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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Kriegsfilme der Filmgeschichte
Die Rezension bezieht sich auf den Film.
Deutscher Titel: Der Soldat James Ryan. Originaltitel: Saving Private Ryan. Produktionsland: USA. Premiere: 1998
Mit: Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Barry Pepper, Adam Goldberg, Giovanni Ribisi, Vin Diesel, Jeremy Davies, Matt Damon u. A. Regie: Steven Spielberg (Oscar). Musik: John Williams. Kamera: Janusz...
Veröffentlicht am 14. Januar 2012 von Mladen Kosar

versus
29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Patriotismus in Überlänge
Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich von diesem Film anfangs absolut begeistert gewesen bin. Der Krieg wurde in meinen Augen sehr authentisch dargestellt, die Atmosphäre war bedrückend und die Landung der Alliierten in der Normandie gehörte zu den besten und realistischsten Szenen, die jemals für einen Kriegsfilm gedreht wurden. Das Problem an der...
Vor 4 Monaten von cyberhog veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Kriegsfilme der Filmgeschichte, 14. Januar 2012
Von 
Mladen Kosar (Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Die Rezension bezieht sich auf den Film.
Deutscher Titel: Der Soldat James Ryan. Originaltitel: Saving Private Ryan. Produktionsland: USA. Premiere: 1998
Mit: Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Barry Pepper, Adam Goldberg, Giovanni Ribisi, Vin Diesel, Jeremy Davies, Matt Damon u. A. Regie: Steven Spielberg (Oscar). Musik: John Williams. Kamera: Janusz Kaminski (Oscar). Schnitt: Michael Kahn (Oscar)
Ton: Gary Rydstrom, Garry Summers, Andy Nelson und Ron Judkins (Oscar). Toneffekte: Gary Rydstrom, Richard Hymns (Oscar).
Auszeichnungen: Oscars für beste Regie, Kamera, Schnitt, Ton und Toneffekte. Golden Globes für besten Film und beste Regie
Nominierungen: für mehrere Oscars und Globes

Zweiter Weltkrieg - Landung der Alliierten in der Normandie.
Zwei von drei Söhnen einer amerikanischen Mutter fallen im Krieg. Ein Sonderkommando wird beauftragt den dritten Sohn aus der Kampfzone rauszuholen und in Sicherheit zu bringen. Das ist der äußere Rahmen der Geschichte in welchem sich jedoch der ganze Irrsinn des Krieges offenbart, und die Mühe, im unmenschlichen Krieg Mensch bleiben zu können, so paradox das auch klingt. Der Film zeigt Absurdität des Krieges an sich, aber auch Sinn des (gerechten) Krieges. Er zeigt den Unterschied von Gut und Böse, aber oft auch Ohnmacht, eine klare Linie zwischen den Beiden zu ziehen. Der Film zeigt tiefe Menschlichkeit und zeigt offene Wunden des Fleisches und der Seele. Im Krieg offenbart sich das wahre Herz und Wesen eines Menschen. Die Schauspieler überbieten sich in gegenseitiger Authentizität. Steven Spielberg hat ganz genau gewußt, wie er Emotionen und Gefühle zeigt, ohne sie explizit erklären zu müssen. Emotionen und Gefühle in äußerlichen Akten ohne Kommentierung. Obwohl der Film in vielen Szenen Chaos darstellt und die Verzweiflung des ums Überleben kämpfenden Soldaten, so offenbart sich selbst paradoxerweise im Chaos eine unsichtbare harmonische Sinnhaftigkeit - des umgreifenden Absoluten.
Einer der besten (Kriegs)filme der Filmgeschichte.
Mladen Kosar
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lange nicht mehr gesehen und dann wieder begeistert, 14. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [Blu-ray] (Blu-ray)
Viele der Rezensionen beziehen sich auf die historische richtige Darstellung des Themas dieses Filmes.Ich denke das die filmische Dramaturgie das so nicht zulässt. Es geht bei diesem Film nicht um ein Dokumentation über das Thema Landung in der Normandie. Die Art und Weise wie Regisseur und Schauspieler das eigentliche Thema behandle finde ich Prima. Ein Mutter verliert fast alle ihre Söhne durch den Krieg und man befiehlt den letzten Sohn zu finden und nach Hause zu bringen. Das wird sehr gut erzählt. Ob da mehr Soldaten der Einen oder der Anderen Seite umfallen ist in diesem Fall eine Nebensache. Es ist halt eine filmische Erzählung aus dem Action Bereich. Der Kameramann hat das sehr gut gelöst und ist oft brutal genug um manchmal wegsehen zu müssen, ich zumindest. Für mich ein Film den ich sicher eines Tages wieder anschauen werde. In Dem Zusammenhang sollte man auch die komplette Box der Serie "Band of Brothers" erwähnen, vielleicht sogar kaufen.
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50 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für den Preis zuschlagen!!!, 19. Oktober 2011
Von 
So ich muss nun auch mal meiner Meinung kund tun. Lasst euch bloß von diesen pseudo Filmlienhabern dazu verleiten diesen Film wegen angeblicher schlechter Qualität nicht zu kaufen. Ich sage das die Bildqualität der Hammer ist und habe mich fast durch diese schlechten Rezessionen beeinflussen lassen.
Mein Equipment:

Sony KDL-46 EX 700
Sony BDP-S370 Blu-ray Player
Onkyo HT-S3200 Heimkinoanlage

So wie gesagt das ist zwar nicht das beste Bild was ich bisher sah aber das der Film von der Bildqualität her nicht 100 % mit Avatar-Aufbruch nach Pandora mithalten kann sollte jedem klar sein. Das Bild ist die meiste Zeit gestochen scharf und es kommt jederzeit absolutes HD-feeling auf, mich hat es fast vom Sessel gerissen denn der Ton ist auch erste Sahne. So und um mal kurz auf das Steelbook zu kommen: ist nicht mein erstes Steelbook, gehört aber zu meinen schönsten und sollte für diesen super Preis in keiner Filmsammlung fehlen, der FSK Aufkleber lässt sich problemlos entfernen.
Ich hoffe ich konnte mit meiner ehrlichen Meinung einigen Leuten die Entscheidung erleichtern.

Prädikat: unbedingt kaufen!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (Amazon Instant Video)
Lohnt sich, schieße mich meinen Vorrednern an, Gute Qualität beim Stream. Würde aber empfehlen den Film zu kaufen und nicht zu leihen da man neigt den auch ein zweiter/drittes mal zu gucken.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Omaha-Beach, 4. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
"Ein Klatschen, Gurgeln, Rauschen. Die Wellen schlagen an den Bug des Landungsboots. Das Boot schaukelt; die Kamera schaukelt mit. Ein paar der zusammengepferchten Männer übergeben sich, andere beten. Dann öffnet sich die Bugklappe. Sofort fallen Schüsse. Wenn die Kugeln in die Körper eindringen, gibt es ein schmatzendes Geräusch. Die vorn im Boot Stehenden brechen zusammen, auf ihren Gesichtern das Staunen über den Tod. Weiter hinten lassen sich einige über die Bordwand ins Meer gleiten. Die Kamera taucht mit. Sie zeigt die langsameren Bahnen, welche die Kugeln unter Wasser ziehen, und ihr unerbittliches Einschlagen in die zappelnden, vom Gewicht ihrer Ausrüstung in die Tiefe gezogenen Soldaten. Blut fließt aus den Körpern. Man hört fast nichts.
Dann ist die Kamera am Strand, zwischen zitternden, brüllenden, um ihr Leben rennenden Männern. Einer betrachtet ungläubig seinen Helm, an dem ein Streifschuß abgeglitten ist; im selben Augenblick trifft ihn ein Geschoß in die Stirn. Ein anderer bückt sich, um seinen linken Arm aufzuheben, den eine Granate abgerissen hat. Ein dritter betrachtet schreiend seine aufgerissenen Gedärme. Sanitäter versuchen einen Verwundeten zu bergen, der von immer neuen MG-Kugeln getroffen wird; schließlich sterben auch die Sanitäter. Ein reglos Liegender wird umgedreht: In seinem Gesicht klafft ein riesiges Loch."
So die Beschreibung der Eingangssequenzen in einer bekannten Wochenzeischrift.

Gewaltvoyeurismus oder Aufklärung ? Gegen die Beschönigung des Krieges ist dies die Gelegenheit, sich über Omaha Beach zu informieren. Über die Widrigkeiten der Landung und der Landungsoperation, die Tausenden von Toten, die Zusammensetzung der Truppen auf beiden Seiten.

Im Gegensatz zu anderen Streifen , wie etwa D-Day, wird einem vor Augen geführt, dass hier Menschen über Menschen verheizt werden.
Vor Augen geführt, dass die Menschen wie die Lemminge in ihr Verderben stürzen.

Auch wenn selbst eine solche Darstellung nur Abklatsch des wirklichen Schreckens ist, muss als verdienstvoll angesehen werden, dass einem diese Scenen zugemutet werden.

Alle, die von Krieg und kriegerischen Handlungen träumen, sollten diese Scenen als Pflichtsequenz sehen.Ein Gemetzel, das alles andere als heroisch ist, das Menschen im Kampf zeigt, wie sie mittels zerstörender Waffen von einer Todesmaschinerie zermahlen werden. Innerhalb kürzester Zeit eine Überzahl von jungen Leben- endgültig zerstört.

Deswegen ist der Streifen verdienstvoll,über den Rest braucht nicht geschrieben werden, dass ist mehr als genug dargestellt.
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85 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film der nicht nur berührt..., 25. Juli 2010
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [Blu-ray] (Blu-ray)
Einleitung:
Das Leben eines anderen retten und dadurch das vieler riskieren. Kurz zusammengefasst ist das die Geschichte von "Der Soldat James Ryan", ein Film der sehr viele Zuschauer bisher berühren konnte und zugleich auch wieder in Erinnerung brachte, welche Grausamkeit und Brutalität sich am 06.Juni 1944 bei der Invasion der Normandie ereignete.
Was lässt diesen Film aber so besonders werden? Alleine die Tatsache, dass Steven Spielberg Regie geführt hat? Nun, wenn der Erfolgsfilmer einen Film in die Hand nimmt, konnte er schnell große Erfolge feiern, siehe E.T. - Der Außerirdische (Remastered Version), Schindlers Liste (2 DVDs), Krieg der Welten [Blu-ray], Indiana Jones Quadrilogie (5 DVDs), Der weisse Hai (Special Edition), Jurassic Park Trilogy (3 DVDs) etc... . So war auch klar, dass wenn er sich dem Thema der Invasion der Alliierten im Zweiten Weltkrieg annimmt, dabei kein Schnellschuß herauskommen wird.

Die Story:
Genre: Action, Drama, Kriegsfilm Altersfreigabe: FSK: ab 16 Jahre Spieldauer: 169min.

6.Juni 1944 - D-Day an der Küste der französischen Normandie. Bei der Landung der US-Army werden diese von der deutschen Wehrmacht schwer unter Beschuss genommen. Binnen kürzester Zeit gibt es hunderte Gefallene; unter ihnen die beiden Brüder Ryan, deren dritter Bruder bereits die Woche zuvor in Neu Guinea ums Leben kam. Aus diesem Grund entscheidet der General Stab, das deren vierter Bruder Private James Francis Ryan sofort nach Hause zu dessen Mutter zu schicken. Den Auftrag zur Rettung von Private Ryan erhält Captain John H. Miller und seine Mannen, der nun alles daran setzt, den letzten der Ryan Brüder nach Hause zu bringen...

Der erste Eindruck:
Der zweite Weltkrieg bot schon oft genug Stoff für Filme, wie z.B. bereits in "Die Brücke von Arnheim", "Agenten sterben einsam", Pearl Harbor [Blu-ray] und so weiter. Mit "The longest Day" wurde auch bereits die Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sehr früh und sehr gut verfilmt, aber kein Film erreichte bis her eine annähernd bedrückende Stimmung und eindringliche Atmosphäre wie "Der Soldat James Ryan".
Manch einer mag nun beim Betrachten der ersten halben Stunde denken, dass die Landung an der Küste zu brutal dargestellt wurde. Und auch wenn die Normandie schnell von den Alliierten erobert war, sollten an diesem Tag etliche 1000 im Sperrfeuer ihr Leben lassen.

Der reale Hintergrund:
Die Landung an den Küsten der Normandie lief unter dem Namen Operation Neptune und war lediglich ein Teil der Operation Overlord. Begonnen hatte diese Operation bereits im Januar selbigen Jahres mit Übungsmanövern in Britannien und endete am 30.Juni 1944. Operation Neptune beinhaltete dabei den Sturmangriff am Küstenabschnitt vor der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes. Des Weiteren war sie unterteilt in 17 weitere Operationen, deren unterschiedlichen Aufgaben z.B. waren Täuschung der deutschen Verteidiger, Nachschubflüge, Einfliegen der 82. US-Luftlandedivision oder der 101. US-Luftlandedivision zur Eroberung von deutschen Stellungen, U-Boote zur Einweisung der Invasionseinheiten, See- und luftgestützte Aktionen zur Auslegung von Minenfeldern, usw.
Beteiligt waren dabei von allen beteiligten Nationen u.a. 6.900 Schiffe (Kampfschiffe, U-Boote, Landungsboote, Unterstützungsschiffe, Handelsschiffe), 11.000 Flugzeuge (u.a. 4.000 Jagdflugzeuge und 4.000 Bomber) sowie insgesamt etwa 170.000 Soldaten.
Dem konnte die deutsche Wehrmacht nur wenig entgegen setzen, nämlich gerade mal 5 Divisionen sowie 2 Jagdflugzeuge. Zwar waren 3 Panzerverbände in relativer Nähe stationiert, welche aber nur auf ausdrücklichen Befehl Hitlers bewegt werden durften. Zudem waren alle anderen Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 2 Tage zuvor ins Landesinnere verlegt worden.

Filmfakten:
Inspiriert wurde dieser Film von dem reellen Fall der Niland Brüder. Robert und Preston Niland fielen am 6. und 7. Juni 1944 bei der Invasion der Normandie, der dritte Bruder Edward kehrte von einem Einsatz in Burma nicht mehr zurück und wurde deswegen als tot gemeldet. Aus diesem Grund trat hier für den vierten Bruder Frederick 'Fritz' Niland (der auch wie James Francis Ryan bei der 101.
US-Luftlandedivision war) die Sole Survivor Policy in Kraft, die besagt, dass zum einen Brüder nicht alle in der selben Einheit dienen durften und zudem der letzte von mehreren Brüdern sofort vom Kriegsdienst befreit und nach Hause geschickt wird, wenn alle anderen im Krieg gefallen sind. Eingeführt wurde diese Regelung durch den Fall der 5 Sullivan Brüder 1942 bei den Solomon Inseln, die im Kriegeinsatz auf dem Kriegsschiff Juno ihr Leben ließen.

Meine Meinung:
Steven Spielberg hat sich mit "Der Soldat James Ryan" sehr sensibel dem Thema "D-Day" genähert. Auf eindruckvolle aber bedrückende Weise wird vor allem die Landung an der Normandie Küste bei Omaha Beach geschildert. Gedreht wurde hier im irischen County Wexford hauptsächlich mit Handkameras, was die Geschehnisse noch authentischer werden ließ.
Doch auch der Cast wurde hochkarätig mit hochklassigen Schauspielern wie Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Giovanni Ribise, Barry Pepper, Adam Goldberg, Vin Diesel, Jeremy Davis, Matt Damon, Paul Giamatti oder Ted Danson bis in die Nebenrollen besetzt. Zudem mussten alle Schauspieler eine zehntägige militärische Grundausbildung über sich ergehen lassen, bei dem sie in Waffendrill, Nahkampf, Einzelmanövern und Kampftaktiken ausgebildet wurden. Diese Tatsache merkt man auch dem Schauspiel der Charakterdarsteller an, die glaubwürdig ihre Rollen verkörperten. Im Übrigen wird auf der zweiten Disc hierzu ein Special Feature geboten.
Doch nicht nur das alleine, sondern auch die führende Hand von Regisseur Steven Spielberg als auch der herausragenden, nahezu poetischen Kameraarbeit von Janusz Kaminski ist es zu verdanken, dass "Der Soldat James Ryan" ein formidables Jahrhundertwerk, eine absolute Referenz seines Genres geworden ist. Und auch wenn die Schlachtsequenzen für manchen Zuschauer zu brutal und schonungslos sein mögen, wirkt dies dennoch zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt und übertrieben, denn hier wird nur vor Auge geführt, was sich damals an jedem 06.Juni des Jahres 1944 an den Küsten der Normandie wirklich ereignete. Dieser Film soll nicht nur unterhalten, sondern das Publikum bewegen, mitfühlen lassen und zum Nachdenken animieren.
Mr. Spielberg, Aufgabe zu vollster Zufriedenheit erfüllt!

Das Bild:
HD-Widescreen (16:9, 1.85:1)

Auf den ersten Blick scheint das Bild alles andere als in Ordnung zu sein. Es wirkt nicht nur sehr kühl, sondern auch sehr körnig und stellenweise zu hell. Allerdings sollte hier zwingend berücksichtigt werden, dass dieser Look gewollt so eingesetzt wurde. Kameramann Janusz Kaminski wollte dem Zuschauer kein glatt poliertes, sauberes Kinobild liefern, sondern vielmehr den Eindruck einer Kriegdokumentation vermitteln. Aus diesem Grund ließ er die schwarze Beschichtung der Kameraobjektive entfernen, was dazu führte, dass das Licht dadurch mehr reflektiert wurde und dadurch niedrigere Kontrastwerte und eine höhere Lichtempfindlichkeit entstand.
Wie bereits vorhin erwähnt wurden beim Dreh zur Landung an der Normandie Küste Handkameras mit asynchron eingebauten Umlaufblenden einsetzen, was für wacklige und ungleichmäßige Aufnahmen sorgte und diesem Effekt noch mehr unterstütze.
Zusätzlich wurde das gesamte Filmmaterial im Bleach Bypass Prozess (um genau zu sein ENR, erfunden von Technicolor) entwickelt. Bei diesem Effekt wird das Bleichen bei der Farbfilmentwicklung entweder komplett oder nur teilweise ausgesetzt. Dadurch wird das Farbbild von einem Schwarz-Weiß-Bild überlagert, demzufolge das Bild mit verminderter Farbsättigung daherkommt, was auch Einflüsse in Bezug auf erhöhten Kontrast und stärkeres Graining hat.
In dem Zusammenhang ist die Umsetzung auf Blu-ray sehr gut ausgefallen. Der gewünschte Effekt entfaltet voll seine Wirkung und verleiht dem Film - auch dank eines optimalen Schwarzwertes - eine zusätzlich düstere Atmosphäre.

Der Ton:
Tonspuren: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

Leider liegt die deutsche Tonspur lediglich in Dolby Digital 5.1 vor. Nichtsdestotrotz wird hier eine gute Qualität geboten, der es allerdings ein wenig an Dynamik mangelt. Vor allem bei heftigen Explosionen vermisst man ein wenig den Druck der Bässe. Allerdings wird dennoch volle Leistung bei den Surroundkanälen abgeliefert. Insbesondere bei den Kampfszenen zu Beginn des Films wird im Heimkino der Eindruck erweckt man würde sich inmitten der Kriegsgeschehnisse befinden.
Deutlich mehr wird indes bei der englischen O-Ton Spur in DTS-HD MA 5.1 gearbeitet. Die Dynamik wurde hier voll ausgelastet und auch die Bässe werden bei den entsprechenden Szenen voll ausgelotet. Hier wird stark an der Referenzmarke gekratzt. Das 24bit Encoding macht sich auf alle Fälle sehr gut bemerkbar.
Unterstrichen wird dies mitunter auch von dem herausragenden Score von Steven Spielbergs Haus- und Hofkomponist John Williams, der zu jeder Szene auch die perfekte musikalische Untermalung findet.

Special Features: (auf Disc 2)
- Eine Einführung zum Film (2:35 min.)
- Blick in die Vergangenheit (4:40 min.)
- Miller und seine Einheit (8:23 min.)
- Boot Camp (7:37 min.)
- Die Produktion von Soldat James Ryan (22:05 min.)
- Die Neuerschaffung von Omaha Beach: (17:57 min.)
- Musik und Sound (15:59 min.)
- Schlussgedanken (3:43 min.)
- In die Bresche: Der Soldat James Ryan (25:01 min.)
- Original Kinotrailer (HD) (2:10 min.)
- Re-Release Trailer (HD) (1:59 min.)
- Den Krieg filmen (88:05 min.)
- Wendecover

Das Bonusmaterial auf Disc 2 lässt keinen Grund zur Beschwerde aufkommen. Zwar befinden sich lediglich die Trailer in HD-Auflösung auf der Scheibe, aber auch in Standard Definition können die weiteren Features durchaus überzeugen. So findet man hier nicht nur zusätzliche Informationen zum Film wie z.B. bei den Dokumentationen "Miller und seine Einheit", "Die Neuerschaffung von Omaha Beach", "Die Produktion von Soldat James Ryan" oder "Musik und Sound", sondern auch ergänzende Auskünfte zum historischen Hintergrund. Hierzu befindet sich mit "Den Krieg filmen" ein sehr interessanter und mit knapp anderthalb Stunden Spielzeit ein sehr ausführlicher Bericht über Kriegsberichterstatter mit beim Bonusmaterial. Zusätzlich veranschaulicht "Blick in die Vergangenheit" die Recherche Arbeiten von Steven Spielberg und Drehbuchautor Robert Rodat zu "Der Soldat James Ryan". Hier wurde wirklich zu jedem nur möglichen Gebiet ausreichend Material geboten, um sich zusätzliches Wissen anzueignen.

Resumee:
Zu Recht hat der Film bei den Academy Awards Verleihungen insgesamt 5 Oscars u.a. für beste Kamera, beste Regie und besten Ton gewonnen. Des Weiteren war "Der Soldat James Ryan" hier in 6 weiteren Kategorien nominiert. Doch auch ohne diese Tatsache kann man unweigerlich das hohe Niveau erkennen, mit dem hier gearbeitet wurde. Und auch wenn viele wieder den Patriotismus in Kritik stellen wollen, wird hier eine wichtige Message vermittelt. Selten wurde der Krieg so schonungslos und rau dargestellt. Nichtsdestotrotz wurde allerdings kein Actionfeuerwerk zelebriert, sondern mit viel Liebe ins Detail und auf Originaltreue die Grausamkeit authentisch in Szene gesetzt.
Man kann wohl zu Recht behaupten, dass Steven Spielberg hier ein wahres Meisterwerk gelungen ist.Umso erfreulicher ist es, dass auch die technische Umsetzung auf das Medium Blu-ray sehr gut gelungen ist. Das Bild lässt, im Rahmen der beabsichtigten Effekte, keine Wünsche offen und auch der Ton liefert gute (deutsche Spur) bis herausragende (englischer Originalton) Werte.
Abgerundet mit einer Masse an zusätzlichen Informationen durch die Special Features ist diese Blu-ray eine absolute Pflichtanschaffung für jeden Cineasten.

Testequipment:
TV: Toshiba 47Z3030D (47")
BD-Player: Panasonic DMP-BD30
AV-Verstärker: Denon AVR-1602
Boxen: Magnat
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unglaublicher Anfang, 10. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Die erste halbe Stunde des Films, die die Landung der Aliierten in der Normandie zeigt ist eine der besten Szenen, die jemals in einem Kriegsfilm gezeigt wurden. Die realistische Darstellung des Grauens, in dem Krieg nur noch Abschlachten ist, unterstützt von perfekt räumlichen Sounds versetzt den Betrachter in nahezu beänstigendem Maße in den Film. Hier zeigt sich was ein genialer Regisseurs durch gekonnte und sinnvolle Nutzung modernster Techniken erreichen kann. Der Anfang ist der Teil des Films, der einem auch Jahre nachdem man den Film im Kino gesehen hat, lebhaft in Erinnerung ist.
Leider kann der Film das hohe Niveau des Anfangs nicht halten und wird zu einem, manchmal ewas oberflächlich inszenierten, klassisch amerikanischem Kriegsfilm, dessen Pathos & Patriotismus dem europäischen (oder eher dem deutschen) Zuschauer nicht unbedingt zugänglich ist. Zwar finden sich weiterhin Abstufungen, die das schwarz-weiß Schema durchbrechen, wenn z.B. gezeigt wird, daß auch die Guten nicht immer Helden sind und auch Verbrechen begehen können, aber dennoch ändert sich der Grundtenor nicht. Auch der Schluß entspricht, wie zu erwarten, dem einer Heldengeschichte.
Der Anfang des Filmes ist unbedingt sehenswert, wer aber einen Antikriegsfilm erwartet sollte sich überlegen danach weiterzuschauen. Wer einen Kriegsfilm erwartet, wird wohl auch nach den ersten Minuten Gefallen an dem Film finden, denn Kamera und Technik sind durchgehend brilliant und die folgende Heldengeschichte über Kameradschaft, Opferwillen und Einsatz für Freiheit und Vaterland entspricht so ziemlich genau dem was man von diesem Genre erwartet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle DVD, 12. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Der Film ist in der DVD-Version qualitativ sehr hochwertig und macht das Weltkriegsdrama ohne Abstriche zu einem Erlebnis. Ich kann die DVD daher uneingeschränkt empfehlen.
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Patriotismus in Überlänge, 29. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich von diesem Film anfangs absolut begeistert gewesen bin. Der Krieg wurde in meinen Augen sehr authentisch dargestellt, die Atmosphäre war bedrückend und die Landung der Alliierten in der Normandie gehörte zu den besten und realistischsten Szenen, die jemals für einen Kriegsfilm gedreht wurden. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal zehn Jahre alt gewesen bin, den Film eigentlich gar nicht hätte gucken dürfen und vom Ablauf des Zweiten Weltkriegs noch so gut wie keine Ahnung hatte. Eine Doppelstunde Geschichte und persönliches Interesse haben gereicht, um meinen positiven Eindruck von diesem Streifen zu revidieren.
Und mittlerweile würde ich nur noch den letzten Pluspunkt unterschreiben. Die Landung der Alliierten in der Normandie ist wirklich eine der authentischsten Szenen, die ich jemals in einem Kriegsfilm gesehen habe. Es sind 20 Minuten blanker Horror: Die Männer befinden sich unter Dauerfeuer, Gliedmaßen fliegen durch die Gegend und der Sand nimmt die Farbe des Blutes an. Diese Szene ist dermaßen intensiv, dass die Todesangst der Beteiligten sich schon fast auf den Zuschauer überträgt. Eine gut inszenierte Kameraarbeit von Steven Spielberg erledigt hier den Rest.

Aber alles, was danach geschieht, verfällt wieder in das alte und typisch amerikanische Schema, das vor übersteigertem Patriotismus nur so trieft. Wie soll man eigentlich noch von einem Antikriegsfilm sprechen, wenn der Krieg nur dann als pure Hölle beschrieben und visualisiert wird, wenn ein amerikanischer Soldat im Kampf fällt? Haben die deutschen Soldaten keine Mütter oder Kinder, um die sie weinen können? Handeln sie auf Befehl oder weil sie in Wirklichkeit blutrünstige Bestien sind, die jeden Tag eine Mindestzahl an erschossenen Menschen vorlegen müssen?
Angesichts dieser rhetorischen Fragen merkt man bereits, dass der Film ab einem gewissen Zeitpunkt in eine sehr grobe Schwarz-Weiß-Malerei verfällt. Aus diesem Streifen kann man sehr viele Beispiele ziehen, die den Unterschied zwischen den bösen Deutschen und den amerikanischen Helden immer wieder verdeutlichen sollen. Der Scharfschütze hat vor jedem Schuss immer ein Zitat aus der Bibel auf den Lippen oder ein Küsschen für sein Kruzifix übrig. Der Captain der Truppe erscheint für seine Soldaten wie ein Ersatzvater, auf den zu Hause natürlich ein prachtvoller Garten und eine wunderschöne Frau warten. Ein angeschossener Soldat bittet seine Kollegen, noch einen letzten Brief für ihn zu versenden. Eine alte Kirche dient als Übernachtungsmöglichkeit, in der ein Soldat sofort einschläft, weil er - Achtung, Filmzitat - eben ein reines Gewissen hat. Die Ehefrau der gealterten Hauptfigur versichert ihm, dass er schon immer ein herzensguter Mensch gewesen ist. Ein erzürnter amerikanischer Soldat verlangt von einem seiner Kollegen, dass er einen deutschen Soldaten fragen soll, ob er für den Tod eines Freundes verantwortlich ist. (Sehr interessant, ich wusste gar nicht, dass die Soldaten sich erst einmal durch sämtliche bürokratische Vorgänge quälen mussten, bevor sie die Erlaubnis hatten, einen Feind zu erschießen.)

Die Story des Films, die übrigens vom Schicksal der Niland-Brüder inspiriert wurde, kann man schon fast getrost ausblenden. Kurz nach der Landung an Omaha Beach wird Captain Miller zusammen mit acht weiteren Soldaten losgeschickt, um den Fallschirmjäger James Ryan zu suchen. Seine drei Brüder sind im Krieg gefallen, und um der Mutter den Tod ihres letzten Sohnes zu ersparen, soll er nach Hause geschickt werden. Aber auch hier wurde kein Klischee ausgelassen. Der Soldat James Ryan denkt nämlich gar nicht daran, nach Hause zurückzukehren, da es unfair gegenüber seinen "neuen Brüdern" wäre, wenn er sich im Gegensatz zu ihnen aus dem Kriegsgeschehen zurückziehen dürfte.

Auch bei der Darstellung der deutschen Soldaten wurde kein Vorurteil vergessen. Aufgrund ihrer ausdruckslosen Gesichter, den wortkargen, aber dafür umso lauteren Befehlen, gleich aussehenden Frisuren (hier wird mal wieder das altbekannte Klischee der kurzgeschorenen Nazis bedient), hässlichen Fratzen und hinterhältigen Charaktereigenschaften könnte der Zuschauer schon fast auf den Gedanken kommen, dass hier Prototypen der Terminatoren getestet wurden. Aber auch nur fast, denn sie sind so schnell erledigt, dass sie wie leere Hüllen durch das Set purzeln. Ihr Tod wird nicht als Katastrophe angesehen, sondern als Notwendigkeit, da er schließlich der Befreiung Europas dient. Sollte ein Amerikaner allerdings auch mal getroffen werden, zieht man den qualvollen Tod über mehrere Minuten, zeigt wahre Ströme von Blut und richtet die Kamera auf die betroffenen Kollegen. Untermalt wird das ganze Schauspiel dann natürlich mit dramatischer Musik, damit auch die letzte Tränendrüse ins Schwitzen kommt. Wenn man wirklich Interesse daran gehabt hätte, ein durch und durch realistisches Bild vom Zweiten Weltkrieg zu entwerfen, hätte man so weitermachen müssen wie in den ersten 20 Minuten. Im Krieg gibt es nichts zu gewinnen, sondern nur zu verlieren. Es gibt keine gute und keine böse Seite. Jeder einzelne Soldat kämpft irgendwann nur noch um sein eigenes Leben und hofft, irgendwie durchzukommen.

Meiner Meinung nach ist es kein Wunder, dass die Amerikaner diesen Film gefeiert haben und im Kino bei jedem Abschuss eines deutschen Soldaten jubelnd aufgesprungen sind. Das Bild, das man in "Der Soldat James Ryan" zu sehen bekommt, ist leider genau jenes, das die meisten Amerikaner vom Zweiten Weltkrieg zu haben scheinen. Der Film endet für den Zuschauer mit der Mitteilung, dass die Amerikaner mal wieder im Alleingang die Welt gerettet haben. Von den anderen Nationen, die gegen Deutschland gekämpft haben, erfährt man hier überhaupt nichts. Hierzu passt der Umstand, dass die amerikanische Nationalflagge fast genauso viele Auftritte hat wie so mancher Hauptdarsteller. Und das Traurige an der ganzen Sache ist, dass sie ihre Sache stellenweise wesentlich besser macht.

Wer ein realistisches Bild vom Kriegsgeschehen im Allgemeinen haben möchte, sollte lieber auf Streifen wie "Das Boot", "Apocalypse Now", "Full Metal Jacket", "Schindlers Liste", "Die Brücke" oder "Der Untergang" zurückgreifen. Alternativ darf man sich auch gerne die ersten 20 Minuten von "Der Soldat James Ryan" anschauen. Dieser Part rettet für mich auf jeden Fall noch einen zweiten Stern, aber mehr hat dieser Film meiner Meinung nach nicht verdient.
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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 28. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
In einigen Teilbereichen kann ich mich den positiven Vorreden anschließen, insbesondere was Bild und Ton (!) angeht. Einige Aspekte des Films möchte ich trotzdem aus meiner Sicht beschreiben. Selbst beim zweiten oder dritten Mal finde ich die Anfangssequenz so belastend, dass es mir schwer fällt, nicht direkt zur eigentlichen Suche nach Ryan zu springen. Ich finde, dass trotz aller Grausamkeiten des Krieges eine so detaillierte Darstellung der physischen Grausamkeit nicht unbedingt notwendig ist. Der von mir auch sehr geschätzte Film "Der Schmale Grat" hat auch ohne massenhaft abgetrennte Körperteile eine immense Wirkung auf mich gehabt.
Und dann das Thema Patriotismus. Klar ist mir, dass die deutschen Soldaten in einem solchen Film ihre historische Rolle übernehmen müssen aber die übertriebene Schwarz-Weiß-Zeichnung mißfällt mir sehr. Die Hinrichtung von Kriegsgefangenen beinahe witzig und vollkommen ohne Kritik darzustellen ist mir zuwider.
Am schlimmsten ist jedoch, dass der Umstand, einen Gefangenen am Leben gelassen zu haben, hier durch die späten Folgen dieser Entscheidung ja fast dazu animiert, jeden Gefangenen ins Jenseits zu befördern. Da habe ich von Spielberg mehr erwartet.
Ich glaube kaum, dass jemand, der mit seinem Großvater einmal unter dessen Tränen über den Krieg gesprochen hat, nachvollziehen kann, warum jeder kleine deutsche Soldat in diesem Streifen als durchtrieben und rücksichtslos beschrieben wird. Das ist mir zu einfach !
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Der Soldat James Ryan
Der Soldat James Ryan von Steven Spielberg (DVD - 2002)
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