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162 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Großer Klassiker in würdiger Edition,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (Limited Steelbook, inklusive Poster) [Blu-ray] (Blu-ray)
Der erste Teil dieser Rezension befasst sich mit der Technik und der Ausstattung der (Steelbox) Blu-ray. Nähere Informationen und Erläuterungen zum Inhalt des Films finden sich darunter. Dort werden thematische Intensionen, stilistische Besonderheiten, Symbolik, Bezüge zum Genre und Beispiele bissigen Humors angesprochen.1. TECHNIK & AUSSTATTUNG Es wird niemanden überraschen, dass ein Ausnahmefilm wie "Once Upon A Time In The West" in zahlreichen Versionen auf den Markt kam. Bemerkenswert war hier die von Anfang an respektable Qualität. Bereits die erste italienische PAL-Version "C'era una volta il West", der "Directors Cut" von 2:51 h, bot das Original-Format 2,35:1 und eine für DVD ordentliche Bitrate von 5,74 Mbps. Der italienische Ton kam in DD 5.1. Die späteren DVD-Versionen steigerten die Bildqualität durch bessere Schärfe und neutralere Farben. Alle folgenden Versionen waren mit 2:38 h etwas kürzer - lange Szenen wie das Spiel mit der Fliege wurden einfach ein wenig geschnitten. In der Anfangs-Sequenz gibt es in der italienischen Version eine Szene, in der Leone's Töchter Rafaella and Francesca bei der Station zu sehen sind. In verschiedenen Langversionen legt Harmonica nach dem Schusswechsel wegen einer Verletzung seinen Arm in eine Schlinge. In einer weiteren Extra-Einstellung zeigt Frank der Kamera auch die Leichen im Salonwagen - und Mister Morton robbt länger zum "Pazifik". Die Paramount Home Entertainment Blu-ray liefert sowohl die US-Kinoversion mit 2:45 h als auch die restaurierte Version mit 2:46 h auf einer 50 GB Scheibe. Die Video-Bitrate beträgt hier 24,9 Mbps. Der englische Ton wurde überarbeitet und in DTS-HD kodiert. Zudem werden deutsche, französische und spanische Spuren in DD 2.0 (Mono) angeboten. Untertitel sind in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Dänisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch und Finnisch verfügbar. Die Extras der BD unterscheiden sich kaum von der letzten DVD-Ausgabe: - Audio-Kommentare [1] - Eine Oper der Gewalt (An Opera of Violence, SD, 29 min) - Der Lohn der Stunde (The Wages of Sin, SD, 20 min) - Die Verbindung mit dem Tod (Something to Do with Death, SD, 18 min) - Eisenbahn: die Revolutionierung des Westens (Railroad: Revolutionising the West, SD, 6 min) - Die Drehorte: damals und heute (Locations Then & Now, SD, 4 min) - Production-Gallery [2] (SD, 5 min) - Original Kino-Trailer (HD, ca. 3 min) Wer auch mal einen "modernen" Trailer des Films sehen möchte, kann dies über ein "hidden feature": - Im Hauptmenu "Extras" wählen. Dann ist "Kommentare ..." unterlegt. - Mit dem Cursor nach links: Oben rechts erscheint ein Hufeisen. - Auf der Fernbedienung "Enter" drücken. Beim HD-Transfer wurde nicht übertrieben geschönt. Man kann z.B. das Original-Korn erkennen - aber in feinerer Struktur. Dafür hatte man unter Verwendung der Original Kamera-Bauteile eigens neue Zwischennegative und Zwischenpositive erstellt. Die Tiefenauflösung in dunklen Passagen wurde verbessert, auch indem man auf die Kontrast-Überhöhung der letzten DVD verzichtete. Hauttöne erscheinen wärmer. Insgesamt scheint die Blu-ray gegenüber der DVD eine Spur mehr Blau zu betonen. Die typischen Nahaufnahmen sind beeindruckend. Totalen liefern eine sehr viel bessere Auflösung und Detailwiedergabe in der Bewegung. Ohne Zweifel: Bei diesem Film kommt die Qualität der Blu-ray durchaus zur Geltung, natürlich nur in den vom Original vorgegebenen Grenzen. Der Film lebt von seinen markanten Geräuscheffekten, die nicht nur in der DTS-HD Master 5.1 - Version Freude machen. Denn auch der deutsche Ton fällt eigentlich erstaunlich wenig ab. Die Bässe bringen nicht gerade den Boden zum Wackeln, aber der Sound kann - abgesehen vom Klang der Musik - doch beeindrucken und lädt dazu ein, bei gehobenen Pegeln zuzuhören. Dennoch scheint eine Warnung angebracht: Die obigen Wertungen fallen dem Werk entsprechend aus. Man darf keine moderne Bild- und Tonqualität erwarten. Der Ton ist nicht nur durch die Monophonie eingeschränkt, sondern liefert auch nicht die Prägnanz und Härte der Details oder die Klarheit und Auflösung der Musik, die schon lästig gequetscht und plärrig klingt. Der Klirrfaktor tobt in Forte-Passagen bei etlichen Prozenten herum. "Spiel mir das Lied vom Tod" war, technisch gesehen, auch nicht "state of the art" seiner Zeit: Es gab seit Jahren 70 mm Film, es gab 6-Kanal-Dolby-Magnet-Ton und es gab stabile Stative, bei denen die Berge am Horizont nicht so wackeln - man schaue sich nur mal Doktor Schiwago an! Dennoch zeigt der Film dem Heimkino die Grenzen auf: Auch wenn man ihn wie ich auf einer 4 m Leinwand gesehen hat, muss man zugeben, dass ihm ein großes Kinobild einfach noch einmal deutlich besser steht. Der "limitierten" Steelbox liegt kein Booklet bei, aber ein Poster von ca. 45 x 58 cm² in schwarz-weißem Hochglanzdruck (siehe hochgeladenes Foto). Der transparente FSK-Aufkleber ließ sich nach etwa 10 s heißem Anblasen mit einem Fön rückstandslos von der Box entfernen. Der Aufkleber, der mit beiden Film-Versionen wirbt, befindet sich auf der Einschweißfolie. 2. INHALT & INTERPRETATIONEN Der 1968 vorgestellte 3-Stunden-Monumentalfilm war in Deutschland besonders erfolgreich - vielleicht wegen des im Original überhaupt nicht vorkommenden Satzes "Spiel mir das Lied vom Tod", der bekanntlich ja auch zum deutschen Titel von "C'era una volta il West" avancierte - ganz sicher aber wegen der charakteristischen Music Ennio Morricones. Der international Titel: "Once Upon a Time in the West" deutet an, dass man die Handlung als ein Märchen - besser vielleicht: eine Legende - verstehen kann. Der Film spielt in einer Zeit des Umbruchs, in der die Ära der raubeinigen Individuen, die einst den amerikanischen Westen erobert und besiedelt haben, von der Ära des Kapitals abgelöst wird. IM FOLGENDEN WERDEN DIE DER HANDLUNG UNTERLIEGENDEN MOTIVE DARGESTELLT Der Witwer Brett McBain (Frank Wolff, 40) hofft aus gutem Grund, dass sich für ihn und seine Kinder der amerikanischen Traum erfüllen könnte. Er konnte sich ein Landstück in einer Wüste sichern, auf welchem weit und breit die einzige Wasserquelle sprudelte. Zwar schützte er vor, eine Farm errichten zu wollen; tatsächlich aber hatte er erkannt, dass die Bahnlinie zum Pazifik zwangsläufig durch diese Wüste laufen musste - und damals fuhren die Loks bekanntlich mit Wasser. Mit der Hoffnung auf Reichtums hatte McBain auch gleich die attraktivste Frau gewonnen, die in den Saloons von New Orleans zu finden war: Jill McBain (Claudia Cardinale, 30) sollte nachkommen, sobald McBain und seine Kinder die nötigsten Vorbereitungen getroffen hätten. Doch das Kapital sucht den billigsten Weg. Der an Knochentuberkulose schwer erkrankte Bahn-Baron Mr. Morton (Gabriele Ferzetti, 43) hofft, noch zu erleben, wie die Gleise am Pazifik ankommen - was ihn dabei aufhält, wird mit Gewalt beseitigt. Der kaltblütige Frank (Henry Fonda, 63) erledigt die Drecksarbeit. Doch das Gemetzel an McBain und seinem Anhang löst das Problem nicht - nun gehört das begehrte Wassergrundstück mit dem poetischen Namen "Sweetwater" Jill McBain, der junge Witwe. Mit Frank vollenden zwei weitere gefährliche Kämpfer das Dreieck der Gewalt: Cheyenne will es denjenigen heimzahlen, die versuchen, das Gemetzel an McBain seiner Bande anzuhängen. Und "Harmonica" (Charles Bronson, 47) ist auf der Suche nach dem Mann, der seinen Bruder gehängt hatte. Im Mittelpunkt der Kräfte steht die starke und schöne Jill zwischen Frank, Cheyenne und Harmonica. Dabei beschränkt sich das Interesse der Revolverhelden keineswegs auf Jill McBains Grundstück. Sie hingegen begreift, welche Vision sich für ihren verstorbenen Mann in "Sweetwater" verborgen hatte. ENDE DER ANGABEN ZUM INHALT Die philosophische Botschaft des Films ist die Ablösung der Ära individueller, personenbezogener Handlungen durch kapitalgesteuerte Mächte, in welchen der Einzelne bedeutungslos und austauschbar wird. Es spielt keine Rolle, ob Morton oder ein Nachfolger agiert, die Gleise erreichen so oder so den Pazifik. Ebenso ist nicht von Bedeutung, ob McBain oder seine Erbin den begehrten Grund in der Wüste besitzt. Insofern markiert "Spiel mir das Lied vom Tod" bildhaft und mahnend einen Wendepunkt in der Geschichte der Zivilisation. Gleichzeitig steht die Figur Jills aber auch für ein frühes Beispiel gelebter Emanzipation. Doch der Film transportiert selbstverständlich nicht nur diese Hintergrund-Ebenen. Eine Menge Leute kamen aus dem Kino, fanden es toll und hatten keine Idee, worum es überhaupt gegangen ist. Doch je häufiger man den Film sieht, desto mehr entdeckt man - "Spiel mir das Lied vom Tod" ist einer dieser Filme, die einfach mit jedem Anschauen immer besser werden. Nicht nur Cineasten dürften sich für die vielen liebe- und humorvollen Referenzen an große Western von "High Noon" bis "Johnny Guitar" interessieren. In vielen stilistischen Details zeigt sich die Perfektion des Teams, beispielsweise in den raffinierten, mit Soundeffekten wie beispielsweise einem Schuss verbundenen Schnitten, welche den Zuschauer irritierend einen Moment im Unklaren lassen, ob der Ton zur abgelaufenen oder zur folgenden Szene gehört. Auch an Symbolik mangelt es nicht. Die Bahn wird durch zahlreiche Accessoirs immer wieder zitiert, das nötige Wasser taucht besonders im Zusammenhang mit Claudia Cardinale häufig auf - schließlich symbolisiert sie selbst das "missing link" zwischen Bahn und Wasser. Zu guter Letzt darf natürlich auch die charakteristische Handschrift Sergio Leones nicht vergessen werden: die verzögerten Einstellungen, die extremen Close-Ups, das seitliche "Anfahren" der Personen und die genialen, perfekt auf das breite Format abgestimmten Bild-Kompositionen. Dazu gehört eine weitere Besonderheit: Jeder Hauptdarsteller tritt mit "seinem" speziellen Musik-Thema auf. Bei allem tödlichen Ernst erlaubt sich Leone auch einen bösen Humor, der sich in feinen Spielereien bereits in der Eingangsszene zeigt, aber einen legendären Höhepunkt bei der Vorstellung des "bösen" Frank erreicht: Gleich in der ersten Einstellung wird Henry Fonda, bis dahin ein äußerst beliebtes Edel-Idol in den Vereinigten Staaten, zum Schock des Publikums als ein gewissenloser, kalter und zynischer Liquidator vorgestellt. Die folgende Szene mit dem kleinen Jungen haben die Amerikaner einfach nicht mehr ertragen: In US-Kinos spielte man damals Werbung über das schier Unfassbare. Ohnedies hatte es der Film zunächst nicht leicht: US-Fans, die einen weiteren Western nach Art der "Dollar"-Serie erwartet hatten, waren von der "Pferdeoper" - wie der Film von einigen verärgerten Kritikern geschmäht wurde - zunächst enttäuscht. So musste sich der Film weltweit erst ein eigenes Publikum suchen, das die inzwischen legendäre Ästhetik, die komplexe Handlung und die ausdrucksstarke Musik zu schätzen wusste. Dennoch spielte das Western-Epos, das übrigens sowohl in den USA als auch in Spanien und Italien gedreht worden ist, seine Kosten schließlich mehr als 30-mal ein und gedieh somit zu einem der großen Erfolge des Kinos. ZUSAMMENFASSUNG "Spiel mir das Lied vom Tod" ist ein Film, der sicher nicht nur Western-Fans anspricht. In vieler Hinsicht ist das "Kino pur". Durch die Fülle der Zitate quer durch Hollywoods Western-Legenden stellt er eine Art Quintessenz des Genres und eine Hommage an die Großen dieser Zeit dar. Aber es macht auch einfach Spaß, sich von den stilistischen Raffinessen Sergio Leones überraschen zu lassen. Die BD liefert nun endlich Film und Features in guter Qualität und dank der hohen Kapazität in ungestörtem Vergnügen auf einer Scheibe. film-jury 5* A0637 28.6.2011e 27A 2F Genre: Western [1] von den Film-Historikern Sir Christopher Frayling und Dr. Sheldon Hall, den Regisseuren John Carpenter, Alex Cox, Sheldon Hall, John Milius, Bernardo Bertolucci und schließlich Claudia Cardinale [2] Darsteller-Profile von Henry Fonda, Claudia Cardinale, Jason Robards, Charles Bronson und Gabriele Ferzetti Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der KÖNIG der WESTERN !,
Von MEINE Meinung (WJ 313) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (Special Edition, 2 DVDs) [Special Edition] (DVD)
Hab ihn schon damals bei der EA im Kino gesehen und das gleich ein paar mal hintereinander! Ein Western, wie es ihn bis dahin noch nie gegeben hatte! Dieser Sound, diese Machart, die Besetzung > einfach SENSATIONELL!!Kann heute nicht mehr sagen, wie oft ich ihn nun schon gesehen habe - aber er wird nie langweilig! Das ist ein Film, der einfach in keiner Film-Sammlung fehlen darf! Da jetzt im DVD-Zeitalter immer mehr UNGESCHNITTENE Fassungen von Filmen angeboten werden, bin ich doch gespannt auf die ungeschnittene Version dieses Films! Leider gibt es die bislang nur in italienisch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
92 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Stille im wilden Westen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] (DVD)
Sind wir mal ehrlich: ich glaube vielen hatten beim ersten Betrachten eine andere Erwartungshaltung. Zu Recht: las man bis dahin den Namen eines italienischen Regieseurs auf dem Plakat eines Westerns, durfte man mit reichlich Ballerei rechnen, immer mit dem typisch italienischen Abfeuergeräusch. Meist jedoch schauspielerisch eher in der zweiten bis dritten Kategorie anzusiedeln, von der Dramaturgie ganz zu schweigen. Dann kam Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" und die italienische Western-Welt geriet ins Schwanken. Schweigen kam vor Reden, Reden kam vor Schießen. Henry Fonda sagte einmal in einem Interview, daß, als die Leute bei der Kamerafahrt um seinen Kopf am Anfang des Films erkannten, daß er es ist, riefen "Oh my god: its Henry Fonda !". Tatsächlich war der Kopf einer der berühmtesten Schauspielerfamilien bis zu diesem Zeitpunkt eher als Saubermann und Gerechtigkeitsymbol aufgetreten. Auf den ersten Blick paßte die Rolle des Schurken so gar nicht in sein Repertoire. Trotzdem, oder gerade deswegen, verlieh Fonda dem Schurken "Frank" seine Faszination und wurde zum Maßstab künftiger Westerngauner, so wie der Film bis heute der Maßstab aller Western ist. Auch Charles Bronson wurde mit diesem Film über Nacht weltberühmt (er selbst sagte mal, daß er ein Gesicht wie eine zerklüftete Felsenwand habe, in der man Raketen testet). Dazu kam ein, schon damals bekannter Jason Robards,der, zusammen mit Claudia Cardinale die Riege der Schauspieler abrundete. Dieses Viergespann schaffte es, unter der dramaturgischen Meisterleistung des Regieseurs ein zeitloses Meisterwerk zu schaffen. Sicher: es gibt viele Klassiker im Bereich Western, denken wir nur an "High Noon - 12 Uhr mittags" oder "Red River" mit John Wayne. Aber unter all diesen "Klassikern" (oder sagt man heute "Kultfilmen"?), sticht nur einer wirklich heraus, und das ist dieser von Sergio Leone. Die Musik von Ennio Morricone hat sicherlich einen erheblichen Anteil an der faszinierenden, permanent aufgeladenen Stimmung. Morricone variiert die Musik so unglaublich, daß melodiöse Töne den Zuschauer nahezu in Verzückung geraten lassen und seine weltberühmten Mundharmonika-Töne einem schon einen kalten Schauer über den Rücken jagen, ohne daß man den Film bisher überhaupt eingelegt hat.Die DVD ist deswegen bemerkenswert, weil es gelingt, einen schon ordentlich alten Film wie neu aussehen zu lassen. Die häufige Verschiebung des ursprünglichen Veröffentlichungstermines ist meiner Ansicht nach darauf zurückzuführen (was kaum einer weiß), daß die europäische Version sich von der amerikanischen unterscheidet. Sergio Leone drehte verschiedene Szenen doppelt und verteilte sie auf die unterschiedlichen Kontinente. Die Szenen waren zwar inhaltlich und vom Dialog her völlig identisch.Jedoch zeitlich durch minimalste Unterschiede, z.B. in der Geschwindigkeit der Kamerafahrt, o.ä. verschieden. Für den Betrachter ist dies auch nach zig-maligem Betrachten nicht zu erkennen. Wohl aber für den, der den deutschen Ton auf eine amerikanische Version aufspielen soll. Es erfordert einen riesigen zeitlichen Aufwand, den deutschen Ton der um hundelsten Sekunden variierenden amerikanischen Filmfassung anzugleichen. Umso mehr ist die Arbeit an dieser DVD brillant gelungen. Ein echtes Schmuckstück. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Genau SO ist der Westen!,
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (Deluxe Edition) [Special Edition] (DVD)
Man steht ellenlang in der Gegend herum. Es passiert rein gar nichts. Es gibt auch nichts zu sehen. Nur eine einsame Fliege ist auf Ganovenschweiß aus.Kann es wirklich SO lange dauern, bis ein Zug ankommt? Rannten damals im guten, alten Westen wirklich so viele gestörte Charaktere herum? Keine Ahnung, aber Sergio Leones Vision vom staubigen Nichts am Ende der Welt kommt sehr viel wahrscheinlicher rüber als jeder John Wayne-Film. Man muß sich nur auf die Öde einlassen - dann erzeugt der Film ein authentisches Western-Gefühl: Große, leere Landschaften und unberechenbare Fremde mit geladenen Waffen. Mit Sergios Hilfe wird es plötzlich leicht, sich selbst in Ort und Zeit hineinzuversetzen. Ein großer Film! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
einfach rund, es stimmt alles,
Von
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] (DVD)
Der Film ist super gut, einfach rund, es stimmt alles, Musik, Kamera und Sets. So viel Liebe zum Detail und Liebe zu Gesichtsausdrücken bietet kaum ein anderer Film, dazu noch traumhafte Landschaft. Er ist Filmgeschichte vom Feinsten !!Mit großer Projektionsfläche und 3D-Sound ein unvergeßliches Erlebnis. Die Restauration ist gelungen und die Zugaben runden den Gesamteindruck ab. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
passt alles!,
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] (DVD)
als jemand, der diesen film gezählte 13x im kino gesehen hat, muß ich der digitalen bearbeitung ein lob aussprechen, das bild ist trotz der länge des filmes ausgezeichent, und das den extras eine eigene DVD spendiert wurde, war eine auch aus diesem grund eine sehr gute idee (abgesehen davon, daß diese auch sehr gut ist!).über den film selbst sag ich besser nix, das wäre zu lang, für mich persönlich, und ich bin kein westernfan, einer der besten filme, die jemals gedreht wurden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
der western,
Von
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] (DVD)
2 Jahre nach "Zwei Golrreiche Halunken " im Jahre 68wieder ein Western Klassiker der besonderen Art von Regisseur Sergio Leone. Diesen Western sollte man sich unbedingt ansehen auch wenn man kein Western- Fan ist. Neben den hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Charles Bronson, Henry Fonda,Claudia Cardinal, Jason Robards glänzt weiterhin die brilliante Kameraführug,Musik,Sound,Bildqualität, Bonus- Material Ressigeur John Ford hat einmal gesagt; ein guter Film hat viel Handlung u. wenig Dialog. Spiel mir das Lied vom Tod, hat sehr viel Handlung u. wenig Dialog. Ein Film den man sich mehr als nur einmal ansieht. Die damals geschnittenen Szenen: ( im Menü nicht enthalten) Cheyenn`s Schießerei im Zug u. die Prügelei im Chinesischen- Waschhaus mit den Hilfssheriffs u. Harmonika, wäre schön wenn mann die mal irgendwann veröffentlicht. Also viel spaß beim gucken. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Western-Oper!,
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] (DVD)
Endlich ist er da - der wohl beste Western aller Zeiten! Entgegen der letzten Meldungen, die DVD werde ohne viel Zusatzmaterial erscheinen, hat man bei dieser Spezial-Collector's-Edition keine Kosten und Mühe gescheut: neben dem hervorragenden digital überarbeiteten Bild (eine jede Pore von Bronson's Gesicht ist zu sehen!) und dem kompetenten Untertitel-Kommentaren kann sich auch das Zusatzmaterial auf DVD 2 sehen lassen. Hervorzuheben wäre die beeindruckende Fotogalerie "Locations - damals und heute" (Mc Bain's Haus steht noch immer gut erhalten in Spanien!). Unverständlich dagegen ist es, daß Ennio Morricone nur nebenbei in den Audio-Kommentaren erwähnt wird. Seine musikalische Meisterleistung hätte unbedingt mehr Beachtung auf dieser DVD finden müssen!Dieser Western ist ein absoluter Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen darf. Tadelloses Preis-Leistungsverhältnis - unbedingt kaufen!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Once upon a Time in the West ....,
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (Special Edition, 2 DVDs) [Special Edition] (DVD)
...oder wie in deutsch wieder einmal irreführend übersetzt "Spiel mir das Lied vom Tod" bildet den ungewollten Auftakt zu Sergio Leones Amerika Triologie. Ungewollt deshalb weil Leone keineswegs vorhatte nach den Erfolgen der Dollar-Triologie einen weiteren Western zu drehen, aber nach Druck der Studios und der Öffentlichkeit gab er schließlich nach und wollte den Western schlechthin machen, was Ihm meiner Meinung nach auch gelungen ist. Fortgesetzt wird die Triologie 1971 mit "Todesmelodie" (Once Upon a Time in A Revolution) und schließlich 1984 mit dem bildgewaltigen Gangsterepos "Es war einmal in Amerika" (Once Upon A Time in America) mit Robert De Niro.Große Schwierigkeiten hatten die Produzenten einen Hollywood Star wie Henry Fonda für einen italienischen Film zu überreden und noch dazu da er nach Claudia Cardinale nur die zweithöchste Gage erhalten sollte. Schließlich ließ sich Fonda doch überreden, da es Ihm recht reizvoll erschien endlich mal einen richtig abgrundtiefen Bösewicht zu spielen der gleich zu Beginn des Films ein Kleinkind erschießt. Neben Fonda sind in den Hauptrollen wie eben schon genannt die wunderschöne Claudia Cardinale (Der rosarote Panther), sowie Jason Robards (Philadelphia) und natürlich der kürzlich verstorbene Charles Bronson zu sehen. Als skrupelloser Eisenbahnunternehmer Morton ist Gabriele Ferzetti zu sehen der im James Bond Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" als Schwiegervater von 007 zu sehen war. Die Anfangssequenz am Bahnhof von Flag Stone wollte Leone ursprünglich einmal mit Clint Eastwood, Eli Wallach und Lee van Cleef, den Stars seiner Dollar-Triologie, besetzen um dieser einen würdigen Abschluß zu geben. Leider hat dies nicht geklappt, da Clint Eastwood bereits im großen Hollywood für den Western "Hängt ihn höher" unterschrieben hatte. Einer der ganz großen Stars des Films ist natürlich auch Ennio Morricone, welcher wie bei fast allen Leone Filmen für die Musik zuständig war. Diesmal schuf er mit seiner Filmmusik ein Score für die Ewigkeit, ein Score das zu einem Markenzeichen dieses Films geworden ist. Traurig daran ist wohl das Morricone für seine unzähligen erstklassigen Filmmusiken bis heute keinen Oscar erhalten hat, aber dies ist auch wieder mal typisch für Hollywood. Kurz zur Handlung dieser nicht sehr dialogreichen "Pferdeoper". Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton schreckt mir Unterstützung des eiskalten Killers Frank auf der Suche nach Macht und Reichtum vor nichts zurück. Sein großes Ziel ist es, das Grundstück welches die ehemalige Prostituierte Jill von Ihrem ermordeten Mann geerbt hat, als wichtigen Eisenbahnstützpunkt in seinen Besitz zu bekommen. Ein schweigsamer Fremder ersteigert das Grundstück und schenkt es der Witwe zurück. Dies bringt den Killer Frank in Rage und er fordert den Fremden zum Duell. Was er nicht ahnt ist, das dieser sowieso auf der Suche nach Ihm war um eine offene Rechnung zu begleichen. "Once Upon A Time in The West" ist ein Film den man meiner Meinung nach nur hassen oder lieben kann. Ich selbst gehöre zu den Verehrern dieses bildgewaltigen Stücks Kinogeschichte. Bis heute, knapp 40 Jahre nach Veröffentlichung, hat der Film nichts von seiner Faszination eingebüßt. In den USA kam der Film leider erst 10 Jahre nach Erscheinen zu der Ehre die Ihm gebührte, den urprünglich spielte der Film 1968 in den Staaten nicht einmal eine Million Dollar ein. Im anscheindend anspruchsvolleren Europa wurde das Meisterwerk umgehend zum Kassenhit und gehört unter anderem in Frankreich immer noch zu den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Die DVD selbst ist für mich fast optimal gelungen. Einziger kleiner Kritikpunkt ist der fehlende deutsche Dolby Surround Ton, was ich aber nicht so schlimm finde wie einige Vorredender da der Film auch im Stereoton absolut wuchtig rüberkommt. Die Doppel DVD selbst steckt in einem sehr schön gestalteten Pappschuber und ist mir wirklich exzellentem Bonusmaterial ausgesattet. Unter anderem befinden sich Interviews mit Sergio Leone, Claudia Cardinale, Henry Fonda, u.a. sowie eine Bidlergallerie, mehrere Dokumentationen und sogar der Orginal Kinotrailer auf der DVD. Dazu gibt es noch ein sehr informatives 8-seitiges Booklet Alles in allem eine nahezu perfekte Ausgabe dieses Meisterwerks und dafür kann es nur 5 Sterne geben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
101 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Irgendeiner wartet immer",
Von Andreas S. "AS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] (DVD)
~"Erfahrungsbericht der Erstbesichtigung" von einem, der seit langem in diesen Film verliebt ist, bislang aber nur die deutsche Fassung kannte. Inhaltlich sei auf die zahlreichen Rezensionen verwiesen, falls es derer bei diesem Werk überhaupt bedarf. Lange hat es bis zur Veröffentlichung gedauert, auch die Ankündigung wurde mehrere Male nach hinten revidiert, viele Rezensionen mussten sich immer wieder mit Vermutungen abgeben oder Wünsche formulieren. Jetzt ist die DVD da und viele Befürchtungen sind glücklicherweise nicht bestätigt worden. Das gute Stück ist klasse. Schon gestalterisch ein Genuss. Zwar wurde nicht das altbekannte Kinoplakat verwendet, aber das Motiv ist eine würdige Variante. Doppel DVD, zentral aufklappbares Digipack im Pappschuber und links noch eine Klappe mit einem üppigen Booklet zur Entstehungsgeschichte des Films. Alles in einem matten Papier, das nicht so leicht Fingerabdrücke zeigt (vgl "Pate" oder "Es war einmal in Amerika"), mindestens genauso edel wirkt wie glanzlackiertes und hier auch hervorragend zur sandigen Kulisse passt. Eine DVD enthält im wesentlichen den Film, die andere zahlreiche Zusätze, wie praktisch! Der Film hat vier Sprachfassungen - Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch - und unzählige Untertitel. Deutsch ist obligatorisch, Englisch eigentlich auch, Spanisch ist sehr lustig, ohne eigene Bedeutung allerdings und Französisch ist noch lustiger, hat allerdings den Charme, dass der Film in Frankreich zumindest lange Zeit bei weitem am erfolgreichsten war. Schade ist natürlich, dass Italienisch nicht enthalten ist, immerhin sind die wichtigsten Personen hinter der Kamera und die göttliche Claudia aus Italien, dem Land, in dem der Film, mit etwa einem Jahr Vorlauf, uraufgeführt wurde. Klanglich sind die drei Synchronfassungen vergleichbar und ziemlich mäßig. Mono und recht undynamisch. Erheblich besser ist da der Originalton, der sowas ähnliches wie einen Raumklang produziert. Richtig Stereo klingt das nicht, aber deutlich besser als mono. Mehr Dynamik wäre auch hier noch möglich und schön, vor allem würden die musikalischen Effekte dann drei Tage Gänsehaut bescheren, aber so muss halt jeder für sich ein eigenes Soundnachdesign vornehmen. Schwamm drüber, das wird alles seine Gründe im Rohmaterial haben und wir wollen uns ja endlich freuen. Völlig überraschend sind ein paar Differenzen in der deutschen Synchronisierung. Eigentlich ein anderer Film! Die Originalfassung, die ich jetzt endlich zum ersten Mal genießen durfte, ist viel gradliniger, ja fast emotionsloser. Gerade einige der markigsten Sprüche scheinen der Feder des Synchronteams entsprungen zu sein: Cheyenne wird in der Absteige von seinen Leuten abgeholt und antwortet auf die Provokation von Mundharmonika, drei Langmäntel seien tot: "My men don't get killed!", anders: "Meine Männer begehen keine Massaker!" Abgesehen vom höheren Sympathiewert der deutschen Version, ist diese dramaturgisch zumindest bedenklich, wenn nicht sogar falsch. Denn woher weiß Cheyenne vom Massaker, das seine Leute ja in der Tat nicht begangen haben? Und abgesehen davon sprach Mundharmonika von einer ganz anderen Szene, die vieles, aber jedenfalls kein Massaker war. In der Liebesszene spricht Frank deutlich aus, dass es schade ist "to kill you" und deutet dies im Deutschen nur ganz unterschwellig an. So wird Frank zwar charmanter, aber gleichzeitig auch fieser. Gegen Schluss, als Mundharmonika seine Sachen holt, kund tut, gehen zu müssen und beim kurzen Innehalten Sweetwater noch eine gute Zukunft prognostiziert, fragt sie: "When do you visit Sweetwater?" und indem er losgeht murmelt er nur: "Someday". Im Deutschen dagegen suggeriert sie: "Sweetwater wartet auf Dich" woraufhin er beim Losgehen feststellt: "Irgendeiner wartet immer!" - Das muss man erst mal sacken lassen. Das hat mal Gewicht. So eine Aussage bekommt man nicht alle Tage geboten. Das meine ich völlig ernst. Zwar ist das ganz erstklassige Lagerfeuerromantik oder besser heutzutage Stammtischromantik wie: "Manchmal muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss!", aber das kommt ja nicht von ungefähr, diese Qualität zur Verwendung unter richtigen Männern. Fast scheint es, dass der ganze Film nur auf diese Aussage hinleitet und dass dieses Ergebnis ebenso nüchtern wie war ist. Aber nach Kenntnis der Originalfassung bleibt von alledem wenig. Noch ein letztes, das entscheidende Beispiel, die Schlüsselszene, in der Mundharmonika Franks Fragerei nach seinem Namen beendet, indem er ihm die Mundharmonika zwischen die Zähne und die letzten Atemzüge drückt und endlich sagt: "Spiel mir das Lied vom Tod!" - In der Originalfassung: "Keep your loving brother happy." - Hundsgemein zwar aber ohne den (vielleicht) übertriebenen Pathos der deutschen Fassung. - Ein Mythos wankt. Hier geht es ja nicht nur um einen sehr freien deutschen Titel, der damals schon sehr reißerisch anmutete und so vermutlich viele zarte Gemüter vom Kino fern hielt, wie er echte Helden anzog und bei Kindern wie mir eine enorme Faszination des Gefährlichen und Morbiden auslöste. Wohl kalkuliert vom deutschen Verleih, was sich im Verkauf des Soundtracks, dem "Lied von Tod" auch heute immer noch zeigt. Wer hat nicht in irgendeiner Form das "Lied vom Tod" zu Hause und spielt es regelmäßig am Schluss der Party, um dem letzten, auf der Couch eingeschlafenen auch noch einen dramatischen Abgang zu verschaffen? Nein, hier geht es um mehr, die deutsche Präsentation macht Rache zu "dem" Motiv des Films. Nicht wie im Original nur ein kurzes Aufflackern von einem Sinn, bevor der Protagonist weiterzieht, auf der Suche nach dem wahren Ziel und dem Motiv dahinter, schwer beladen mit der Vermutung es nicht zu finden. Aber wer noch kann, sollte wenigstens suchen. Aufgeben muss schließlich nur der, der stirbt. Den wirklich Suchenden vermag auch keine Frau davon abzuhalten. Diese Rache wird begleitet vom wahrlich nervenaufreibenden Jammern der Mundharmonika, noch verstärkt vom markerschütternden Klang der E-Gitarre. Ennio Morricone quält den Zuschauer regelrecht zu diesem Höhepunkt der Handlung hin und welche Erlösung bringt uns schließlich der Tod von Frank. In Deutschland bekam das Motiv noch eine Höhere Ebene, indem das Lied vom Tod es war, das Unheil, aber auch die Erlösung brachte. All das soll keinerlei Entsprechung im Original haben? So oder so ist das Motiv "Rache" wesentlicher Bestandteil des Films, aber nicht in dieser Überspitzung. Das Lied vom Tod kennt das Original nicht und der Titel legt auch den Fokus anders. "Once upon a time" legt den Schwerpunkt auf die Suche und die Rache als Bestandteil davon verliert sich just im Moment des Verhalls der quälenden Klänge. Der einzelne hat nichts gewonnen, auch der Tod hat nur kurz gewonnen, denn es geht immer irgendwie weiter - Sweetwater entsteht. Der deutsche Titel ist somit sehr übersteigert und erfüllt noch nicht einmal die Qualifikation eines Zitats. Ich bin ratlos. Warum sagt mir das keiner und lässt mich so ins offene Messer oder besser ins Leere rennen? Ob das Original Drehbuch italienisch war und davon sämtliche Fassungen abgeleitet wurden, könnte eine Erklärung dafür sein, dass der Unterschied zwischen Deutsch und Englisch gar so groß ausfiel. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Film englisch gedreht wurde; Zweifel beseitigt ein Vergleich der Lippenbewegungen. Also sollte für alle damals Beteiligten diese Fassung die Referenz bedeutet haben, womit eine echte Erklärung sich gerade nicht aus der Sache selbst heraus ergibt. Eine Erklärung wird vielleicht das Zusatzmaterial liefern, dem ich mich noch nicht widmen konnte und das ich daher hier auch nicht rezensieren kann, aber für mich gibt es jetzt zwei Filme. Jeder hat eine eigenständige Bedeutung. Nächste Maßnahme meinerseits wird sein, den Film durchgehend auf englisch anzusehen, ohne ständig zwischen den Sprachen zu springen. Vielleicht ergibt sich so eine andere Aussage. Dass zumindest die Stimmung der deutschen Fassung erheblich abweicht, sollte hier deutlich geworden sein. Dass das keinerlei Kritik darstellt, möchte ich noch einmal ausdrücklich herausstellen. Keiner kann uns die Fassung nehmen, mit der wir groß geworden sind und die wir lieben. Umso spannender und wichtiger ist aber auch diese DVD Veröffentlichung. Und eins weiß ich schon jetzt, sie wird mir noch viel Freude bereiten, so oder so. "Die DVD wartet auf Dich, wann wirst Du sie wieder ansehen?" - "Someday" ... "Nein jetzt." - "Warten war früher!" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs) [Special Collector's Edition] von Sergio Leone (DVD - 2003)
Gebraucht & neu ab: EUR 2,99
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