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5.0 von 5 Sternen Gelungene Händel-Interpretation, 21. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Händel - Jephta (Jephtha) / RIAS-Kammerchor, Akademie für Alte Musik, Creed (Audio CD)
Händels letztes Oratorium „Jephtha" ist sicherlich eines seiner schönsten Werke überhaupt. Er stellt gewissermaßen den Höhepunkt jener Form des Oratoriums dar, die von Händel erfunden worden war. Darum überrascht es nicht, dass immer wieder einmal Neueinspielungen auf den Markt kommen - ein Schicksal, das nicht viele Händel-Oratorien teilen (vom „Messiah" natürlich abgesehen). Die attraktivste Aufnahme der letzen Jahre ist die 1994 entstandene 3-CD-Box unter der Leitung von Marcus Creed, die jetzt bei dem „Billiganbieter" Brilliant Classics erschienen ist. Dieser „Jephtha" bietet alles, was eine gute Einspielung haben muss und ist eine echte Alternative zu der Gardiner-Version, besonders was die Klangtechnik angeht. Marcus Creed entwickelt eine elegante, genaue, spielfreudige und klanglich ausgezeichnete Deutung dieses Oratoriums, wobei ihm mit dem RIAS Kammerchor und der Akademie für Alte Musik zwei exzellente Klangkörper zur Verfügung standen. Hier erlebt man, dass Alte Musik nicht so antiseptisch und aalglatt sein muss, wie man immer wieder erleben muss. Vielmehr entwickeln Chor und Orchester das durchaus dramatische Geschehen dieses Werkes, spüren seine Ecken und Kanten auf, haben Sinn für Händelsche Klangkraft (zum Beispiel in dem mitreissend gestalteten Chor „When his loud voice in thunder spoke"), aber auch für die tiefe Niedergeschlagenheit des „How dark, o Lord, are thy decrees", über dessen Komposition Händel vorübergehend erblindete. Aber auch die Solisten tragen beträchtlich zum guten Klang dieser Aufnahme bei. So überzeugt John Mark Ainsleys Jephtha nicht nur aufgrund der stimmigen Charakterisierung, sondern auch gerade wegen seiner exzellenten Stimmbeherrschung und seinem silberig klaren Timbre. Sehr schön auch Michael Georges Zebul, der sich durch eine gelungene Kombination von Kraft und Eleganz auszeichnet. Wunderbar auch Christiane Oelze (Sopran) und Countertenor Axel Köhler, die besonders in dem arkadisch schönen Duett „These labours past" glänzen. Was wundert es einen da, dass sich nun auch noch Catherine Denleys Storge harmonisch einpasst, wenngleich ihre Paradearie „Scenes of horror" noch etwas dramatischer hätte sein dürfen. Insgesamt handlet es sich bei diesem „Jephtha" um einen echten Glücksfall für die Händel-Diskografie.
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