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A State Of Wonder: The Complete Goldberg Variations
Format: Audio CDÄndern
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108 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2002
An eine Zeit ohne Goldberg Variationen kann ich mich nicht erinnern. In meinem Elternhaus wurde viel Bach gehört, und natürlich gab es die Goldberg Variationen auf Schallplatte von Interpreten, deren Namen mich als Kind nicht interessierten.
Dann kam die Aufnahme mit Glenn Gould aus dem Jahr 1955: Der erste Name eines Interpreten, den ich mit dieser wunderbaren Musik verbinde. "Irrwitzige tempi", hieß es damals in Erwachsenengesprächen, von denen ich nicht viel verstand, außer dass man dieser Interpretation mit einer Mischung aus Reserve und Begeisterung gegenübertrat.
Später, als ich schon längst erwachen war und viele andere Einspielungen kannte, stieß ich auf die Aufnahme von 1981. Da war Glenn Gould ein bekannter und gefeierter Künstler, da musste er keinem mehr beweisen, dass er Klavier spielen konnte ! Er konnte es sich leisten, auch einmal langsam zu spielen, sich Zeit zu nehmen.
Die Goldberg Variationen haben sich mir nicht immer alle erschlossen, manche sind mir nie ans Herz gewachsen. Aber es gibt eine Aria am Anfang und am Ende, die alles zusammenhält. Diese Aria beginnt mit zwei zweigestrichenen g. Und da gelingt Glenn Gould ein Wunder: Diese zwei Töne sind mehr als Auftakt oder Einleitung, sie sind unendlich spannend und doch "rund" zugleich. Man hört die beiden ersten Töne und begreift: Das ist Anfang und Ende, Alpha und Omega. Man ahnt, dass zwischen dem Anfang und dem Ende Welten liegen, 30 Variationen, die unsere Sinne beanspruchen, ja fordern werden. Tempo und Intensität werden sich steigern, wir werden viel durchmachen.Aber wir wissen auch: Zum Schluss wird alles wieder in die Aria münden, in eine Musik, die tröstet und aussöhnt: Die Musik, mit der alles begann. Wir werden aufatmen, weil wir die Musik wiedererkennen, den Anfang wiedergefunden haben.
Noch immer gibt es für mich keinen Interpreten der Goldberg Variationen, der mir mit den ersten beiden Tönen bereits diese Sicherheit mitgibt auf den langen (Hör-)Weg.
Wie schön, dass nun beide Einspielungen in einem Album vorliegen !
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. November 2002
Die Goldbergvariationen in den beiden hier vorliegenden Aufnahmen des kanadischen Meisterpianisten Glenn Gould sind freilich keine Neuheit - doch in ihrer Individualität und Einzigartigkeit immer wieder erfrischend, markieren Sie doch unter anderem Anfang und Ende Goulds Diskographischen Schaffens und zeigen deutlich die Wandlung seiner Interpretation dieses Werkes - knapp ein vierteljahrhundert liegt zwischen diesen beiden Einspielungen. Markiert die erste Einspielung den Anfang von Goulds Karriere (er wurde durch Sie praktisch über Nacht berühmt und weckte neues Interresse für dieses Werk), So zeigt die zweite, kurz vor seinem Tode Aufgenommene Variante das Ganze Spektrum seiner genialen Gestaltungskraft und dem pianistischem Feinsinn seiner Bach-Interpretationen. Der Titel "The Complete Goldbergvariations" ist vielleicht etwas übertrieben - derzeit gibt es drei weitere Einspielungen dieses Werkes von Glenn Gould aunf dem Markt - eine Live-Aufnahme aus Salzburg, eine Aufnahme von vor 1955 sowie die Filmaufnahme von 1981, die sich von der hier vorliegenden Einspielung durch eine andere Auswahl der Takes unterscheidet (u.a. als DVD erhältlich). Trotzdem - wer diese Aufnahmen noch nicht kennt, kann mit dem Kauf dieser CD nichts falsch machen!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. November 2002
Also: Was schreibt eine musikalische Amateurin, wenn sie eine kleine Rezension" über ihre Lieblings-CD verfassen will? Das ist schon anfangs recht schwierig, wenn sie eigentlich ganz viele Lieblings-CD's hat und die Auswahl einer „Lieblings-Lieblings-CD" deshalb schwer fällt. Aber: Unter der Prämisse der wohl oft gestellten Kardinal-Frage, welche CDs nimmt man auf eine einsame Insel mit, wenn man nur ein paar mitnehmen darf, entscheide ich mich zuallererst für Bach's Goldberg-Variationen, Aufnahmen 1955 und 1981, interpretiert von Glenn Gould. Begründung: Die CDs habe ich inzwischen sehr oft und mit zunehmender Begeisterung gehört, und dürfte aus diesem Grund dazu tendieren, den Begriff einer wirklichen „Lieblings-Lieblings-CD" zu erfüllen.
Bach betitelte seine einzigartige Komposition mit den ihm eigenen nüchternen Worten: „Clavier-Übung, bestehend in einer Aria mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen. Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergetzung verfertiget von J.S. Bach, Königl: Pohl: u. Churfl.: Sächs: Hoffcompositeur, Capellmeister u. Dir. Chori mus. in Leipzig. Nürnberg in Verlegung Balth. Schmids" (Ostern 1742).
Man könnte nun schreiben: Bach nahm ein Thema, das zwar für das Ohr einigermaßen übersichtlich klingt, jedoch schon nicht ganz so einfach zu spielen ist, und ließ sich hierzu dreißig Variationen (Veränderungen) einfallen, um dann wieder zum Thema zurückzukommen und damit das Stück zu beenden. Es ist aber nach meiner Auffassung völlig untertrieben, mit den schlichten Worten des Komponisten von einem Thema mit Veränderungen zu sprechen, weil alle Veränderungen einen völlig eigenständigen Charakter und damit einen höchst unterschiedlichen musikalischen Ausdruck aufweisen. Mit Ausnahme der Variationen Nr. 15, 21 und 25, die in g-Moll geschrieben sind; haben sie eigentlich nur die Tonart G-Dur und mehr oder weniger durchscheinende Anklänge an die Aria gemeinsam. Ansonsten bietet jedes einzelne Stück einen einzigartigen und unverwechselbaren Ohrenschmaus.
Glenn Gould's Interpretation dieser wunderbar vielschichtigen Bach'schen Klangwelt war schon in der ersten Einspielung 1955, aber erst recht in der von dieser Aufnahme gewaltig abweichenden Zweiteinspielung 1981 so hervorragend, dass die Kenntnis und der Vergleich beider Interpretationen ein Muss für jeden Bach-Fan ist. Freilich gibt es viele andere schöne Einspielungen (eine sogar von einem sog. „Jazz-Pianisten", nämlich Keith Jarret, auf Cembalo), aber sowohl die erste als auch die zweite Gould'sche hat Weltmaßstäbe gesetzt. Mir gefällt die spätere Aufnahme am besten, weil sie so eigenwillig und extravagant ist: Stark unterschiedliche Tempi, von extremer Langsamkeit bis hin zu atemberaubender Schnelligkeit bei höchster Virtuosität, immer begleitet vom leisen Mitsummen des Interpreten, das deutlich bei der Aufnahme mitzuhören ist. Zu diesen ausgeprägten Tempi setzt Glenn Gould gezielt sein bekanntes Staccato dort ein, wo er es für nötig halten darf, und schafft es dadurch, seine Interpretation sofort auch für einen solchen Zuhörer als eine Gould'sche erkennbar zu machen, der ansonsten beim Hören nicht so ohne weiteres in der Lage ist, Unterschiede beim Klavierspiel zu erkennen.
Kurzum: Diese CDs kann man immer wieder hören. Man wird immer wieder etwas Neues entdecken und Altbekanntes immer wieder von Neuem mit gesteigerter Intensität wahrnehmen können. Ein Sich-satt-hören ist nicht möglich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2015
Legendärer Pianist, Komposition für die Ewigkeit - so entstanden die echten "Gouldbergvariationen".

Die Sammlung aus den 3 CD's, davon zwei mit Einspielungen der Goldbergvariationen des jugendlichen Glenn Gould 1955 und des späten, zurückgezogenen und peniblen Glenn Gould 1981, kurz vor seinem allzu frühen Tod ein Jahr später. Das leise, aber hörbare Mitsummen, Gould selbst zufolge unbeabsichtigt, ist besonders in der späten Einspielung stellenweise hörbar, stört aber den Gesamteindruck in keinster Weise. Für Glenn Gould war das leise Mitsummen offenbar eine Hilfe, um seine spezielle Spieltechnik weiter entwickeln zu können. Beide Einspielungen genießen bis heute Kultstatus. Interessant für mich ist der Vergleich der Aufnahmen, wobei mir persönlich die frühere Aufnahme besser gefällt.

Die Tonqualität ist sehr ordentlich und so sei diese Ausgabe auch denjenigen empfohlen, die die Goldbergvariationen bereits in anderen Einspielungen besitzen.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2002
Der Titel ist irrenführend. Die kompletten Aufnahmen würde auch die von Salzburg 1959 umfassen. Gould live. Ich finde diese die interessanteste. Zeigt sie erstens, daß Gould live genauso furios spielen konnte wie im Studio, seine Hexereien am Klavier also nicht der Schnitttechnik zu verdanken sind.Aus der Anspannung des live-Auftritts kommt eine Emotionalität in die Musik, die gerade seiner zweiten Studio-Interpretation ziemlich fehlt. Gould Aufnahme 1955 ist auch nach Jahrzehnten noch Maßstab, aber nicht gänzlich unerreichbar. Es gibt andere Aufnahmen, die ebenfalls sehr hörenswert sind, Schiff, Weißenberg,Gavrilov. Dennoch sind gerade die Goldbergvariationen Gould sehr gelegen. Das Stück ist ausreichend vertrackt genug, Gould zu hoher Transparenz anzufeuern, das was er mag, die polyphone Vielschichtigkeit-möglicherweise Bestandteil eines Krankheitsbildes- es muss ausreichend komplex sein,um ihn zu Höchstleistungen anzustacheln. Er brauchte das Komplizierte- das seinem Naturell entsprach- das er ent-faltete und in seinen Strukturen aufleuchten ließ.

Warum nicht fünf Sterne ?

Wegen der Fehlinformation und dem Umstand, daß die spannendste Aufnahme in dieser Box fehlt.
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18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Musikalischer Lebenslauf - eine Zeitreise mit Gould!

In dieser CD-Box finden sich drei CD`s - zwei davon zeigen, am Beispiel der komplett eingespielten Goldberg Variationen, wie sich Glenn Gould entwickelt hat - von der feurig romantischen Aufnahme aus dem Jahr 1955 hin zu seinem fast filigranen "Finale" im Jahre 1981 (kurz vor seinem Tod).

CD-Nr. 3 ist ein sehr interessantes Tondokument, Gould meldet sich selbst zu Wort, es handelt sich um eines seiner legendären und zugleich seltenen Radio-Interviews - Goulds Gesprächspartner ist hier der bekannte Pulitzer Preisträger Tim Page.

Man unterhält sich ausführlich über Goulds Goldberg Interpretationen aus den Jahren 1955 und 1981.

Spätestens während dieses Interviews wird dem Zuhörer klar, dass Gould irgendwo zwischen Genie, Rebell, Notenarchitekt und konservativem Einsiedler zu suchen ist.... - ob man ihn je richtig "findet" steht jedoch auf einem völlig anderen Blatt....

Glenn Gould - wer war dieser Mann denn nun eigentlich wirklich?
War er einfach nur ein begnadeter Sonderling, der während seiner Jagden über die Tasten auf einem Stuhl, dessen Beine abgesägt waren, irgendwie Haltung annahm, fast so, als wolle er jeden Moment unterm Klavier verschwinden?

Auf Gould wurde ich übgrigens aufmerksam durch einen Bericht im Kulturprogramm eines Radiosenders - ständig war dort während seines Klavierspieles "summen" zu hören - kein Störgeräusch wegen schlechter Aufnahmequalität - Nein - absichtlich verursacht durch den Künstler selbst.... - und auch hier, auf diesen Aufnahmen, hat Gould an seinem hörbaren Markenzeichen "summen" nicht gespart! Es nervt auch keine Minute - im Gegenteil - es bereichert Bachs Goldberg Variationen in einer Art und Weise, die wohl von keinem anderen Künstler kopiert werden kann....

Wenn eine der zahlreichen Geschichten um Gould stimmt, hat seine Mutter (übrigens Klavierlehrerin) während ihrer Schwangerschaft zu einer Freundin gesagt, dass ihr erstes Kind den Namen Glen tragen und es zu großem Ruhm als Pianist bringen würde - dazu kan nich nur sagen - Schön wenn weibliche Intuition sich so zutreffend bestätigt *smile*

Zu den Goldberg Variationen selbst....
Schenkt man den Überlieferungen Glauben, wurde diese Musik einst für den russischen Gesandten, Kaiserling, in Dresden geschrieben - sie sollte ihm angeblich die Zeit in schlaflosen Stunden vertreiben... - meiner Vermutung nach hat die Musik wohl eher wegen ihres wechselhaften Geschehens und dem oftmals hohen Tempo selbst den Schlaf vertrieben?!
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am 18. August 2013
Die Goldberg Variationen gefallen mir ausgesprochen gut. Der Knaller, man kann Glenn Gold ständig mitsummen hören, was ja seine Produzenten ständig in den Wahnsinn gerieben hat. Mich stört es nicht. Kaufempfehlung für alle, die Piano-Musik mögen.
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am 15. Dezember 2014
Glenn Gould war nun einmal ein genialer Pianist. Ich höre mir sehr gerne immer wieder die von ihm interpretierten Goldberg Variationen an. Ich habe das Album mehrfach gekauft, auch um es zu verschenken. Es ist eine wertvolle Edition.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2004
glenn gould polarisiert. entweder mann hält ihn für ein genie oder einen spinner! er wahr wohl beides.
diese 2 einspielungen die unterschiedlicher nicht sein könnten offenbaren für mich das genie glenn goulds. sein analythisches spiel ist unerreicht. kein anderer offenbart die kunstfertigkeit j.s.bachs so sehr wie gould. für mich war die aufnahme von 1982 der einstieg in das werk bachs überhaupt. nach gewisser zeit schätze ich jetzt die frühere aufnahme aus den 50er jahren, die gould über nacht zum star gemacht hat, nicht weniger.
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am 26. September 2014
Glenn Gould und Bach ist einfach unbeschreiblich. Geht unter die Haut.
Ich gebe eine unbedingte Kaufempfehlung. Muß man daheim haben.
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