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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für den Preis zuschlagen!!!
So ich muss nun auch mal meiner Meinung kund tun. Lasst euch bloß von diesen pseudo Filmlienhabern dazu verleiten diesen Film wegen angeblicher schlechter Qualität nicht zu kaufen. Ich sage das die Bildqualität der Hammer ist und habe mich fast durch diese schlechten Rezessionen beeinflussen lassen.
Mein Equipment:

Sony KDL-46 EX 700...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2011 von K. Francke

versus
33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem realen Krieg?
Viele haben ihn im Kino gesehen, viele haben ihn auf DVD gesehen. Ich muss gestehen, ich habe beides getan. Schon damals war man wegen der realistischen Darstellung des Krieges schockiert. Viele sind es auch heute noch...
Doch macht man hier nicht den Fehler, das voyeuriste Sterben aus der ersten Reihe als Realismus zu bezeichnen? Ist alleinig die Darstellung von...
Am 5. September 2005 veröffentlicht


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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für den Preis zuschlagen!!!, 19. Oktober 2011
Von 
So ich muss nun auch mal meiner Meinung kund tun. Lasst euch bloß von diesen pseudo Filmlienhabern dazu verleiten diesen Film wegen angeblicher schlechter Qualität nicht zu kaufen. Ich sage das die Bildqualität der Hammer ist und habe mich fast durch diese schlechten Rezessionen beeinflussen lassen.
Mein Equipment:

Sony KDL-46 EX 700
Sony BDP-S370 Blu-ray Player
Onkyo HT-S3200 Heimkinoanlage

So wie gesagt das ist zwar nicht das beste Bild was ich bisher sah aber das der Film von der Bildqualität her nicht 100 % mit Avatar-Aufbruch nach Pandora mithalten kann sollte jedem klar sein. Das Bild ist die meiste Zeit gestochen scharf und es kommt jederzeit absolutes HD-feeling auf, mich hat es fast vom Sessel gerissen denn der Ton ist auch erste Sahne. So und um mal kurz auf das Steelbook zu kommen: ist nicht mein erstes Steelbook, gehört aber zu meinen schönsten und sollte für diesen super Preis in keiner Filmsammlung fehlen, der FSK Aufkleber lässt sich problemlos entfernen.
Ich hoffe ich konnte mit meiner ehrlichen Meinung einigen Leuten die Entscheidung erleichtern.

Prädikat: unbedingt kaufen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen D-Day und danach...., 6. September 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Er ist nicht nur ein Kinomagier und ein großer Märchenerzähler des Kinos. In manchen Fällen war Steven Spielberg auch ein bemerkenswerter Aufarbeiter von Geschichte. Unvergessen seine Filme "München" oder "Lincoln" - vor allem sein größter künstlerischer Erfolg "Schindlers Liste", aber auch der Kriegsfilm "Der Soldat James Ryan" gedenkt in unvergessen Bildern an die Invasion in der Normanie im Zweiten Weltkrieg. Dieser sogenannte D-Day fand am 6. Juni 1944 statt und die Verluste waren enorm. Die Alliierten hatten seit dem D-Day etwa 53.700 Tote zu verzeichnen, von denen 32.807 der Gefallenen in Kriegsgräberstätten in der Normanie begraben sind. Es gab 200.000 deutsche Opfer und die Toten unter der französischen Zivilbevölkerung beliefen sich auf etwa 20.000 Menschen.

Mit Omaha Beach bezeichneten die Allierten einen französischen Küstenabschnitt in der Normandie bei Colleville sur Mer und Saint Laurent sur Mer, an dem die Landung des V. US-Korpüs im Rahmen der Operation Neptune stattfand. Die ersten sehr intensiven 27 Minuten des Films "Saving Private Ryan" zeigt schonungslos diese Invasion. Während auf allen anderen Stränden die Landung durch Artillerie- und Luftangriffe gut vorbereitet war und weitgehend ruhig verlief, kam es auf Omaha Beach beinahe zu einer Katastrophe für die Alliierten. Durch ungenauen Beschuss blieben die deutschen Befestigungen und Mannschaften weitgehend unversehrt und konnten heftiges Gegenfeuer leisten, dem die Infanteristen am Strand schutzlos ausgeliefert waren, so dass zahlreiche Boote voll Soldaten beim Ausstieg oder wenige Sekunden danach komplett niedergeschossen wurden. Vielen Menschen sterben im Kugelhagel einen blutigen Tod.

Unter den Opfern sind auch zwei Brüder der Familie Ryan. Ein dritter Bruder starb bereits eine Woche vorher in Neuguinea im Kampf gegen die Japaner. Da es noch einen vierten Bruder gibt, entscheidet der Generalstab den letzten verbliebenen Sohn James Francis Ryan nach Hause zu seiner Mutter zu schicken, um deren großes Leid zu lindern (eine der eindrücklichsten Szenen des Films ist die stumme Sequenz als ein Auto sich dem Farmhaus der Ryans nähert, die Mutter vom Fenster aus nach draussen schaut und dann die Tür öffnet. Schon ahnend die schimme Nachricht, bricht sie auf der Veranda zusammen, in dem Moment als die Boten aus dem Auto steigen). Doch auch dieser James Ryan befindet sich in der Normandie und scheint wohl in einer gefährlichen Lage, da er hinter den feindlichen Linien abspringen musste. Ein Team unter der Leitung von Army Ranger Captain John H. Miller (Tom Hanks) wird gebildet, dass den Auftrag erfüllen muss James Ryan zu finden und ihn aus der Hölle herauszuholen. Das Kader (Tom Sizemore, Edward Burns, Barry Pepper, Vin Diesel, Giovanni Ribisi, Adam Goldberg und Jeremy Davies) bricht auf und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise zum Grauen des Krieges...

Der Film beginnt damit, dass der alte amerikanische Kriegsveteran James Ryan mit seiner Familie den Soldatenfriedhof in Colleville sur Mer besucht und sich an die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs erinnert. Dabei wirft er für sich die Frage auf, ob er diese Sonderstellung auch verdient habe. "War ich ein guter Mensch ?" fragt er seine Frau, die ihm diese Frage natürlich auch bejaht. Ich glaube auch ohne diese ganz emotionalen Gefühlsausbrüche würde der Film sehr gut, wahrscheinlich sogar noch viel bessser, funktionieren. Denn das Szenario ist überaus erschütternd und wird von Janusz Kaminskis großartiger Kamera perfekt eingefangen. Es braucht da gar nicht diese Heldenmut-Sequenzen um nachhaltig Wirkung zu erzielen. Hier gefiel mir der Stil von Terrence Malick zeitgleich laufendem Meisterwerk "Der schmale Grat" besser.

Trotzdem darf auch "Saving Private Ryan" jetzt schon zu einem unvergessenen Klassiker gezählt werden. Es sind dann doch wieder neben der präzisen Position des Geschichtslehrers Spielberg auf sein Geschehen auch die menschlichen Gesten, die den Film packend machen. Die Sterbeszene des jungen Soldaten Irwing Wade bleibt dabei nachhaltig im Gedächtnis. Ebenso der Kampf der Gruppe in einer zerstörten französischen Stadt mit deutschen Scharfschützen. Schliesslich findet man in der Ortschaft Ramelle den Gesuchten, der will aber seine Einheit nicht verlassen. Die Gruppe beschließt die Brücke zu verteidigen, es wird aber eine Reise in den Tod. Am Ende fordert der sterbende Miller James Ryan auf etwas ganz besonderes aus seinem Leben zu machen und dass er die Aktion, die so viele Menschenleben forderte, wert war. Hier in dieser Szene regiert leider wieder das übliche Hollywood Muster, dass dem wichtigen Antikriegsfilm etwas die Kraft raubt.
Zwischen 4 und 5 Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Omaha-Beach, 4. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
"Ein Klatschen, Gurgeln, Rauschen. Die Wellen schlagen an den Bug des Landungsboots. Das Boot schaukelt; die Kamera schaukelt mit. Ein paar der zusammengepferchten Männer übergeben sich, andere beten. Dann öffnet sich die Bugklappe. Sofort fallen Schüsse. Wenn die Kugeln in die Körper eindringen, gibt es ein schmatzendes Geräusch. Die vorn im Boot Stehenden brechen zusammen, auf ihren Gesichtern das Staunen über den Tod. Weiter hinten lassen sich einige über die Bordwand ins Meer gleiten. Die Kamera taucht mit. Sie zeigt die langsameren Bahnen, welche die Kugeln unter Wasser ziehen, und ihr unerbittliches Einschlagen in die zappelnden, vom Gewicht ihrer Ausrüstung in die Tiefe gezogenen Soldaten. Blut fließt aus den Körpern. Man hört fast nichts.
Dann ist die Kamera am Strand, zwischen zitternden, brüllenden, um ihr Leben rennenden Männern. Einer betrachtet ungläubig seinen Helm, an dem ein Streifschuß abgeglitten ist; im selben Augenblick trifft ihn ein Geschoß in die Stirn. Ein anderer bückt sich, um seinen linken Arm aufzuheben, den eine Granate abgerissen hat. Ein dritter betrachtet schreiend seine aufgerissenen Gedärme. Sanitäter versuchen einen Verwundeten zu bergen, der von immer neuen MG-Kugeln getroffen wird; schließlich sterben auch die Sanitäter. Ein reglos Liegender wird umgedreht: In seinem Gesicht klafft ein riesiges Loch."
So die Beschreibung der Eingangssequenzen in einer bekannten Wochenzeischrift.

Gewaltvoyeurismus oder Aufklärung ? Gegen die Beschönigung des Krieges ist dies die Gelegenheit, sich über Omaha Beach zu informieren. Über die Widrigkeiten der Landung und der Landungsoperation, die Tausenden von Toten, die Zusammensetzung der Truppen auf beiden Seiten.

Im Gegensatz zu anderen Streifen , wie etwa D-Day, wird einem vor Augen geführt, dass hier Menschen über Menschen verheizt werden.
Vor Augen geführt, dass die Menschen wie die Lemminge in ihr Verderben stürzen.

Auch wenn selbst eine solche Darstellung nur Abklatsch des wirklichen Schreckens ist, muss als verdienstvoll angesehen werden, dass einem diese Scenen zugemutet werden.

Alle, die von Krieg und kriegerischen Handlungen träumen, sollten diese Scenen als Pflichtsequenz sehen.Ein Gemetzel, das alles andere als heroisch ist, das Menschen im Kampf zeigt, wie sie mittels zerstörender Waffen von einer Todesmaschinerie zermahlen werden. Innerhalb kürzester Zeit eine Überzahl von jungen Leben- endgültig zerstört.

Deswegen ist der Streifen verdienstvoll,über den Rest braucht nicht geschrieben werden, dass ist mehr als genug dargestellt.
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83 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film der nicht nur berührt..., 25. Juli 2010
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [Blu-ray] (Blu-ray)
Einleitung:
Das Leben eines anderen retten und dadurch das vieler riskieren. Kurz zusammengefasst ist das die Geschichte von "Der Soldat James Ryan", ein Film der sehr viele Zuschauer bisher berühren konnte und zugleich auch wieder in Erinnerung brachte, welche Grausamkeit und Brutalität sich am 06.Juni 1944 bei der Invasion der Normandie ereignete.
Was lässt diesen Film aber so besonders werden? Alleine die Tatsache, dass Steven Spielberg Regie geführt hat? Nun, wenn der Erfolgsfilmer einen Film in die Hand nimmt, konnte er schnell große Erfolge feiern, siehe E.T. - Der Außerirdische (Remastered Version), Schindlers Liste (2 DVDs), Krieg der Welten [Blu-ray], Indiana Jones Quadrilogie (5 DVDs), Der weisse Hai (Special Edition), Jurassic Park Trilogy (3 DVDs) etc... . So war auch klar, dass wenn er sich dem Thema der Invasion der Alliierten im Zweiten Weltkrieg annimmt, dabei kein Schnellschuß herauskommen wird.

Die Story:
Genre: Action, Drama, Kriegsfilm Altersfreigabe: FSK: ab 16 Jahre Spieldauer: 169min.

6.Juni 1944 - D-Day an der Küste der französischen Normandie. Bei der Landung der US-Army werden diese von der deutschen Wehrmacht schwer unter Beschuss genommen. Binnen kürzester Zeit gibt es hunderte Gefallene; unter ihnen die beiden Brüder Ryan, deren dritter Bruder bereits die Woche zuvor in Neu Guinea ums Leben kam. Aus diesem Grund entscheidet der General Stab, das deren vierter Bruder Private James Francis Ryan sofort nach Hause zu dessen Mutter zu schicken. Den Auftrag zur Rettung von Private Ryan erhält Captain John H. Miller und seine Mannen, der nun alles daran setzt, den letzten der Ryan Brüder nach Hause zu bringen...

Der erste Eindruck:
Der zweite Weltkrieg bot schon oft genug Stoff für Filme, wie z.B. bereits in "Die Brücke von Arnheim", "Agenten sterben einsam", Pearl Harbor [Blu-ray] und so weiter. Mit "The longest Day" wurde auch bereits die Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sehr früh und sehr gut verfilmt, aber kein Film erreichte bis her eine annähernd bedrückende Stimmung und eindringliche Atmosphäre wie "Der Soldat James Ryan".
Manch einer mag nun beim Betrachten der ersten halben Stunde denken, dass die Landung an der Küste zu brutal dargestellt wurde. Und auch wenn die Normandie schnell von den Alliierten erobert war, sollten an diesem Tag etliche 1000 im Sperrfeuer ihr Leben lassen.

Der reale Hintergrund:
Die Landung an den Küsten der Normandie lief unter dem Namen Operation Neptune und war lediglich ein Teil der Operation Overlord. Begonnen hatte diese Operation bereits im Januar selbigen Jahres mit Übungsmanövern in Britannien und endete am 30.Juni 1944. Operation Neptune beinhaltete dabei den Sturmangriff am Küstenabschnitt vor der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes. Des Weiteren war sie unterteilt in 17 weitere Operationen, deren unterschiedlichen Aufgaben z.B. waren Täuschung der deutschen Verteidiger, Nachschubflüge, Einfliegen der 82. US-Luftlandedivision oder der 101. US-Luftlandedivision zur Eroberung von deutschen Stellungen, U-Boote zur Einweisung der Invasionseinheiten, See- und luftgestützte Aktionen zur Auslegung von Minenfeldern, usw.
Beteiligt waren dabei von allen beteiligten Nationen u.a. 6.900 Schiffe (Kampfschiffe, U-Boote, Landungsboote, Unterstützungsschiffe, Handelsschiffe), 11.000 Flugzeuge (u.a. 4.000 Jagdflugzeuge und 4.000 Bomber) sowie insgesamt etwa 170.000 Soldaten.
Dem konnte die deutsche Wehrmacht nur wenig entgegen setzen, nämlich gerade mal 5 Divisionen sowie 2 Jagdflugzeuge. Zwar waren 3 Panzerverbände in relativer Nähe stationiert, welche aber nur auf ausdrücklichen Befehl Hitlers bewegt werden durften. Zudem waren alle anderen Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 2 Tage zuvor ins Landesinnere verlegt worden.

Filmfakten:
Inspiriert wurde dieser Film von dem reellen Fall der Niland Brüder. Robert und Preston Niland fielen am 6. und 7. Juni 1944 bei der Invasion der Normandie, der dritte Bruder Edward kehrte von einem Einsatz in Burma nicht mehr zurück und wurde deswegen als tot gemeldet. Aus diesem Grund trat hier für den vierten Bruder Frederick 'Fritz' Niland (der auch wie James Francis Ryan bei der 101.
US-Luftlandedivision war) die Sole Survivor Policy in Kraft, die besagt, dass zum einen Brüder nicht alle in der selben Einheit dienen durften und zudem der letzte von mehreren Brüdern sofort vom Kriegsdienst befreit und nach Hause geschickt wird, wenn alle anderen im Krieg gefallen sind. Eingeführt wurde diese Regelung durch den Fall der 5 Sullivan Brüder 1942 bei den Solomon Inseln, die im Kriegeinsatz auf dem Kriegsschiff Juno ihr Leben ließen.

Meine Meinung:
Steven Spielberg hat sich mit "Der Soldat James Ryan" sehr sensibel dem Thema "D-Day" genähert. Auf eindruckvolle aber bedrückende Weise wird vor allem die Landung an der Normandie Küste bei Omaha Beach geschildert. Gedreht wurde hier im irischen County Wexford hauptsächlich mit Handkameras, was die Geschehnisse noch authentischer werden ließ.
Doch auch der Cast wurde hochkarätig mit hochklassigen Schauspielern wie Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Giovanni Ribise, Barry Pepper, Adam Goldberg, Vin Diesel, Jeremy Davis, Matt Damon, Paul Giamatti oder Ted Danson bis in die Nebenrollen besetzt. Zudem mussten alle Schauspieler eine zehntägige militärische Grundausbildung über sich ergehen lassen, bei dem sie in Waffendrill, Nahkampf, Einzelmanövern und Kampftaktiken ausgebildet wurden. Diese Tatsache merkt man auch dem Schauspiel der Charakterdarsteller an, die glaubwürdig ihre Rollen verkörperten. Im Übrigen wird auf der zweiten Disc hierzu ein Special Feature geboten.
Doch nicht nur das alleine, sondern auch die führende Hand von Regisseur Steven Spielberg als auch der herausragenden, nahezu poetischen Kameraarbeit von Janusz Kaminski ist es zu verdanken, dass "Der Soldat James Ryan" ein formidables Jahrhundertwerk, eine absolute Referenz seines Genres geworden ist. Und auch wenn die Schlachtsequenzen für manchen Zuschauer zu brutal und schonungslos sein mögen, wirkt dies dennoch zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt und übertrieben, denn hier wird nur vor Auge geführt, was sich damals an jedem 06.Juni des Jahres 1944 an den Küsten der Normandie wirklich ereignete. Dieser Film soll nicht nur unterhalten, sondern das Publikum bewegen, mitfühlen lassen und zum Nachdenken animieren.
Mr. Spielberg, Aufgabe zu vollster Zufriedenheit erfüllt!

Das Bild:
HD-Widescreen (16:9, 1.85:1)

Auf den ersten Blick scheint das Bild alles andere als in Ordnung zu sein. Es wirkt nicht nur sehr kühl, sondern auch sehr körnig und stellenweise zu hell. Allerdings sollte hier zwingend berücksichtigt werden, dass dieser Look gewollt so eingesetzt wurde. Kameramann Janusz Kaminski wollte dem Zuschauer kein glatt poliertes, sauberes Kinobild liefern, sondern vielmehr den Eindruck einer Kriegdokumentation vermitteln. Aus diesem Grund ließ er die schwarze Beschichtung der Kameraobjektive entfernen, was dazu führte, dass das Licht dadurch mehr reflektiert wurde und dadurch niedrigere Kontrastwerte und eine höhere Lichtempfindlichkeit entstand.
Wie bereits vorhin erwähnt wurden beim Dreh zur Landung an der Normandie Küste Handkameras mit asynchron eingebauten Umlaufblenden einsetzen, was für wacklige und ungleichmäßige Aufnahmen sorgte und diesem Effekt noch mehr unterstütze.
Zusätzlich wurde das gesamte Filmmaterial im Bleach Bypass Prozess (um genau zu sein ENR, erfunden von Technicolor) entwickelt. Bei diesem Effekt wird das Bleichen bei der Farbfilmentwicklung entweder komplett oder nur teilweise ausgesetzt. Dadurch wird das Farbbild von einem Schwarz-Weiß-Bild überlagert, demzufolge das Bild mit verminderter Farbsättigung daherkommt, was auch Einflüsse in Bezug auf erhöhten Kontrast und stärkeres Graining hat.
In dem Zusammenhang ist die Umsetzung auf Blu-ray sehr gut ausgefallen. Der gewünschte Effekt entfaltet voll seine Wirkung und verleiht dem Film - auch dank eines optimalen Schwarzwertes - eine zusätzlich düstere Atmosphäre.

Der Ton:
Tonspuren: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

Leider liegt die deutsche Tonspur lediglich in Dolby Digital 5.1 vor. Nichtsdestotrotz wird hier eine gute Qualität geboten, der es allerdings ein wenig an Dynamik mangelt. Vor allem bei heftigen Explosionen vermisst man ein wenig den Druck der Bässe. Allerdings wird dennoch volle Leistung bei den Surroundkanälen abgeliefert. Insbesondere bei den Kampfszenen zu Beginn des Films wird im Heimkino der Eindruck erweckt man würde sich inmitten der Kriegsgeschehnisse befinden.
Deutlich mehr wird indes bei der englischen O-Ton Spur in DTS-HD MA 5.1 gearbeitet. Die Dynamik wurde hier voll ausgelastet und auch die Bässe werden bei den entsprechenden Szenen voll ausgelotet. Hier wird stark an der Referenzmarke gekratzt. Das 24bit Encoding macht sich auf alle Fälle sehr gut bemerkbar.
Unterstrichen wird dies mitunter auch von dem herausragenden Score von Steven Spielbergs Haus- und Hofkomponist John Williams, der zu jeder Szene auch die perfekte musikalische Untermalung findet.

Special Features: (auf Disc 2)
- Eine Einführung zum Film (2:35 min.)
- Blick in die Vergangenheit (4:40 min.)
- Miller und seine Einheit (8:23 min.)
- Boot Camp (7:37 min.)
- Die Produktion von Soldat James Ryan (22:05 min.)
- Die Neuerschaffung von Omaha Beach: (17:57 min.)
- Musik und Sound (15:59 min.)
- Schlussgedanken (3:43 min.)
- In die Bresche: Der Soldat James Ryan (25:01 min.)
- Original Kinotrailer (HD) (2:10 min.)
- Re-Release Trailer (HD) (1:59 min.)
- Den Krieg filmen (88:05 min.)
- Wendecover

Das Bonusmaterial auf Disc 2 lässt keinen Grund zur Beschwerde aufkommen. Zwar befinden sich lediglich die Trailer in HD-Auflösung auf der Scheibe, aber auch in Standard Definition können die weiteren Features durchaus überzeugen. So findet man hier nicht nur zusätzliche Informationen zum Film wie z.B. bei den Dokumentationen "Miller und seine Einheit", "Die Neuerschaffung von Omaha Beach", "Die Produktion von Soldat James Ryan" oder "Musik und Sound", sondern auch ergänzende Auskünfte zum historischen Hintergrund. Hierzu befindet sich mit "Den Krieg filmen" ein sehr interessanter und mit knapp anderthalb Stunden Spielzeit ein sehr ausführlicher Bericht über Kriegsberichterstatter mit beim Bonusmaterial. Zusätzlich veranschaulicht "Blick in die Vergangenheit" die Recherche Arbeiten von Steven Spielberg und Drehbuchautor Robert Rodat zu "Der Soldat James Ryan". Hier wurde wirklich zu jedem nur möglichen Gebiet ausreichend Material geboten, um sich zusätzliches Wissen anzueignen.

Resumee:
Zu Recht hat der Film bei den Academy Awards Verleihungen insgesamt 5 Oscars u.a. für beste Kamera, beste Regie und besten Ton gewonnen. Des Weiteren war "Der Soldat James Ryan" hier in 6 weiteren Kategorien nominiert. Doch auch ohne diese Tatsache kann man unweigerlich das hohe Niveau erkennen, mit dem hier gearbeitet wurde. Und auch wenn viele wieder den Patriotismus in Kritik stellen wollen, wird hier eine wichtige Message vermittelt. Selten wurde der Krieg so schonungslos und rau dargestellt. Nichtsdestotrotz wurde allerdings kein Actionfeuerwerk zelebriert, sondern mit viel Liebe ins Detail und auf Originaltreue die Grausamkeit authentisch in Szene gesetzt.
Man kann wohl zu Recht behaupten, dass Steven Spielberg hier ein wahres Meisterwerk gelungen ist.Umso erfreulicher ist es, dass auch die technische Umsetzung auf das Medium Blu-ray sehr gut gelungen ist. Das Bild lässt, im Rahmen der beabsichtigten Effekte, keine Wünsche offen und auch der Ton liefert gute (deutsche Spur) bis herausragende (englischer Originalton) Werte.
Abgerundet mit einer Masse an zusätzlichen Informationen durch die Special Features ist diese Blu-ray eine absolute Pflichtanschaffung für jeden Cineasten.

Testequipment:
TV: Toshiba 47Z3030D (47")
BD-Player: Panasonic DMP-BD30
AV-Verstärker: Denon AVR-1602
Boxen: Magnat
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lange nicht mehr gesehen und dann wieder begeistert, 14. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [Blu-ray] (Blu-ray)
Viele der Rezensionen beziehen sich auf die historische richtige Darstellung des Themas dieses Filmes.Ich denke das die filmische Dramaturgie das so nicht zulässt. Es geht bei diesem Film nicht um ein Dokumentation über das Thema Landung in der Normandie. Die Art und Weise wie Regisseur und Schauspieler das eigentliche Thema behandle finde ich Prima. Ein Mutter verliert fast alle ihre Söhne durch den Krieg und man befiehlt den letzten Sohn zu finden und nach Hause zu bringen. Das wird sehr gut erzählt. Ob da mehr Soldaten der Einen oder der Anderen Seite umfallen ist in diesem Fall eine Nebensache. Es ist halt eine filmische Erzählung aus dem Action Bereich. Der Kameramann hat das sehr gut gelöst und ist oft brutal genug um manchmal wegsehen zu müssen, ich zumindest. Für mich ein Film den ich sicher eines Tages wieder anschauen werde. In Dem Zusammenhang sollte man auch die komplette Box der Serie "Band of Brothers" erwähnen, vielleicht sogar kaufen.
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33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem realen Krieg?, 5. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Viele haben ihn im Kino gesehen, viele haben ihn auf DVD gesehen. Ich muss gestehen, ich habe beides getan. Schon damals war man wegen der realistischen Darstellung des Krieges schockiert. Viele sind es auch heute noch...
Doch macht man hier nicht den Fehler, das voyeuriste Sterben aus der ersten Reihe als Realismus zu bezeichnen? Ist alleinig die Darstellung von Kugelhagel und Blut die Wahrheit der Grausamkeit des Krieges? Wie ich finde Nein!
Die realistische Darstellung aus "Der Soldat James Ryan" zeigt doch einige Schwaechen und wird ihrem Anspruch nicht gerecht. Was so hoch gelobt wurde, hatten andere Filme schon wesentlich besser dargestellt und sind mit wesentlich weniger drastischen Szenen ausgekommen.
Waehrend man ueber die ersten Minuten noch streiten kann, wieviel Realismus hier tatsaechlich verstanden ist. So driftet die Geschichte dann schnell ab. Ein Zug Soldaten soll hinter die feindlichen Linien um einen zu retten, der wahrscheinlich schon garnicht mehr lebt. Das ist der Stoff aus dem man tolle Geschichten macht. Mehr als eine solche ist es allerdings auch nicht.
Wenn man die Geschichte der Invasion etwas kennt, dann weiss man auch um die Anstrengungen, die dafuer noetig waren. Ein Scheitern haette wahrscheinlich auch die Niederlage Englands bedeutet. Zu einer zweiten waere man nicht faehig gewesen. Doch anscheinend kann man auf eine ganze Gruppe verzichten. Und weil dann schon die Mission so wichtig ist, da nimmt man auch noch ein Maschinengewehrnest aus, fuer dessen Vernichtung man eine freie Flaeche ueberqueren muss. Ich bin davon ueberzeugt, dass 1944 eine solche Stellung auf diese Art nicht auszuheben war!
Dann haben wir noch einen erfahrenen Scharfschuetzen, der mehrmals schiesst, aber seine Stellung nicht wechselt. Warum tut er das nicht? Damit der amerikanische Superschuetze (er schiesst glaube ich im ganzen Film nur 2mal daneben, trifft mit einem Zielfernrohr auf kurze Distanz mehrere schnell bewegte Ziele - Respekt!) ihn auch nicht verfehlt.
Und so zieht es sich durch den ganzen Film. Die absolute Kroenung ist jedoch die Schlacht am Ende. Ueber 50 man der deutschen Infanterie schaffen es nicht, eine kleine Gruppe Verteidiger zu schlagen. Natuerlich sagt man, dass die angreifende Truppe im Verhaeltnis 1/3 ueberlegen sein sollte, aber das war dann doch etwas zuviel des guten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein deutscher Panzer 44 auch nicht in Staedte faehrt. Es sollte bekannt sein, dass sie dort sehr verwundbar sind...
Und so geht mehr und mehr der propagierte Realismus vor die Hunde. Spielberg hat einen Kriegsfilm gemacht, einen von vielen und damit hoert es auch schon auf. Interessanterweise werden auch Kriegsverbrechen der Allierten gezeigt. Doch es fehlt ihnen jegliche Verurteilung. Es wird dem Zuschauer einfach nicht klar, dass es nicht vertretbar ist, Menschen verbrennen zu lassen, Gefangene zu erschiessen oder ihre Todesangst laecherlich zu machen. Das es nicht geht, dass man das Sterben jeden Amerikaners ausweidet, minutioes sein leiden festhaelt und den Gegner in der grossen dunkelen Masse sterben laesst.
Seinen Anspruch kann er nicht halten und gerade jemand mit der Geschichte Spielbergs sollte nicht so mit dieser Zeit verfahren! Schon garnicht nach einem Film wie Schindlers Liste!!!
Ich empfehle Filme wie das Boot, die Bruecke, im Westen nichts neues, Platoon, the day after, der schmale Grat oder auch Stalingrad. Vielleicht ist es einfach ein Problem der US-Gesellschaft, den Krieg groesstenteils nie gesehen zu haben. Waehrend in Europa jeder ueber 20 jaehrige Grosseltern haben, die ihre Sicht der Dinge weitergaben, die Zerstoerung, das Leid und den Tod des Krieges selbst erlebten. Man geht hier einfach anders mit dem Thema um, versucht etwas zu vermitteln, dass ueber ein Heldenepos hinaus geht.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unglaublicher Anfang, 10. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Die erste halbe Stunde des Films, die die Landung der Aliierten in der Normandie zeigt ist eine der besten Szenen, die jemals in einem Kriegsfilm gezeigt wurden. Die realistische Darstellung des Grauens, in dem Krieg nur noch Abschlachten ist, unterstützt von perfekt räumlichen Sounds versetzt den Betrachter in nahezu beänstigendem Maße in den Film. Hier zeigt sich was ein genialer Regisseurs durch gekonnte und sinnvolle Nutzung modernster Techniken erreichen kann. Der Anfang ist der Teil des Films, der einem auch Jahre nachdem man den Film im Kino gesehen hat, lebhaft in Erinnerung ist.
Leider kann der Film das hohe Niveau des Anfangs nicht halten und wird zu einem, manchmal ewas oberflächlich inszenierten, klassisch amerikanischem Kriegsfilm, dessen Pathos & Patriotismus dem europäischen (oder eher dem deutschen) Zuschauer nicht unbedingt zugänglich ist. Zwar finden sich weiterhin Abstufungen, die das schwarz-weiß Schema durchbrechen, wenn z.B. gezeigt wird, daß auch die Guten nicht immer Helden sind und auch Verbrechen begehen können, aber dennoch ändert sich der Grundtenor nicht. Auch der Schluß entspricht, wie zu erwarten, dem einer Heldengeschichte.
Der Anfang des Filmes ist unbedingt sehenswert, wer aber einen Antikriegsfilm erwartet sollte sich überlegen danach weiterzuschauen. Wer einen Kriegsfilm erwartet, wird wohl auch nach den ersten Minuten Gefallen an dem Film finden, denn Kamera und Technik sind durchgehend brilliant und die folgende Heldengeschichte über Kameradschaft, Opferwillen und Einsatz für Freiheit und Vaterland entspricht so ziemlich genau dem was man von diesem Genre erwartet.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Welt - und Kreisklasse, 19. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Spielberg bietet uns mit "Der Soldat James Ryan" ganz ganz grosses Kino, veranschaulicht aber auch was einem (Anti-)Kriegsfilm schaden kann.

Fangen wir mit dem "grossen Kino" an: wie in der Vor-Rezension schon beschrieben wurde erhielt der Film 5 Oscars (Regie, Kamera, Schnitt, Ton und Toneffekte). Diese erhielt er absolut zu recht! Spielberg schafft es vorallem durch diese Komponenten den Zuschauer von Anfang an in grausame Brutalität eines Krieges und seiner tragischen Hauptakteure zu versetzen. Man schaue sich nur an wie Spielberg die Landung der Alliierten in der Normandie darstellt. Die Szene verdient nur ein Wort: MEISTERHAFT! Für mich die beste Szene in einem Kriegsfilm die jemals gedreht wurde. Realistischer kann man so etwas nicht ins Kino bzw. ins heimische Wohnzimmer bringen. Ebenfalls perfekt besetzt ist die Position des Hauptdarstellers mit Tom Hanks, der geradezu prädestiniert ist für die Rolle des Captain Miller.

Warum also "nur" drei Sterne für den Film?? Für mich verfällt er nach einer Weile zu sehr in das typische Schema der Hollywood-Produktionen für dieses Genre. Einfache Story mit amerikanischen Soldaten die wahnsinnige Kraftakte unternehmen und retten was eigentlich nicht zu retten ist. Alles schön serviert für den patriotischen US Kino-Besucher. Mich stört nicht das Deutsche Soldaten dabei, wie schon jemand schrieb, als Nazi-Skins ohne Gewissen und hässlichen Fratzen dargestellt werden. Dafür haben zu viele damals fanatisch bis zum bitteren Ende gekämpft. Nein, aber wenn ich bei diesem nicht ganz unproblematischen Thema schonungslos den Wahnsinn des Krieges, das Leiden der Soldaten und ihre Familien zeigen will (was "der Soldat James Ryan" durchaus tut und woran ich einen Anti-Kriegsfilm auch messe) sollte ich bei allen Freiheiten die sich ein Film nehmen muss, so nah wie möglich an der Realität bleiben. Durch übermässige Glorifizierung der (US-)Soldaten und ihrer Operationen leidet allein schon durch die fehlende Glaubwürdigkeit der ganze Film. Dies fängt schon bei der schwachen Story an: Nie im Leben hätten höchste Kreise des amerik. Militärs wenige Tage nach der Invasion, also in einer entscheidenden Phase, eine Gruppe von Soldaten zich Kilometer hinter die feindlichen Linien entsandt um einen einfachen Private zu suchen ohne zu wissen wo dieser sich aufhält oder ob er überhaupt noch lebt. Ich verstehe hier Spielberg nicht. Als wenn er sich nicht entscheiden konnte: Erst zeigt er in einer tiefgründigen Szene die vom Krieg gezeichnete Seele eines Soldaten bei einem Gespräch unter Kameraden dann insziniert er eine "glorreiche" Verteidigungsschlacht. Weder hätte eine Gruppe von ein dutzend Mann mit 2 Maschinengewehren plus ein paar Kilo Sprengstoff eine Chance, einen Panzer-Angriff samt Infantrie aufzuhalten noch hätte ein einziger US-Soldat schätzungsweise 8-10 gegnerische Soldaten mit einem einziegen Karabiner bewaffnet zur Aufgabe zwingen können um diese dann schließlich doch laufen zulassen. Dadurch zeigt man weder die Sinnlosigkeit eines Krieges noch ehrt man die Männer die damals ihren Kopf hinhielten. Wirklich respekt zollen würde man ihnen wenn man ihr damaliges Handeln korrekt darstellen und nicht durch irgendwelche Absurditäten kaschieren würde.

Deshalb: Der Film fängt grandios an, bietet auch danach noch das ein oder andere ansehliche kann aber durch die schwache Story das Niveau nicht halten - deshalb drei Sterne!
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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 28. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
In einigen Teilbereichen kann ich mich den positiven Vorreden anschließen, insbesondere was Bild und Ton (!) angeht. Einige Aspekte des Films möchte ich trotzdem aus meiner Sicht beschreiben. Selbst beim zweiten oder dritten Mal finde ich die Anfangssequenz so belastend, dass es mir schwer fällt, nicht direkt zur eigentlichen Suche nach Ryan zu springen. Ich finde, dass trotz aller Grausamkeiten des Krieges eine so detaillierte Darstellung der physischen Grausamkeit nicht unbedingt notwendig ist. Der von mir auch sehr geschätzte Film "Der Schmale Grat" hat auch ohne massenhaft abgetrennte Körperteile eine immense Wirkung auf mich gehabt.
Und dann das Thema Patriotismus. Klar ist mir, dass die deutschen Soldaten in einem solchen Film ihre historische Rolle übernehmen müssen aber die übertriebene Schwarz-Weiß-Zeichnung mißfällt mir sehr. Die Hinrichtung von Kriegsgefangenen beinahe witzig und vollkommen ohne Kritik darzustellen ist mir zuwider.
Am schlimmsten ist jedoch, dass der Umstand, einen Gefangenen am Leben gelassen zu haben, hier durch die späten Folgen dieser Entscheidung ja fast dazu animiert, jeden Gefangenen ins Jenseits zu befördern. Da habe ich von Spielberg mehr erwartet.
Ich glaube kaum, dass jemand, der mit seinem Großvater einmal unter dessen Tränen über den Krieg gesprochen hat, nachvollziehen kann, warum jeder kleine deutsche Soldat in diesem Streifen als durchtrieben und rücksichtslos beschrieben wird. Das ist mir zu einfach !
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Soldat James Ryan - brillant, aber auch fragwürdig, 7. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Erst einmal: der Film ist klasse gemacht, von hoher technischer Qualität. Kamera, Ton, Musik sind erste Sahne. Auch Spielbergs Regieleistung ist einmalig. Die Darsteller tun ein übriges. Herausragend: Tom Hanks als (scheinbar) harter Soldat. Aber auch die übrige Crew kann sich sehen lassen. Die ersten und letzten zwanzig Minuten sind Filmgeschichte, daran gibt es nichts zu rütteln. Die Massaker sind mit so unglaublicher Wucht und Intensität inszeniert, daß einem schier der Atem schockt. Aber hier hört die Bewunderung auch schon wieder auf: "Der Soldat James Ryan" kann anfangs zwar schockieren, insgesamt aber vertreibt der Film eine fragwürdige Botschaft. Nach dem Motto: Krieg ist zwar übel, aber gerechtfertigt, wenn es ziemlich viel Böse erwischt. Und das sind hier natürlich wieder mal die Deutschen, die als eiskalte Killer dargestellt werden, während die Amerikaner als Retter der Menschheit auftreten. Spielberg hat keinen Antikriegsfilm gedreht (auch wenn er es uns glauben machen wollte). "Der Soldat James Ryan" ist ein gut gemachter Kriegsfilm, mehr nicht. Was besonders schwer wiegt: um einen einzigen amerikanischen Soldaten zu retten, beißen nicht nur eine Menge böser Deutscher, sondern auch einige seiner Landsleute ins Gras. Das Drehbuch ist das große Minus des Films. Einige der Dialoge hätte man sich sparen können, ebenso den gefühlsduseligen Salut von James Ryan am Grab von John Miller. Ein technisch gut gemachter und faszinierender Film wird durch diese Gesten immer wieder in unerträgliches Pathos getaucht.
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Der Soldat James Ryan
Der Soldat James Ryan von Steven Spielberg (DVD - 2002)
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