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5.0 von 5 Sternen Rückkehr zu kürzeren Tracks
1974 erschien War Child als Nachfolgealbum von A Passion Play. Jetzt muss man wissen, dass A Passion Play ursprünglich als Doppelalbum geplant war. Kosten und katastrophale Aufnahmebedingungen vereitelten diesen ehrgeizigen Plan. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt: A Passion Play wurde das Nachfolgekonzeptalbum zu Thick as a Brick, für das Jethro Tull...
Veröffentlicht am 5. August 2007 von Rock Tullie

versus
3.0 von 5 Sternen Schwer zugängliches Tull-Werk
Nach der Bauchlandung mit "A Passion Play" wollte Ian Anderson wieder eine "normale" Platte mit kurzen Einzeltracks aufnehmen. Einige Songs stammen noch aus der Zeit vor "A Passion Play" und sie wurden für "War Child" wiederbelebt. Doch auch ohne großes Konzept finde ich nur schwer Zugang zu dieser CD. Mich stören die aus...
Vor 17 Monaten von Christoph Werwein veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr zu kürzeren Tracks, 5. August 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
1974 erschien War Child als Nachfolgealbum von A Passion Play. Jetzt muss man wissen, dass A Passion Play ursprünglich als Doppelalbum geplant war. Kosten und katastrophale Aufnahmebedingungen vereitelten diesen ehrgeizigen Plan. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt: A Passion Play wurde das Nachfolgekonzeptalbum zu Thick as a Brick, für das Jethro Tull viel Kritik haben einstecken müssen. Aus heutiger Sicht scheint die Kritik bisweilen doch arg überzogen. Ian Anderson fühlte sich damals aber veranlasst, sich von dem Anspruch, Meisterwerke veröffentlichen zu müssen, zu verabschieden. Und so ist War Child wohl auch ganz bewusst kein Meisterwerk geworden. Es sollten heitere und unbeschwerte Songs werden, ein wenig nach dem Motto: "A little light Music." (Das hat Ian später auch mal als Titel für ein tolles Livealbum gewählt). Auf War Child ist ihm das Leichte und Unbeschwerte nicht durchgängig gelungen, was daran liegen könnte, dass noch viele musikalische Ideen aus der A Passion Play - Zeit übrig geblieben sind. Und A Passion Play war beileibe keine leicht Kost. Sicher verbrieft sind zwei Songs aus A Passion Play. Only Solitaire findet sich auf Night Cap, wo die Ursprungsaufnahmen vom Chateau d''Isaster für den Hardcore Tullfan verewigt wurden. Bei Skating away ... sagte Ian später selbst, habe man sich zum Abbruch der Aufnahmen entschlossen. Beide Songs sind aber in der Akustiktradition von Jethro Tull erstklassig. Bei den übrigen Songs weiß ich nicht, ob es alte Ideen waren, manche machen den Eindruck, als hätten sie vorher in einem Kontext gestanden, z.B. War Child und Back-Door Angels, andere, wie z.B. Bungle in the Jungle nun überhaupt nicht. Bungle in the Jungle war in Amerika ein Singlehit und erfüllte Anderson's Wunsch nach Heiterkeit und Lockerheit. Two Fingers ist ebenfalls eine alte musikalische Idee, aber sie stammt noch von Aqualung. Es ist Lick your Fingers clean, welches auf Aqualung keinen Platz fand und erst zum 20jährigen auf CD zu haben war. Two Fingers ist ein guter Song, hat aber nicht ursprüngliche Intensität. Dieses war für mich eine Fehleinschätzung Anderson's, der ja mit den Aufnahmen von Aqualung immer unzufrieden war - bis heute. Das Ursprungsalbum War Child besteht aus den ersten 10 Songs, unter denen kein Ausfall ist, aber eben auch kein Meisterwerk. Soundmäßig ist das Album noch an A Passion Play angelehnt und stellt für mich ein - wenn auch gutes - Übergangsalbum in den 70ern dar. Das dann folgende Minstrel in the Gallery war dann schon ausgereifter. Auf der Remasteredversion gibt es 7 Bonustracks. Zumindestens 4 davon sind echte Perlen. Paradise Steakhouse, Rainbow Blues (sehr schön), Glory Row und Saturation. Glory Row war der Grund für mich, diese Remasteredversion zu kaufen, auch weil ich überhaupt kein Freund von Compilations bin und Glory Row und auch Rainbow Blues nur auf zwei verschiedenen Best of's zu finden waren. Ein kleiner Hinweis zum Coverartwork von War Child. In der Collage auf dem Backcover werden fotografisch alle 10 Albumsongs dargestellt. Trotzdem es in den 70gern deutlich bessere Scheiben von Tull gegeben hat, gebe ich schwache 5 Sterne. Da in diesem Jahr ein neues Tullalbum angekündigt ist, kann man mal großzügig sein.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kompakte Songs, breites stilistisches Spektrum, 15. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: War Child (Audio CD)
WAR CHILD (von 1974) bedeutete für Jethro Tull nach den zwei Alben mit je nur einem 40-Minutenstück (Thick as a Brick, Passion Play) die Rückkehr zum kompakten Song-Format der frühen 70er Jahre. Gleichzeitig war hier das stilistische Spektrum weiter als je zuvor und auch in der Instrumentierung wurden viele verschiedene Nuancen gesetzt. Vom kurzen Stück mit Akustikgitarre über Marschmusik, Streichern, Dudelsackklänge bis zu fetzigem Rock ist hier alles vertreten. Der Einsatz des Saxophons verleiht dem ganzen teilweise einen leichten Touch von Glam-Rock und Roxy Music Anklängen. Trotz der vielen Elemente klingt die Platte aufgrund einer sauberen Produktion dennoch weitgehend wie aus einem Guss und lässt sich auch im Jahr 2000 noch gut anhören. Zeitlose Songs für Liebhaber des etwas anspruchsvolleren Rocks.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit düsterem Bombast vollgestopft !, 17. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
Nach erstem Durchlauf und dem daraus resultierenden ersten Eindruck, ist WARCHILD ein noch immer stark an das mißglückte Konzeptalbum A PASSION PLAY erinnerndes Relikt. Laut Ian Anderson sind Passion Play und WARCHILD thematisch eng mit einander verbunden. WARCHILD ist sozusagen der zweite Teil der
A PASSION PLAY - Saga, welche sogar als Film geplant war, aber wie immer am Geld scheiterte. Die ersten beiden Songs WARCHILD und QUEEN AND COUNTRY erscheinen anfangs immer noch wie Überbleibsel aus den katastrophalen "Chateu d' Herouville" - Sessions, später von Anderson scherzhaft "Chateau d'saster" genannt, aus dessen Asche das unselige A PASSION PLAY entstand. Die besagten Songs klingen teilweise wie die albumumspannende Suite des Vorgängeralbums: Disharmonisch und unmelodisch, teilweise sogar kakophonisch, sind dennoch aber gut gemacht.Ignoriert man die ersten beiden Songs, bzw. den ersten Eindruck, den man von diesen hat, so ist WARCHILD immer noch ein sehr mutiges und herausragendes Konzeptalbum, welches lose am Vorgängeralbum anlehnt, aber dennoch offener ist. Auch die Songs BACK DOOR ANGELS und SEALION klingen sehr düster und bombastisch, sind vom Gesang aber melodischer und rhythmisch nicht so abgehackt wie die beiden ersten Songs des Albums. Man muss BACK DOOR ANGELS und SEALION zu den härtesten Nummern der Band einordnen, so wie ein Jahr später BLACK SATIN DANCER von MINSTREL IN THE GALLERY. Die beiden luftigen Singleauskopplungen SKATING AWAY und BUNGLE IN THE JUNGLE sind neben SEALION und BACK DOOR ANGELS absolute Juwelen des Albums. BUNGLE IN THE JUNGLE klingt herrlich frisch und unbekümmert, ebenso wie die akustische Nummer SKATING AWAY, mit seinem lustigem Intro, bei welchem Anderson am Frühstückstisch sitzt und sich Tee einschüttet und dabei die Melodie des Songs vor sich her summt.
Weitere Höhepunkte sind zweifelsohne THE THIRD HOORAH mit seiner sehr folkloristisch gehaltenen Grundmelodie, welche zum Ende hin vom Dudelsack und Ian Andersons Stimme vorgetragen wird (wer hätte gedacht, dass der Derwisch auch dieses Instrument beherrscht?), sowie TWO FINGERS, welches insofern ungewöhnlich ist, da es sich hierbei um eine variierte Bearbeitung des Songs LICK YOUR FINGERS CLEAN von der remasterten Ausgabe von AQUALUNG handelt. Der Text von LICK YOUR FINGERS CLEAN wurde unverändert belassen, die Grundmelodie ebenfalls, dennoch wurde dieses Stück vollkommen umarrangiert und umstrukturiert, ehe es zum wesentlich anspruchsvolleren TWO FINGERS wurde. Als dominante Instrumente wurden nämlich Akkordeon und Akustikgitarre verwendet, wohingegen man beim Ausgangsstück auf Klavier und Flöte setzte, welche aber bei TWO FINGERS ebenfalls nicht zu kurz kommt, ebensowenig wie die E-Gitarre. Besonders lobenswert sind an dem Album aber die zahlreichen Bonustracks (sieben an der Zahl!), als da wären: Das an THE HARE WHO LOST HIS SPECTACLES erinnernde SEALION II mit Jeffrey Hammonds Sprechgesang, das sehr klassisch gehaltene, ausschließlich auf das Orchester und Andersons Querflöte beschränkte WARCHILD WALTZ und das genial jazzige Instrumental QUARTET, sowie die coole Rocknummer RAINBOW BLUES. Ähnlich wie auf PASSION PLAY spielen auch hier noch das Saxofon und der Synthetizer eine entscheidende Rolle, sind allerdings nicht mehr so penetrant wie auf erstgenanntem. Alle Instrumente sind hier gleichberechtigt, ebenso wie die doch sehr üppige und bombastische Orchestrierung, welche das Album aber umso schwerer im Magen liegen lässt, da sie nicht so dezent und gefühlvoll eingesetzt wurde, wie später auf MINSTREL IN THE GALLERY, sondern hier nur der Dramatik diehnte. Für Einsteiger in Sachen Tull ist das Album nicht zu empfehlen, da es immer noch sehr schwer im Magen liegt und noch viele Querverweise zu PASSION PLAY besitzt. Ausserdem klingt es, wie bereits erwähnt recht kakophonisch und disharmonisch und nicht so ausgewogen, wie die Mehrzahl der Tull-Veröffentlichungen. Die Band zieht hier allerdings das volle Register ihres Könnens und streift wirklich ALLE Musikrichtungen. SEHR UNKONVENTIONELL UND ÜPPIG!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit düsterem Bombast vollgestopft !, 17. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
Nach erstem Durchlauf und dem daraus resultierenden ersten Eindruck, ist WARCHILD ein noch immer stark an das mißglückte Konzeptalbum A PASSION PLAY erinnerndes Relikt. Laut Ian Anderson sind Passion Play und WARCHILD thematisch eng mit einander verbunden. WARCHILD ist sozusagen der zweite Teil der
A PASSION PLAY - Saga, welche sogar als Film geplant war, aber wie immer am Geld scheiterte. Die ersten beiden Songs WARCHILD und QUEEN AND COUNTRY erscheinen immer noch wie Überbleibsel aus den katastrophalen "Chateu d' Herouville" - Sessions, später von Anderson scherzhaft "Chateau d'saster" genannt, aus dessen Asche das unselige A PASSION PLAY entstand. Die besagten Songs klingen,
wie die albumumspannende Suite des Vorgängeralbums, abgehackt, disharmonisch und unmelodisch, teilweise sogar kakophonisch. Ignoriert man die ersten beiden Songs, so ist WARCHILD immer noch ein mutiges und herausragendes Konzeptalbum, welches lose am Vorgängeralbum anlehnt, aber dennoch offener ist. Auch die Songs BACK DOOR ANGELS und SEALION klingen sehr düster und bombastisch, sind vom Gesang aber melodischer und rhythmisch nicht so abgehackt wie die beiden ersten Songs des Albums. Man muss BACK DOOR ANGELS und SEALION zu den härtesten Nummern der Band einordnen, so wie ein Jahr später BLACK SATIN DANCER von
MINSTREL IN THE GALLERY. Die beiden luftigen Singleauskopplungen SKATING AWAY und BUNGLE IN THE JUNGLE sind neben SEALION und BACK DOOR ANGELS absolute Juwelen des Albums. BUNGLE IN THE JUNGLE klingt herrlich frisch und unbekümmert, ebenso wie die akustische Nummer SKATING AWAY, mit seinem lustigem Intro, bei welchem Anderson am Frühstückstisch sitzt und sich Tee einschüttet und dabei die Melodie des Songs vor sich her summt.
Weitere Höhepunkte sind zweifelsohne THE THIRD HOORAH mit seiner sehr folkloristisch gehaltenen Grundmelodie, welche vom Dudelsack und Ian Andersons Stimme vorgetragen wird (wer hätte gedacht, dass der Derwisch auch dieses Instrument beherrscht?), sowie TWO FINGERS, welches insofern ungewöhnlich ist, da es sich hierbei um eine variierte Bearbeitung des Songs LICK YOUR FINGERS CLEAN von der remasterten Ausgabe von AQUALUNG handelt. Der Text von LICK YOUR FINGERS CLEAN wurde unverändert belassen, die Grundmelodie ebenfalls, dennoch wurde dieses Stück vollkommen umarrangiert und umstrukturiert, ehe es zum wesentlich anspruchsvolleren TWO FINGERS wurde. Als dominante Instrumente wurden nämlich Akkordeon und Akustikgitarre verwendet, wohingegen man beim Ausgangsstück auf Klavier und Flöte setzte, welche aber bei TWO FINGERS ebenfalls nicht zu kurz kommt, ebensowenig wie die E-Gitarre. Besonders lobenswert sind an dem Album aber die zahlreichen Bonustracks (sieben an der Zahl!), als da wären: Das an THE HARE WHO LOST HIS SPECTACLES erinnernde SEALION II mit Jeffrey Hammonds Sprechgesang, das sehr klassisch gehaltene, ausschließlich auf das Orchester und Andersons Querflöte beschränkte WARCHILD WALTZ und das genial jazzige Instrumental QUARTET, sowie die coole Rocknummer RAINBOW BLUES. Ähnlich wie auf PASSION PLAY spielen auch hier noch das Saxofon und der Synthetizer eine entscheidende Rolle, sind allerdings nicht mehr so penetrant wie auf erstgenanntem. Alle Instrumente sind hier gleichberechtigt, ebenso wie die doch sehr üppige und bombastische Orchestrierung, welche das Album aber umso schwerer im Magen liegen lässt, da sie nicht so dezent und gefühlvoll eingesetzt wurde, wie später auf MINSTREL IN THE GALLERY, sondern hier nur der Dramatik diehnte. Für Einsteiger in Sachen Tull ist das Album nicht zu empfehlen, da es immer noch sehr schwer im Magen liegt und noch zuviele Querverweise zu PASSION PLAY besitzt. Ausserdem klingt es, wie bereits erwähnt recht kakophonisch und disharmonisch und nicht so ausgewogen, wie die Mehrzahl der Tull-Veröffentlichungen. SEHR UNKONVENTIONELL UND ÜPPIG!
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5.0 von 5 Sternen Jethro Tull halt, hervorragend., 10. Juli 2014
Von 
Udo Meißner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
Musik aus meiner der Jugend.Die Band erzählt auf ihren Alben abgeschlossene Geschichten, welche ein Best Off-Album nicht so wiedergeben könnte.
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3.0 von 5 Sternen Schwer zugängliches Tull-Werk, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
Nach der Bauchlandung mit "A Passion Play" wollte Ian Anderson wieder eine "normale" Platte mit kurzen Einzeltracks aufnehmen. Einige Songs stammen noch aus der Zeit vor "A Passion Play" und sie wurden für "War Child" wiederbelebt. Doch auch ohne großes Konzept finde ich nur schwer Zugang zu dieser CD. Mich stören die aus dem Jazz entliehenen Disharmonien beim Arrangement, die die gewohnte Wärme von Jethro Tull nicht aufkommen lassen. Mir bleibt eigentlich nur der Bonustrack "Rainbow Blues" im Ohr, der Song ist wirklich stark. Dafür ist "Sealion II" absolut grausam. Dieser Sprechgesang war schon auf "A Passion Play" für mich kaum auszuhalten. Und so pendelt die ganze CD zwischen Superansätzen und bösen Ausrutschern, die bei mir Kopfschütteln erzeugen. Irgendwie schien Ian Anderson auf der Suche zu sein. So betrachtet, ist "War Child" zumindest ein interessantes musikalisches Zeitdokument.
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4.0 von 5 Sternen Verspieltes, kompaktes Tull-Album der Mid-70s, 25. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
Jethro Tull sind in den 70er-Jahren sicherlich mit die produktivste Rock-Band überhaupt gewesen; allein 10 reguläre Studioalben haben sie in dieser Dekade auf den Markt geworfen, dazu zahlreiche Singles, E.P.s und ähnliches; dabei sind einige der großartigsten und richtungweisendsten Rockplatten dieser Zeit entstanden, die sich bei dieser Band wie bei kaum einer anderen durch ein breites Spektrum an stilistischen Variationen auszeichnen. Dass dabei nicht jedes Album ein Meilenstein werden kann, ist klar. Deshalb war es für mich nicht überraschend, dass "War Child", welches für mich eines der letzten "neuentdeckten" Tull-Alben der 70er war/ist, zwar solide Tull-Qualität verkörpert, aber sicherlich kein Highlight der Bandgeschichte darstellt. Zwischen den groß angelegten Alben "Passion Play" und "Minstrel in the Gallery" kommt "War Child" eher kompakt und etwas unscheinbar daher. Der Sound wirkt, wie schon auf dem oft geschassten Vorgänger, relativ verspielt und durch den Einsatz von Instrumenten wie Saxophon und Akkordeon zwar stellenweise bereichert, aber insgesamt etwas weniger würde- und stilvoll wie auf dem kompromisslosen Rocker "Minstrel" oder der Prog-Rock-Perle "Thick as a Brick". Auch die Qualität der Songs ist für Tull-Verhältnisse eher guter Durchschnitt. Der Funke will nicht recht überspringen, einprägsame Hook-Lines bleiben nur bei den bekannten "Skating Away" und "Bungle in the Jungle" hängen; ansonsten hat man Mühe, sich dem Album zu widmen, wenn so starke Vorgänger und Nachfolger bereits im heimischen CD-Regal bereitstehen. Dennoch lohnt mehrfaches und konzentrieres Hören, man gewinnt dem Album dann doch seine Stärken ab. Der Titelsong zum Auftakt rockt ebenso kompromisslos durchs Midtempo wie "Queen and Country"; das folkige "Ladies" mutet augenzwinkernd an, und vor allem die Instrumentalpassagen von "Back Door Angels" und dem im Refrain karnevalesk-verfremdeten "Sealion" weisen bereits mit wuchtig-akzentuiertem E-Gitarrenrock in Richtung "Minstrel in the Gallery". Es folgen die bereits erwähnten "Hits" der Scheibe, das folkige "Skating Away..." und das rockige "Bungle in the Jungle", die zwei eingängigsten Nummern der Scheibe. Das Ende ist für meine Begriffe dann eher etwas mau: Das kurze "Only Solitaire" kann ebenso wenig für Begeisterung sorgen wie das marsch-artige "The Third Hoorah" (eine Variation über das Motiv des Titel-Tracks); das schwungvolle "Two Fingers" sorgt dann nochmal für einen versöhnlichen Abschluss. Hierzu tragen auch die zahlreichen Bonus-Tracks bei, die wie bei einigen der Remaster-Ausgaben der alten Tull-Alben für interessante Einblicke in die Entstehensprozesse einzelner Songs sorgen.
Insgesamt ist "War Child" also ein eher verspielt daherkommendes Tull-Album mit einigen guten Songs, das jedoch an keiner Stelle die songschreiberische Perfektion eines "Thick as a Brick", die Power eines "Minstrel in the Gallery" oder das Flair eines "Heavy Horses" erreicht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Kriegskind, 29. Dezember 2012
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
"War Child" ist das siebte Studioalbum und zugleich das achte Werk der englischen Rock-Band Jethro Tull. Es wurde im Oktober 1974 veröffentlicht. Eingespielt wurde es von Ian Anderson (Querflöte, Gesang, Akustische Gitarre, Saxophon), Martin Barre (Gitarren), John Evan (Klavier, Orgel, Synthesizer, Pianoakkordeon), Barriemore Barlow (Schlagzeug, Glockenspiel, Perkussion, Marimbaphon), Jeffrey Hammond-Hammond (Bass). John Palmer dirigierte das Philamusica Orchester, London. Produziert wurde das Album von Ian Anderson und Terry Ellis. Alle Lieder stammen aus der Feder von Ian Anderson.

Nachdem die Vorgänger "Thick As A Brick" (1972) und "A Passion Play" (1973) hauptsächlich aus überlangen Stücken bestanden, hören wir auf "War Child" wieder kürzere Songs. Einige Stücke wurden bereits vor "A Passion Play" geschrieben, fanden aber erst hier auf "War Child" Platz.

Gut gefallen mir die Songs `War child`, `Queen and country`, `Sealion`, `Skating away on the thin ice of the new day` und `Bungle in the jungle`. Dies sind auch meine Anspieltipps. Die anderen fünf Stücke der ursprünglichen LP können die Qualität nicht ganz halten. Dafür hält diese Ausgabe direkt 7!!! Bonus Tracks vor. Hiervon gefällt mir der `Rainbow blues` am besten.
Insgesamt bietet "War Child" eine Mischung aus Rock, Prog, Folk und Pop. Dieses Konzept geht insgesamt gut auf. Der Prog der beiden Vorgänger wurde zu Gunsten etwas `leichterer` Songs ein wenig in den Hintergrund geschoben.

"War Child" gehört sicher nicht zu den stärksten Alben von Jethro Tull, ein gutes Stück abwechslungsreicher Rock Musik ist es aber allemal. `Skating away...`, `Bungle in the jungle` und `Rainbow blues` wurden zu Band-Klassikern. Von mir 4 Sterne für das Kriegskind, welches in den U.S.A. auf Platz 2 der Charts kam.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jethro Tull beweist seine Einmaligkeit, 13. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
War Child ist das beste Jethro Tull Album!! Es spiegelt den Folk-rockigen bis klassischen Stil der Band wider. Die Texte sind skuril und teilweise lustig.
Beim ersten Hören stehen einem erst einmal die Haare zu Berge-die Lieder sind total zerrissen, und unzusammenhängend. Bei den nächsten Malen, setzten sich die Lieder langsam zu zusammenhängenden unübertreffbaren Kunstwerken zusammen.
Das einzige Manko ist der Titelsong selber. Er passt leider nicht ganz in das Album. Aber das verzeiht man Jethro Tull doch gerne...
Alles zusammen: JETHRO TULL at its best!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen einem und fünf Sternen,, 9. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: War Child - Remastered (Audio CD)
Ich hatte mir seinerzeit die LP gekauft und habe nach zwei bis dreimal Hören mir nur noch die zweite Seite des Albums angehört. Wegen der Bonusstücke habe ich mir die CD bestellt, habe dann noch mehrmals das komplette Album gehört - manche Alben gefallen einem erst nach mehrmaligen Hören - aber ich bleibe bei meiner Meinung: die ersten fünf Songs gehören mit zu den schlechtesten, die diese Band je herausbrachte. Wo sind die eingängigen Melodien, die man z. B. von Heavy Horses gewohnt ist? Aufgrund der diversen Stilrichtungen könnte man meinen, dass die Lieder innerhalb eines großen Zeitraumes aufgenommen wurden. Weit spannt sich der Bogen zwischen z. B. Warchild und Skating Away On The Thin Ice Of The New Day. Erst mit diesem Song geht es steil aufwärts, Tull in Hochform! Auch das bekannte Bungle In The Jungle, Only Solitaire und The Third Hoorah sind gut gelungen, wobei mir The Third Hoorah mit seiner schönen Melodie neben Skating Away On The Thin Ice Of The New Day mit am besten gefällt. Was die Bonustracks anbelangt, sind diese etwa Mittelmaß, jedoch besser als die ersten fünf Songs, wobei Rainbow Blues das beste Bonusstück ist. Dieses Lied ist bereits auf einem Sampler (M.U.- the Best of...Vol.1) erschienen.
Fazit: Wer das Album noch nicht besitzt sollte es sich wegen der vier guten Lieder, die das Album vor der Belanglosigkeit bewahren, bestellen, ein Neukauf wegen der Bonusstücke ist m. E. nicht unbedingt empfehlenswert.
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War Child - Remastered
War Child - Remastered von Jethro Tull (Audio CD - 2002)
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