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am 7. Mai 2003
TOO OLD TO ROCK & ROLL ist eines der Tull-Alben, um welches die meisten Gerüchte rankten; fragte sich doch die Musikpresse anno
1976: "So, sind Tull jetzt zu alt für Rock&Roll ?" (Entsprechendes Zitat aus den Liner-Notes).
Ian Anderson reagierte seiner kautzigen Art entsprechend empört und wütend: "WAS I ASKING FOR THAT?" (Ebenfalls Zitat aus den Linernotes). Die Geschichte vom alten Rocker war ursprünglich als Bühnenmusical geplant, für welches Anderson und David Palmer, der Arrangeur und spätere Organist der Band, den Soundtrack komponieren wollten. Wie zuvor bei WARCHILD, welches als Film geplant war, scheiterten die hohen Ambitionen an fehlenden Finanziellen Mitteln, was Anderson umso mehr wurmte, da er ja als Musiker nicht wenig verdiente. Die als Comic im Booklet aufgeführte Rahmengeschichte zu den Texten enthält eine fiktive Figur namens Ray Lomas, eben dieser alternde Rocker, der auch auf dem Coverartwork abgebildet ist. Nur zu dumm, dass dieser fiktive Charakter eine frappierende Ähnlichkeit mit Ian Anderson hatte. Frustriert und wütend über seine gescheiterten Ambitionen und noch wütender über die Musikpresse machte sich Anderson ans Werk und kreierte eine sehr gute, für Tull-Verhältnisse äusserst traditionelle, leicht folk-orientierte
Bluesrock-Scheibe mit nicht wenigen Country- und Southernrock
Elementen und stilistischen Klischees aus den späten fünfzigern.
Vielleicht ist TOO OLD TO R&R eine der emotionalsten und nostalgischsten Tull-Scheiben. Kitschig, ein Attribut das die damalige Musikpresse dem Album verlieh, ist dieses Werk keineswegs, auch wenn die Orchestrationen sich an der Grenze zum Kitsch bewegen, was aber bewusst beabsichtigt wurde. Teilweise geht es aber auch recht rockig-groovend zur Sache (TAXI GRAB).
Bewegende Höhepunkte sind zweifelsohne der Titelsong mit seinem geheimnisvoll atmosphärischen Intro und dem in der Tat recht kitschigen, aber dennoch herrlich kompromisslosen Refrain, den man schon dem Genre des Chansons zuordnen muss, dann die traurige und sehr bewegende Ballade FROM A DEAD BEAT TO AN OLD GREASER, das noch kitschigere und pathetische, aber nicht minder geniale THE CHEQUERED FLAG, das coole, bluesige BAD EYED AND LOVELESS, das beschwingte, klischeeüberladene und lustige A SMALL CIGAR, sowie die Rocknummern TAXI GRAB und QUIZZ KID. Teilweise sind die Songs recht holprig konstruiert, mit an den Haaren herbeigezogenen Melodien und Rythmen, was aber von Anderson beabsichtigt wurde und keineswegs ein Indiz dafür ist, dass seine kompositorischen Fähigkeiten erschöpft sind, so wie es die Presse seinerzeit fälschlicherweise annahm. Auch ich muss gestehen, dass ich diesem Album gegenüber einige Vorurteile hatte, die sich aber nach mehrmaligen Hördurchgängen, viel Geduld und viel Zeit zerstreuten. Ein für Tull sehr ungewöhnliches Werk voller Herzblut und Nostalgie, die ich aber nur Tull-Fortgeschrittenen, Elvis-Nostalgikern und musikalisch extrem Aufgeschlossenen empfehlen kann. Für Einsteiger in Sachen Tull empfehle ich AQUALUNG, MINSTREL IN THE GALLERY, SONGS FROM THE WOOD, HEAVY HORSES und natürlich THICK AS A BRICK.
Übrigens: Das Booklet der Remaster-Ausgabe ist besonders gut gelungen und enthält viele klasse Fotos, informative Linernotes und natürlich den besagten Comic.
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Das 1976 bei Chrysalis Records erschienene Konzeptalbum "Too Old To Rock`n Roll,Too Young To Die" war ursprünglich als Bühnenstück konzipiert gewesen,die Realisation scheiterte aber,wie schon beim als Soundtrack zum eigenen Film geplanten "War Child", an den Finanzen,was den Mastermind der britischen Kult-Rock-Band Jethro Tull damals ziemlich anfraß.
Aufgrund dieser Entstehungsgeschichte unterscheidet sich das Album stilistisch von anderen Tull-Arbeiten jener Zeit.
David Palmer,der für die Umsetzung des Materials auf der Bühne eingeplant gewesen war,steuerte Streicher-Arrangements und einen Saxophon-Part bei.
Mit John Glascock an der Baßgitarre,John Evans am Piano,Martin Barre an der E-Gitarre,Barriemore Barlow am Schlagzeug und dem alleinigen Komponisten und Chef der Truppe,Ian Anderson an der obligatorischen Flöte,der akustischen Gitarre,der Mundharmonika und am Micro, war die Band mal wieder hervorragend besetzt.
Für mich gehört diese Arbeit aber nicht zu den Highlights in der Bandhistorie.
Daß der Rock-Appeal etwas zurückgefahren wurde,die Instrumentierung eher zurückhaltend ist,was dem Album streckenweise eine Akustik-Note verleiht,ist nicht das Problem.
Es ist hauptsächlich die Qualität der Melodik,aber auch das Kauzige in manchen Stücken,der leichte Anklang von Kitsch,was bei mir die Begeisterung ausbremst.
Sicher ist vieles beabsichtigt,handelt die Story doch von einem alternden,widerspenstigen Rockstar und Wendungen in seinem Leben.
Es ist zu spüren,daß Anderson Humor mit unterbrachte,der auch akustisch wiedergegeben werden sollte.
Dennoch entsteht bei mir der Eindruck,daß Anderson nicht vor Ideen sprühte und (auch,wenn das sicherlich nicht so war) Material verwendete,das er aussortiert hatte und nun,unter Zeitdruck, schnell in neue Songs preßte.
Vieles wirkt nicht so ausgearbeitet,wie gewohnt,auch fehlt es mir etwas an Tiefe.
Es mag sein,daß das alles genau so beabsichtigt war,mir liegt es halt nicht so,sodaß das Album für mich,trotz einiger Stärken ,mit zB dem Nachfolger "Songs From The Wood" oder dem älteren "Thick As A Brick" keinesfalls mithalten kann.
Das ändert natürlich nichts daran,daß es sich insgesamt dennoch um gute,ansprechende Rockmusik handelt.

Die Klangqualität ist,gerade für diese Zeit,sehr gut,was man auch der alten Schallplatte deutlich anhören konnte.
Die erste CD-Veröffentlichungen waren fürchterlich,lieblos digitalisiert,kein Vergleich mit Vinyl.
Umso erfreulicher ist es also,daß die Remaster-CD von 2002 klanglich deutliche Besserung brachte und dazu noch zwei interessante Bonustracks bietet.Auch Liner-Notes und die Darstellung der Story als Comic überzeugen,sodaß man diese CD unbedingt
empfehlen kann.
Der Remaster klingt frischer,transparenter und bietet gute Dynamik bei hoher Aussteuerung ohne Verzerrungen.
Nix zu meckern,gute Arbeit!
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TOP 1000 REZENSENTam 23. März 2016
NOTE
Die folgende Rezension, vor allem aber die angezeigten 5 Sterne beziehen sich auf die 2015er 2-CD/2-DVD-Monster-Super-Ultra-Version von TOO OLD, die ich (gemessen am TULLschen Gesamt-Ouvre) tatsächlich für deren schwächste Scheibe (und leider nur 3 Sterne wert) halte - dies nur als Information...

AMUSED
war ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von JETHRO TULL's 1976er-LP TOO OLD TO ROCK'N ROLL: TOO YOUNG TO DIE! nicht. Wer wie ich seine chronische TULL-Infektion der Grenzen-sprengenden, Prog-Rock (mit) definierenden, Stil-übergreifenden BRICK und der schwer verdaulichen, noch schwerer verkopften, am allerschwersten verständlichen PASSION zu verdanken hatte, konnte als bekennender Hardcore-TULLer von Scheiben wie Mick ABRAHAMS' erster und letzter THIS WAS, Martin BARRE's Debut STAND UP, John EVANS's Debut BENEFIT, der seit über 40 Jahren völlig überschätzten (und Jeffrey HAMMOND's Debut) AQUALUNG, der doppelten, dafür halbherzigen LIVING IN THE PAST, dem Versöhnungs-Versuch WAR CHILD oder eben John GLASCOCK's Debut TOO OLD anfänglich nur enttäuscht sein (die große Ausnahme inmitten all dieser Platten: MINSTREL). Seitdem zählte sie (also TOO OLD) in meiner Welt je nach Gemüts-Zustand/Geschmacks-Vorliebe/Stimmungs-Lage zu den drei „schlechtesten“ TULL-Platten – bis gestern. Da erwarb ich das vorliegende pompöse Power-Paket, bestehend aus zwei Audio-CDs, einer reinen Audio-DVD, einer Audio-/Video-DVD und einer aufwendig, detailverliebt, extravagant, liebevoll, umfangreich gestalteten Verpackung in Form eines mittlerweile zum TULL-Wiederveröffentlichungs-Standard gewordenen Buchs inklusive vieler (zum Tull unveröffentlichter) Fotos, interessanter Interviews, sämtlicher Songtexte, Track-By-Track-Kommentaren ANDERSON's und im speziellen Falle von TOO OLD – einer Reproduktion des heute legendären Dave GIBBONS-Comic's, welches seinerzeit die Innenseite des aufklappbaren LP-Cover's zierte und die Story der Songs illustrierte/karikierte/visualisierte. Braucht man diese (ich weiß nicht wievielte) Neu-Auflage eines altertümlichen Klassiker's aber erneut, muss man dieses Teil wirklich schon wieder kaufen? Klare Frage, klare Antwort: auf jeden Fall, jajaja, unbedingt!
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DIE MUSIKER/DIE INSTRUMENTE (5 Sterne)
hießen zum Zeitpunkt der Aufnahmen Ian ANDERSON (acoustic guitars, flute, lead vocals, tambourine), Martin BARRE (electric guitars), Barriemore BARLOW (drums) und John EVANS (piano, organ, synthesizers). Neu-Zugang John GLASCOCK (bass, backing vocals) feierte hier seinen Einstieg und löste damit den Langzeit-Tieftöner Jeffrey HAMMOND-HAMMOND ab. Mr. David PALMER arrangierte/dirigierte nicht nur mal wieder (wie so oft) multible Strings, sondern mutierte während der Aufnahmen auch zum neuen, offiziellen, sechsten TULL-Mitglied. Auf DEAD BEAT durfte er außerdem ein „Late-Night-Sax-Solo“ zum Besten geben, was ja sowas von schlaff und schläfrig rüber kam und immer noch kommt, gähn-penn-schnarch... Ach ja, die ihres Zeichens ebenso bekannte/beliebte/berühmte Maddy PRIOR sang auch noch im Hintergrund zweier Stücke.
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DIE MUSIK/DIE LIEDER (5 Sterne)
der Original-LP müssen hier an dieser Stelle nicht erneut auseinander genommen werden – das haben zahllose Schreiberlinge in der Vergangenheit bereits zur Genüge getan, dafür besten Dank. Vergleichsweise simpel gestrickt und mehr oder weniger der Geschichte eines alternden Rocker's namens Ray LOMAS (optisch einem weltberühmten einbeinigen Flötisten nicht unähnlich) folgend, präsentieren sie einige der einfachsten, melodischten, poppigsten, rockigsten, zugänglichsten Stücke des gesamten TULL-Katalog's, allerdings auch ein oder zwei der käsigsten/kitschigsten. In typischer TULL-Tradition wurden um das Album herum mal wieder viele Sachen/Stücke aufgenommen, die erst (z.T. VIEL) später, in zusammenhangslosen Zusammenhängen oder bisher überhaupt nicht veröffentlicht wurden:

DIE AUDIO-CD 1 (5 Sterne)
wartet sogleich mit der ersten Sensation auf: Hier findet sich unglaublicherweise eine bisher unveröffentlichte Neu-Aufnahme des kompletten(!) Albums, welche die Band anlässlich ihres TV-Special's SUPERSONIC aufgenommen hat (warum das angeblich so sein musste, erklärt das eingeleimte Bilder-Buch). Während sich das Original auf 24 Audio-Spuren breit machen durfte, musste sich diese Neu-Einspielung mit gerade mal 16 solcher Spuren zufrieden geben. Die demnach fehlenden 8 Spuren fehlen überhaupt nicht, lassen nichts vermissen, woran wir uns vielleicht gewöhnt hätten, im Gegenteil: Die ganze Geschichte klingt hier insgesamt frischer, dynamischer, lebendiger, näher dran als jemals zuvor. Dank sei hierfür einer fantastischen Band und ihrem Neuzeit-Remixer Steven WILSON. Na gut, Barrie's Drums könnten vielleicht lauter sein, aber ach - was soll's...

Es folgen 5 komplett neue Mischungen (direkt von den ursprünglichen Multi-Track-Tapes) der Songs FROM A DEAD BEAT TO AN OLD GREASER, BAD EYED AND LOVELESS, BIG DIPPER, TOO OLD TO ROCK'N ROLL: TOO YOUNG TO DIE und THE CHEQUERED FLAG (DEAD OR ALIVE) in typischer WILSON-Qualität. Warum aber nur diese 5 Stücke und nicht alle 11? Nun, im Buch erfährt man, dass trotz akribischter Recherche, exzessivster Suche und Umdrehung sämtlichster Steine nur die Original-Bänder genau dieser fünf Titel aufgespürt werden konnten – ob das zur Abwechslung mal der Wahrheit und nichts als der Wahrheit entspricht oder mal wieder nur reine Panik-Mache eines geschäftstüchtigen Herrn ANDERSON sein soll – wer weiß?

Zum Schluss (dieser CD) kann man dann eine bisher unveröffentlichte Version von QUIZ KID (wird jetzt absichtlich nur noch mit einem Z geschrieben, siehe hierzu auch Ian's Erklärung im Interview) als Out-Take der Monte-Carlo-Sessions hören. Also, bei TULL habe ich immer den Eindruck, als wenn praktisch bei jedem neuen Take eines beliebigen Song's irgendetwas verändert/verbessert/verkürzt/verlängert/verworfen wird, dementsprechend auch hier - für den Hardcore-TULLer und Alles-Sammler sicherlich interessant, für den Rest der Welt aber nicht weiter lebensnotwendig.

DIE AUDIO-CD 2 (5 Sterne)
trägt die Überschrift ASSOCIATED RECORDINGS und präsentiert gleich zu Beginn die bisher unveröffentichten Titel SALAMANDER'S RAG TIME und COMMERCIAL TRAVELLER. Dear Mr. ANDERSON, jetzt mal ernsthaft: Wieviele unveröffentlichte Schmankerl verstecken Sie denn da NOCH in Ihrer akustischen Schatz-Kiste? SALAMANDER als bisher unveröffentlichte Instrumental-Version wird gefolgt von A SMALL CIGAR in einer Akustik-Version. Dieser Song erschien zwar schon mal auf der Doppel-CD NIGHT CAP (die jeder TULLer auf jeden Fall haben sollte), wird hier aber nochmal als Orchester-Version nachgereicht. Dazwischen befinden sich das mehr oder minder bekannte STRIP CARTOON und eine extrem interessante „Early-Version“ von ONE BROWN MOUSE (die offiziell erst 2 Jahre später auf HORSES das Tageslicht erblicken sollte). Abschließend wird uns noch ein Demo-Häppchen des Titel-Stück's gereicht, ebenfalls sehr schmackhaft. Sämtliche Stücke wurden mal wieder von Herrn WILSON neu gemischt und das klingt nicht nur anders und gut, sondern führt auch mal wieder zu der unausweichlichen Frage: KAUFEN ODER NICHT KAUFEN? (siehe auch letzter Absatz).
Zum Abschluss folgt das Original-Album als sogenannter „Flat-Transfer“, also eine Überspielung der alten, allseits bekannten Master-Mixes OHNE Equalizer, Exciter, Kompressor, Noise Reduction, Stereo-Basis-Verbreiterung oder whatsoever (deswegen ja auch „flat“), zu Deutsch: KEIN neuerliches Remaster, warum auch? Ja, der Vollständigkeit halber gehören die Original-Master-Mixes natürlich in diese Box, wobei ich allerdings bezweifeln möchte, dass der potentielle Käufer dieses TULL-Teil's das Original nicht sowieso schon sein Eigen nennt, in welcher Form auch immer, also insofern...

DIE AUDIO-DVD (5 Sterne)
bietet alles bisher Beschriebene (wenn auch nicht vollständig) in mehreren Audio-Formaten: als hoch auflösende 24/96-Stereo-PCM-Variante ebenso wie im umgebendem 5.1-Dolby-Digital-Surround-Sound. Selbst der seinerzeit erstellte 76er-Quadro-Mix (den ich aufgrund mangelnder Finanzen/minderwertigen Equipment's nie gehört habe) wird hier als DTS 4.0- und Dolby-Digital AC3 4.0-Surround-Sound aufgefahren. Für den Genuss dieser Gourmet-Happen wird allerdings entsprechend hochqualitatives (und vor allem umfangreiches) Audio-Equipment voraus gesetzt, was jedermann's Sache immer seltener/weniger zu sein scheint. Die Oldies verfügen jetzt vielleicht über die erwähnten finanziellen Mittel zur Anschaffung solcher Gerätschaften (leider aber nicht mehr über die entsprechenden Ohren), und die ferngesteuerte Smartphone-Generation hätte theoretisch vielleicht noch die Ohren, NICHT aber ein wie auch immer geartetes Interesse am hier Gebotenen – welch ein Kreuz....

DIE VIDEO-DVD (5 Sterne)
ist natürlich DER Knaller und für sich allein bereits DAS Kauf-Argument schlechthin! Hier können wir nach all den Jahren nun endlich TULL's famosen TV-Auftritt live im Studio erneut bewundern. Die Musiker agieren nicht nur an ihren Instrumenten, sondern auch mehr oder weniger lustlos/peinlich/ungekonnt als „Schauspieler“, die sie natürlich nie waren. Als erneuter Versuch, eine Art Musical auf die Beine zu stellen, war das hier mal wieder einer der vielen faulen Kompromisse, die der clevere Geschäftsmann ANDERSON zusammen mit seiner Band einging. Werbung war selbst damals schon die halbe Miete, und warum sollte TULL denn nicht in einem Programm namens SUPERSONIC auftreten, welches normalerweise „Heroes-Of-The-Day“ wie Charles AZNAVOUR, die BAY CITY ROLLERS, ELO, David ESSEX, die HOLLIES, Lynsey de PAUL oder Alvin STARDUST über den Ether jagte?

Ich kann mich noch erinnern, dass genau dieser Auftritt auch im deutschen Fernsehen übertragen wurde und ich ihn rein zufällig sah. Zum Zeitpunkt der Sendung war ich nicht übermäßig beeindruckt, aus heutiger Distanz (und bei erneuter Sichtung dieser künstlerischen Kuriosität) weiß ich gar nicht so recht, ob ich lachen oder weinen oder mich einfach nur noch wundern soll – über die Dreistigkeit, die Energie, die Jugend, die Musikalität, die Überzeugung von ANDERSON & Co. Da es sich hier um ein „Live-In-The-Studio“-Konzert aus dem Jahre 76 handelt, kann man Bild- und Sound-Qualität natürlich nur als sensationell bezeichnen, selbst WENN oder gerade WEIL sie nichts mit HD & Konsorten zu tun haben.
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INTERVIEWS, KOMMENTARE, STATEMENTS
gibt's viele, SEHR viele, hauptsächlich von Herrn ANDERSON himself und erfreulicherweise auch mal von Mr. Barrie BARLOW, außerdem dem Comic-Zeichner Dave GIBBONS, dem Langzeit-Band-Manager Terry ELLIS, dem damaligen Orchestrator David PALMER, der später auftauchenden Angela ALLEN-BARR und noch von so einigen anderen Zeit-Zeugen. Themen wie z.B. Bassisten allgemein, John GLASCOCK speziell, mobile Aufnahme-Studios, Monte Carlo, Motor-Räder, Steuer-Ersparnis/Verschwendung, Tour-Torturen und so weiter und so fort werden z.T. bis zum Erbrechen durchgekaut. Aber was soll's - mich interessiert solch Kram, ich lese mir solch Zeug tatsächlich durch und grinse dabei wie ein Honig-Kuchen-Pferd zum Geburtstag, zu Ostern und zu Weihnachten gleichzeitig.
Auf jeden Fall erwähnt werden muss hier an dieser Stelle noch das (meiner Meinung nach deutlich zu umfangreiche) Kapitel John GLASCOCK, welches sich im Detail mit seiner Rekrutierung, seiner Ex-Band CARMEN/deren Flamenco-Rock, CARMEN's Sängerin und GLASCOCK's Part-Time-Freundin Angela ALLEN-BARR und schließlich der Auflistung CARMEN's kompletter Diskografie beschäftigt. Ich kann mich nicht erinnern, dass auf irgendeiner TULL-Veröffentlichung ähnlicher Aufwand für z.B. Martin BARRE's Solo-Werk getrieben wurde – wer (wenn nicht er) hätte DAS verdient?
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DER KLANG/DIE PRODUKTION (3-5 Sterne)
der Original-Platte hat mich von Anfang an nicht begeistert – zu dünn, zu leise, zu platt (verglichen mit z.B. der voran gegangenen MINSTREL, der direkt folgenden WOOD oder auch HORSES). Hier nun legte der hyperaktive (und ebenso talentierte) Steven WILSON mal wieder wie gewohnt seine Finger an die Regler, seine Ohren an die Kalotten und die Ergebnisse klingen sicherlich überdurchschnittlich. Ich bin dennoch der Meinung, dass er einfach zu viel Material in zu kurzer Zeit bearbeitet/bearbeiten muss. Gut, das ist nun mal einer seiner selbstgewählten Jobs und den macht er akkurat/feinfühlig/hochwertig/musikalisch/routiniert. Was Steven anzettelt, hat auf der einen Seite schon alles Hand und Fuß, aber eben leider auch (s)einen ziemlich gleichförmigen Sound. Auf der anderen Seite würde es ohne ihn aber auch nicht all diese angemessenen, erklärenden, gesäuberten, sensiblen, rechtfertigenden, verbesserten Remixes all jener Sensations-Alben der 70er geben.
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DIE VERPACKUNG (7 Sterne)
entspricht wie bereits erwähnt dem mittlerweile fast zur Normalität gewordenen (extrem hohen) TULL-Reissue-Standard. Die gesamte Aufmachung, die Designs, die Farben und Formen, die Logos, die Schriftzüge, die Typografie der Original-LP wurden mal wieder auf professionellste Art und Weise adaptiert/in die Neuzeit transferiert und erweitert. Die Verpackung dieses Paket's verdient (genau wie alle anderen bisher erschienenen TULL-Pakete auch) einen Bambi, Echo, Grammy, einen Preis welcher Art auch immer – das hier ist schlicht „künstlerisch wertvoll“, besser geht's nicht!
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KAUFEN ODER NICHT KAUFEN
Wie sang noch Karl DALL als ehemaliges Mitglied der deutschen Blödel-Barden INSTERBURG & Co. irgendwann Mitte der 70er (also quasi zu Zeiten von TOO OLD) so treffend: „Diese Scheibe MÜSST Ihr kofen, es ist 'ne Scheibe für die D...!“ Jener Aufforderung/Empfehlung kann ich mich nur anschließen. Es handelt sich bei dieser neuerlichen Version von TOO OLD TO ROCK'N ROLL: TOO YOUNG TO DIE (also, die besprochene 2 CD/2 DVD-Buch-Ausgabe) nämlich genau NICHT um eine Scheibe für die (nochmal Zitat DALL) „Doofen“, sondern ganz im Gegenteil: Viel mehr (zugegebenermaßen alte) Qualität kann man in der (entwerteten/entwertenden) Gegenwart kaum bekommen, absolut grandios und jeden Cent wert. Also Leute, worauf wartet Ihr noch?
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HAAX/Kiel
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am 12. August 2007
So richtig weiß ich gar nicht, warum so viele Rezensenten dieses Album nicht mögen. Zugegeben, in der Historie der 70er ist es ein eher schwächeres Album. Die Ursprungsaufnahme war sogar ziemlich mies aufgenommen. Aber die Songs sind größtenteils sehr gut. Eröffnet wird das Album mit Quizz Kid, ein guter Rockopener mit bluesigem Grundthema. Crazed Institution hat ein heiteres und leichtes Flair und basiert auf einer schönen Melodie. Salamander steht ganz in der Akustiktradition von Jethro Tull und ist irgendwie mit Only Solitaire vergleichbar. Taxi Grab ist einer meiner Favoriten auf dem Album, weil es reiner Rockblues ist. From a Deadbeat to an old Greaser steht zwar ebenfalls in der Akustiktradition, ist aber als Song irgendwie schwach ausgefallen, genauso wie Bad-Eyed and Loveless. Big Dipper wiederum ist schön flott gespielt, kommt sehr heiter, leicht und angenehm. Ja, und dann, ja dann kommt eins von den 7-Sterneliedern von Jethro Tull. Der Titeltrack reißt vielleicht das ganze Album raus, es ist ein wahrer Meistersong, mit keinem der anderen bekannten Supersongs vergleichbar, steht aber in bester Tradition in einer Reihe mit weiteren Superliedern in den 70ern. Dieser Song ist nicht besonders rockig, leicht akustisch angehauchte Strophen und ein toller Refrain. Das bekannte Video dazu wurde übrigens viel später mit der Band von 1980 sehr humorvoll aufgenommen. Die beiden Abschlussstücke des Ursprungsalbums sind wieder etwas zwiespältiger. Pied Piper ist eher leichte Kost, während The chequered Flag als Ballade an manchen Stellen etwas schwülstig wirkt. Die Bonustracks sind lohnenswerte Stücke und hätten auf dem Ursprungsalbum musikalisch vielleicht besser den ein oder anderen Song ersetzt. Als ich A Small Cigar erstmalig auf dem 20jährigen Jubiläum hörte, hätte ich eher vermutet, dass er ein Outtake aus Minstrel in the Gallery sei. Entgegen mancher Auffassung finde ich den Song sehr gut, weil mir diese Art, nur Ian und seine Akustikgitarre, schon immer gefallen hat. Hier noch ein paar kleine Anmerkungen zum ursprünglichen Album. Ein Tullalbum war eigentlich nicht geplant. Die Band wollte damals ein Bühnenmusical für jemanden anderes schreiben. Ian weiß heute gar nicht mehr selber für wen, interessant wäre es schon. Außerdem ist es das erste Jethro Tull-Album, auf dem John Glascock den Bass zupft, der aber leider wieder dreieinhalb Jahre später krankheitsbedingt aufgeben musste und viel zu früh starb. Um den Albumtitel auf Ian umzumünzen: Er und seine Mannen werden für mich nie zu alt, im September kommt das neue Album!!!!
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HALL OF FAMEam 23. Mai 2004
... die LP als ganzes war (neben War Child) die mäßigste der Tull-Dekade finde ich. Die einzige Siebziger-LP, welche nicht vergoldet wurde.
Pluspunkte: - die hervorragende Produktionstechnik, ähnlich Vorgänger "Minstral", Streicher-Arrangements von David Palmer, John Evans Vielfalt an Tasteninstrumenten, ein neuer Bassist.
- die 50-er Nostalgie-Story um den Charakter Ray Lomez. Dieser bekommt neue Lebensenergie, als sich die Mode der Jugend der seinen vor zwei Jahrzehnten anpaßt. Auch die Musical-Einlage auf DVD ist sehenswert. Mit einem (hier fehlenden) roten Faden - plus weiblichem Olivia-Charme - wurden die Fünfziger zwei Jahre später mit "Grease" zum Welterfolg.
- Weniger gut: Das Thema um den Rocker Ray Lomez paßt nicht so recht in den Tull-Katalog. 1976/77 waren die alten Gruppen eh kurzfristig ins Kreuzfeuer der Kritik geraten und bangten um ihre Existenz. Hinzu kam nach Ian Andersons Scheidung (und dessen plötzlich wilden Gelände-Motorradfahrten und Interviews in Biker-Magazinen) eine persönliche Experimentierzeit.
- Quizz Kid: keine berauschende Eröffnung, das punkartige Gitarrenmotiv ist recht schräg und mag nicht haften bleiben. Na ja, gegen Ende gewinnt der Song mit Flöte und Zymbali-Percussions etwas.
- Crazed Institution: einprägsame/r Refrain und Flöte
- Salamander: kurz, unplugged, attraktive Gitarrenfiguren und echo-verzerrter Gesang. Man glaubt sich in der Folk- Welt von "Songs from the Wood" zu befinden, doch behandelt der Text eine Großstadt-Lady mit Namen Salamander.
- From A Dead Beat To An Old Greaser, sentimentaler Titel. Gegen Ende gewinnt er mit einem Charlie Parker- Saxophon und den Streichern an Dramatik.
- Pied Piper verspricht (und hält) einen typischen Jethro Tull-Song. Scheinbar traditionell, einprägsames Flötenmotiv. Moderne Technik: Andersons Stimme klingt wieder seltsam, da sie durch einen (Vapo Orchestron-) Synthesizer gezogen wurde.
- Die Single Too old to Rock and Roll kannte man damals aus dem Radio: Majestätisch, gute Melodie, edel verzinktes Gitarrenintro von Martin Barre. Highlight der Platte.
- The Chequered Flag ist ein bittersüß schmalziges Finale. Akustik versus aufwendige Streicher und Synthesizer. Nicht übel.
- Der Rest des Albums ist recht langweilig. Auch die 2 Boni sind meiner Ansicht nichts besonderes.
- Bei Erscheinen waren Käufer und Kritiker schockiert! Nach den komischen "Passion Play" und "War Child" war vor 4 Monaten Jethro Tull (mit dem mittelalterlichen "Minstral in the Gallery") endlich etwas vernünftig geworden. Und nun das da! Was wird Anderson als nächstes produzieren? Ein Ballett über die Biene Maja, das zur Zeit der Kreuzzüge spielt? Und - wie 1973 - mit Jethro Tull auf Tournee geht? Ist dem sein Publikum jetzt völlig wurscht geworden?
- Nein, Jethro Tull kam bald zur Besinnung. Vor ca. 28 Jahren machte sich der 28-jährige Ian Anderson Gedanken, ob er schon zu alt für den Musik-Business sei. Ein paar mäßige Tull Konzerte sollen dies ausgelöst haben.
- Die tollen Folgejahre (Heavy Horses, Wood, das Live-Album) oder der spielfreudige "Rupis Dance" von 2003 zerstreuten die damaligen Zweifel. Auch die Verkäufe: Mit 40 Millionen hat Jethro Tull insgesamt mehr Tonträger verkauft, als alle Punk-Bands zusammen. Welche damals in der Presse garstige Statements über die alten "Dinosaurier" Genesis oder Jethro Tull äußern durften.
- Statt dieser mittelmäigen LP möchte ich eher zum Kauf der unterbewerteten "Stormwatch" raten. Damals von Fans und Kritikern ignoriert, aber gut.
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am 11. Juli 2012
Entgegen aller Gewohnheit komme auf diesem Album etwas weniger Querflöte und etwas mehr Bläser und Bluesharp zum Einsatz.

Darüber hinaus hat "To old" alle Qualitäten aufzubieten, die man von dieser Band beanspruchen möchte.
Das Album bietet meines Erachtens keinerlei " Duchhänger",
aber einige Highlights:

Der Titelsong "to old to rock 'n' roll", " Salamander", und die beiden Balladen " From a dead beat to an old greaser " und " Chepuered flag" sind meine persönlichen Highlights.
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am 23. Mai 2016
wie auch schon im Fall von Led Zeppelin sind diese Alben endlich in einer annehmbaren Klangqualität neu veröffentlicht. Gerade die Original-Pressung dieses Werkes war unterirdisch. In dieser Qualität macht die Musik doppelt Spaß.
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1976 erschien "Too Old To Rock`n`Roll, Too Young To Die" und ich muß den Kritikern schon teilweise zustimmen. Für Tull-Verhältnisse ist das Album ein bißchen schwach ausgefallen. Zumindestens ist es irgendwie ungewöhnlich für die Gruppe. Auf der anderen Seite sind auch einige Juwelen enthalten...

Klasse Songs sind `Quiz kid`, `Taxi grab` und der Titelsong. Besonders `Too old to rock`n`roll...` möchte ich als einen der besten Songs von Tull ever bezeichnen. `From a dead beat to an old greaser` und `Bad-eyed and loveless` sind selbst für Tull-Verhältnisse sehr ruhige Stücke. `Crazed institution` und `Salamander` sind mittelprächtige Songs. `Big dipper` ist ein bißchen albern. `Pied piper` hat einen sehr schönen refrain. Während das Bonusstück `A smal cigar` mir gar nicht gefällt. Der andere Bonussong `Strip cartoon` ist wieder besser. Insgesamt ist die Platte nicht ganz `stimmig`.

Das Album ist musikalisch sehr abwechslungsreich. Die Story finde ich aber nur mäßig umgesetzt (ich glaube, das sieht Ian Anderson heute auch so). Es finden aber immer mal wieder Songs dieses Albums Platz im Liveset der Gruppe. Ich denke mal, 4 (knappe) Sterne sind aber zu vertreten.

Ian Anderson - Vocals and Flute, Guitars
Martin Barre - Guitars
John Evan - Pianos
Barriemore Barlow - Drums, Percussion
John Glascock - Bass Guitar, Vocals

Als Gast wiedereinmal David Palmer.
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TOP 500 REZENSENTam 9. Oktober 2008
Zu diesem Album gibt so viele unterschiedliche Meinungen, aber irgendwas in mir wollte es unbedingt bestellen.
2 meiner absoluten Lieblingsalben sind This was und Stand up, auch weil sie so schön nach Mystik und geheimer Natur klingen. Danach wurde es musikalisch immer anspruchsvoller bei Tull. Was mir allerdings genauso mundet! ;-)
Ach, was habe ich mich doch jetzt beim hören dieser Scheibe hier gefreut! Ich fühle mich regelrecht an die beiden Erstlinge erinnert, auch wenn der Sound etwas entstaubter klingt, als in den Anfängen. Alles wurde aufs wesentliche reduziert; auf die Intensität der Songs.
Die Band hat es hier eindeutig geschafft, zur Unschuld und auch Träumerei zurückzugelangen. Und ja, es ist ein eher beschauliches Album, das zum Teil, wie auch im tollen Titelsong, dezent "barocke" Züge vermittelt. Als hätten sie Mittelalterweisen mit "normalen", jetztzeitigen Instrumenten eingespielt.
Die Songs sind wunderschön; ich kann nicht einen einzigen Ausfall auf der Platte ausmachen. Ich finde es jedenfalls sehr erhebend und beglückend sie zu hören und empfehle sie uneingeschränkt weiter. Besonders für die Fans der ruhigen und lyrischen Seite von Jethro Tull finden sich hier ein paar schöne Songs (natürlich wird auch gerockt). Fantastic!!! :-)
Liebe Grüße und viel Freude damit!
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am 13. Dezember 2010
Aus für mich unerfindlichem Grund mögen die meisten Rezensenten dieses Album nicht. Ich versuche ihre Argumente nachzuvollziehen, aber meine Ohren belehren mich jedes Mal eines Besseren. "Too old to Rock'n'Roll" ist ein ungeheuer erfrischendes, vielgestaltiges, abwechslungsreiches Album, das die damals erfolgreichen "Rock-Opern"- und "Konzept"-Alben anderer britischer Bands virtuos und einfallsreich auf die Schippe nimmt. Ich glaube, es ist eines der schrägsten und kreativsten Alben Jethro Tulls. Es ist das einzige ihrer Alben aus den 70er Jahren, das mich nie gelangweilt hat und das mich jedes Mal aufs Neue überrascht. Auch tontechnisch ist das Album bis heute eine Meisterleistung. "Too old to Rock'n'Roll" verdient allemal einen Platz unter den fünf besten Alben der Band.
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