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Kundenrezensionen

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am 3. Januar 2010
Was sich hinter dem kümmerlichen, vollkommen reizlosen DVD-Cover verbirgt, hat es in sich. Guillermo Del Toro ist anders. Wenn er seine archetypischen Charaktere auf isolierter Naturbühne vor der Folie des Spanischen Bürgerkriegs ein tränenlastiges Drama um Schuld, Vergeltung, Habgier, Einsamkeit und unerfüllte Liebe aufführen lässt, wird man ihm mit Begriffen wie "Horror", "Thriller" oder "Schocker" nie und nimmer beikommen. Sein Hang zu Symbolismus und romanisch geprägtem blutgetränktem Pathos - hier noch durch schwermütige Verse unterstrichen - wird ganz sicher nicht auf allgemeine Zustimmung stoßen, und außerdem könnte man ihm vorwerfen, daß seine Tragik manchmal gesucht erscheint. Nur liegt die Kraft dieses Films eben nicht vorrangig in seiner Geschichte mit ihrem irritierenden Ende; sie liegt in seinen Bildern: Bildern wie dem einer langsam und unerbittlich fallenden Bombe, dem einer ästhetisch-kunstvollen Beinprothese aus Holz und Metall, und jenem, das den Geist eines ermordeten Waisenjungen zeigt - Santi, dem tragischsten aller Filmgespenster -, wie er reglos, einer traurigen Puppe gleich, unendlich verlassen auf der Oberfläche des Wasserbeckens steht, in das er einst geworfen wurde. Del Toro ist anders; man kann ihn mögen oder ihn verabscheuen. Ich mag ihn. Für seinen beeindruckenden Eigensinn, der in El Espinazo Del Diablo seine wohl schönste Ausprägung findet.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Juni 2015
Das Cover der DVD ist unfassbar nachlässig und unattraktiv gestaltet. Allein schon der Gedanke, dunkle Schrift auf dunklem Grund zu verwenden! Dazu eine Bildcollage, auf der man nichts bzw. nichts Relevantes erkennt. Das hätte jede Computer AG einer Grundschule besser hinbekommen (das Cover der zweiten Auflage – hier abgebildet – ist professioneller, aber nicht aussagekräftiger). Und dann die Inhaltsbeschreibung auf dem Backcover: Die Story wird so dargestellt, dass der historische Kontext – Spanischer Bürgerkrieg – vollkommen unkenntlich wird. Vermutlich wollte man potenzielle Käufer nicht abschrecken, die allein auf Splatterszenen aus sind. Sollte es derartige Käufer tatsächlich geben, werden sie wohl ziemlich enttäuscht worden sein.

Wovon handelt »El espinazo del diablo – The Devil’s Backbone«? Es ist das Spanien des Jahres 1939, der Bürgerkrieg ist so gut wie entschieden zugunsten der Faschisten. Der Handlungsort ist das Waisenhaus Santa Lucia, es liegt nicht, wie der Klappentext meint, »auf einer einsamen Anhöhe«, sondern – im Gegenteil – mitten auf einer verlassenen, sonnenverbrannten Ebene, wie eine Burg im Nichts. Die Kinder sind die Waisen von Eltern, die auf Seiten der republikanischen Armee gekämpft haben. Die republikanische Armee ist fast am Ende, und auch die Versorgung der Waisen steht kurz vor dem Zusammenbruch. Es droht die Entdeckung und Gewalt durch die faschistischen Kräfte. Die Kinder müssen oft hungern, auch alles andere ist karg. Wie ein Symbol der unhaltbaren Zustände steckt auf dem Hof des Waisenhauses eine riesige Fliegerbombe kopfüber im Dreck, von der niemand genau zu sagen vermag, ob sie womöglich noch intakt ist.

Unterrichtet werden die Kinder durch den gebildeten Professor Casares (Federico Luppi) sowie durch die Leiterin des Waisenhauses, Carmen (Marisa Peredes), die ein Holzbein trägt. Weiterhin gibt es noch eine Köchin, die Haushaltshilfe Conchita sowie den ehrgeizig-virilen und überaus zwielichtigen Verwalter Jacinto (Eduardo Noriega).

Die Geschichte setzt ein, als Carlos, ein zwölfjähriger Junge, ins Waisenhaus gebracht wird. Nur widerstrebend wird er aufgenommen. Er hat Schwierigkeiten, in die Gruppe der anderen Jungen aufgenommen zu werden. Aber er spürt, dass ein Geheimnis, das sich um eine vergangene Gewalttat dreht, wie eine Last auf dem Haus liegt. Carlos nimmt Phänomene wahr, die auf ein Gespenst verweisen. Schließlich eskalieren die Ereignisse. Die inneren Spannungen im Waisenhaus und der Druck der äußeren Bedrohung entladen sich in einer Katastrophe.

Guillermo del Toros dritter Film beruht ebenso wie sein erster, »Cronos« (1992), auf einer eigenen Idee. Für das Drehbuch wurden dann Antonio Trashorras und David Muñoz hinzugezogen, die eigene Ideen einbrachten. Produziert wurde der Film von Agustín Almodóvar.

Was einen als Zuschauer sofort für den Film einnimmt, ist die visuelle Gestaltung. Die fließenden Bewegungen der Kamera von Guillermo Navarro ziehen einen förmlich in die Geschichte. Dazu kommt die exzellente Farbdramaturgie. Aber auch die Wahl der Location und die Ausstattung (allein die riesige Fliegerbombe!) beeindrucken. Gleiches gilt für die schauspielerischen Leistungen, was die Kinder einschließt.

Die Geschichte ist in einem seltsamen, aber jederzeit glaubwürdigen Zwischenreich von historisch konkreter Situation einerseits und übersteigerter kindlicher Imagination andererseits angesiedelt. Da ist das Waisenhaus, das wie eine Burg im diffus bedrohlichen Nichts liegt. Da ist das Haus, in dem die Gespenster der Vergangenheit hausen. Und da ist ein ganzes System von allegorischen Verweisen. Das in Bernstein eingeschlossene Insekt findet zum Beispiel seine Entsprechung in den in bernsteinfarbener Flüssigkeit eingelegten Föten, die wiederum auf menschliche Körper in einer anderen bernsteinfarbenen Flüssigkeit verweisen.

Eine komplexe Fabel, die in überwältigender Manier erzählt wird. Thematisch wie stilistisch nimmt del Toro den Faden in »Pans Labyrinth« (2006) wieder auf. Beide Filme zeigen, dass man von del Toro noch einiges erwarten darf. Umso enttäuschender, dass er sich zuletzt für einen jämmerlichen Mist wie »Pacific Rim« (2013) hergegeben hat.

Die Extras enthalten neben den handelsüblichen Trailern, dem Making-of sowie einem Behind-the-Scenes auch ein ca. zehnminütiges Gespräch mit del Toro, das recht interessant ist, aber irgendwie verstümmelt wirkt. Dazu gibt es Einblicke in die bemerkenswerten Storyboards, die von dem großen Comickünstler Carlos Giménez (*1941) stammen.
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am 13. März 2003
In Kritiken zu diesem, Guillermo del Toros ernstesten Film wird immer wieder SIXTH SENSE als Bezugspunkt aufgeführt. Warum? Nur, weil in beiden Filmen Geister auftreten und ein Kind die zentrale Rolle spielt? SIXTH SENSE ist (intelligentes) Hollywood-Kino. THE DEVIL'S BACKBONE dagegen ist zutiefst europäisch - was einerseits den Aufbau der Story und die Erzählweise angeht, aber vor allem auch, was die Hintergründe und Rahmenbedingungen des Ganzen betrifft.
Daß der Film zum Ende des spanischen Bürgerkrieges spielt, in einer Zeit also, in der es so aussieht, als würden Idealismus und Hoffnung auf Freiheit endgültig besiegt von Brutalität, Resignation und Repression, ist kein Zufall. Genauer betrachtet, spiegeln sich diese Rahmenbedingungen sogar eins zu eins in der Story wieder; die erzählte Geschichte ist nichts anderes als eine konsequente Analogie zur tatsächlichen Zeitgeschichte. Und geht natürlich darüber hinaus: in ihren fast universell gültigen Aussagen, und in den übersinnlichen Elementen, die aus der bloßen Politparabel hervorragende, düstere, atmosphärisch dichte Unterhaltung machen. Dennoch: jenseits jeden sanften Gruselns, das die Story hervorrufen kann, wartet auf die Protagonisten der wahre Horror erst am Ende des Films: als sie in die trostlose Zukunft eines Spaniens unter jahrzehntelanger faschistischer Herrschaft entlassen werden.
Definitiv ein ernsthafter Film, der weit mehr durch seine Atmosphäre, die guten schauspielerischen Leistungen (insbesondere der kleine Carlos ist hervorragend besetzt) und durch seine Aussagen fesselt, als durch Story-Idee und Verlauf derselben. Es gelingt dem Film auf beeindruckende Weise, den Zuschauer in die Situation hineinzuversetzen, in der sich die Figuren (sowohl zeitgeschichtlich als auch im Rahmen der Story) befinden - man lebt das alles förmlich mit. Den Zustand zwischen Verzweiflung und Resignation, in dem sich die Schule im spanischen Niemandsland und die Leiter der Schule befinden; den Zustand als Außenseiter und Opfer, den Carlos erlebt. Und auch die Dramatik, mit der sich das Leben der Figuren zum ausweglosen Höhepunkt hin bewegt.
Abzüge für mich: Eduardo Noriega in einer wichtigen Rolle, der m.E. nur mäßig talentiert ist und hier deutlich überagiert. Und seine Figur ist einfach ein bißchen zu klischeehaft gezeichnet. Und vielleicht gibt es auch ein paar Längen zu viel im Film.
Insgesamt aber definitiv für jeden sehenswert, der einen ernsten, "wertvollen" und trotzdem packenden, düsteren und - trotz der vielen jugendlichen Darsteller - sehr erwachsenen Film erleben möchte. Einen in jeder Hinsicht europäischen Film.
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am 4. August 2002
Guillero del Toro ist definitiv DER Meister des Horrors. Verband er bei seinem Debut CRONOS alte Vampirmythen mit dem modernen Splatterfilm zu einem originellen Neuen, so kombiniert in EL ESPINAZO DEL DIABLO, so der Originaltitel, gleich drei Subgenres miteinander, Haunted House-Horror, Mystery-Thriller und zugleich bewegendes Drama um Einsamkeit und Verlassenheit. Auf diese Art und Weise entstand ein origineller und dieser Form noch nicht da gewesener Geisterfilm. Dachte man, del Toro könnte seinen CRONOS nicht mehr übertreffen so ist man nach diesen 105 spannenden und bewegenden Minuten eines besseren belehrt. Bereits mit seinen Auftragsarbeiten MIMIC und BLADE 2, die beide durch ihre eigene, spezielle Düsternis hervorstachen, hat er bewiesen, das er es besser kann als alle Horrorfilmer Hollywoods zusammen. Doch lässt man ihn Independent-Filme wie diesen drehen, dann kann man beinahe schon im Vorraus von einem Meisterwerk ausgehen. Ein Platz unter den Top 10 der besten Horrorfilme aller Zeiten dürfte THE DEVIL`S BACKBONE auf jeden Fall sicher sein.
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am 19. Mai 2015
Ein Film der auch heute in vielen Ländern an Bedeutung gewinnt !!!!
Ein Film der auch in Europa in den Kinos geigt werden sollte damt vielen Erwachsenen und Jugendlichen ein Spiegel vorgehalten wird und
zum Nachdenken anregt.
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Klassisches Gruselkino von Blade II und Mimicmacher Del Toro. Wunderschön aufgenommen im Stil von DELIKATESSEN oder den BORGERN, wobei man über das Ausleuchten und Austatten das Schauspielern nicht vergessen hat. Ganz im Gegenteil, hier wird spitzenmäßig gemimt.
Auch der Sound ist brilliant. Sonore, modulierende Flächen die von Brian Eno oder Bill Nelson stammen könnten, dazu ein Flüstern und Zischen, welches wohlige Gänsehaut auf die Unterarme pinselt, und allerhand andere Geräusche verdichten sich zu einer genialen Atmosphäre. Die Musik treibt das Ganze noch auf die Spitze. Del Toro verzichtet fast ganz auf Splattereffekte, aber die Effekte die verwendet werden, ganz zuforderst der "Geist" des kleinen Jungen, haben es in sich. Ganz große Klasse!
Ebenfalls wohltuend ist die Tatsache, daß der Plot nicht religiös bewegt ist. Kein pferdefüßiger Herrscher der Unterwelt, wie man eventuell vom Titel her schließen könnte, der die Welt von uns Sterblichen aufmischen will und dem man nur mit Weihwasser beikommen kann. Hier ist, wie bei THE OTHERS oder SIXTH SENSE, eher New Age angesagt. Die Geisterwelt existiert halt und damit basta. Der ans Kreuz geschlagene Jesu Christi wird sogar nur zum Vorschein aus dem Schuppen geholt, damit man als Kommunistenfluchtort nicht enttarnt wird.
Der Inhalt des Drehbuches offenbart alles was die menschliche Seele zu bieten hat. Gier, Liebe, Verzweiflung, Poesie, Haß, Mitgefühl, Gewalt, Mut und und und ... klingt nicht vergnüglich, ist es aber. Es braucht ja schließlich immer etwas besonders Schlimmes, um einen Geist entstehen zu lassen ... >was ist ein Geist? Ein schreckliches Ereignis, daß dazu verdammt ist, immer und immer wieder statt zu finden! Ein Augenblick des Schmerzes vielleicht; etwas Totes, was für einen Moment zum Leben zu erwachen scheint; ein Gefühl, daß in der Zeit erstarrt ist, wie eine unscharfe Fotografie, wie ein in Bernstein gefangenes Insekt< ... das ist nicht von mir, das ist das Intro aus dem Off gesprochen.
Ein Film also, der uns als Sprachsample in diversen Tekknostücken auf den Tanzfächen der Clubs entgegenschallen könnte, dann aber wahrscheinlich auf espagnol; allerdings nicht mit so markigen Sprüchen wie T2 oder HELLBOUND, aber immerhin. Hinzu kommen pfiffige, kleine Wendungen, eine intelligente Kriminalgeschichte sowie surreale Momente in der realen Handlung, ich sag nur Limbuswasser und die Sexualität wird nicht ausgegrenzt; sowas hätten wir aus Hollywood nicht zu sehen bekommen. Clever, clever!
Fazit: Geht voll in Ordnung so, kann man sogar mehrmals gucken und deshalb in die Sammlung überführen. Hervorragendes europäisches Kino.
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am 12. März 2007
Wer hier einen Horrorfilm in dem SInne, wie ihn das Mainstreamkino kennt, erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Zwar hat der Film durchaus seine Schockmomente. Diese fallen aber im Vergleich zu den üblichen Genrevertretern sehr milde und subtil - sprich: kein spritzendes Blut o.ä. - aus. Aber mal ganz ehrlich: wer sich ein bisschen in der Filmlandschaft auskennt, weiss ja wohl, dass Guillermo del Toro nunmal keine Splatterfilmchen macht. Wer das nicht weiss, soll sich nicht beklagen, wenn er sich ausnahmsweise einen guten Film anschauen muss.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Dezember 2009
Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro ist einer der bedeutendsten Filmemacher dieses Jahrzehnts. Er wird auch bei der Verfilmung von Tolkins "Der kleine Hobbit" auf dem Regiestuhl sitzen.
Sein künstlerisch und kommerziell bislang grösster Erfolg gelang ihm mit dem faszinierenden "Pans Labyrinth".
Ausserdem drehte er "Blade 2", die beiden Hellboy Filme und war Produzent von Juan Antonio Bayonas klassischem Geisterfilm "Das Waisenhaus".
Interessanterweise hat dieser Film einige Parallelen zu del Toros "The Devils Backbone" (Das Rückgrat des Teufels), der 2001 realisiert wurde und leider nie über den Status eines Geheimtipps hinaus gelangte.
Del Toro selbst bezeichnet diesen Horrorfilm, als seinen ersten eigenen Film. Bei seinen vorher entstandenen Werken "Miminc" und "Cronos", nahmen die Studios sehr viel Einfluss auf die fertigen Filme und seiner Meinung nach wurde seine künstlerische Freiheit zweitrangig angesehen.
Als Produzent für den Geisterfilm "The Devils Backbone" wurde Pedro Almodovar gewonnen.
Ein extem heisser Sommer, ein wunderbarer blauer Himmel. Doch der Sonne täuscht. Spanien im Jahr 1939 ist geprägt vom dreijährigen, erbittert geführten Bürgerkrieg.
General Francos Faschisten sind nahe daran, die linksgerichteten Republikaner in den Kampfhandlungen zu vernichten. Es ist eine düstere Zeit voller Panik und Furcht.
Im Hof des Waisenhauses Santia Lucia ragt eine riesige Bombe. Zum Glück ein Blindgänger der nie detonierte. Nach dem Entschärfen blieb er als Symbol des grausamen Krieges dort stehen.
Die mitten in einem wüsten Landstrich gelegene Schule wird vom gutmütigen Professor Casares (Federico Luppi) und der einbeinigen Direktorin Carmen (Marisa Paredes) geleitet, Helfer der beiden ist der junge Hausmeister Jacinto (Eduardo Noriega). Heimlich unterstützen sie die linken Truppen.
In der Nacht als die Bombe fiel, verschwand auf merkwürdige Weise der Junge Santi (Junio Valverde).
Doch die Reihen werden in diesen Zeiten schnell gefüllt. Der verwaiste Carlos (Fernando Tielve) wird hier abgegeben. Zuerst muss sich der Neue in den Reihen der anderen Jungs etablieren, das geht aber nur, wenn auch der heimliche Boss Jaime (Inigo Garces) ihn akzeptiert...
Wie bereits in "Pans Labyrinth" gelingt es del Toro meisterlich zwei völlig unterschiedliche Arten des Schreckens als faszinierende Einheit zu zeigen. Einmal der Schrecken des realen Lebens und zum zweiten der Schrecken, der durch das Übernatürliche entsteht.
Zum alltäglichen Überlebenskampf und der Kindheit im Krieg auf dem Weg zum Erwachsenwerden gesellen sich unheimliche Erscheinungen. Tote Gestalten von der Zeit eingefroren, die möglicherweise vor etwas Schrecklichem warnen.
"Devils Backbone" ist noch beklemmender als Pans Labyrinth, der Film ist superb fotographiert und hat durchgehend eine eindringliche, düstere aber auch schöne melancholische Atmosphäre.
Einer der besten 20 Filme des ausgehenden Jahrzehnts.
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am 10. Dezember 2015
Wunderschön, traurig und höllisch spannend ist dieser spanische Film des mexikanische Filmemachers. Tolle Schauspieler, fantastische Kulissen
und die wunderbare Kameraführung, machen aus einer taurigen Geistergeschichte, ein vielschichtiges Meisterwerk. Erkennt man auch in den amerikanische Filmen, wie Hellboy, die Handschrift Del Toros, so sind die europäischen bzw. spanischen Filme, ungleich interessanter. Ach ja,
ähnlich wie bei Cronos ist das Cover zu Devils Backbone unter aller Kajüte.
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am 1. Dezember 2005
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich diesen Film gesehen habe, aber da es ihn jetzt auf DVD gibt, werde ich mir ihn auf jeden Fall zulegen.
Ich finde ihn im Gegensatz zum anderen Rezensenten durchaus gelungen. Nicht nur als Gruselfilm, der gekonnt eine recht spukige Atmosphäre etabliert (wer sich bei Dark Water gruselt, der wird auch an diesem Film sicherlich Gefallen finden; ich persönlich finde, dass Wasser eine ausgesprochen furchtbare Angelegenheit sein kann).
Vor allem aber ist der geschichtliche Hintergrund - Spanien zu Beginn der Franco-Ära - nicht bloß Hintergrund, sondern der Film ist auch eine Parabel auf die Situation der spanischen Gesellschaft und wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen möchte. Besonders die nicht explodierte Bombe, die im Boden des Hofes des Kinderheimes steckengeblieben ist, ist ein starkes Symbol, das die Spannung im Film erhöht und die Spannung, unter der die Figuren stehen, zum Ausdruck bringt.
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