaupten kann...).
Verpassen tut man bei der US-Version 'Take It Or Leave It', 'Mother's Little Helper', 'What To Do und eben 'Out Of Time'. Ausserdem sind die Stücke in einer völlig anderen - weniger stimmigen - Reihenfolge durcheinandergewürfelt...
Das man die beiden Versionen nicht zu einer 15-Track-CD zusammengefasst hat, halte ich persönlich für eine lobenswerte Entscheidung (auch wenn viele schreien werden: "Da soll doch den Fans wieder das doppelte Geld aus der Tasche gezogen werden..."), es ging hier schliesslich darum ein absolut klassiches Album in der Form zu präsentieren, wie es 1966 erschienen ist (Deshalb auch positiv, das es KEINE neuen Liner-Notes oder sonstiges gibt). Und mal ganz ehrlich - Wo hätte den 'Paint It, Black' auf dieser CD sein sollen? (Am Anfang, also noch vor 'Little Helper'? - Undenkbar! Ans Ende? - Nach 'What To Do' kann einfach nichts mehr kommen! Irgendwo mittendrin? - Möchte ich lieber gar nicht drüber nachdenken...)
Zum Klang: Ich habe zwar keinen SACD-Player (damit sollen die neuen Stones-Remaster ja noch um einiges besser klingen...), das Ding klingt aber trotzdem um längen besser als die vor ein paar Jahren erschienene "remasterte" US-Version.
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am 29. August 2005
Es ist das erste Album der Rolling Stones, bei dem die Songs ausschließlich von der Band, d.h. Jagger/Richards, selbst geschrieben wurden. Das Album war der Durchbruch der Rolling Stones und es wirkt dabei als Gesamtwerk sehr homogen, die Lieder sehr ausgeglichen auf hohem Niveau und sehr abwechslungsreich. Der musikalische Stil ist generell zwar der für die frühen Stones typische melodiöse Rhythm 'n Blues, aber stets mit Rock- und Beateinflüssen gemischt.
Dass aber die Stones von den jungen Frauen so verehrt worden sind, wundert mich angesichts der Lyrics der Songs doch sehr: die sind alle reichlich frauenfeindlich: In Mother's little helper wird das damals aktuelle Thema auf die Schippe genommen, dass einige Hausfrauen von ihrem Alltag so frustriert in Tabletten und Drogen ihren Ausweg suchten. Stupid girl brauche ich nicht zu übersetzen. Under my thumb (unter meiner Fuchtel) ist nun das Mädchen, das mich einmal unterdrückt hat. Don'cha bother me: Reg mich nicht mehr auf usw.
Auch wenn diese Texte politisch nicht korrekt und der Feind jeder Feministin sind, musikalisch bieten die Stones um Jagger, Richards, dem instrumental starken Brian Jones, Bill Wyman und Charlie Watts ein begeisterndes und abwechslungsreiches Repertoire an Bluessongs. Die Hits sind die von Charlie Watts drums angetriebenen und mit Supermelodien ausgestattenten Mother's little helper (lyrics und music eine Einheit, für damalige Zeit doch eher ungewöhnliche Verwendung einer Sitar), Stupid girl, Under my thumb, die schöne und ruhige Ballade Lady Jane sowie das durch Chris Farlowe's Coverversion bekannt gewordene Out of time (von den Stones aber besser, nicht so schnulzig). Doch auch die anderen Songs des Albums überzeugen und haben immer wieder begeisternde Songzeilen (sowie der Abschlussvers von High and dry oder der Refrain von It's not easy oder die Bridge von I am waiting oder das lustige What to do). Going home war mit über zehn Minuten der bis dahin längste Song der Musikgeschichte. Das Album besticht durch hohes Niveau aller Songs und präsentiert als einheitliches Album mit vielen vor allem auch überaschenden und neuen Ideen. Eigentlich fünf Sterne, aber da es noch bessere Stones-Alben gibt vier(1/2) Sterne.
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am 15. Januar 2008
Wer die Rolling Stones nur oberflächlich kennt oder sie für eine Dinosaurier-Bluesrockgruppe hält, deren Alben allesamt wie ein schlechterer Abklatsch von 'Exile on main street' klingen: Vorsicht! In ihrer ersten Dekade konnte die Londoner Kombo auch ganz anders, frisch und wagemutig klingen. Eindruckvollsten und zugleich gefälligsten Beleg dafür liefert gewiss die `66er LP 'Aftermath'. Wenn die Stones jemals den Beatles überlegen waren, dann - der Stärke deren 'Revolver' zum Trotz - 1966!
Bewährtes R&B-Material ('Doncha bother me', 'Flight no. 505' und zuvorderst das herausragende 'It's not easy') steht auf 'Aftermath' neben experimentellen (aber nie "entwurzelten"!) Songs: 'Mother's little helper', Track 1 und Single, - leider etwas eng am Liverpooler Trendsetter orientiert - mit indischer Sitar, das bezaubernde, anrührende 'Lady Jane' von Cembalo und Harfe begleitet, das alle folgenden Songs überstrahlende, dennoch aufreizend sublime 'Under my thumb' wie die Song- (und Sing-)Perle 'Out of time' mit Xylophon und 'I am waiting' in markanter Laut-leise-Dynamik seien nur als Beispiele genannt. Dem überlangen Jam 'Goin' home' ebenso wie dem Kirmes-Blues von 'High and dry' (für `80er Jahrgänge: ein fast verstörend andersgearteter Namensvetter des ungleich fragileren Radiohead-Takes) stahl freilich Dylan allein mit der ersten und letzten Aufnahme seines synchron veröffentlichten Doppelschlages 'Blonde on blonde' schon die Schau.
Dafür kann 'Aftermath' gerade mit seinen letzten vier Songs noch in der Kategorie "Pop" glänzen - Pop naturgemäß im allerbesten Sinne! Gerade deshalb aber: Bitte lassen Sie sich nicht wegen 'Paint it, black' die schwache U.S.-Variante des Albums andrehen (lieber den Singles-Sampler 'Out of the past, darkly' mit tollen Stereo-Mixes u.a. von 'Paint it, black' draufschlagen), sondern greifen Sie zum superben UK-Original. Dieses bietet nicht nur quantitativ (4 Songs!), sondern auch qualitativ (z.B. 'Mother's little helper' nur hier in Stereo, v.a. aber das homogene Sequencing) unverhältnismäßig mehr.
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am 15. Januar 2008
Wer die Rolling Stones nur oberflächlich kennt oder sie für eine Dinosaurier-Bluesrockgruppe hält, deren Alben allesamt wie ein schlechterer Abklatsch von 'Exile on main street' klingen: Vorsicht! In ihrer ersten Dekade konnte die Londoner Kombo auch ganz anders, frisch und wagemutig klingen. Eindruckvollsten und zugleich gefälligsten Beleg dafür liefert gewiss die `66er LP 'Aftermath'. Wenn die Stones jemals den Beatles überlegen waren, dann - der Stärke deren 'Revolver' zum Trotz - 1966!
Bewährtes R&B-Material ('Doncha bother me', 'Flight no. 505' und zuvorderst das herausragende 'It's not easy') steht auf 'Aftermath' neben experimentellen (aber nie "entwurzelten"!) Songs: 'Mother's little helper', Track 1 und Single, - leider etwas eng am Liverpooler Trendsetter orientiert - mit indischer Sitar, das bezaubernde, anrührende 'Lady Jane' von Cembalo und Harfe begleitet, das alle folgenden Songs überstrahlende, dennoch aufreizend sublime 'Under my thumb' wie die Song- (und Sing-)Perle 'Out of time' mit Xylophon und 'I am waiting' in markanter Laut-leise-Dynamik seien nur als Beispiele genannt. Dem überlangen Jam 'Goin' home' ebenso wie dem Kirmes-Blues von 'High and dry' (für `80er Jahrgänge: ein fast verstörend andersgearteter Namensvetter des ungleich fragileren Radiohead-Takes) stahl freilich Dylan allein mit der ersten und letzten Aufnahme seines synchron veröffentlichten Doppelschlages 'Blonde on blonde' schon die Schau.
Dafür kann 'Aftermath' gerade mit seinen letzten vier Songs noch in der Kategorie "Pop" glänzen - Pop naturgemäß im allerbesten Sinne! Gerade deshalb aber: Bitte lassen Sie sich nicht wegen 'Paint it, black' die schwache U.S.-Variante des Albums andrehen (lieber den Singles-Sampler 'Out of the past, darkly' mit tollen Stereo-Mixes u.a. von 'Paint it, black' draufschlagen), sondern greifen Sie zum superben UK-Original. Dieses bietet nicht nur quantitativ (4 Songs!), sondern auch qualitativ (z.B. 'Mother's little helper' nur hier in Stereo, v.a. aber das homogene Sequencing) unverhältnismäßig mehr.
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am 21. August 2007
Die 1966 in Deutschland von TELDEC (Telefunken/Decca) herausgegebene LP "Aftermath" war natürlich die UK-Version (die Stones waren und sind schließlich eine englische Band, damals noch mit Brian Jones an der Gitarre und an tausend anderen Instrumenten, Bill Wyman am Bass; Gast-Musiker: Jack Nitzsche und Ian Stewart) und ein ABSOLUTES MUSS für den Fan, alle Stücke von MJ/KR !
Der Nr.1-Single-Hit "Paint It Black" passt gar nicht in dieses Album, er wurde vermutlich für Verkaufszwecke in das US-Album hineingebracht.

Ich habe mir dann später die unter dem LONDON-Label veröffentlichte(n) CD(s) besorgt, die US-Version ist dort gar nicht erst erschienen. Sie ist der Neuauflage, also dieser Hybrid-SACD, durchaus ebenbürtig. Dem fortgeschrittenen Fan seien Infos von lukpac(dot)org/stereostones/stones-cd-faq.txt an's Herz gelegt !

Zur Eröffnung werden "Mother's Little Helper" eingeworfen (spielt Brian Jones nun Sitar oder Slide Guitar ?), danach lassen sich trefflich "Stupid Girl", "Lady Jane" und "Under My Thumb" konsumieren. Den Abschluss der A-Seite bildet das 11'35" lange "Goin' Home". Allerdings passt zu den eben genannten besser "Out Of Time" ! Der Song ist in dieser Lang-Version eben NUR auf der UK-Aftermath vertreten (auf der LP 5'15" lang, auf der CD sogar 5'40") und für mich allein den Kauf dieser CD wert (früher den der LP), da kommt auch "Goin' Home" nicht mit ! Eine interessante Alternativ-Version ist übrigens auf "Metamorphosis" vorhanden (u.a. mit Streicher-Einleitung).

Auf der B-Seite beginnt Ian Stewart ein schönes Klavier-Solo in "Flight 505", in "High And Dry" spielt der unvergessene Brian Jones Mundharmonika, in "It's Not Easy" die Rhythmus-Gitarre. "I Am Waiting" bis "What To Do" leiten bereits auf das ein Jahr jüngere Album "Between The Buttons" über.

Zum Schluss, wer Sampler (auch von Singles) sucht: mal in die "Hot Rocks / More Hot Rocks" hineinsehen (-hören) !
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am 7. März 2005
Wer die Rolling Stones nur oberflächlich kennt oder sie für eine Dinosaurier-Bluesrockgruppe hält, deren Alben allesamt wie ein schlechterer Abklatsch von 'Exile on main street' klingen: Vorsicht! In ihrer ersten Dekade konnte die Londoner Kombo auch ganz anders, frisch und wagemutig klingen. Eindruckvollsten und zugleich gefälligsten Beleg dafür liefert gewiss die `66er LP 'Aftermath'. Wenn die Stones jemals den Beatles überlegen waren, dann - der Stärke deren 'Revolver' zum Trotz - 1966!
Bewährtes R&B-Material ('Doncha bother me', 'Flight no. 505' und zuvorderst das herausragende 'It's not easy') steht auf 'Aftermath' neben experimentellen (aber nie "entwurzelten"!) Songs: 'Mother's little helper', Track 1 und Single, - leider etwas eng am Liverpooler Trendsetter orientiert - mit indischer Sitar, das bezaubernde, anrührende 'Lady Jane' von Cembalo und Harfe begleitet, das alle folgenden Songs überstrahlende, dennoch aufreizend sublime 'Under my thumb' wie die Song- (und Sing-)Perle 'Out of time' mit Xylophon und 'I am waiting' in markanter Laut-leise-Dynamik seien nur als Beispiele genannt. Dem überlangen Jam 'Goin' home' ebenso wie dem Kirmes-Blues von 'High and dry' (für `80er Jahrgänge: ein fast verstörend andersgearteter Namensvetter des ungleich fragileren Radiohead-Takes) stahl freilich Dylan allein mit der ersten und letzten Aufnahme seines synchron veröffentlichten Doppelschlages 'Blonde on blonde' schon die Schau.
Dafür kann 'Aftermath' gerade mit seinen letzten vier Songs noch in der Kategorie "Pop" glänzen - Pop naturgemäß im allerbesten Sinne! Gerade deshalb aber: Bitte lassen Sie sich nicht wegen 'Paint it, black' die schwache U.S.-Variante des Albums andrehen (lieber den Singles-Sampler 'Out of the past, darkly' mit tollen Stereo-Mixes u.a. von 'Paint it, black' draufschlagen), sondern greifen Sie zum superben UK-Original. Dieses bietet nicht nur quantitativ (4 Songs!), sondern auch qualitativ (z.B. 'Mother's little helper' nur hier in Stereo, v.a. aber das homogene Sequencing) unverhältnismäßig mehr.
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...ist insgesamt gut geworden - daran gibt es nichts zu rütteln! Generell ist das 1966 erschienene "Aftermath" geprägt von Experimentierlust und kreativen Einfällen. Vor allem der multimusikalische Brian Jones brachte viele frische Ideen mit ein (er spielt u.a. eine Sitar), was vielleicht jedoch aber auch dem Umstand geschuldet sein könnte, dass er - das Songwriting betreffend - gegenüber den Glimmer Twins (Jagger/Richards) immer mehr ins Hintertreffen geriet und er sich mithilfe seiner schnellen Auffassungsgabe musikalisch kreativ in die Bandarbeit einbrachte. Immerhin war ja er es gewesen, der die Rolling Stones einst zum Leben erweckt hatte. Muss verdammt hart sein, wenn man in "seiner" Band plötzlich "nur" mehr Gitarre (und hierauf eben auch zig andere Instrumente) spielen darf...

Jedenfalls sehe ich dieses Album auch so ein bisschen als Teil einer Triologie, die generell sehr von Experimentierfreude seitens der Stones geprägt war. Konkret spreche ich hier von den Alben "Aftermath" und seinen beiden Nachfolgern, nämlich "Between The Buttons" (das für meinen Geschmack jedoch äußerst unausgegoren klingt) sowie dem vielseits gern (und meiner Meinung nach zu unrecht) kritisierten "Their Satanic Majesties Request" (beide im darauffolgenden Jahr, also 1967 erschienen.) Tatsächlich ähneln eben genannte Scheiben charakterlich einander - wenn man genau hinhört (ok, "Their Satanic..." ist meinetwegen halt noch ein Stück weit "abgedrehter"). Der größte Trumpf von "Aftermath" ist hierbei sicher die Tatsache, dass schlicht und einfach die besten Songs jener Dekade darauf Platz gefunden haben. Auf der A-Seite des Albums tummeln sich immerhin solche Hochkaräter wie "Under My Thumb" oder "Lady Jane". (Auf der US-Version wird "Aftermath" übrigens mit dem Klassiker "Paint It Black" eröffnet!)
Daneben sind aber durchaus weitere gute Songs zu finden. Ich für meinen Teil mag ja z.B. das bitterböse, frauenfeindliche "Stupid Girl" (das Jagger hier einmalig interpretiert, wobei seine lästernde Stimme hier praktisch das vielzitierte Tüpfchen auf dem i ist) oder das durchwegs aufwirbelnde, dynamische "Think" - mit seinen interessanten Riffs -auch sehr.

Zum Thema UK-US-Version möchte ich noch anmerken (weil im Vorfeld eh schon ausführlich besprochen), dass ich beide Veröffentlichung für interessant halte. Natürlich - dieser Meinung bin auch ich - sollte man als Sammler zunächst generell zu den UK-Scheiben greifen! Die darauf nicht enthaltenen Hits kann man dann mit einem Schlag mit der Singles-Collection (+ B-Seiten) "The London Years" (ebenfalls hier auf Amazon und in jedem brauchbaren Musikfachhandel erhältlich) in seine persönliche Steine-Sammlung integrieren. Diese seltsamen Veröffentlichungsstrategien sind (bishin zu "Their Satanic Majesties Request", das erstmals einheitlich angeboten wurde) halt der damaligen Zeit und der Vormachtstellung der Single geschuldet. Da nützt alles Jammern nichts...
Dennoch muss ich im Falle von "Aftermath" offen und ehrlich sagen, dass eben beide Varianten ihren Reiz haben! Ich z.B. finde, dass das zuvor angesprochene "Paint It Black" sehr gut zu den anderen Songs auf der Scheibe passt und bin darüber hinaus der Meinung, dass der "Fluss" (also die Harmonie) der US-Version nicht so viel schlechter ist, als jener der UK-Asgabe (und ja: ich kenne freilich beide Versionen!). Bei anderen Stones-Platten, wie etwa beim Vorgänger "Out Of Our Heads" würde ich hingegen dringendst dazu raten, zur UK-Veröffentlichung zu greifen... So viel man dazu.

Trotz allen Lobes, das dieser Scheibe nicht nur aufgrund der Tatsache gebührt, als dass Mick und Keith endlich, endlich ein ganzes Album mit ihren eigenen Songs ausgestaltet haben, muss ich letztlich dennoch einen Stern abziehen.
Denn: Gar so (positiv) wild, rau und (in gewisser Hinsicht) ungeschliffen wie die Vorgängerwerke klingt "Aftermath" nicht unbedingt. Zudem sprüht es nicht - ähnlich wie eben sämtliche Vorgängerwerke (wobei's da natürlich auch ziemliche Schwankungen gibt, aber wurscht jetzt) - durchgehend vor Energie, Leidenschaft und Esprit - unter deren Einfluss man einst u.a. auch althergebrachten Coverversionen neues Leben (und wie!) eingehaucht hat! In gewisser Hinsicht ist die Professionalität der damaligen Stones auf hiesiger Scheibe mehr spürbar, als es bis dahin halt der Fall war - was zwar grundsätzlich positiv gewertet werden kann, aber dennoch zugleich so ein bisschen den "alten" Schwung vermissen lässt (bitte versteht mich nicht falsch, liebe Stones-Freunde - bin ja auch einer)...
Außerdem enthält, aber das wurde ohnehin von vielen anderen Rezensenten schon bemerkt, "Aftermath" auch den einen oder anderen schwächeren Track. Und selbst die Tatsache, dass dieses Album mit seinen 54 Minuten Spielzeit (die UK-Version halt) damals etwas Ungewöhnliches und Wagemutiges war, kann nicht vollends darüber hinwegtäuschen, dass auch einiges an Füllmaterial letztlich dazu beiträgt, damit das Album auf eben diese Spielzeit kommen kann...

Fazit: "Aftermath" ist mit Sicherheit eine wichtige Stones-Platte und - wenn man es, wie ich, als Dekade betrachten will - mitunter das beste, was Brian Jones und Co in ihrer Experimentierphase (1966-1967) zu Tage gebracht haben (wobei ich den Abschluss dieser Quasi-Dekade, also "Their Satanic..." eigentlich auch sehr mag, weil es etwas Einzigartiges in der Stones-Chronologie darstellt). Dennoch halte ich es offengestanden für ziemlich übertrieben, diese Platte ernsthaft in einem Atemzug mit den GROSSEN VIER (die da wären: "Beggars Banquet", "Let It Bleed", "Sticky Fingers" und "Exile On Main Street") - als fünftes Anhängsel quasi - zu nennen. Für mich beginnt mit "Beggars Banquet" dann nämlich schon eine neue Ära in der Geschichte der Stones, die eben bis zu "Exile..." andauern sollte! Und ganz im Ernst: Jene 4 Alben haben in Summe durchwegs besseres, hochwertigeres Songmaterial anzubieten, als vergleichsweise eben "Aftermath" (selbst wenn das alles auch 6-Sterne-Platten sind). Ist halt meine Meinung dazu...

Man kann "Aftermath" bestimmt auch so ein bisschen als Brian-Jones-Album sehen, auch wenn er mit dem Songwriting bzw. der Songauswahl (geschrieben hat er für die Stones ja eigentlich selbst nie - oder täusche ich mich da?) an sich nicht mehr so viel zu tun hatte (wie schon gesagt gaben nun Jagger und Richards diesbezüglich den Ton an). Musikalisch sollte er sich (mit Ausnahme der ganz frühen Platten vielleicht) nie mehr wieder so in Szene setzen wie bei diesem Silberling hier...

In Summe macht das aus meiner Sicht (und glühender Stones-Fan) 4 Sterne! Aufgrund anderer großartiger Errungenschaften im Steine-Katalog halte ich die volle Sternenzahl letztlich für zu hoch gegriffen, wenngleich man dazu sagen muss, dass "Aftermath", als es erschienen war, bestimmt eins der größten Musikalben seiner Zeit war. Das trau ich mich sogar als Nicht-Zeitzeuge mal so locker sagen...

Teils genial, überwiegend gut - aber manchmal auch mit "Füllern" bestückt. Trotzdem eine Angelegenheit, die sich Sammler (Fans sowieso nicht) nicht entgehen lassen sollten!

Mit diesem Album hat man sicher ein Stück neuerer Musikgeschichte zu Hause im Regal stehen!

----------------ANHANG für Fans & Interessierte---------------

Abschließend folgt noch ein kurzer subjektiver Überblick samt Bewertung der einzelnen Songs - die US-Asugabe betreffend. Wie immer bei mir dient die amazon-Skala als Bewertungsgrundlage (1-5 Sterne).

1. PAINT IT, BLACK +++++
Achtung: Ist nur auf der US-Version des Albums zu finden. Komplettisten, die die UK-Ausgabe besitzen, mögen bitte zu THE LONDON YEARS (Singles Collection) greifen! Ohne Frage ein Klassiker, der im Zuge einer Fernsehwerbung vor einigen Jahren sogar eine kleine Wiedergeburt in den Download-Charts feiern durfte. Besonderen Flair gewinnt die Nummer durch Micks Maracas, Brians Sitarspiel und Charlies stampfenden Tom-Tom-Groove. Nicht umsonst einer der meistgespielten Live-Songs der Band. Ich persönlich mag ja die FLASHPOINT- bzw. ATLANTIC CITY 89-Version am liebsten...

2. STUPID GIRL +++/++++
Der Titel sagt alles. Damit konnte man logischerweise nur anecken und Micks frauenfeindlicher Ruf wurde dadurch auch nicht gerade entschärft. Funktioniert hierauf erstaunlich gut und passt prima zu den anderen Tracks. Insgesamt aber eher des Textes wegen ein wenigstens kleiner Klassiker, nicht wegen der Musik. Recht eingängiger, zugleich aber auch sehr retrolastiger "Oldschool-Pop".

3. LADY JANE +++++
Zu jener Zeit konnten die Steine noch so geschmalzene Balladen zum Besten geben, ohne peinlich zu sein (obwohl's natürlich auch später noch großartige Softer der Steine gab - keine Frage!). Interessant, dass der Track (auf hiesiger US-Ausgabe) ausgerechnet zwischen den beiden bösen "Stupid Girl" und "Under My Thumb" kommt. Vielleicht wollte man auf diese Weise die beißenden Tracknachbarn etwas mildern...
Atmosphärisch und Instrumental gesehen ein ungewöhnlicher Titel, den Mick mit speziellem Akzent interpretiert. Für Fans unumgänglich!

4. UNDER MY THUMB +++++
Häufig live dargebotener Klassiker und neben "Paint It, Black" für mich das Aushängeschild des Albums. Aufregende Fingerarbeit an Gitarren und Bass! Wiederum zeigt sich (Noch-nicht-)Sir Mick als Mega-Macho, unter dessen Fuchtel sich jede Furie zum liebsamen Schoßhündchen wandelt. Offenbar hatte der gute Mann damals beziehungstechnisch wirklich einiges aufzuarbeiten... Mein persönlicher Favorit auf AFTERMATH!

5. DONCHA BOTHER ME +++
Ein sehr klassischer (selbstgeschriebener) Blues mit einprägsamer Gitarre im Hintergrund, einem guten Harp-Solo und einer insgesamt solide agierenden Band. Meiner Meinung nach eher ein durchschnittlicher Song. OK!

6. THINK +++/++++
Ruppiger Rock-Track mit knarrigem Sound in der Tradition (und gleichermaßen im Schatten) von Songs wie "Have You Seen Your Mother, Standing In The Shadow" oder "Mother's Little Helper". Offenbar bin ich einer der wenigen Stones-Freunde, die diesen Track (ein wenig) für unterschätzt halten...

7. FLIGHT 505 ++
Lässiger Piano-Einstieg mit Satisfaction-Entlehnung. Klingt überhaupt wie eine etwas unausgegorene Mischung aus sämtlichen anderen (und vergangenen) Erfolgszutaten aus älteren Stones-Songs. Wer genau hinhört, wird hier sicher einige Elemente aus vergangenen Hits der Steine wiedererkennen. Eher belanglos - geht so...

8. HIGH & DRY ++++
Geheimtipp! Eine der ersten Country-Ambitionen im Stones-Gewande. Schöne Akustikgitarren, toller Gesang und nette Harp. Würde als reine Gitarrennummer womöglich noch besser funktionieren. Der Sound könnte hier für meinen Geschmack noch etwas "abgenudelter" und schmutziger klingen - das würde der durchweg gelungenen Komposition gut stehen, glaube ich.

9. IT'S NOT EASY +++
Das perfekte Gegenstück zum leichtbekömmlichen "It's So Easy" (To Fall In Love)" von Buddy Holly, das man hier, glaube ich, durchaus im Hinterkopf gehabt haben dürfte. Jagger beklagt sich, wie hart es sei, auf sich allein gestellt zu sein und lotet sein gesangliches Spektrum beim Refrain neugierig aus. Also, was jetzt, lieber Mick? Es geht nicht mit den Frauen, aber offenbar auch nicht so ganz ohne sie...

10. I AM WAITING ++/+++
Für mich kein Glanzstück, wenngleich Mick hier gefühlvoll singt und der Bass eine angenehme Stimmung verbreitet. Von den Stones gibt's Besseres, aber auch Schlechteres...

11. GOING HOME ++/+++
Ausufender (Spielzeit über 11 (!) Minuten), sich steigernder Closer, der die Sehnsucht nachhause zu kommen zum Ausdruck bringt und somit ganz gut an diese Stelle des Albums passt. Ist wohl irgendwann im Zuge des stressigen Tour-Alltags entstanden (könnte ich mir zumindest gut vorstellen). Wiederum singt Mick hier sehr gut. Generell eine gesanglich starke Platte des Steine-Frontmanns...
Der Titel könnte auch so ein bisschen als Gesellenstück zum legendären "Midnight Rambler" (auf LET IT BLEED) gesehen werden, obwohl das eigentlich ein sehr weit hergeholter Vergleich sein mag...

Endresümee:
AFTERMATH ist ein Stones-Klassiker, der einen wichtigen Meilenstein in der Karriere der Band markiert. Zudem ist es wohl jenes Album, auf dem Brian Jones Beitrag am deutlichsten zu Tage tritt, wenngleich es ironischerweise zugleich die befruchtende Songwriting-Zusammenarbeit (und auch Vormachtstellung) von Jagger/Richards endgültig manifestierte.
Zur Erinnerung: Dies ist die erste Platte der Steine, die ausschließlich selbstkomponierte Titel enthält.

Und dennoch: Obwohl die (US-Version der) Platte einige Hochkaräter aufbieten kann und in Fan- als auch Kritikerkreisen sehr hoch geschätzt wird, klingt sie in meinen Ohren etwas verstaubt und hat stärker als andere Stones-Scheiben unter dem vielzitierten Zahn der Zeit gelitten.

Ich persönlich würde AFTERMATH nicht - wie viele andere Stonologen - als 5. Anhängsel zu den GROSSEN 4 (BEGGARS BANQUET, LET IT BLEED, STICKY FINGERS, EXILE) hinzuzählen. Offengestanden hat die Platte für mich im Laufe der Zeit gegenüber anderen Steine-Veröffentlichungen (auch älteren) ein wenig an Glanz und Größe verloren (was man jedoch auch nicht als allzu drastisch interpretieren sollte, liebe Leser).
Haben muss man sie natürlich trotzdem.

Wenn man die Entwicklung der Rolling Stones nachverfolgen und begreifen möchte, führt an AFTERMATH (egal ob UK- oder US- Version) so und so kein Weg vorbei!
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Das erste Rolling Stones-Album, das auschließlich Jagger / Richards-Kompositionen enthielt, war gleichzeitig ihr erstes, das in Stereo erschien, und mit für damals ungewöhnlichen 54 Minuten Spielzeit war es 20 Minuten länger als das durchschnittliche Beatles-Album. Es enthält mit Lady Jane, Out of Time und Mother's little Helper einige Stones-Klassiker, und Under my Thumb ziert heute noch ihr Live-Repertoire. Brian Jones sorgt mit Dulcimer (Lady Jane) und Marimba (Under my Thumb, Out of Time) für sehr innovative bzw. düstere Klangfarben.

Auffallend ist hier, wie häufig sich die Stones in den Songtexten einerseits ungewohnt zart (Lady Jane, I am waiting), aber auch geringschätzig und abfällig über Frauen äußern (Stupid Girl, Under my Thumb, Out of Time).

Goin' home ist zwar ein sehr mutiges und meinetwegen auch spontanes Studio-Experiment; über die gut 11 Minuten zieht es sich aber doch ganz schön. (Bei Midnight Rambler und Can't you hear me knocking hört man wenige Jahre später, was die Stones dann bei längeren Stücken dazugelernt haben.) Jagger klingt hier noch sehr jung, und da es sich de facto nach 3 Minuten um eine Zweispur-Aufnahme handelt, klingt es recht dünn und kann (in stereo zumindest) einfach nicht den nötigen Druck entfalten. Trotzdem als Experiment seiner Zeit einmalig (wer hat damals schon so lange Studiotitel veröffentlicht? The End von den Doors war zeitgleich im Entstehen) und unverzichtbar!

Das Album ist musikalisch sehr abwechslungsreich, hätte aber einen etwas höheren Qualitätsstandard erreichen können, wenn man es um ein paar Minuten gekürzt hätte. Seite 2 kann die Qualität von Seite 1 nicht ganz halten: High and dry ist nicht wirklich ein Gewinn, auf Think hätte man ebenfalls verzichten können, und What to do war ein unnötig schwacher Schlußpunkt für das Album - so, als hätte man "Rubber Soul" von den Beatles mit P.S. I love you beendet.

Die definitive Version des Albums ist zweifellos die UK-Ausgabe. Erstens bekommt man hier mit 14 gegenüber 11 Titeln (US-Ausgabe) mehr für's Geld, und zweitens ist dies die von den Stones selber zusammen gestellte und autorisierte Version. Unter der Unart amerikanischer Plattenfirmen, Alben zu "melken", d.h. willkürlich einige Titel wegzulassen und dafür weniger und andere hinzuzufügen und somit das Originalkonzept gründlich zu vermasseln, litten in den Sechzigern nicht nur Stones und Beatles (erst ab 1967 konnten beide durchsetzen, dass ihre Alben weltweit einheitlich erschienen). Und wenn ich das übrigens richtig überblicke, gibt's im gesamten 2002-Remaster-Katalog nur auf der UK-Version den Stereo-Mix von Mother's little Helper!

Die 2002er Remasters klingen erheblich besser als die erste CD von 1985; es würde meinen persönlichen Hörgenuss jedoch keineswegs schmälern, wenn man der CD mit 19th Nervous Breakdown, Sad Day, Paint it black, Long long While, Have you seen your Mother, Baby und Who's driving your Plane? die '66er Singles anfügen würde!

"Aftermath" ist das letzte und reifste Werk der "frühen" Stones; ein Jahr später folgte eine Übergangsphase mit der etwas unausgegorenen "Between the Buttons" und der bedröhnten "Satanic Majesties", und 1968 sollten die Rolling Stones dann mit Jumpin' Jack Flash ihren endgültigen Stil definieren, dem sie im Grunde bis heute treu geblieben sind.
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am 23. August 2007
Die 1966 in Deutschland von TELDEC (Telefunken/Decca) herausgegebene LP "Aftermath" war natürlich die UK-Version (die Stones waren und sind schließlich eine englische Band, damals noch mit Brian Jones an der Gitarre und an tausend anderen Instrumenten, Bill Wyman am Bass; Gast-Musiker: Jack Nitzsche und Ian Stewart) und ein ABSOLUTES MUSS für den Fan, alle Stücke von MJ/KR !
Der Nr.1-Single-Hit "Paint It Black" passt gar nicht in dieses Album, er wurde vermutlich für Verkaufszwecke in das US-Album hineingebracht.

Ich habe mir dann später die unter dem LONDON-Label veröffentlichte(n) CD(s) besorgt, die US-Version ist dort gar nicht erst erschienen. Sie ist der Neuauflage, also dieser Hybrid-SACD, durchaus ebenbürtig.

Zur Eröffnung werden "Mother's Little Helper" eingeworfen (spielt Brian Jones nun Sitar oder Slide Guitar ?), danach lassen sich trefflich "Stupid Girl", "Lady Jane" und "Under My Thumb" konsumieren. Den Abschluss der A-Seite bildet das 11'35" lange "Goin' Home". Allerdings passt zu den eben genannten besser "Out Of Time" ! Der Song ist in dieser Lang-Version eben NUR auf der UK-Aftermath vertreten (auf der LP 5'15" lang, auf der CD sogar 5'40") und für mich allein den Kauf dieser CD wert (früher den der LP), da kommt auch "Goin' Home" nicht mit ! Eine interessante Alternativ-Version ist übrigens auf "Metamorphosis" vorhanden (u.a. mit Streicher-Einleitung).

Auf der B-Seite beginnt Ian Stewart ein schönes Klavier-Solo in "Flight 505", in "High And Dry" spielt der unvergessene Brian Jones Mundharmonika, in "It's Not Easy" die Rhythmus-Gitarre. "I Am Waiting" bis "What To Do" leiten bereits auf das ein Jahr jüngere Album "Between The Buttons" über.

Zum Schluss, wer Sampler (auch von Singles) sucht: mal in die "Hot Rocks / More Hot Rocks" hineinsehen (-hören) !
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am 6. April 2016
Nun ist diese Platte auch schon 50 Jahre alt und hab sie deswegen nach langer Zeit noch mal gehört. Und mein Eindruck ist nach wie vor der gleiche: Superbe A-Seite, B-Seite: guter Durchschnitt ("HELP" lässt grüßen). Aber klar, sie gehört zu den großen 5 Pop/Rock-Alben von 1966, hinter Revolver und Blonde on Blonde, knapp vor Face to Face und Pet Sounds.
Leider empfinde ich Out of time und Leave it immer noch als langweilige Füller, beide gibt es in besseren Coverversionen (Chris Farlowe, Searchers). Die hätte man weglassen sollen und stattdessen eine der hervorragenden Single-A-Seiten des Jahres wie Paint it black oder Breakdown nehmen sollen.
Bemerkenswert die offen frauenfeindlichen Texte. Tja damals durfte man noch sagen, was man politisch unkorrekt dachte. Würde heute für einen Shitstorm sorgen...
Großartig innovativ oder experimentell finde ich hier kaum etwas (Gut, Fuzz-Bass und Sitar waren halt damals Mode, aber nichts was sich auch annähernd mit Love you to oder Tomorrow never knows vergleichen liesse. Gute Unterhaltung halt. Going home war damals sehr einflussreich, verhalf dem 10-Minuten plus Song zum Durchbruch, aber auch musikalisch wegen seines Jam-Session-Charakters mit offen sexuellem Hintergrund, vergleiche etwa "Up in her room" von den Seeds, hätte an den Schluss gehört als krönender Abschluss. Außerdem sehr gut: Mothers little helper (hier lohnt auch der Text), Flight, Lady Jane, Tumb.
Alles in allem markiert Aftermath eine Übergangsphase vom simplen R n B und Pop/Beat der ersten Jahre zu anspruchsvolleren musikalischen, produktionstechnischen und textlichen Shpären ohne ein formvollendetes Meisterwerk wie REVOLVER zu sein.
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