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Minstrel in the Gallery [REMASTERED]
Format: Audio CDÄndern
Preis:10,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

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70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2004
Jethro Tull sind mehr als eine von vielen passablen Rock-Bands der 70er mit dem einen oder anderen Hit. Jungen Musik-Fans wird diese Erkenntnis heutzutage jedoch schwer gemacht, da man außer gelegentlichem Spielen von "Locomotive breath" in irgendwelchen Oldie-Sendungen in den Medien Ian Anderson's Werk kaum noch große Beachtung entgegenbringt. Mich persönlich hat jedoch das etwas geheimnisvolle Geschichts- und Naturverbundenheitsimage der Band sehr interessiert, und ehrlich gesagt hat mich zunächst das stilvoll gestaltete mittelalterliche Design des "Minstrel in the gallery"-Albums dazu gebracht, mich mit der Musik Jethro Tulls zu beschäftigen. Und man kann nur sagen: Diese Platte ist ein respektables Meisterwerk, das so professionell produziert wurde, dass es zeitlos klingt, obwohl die Songs bewusst nostalgisch wirken.
Ich möchte mich in der Folge auf die Beschreibung der bereits auf der Erstveröffentlichung enthaltenen Stücke beschränken und die Bonus-Tracks der digital remasterten Ausgabe bei der Beurteilung des Werkes außen vor lassen:
Der Titelsong zeigt zunächst das ganze kreative Genie des Songwriters Ian Anderson, der im ersten Part rein akustisch die Geschichte des "Minnesängers in der Galerie" erzählt, um dann zu einem krachenden und virtuosen Instrumentalpart überzuleiten, in dem vor allem Lead-Gitarrist Martin Barre und Drummer Barriemore Barlow ihr ganzes Können aufzeigen dürfen. Auf diesen Teil folgt die letzte Passage, die nach hitverdächtigem Rock-Song klingt und mit eingängiger Melodie die textlichen Elemente des Anfangs wiederholt. Im 2. Song "Cold wind to Valhalla" greift Anderson textlich die Nibelungensage auf und verbindet diese schwere Thematik mit der geradlinigsten und am schnellsten überzeugenden Komposition des Albums, die akustisch und dezent beginnt, um sich später zu einem packenden Rock-Spektakel auszuweiten, bei dem beispielsweise der Schlagzeuger mehr schmetternde Übergänge als gerade Beats zu spielen hat, was zu einer packenden und ruhelosen Atmosphäre führt, der man sich nicht entziehen kann.
Einen Kontrast hierzu bietet das balladeske "Black satin dancer", das mit von Streichern begleiteten Gänsehaut-Melodien und einem weiteren virtuosen Instrumentalpart zu begeistern weiß.
Es folgen 2 reine Folk-Songs ("Requiem" und "One white duck"), in denen Anderson sich selbst auf der Gitarre begleitend melancholische Melodien vorträgt.
Kreativer Höhepunkt des Albums ist zweifellos das autobiographisch angehauchte, viertelstündige Epos "Baker Street Muse", das 5 einzelne Songs zu einem in sich geschlossenen Gesamtkunstwerk über die berühmte Londoner Baker Street vereint,
auf das man sich als Hörer einlassen muss. Es erfordert Zeit, sich dieses Album, und vor allem den letztgenannten Song in adäquater Weise zu Gemüte zu führen. Für den gemeinen Rock-Hörer bietet "Minstrel in the gallery" scheinbar relativ schwere Kost, die durch oftmaliges Hören jedoch spielerisch die vom Musikliebhaber gewünschten Qualitäten offenbart:
eingängige Melodien, glaubwürdige Vermittlung von Emotionen und Assoziationen sowie musikalische Fertigkeiten und ein gefälliger, packender Sound.
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juni 2007
Soeben las ich auf der Webseite von Jethro Tull, dass im September ein neues, bisher noch unbetiteltes Album kommen soll. (Quelle ist ein Ian Anderson Interview des Acoustic Magazins). Hier kündigt er an, dass ein Teil der Stücke mit Kammerorchester, ein anderer Teil akustischer Natur und eben natürlich auch ein Teil tulltypisch sein soll. Das klingt sehr sehr vielversprechend und die Wartezeit von 8 Jahren ist nun wirklich zu lang gewesen, wenn man mal das Christmas Album ausklammert. Warum bringe ich diese Neuigkeit hier? Nun, mich hat die erste vage Beschreibung des neuen Albums an Minstrel in the Gallery erinnert, auch wenn ich jetzt beileibe keinen zweiten Teil dieses genialen Albums erwarte. Das Remastering hat dem Ursprungsalbum von 1975 sehr gut getan. Das Titelstück Minstrel in the Gallery ist für mich eines der ganz starken Tullstücke. Hier wird der akustische Teil nicht mit dem Rock verwoben, sondern stehen sich in einem Song quasi gegenüber. Die ersten zweieinhalb Minuten empfängt uns der Minnesänger Ian Anderson nur mit seiner akustischen Gitarre, anschließend darf weitere zwei Minuten Martin Barre auf seiner E-Gitarre improvisieren, wobei er es so richtig krachen lässt und schlussendlich die letzten 4 Minuten des Songs rockt die Band das anfängliche Akustikthema, dass einem die Ohren wegfliegen. Cold Wind to Valhalla ist von der Idee leicht ähnlich konzipiert, der Song ist deutlich kürzer, nicht so aggressiv-hart und wesentlich eingängiger ohne aber kommerziell angelegt zu sein. Black Satin Dancer ist im positiven Sinne eine Ballade mit großer Intensität. Darauf folgend zwei Stücke rein akustisch, nur Ian und seine Gitarre. Insbesondere One white Duck ist eine von den wunderschönen Songperlen. Der ursprüngliche Albumabschluss ist ein musikalischer Hochgenuss, eines der überragendensten Tullstücke überhaupt. Es handelt sich um das fast 17minütige, autobiografisch angehauchte Baker St. Muse. Und insbesondere hier haben wir die Verbindung zur ersten Beschreibung der neuen Platte - Kammerorchester, sehr viel akustische Gitarre und tulltypischer Rock. Baker St. Muse war wohl immer ein wenig zu sperrig für ein Konzert, ich kenne zumindestens keine Liveaufnahme davon und ich selber besuche erst seit den späten Achtzigern Tullkonzerte. Aber sperrig hin oder her, dieses Stück ist ein Meisterwerk, besteht thematisch aus vier zusammenhängenden Teilen, die alle noch unter dem Eindruck geschrieben wurden, als Ian Anderson noch in London lebte. Sein Umzug aufs Land folgte nicht allzuviel später. Songs from the Wood 1977 stand schon unter diesem rustikaleren Einfluss. Die Aufnahmen zu Minstrel in the Gallery entstanden damals in einem mobilen Studio und so bemängelte Ian Anderson später einmal, dass den Aufnahmen manchmal der Ernst der Musiker fehlte, da sie mehr Urlaubsgefühle gehabt haben sollen, ich meine gelesen zu haben, dass sie mit diesem Aufnahmemobil irgendwo in Frankreich waren. Woran Ian Anderson diesen Mangel an der Platte festmachen will, ist mir jedoch schleierhaft. Minstrel in the Gallery ist übrigens die letzte Platte, wo Jeffrey Hammond am Bass zu hören ist. Über ihn sagte Ian Anderson einmal, dass er ein wirklicher Freund in der Band war. Da hätte man auch über musikalische Schwächen hinwegsehen können. Er wäre aber auf seine Weise ein guter Bassist gewesen. Angeblich musste Jeffrey erst vor den Aufnahmen das neue Material tagelang üben, bevor er sich damit zur Band wagte. Nach der Tour zu Minstrel in the Gallery beendete Jeffrey Hammond seine musikalische Karriere und wandte sich seiner ersten Liebe -- die Malerei -- zu. Er wurde von John Glascock ersetzt, der im besten Sinne ein Musiker war und leider viel zu früh verstarb. Drei der Bonustracks waren damals Aufnahmen, die der Kapazität einer Vinylpressung zum Opfer fielen. Sie sind dem geneigten Fan zumindestens seit dem 20jährigen Jubiläum bekannt und lohnenswerte Stücke. Kaum zu glauben, dass nächstes Jahr 40jähriges ist. Ich hoffe da auch auf Unveröffentlichtes. Aber erst einmal freue ich mich auf das neue Album.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2003
Dass Jethro Tull seit jeher mit klassischen Elementen kokettieren und diese zusammen mit Folk-Elementen in ihren unverwechselbar genialen Sound integrieren ist allgemein bekannt. Auf MINSTREL IN THE GALLERY vollzieht sich diese musikalische Symbiose mit äusserstem Geschick und Feingefühl. Wirklich jedes Bandmitglied, allen voran natürlich Ian Anderson und Gitarrist Martin Barre, gibt sein Bestes, was mich dazu veranlasst, dieses göttliche Album sogar noch höher einzuschätzen, als das intelektuelle Konzeptalbum THICK AS A BRICK, welches ebenfalls eines der besten Alben der Band ist. Da sich wirklich alle Songs auf gleich hohem Niveau befinden, ist es schwierig, Höhepunkte zu nennen. BAKER ST.MUSE ist beispielsweise einer der Songs, der Geradlinigkeit, Komplexität, Tiefgang, geschickte Dramaturgie, Atmosphäre und Emotionen verbindet. Auch das etwas schrullige BLACK SATIN DANCER, welches recht moderat und sanft beginnt, dann aber immer rasanter, schneller und aggressiver wird, ist über jeden Zweifel erhaben. Der Rhythmus dieses Songs ist besonders interessant, die E-Gitarre prädominant. Auch die schneidenden Duelle zwischen Streichinstrumenten und besagter E-Gitarre in COLD WIND TO VALLHALLA sind genial und zeugen von der zeitlosen Großartigkeit der Musiker und ihrer handwerklichen Präzision. Die Orchestrationen der Songs sind stilvoll und authentisch, das Spiel der Akustikgitarre so virtuos und kunstvoll wie nie zuvor, der Gesang ist einfach nur genial und inbrünstig, teilweise aber auch zart und melancholisch (Anderson liefert auf diesem Album seine wohl beeindruckendste Gesangsleistung ab), und die E-Gitarre klingt schon fast so heavy, wie man es sonst nur von Black Sabbath oder Deep Purple kennt. Hier wird der Fan jeden Musikgeschmacks zufriedengestellt. Wer Tull kennt, wird dieses Album lieben. Wer musikalisch offen ist, sollte dieses Album ebenfalls gehört haben, um zu wissen, wie gut die Musik in den 70ern noch war, besonders im Vergleich zum gehaltlosen Gewimmere heutiger Popmusik aus der Retorte. Hier vereinen sich Elemente klassischer Musik a la Beethoven, Strauss und Mozart, kerniger Rock-Musik im Stile von Deep Purple und Black Sabbath, sowie geheimnisvoller folkloristischer Elemente aus dem Mittelalter.
Textlich ist dieses Album vom "Minnesaänger in der Gallerie" autobiographisch angehaucht, denn in jedem der Songs singt Anderson prinzipiell über sich selbst, verschlüsselt dies aber geschickt: Im Titelsong besingt er sein Leben als Musiker und seine Präsenz auf der Bühne, BAKER ST. MUSE handelt von seinen Erlebnissen an seinem Wohnort an der berühmten "Baker Street" in London. Thematisch angesiedelt, bzw. übertragen werden die autobiographischen Texte ins elisabethanische England zur Zeit Shakespeares, was atmosphärisch gelungen inszeniert wurde und gut rüberkommt, was nocheinmal die Genialität dieser Band unterstreicht. Wow !
MUSIK ZUM GENIESSEN UND FÜRS KAMINFEUER. WAHRSCHEINLICH DAS BESTE ALBUM VON TULL!
Sehr edel gemacht!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2002
Dieses Album ist wohl die beste Veröffentlichung dieser zeitlos genialen Band. Ian Anderson und seine Kumpanen zelebrieren hier die perfekte Symbiose aus klassischer Musik, Folk und kernigem Hardrock. Auf keiner anderen Tull-Veröffentlichung klang Ian Andersons Stimme gefühlvoller, bewegender und klarer, sein Spiel der Akustikgitarre virtuoser und die Orchestrierung detailfreudiger als auf Minstrel in the Gallery. Hier harmonieren heftige E-Gitarren-Riffs mit zarten Violinen- und Flötenklängen; selbst das aufgeblasene Deep Purple Epos Concerto for Group and Orchestra wird hier übertroffen, was die Qualität dieses Kabinettstückchens keineswegs schmälern soll, immerhin leisteten Deep Purple hiermit Pionierarbeit. Tull aber lassen den monumental-klassischen Aspekt ebenso in ihr Songwriting einfliessen, wie locker-leichte Folkloreelemente. Jeder Song ist absolut zeitlos und genial. Dieses Album ist unübertroffen und jeder der glaubt, S&M von Metallica sei eine Klassik-Rock Fusion,
soll vor Minstrel in the Gallery erführchtig auf die Knie fallen und Tull huldigen. Der Sound ist klar, die Produktion mehr als gelungen und jedes Bandmitglied stellt seine musikalischen Fähigkeiten unter Beweis. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dies das beste Album aller Zeiten (Thick as a Brick steht bei dieser Wertung ausser Konkurrenz). KAUFEN,IHR UNGLÄUBIGEN !
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 11. Juni 2015
Mit einem Erscheinungsdatum von 1975 fiel "Minstrel In The Gallery" nicht gerade in eine besonders kreative Phase der Band.
Die britischen Rocker Jethro Tull rund um den absoluten Mastermind Ian Anderson waren mit Alben wie "Aqualung" und "Thick As A Brick" extrem erfolgreich und bekannt geworden,hatten sich aber während der Arbeiten an dem überambitionierten Nachfolger "A Passion Play" verzettelt,hatten diese abbrechen müssen,hatten dann noch mal von vorn angefangen und für das Endprodukt durchwachsene Kritiken geerntet.
Seitdem schienen mir Jethro Tull bzw Anderson etwas auf der Suche zu sein;die Alben rund um "Minstrel...." ("Warchild"/"Too Old To Rock....) gehörten nicht gerade zu den innovativen Alben der Band.
Umso erfreulicher ist es,daß Anderson,der auch hier wieder allein komponierte,auf "Minstrel In The Gallery" wieder zu knackig rockigeren Parts fand,Instrumentalparts wieder eine stärkere Rolle spielten und ein Track dabei ist,der in sechs Teile aufgegliedert ist.
Zu dem in sepia dargestellten mittelalterlich wirkenden Cover gesellt sich die Musik,äußerst passend,als progressiver Folkrock,der anfangs recht sperrig wirkend,seine Qualitäten nach und nach zu erkennen gibt.
Ian Anderson spielt wie gewohnt die Querflöte,ausgiebig akustische Gitarre und singt.
Seine Band besteht hier aus Martin Barre an der E-Gitarre,Barriemore Barlow für Schlagzeug/Percussion,John Evan an Klavier und Orgel und John Hammond-Hammond am E-Baß.
Für den Einsatz der Streicher ist David Palmer zuständig.
Neben den rockigen Parts sind auch bedächtige,langsame Parts und Tracks zu hören,in denen Anderson,wie er selbst zugibt,mehr mit sich selbst spielt,als mit der Band,was vielleicht damit zu tun hat,daß er sich gerade in einer Trennungsphase im privaten Bereich befunden hatte.
Obwohl das Album für mich nicht zu den großen Highlights der Band gehört,hebt es sich von anderen Alben dieser Bandphase ab.
Der aufgeteilte Longtrack wirkt zwar nur bedingt in sich schlüssig,viele Melodien kommen einem teilweise etwas bekannt vor,insgesamt kann die Musik aber mit Klasse und dem absichtlich forcierten "Antik-Touch" durchaus überzeugen.

Auch die Klangqualität kann sich hören lassen,das galt schon für die gute alte Vinyl- LP.
Die erste CD-Veröffentlichung war gruselig schlecht,dafür überzeugt die Remaster-Version von 2004 umso mehr.
Diese klingt frisch,dynamisch,detailreich,angenehm und schlägt die alte CD um Klassen.
2015 kam nun die "40th Anniversary Edition" auf den Markt.
Dafür hatte sich der hochangesehene Steven Wilson die alten Bänder für einen umfassenden Remix vorgenommen.
Dieser ist auch als einfache CD erhältlich,die Anniversary Edition jedoch punktet mit einem ganzen Feuerwerk an Material,daß es eine Freude ist.
Neben der CD (remixed und remastered) enthält das Digibook eine weitere CD mit Live-Aufnahmen.
Eine DVD enthält das Album in verschiedenen Surround-Versionen (5.1 DTS/AC3) und einen 1:1 -Übertrag des alten Stereo-Mixes in hochauflösender Qualität (24Bit/96KHz).
Auch die Live-Aufnahmen sind auf einer zusätzlichen DVD noch mal im Surround-Format enthalten ,dazu weiteres Bonusmaterial..
Die schöne Aufmachung und ein 80seitiges Buch runden den Eindruck ab.
Wer das Album in Surround hören will oder/und das Bonusmaterial will,kommt an dieser Luxus-Edition nicht vorbei.
Der Remix durch Steven Wilson legt viele Details offen,macht überlagerte Feinheiten zugänglicher,kommt insgesamt viel analytischer daher,mir gefällt die alte Abmischung dennoch besser;da gehen die Meinungen aber weit auseinander.
Viel interessanter ist für mich der Flat-Transfer der alten Abmischung für DVD-Audio.
Mein klanglicher Favorit ist jedoch der Remaster von 2004,der mir extrem gelungen erscheint.
Dennoch ist die Jubiläums Edition ein Volltreffer und für die meisten wohl der Best Buy.
Die Dynamikwerte sind immer OK,nirgendwo wird übersteuert,sodaß die verschiedenen Remasters/Remixes dann wohl unter Geschmackssache laufen.
Am authentischsten ist natürlich der Flat-Transfer der alten Abmischung auf der Jubiläums-Edition,selbstverständlich neben der (alten) Schallplatte.Die Remaster-CD von 2004 klingt jedoch etwas frischer.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2010
Ich weiß nicht, wie viele tolle Stunden mir "Minstrel In The Gallery" schon bereitet hat. Und das fängt schon beim Betrachten des traditionell gestalteten Covers an, dass mich immer wieder an einen historischen Kupferstich aus längst vergangenen Zeiten erinnert. Ein Album für die Ewigkeit. Definitiv ein musikalischer Geniestreich. Müßte ich mich für ein Album von Jethro Tull entscheiden (nur rein hypothetisch!), würde ich dieses auswählen.

Selten schafft es ein Album bei mir, in seiner Gesamtheit soviele Bilder im Kopf hervorzurufen. Die beste Tages-/Jahreszeit für "Minstrel.." ist auf jeden Fall ein kalter Herbst-oder Winterabend, im (imaginären) Kachelofen knistert das Holz, ich liege eingerollt in eine warme Decke in einer Sofamulde und schaue in die lodernde Glut.
Im Wohlklang fallen die Augen zu, der Film im Kopf geht los:

Spätmittalterliche Burgen. Ein Minnesänger (der Minstrel), ein Hofstaat in zeitgemäßen Kleidern, urtümliche Landschaftsbilder - vermutlich irgendwo in Wales oder Schottland -, Pferde rennen über grüne Berghänge und Felder, alte Landsitze mit prächtigen Gärten. Menschen, die wie Robin Hood und seine Männer gekleidet sind, laufen auf engen Waldpfaden durchs Bild. Kleine Trolle (mit oder ohne Goldtopf) verstecken sich hinter Bäumen....wenn ich jetzt noch sage, dass ich dabei auch noch an kleine, tanzende Feen denke, hält mich auch noch der letzte Leser für total bekloppt...^^

Ganz ehrlich, eine ähnlich atmosphärisch-geniale Progressiv-/Art-/Folkrock-Wundertüte im "Mittelaltergewand" wie dieses Machwerk aus dem Jahre '75 ist mir bislang nicht untergekommen. Ian Anderson hat nie wieder so gut gesungen wie hier, Gitarrist Martin Barre nie wieder so komplex gespielt.
Als Anspieltipp möchte ich diesmal eigentlich keinen einzelnen Song besonders hervorheben, da das gesamte Album konzeptmäßig aufgebaut ist und in einem Guss gehört werden sollte. Hört Euch das fast 17 minütige "Baker St. Muse" trotzdem mal gaaanz genau an....Jethro Tull waren damals auf dem absoluten Zenit und ihrem kreativen Höhepunkt.

Grandios!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juni 2014
Nach dem passablen, über weite Strecken sehr guten Erfolgsrezept "War Child" folgte 1975 mit "Minstrel in the Gallery" in adäquater Weise ein musikalisch qualitativ hochwertiger Nachfolger als achtes Studioalbum. Musikalisch bewegt sich die Gruppe erwartungsgemäß zwischen mittelalterlichem Folk- und Progressive Rock, teilweise mit aggressiveren, treibenderen Bass- und Gitarrenlines. Effekttechnisch mischte man am Pult auch hörspielartige Passagen in die Songs, ohne die Kitschgrenze dessen nur in unnötiger Manier zu überschreiten, so wie Jethro Tull es bei vorangegangenen Werken tat.

Einzelne Songs hervorzuheben ist müsig bzw. erübrigt sich vollkommen, da die meisten Songs ohnehin zu Klassikern der Band gehören, und mit "Baker Street Muse" einer D E R Prog-Rock-Achterbahnfahrten mit folkigen Einschlägen vorhanden ist. Die Qualität der Songs kann über fünfundvierzig Minuten konsant gehalten werden und der dürftige Klang der alten Erstpressung ist durch einen klaren und dynamischen, zeitgemäßen Remaster-Sound und zahlreichen Bonustiteln ersetzt worden. Gitarre und Schlagzeug haben nun vielmehr Freiraum, können sich entfalten und klingen nicht unnötig zusammengemischt, zuweilen sogar raumgreifend und vuliminös im Sound.

Somit wohl der Klassiker der genreprägenden Siebziger-Jahre-Platten von Jethro Tull mit altegewohnten Klängen und effektechnischer Unterstützung durch mittelalterliche Sounds und scharfen Riffs. "Minstrel in the Gallery" ist ein Album ohne einen Aussetzer geworden, der sich nahtlos in die frühen Erfolge der Band einreiht.

Fazit: Dramatisch klangverbesserter Klassiker von Tull. 5 Sterne!

Ian Anderson - Vocals/Flute
Martin Barre - E-Guitar
John Evan - Piano/Organ
Barriemore Barlow - Drums
Jeffrey Hammond-Hammond - E-Bass
David Palmer - Streicher
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am 14. Januar 2013
Jethro Tull gehörten mit einigem Abstand zu den kreativsten, beständigsten und wandlungsfähigsten britischen Bands der Siebzigerjahre. Die Gruppe um den Sänger und Flötisten Ian Anderson hat dem Progressive Rock dieses Jahrzehnts eine ganz besondere Blüte hinzugefügt. Ich gebe zu, dass diese Platte zur Zeit ihres Erscheinens eine weitaus größere Bedeutung für mich hatte als heute; bleibende Aktualität verdankt diese CD jedoch der Originalität ihrer Songs.

Die beiden balladenhaften Kompositionen überzeugen mit ausgesprochen schönen Melodiebögen. "Requiem" und "One White Duck/010 = Nothing At All" höre ich immer noch sehr gern. Was die Instrumente und das Equipment betrifft, mögen sich die Möglichkeiten, die einer Gruppe zur Verfügung stehen, in der Zwischenzeit erheblich erweitert haben. Die Übereinstimmung der Musiker ist jedoch hervorragend. Hier wird sensibel aufeinander gehört und reagiert.

Die Spielfreude aller Beteiligten ist einzigartig und Ian Andersons Flöte hat etwas mitreißendes. Der Bonustrack "Pan Dance" zeigt sehr schön, zu was er imstande ist. Seine lebhaften Phrasierungen und seine erstaunliche Atemkontrolle machen den Sound der Band völlig unverwechselbar. Als ein Bandleader im besten Sinne des Wortes versteht er es, sich selbst hier und da zurückzunehmen, um seinen Mitmusikern die Gelegenheit zu geben, eigene Akzente zu setzen. Man spürt bei jedem Ton, dass alle Beteiligten ihre persönliche Ausdrucksform gefunden haben. Die gründliche digitale Aufbereitung gibt dem Album eine intensive Präsenz.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2015
"Minstrel in the Gallery" gehört irgendwie nicht zu den Hit-Alben von Jethro Tull, aber man findet auch niemanden, der es nicht mag. Außer Ian Anderson vielleicht, der die Platte mal als "zu introvertiert" o.ä. bezeichnete. Man kann irgendwie ahnen, was er meint (liegt vielleicht auch an der weitgehenden Abwesenheit von Chorgesang) - macht aber nix.

Nachdem die vorangegangenen Alben auch bei Fans etwas umstritten waren, gab es hier nach dem surrealen Epos "Passion Play" und dem theatralisch verkünstelten "War Child" wieder einen knochentrockenen Rock- und Akustik-Mix à la "Aqualung" und Songlängen, mit denen sowohl Rock- als auch Progressive-Fans gut leben konnten.

Was ich an der Platte besonders mag, ist das Songwriting: Es gibt immer wieder Platten von JT, auf denen mir einzelne Songs zu betulich, zu rustikal, zu kitschig oder einfach zu doof geraten sind. Angeführt von "Too Old...", gefolgt von den beiden Landliebe-Platten und auch ein bißchen "War Child". Hier finde ich dagegen keinen einzigen Schwachpunkt, auch wenn vielleicht ein Über-Hit fehlt.

Ok, die Geschmäcker sind verschieden. Also lieber noch ein paar Anmerkungen zu dieser Ausgabe, mal wieder neu gemischt von Wunderkind Steven Wilson. Ohne direkt zu verglichen zu haben fallen mir wie üblich (bis auf das penetrante "Overseer!" auf "Passion Play") keine spektakulären Unterschiede auf. Wilson legt ja mitunter mehr Wert auf die Original-Atmosphäre als Anderson selbst und konzentriert sich eher auf die Beseitigung von Störgeräuschen und sonstigen Fehlern auf den Originalbändern, als auf irgendeine 'neue Sichtweise', die kein Mensch braucht. Was hier auf jeden Fall besser geklappt hat als bei "Passion Play".

Dazu gibt es noch ein paar Bonustracks mehr als auf der bisherigen Ausgabe, aber nichts Spektakuläres, lediglich alternative Versionen und die BBC-Session wurde noch um 'Aqualung' ergänzt.

CD 2 enthält ein Konzert von 1975. Ganz brauchbarer Sound. Nehmen wir gerne mit, auch wenn Andersons Ansagen nicht so schön überdreht sind wie auf "Bursting Out".

Auf den beiden DVDs gibt es alles nochmal in 5.1 (kann ich mangels Anlage nicht beurteilen) und dankenswerterweise den Original LP-Mix (Stereo und Quadro).

Die Box kommt im gleichen Format wie bei den 3 Vorgängern, das gigantische Booklet ist eine Wundertüte an Informationen, durch die ich mich noch nicht durchgebissen habe. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass es den üblichen Unterhaltunswert bietet.

Das Fazit also wenig überraschend: Für den gediegenen Fan mal wieder ein neues Schmuckstück für die Eichen-Schrankwand - dann in den Ohrensessel, Meerschaumpfeife an und los geht's. Dem minderbemittelten Nachwuchs mal zeigen, was die damals noch so draufhatten! Wo ist meine Decke...

Yo, Finn, Opa ist eingeschlafen. - Hat er noch was gesagt? - Keine Ahnung, irgendwas vom Krieg oder so. - Krass, Digger. Gehn wir Einkaufszentrum? - Aber auf jeden!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2012
Was soll man dazu sagen? Es ist ein Klassiker schlechthin und eine der besten Platten aller Zeiten, nicht nur von Tull. Diese Musik hat Rockgeschichte für die Ewigkeit geschrieben. Der Klang auf der Vinyl LP ist gegenüber der CD um Meilen besser. Das ist auch mit durchschnittlichen Geräten deutlich feststellbar. Es ist schon toll, so eine Perle in den Händen zu halten...
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