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5.0 von 5 Sternen Meisterwerk jetzt auf Blu-ray, Director's Cut umstritten
FILM:
Der 1984 in der Originalfassung und 2002 im "Director's Cut" erschienene "Amadeus" zeigt Wolfgang Amadeus Mozart in seinen letzten Lebensjahren am Wiener Hof; er ist infantil und über alle Maßen arrogant und zieht dadurch fast automatisch die Abneigung der kleingeistigen Hofkamarilla auf sich. Als einer der wenigen erkennt Hofkompositeur Antonio...
Veröffentlicht am 29. März 2009 von Marinus Ladegast

versus
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Gegenteil von gut...
... ist gut gemeint. Hier haben wir ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Director's Cut einen hervorragenden Film, nun ja, nicht ruiniert (dafür ist die Originalfassung einfach zu genial), aber immerhin gewaltig verschlimmbessert. Es bleibt die faszinierende Geschichte des greisen Salieri, der vor seinem Beichtvater sein Leben ausbreitet, hier insbesondere...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2006 von K. Neumann


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234 von 254 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk jetzt auf Blu-ray, Director's Cut umstritten, 29. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Amadeus [Blu-ray] [Director's Cut] (Blu-ray)
FILM:
Der 1984 in der Originalfassung und 2002 im "Director's Cut" erschienene "Amadeus" zeigt Wolfgang Amadeus Mozart in seinen letzten Lebensjahren am Wiener Hof; er ist infantil und über alle Maßen arrogant und zieht dadurch fast automatisch die Abneigung der kleingeistigen Hofkamarilla auf sich. Als einer der wenigen erkennt Hofkompositeur Antonio Salieri Mozarts Genius, fühlt sich aber gleichzeitig durch Gott verhöhnt, da er selbst, ein strebsamer musikalischer Handwerker, durch Mozart seiner eigenen Mittelmäßigkeit gewahr wird. An diesem Konflikt wird Salieri innerlich zugrunde gehen.

Völlig zurecht wurde "Amadeus" seinerzeit mit acht Oscars ausgezeichnet und gehört nicht nur deswegen zu den größten Filmen aller Zeiten; Milos Forman und Peter Shaffer haben eine zeitlose Parabel über künstlerische Hingabe, zerfressenden Ehrgeiz und moralischen Verfall erschaffen. Musik ist hier kein Stimmungsgedüdel im Hintergrund, sondern so etwas wie die "dritte Hauptperson" neben Salieri und Mozart. Unabhängig von der Haupthandlung portaitiert der Film wunderbar das Lebensgefühl in einer Zeit, in der Vernunftdenken und schöne Künste sich übergangslos mit einer schrillen Vergnügungssucht aller Schichten vermengten.
Die Schauspieler sind durch die Bank fantastisch gecastet; Tom Hulce (Mozart) und Jeffrey Jones (Joseph II.) liefern die besten Leistungen ihre Filmkarriere ab. Abrahams subtile und vielschichtige Verkörperung des Antonio Salieri ist schlichtweg meisterhaft, vor allem in den Szenen, die ihn als alten Mann im Irrenhaus zeigen - unterstützt vom grandiosen Makeup. Der Moment, in dem er dem Pfarrer zum ersten Mal von seinen Mordplänen erzählt und von Mozarts Begräbnismesse fantasiert, gehört zu den hochklassigsten Darstellungen der gesamten Filmgeschichte. Kraftvoll und variantenreich, und gleichzeitig unaufdringlich und zu hundert Prozent glaubhaft - man kann einen Greis einfach nicht besser spielen als F. Murray Abraham, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten erst knapp über vierzig Jahre alt war.

BLU-RAY-QUALITÄT:
Ich bin sehr froh, dass der Film jetzt endlich auf dem neuen Medium erhältlich ist. Der Qualitätsunterschied zu meiner fast zehn Jahre alten DVD ist gigantisch. Das Bild ist nicht mehr matschig und dunkel, sondern gut ausgeleuchtet, farbenfroh und sehr scharf. Bis auf eine Sequenz in der Mitte des Films, in der Salieris dunkler Rock wegen der Musterung des Kleidungsstücks mächtig flimmert, sind mir keine nennenswerten Bildmängel aufgefallen. Der Ton ist m.E. kristallklar und sehr kraftvoll. Wenn der Komtur bei der Aufführung von "Don Giovanni" mit mächtigem Tritt die Stufen hinabschreitet, bringt das Orchester mit donnerndem Paukenschlag den Subwoofer zum Arbeiten. Ich muss aber dazusagen, dass ich kein Experte für Tonabmischung bin und auch keiner, der sich mit der Lupe zehn Zentimeter vor den Fernseher setzt, um nach irgendwelchen Bildfehlern zu suchen.

DIRECTOR'S CUT:
Alle die, die nur die Originalversion von 1984 kennen, fragen sich vielleicht, was sich in der neuen Version, die um etwa eine halbe Stunde länger ist, geändert hat. Deshalb eine kurze Information dazu: Die zusätzlichen Szenen befinden sich fast alle in der ersten Hälfte des Films (im Schlussteil wäre es auch fast gar nicht möglich gewesen, neue Elemente einzubauen, da sonst die ganze Struktur zerstört worden wäre - oder frei nach Mozart selbst: Man kann nicht umschreiben, was schon perfekt ist). Die meisten hinzugekommenen Szenen beziehen sich auf Mozarts finanziellen Nöte, die in der Originalfassung nur angedeutet wurden. Dadurch werden in der Geschichte durchaus neue Schwerpunkte gesetzt; bisher bildete der Moment, in dem Salieri als Greis die Kerze ausspuckt, den Wendepunkt vom Heiteren zum Tragisch-Düsteren. Jetzt sehen wir, dass die Familie Mozart schon vorher mächtig in der Klemme steckt.

Es ist glaube ich normal, dass jemand, der wie ich den Originalfilm schon zwanzig- oder dreißigmal gesehen hatte, bevor der Director's Cut in die Kinos kam, sich mit der Neufassung etwas schwerer tut als jemand, der die Version von 1984 nicht kennt. Meine Meinung zum Neuschnitt ist sehr gemischt. Positiv ist zu vermerken, dass die zusätzlichen Szenen manche Lücke in der Handlung schließen. Zum Beispiel hatte ich nie ganz verstanden, worauf sich Konstanzes tiefe Abneigung gegen Salieri gründet, die in den Schlussszenen deutlich wird. Jetzt sieht man, dass Salieri ihr zuvor sexuelle Dienste abgepresst hat, um ihrem Gatten die Stelle als Lehrer der kaiserlichen Nichte zu verschaffen. Gleichzeitig hat mir diese Szene nicht besonders gefallen, da sie wie ein Fremdkörper wirkt; der Restfilm besitzt zwar eine gewisse derbe Erotik, die aber letztlich davon lebt, dass alles nur bis zu einer gewissen Grenze angedeutet wird. Wenn die Kamera dann plötzlich Frau Mozarts blanke Brüste zeigt, ist das ein platter Voyeurismus, der einfach nicht passt.
Eine weitere Sache, die mich an der hinzugefügten Affäre zwischen Konstanze und Salieri stört, ist, dass sie die Handlung in meinen Augen verwässert. In der ursprünglichen Schnittfassung blickt Salieri auf die Originalmanuskripte seines Kontrahenten und lässt sie fassungslos zu Boden fallen; wortlos geht er daraufhin in sein Zimmer und verbrennt sein Kruzifix ("Von nun an sind wir Feinde, du und ich ..."). Ich hielt das immer für eine der stärksten Sequenzen im ganzen Film, die jetzt leider unnötig in die Länge gezogen wurde und dadurch an Wirkung eingebüßt hat. Auch einige andere Szenen, beispielsweise jene in der Garderobe der Sängerin Katarina Cavalieri, sind dramaturgisch überflüssig und wurden seinerzeit zurecht weggelassen. Ein "Director's Cut" ist eben nur in begrenztem Maße wirklich jene Version, die der Regisseur ursprünglich im Sinn hatte und die ihm das böse Studio einst zerschnippelte. Meistens ist es nur eine Marketing-Masche, um einen Film ein zweites Mal in die Kinos zu bringen. Das war um das Jahr 2000 herum gerade groß in Mode - George Lucas kam mit "Star Wars" als erster auf die Idee, und alle anderen Studios zogen dann mit ihren Klassikern nach.

SYNCHRONFASSUNG:
Es hat ja hier eine heiße Diskussion gegeben, welche deutsche Synchronfassung bei dieser Edition dabei sein wird. Eigentlich bevorzuge ich persönlich auch die Originalsprache, aber bei diesem Film ist es etwas anders. Der Wiener Dialekt ("So, Herr Professor, Zeit auf's Topferl zu gehen") klingt doch wirklich netter und authentischer als ein amerikanisches "Wuulfgäng Ämädeus Moudsaat". Eine Ausnahme ist der Diener von Salieri, der im Neuschnitt wesentlich häufiger zu sehen ist und in der englischen Originalversion eine herrlich lätschige Stimme hat, was im Deutschen leider nicht übernommen wurde.
Da es sich um den "Director's Cut" handelt, ist die deutsche Tonspur zwangsläufig nicht die originale, sondern die Neusynchronisation von 2002. Alles andere wäre gar nicht möglich, da dieser Film wie gesagt fast eine halbe Stunde länger ist als die ursprüngliche Kinoversion von 1984. Viele Sprecher von damals sind mittlerweile gestorben (vor allem Gottfried Kramer, die Stimme von F. Murray Abraham) oder standen aus anderen Gründen nicht zur Verfügung.
Ich persönlich finde das nicht besonders schlimm. Erstens spricht Joachim Höppner den Part von Salieri streckenweise viel besser als Kramer seinerzeit, zweitens ähnelt die Stimme ein wenig mehr der von Abraham. Abgesehen von der Rolle des Salieri sind außerdem nur Nebencharaktere von Neubesetzungen betroffen, z.B. Graf Orsini-Rosenberg, Leopold Mozart und Emanuel Schikaneder. Erleichtert war vor allem darüber, dass Tom Hulce (Amadeus) und Jeffrey Jones (Kaiser Joseph II.) "ihre" Synchronsprecher behalten konnten.

ZUSATZMATERIAL:
Abgesehen vom üblichen Werbe-Schnickschnack (Trailer, Online-Content usw.) ist die Zusatzausstattung nicht üppig, aber in meinen Augen sehr gut. Auf der alten DVD befanden sich die englische, deutsche und spanische Tonspur, jetzt ist auch noch Französisch und Italienisch dabei (plus English True HD). Der Originalkommentar mit Milos Forman und Peter Shaffer (Regisseur bzw. Autor) ist ebenso informativ wie das einstündige Making-Of. Die meisten Making-Ofs sind bekanntlich inhaltsleere Marketing-Konserven, in denen sich alle Beteiligten gegenseitig belobhudeln. Erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand wird es lohnend, sich diese Zusatzinfos zu Gemüte zu führen, und das ist hier der Fall. Die Erzählungen, wie es war, hinter dem "Eisernen Vorhang" ein solches Monumentalwerk zu drehen, ist gerade für Jüngere sehr lehrreich. Anderes ist einfach amüsant - zum Beispiel kann man in Originalaufnahmen von damals sehen, wie der "Don Giovanni"-Darsteller während eines Takes mit seiner Hutfeder in eine Kerze gerät und die ganze Kopfbedeckung zu brennen anfängt - wohlgemerkt in einem Opernhaus, dessen Saal komplett aus trockenem Holz bestand und der den Verantwortlichen wegen Tausender brennender Kerzen Kopfschmerzen bereitete.

So, das wär's jetzt ... sorry, dass die Rezension etwas lang geworden ist, aber ich hoffe, dass sie Euch bei einer eventuellen Kaufentscheidung hilft. :-)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das arme Genie, 10. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Amadeus [Director's Cut] [2 DVDs] (DVD)
Es ist nicht nur eine der gelungensten, oscarprämierten Literaturverfilmungen überhaupt, sondern ein Werk, das Mozart zur Popikone stilisiert und so auch für klassikferne Zuschauer attraktiv macht; also auch irgendwie innovativ ist. Ein großartiger Tom Hulce mit Punkperücke und einem kindisch unbekümmerten, lauten Lachen überzeugt genauso wie das dramatische Gegenstück F. Murray Abraham als Salieri. Eine gediegene Auswahl an Musikbeispielen (Soundtrack) liefert einen Einblick in das Schaffen des Genies. Und der Ursprung der Kompositionseinfälle sowie die Beschreibung des Einsatzes der Instrumente werden allgemein verständlich erläutert. Die pompöse Ausstattung, die farbenprächtige Kulisse und die Angleichung von Handlung und unterlegter Musik sind genial gelungen. Und die Darstellung der würdelosen Beerdigung des Helden geht zwar im Regen unter, aber auch ans Herz.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Musik hinaus, 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Amadeus - Director's Cut (2 DVDs) (DVD)
Ich habe den Film nach vielen Jahren erneut, in der 'Director's Cut' Version, gesehen. Es ist natürlich ein Hollywood Film, ein Unterhaltungsfilm, aber er vermittelt auch (gerade mir als Nichtmusiker) Einblicke in das Denken eines Komponisten, so bei dem Plädoyer Mozarts gegenüber Kaiser Joseph II, seinen Figaro zuzulassen, obgleich Beaumarchais' Stück der Zensur unterliegt - da er doch so innovativ das Gespräch von vier, fünf, sechs Personen musikalisch verschränkt habe oder die Art wie Mozart Salieri sein Requiem diktiert. Dabei - wie bei einigem sonst sind sicher historische Fakten verdreht worden, aber der Film vermittelt sozusagen eine höhere Einsicht zu der Frage, wem das Genie zufällt - dem redlichen Handwerker Salieri oder dem liederlichen Mozart. Wer kann sich nicht in Salieri hineinversetzen, wenn er am Schluss des Films als Apostel der Mittelmässigkeit durch das Irrenhaus gefahren wird und den Insassen Absolution erteilt. Die Frage bleibt über den Film hinaus, wie auch die Musik Mozarts, die ihn so wunderbar durchzieht. Wie andere Rezensenten auch möchte ich zum Schluss noch die schauspielerische Leistung F Murray Abrahams würdigen - sie hält den Film zusammen und macht ihn so spannend wie menschlich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bild- und klanggewaltiges Meisterwerk, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Amadeus - Director's Cut (2 DVDs) (DVD)
Es ist bereits viele Jahre her, dass ich diesen Film im Kino sah und da ich in letzter Zeit, neben Beethoven, Brahms u.v.a., auch wieder sehr viel Mozart höre, bekam ich Lust mir ‚Amadeus’ noch einmal anzusehen.

Während ich mir Musik immer und immer wieder anhören kann, sofern sie „das gewisse Etwas“ hat, langweilen mich Filme häufig bereits nachdem ich sie zum zweiten Mal angeschaut habe. Doch hier gibt es Ausnahmen:

Ein Film der „Seele“ hat und „lebt“, kann mich so sehr berühren, dass er mir niemals langweilig wird. Ich kenne einige wenige Filme, bei denen das der Fall ist und ‚Amadeus’ gehört jetzt dazu.

Was dem Drehbuchautor Peter Shaffer, dem Regisseur Milos Forman, den Hauptdarstellern Tom Hulce (als Mozart), F.Murray Abraham (als Salieri) und nicht zuletzt Sir Neville Marriner und seinem Orchester (Academy of St. Martin in the Fields) hier gelang, ist ein zeitloses Meisterwerk.

Man spürt bei jedem Bild und jedem Musikstück wie viel Engagement, Liebe zum Detail und Verehrung eines der größten Komponisten aller Zeiten sich in diesem Filmklassiker finden.

Was für ein Glücksfall, dass Forman nicht in Hollywood-Kulissen drehte, sondern in der historischen Altstadt von Prag, in Kroměříž und Wien, dass er beim Dreh tausende Kerzen entzünden ließ, die ein ganz besonderes und authentisches Licht erzeugten, dass er die Theaterszenen in dem, fast unverändert erhalten gebliebenen, Musiktheater drehte, in dem Mozart einst seinen Don Giovanni uraufführte und dass Mozarts geniale Musik eine, wenn nicht sogar die, Hauptrolle im Film spielt.

Bild- und Klangqualität:
Die hier besprochene DVD-Version (Director’s Cut) bietet, neben etwa 20 Minuten ursprünglich herausgeschnittener Szenen, eine gut restaurierte (digital überarbeitete) Bild- und Tonqualität, die dem fast 30 Jahre alten Kinofilm gut getan hat. Da, wegen der zusätzlich wieder aufgenommenen Szenen und wegen des Todes von Synchronsprecher/n, das komplette Werk neu synchronisiert werden musste, ist jetzt auch der (gesprochene) Ton auf dem Stand der heutigen Technik.

Auszeichnungen:
‚Amadeus’ erhielt, völlig zu recht, nicht nur 8 Oscars (u.a. als bester Film), sondern darüber hinaus 4 Golden Globes, 1 César, 4 Lafca Awards und noch etwa 1 Dutzend weitere Preise.

Kaufempfehlung:
Auch wer sonst nur wenig oder gar keine klassische Musik hört, wird sich der Magie der Bilder und Klänge dieses Film-Klassikers kaum entziehen können. Daher meine uneingeschränkte Kaufempfehlung, zum Wieder- oder Neu-Entdecken.

Mein Vorschlag:
Nehmen Sie sich Zeit. Schaffen Sie bei sich zu Hause eine angenehme und ungestörte Atmosphäre (Telefone abschalten), entspannen Sie sich, hören Sie den Ton möglichst in Reallautstärke über Ihre Stereo-Anlage (oder das ggf. vorhandene Kino-Sound Equipment) und tauchen Sie dann ein in eine faszinierende Zeit und in die Magie der vielleicht großartigsten Musik, die jemals komponiert wurde.

Dann könnten der Film und die Musik Ihnen anschließend genauso die Tränen in die Augen getrieben haben, wie den Besuchern der Kino-Uraufführung, die einst mucksmäuschenstill solange sitzen blieben, bis der komplette Nachspann (mit Mozart-Musik) zu Ende war, um sich dann von Ihren Sitzen zu erheben und Beifall zu klatschen, als befänden Sie sich in einem Theater und nicht in einem Kino.

P.S.
Im Kommentarbereich werde ich einige meiner Mozart Lieblings-CDs und zusätzlich CDs von Sir Neville Marriner, Academy of St. Martin in the Fields auflisten.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen historische Wahrheit? Nein danke! Gleichwohl sehenswert!!, 31. Dezember 2007
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Amadeus [Director's Cut] [2 DVDs] (DVD)
Wenn man bereit ist hinzunehmen,
- dass "kein Wort, kein Bild, kein Schauplatz, geschweige die Art und Weise des Benehmens und Verhaltens der Personen dieses Films irgend etwas mit historischer Wahrheit zu haben" (Braunbehrens),
- dass die göttlich schöne Musik Mozarts in der recht verschnarchten Mainstream-Interpretation N. Marriners ertönt,
- dass die Ausschnitte aus den deutschen Opern (Entführung, Zauberflöte) in englischer (?!) Sprache gesungen werden,
so bleibt immer noch ein höchst sehenswerter, optisch opulenter Film, der seinen Akteuren an manchen Stellen ganz wunderbare Sätze über die Musik Mozarts in den Mund legt und die etwas abstruse Geschichte eines mittelmäßigen Komponisten (Salieri) erzählt, der die Musik über alles liebt, sie selbst nicht schreiben kann - während ein anderer (Mozart) das Genie hierfür besitzt, zugleich aber von der Persönlichkeit her knapp über dem Halbaffen steht. Manche Schnitte sind gelungen überraschend - so der Übergang von Mozarts zeternder Schwiegermutter in die Arie der Königin der Nacht. Fazit: Ansehen lohnt allemal und wegen der Musik durchaus auch mehr als einmal - durchaus eine Kaufempfehlung.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Gegenteil von gut..., 31. Dezember 2006
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amadeus - Director's Cut (2 DVDs) (DVD)
... ist gut gemeint. Hier haben wir ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Director's Cut einen hervorragenden Film, nun ja, nicht ruiniert (dafür ist die Originalfassung einfach zu genial), aber immerhin gewaltig verschlimmbessert. Es bleibt die faszinierende Geschichte des greisen Salieri, der vor seinem Beichtvater sein Leben ausbreitet, hier insbesondere das Leben mit - oder gegen - Mozart. Über die wahren Hintergründe der Beziehung Mozart-Salieri ist in Fachkreisen schon genug geschrieben worden; die hier gezeigte Geschichte bleibt dennoch faszinierend. Ein großer Kostümfilm, durchgängig mit wunderbaren Schauspielern besetzt (insbesondere F. Murray Abraham als Salieri, hier wieder besonders als greiser Salieri!) und mit perfekter Filmmusik. Gut, hier war die Wahl nicht schwer - zum Mozartfilm gehört auch seine Musik. Die liegt hier in sehr gekonnten Einspielungen vor.

Dennoch bekommt der Director's Cut von mir hier nur drei Sterne. Die zusätzlichen Szenen sind nicht nötig und wirken eher wie angehängt, um die Neuveröffentlichung zu rechtfertigen. Bereits die Kinofassung hatte genug Esprit und Tempo, hier gab es nichts mehr zu verbessern. Ein gewaltiges Manko ist die Neusynchronisation, hier hat man teilweise andere Sprecher genommen. Insbesondere bei Salieri fällt mir als begeisterter Anhänger der Kinoversion der Unterschied sehr negativ auf. Die "Greisenstimme" ist einfach zu flach, paßt nicht zum Alter und läßt die Inbrünstigkeit der Gefühle Salieris nicht deutlich werden. Gleichfalls ist Mozart stimmlich nun zu brav. Wer die Kinofassung nicht kennt, den mag das nicht stören. Für mich bleibt das Fazit: Ein faszinierender Film, wunderschön fotografiert, toll besetzt und gespielt, mit genialer Musik - aber haben muß man ihn nicht unbedingt. Die alte Kinofassung ist besser und bekommt von mir ohne Frage 5 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Genie aus der Sicht seines Neiders, 8. Januar 2011
Von 
Matthias Haas (Sumiswald Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amadeus - Director's Cut (2 DVDs) (DVD)
Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) sorgt als junger Komponist in Salzburg für Aufsehen, denn sein Talent gilt als aussergewöhnlich. Natürlich nimmt man auch in Wien davon Kenntnis. Deshalb lädt man ihn ein, um sich ein Bild von ihm zu machen. Sein musikalisches Gespür bringt ihm bald einmal den Status eines Komponisten an den Hof des Kaisers (Jeffrey Jones) ein. Damit wird er zum Konkurrenten von Antonio Salieri (F. Murray Abraham, erhielt für diese Rolle den Oscar ©). Die grossen Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Aber damit nimmt auch der Druck auf Mozart zu. Salieri hilft dem gelegentlich auch gerne etwas nach, denn es kränkt ihn, dass ihm Mozart vor der Sonne steht. Mit der Zeit muss Mozart Rückschläge unterschiedlicher Art hinnehmen. Sogar grossartige Werke werden manchmal schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Spielplan der Konzerthäuser gestrichen. Wolferls Ehe mit seiner Constanze (Elisabeth Berridge) wird dabei mehr als einmal auf die Probe gestellt, und auch gesundheitlich wird ihm immer mehr zugesetzt. Dies alles und wie Salieri Mozart gegen die Hand arbeitete, aber auch Teil seines Vermächtnisses wurde, erzählt der greise Salieri in einem Sanatorium einem Geistlichen. Und Salieri hat einiges zu beichten.
Das Urteil darüber, wie weit sich der Film an historische Tatsachen hält, sei den Experten überlassen, doch der Film ist wirklich ein unvergleichliches Werk. Der vorliegende Director's Cut, den Warner Bros. im Jahr 2002 veröffentlichte, erweitert die Originalfassung von Orion Pictures aus dem Jahr 1984 um 20 Minuten DVD-Laufzeit auf nunmehr insgesamt 173 Minuten. Für die Director's-Cut-Fassung wurde die Synchronisation praktisch neu gemacht, was relativ gut gelungen ist. Regisseur Milos Forman hat das Österreich aus Kaiserzeiten in seiner tschechischen Heimat nachgestellt und dabei offenbar kompetentes Personal an der Seite gehabt. Der Film überzeugt mit einer abwechslungsreichen, dramatischen und stimmungsvollen Geschichte, die selbst bei langer Laufzeit nicht ermüdet. Wer ernsthaft von sich behauptet, etwas von Filmen zu verstehen, muss dieses Werk, sei es die Original- oder die Director's-Cut-Version, gesehen haben. 8-Oscars © lassen das erahnen.
Über den Sinn der Neusynchronisation lässt sich in jedem solchen Fall streiten. Lobenswert ist hingegen, dass man den Film neu technisch aufbereitet hat. Qualitativ gibt es an Bild (Format 2,35:1, 16:9) und am Ton nichts zu mäkeln. Die Doppel-DVD-Ausgabe hält eine recht umfangreiche Ausstattung mit viel Bonusmaterial bereit. Auf der Film-DVD gibt es einen guten Audiokommentar (leider nicht untertitelt), auf der Bonus-DVD eine ausführliche Hintergrunddokumentation aus dem Jahr 2002 und den Trailer. Neben den Audiosprachen (wegen der Filmlänge in überschaubarem Mass) gibt es auch eine anständige Auswahl an Untertitelspuren.
Gesamturteil: die fehlenden Untertitel zum Audiokommentar und die etwas fragwürdige Neusynchronisation sind die Achillesfersen der DVD-Veröffentlichung. Weil es also für eine makellose Vorstellung nicht reicht, bleiben 4 von 5 Dirigentenstöcken und ein Passierschein.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Film mit Schwächen, 1. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Amadeus [Blu-ray] [Director's Cut] (Blu-ray)
Bild und Ton gut (gut umgesetzt in Blu-ray), Film gut - habe ich schon mehrfach gesehen. Hat aber eine wesentliche Schwäche: Die Opern werden auf englisch(!) gesungen. Das ist lächerlich, weil Mozart-Opern-Texte auf Deutsch oder Italienisch gechrieben sind und in Wien sicher auch nur auf deutsch oder italienisch aufgeführt werden. Besonders lächerlich ist die englische Singweise, wenn eine Filmszene zuvor gerade diskutiert wurde, dass die erste Oper, die Mozart für den Kaiser komponieren soll, entweder auf deutsch oder italienisch zu verfassen sei und sich der Kaiser für deutsch entscheidet. Das muss auch ein amerikanisches Publikum einsehen können (und wird es auch). Ist aber auch die einzige Schwäche in dem Film, ansonsten fesselt die Handlung, wenn man dem Märchen bereitwillig folgt, dass Salieri die übergroße Vaterfigur Leopold nutzt um Mozart in den Tod zu treiben. Schauspielerisch m. M. nach - insbesondere Salieri - herausragend.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur phantastisch - von Anfang bis zum Ende!, 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Amadeus [Blu-ray] [Director's Cut] (Blu-ray)
Die optische Qualität der bluray hat mich völlig überzeugt, optisch und klanglich hervorragend!
Zwar hat die Story mit der Realität von Mozarts Leben ganz offenbar wenig zu tuen, der Film ist aber in allen Phasen einfach nur phantastisch:
Die tolle Geschichte, die von Mozarts angeblichem Feind Salierei als Retrospektive erzählt wird, wird immer wieder von Ausschnitten seiner Werke ergänzt - einfach ein super toller Film, der mich bis zum Ende völlig in seinen Bann gezogen hat: story, optisch und akustisch!
Das ist eine der wenigen DVD bzw. bluray, die ich sicherlich mehrfach ansehen werde!

Ich schaue mittels eines full-HD beamers (Epson EH TW3000), der auf eine 300cm breite (!) Leinwand projeziert
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht." (F. de la Rochefoucauld), 4. Oktober 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Amadeus [Director's Cut] [2 DVDs] (DVD)
Der vorliegende Film "Amadeus" erhielt 1984 acht Oskars. Peter Schaffner, der Drehbuchautor beschrieb Amadeus" als Fantasie, die auf Fakten beruht." Erzählt wird das Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und zwar aus dem Munde des Wiener Hofkapellmeisters Antonio Salieri (1750- 1825). Dieser unternimmt im Film alles, um Mozart zu schaden, weil er ihm seine Begabung neidete.

"Amadeus" stellt Mozart (Tom Hulce) einerseits als kichernden Kobold, Zoten- und Possenreiser dar, aber auch als arbeitsbessenes Genie, das wohl die anspruchsvollste Musik seiner Zeit schrieb. Das ging für Salieri und für die Welt des ausgehenden Rokoko nicht zusammen.

Salieri (F. Murry Abraham) ist nach einem Selbstmordversuch als uralter Mann in eine Irrenanstalt eingeliefert worden, bezichtigt sich dort einst Mozart getötet zu haben und berichtet einem Pater von den Geschehnissen......Er geht in seinen Erzählungen weit zurück, schildert seine Kindheit, seiner Liebe zur Musik und seinen Wunsch Musiker zu werden. Salieri verspricht Gott keusch zu leben, wenn er ihn zu einem berühmten Musiker machen wird. Seine Gebete werden erhört und er komponiert viele Opern, wird Hofkapellmeister in Wien, ist wohl situiert und mit sich und seinem Aufstieg zufrieden bis ihm Mozart begegnet......

Er hörte schon früher von dem Wunderkind, das im Alter von sechs Jahren bereits konzertierte und mit 9 Jahren schon seine ersten Sinfonien schrieb. Seit 1769 war Mozart unbesoldeter erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg. Die erhoffte Anstellung bei Hofe erfolgte nicht. Es kommt zum Bruch zwischen ihm und dem Erzbischof. Das wird im Film gezeigt. Mozart weilt jetzt in Wien, wird dem Kaiser vorgestellt und dort lernt Salieri ihn kennen. Er ist entsetzt von dem infantilen Gekicher Mozarts und seiner überzogen- lebhaften Art aber er ist auch überrascht von Mozart Können, das er nicht ertragen kann. Er spürt sein Mittelmaß und ahnt dass Mozart ihm seinen Platz streitig machen wird. Er hat vom Können her keine Chance gegen Mozart. Wie alle ehrgeizigen, mittelmäßigen Menschen versucht Salieri sich mittels unlauterer Mittel Vorteile zu sichern.Mozart macht sich über Salieri lustig, er nimmt dessen Musik nicht ernst. Dass er dadurch Salieris Hass entfacht, ist ihm unklar. Mozart besitzt die unbeabsichtigte Arroganz eines begabten Menschen. Das verzeiht ihm weder Salieri, noch die die missgünstige, unbegabte Hofgesellschaft.

Im Film wird die schwierige Beziehung zwischen Mozart und seinem Vater thematisiert. Seine Liebesbeziehung zu Constanze Weber ist ein weiters Thema und es werden die intriganten Machenschaften bei Hofe in Wien dargestellt.

Die Musik der Werke "Die Hochzeit des Figaro", "Die Entführung aus dem Serail", "Don Giovanni", "Die Zauberflöte" und "Requiem" begleiten die filmische Handlung und man erlebt die Singspiele und die Opern auszugsweise auf der Bühne in der prachtvollen Ausstattung jener Zeit.

Mozart feiert gerne Feste und ist ein fröhlicher Mensch. Seine Freunde lieben ihn. Er geht großzügig mit seiner Barschaft um - Geld bedeutet diesem Künstler nichts - so gerät in Schulden.Diese Situation nützt Salieri aus, um ihm das Leben schwer zu machen...

Mozart lebt völlig in seiner Musik und verausgabt sich. Tabletten und Alkohol setzen ihm arg zu. Als er das "Requiem" schreibt, wird er von Angstvorstellungen heimgesucht...

Ein toller Film mit sehr guten Schauspieler, hervorragenden Dialogen, subtilen psychologischen Studien, wunderbaren optischen Darstellungen (Kostüme, Perücken, Bühnenbilder etc) und mit beeindruckenden Klängen des Genies.

In den völlig ausgeflippten Amadeus muss man sich einfach verlieben, selbst wenn man keinen Zugang zu seiner göttlichen Musik hat.

Empfehlenswert.
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Amadeus - Director's Cut (2 DVDs)
Amadeus - Director's Cut (2 DVDs) von Milos Forman (DVD - 2003)
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