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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Februar 2006
"Letzte Nacht träumte ich, ich sei wieder in Manderley ... Manderley ...die lange Auffahrt wand sich wie seit alters her... ", so das Intro dieses monolithisch herausragenden Romantic Thrillers. Erinnerungen - das zentrale Thema in "Rebecca". Den Schlossherrn Maxim de Winter scheinen düstere Schatten zu quälen; irgendein Geheimnis umflort ihn und sein Schloss Manderley. Schon bald ahnen wir, dass es mit seiner verstorbenen Frau, der Lebedame Rebecca, zusammenhängen muss. Jeder schien zu lieben, zu verehren, zu achten. Wirklich jeder? Im dichten Nebel Manderleys singen die Geister der Vergangenheit sirenensüß von der Verblichenen - und wenn ein Film so plastisch fabuliert, dass man vermutet, die tote Rebecca könne jeden Moment auf der großen Treppe erscheinen, so ist das Erzählkunst allerersten Ranges. Gern geben wir uns der Gediegenheit der alten Filmsets, dem wunderbar feinsinnigen Schauspiel Laurence Oliviers und der eleganten Mystique einer längst vergangenen Film-Ära hin.
Mit "Rebecca" erreichte der romantische Krimi einen ersten Höhepunkt, der Film setzte Qualitätsmaßstäbe. Die Figuren und Situationen sind archetypisch, gar nicht so weit weg von uns, wie es zunächst scheint. Irgendwo in uns haben wir doch alle ein geheimnisvolles Manderley - Fluchtpunkt finsterer Sehnsüchte. Gekonnt apelliert Hitchcock an unsere romantischen Instinkte, und allzu gerne geben wir ihm nach. Ein genussreicher Filmevergreen, an Eleganz nicht zu übertreffen.
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am 10. Oktober 2013
Ich habe den Film zweimal gesehen. Zum ersten Mal als Teenager und zum zweiten Mal jetzt. Fast jeder kennt Rebecca und bringt diesen Film mit Alfred Hitchkock in Verbindung. Ich konnte mich nicht mehr an alle Einzelheiten des Films erinnern, sondern nur daran, das er in meiner persönlichen Gefallensliste von Alfred Hitchkock-Filmen nicht ganz vorne weilt. Jetzt weiss ich, es liegt daran, dass mir die Rolle von Laurence Olivier (Maximilian de Winter) nicht sehr sympatisch erscheint. Für mich ist diese Rolle das entscheidende für die inhaltliche Qualität des Filmes. Mit dem Wissen von Maximilian de Winter in diesem Film ist sein Handeln während des Films bis zur Auflösung, als ziemlich unrealistisch einzuschätzen. Aber wie ich gehört habe, wurde Alfred Hitchkock dazu "gezwungen" aus einem Mord einen Unfall zu machen. Vielleicht ist "diese Änderung" des Stoffes in den 40er Jahren recht schwierig gewesen. Alles in allem ist Rebecca ein ganz guter Film und jeder, der mal einen Hitchkock-Film sehen will, sollte ihn auch auf seiner Liste haben.

PS: Zum ersten Mal habe ich Alfred Hitchkock bei seinen Cameo-Auftritt nicht erkannt.

Meine Schulnote: 3
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am 22. März 2003
Es handelt sich hier nicht um einen typischen Hitchcock, sondern eher um eine mit Suspense gewürtzte Variante des Aschenputtelmärchens. Die namenlose Heldin findet ihre Rolle erst durch Überwindung von Angst und eigener Hemmung. Wie bei allen großen Hitchcock-Filmen sind es gar nicht einmal die Spannungsmomente, die den Zuschauer gefangen nehmen, sondern die große Menschlichkeit in der Darstellung der Personen.
Zur DVD: Der Film wurde hervorragend restauriert: Das Bild zeigt erstaunlich wenig Verschmutzungen und Artefakte; der frontlastige Mono-Ton kann dabei nicht ganz mithalten. Leider fehlen jegliche Extras, was gerade bei einem Hitchcock sehr bedauerlich ist. Aber dafür gibt es ja die Werke von Truffaut und Spoto.
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am 14. März 2002
Alfred Hitchcocks erste Regiearbeit für Hollywood ist ein Hochgenuß für alle, die gern mit den Protagonisten leiden, fingernägelkauend auf ein Happyend hoffen und doch nie so recht daran glauben können... Ein fescher Laurence Olivier (wie schön der Mann doch mal war!) verleitet zu schmachtenden Seufzern, und eine wunderbar naiv-süsse Joan Fontaine erregt gnadenlos jederfraus Sympathien. Als neue Frau des verwitwten Maxim de Winter glaubt sie bald, dass sie dessen erster Frau Rebecca niemals das Wasser reichen kann, und was sie alles tut, um ihrem Mann gerecht zu werden, ist schlichtweg rührend. Doch was sie auch anstellt, sie tritt in ein Fettnäpfchen - denn sie ahnt nichts von Maxims wahrer Beziehung zu seiner ersten Frau, und die Haushälterin Mrs. Danvers, eine klassische Hitchcock-Schreckschraube, verhält sich ebenfalls recht mysteriös.
Ansonsten kein Fan von Hitchcocks Filmen, war ich von Rebecca angenehm überrascht, was möglicherweise an den phantastischen Leistungen sämtlicher Darsteller liegt, sowie an der etwas mysthisch verbrämten Geschichte von Daphne du Maurier. Psychologisch hochinteressant und bestimmt zu Recht ein Klassiker!
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am 31. Januar 2005
Für alle, die vor Schwarz-Weiß-Filmen zurückschrecken sollten - was wäre ein Hitchcock-Film in Farbe? Er würde seine Magie verlieren. In diesem Film wird die Phantasie des Zuschauers gefordert, man bekommt viele Szenen wie Erinnerungen, Rückblicke oder Gedanken nicht wie in den meisten Filmen präsentiert (d.h. vorgespielt), sondern sie werden sehr deutlich in der Mimik und Gestik der Darsteller, und man versteht alles. Man fühlt sich weniger wie vor der Leinwand, sondern wie eine am Geschehen unbeteiligte Person im Schloss, z.B. Dienerschaft oder Freunde, doch man ist selbst in der Handlung.
Wenig sichtbare Action, und doch so spannend, bis zum Schluß. Ich habe den Film bestimmt über 20mal gesehen, und bekomme noch immer Gänsehaut, besonders zum Anfang und zum Ende (kann auch daran liegen, daß Joan Fontaine meine Lieblingsschauspielerin ist, und Laurence Olivier... - ach dieser Blick!).
Joan Fontains Stimme zum Beginn, die vom Schloss erzählt, der Weg durch den Wald im Nebel und die Musik im Hintergrund spiegeln wunderbar die Empfinden der jungen Mrs. de Winter, die uns ihre Geschichte im Verlauf des Films erzählt. Wie im Buch erfahren wir nicht ihren Namen.
Ein junger Witwer mit einem dunklen Geheimnis und eine 21jährige, unsichere Frau, die zum Schluss ihre Willenskraft und Liebe beweist.
Der Film verzaubert!
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TOP 1000 REZENSENTam 7. November 2014
Genau wie "Riff-Piraten", seinem letzten Englandfilm, bevor er nach Hollywood ging, ist auch "Rebecca" nach einer Romanvorlage von Daphne du Maurier entstanden und interessanterweise spielen beide Filme in der englischen Grafschaft Cornwall - allerdings in verschiedenen Epochen. "Riff-Piraten" ist Anfang des 19. Jahrhunderts angesiedelt und "Rebecca" spielt in den 30er Jahren. Doch durch das imposante Anwesen "Manderley" und der düsteren Haushälterin Mrs. Danvers strahlt die Geschichte ein seltsames Flair aus - man hat das Gefühl als wäre die Zeit irgendwann in einer entfernten Vergangenheit stecken geblieben und so eignen sich beide Filme vortrefflich im "Gothic Novel" Stil. "Riff Piraten" wurde stark kritisiert und gilt als misslungen. "Rebecca", die ein Jahr später entstandene Produktion von David O. Selznick wurde für 11 Oscars nominiert, gewann dann auch zwei Trophäen (bester Film, beste Kamera) und wurde ein großer Welterfolg und darüberhinaus einer der unsterblichen Filmklassiker. Das Erstaunliche dabei ist, dass nur im Mittelteil die Suspence des Meisters zum Tragen kommt - am Anfang regiert eine ungleiche Liebesgeschichte.
Unvergessen bleibt der Film vor allem durch die bewegende Darstellung der jungen Joan Fontaine (Schwester der berühmten Olivia de Havilland), die die neue Mrs. de Winter spielt. Ihren Namen erfährt man aber nie - es ist immer nur der Name ihrer überlebensgroßen Vorgängerin "Rebecca", die erste Mrs. de Winter präsent. Unvergessen auch durch die brilliante Performance der Judith Anderson als geheimnisvolle und strenge Haushälterin Mrs. Danvers, die für erlesene und echte Gruselmomente sorgt.
Erzählt wird die Geschichte des britischen Adligen Maxim de Winter (Laurence Olivier), der unter den allgegenwärtigen Erinnerungen an seine verstorbene Frau Rebecca leidet. Um zu vergessen hält sich der wohlhabende Witwer an der Cote D'Azur auf. Dort in Monte Carlo lernt er die noch sehr junge und naive Gesellschafterin (Joan Fontaine) von Edythe van Hopper (Florence Bates) kennen. Er beginnt sich immer mehr für die junge Frau zu interessieren und bald bahnt sich eine Romanze an, die überraschend auch zur Vermählung führt. Nach den Flitterwochen entscheidet sich das junge Paar auf dem riesigen Schloß Manderley zu leben, dem Besitz von Maxim. Doch das Einleben will der jungen Frau gar nicht so gut gelingen- einerseits führt hier die eigenartige Haushälterin Mrs. Danvers Regie, die sie bei jeder Gelegenheit mit der verstorbenen früheren Herrin Rebecca vergleicht. Und auch Maxim leidet an der Umgebung. Vom Maxims Verwalter Frank Crawley (Reginald Denny) erfährt die junge Frau mehr über den Tod ihrer Vorgängerin, die an einem stürmischen Abend mit ihrem Segelboot aufs Meer hinausfuhrt und nicht wieder kam. Eine Wasserleiche die einige Zeit später an Land gespült wurde, konnte aber von Maxim als seine Frau identifiziert werden. Höhepunkt soll ein Maskenball werden, doch aufgrund der perfiden Bosheit von Mrs. Danvers wird das von ihr empfohlene Kostüm und die passende Perücke für unsere junge Heldin zum Desaster. Es war das Kleid, dass auch ihre Vorgängerin trug. Währenddessen wird in der Bucht von Manderley ein Wrack geborgen und Mrs. Danvers Wahnsinn schreitet fort....
Am Ende des Films brennt dann das prachtvolle Manderley durch eine dämonische Brandstifterin völlig aus und der Zuschauer erfährt, ob die ungleiche Liebe zwischen dem etwas älteren Aristokraten und seiner jungen Frau ein Happyend findet. Sehr kitschig, aber auch sehr schön und großartig vom Meister des Suspence in Szene gesetzt. Die sehr guten Darsteller verstärken natürlich noch die dichte Atmosphäre des romantischen und märchenhaften Thrillers. Joan Fontaine bekam dann auch ein Jahr später den Oscar - sozusagen als Wiedergutmachung, weil sie mit "Rebecca" gegen Ginger Rogers in "Kitty Foyle" verloren hatte - für eine etwas schwächere Darstellung in "Verdacht" (ebenfalls von Hitchock) zugesprochen.
"Rebecca" gehört für mich zwar nicht zu den 10 besten Arbeiten von Hitchcock, ist aber dennoch ein großer Klassiker und ist neben "Das Haus der Lady Alquist" sicherlich der beste Gothic-Thriller der 40er Jahre.
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am 8. Februar 2007
Dieser Film, Hitchcocks erster in Amerika gedrehter Film, bekam als einziger seiner Filme den Oscar für den besten Film!

Dieser Film, der auf dem Bestseller von Daphne DuMaurier basiert, beginnt als romantischer Film und zeigt, wie sich die Hauptdarsteller (Sir Laurence Olivier und die süße, scheue und anbetungswürdige Joan Fontaine) kennen und lieben lernen und sogar heiraten. Dann ziehen sie in sein Haus....Manderley...ein sehr berühmtes Haus auf einem rieseigen Anwesen, direkt am Meer. Dort hat Maxim DeWinter (Olivier) mit seiner ersten Frau gelebt, Rebecca, die auf mysteriöse Weise im Meer ertrank. Alle, wirklich alle Menschen haben Rebecca geliebt und angebetet. Sie war hübscher und kultivierter als alle... Besonders die Hausdame, Miss Denvers, ein alter Drache mit genial bösem Blick für Joan Fontaine, betete Rebecca an. Klar also, dass sie die neue Mrs. De Winter nicht akzeptiert und ihr ständig Steine in den Weg legt und sie loswerden will. Bei jeder Gelegenheit versucht sie ihr zu beweisen, wie viel besser Rebecca war und wie sehr sie von allen, auch von ihrem Mann geliebt wurde.
Fortan fühlt sich die neue Mrs. De Winter unwohl, in dem großen Haus uns ängstigt sich vor Miss. Denvers. Ein paar Besucher, die zwischendurch auftauchen, erhellen ihre Miene, doch einer von ihnen, ein angeblicher Cousin von Rebecca, weckt ihr Misstrauen. Hinzu kommt, dass Maxim ihr verbietet einige Zimmer zu betreten und dass er versucht, einige Dinge vor ihr zu verheimlichen, hinter die sie einfach nicht kommt. Was weiß der alte Ben, der sich unten am Bootshaus herumtreibt, in das Joan Fontaine nicht hineingehen darf. Was verheimlich ihr Mann und was hat es mit diesem angeblichen Cousin auf sich? Diese Fragen versucht sie zu beantworten, unter der ständigen Aufsicht der Hausdame Miss Denvers.
Und dann, auf dem großen Ball, blamiert Miss Denvers Joan Fontaine total. Genau in dem Augenblick bringt ein Sturm das Boot von Rebecca ans Tageslicht...viel mehr ans Mondlicht, und dort findet man auch eine Leiche.
Nun wird der ganze Fall von vorne aufgerollt....und endlich dringen Wahrheiten ans Licht...

Doch was geschieht mit Manderley....

Einer der spannendsten und genialsten Hitchcock-Filme. Einer seiner besten Filme. Wunderbarer Film, der nur in schwarz/weiß so gut wirkt!!!
Romantik, leichten Witz, seehr viel Spannung, rätselhafte Geschehnisse, eine geheimnisvolle und erschreckende Hausdame, ein geheimnisvoller Ehemann und eine bigger than life (scheinende) tote... Ex-Frau...

Dieser spannende Thriller hat alles

Lediglich das gelbe Cover passt so gar nicht zu dem Film...da hätte ein dunkles Cover, mit Manderley im Hintergrund und Joan Fontaine vorne drauf viiiel besser gepasst und einen direkt auf den Film eingestellt.
Das COver der amerikanischen DVD kommt dem schon sehr viele näher...

Trotz allem gebe ich dem Film sehr gerne 5 Sterne
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am 23. April 2005
Dies war der erste Hitchcock-Film nach seiner Übersiedelung nach Amerika und auch der erste (und einzige), der einen Oscar erhielt. Dieser ging jedoch - fatalerweise! - nicht an den Meister selbst, sondern an den Produzenten David O. Selznick (in der Kategorie: Bester Film), der zuvor von Hitchcocks "The Lady Vanishes" so begeistert gewesen war, daß er den ambitionierten Regisseur prompt für mehrere Jahre engagiert hatte. Heute ist der Name Selznick hauptsächlich Filmhistorikern ein Begriff, ganz im Gegensatz zu Hitchcock, und so wird inzwischen auch "Rebecca" eher unter dem Hitchcock-Aspekt betrachtet, und das zu recht.
Die Handlung des Films unterteilt sich in drei Teile, der erste (und kürzeste) behandelt locker und ironisch das Kennen- und Liebenlernen der beiden Hauptprotagonisten, in einem Hotel in Monte Carlo, eine Romanze, die von der widerlichen Mrs van Hopper, der Arbeitgeberin des Mädchens, erheblich gestört wird. Im zweiten Abschnitt werden wir in eine düstere Traumwelt entführt: Das weiträumige Schloß Manderley wird beherrscht von der stoisch kalten Miene von Mrs Danvers, der Haushälterin, die mit allen Mitteln das Andenken ihrer Herrin, der verstorbenen Rebecca, zu erhalten versucht. Wir sehen das Schloß praktisch aus ihrer wahnsinnig-morbiden Sicht, es wirkt elegant, aber leer und ausgestorben, somit kann sich auch der Zuschauer der ebenso wahnwitzigen Hoffnung nicht entziehen, Rebecca würde wiederkommen und das Haus wieder mit "Glanz" erfüllen - etwas, das das Mädchen in ihrer schüchternen Natur niemals schaffen wird.
Teil Drei bringt dann, wie ich finde, einen Stilbruch mit sich - aber einen interessanten: Ab hier wird "Rebecca" zu einem Kriminalfilm, und die Hauptrolle fällt zunehmend vom Mädchen auf den Mann, der versuchen muß, sich vom Verdacht des Mordes an Rebecca zu befreien. Dies bringt die Handlung wieder auf die Erde zurück, die Dialoge werden (leider) etwas verworren, und der Spuk um Mrs Danvers endet mit ihrem Selbstmord und der Zerstörung von Manderley.
In "Vertigo", 18 Jahre später, löste Hitchcock das Problem eleganter, ließ das Träumerische bis zum Schluß dominieren, während der Krminalfall sich eher nebenbei, fast unauffällig auflöste - vielleicht war dies ein Tribut an die ständigen Einmischungen Selznicks, der auch verlangte, sich exakt an die literarische Vorlage von Daphne du Maurier zu halten (das kommt davon, wenn zwei Giganten aufeinandertreffen).
Im Ganzen ist der Film jedoch äußerst subtil, die Figuren ausgereift, und die Stimmung in ihrer Gesamtheit löst so viele verschiedene Empfindungen aus, daß man "Rebecca" mehrmals sehen muß, um seine Eindrücke abzurunden. Die fünf Sterne nimmt diesem Klassiker nichts so schnell weg!
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am 30. März 2011
...es muß nicht literweise (Theater-)Blut fließen, es müssen nicht rasend schnelle Schnitte das Hirn vernebeln, es müssen keine widerlichen Monster hilflose Menschen bei lebendigem Leib ausweiden, es muß keine schrille "Musik" alles übertönen, es muß nicht schaurig bunt sein: dieses Meisterwerk von Hitchcock kommt leise und gefährlich daher, in schwarz-weiß und anfangs fast betulich, doch dann packt es einen und es läuft einem eiskalt den Rücken hinunter.
Die eigene Phantasie erzeugt viel wirkungsvolleren Schrecken als es Regisseure oder Computer können.
Ein Jahrzehnte alter Film steckt die meisten modernen Produkte dieses Genres locker in die Tasche.
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am 12. August 2009
Dieser Film aus dem Jahre 1940 ist meiner Meinung nach einer der besten Hitchcock-Filme überhaupt.

Dies liegt einerseits an der hervorragenden Romanvorlage von Daphne De Maurier, die von Alfred Hitchcock perfekt umgesetzt wurde. Andererseits an den begnadeten Protagonisten, die dem Film zu einem unvergesslichen Filmvergnügen machen. Sir Laurence Olivier in der Rolle des geheimnisvollen und stets melancholisch wirkenden Herren von Manderley, Maxim De Winter, und der schüchternen und unbeholfenen Frau an seiner Seite, die von Joan Fontaine verkörpert wird.

Bereits die Anfangssequenz, in der die traurigen Überreste des Herrenhauses "Manderley" gezeigt werden, lassen erahnen, dass einen ein Filmerlebnis der Superlative erwarten wird. (Eine Szene, an der sich wahrscheinlich auch Orson Welles in seinem Meisterwerk "Citizen Cane" (mit seinem Märchenschloss "Xanadu") hätte bedienen können). Der Film beginnt eigentlich mit dem Ende und erzählt rückblickend eine außergewöhnliche Geschichte, die dem Zuschauer von Anfang an in ihren Bann ziehen wird. Mit sich nach Sehnsucht verzehrenden ersten Worten wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die eigentlich von Anfang an auf "verlorenem Posten" steht und deren Figur von Minute zu Minute immer dramatischer wird.

Sie hat eigentlich auch gar keinen (Vor-)Namen (jedenfalls wird ihr im gesamten Film keiner gegeben). Sie arbeitet als Gesellschafterin bei einer mehr als arroganten reichen Dame und trifft in Monte Carlo (in einer Ausnahmesituation) auf Maxim De Winter, der seines Lebens überdrüssig zu sein scheint.

Erfrischt von ihrer einfachen (jedoch auch untergebenen) Art macht er sie zur neuen Herrin von Manderley. Eine Aufgabe, die sie erstens aufgrund ihres gesellschaftlichen Standes und zweitens aufgrund ihres Wesens kaum bewältigen kann.

Drittens gibt es da noch Rebecca, die ehemalige Herrin von Manderley, die auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen ist, jedoch immer noch allgegenwärtig ist und deren großer Schatten stets über allem steht.

Viertens gibt es da noch die Haushälterin "Denny", welche die Ex-Herrin wie eine Göttin verehrte und der neuen "Herrin" kaum eine Chance lässt. George Sanders als Rebeccas Lieblingsvetter ist ein weiteres Highlight.

Genug verraten. Ich will denjenigen, die diesen Klassiker noch nicht kennen, den Spaß nicht verderben.

Ein düsterer und mysteriöser Film. Ein Meilenstein. Kult.

Auch wenn Bild und Ton hätten etwas besser sein können, so kann ich für "Rebecca" nicht weniger als 5 Punkte vergeben.

Ich verneige mich vor der Regielegende Alfred Hitchcock.
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