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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Paul ist noch lange nicht tot..., 14. November 2002
Mit comebacks ist es ja so eine Sache, meistens gehen sie doch, nun ja, ziemlich in die Hose: Mark Spitz kraulte schwerfällig hinterher, Björn Borg brachte kaum einen Ball mehr übers Netz und Bobby Fisher sah bei seinem Wiedererscheinen am Brett auch irgendwie ziemlich alt aus. Und das ist in der Regel nicht nur im Sport so, sondern auch im Musikgeschäft ist die Liste der Comebackversuche Marke "Hätt-ned-sei-müsse" durchaus ansehnlich (ich verrat hier keine Namen...). Aber, es gibt Ausnahmen, und von einer soll nun die Rede sein: Fehlfarben, die Band um den Sänger und Textakrobaten Peter Hein (zur sog. Hausbesetzerhymne"Es geht voran" wurde in Berlin der Kudamm auf Demos betrappelt, woanders immerhin in der Disko beim Tanzen die Faust geballt...) hat über 20 Jahre nach ihrem Meilenstein "Monarchie und Alltag" ein neues Album herausgebracht. "Knietief im Dispo", ja, das haben wir es doch, was unsere 60er/70er-Generation vereint, wer redet da ab jetzt noch von "Generation Golf"?? Ich muss gestehen, beim Einlegen der CD war ich etwas aufregt, beinah so, als ob man seine alte Schulflamme nach 20 Jahren zum ersten mal wiedersehen soll... Genug, ich hab mich erneut verliebt, in die Texte von Peter Hein, das Gitarrenspiel von Thomas Schwebel und den vorwärtstreibenden Rhythmus.... Ich meine, sie klingen anders als damals, müssen sie auch, sonst wärs ja nur ein weiterer trauriger comebackversuch marke "floggin a dead horse": die Texte sind... nun, nicht milder, aber... nennen wir es reifer... die Musik wirkt ausgefeilter und abwechslungsreicher. Aber es sind eben doch unverkennbar Fehlfarben. Also, wenn mich jemand fragt: Paul ist nicht tot und das Freispiel ist auch noch drin...Anspieltipps: Rhein in Flammen, Du Ran Du Ran, Die kleine Geldwäscherei, Sieh nie nach vorn
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nicht nur "Monarchie und Alltag", 1. März 2006
Fehlfarben sind seit 26 Jahren eine Instanz der deutschen Musik. Aber nicht nur das epochale Meisterwerk "Monarchie und Allatg" gilt es zu entdecken. Mit "Knietief im Dispo" meldete sich die Band um Sänger Peter Hein (der bei Konzerten immer noch ein Paar Schuhe durchtanzt) Ende 2002 zurück. Auch wenn der CD der Erfolg verwehrt blieb, sind alle Stücke hörenswert, da sich der Stil, dem man nicht einordnen kann, über die Jahre gehalten hat. Neben der damaligen Auskoppelung "Club der schönen Mütter" ist "Die Internationale" DER Anspielttip: "... Es müsste noch mal wie 89 sein; 17 nicht 19, aber weltweit; Religionen verboten, Politiker enthirnt; Vernunft und Vertrauen, ach Janie du spinnst." Alles in allem eine fünf Sterne Empfehlung.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nahtloser Übergang, 11. Dezember 2002
Von Ein Kunde
An die LP 'Monarchie und Alltag', die alten Fans wesentlich mehr bedeutet als der (darauf enthaltene, unsägliche) Hit 'Ein Jahr (Es geht voran)', anzuknüpfen, schien mir ein Ding der Unmöglichkeit. Fehlfarben haben dies geschafft. RESPEKT! Kann sein, daß dies dem M.u.A.-Jünger erst beim zweiten Hören einleuchtet. Aber die Größe und Kraft von 1980 entfaltet sich. Und ich frage mich: Was habe ich in den verschissenen letzten 12 Jahren nur gemacht!? Text und Musik blasen in diesen Zeiten der überproduzierten Nichtigkeiten -ohne aufgesetzte 'Härte'- wieder mal das Hirn schön frei von Dreck. Ergreifender Sarkasmus in der ermüdenden Dauerparty 1995ff.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ungeeignet..., 10. November 2002
...zum Nebenbeihören. Solche Töne hat man wirklich lange nicht mehr in und zu deutscher Sprache gehört. War „Monarchie und Alltag" noch seiner Zeit voraus, „Die Platte des himmlischen Friedens" musikalisch und gedanklich voll auf der Höhe der Zeit (und vielleicht gerade deswegen bei manchen unbeliebt; wird aber Zeit, daß das Teil wieder in den Handel kommt!), wagen die Fehlfarben nun scheinbar den Flashback: Die Platte klingt, als wäre man nocheinmal mit denselben Ansätzen wie zu den Pionierzeiten der Düsseldorfer Punk- und New-Wave-Szene (und zwar VOR Fehlfarben!) ins Studio gegangen, aber mit den Fertig- und Möglichkeiten von heute. Einige Stücke wirken wie Fortsetzungen der alten Lieder, z.B. Was der Himmel verbietet - All That Heaven Allows (überdeutlich), Das Leben zum Buch (zugleich Antwort an Jürgen Teipel) - Das sind Geschichten, Herzen gelandet - Große Liebe (aka Industriemädchen). Dabei bleibt dem Vierziger von den Gefühlen, die dem Zwanziger noch groß und bedeutend galten, meist nur ein schmutziger Rest, wie das halt so ist im Leben. An das schrille Ergebnis muß man sich ersteinmal gewöhnen, wer sich nicht die Muße nimmt, sich wirklich mit dem Album auseinanderzusetzen - und das gilt für Musik wie Text -, wird es daher möglicherweise etwas ratlos beiseitelegen und dann vergessen. Vorsicht, Fehler!Anspieltips: Schnöselmaschine, Was der Himmel verbietet, Du ran Du ran.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nur für Düsseldorfer???, 15. November 2002
Von Ein Kunde
Die Insidergags der Platte sind kaum zählbar, fraglich ob sie ein Nichtdüsseldorfer überhaupt kapiert und somit zum vollen Genuß kommt. Hein rechnet wieder einmal gnadenlos ab. Mit der Stadt, der Vergangenheit, der Gegenwart und einem Buch. In einer Deutlichkeit wird Wut und Verbitterung - oft hart an der Grenze des Erträglichen (Was der Himmel verbietet) - dargereicht. Doch auch grimmiger Humor (Internationale) wie man ihn kennt und liebt, da ist der Wortwitz wieder, den man so lang vermißt hat. "ich wünschte es wäre wieder 89 / 17 nicht 19". Jawohl solch intelligente Zeilen bringt nur einer. Charttechnisch wird diese Scheibe nicht einschlagen, dazu ist sie zu speziell. NA UND! Es tut nach wie vor gut zu hören, daß man als Minderheit nicht allein ist. Man muß sich einhören, so einfach wie auf "Monarchie und Alltag" oder "33 Tage in Ketten" wird es nicht gemacht. Unbeschwert ist nicht mehr. Melancholie wie "Mensch" von H.G. ist nicht angesagt. Wie auch? Ein Heimatloser in der eigenen Stadt, wütend und immer noch voller Zorn, manchmal kurz vor der Resignation das ist Hein. Wer das aushält und nachfühlen kann, der wird hier bedient. Für diese Randgruppe ein Muß!!! Man sollte dem Düsseldorfer OB eine CD schenken als kleinen Dank für seine hervorragende Arbeit.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nix zu meckern, 24. Februar 2003
Ich habe die Fehlfarben erst vor kurzem für mich entdeckt Obwohl ich aus Düsseldorf stamme und auch zu der Zeit dort gelebt habe ist mir die große Bedeutung der Band erst spät bewusst geworden. Wenn ich mir jetzt Monarchie und Alltag anhöre, denke ich, wieviele NDW-Bands von den fehlfarben abgekupfert haben. Da kommt die neue nicht heran. Sie wird nicht stilbildend für eine neue Musikergeneration werden. Aber ! Sie haben Ihr hohes Niveau gehalten. Die Texte sind immer noch sehr treffend und die Musik ist sogar besser wie früher. Auch der Sound ist besser. Es ist bloß nix mehr revolutionäres an der CD. Da ja jetzt Peter Hein bei Xerox rausgeschmissen wurde hat er ja vielleicht jetzt Zeit die ein- oder andere Revolution zu starten mit seiner Band...
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Knietief in der Wirklichkeit!, 5. November 2002
Politisch, musikalisch, super produziert - einfach genial! Unbedingt kaufen, auch wenn man im Dispo steht.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Jugend verschwendet?, 30. Oktober 2002
Was vor über 20 Jahren durch den abruppten Ausstieg von Peter Hein beendet schien, findet jetzt seine nahtlose Fortsetzung. Es gelingt an den grossen Wurf "Monarchie und Alltag" anzuknüpfen, absolut an der Zeit orientiert, man lässt sogar die hanseatischen Epigonen verblassen. Geniales Album, und da es scheint, dass man sich den Marktnotwendigkeiten diesmal nicht konsequent verweigert, wird sich der verdiente Erfolg nicht erst in Jahrzehnten einstellen.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
mir fällt keine überschrift ein, die originell genug wäre..., 23. November 2002
mit sicherheit ist Xerox genauso eine sch...firma wie jede andere sch...firma auch. dasselbe gilt auch für den job. ob jetzt dort oder anderswo, ob vor zwanzig jahren oder heute. Peter Hein hat sich nie irgendwo so recht zugehörig gefühlt; immer mit einem gewissen abstand distanzierter ironie zu werke gehend. also was hat sich nun in zwanzig jahren verändert ? viel und doch gar nichts ? die antwort bleibt jedem einzelnen selbst überlassen. Fehlfarben sind eine musikkapelle, die solides, rockmusikalisches liedgut zum besten gibt. philosophieren sollen doch die anderen, die tagtäglich ihr gesülze auf der mattscheibe und den anderen, vielstrapazierten medien absondern. die Karaseks, die Grass', volkswirtschaftler, wirtschaftsweise, und die seit dem 11.sept. wie pilze aus dem boden geschossenen, selbsernannten terror-, islam- und sonstnochwas-experten. seifenopern für intellektuelle. wer kann, wer will das eigentlich noch hören ? also ein comeback der Fehlfarben braucht das land. unspektakulär spektakulär, unphilosophisch und vor allem volksnah. das mutet alles so einfach an, ist aber unheimlich schwer. der ganze 80er- revival-rummel wirkt dagegen künstlich und affektiert. mit der kokett wirkenden absicht, keinen herkömmlichen kommerziellen erfolg haben zu wollen, ist den Fehlfarben der kommerzielle erfolg gewiß. und dann heißt es für die bandmitglieder vielleicht bald nicht mehr "knietief im dispo" sondern nur noch knöcheltief. und das soll denen erstmal einer nachmachen !
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Comeback des Jahres, 31. Oktober 2002
Acht Jahre nach dem vierten und vorläufig letzten Album "Popmusik und Hundezucht", einem lange nicht veröffentlichten Album des Jahres 1984, und 22 Jahre nach dem wegweisenden Erstling "Monarchie und Alltag", von vielen immer noch als das beste Album der Neue Deutsche Welle bezeichnet, erscheint dieser Tage das zweite Comeback-Album der Fehlfarben mit dem bezeichnenden Titel "Knietief im Dispo". Erst mal stellt sich eine gewisse Beklemmung ein. Herrscht etwa Geldnot bei Peter Hein und Konsorten? Kaum zu glauben, wird doch "Monarchie und Alltag", schon lange als Midprice-CD in den Regalen, immer noch so stetig gekauft, dass Fehlfarben nach all den Jahren tatsächlich eine Goldene Schallplatte bekommen haben! Wie viele gescheiterten Comebacks gerade der NDW-Ära gezeigt haben, verheißt die Neuauflage eines einstigen Erfolgsrezeptes jedenfalls nicht automatisch Gutes.Die Befürchtungen, dass hier wieder einmal eine Jugenderinnerung demontiert würde, kommen jedoch zu Unrecht. Die Fehlfarben klingen zwar anders, die Themen sind aber immer noch die selben. Mehr oder weniger zumindest, an Stelle eines Hausbesetzer-Liedes a la "Es geht voran" steht nun der Börsencrash! Dem Zeitgeist hat man sich dennoch entsagt, gut so, damit ist das Album jedenfalls ehrlich geworden, mit knackigen Höhen ("Club der schönen Mutter"), aber auch schauderhaften Tiefen ("Reiselust").
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