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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 5 Virtuosen = eine Band?
Was Gitarrist Steve Howe an Neuerungen für das Vorgängeralbum 'The Yes Album' brachte, lieferte Rick Wakeman für 'Fragile': Nicht nur eine Wagenladung mit den aktuellsten Keyboards, (u.a. Mellotron, Minimoog, E-Piano), die er zum Spielen einfach aufeinander stapelte, sondern auch die Fingerfertigkeit eines ehemaligen Schülers des Londoner...
Veröffentlicht am 5. September 2000 von Thomas Schalipp

versus
6 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen !
Die Idee,jedem damaligen Mitglied einen eigenen Spielraum zur Verfügung zu stellen,ist an sich lobenswert, aber YES klingen nur dann wie YES,wenn sie gemeinsam ein Stück spielen. Für mich das beste Stück auf Fragile : Southside of the Sky, das mit seiner Länge und Athmosphäre zu den YES-Klassikern zählen sollte,aber leider immer wieder...
Am 28. März 2001 veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 5 Virtuosen = eine Band?, 5. September 2000
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Was Gitarrist Steve Howe an Neuerungen für das Vorgängeralbum 'The Yes Album' brachte, lieferte Rick Wakeman für 'Fragile': Nicht nur eine Wagenladung mit den aktuellsten Keyboards, (u.a. Mellotron, Minimoog, E-Piano), die er zum Spielen einfach aufeinander stapelte, sondern auch die Fingerfertigkeit eines ehemaligen Schülers des Londoner Konservatoriums. YES war zu einer Band von Virtuosen geworden, und auf 'Fragile' bekam jeder von ihnen die Gelegenheit, sein Können mit einem Solostück unter Beweis zu stellen. Wakemans Beitrag 'Cans And Brahms' klingt etwas spröde, ein Vorwurf, dem sich Wakeman später oft ausgesetzt sah, vor allem wenn man ihn mit dem mindestens ebenso virtuosen, aber mehr legeren Stil des ewig konkurrierenden Keyboard-Genies Keith Emerson vergleicht 'Mood For A Day' ist ein Konzertgitarren-Solo von Steve Howe, bei dem er nach seinem rasanten Solo-Stück 'Clap' vom Vorgängeralbum einmal seine romantische Seite zeigt.
Vielleicht ist es gerade diese Zurschaustellung von Einzel-Virtuosität, die 'Fragile' teilweise etwas trocken wirken lässt. Die wahren Stars dieses Albums sind aber die beiden echten Bandkompositionen 'Heart Of The Sunrise' und natürlich 'Roundabout', das zu einer Hymne des Progressive Rock wurde. 'Fragile' dokumentiert, wie sich bei YES inzwischen eine Musiker-Elite zusammengefunden hat. Das musikalische Dynamit, das in dieser Konstellation steckte, ging aber erst beim Nachfolgealbum 'Close To The Edge' so richtig los.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch nicht perfekt, aber immerhin eine Steigerung., 21. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Vor "Fragile" stieg Rick Wakeman in die Band ein, da angeblich Tony Kaye keine Synthesizer verwenden wollte, und brachte der Band damit eine neues, stärker keyboardorientes Klanbild.

Bereits "Roundabout" zeigt, dass sich die Band auch kompositorisch gegenüber dem "Yes Album" weiterentwickelt hat. Im Prinzip sind es zwar die selben Zutaten wie bei "Yours Is No Disgrace", aber schon hier prägen Squires Kult gewordenes Bassriff und Wakemans Keyboardeffekte das Bild, ferner ist auch noch der Aufbau abwechslungsreicher. "Cans and Brahms", das zweite Stück, ist eine mustergültige Brahms-Bearbeitung von Wakeman und wurde scharf kritisiert, zeigt aber auch, wohin Wakemans Solo-Zug so fuhr oder noch fahren sollte.

"We Have Heaven", Andersons Solo-Nummer auf dem Album, hat wieder eine typische 60er-Flowerpower-Schlagseite. Eigentlich belanglos, taugt das Lied im Gesamtzusammenhang des Albums aber zumindestens noch für einen gelungenen Gag (auf den ich aber später noch zurückkomme). Zumindestens gibt es im Anschluss einen Knall sich entfernende Schritte, und schon folgt "South Side of the Sky", in dem Squire und Howe ihren Sangeskollegen recht hart an die Wand spielen. Für Abwechslung sorgen dann wieder ruhige und atmosphärische Passagen, in denen Wakeman für Stimmung und teilweise jazzige Nuancen sorgt.

Wieder eine Solonummer ist das folgende und sehr kurze "Five Per Cent For Nothing", wo die Band gekonnt Brufords Schlagzeugparts auf ihre Instrumente überträgt und zeigt, was für Einfälle dieser Virtuose so hatte. "Long Distance Runaround" ist noch mal eine kurze fröhliche Anderson-Nummer, die aber einiges durch die Rhythmusarbeit von Squire und Bruford und das Unisono-Riffing von Wakeman und Howe gewinnt. Das anschließende "The Fish" ist Squires Stück vom Kuchen, Howes "Mood for a Day" ist wesentlich ruhiger und abwechslungsreicher als das recht folkige "The Clap" vom Vorgängeralbum.

Am Ende folgt der absolute Klassiker des Albums, und zwar "Heart of the Sunrise". Hier trifft King-Crimson-artiges Brachial-Riffing auf zerbrechlich-ruhige, surreale Passagen, und Andersons Texte waren in ihrer Metaphorik früher auch mal weniger mystisch. Alles andere sollte man selber hören und genießen... und am Ende, nach all dem Dualismus zwischen Konsonanz und Dissonanz, Ruhe und Lautstärke macht es noch mal "Puff", und wir hören wieder "We have Heaven". Und obendrein enthält die Remaster-Ausgabe noch dazu eine Yes-Version des Klassikers "America" von Simon & Garfunkel, die intelligent umarrangiert wurde und dem Lied viele neue Facetten hinzufügt.

Fazit: Einige Durchänger bei den Solonummern können einem den Spaß an diesem Album nicht nehmen. Fans werden nicht enttäuscht werden, Neueinsteiger in die Band werden begeistert sein (wie in meinem Fall).
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unterschätztes Juwel, das bei Konzerten jedoch mehr glänzt!, 11. April 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Nach dem Gitarristenwechsel von Peter Banks zu Steve Howe bei Yes in 1970 stieg nun auch Organist Tony Kaye 1971 aus der Band aus, und wurde durch Keyboarder Rick Wakeman ersetzt. Während Tony Kaye der straighte Rockorganist war, brachte Rick Wakeman ein wenig Abwechslung in die Musik von Yes: neben der Hammondorgel wurden jetzt auch ein Flügel, ein E-Piano, ein Harpsichord, diverse Synthesizer und ein Mellotron eingesetzt.
Auf diesem Album hat jeder der Bandmitglieder bis zu 3 Minuten für eine Solokomposition, auf der er "sein" Instrument darstellen kann. Zusätzlich gibt es 4 längere Bandkompositionen, die die 5 Musiker gemeinsam arrangiert haben.
Der Singlehit und Opener "Roundabout" hätte von seiner Art her auch vom "Yes Album" stammen können: ein straighter Rocker mit trockenen Bassläufen. Lediglich die akustische Gitarreneinleitung und der proggige Endteil klingen schon eher nach späteren Yes-Alben wie "Close to the Edge". "Cans and Brahms" ist ein Wakeman-Solo-Stück. Es ist nichts besonderes, nur ein 1,5minütiger Auszug aus der 4. Brahms-Symphonie, von Rick Wakeman für diverse Keyboards arrangiert. Danach folgt das einminütige "We Have Heaven", das mit den zahlreichen, langsam Spannung aufbauenden Gesangsoverdubs Jon Andersons glänzt und durch 30 Sekunden Schritt- und Windgeräuschen à la Pink Floyd in der "Man and the Journey"-Suite mit dem zweiten Bandstück, "South Side of the Sky" verbunden ist. Letzteres überzeugt durch die rockigen Gitarren- und Bassriffs, den wortwörtlich "kalten" Text und den Piano-Mittelteil. Seitenwechsel: es geht weiter mit dem kurzen, perkussiven "5% for Nothing", dem Solo-Track vom Drummer Bruford: 30 Sekunden krumme Töne und Takte von Bass, Orgel, Schlagzeug und Gitarre. Dieser musikalische "Fetzen" dient als Prelude zum nächsten Bandtrack, "Long Distance Run Around", dessen vertrackter Rhythmus, schöne Melodie und gute Riffs sofort überzeugen. Dieses Lied diente live als Sprungbrett zu einem 10minütigen Basssolo von Chris Squire - mit Begleitung von Steve Howe, die auf "Fragile" jedoch nur 3 Minuten lang ist: "The Fish". Hier gibt es einen 7/4 Takt und lustige Basseffekte, und am Ende noch ein wenig Gesang. Live ist Squires Solobeitrag allerdings um einiges interessanter... Danach das verträumte Solostück "Mood for a Day" von Steve Howe: drei Minuten romantische Akustikgitarrenmusik, die Steve Howes Können an der Akustikgitarre zeigen. Trotzdem gefällt mir das fröhliche, verspielte "Clap" vom Vorgängeralbum besser. Zu guter letzt: ein absolutes Meisterwerk: das 11minütige "Heart Of the Sunrise" mit vorzüglichem Mellotronspiel, schnellem Riffing und ruhigen Gesangspassagen mit dezenter Bandbegleitung. Und kurz vor der Auslaufrille: eine halbminütige Reprise von "We Have Heaven", die den aprupten Schluss von "Heart of the Sunrise" ein wenig "dämpft". Nun zu den Bonustracks...
"America" ist eine wirklich geniale Version des Simon&Garfunkel-Titels. Man erkennt das ganze nur noch am Text und am Riff wieder, die Melodie versteckt sich in unterschiedlichsten Taktarten. Das ganze ist 10 Minuten lang und hätte sich auf der Original-LP, anstatt der Solobeiträge, recht gut gemacht. Die zweite Version von Roundabout ist ganz lustig, aber i.G.u.G. belanglos.

"Fragile" ist ein sehr gutes, und kein zerbrechliches, sondern solides Progalbum, das mit guten Ideen und proggigen Liedern gefüllt ist. Punkteabzug gibt es aber, weil die recht kurzen Solostücke wie eine lose Aneinanderkettung von Ideen wirken. Der Bonustrack "America" auf der 2003er Remaster ist eine lohnenswerte Ergänzung.
Als Einsteiger sollte man sich (meiner Meinung nach) aber zunächst die Yessongs oder Close To The Edge zulegen. Diejenigen, die das mögen, kommen eh nicht um den Kauf der anderen Studioalben (zumindest bis 1980) herum.
Anspieltips: am besten alles durchhören!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meilenstein, 1. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Als Einstige in das umfangreiche Schaffen dieser legendären Band ist "Fragile" bestens geeignet.
Zum Einen zeigt es "Yes" in der klassischischen Besetzung auf dem Höhepunkt seiner Kreativität und zum Anderen erhält es einige beinahe radiotauglich Stücke, die spätestens bei zweiten Hördurchgang ihre Vielschichtigkeit und Vitalität entfalten.
Klar ist das ganze Album etwas kopflastig und nichts zum Autofahren oder nebenbei hören und auch die enthaltenen Solonummern hängen ein wenig durch, aber unterm Strich ist und bleibt "Fragile" ein unverrückbarer Meilenstein der anspruchsvollen Rockmusik.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fragile, 3. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Auf „Fragile" ist das klassiche YES-Line-Up komplett. Jon Anderson an den Vocals, Chris Squire am Bass, Steve Howe an der Gitarre, Rick Wakeman am Keyboard und Bill Bruford am Schlagzeug. Alles perfekte Intrumentalisten bzw. Sänger. Das Album bietet vier Gruppenkompositionen und fünf Solo-Stücke von jedem der einzelnen Bandmitglieder.

„Roundabout" ist DER 70s-Hit von Yes. Auch heute ist noch bei jedem Konzert zu Hören. Das Stück macht mit seinem tollen Basslauf und den Keyboard-Einlagen einfach nur Spaß. Das zweite Stück ist dann eine Klassik-Bearbeitung von Rick Wakeman. „We Have Heaven" ist das Solo-Stück von Jon Anderson. Was den Song interessant macht ist, dass hier Gesangs-Overdub über Gesangs-Overdub gelegt wird, wodurch das Stück von Sekunde zu Sekunde an Intensität gewinnt. „South Side Of The Sky" beginnt mit Windgeräuschen bis das hektische Schlagzeug einsetzt. Jon Anderson singt und Howe frickelt dazu auf der E-Gitarre. Es folgt ein sehr hörenswertes Piano-Interludium im Mittelteil, indem Wakeman uns sein ganzes Können zeigt. Das Stück endet dann wieder mit Gesang und E-Gitarre. Der nächste Track, die Solo-Nummer von Bull Bruford dauert weniger als eine Minute, leitet dann flüssig zum eingängigen, durchaus radiotauglichen, aber sehr schönem „Long Distance Runaround", welches wiederum flüssig in Chris Squires Solo-Nummer „The Fish" übergeht, die ebenfalls voll überzeugen kann. „Mood For A Day" ist Howes Solo-Beitrag, in dem er uns zeigt, was er so alles an der Gitarre drauf hat. Das Stück ist auch heute noch auf Konzerten zu hören. Zum Schluss vielleicht DER Hammer-Song von Yes: „Heart Of The Sunrise". Dieses Meisterwerk beginnt mit genial-vertracktem Riffing. Es folgt ein Bass- und Mellotron-dominierter Teil, der Spannung aufbaut, ehe wieder dieses geniale Riffing einsetzt. Immer wenn man denkt: Jetzt hat sich die Band ausgetobt, kommt ein neuer Break und es geht wieder von vorne los. Nach etwa 3 Minuten folgt ein ruhiger Gesangspart, indem Jon Anderson mit seiner einzigartigen Stimme glänzt. Im weiteren Verlauf werden die vorhergehenden Teile immer wieder varriert, bis das Stück erhebend mit einer eingestreuten Sequenz aus „We Have Heaven" endet. Ein Meisterwerk, dass einen vor allem Live regelrecht umhaut. Ich persönlich hatte das Glück, dieses Stück auf einem Konzert im Sommer 2003 live zu erleben. Ich kann nur jedem raten, dieses Album zu kaufen und ein Konzert dieser (vielleicht besten Live-)Band zu besuchen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BESSERER SOUND, 10. Dezember 2007
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
über das, was auf dieser scheibe drauf ist, haben meine vorgänger ja genug geschrieben. am rande: beatles und strawinsky sind allerdings für mich in dieser musik so gar nicht zu erkennen ;-)
davon abgesehen: eines der großen 70er alben, mit dem dämlichen, aber netten "roundabout", dem genialen "heart of the sunrise" und mit einem ganzen spektrum an abwechslungsreichen nummern dazwischen. das alles ist bekannt!

aber es gibt zu dieser aufnahme etwas grundlegendes und wichtiges anzumerken. leute, die wert auf tonqualität legen, die gerne die genaue zusammensetzung der musik erhören, die einen raumeindruck gewinnen wollen und ein wenig dynamik erwarten, hatten es bisher schwer mit yes-platten.

zu hören gab es einen gläsernen, fast lästigen sound mit kaum bass und einem reingemantschten schlagzeug. man musste die musik schon sehr mögen um mehr als eine plattenseite durchzudrücken.

nicht so das remaster dieser aufnahme. erstmals gibt es deutliche bass-lines zu hören, das schlagzeug hat luft, die einzelinstrumente sind ortbar, der musikalische zusammenhang breitet sich mühelos erhörbar vor dem zuhörer aus und alle spielen mit viel mehr elan, druck und freude als bisher gewohnt.

eine audiophile aufnahme ist es immer noch nicht, aber gegen das original eine unglaubliche verbesserung!

wenn jemand diese platte mag, mit was besserem als einem küchenradio hört und sie neu erfahren will: HIER ist die kohle bestens investiert.

im übrigen gibts das ding auch auf vinyl (und geht noch mal besser!)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Yes!, 5. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
In den Siebzigern hatten Rockmusiker wirklich Mut. Und sie wollten unbedingt wissen, was da noch so alles hinter dem Tellerrand lauert. Eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür ist sicher die Band Yes. Und Fragile ist wahrscheinlich das beste Album von Yes ' und eines der besten vielleicht überhaupt.
Immer wieder möchten mir alte Musiker-Weggefährten klar machen, dass die jungen Musiker von Heute besser ausgebildet seien, brillantere Techniker seien und überhaupt... Dass aber sich eine Band heute trauen würde ein Album wie Fragile zu machen, ist für mich schlicht nicht vorstellbar. Dazu muss man nicht nur eine gute Technik und eine gute Ausbildung haben. Dazu braucht es Mut und einen unendlich breiten Horizont. Wahrscheinlich sogar Tollkühnheit. Weshalb sicher selbst Yes sich heute nicht mehr an ein solches Werk trauen würde.
Gaaaanz tief Luft holen, und dann mit ganz großen Ohren rein!
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prog-Rock, wie er klingen muss ! Zum Niederknien !, 22. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Für Leute, die Yes nicht kennen, lässt sich der Stil dieser Band wie folgt beschreiben: The Beatles meets Igor Strawinski (russischer Komponist, der nach Amerika konvertierte), mit einer Messerspitze Pink Floyd, einem guten Schuss Deep Purple und einer Prise Emerson, Lake & Palmer.
Mít FRAGILE schafften die Revoluzzer des progressiven Rocks den Durchbruch und legten einen Meilenstein in der Musikgeschichte nieder. Im Gegensatz zu allen späteren Werken der Band, allen voran natürlich CLOSE TO THE EDGE, bedienten sich Yes noch allen Klischees, die für diese Musikrichtung galten: sehr klassisch inspirierte Melodien und Songstrukturen und lange und üppige Solopassagen für jedes gespielte Instrument. Bei den Solopassagen offenbahrt jedes Mitglied der Band seine Virtuosität, allerdings auch oft am Rande der Selbstinszenierung. Daher wurde die Band von Laien oft als kitschig verkannt. Wenn man zunächst die Solostücke betrachtet, von denen jedes Bandmitglied je eines komponierte, um sein jeweiliges Instrument in den Mittelpunkt zu stellen, sieht man sich trotzdem mit eigenständigen Kompostionen konfrontiert, die alle gleichermassen ihre Berechtigung auf dem Album haben, mit Ausnahme des völlig überflüssigen FIVE PERCENT FOR NOTHING, welches absolut nichts aussagt und nur ein Füller ist, bei welchem sinnlos eine halbe Minute herumgefrickelt wird.
Anders sieht es schon bei THE FISH oder der Klassikadaption CANS AND BRAHMS aus. Bei ersterem steht Chris Squires Bassgitarre im Vordergrund, die Melodie, die Sänger Jon Anderson am Ende des Stücks vorträgt, meine ich schon einmal in einer Strawinski-Komposition gehört zu haben. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Chris Squire der Jimi Hendrix der Bassgitarre ist. CANS AND BRAHMS konzentriert sich auf die Keybords von Rick Wakeman, hauptsächlich Piano, Hammondorgel und elektrisches Cembalo. Auch das akustische Instrumentalstück MOOD FOR A DAY sollte angesichts der unglaublichen Fingerfertigkeit des Gitarristen Steve Howe nicht übersehen werden. Den langen Bandkompositionen aber sollte man seine zentrale Aufmerksamkeit widmen, als da wären:
Das vom Bass dominierte, rasante, dann aber sphärisch-treibende und psychedelisch-hypnotisierende HEART OF THE SUNRISE, in welchem ebenfalls eine gehörige Portion Klassik steckt und wirklich jedes Bandmitglied mal am Zug ist, ohne mit den Soli zu übertreiben. Besonders Rick Wakeman besticht hier durch seine unglaubliche Virtuosität, die von seiner klassischen Ausbildung am Londoner Konservatorium herrührt. Des Weiteren wäre da SOUTH SIDE OF THE SKY mit seinem düsterem, atmosphärischen Intro, bei welchem eiskalter Wind aus den Boxen weht, bevor es zu einem groovenden Riffmonster wird, bei welchem sich Squire betont zurückhält und hier mehr die elektrische Gitarre dominiert, ehe es nach zwei Minuten zum Höhepunkt kulminiert, wenn alle Instrumente bis auf das Klavier ausklingen und Mr.Wakeman das volle Register seines Könnens zeigt, ehe dann die übrigen Bandmitglieder zum Backgroundchor einstimmen um die malerisch traumhaften, beinahe übernatürlich schönen Klavierpassagen zu begleiten. Mr. Wakeman macht seine Arbeit so gut, dass amn meinen könnte, die Klavier- und Orgelpassagen seien von J.S.Bach oder Sibelius persönlich eingespielt worden. Absolut unvergesslich ist auch die stimmige, ebenfalls mit klassischen Elementen vollgeladene
Komposition ROUNDABOUT, mit ihrem akustischen Intro und den Hammondorgel-Soli, wobei die aussergewöhnlichen Bassläufe ein brodelndes rhythmisches Fundament bilden. Sowohl das flexible, frische Schlagzeugspiel Bill Brufords, als auch das jenseits aller musikalischen Konventionen praktizierte Bassspiel Squires sind zum Niederknien. Über Jon Andersons überragende Gesangsleistung brauche ich keine Worte zu verlieren, ebensowenig wie zum Gitarrenspiel Howes. Ein weiterer Bonuspunkt dieses tollen Albums ist der Bonustrack AMERIKA, wo so gegensätzliche Stile wie Klassik und Country verwoben werden.
FRAGILE ist absolut anbetungswürdig. Die kunstvolle Aufmachung der Digipack-CD setzt dem ganzen die absolute Krone auf, ebenso, wie der absolut vollkommen abgemischte Sound, welcher nie besser klang. Bei MOOD FOR A DAY kann man sogar hören, wie die Ärmel von Steve Howe sich am Korpus seiner akustischen Gitarre reiben, wärend seine Finger über die Saiten flitzen. Eine so glasklare und ausgewogene Produktion habe ich bisher noch nie erlebt.
K A U F E N !!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut umgesetzte dvd_a, 15. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Fragile [DVD-AUDIO] (DVD-Audio)
"Fragile" ist sicherlich nicht Yes' beste Platte (das ist für mich "Tales From Topographic Oceans", obwohl die meisten Yes-Fans wohl für "Close To The Edge" plädieren würden), aber es ist die erste mit Rick Wakeman. Außerdem hat es hier den Hit "Roundabout" sowie die Klassiker "Heart Of The Sunrise" und "South Side Of The Sky". Ergänzt wird das Ganze mit Quasi-Solostücken der beteiligten Musiker. Hier sticht in meinen Augen Chris Squires "The Fish" hervor - besonders im 5.1 Mix, wo der Subwoofer anfängt, durch den Raum zu hüpfen.

Klangmäßig tut sich die DVD-A durch eine gute Ausnutzung der 6 Kanäle hervor und saubere Höhen und Tiefen hervor. Einzig bei "Cans And Brahms" verzerrt es bei den Spitzen ein bisschen (dafür hört man den Einsatz der Basspedale bei der Orgel ganz prima). Es gibt keine "heavy" Effekte wie das Herumfliegen von Klängen und dergleichen, was der Musik auch nicht angemessen wäre.

Für alle, die "Fragile" mögen, ist die DVD-A sicherlich eine Überlegung wert, zumal sie erschwinglich ist. Vor allem die Besitzer einer halbwegs ordentlichen Surround-Anlage mit einem leistungsfähigen Subwoofer werden sich freuen, wenn ihnen Chris Squires Bass mal so richtig die Hosenbeine flattern lässt.

Als Bonus gibt's noch "America", auch sehr hübsch remastered.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen America, 28. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fragile (Audio CD)
Meine erste Begegnung mit Yes hatte ich 1977 mit der Single "Wonderous Stories."Ich war sofort von der Musik angetan und kam einige Zeit später auch zu Fragile.Zusammen mit The Yes Album steht es wohl an der Spitze vieler sehr guter Alben.Stücke wie "Roundabout",Long Distance Runaround" oder "Heart of the Sunrise" sind absolute Klassiker und gehören mit zum Besten was Yes je gemacht haben.

Meine Favoriten auf dieser Expanted & Remastered Version sind jedoch die beiden Bonustitel.Die Version von Paul Simons "America" ist einfach der Hammer,zumal die Stimmen von Jon Anderson und Art Garfunkel sehr ähnlich klingen.Im Moment mein absolutes Lieblingslied von Yes.Auch der Mix von "Roundabout" gefällt mir sehr.Er klingt etwas rockiger und man hat diese Version einfach noch nicht so oft gehört.

Abschließend sei noch das tolle Booklet und die schönen Bilder erwähnt und das alles zu einem Hammerpreis.Für jeden Progrock Fan ein absoluter Pflichtkauf.Viel Spaß beim anhören
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