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Kundenrezensionen

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4,2 von 5 Sternen
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Ehrlich gesagt fühle ich mich hier gar nicht so wohl bzw. gut aufgehoben, bin ich doch weder bekennender Grönemeyer-Fan bzw. Kenner, noch habe ich sämtliche seiner Studioveröffentlichungen in meinem Besitz (bis auf eine Compilation und eben vorliegenden Tonträger). "Mensch" übte jedoch schon kurz nach seinem Erscheinen einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus, weshalb es nach geäußertem Wunsch meinerseits unterm Christbaum lag und wenig später gleich in meinem CD-Player landete, wo die Scheibe über einen längeren Zeitraum rauf- und runterlief.
Heute - ein gutes Jahrzehnt später - hat das Album, wenigstens für mich, immer noch etwas Besonderes an sich, dem man sich nicht so ohne weiteres entziehen kann. Aber dazu gleich mehr...

"Mensch" erblickte 2002 das Licht der Welt und ist mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren (allein in Deutschland!) bis heute das kommerziell erfolgreichste Album des begnadeten Liedermachers und Pop-Poeten. Groß angepriesen (die Single "Mensch" lief dauernd irgendwo im Fernsehen oder im Radio) traf es offenbar den Nerv einer Zeit und avancierte so zum Verkaufsschlager.
In Summe befinden sich 11 Songs auf der Platte, wobei nicht wenige davon lange Zeit sehr oft im Radio zu hören waren - sogar heute noch werden "Mensch", "Der Weg" oder "Demo (letzter Tag)" immer wieder über den Äther geschickt. Diese kommerzielle Ausschlachtung brachte zwar einerseits den gewünschten Verkaufs- bzw. Erfolgseffekt, führte aber auch dazu, dass eine Masse an Hörern sich bald ein wenig zwangsbeglückt und überflutet fühlte. Tatsächlich habe auch ich zwischendurch eine längere Pause benötigt, um das Album dann aber wieder so richtig für mich entdecken zu können.
Es ist interessant, dass sich zuvor besagte Songs - trotz fast schon inflationären Mediengebrauchs (oder eher Missbrauchs) - nicht wirklich totspielen haben lassen. Grönemeyers eigenwillige Lyrik trifft auf vorliegendem Silberling auf wunderbare Melodien, woraus eine bitterzarte, herrliche Melange aus Nachdenklichkeit, Besonnenheit und aber auch Zufriedenheit resultiert. Tatsächlich ist die Grundstimmung des Albums tendenziell eher melancholischer Natur. Wenn Herbert Grönemeyer mit "Der Weg" aber eine Hymne an die Leere im Leben eines Menschen zum Besten gibt, die an Dynamik und Phrasierung wohl kaum zu überbieten ist, dann ist das wirklich ganz große Kunst, vor der man - Hörgewohnheiten & Lieblingsbands hin oder her - einfach nur aufrichtig und ehrfürchtig den Hut ziehen kann. Eben besagter Song hat bis heute rein gar nichts an seiner Intensität und Atmosphäre verloren - wirklich fabelhaft.
Auch der Titelsong funktioniert immer noch, klingt zeitlos und gefällt, ebenso das ungestüme "Viertel Vor", das dazu animieren soll, den Hintern hochzukriegen und Aufbruchsstimmung vermittelt. Hier wird's einen Moment lang fast rockig (und das kann/konnte der gute Mann ja bekanntlich auch immer recht gut).
Das letzte große Aushängeschild der Scheibe ist meines Erachtens das wunderhübsche "Demo (letzter Tag)", dessen Titel daher rührt, dass es tatsächlich erst kurz vor Fertigstellung der CD aufgenommen wurde. Hier liefert Herr Grönemeyer meiner Meinung nach seinen stimmlich besten Beitrag auf vorliegendem Werk ab - einfach schön!

Natürlich sind aber auch die anderen - jetzt nicht genannten - Tracks auf "Mensch" nicht zu verachten. Ich würde empfehlen, die Platte am besten am Stück durchlaufen zu lassen. Mit nicht ganz 50 Minuten Spielzeit ist das atmosphärisch Dichte Album eine kurzweilige Angelegenheit.

Fazit: Als Nicht-Fan so etwas zu sagen, ist leicht, aber für mich ist das vielfach ausgezeichnete und millionenfach verkaufte "Mensch"schlichtweg das beste und bedeutendste Album eines Herbert Grönemeyer, das ich eigentlich an sämtliche Alters- und Hörerschichten nur wärmstens weiterempfehlen kann. Meines Erachtens ist vorliegender Tonträger vielleicht überhaupt einer der größten Popjuwelen im deutschen Sprachraum.

Hierfür kann ich letztendlich nur 5 Sterne vergeben, also: +++++

Prädikat: stimmungsvolles MEISTERWERK deutscher Popmusik

---- Anspieltipps ----
- Mensch
- Der Weg
- Viertel Vor
- Demo (letzter Tag)
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am 18. Februar 2014
Wie schön melancholisch Grönemeier doch wieder war. Ein alter Hase auf seinem Gebiet, doch seine Stimme und die daraus erzeugte Stimmung der "Bochum" noch wie vor 30 Jahren: Junggeblieben aber gereift.
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am 7. Oktober 2002
Ich bin hier wohl einer der neueren Herbert Fans und kenne ausser seinen Hits ("Männer", "Bochum", etc.) nur noch das "Bleibt alles anders"-Album. Damals wie heute ist die Musik immer noch nicht mein eigentliches Ding, aber in Kombination mit den Texten habe ich doch sehr viel Freude an der CD.
Ich verstehe viele Rezensoren nicht, die nach mehr "Hits" verlangen. Nicht jedes Lied ist ausnahmslos gut, aber die CD wird getragen von einer melancholischen, fast schon depressiven Stimmung, gepaart mit einer unbeugsamen Hoffnung. Über die musikalische Entwicklung HGs kann man natürlich streiten, die Texte jedoch sind tiefsinnig, eindrucksvoll und universell wie auf "Bleibt alles anders".
Vergleiche mit anderen deutschen Künstlern sind für mich ein Unding, da das einzige, was HG mit anderen deutschen Künstlern verbindet, wohl die gemeinsame Sangessprache ist.
Für mich ist und bleibt Herbert Grönemeyer ein Meister seiner Kunst, der durch seine Musik viel von dem ausdrückt, was mich beschäftigt und den Druck des Lebens leichter macht. Etwas was so viele Menschen erreicht und glücklicher macht, kann nicht schlecht sein. Und dem Vergleich mit der sonstigen Einheitskost auf dem Mainstream-Markt (Naidoo, gecasteten Hupfdohlen und mehrfach aufgewärmten "Oldies") hält Grönemeyer definitiv stand.
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am 4. Oktober 2002
Ich kann nicht verstehen , wie manche Leute hier eine "1 Stern Wertung" abgeben können , denn "Mensch" ist sicher eines der besten Alben die Grönemeyer je veröffentlicht hat. Dass es sich wohl eher an Grönemeyerfans richtet und dass die Lieder eine melancholische Stimmung verbreiten war ja nun eigentlich schon vor Erscheinen des Albums klar , also sollte man daran nun auch nicht herumnörgeln. In Metaphern zu singen und so bestimmte Stimmungen zu erzeugen ist halt der Stil von Herbert Grönemeyer geworden und macht gerade die emotionale und bewegende Wirkung seiner Musik aus. Es ist halt keine Simpelmusik sondern wirkliche Kunst.
Nun aber zum Album selbst. Wie wohl bei keinem Grönemeyer Album zuvor sind hier massig melancholische , traurige aber dabei auch stärkende Songs enthalten , was natürlich auf die Verarbeitung des Todes seiner Frau und seines Bruders zurückzuführen ist. Allerdings gehen(fast) alle Songs nicht direkt auf diesen Zusammenhang ein sondern stellen oft einfach den Mensch selbst , mit seinen Problemen , Leiden und Schmerzen die das Leben für jeden birgt , in den Mittelpunkt und bewegen dazu über sich und sein Leben nachzudenken und neuen Mut zu schöpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Jeder der gerade eine schwere Zeit hat oder die letzte noch im Kopf hat wird sich in Songs wie "Lache , wenn es nicht zum weinen reicht" wiederfinden und politisch ist mit "Neuland" wieder ein sehr aussagestarkes , kritisches Lied enthalten.
Um den Tod seiner Frau direkt handelt das Lied "Der Weg", welches zu den Highlights der CD gehört. Mit Zeilen wie "Nichts war zu spät , nur vieles zu früh" und die ruhige , sanfte Art mit der Grönemeyer den Song singt wird so viel Trauer und Melancholie hervorgerufen , dass man selbst kurz vor den Tränen steht und doch endet auch dieser Song in neuer Hoffnung und dem Willen nie auzugeben und zeigt somit auch am deutlichsten wie Grönemeyer wieder zum "normalen" Leben und der Musik zurückgefunden hat.
Fazit : Wahrscheinlich das traurigste Grönemeyeralbum , aber zugleich ein wahrer Schatz an Emotionen , Hoffnung und Stärke. Keine Partymusik sonden etwas fürs Herz und die Seele. Wer Höhen und Tiefen des Lebens kennt wird sich hier sicher wiederfinden.
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am 2. September 2002
Grönemeyer hat in einem aktuellen Interview gesagt, er musste diese Platte machen. Er wollte wissen, ob er es noch kann.... Und ob er es noch kann! Geradezu meisterlich. Die Texte sind äußerst gelungen, regen zum Nachdenken an und gehen unter die Haut. In einer Zeitungskritik stand zu lesen: "Grönemeyers Texte bewegen sich oft sehr nah am Rande des Pathetischen - doch wer Grönemeyers Hintergrund bzw. seine Geschichte kennt, weiß, dass das kein Pathos ist ..." Und genauso ist es! Viele ruhige Nummern wechseln sich auf der CD mit rockigem ab. Elektronische Einflüsse fehlen ebenso wenig (auch wenn sie wieder weniger geworden sind) wie guter Deutsch-Rock a la Grönemeyer. Besonders unter die Haut gehen die Nummern "Der Weg" und der Bonus-Track "Letzter Tag" ... Eine CD wie ich sie schon lange nicht mehr in Händen hielt ... Gratulation!
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am 22. August 2003
Es ist mit Sicherheit dass traurigste Album von Herbert, wenn ich da nur an "Gemischte Gefühle" denke, aber der Mensch nimmt sich endlich so richtig dass Thema Verlust ("Der Weg") und Depressionen ("Unbewohnt") vor, tragischerweise nach dem Verlust von Frau und Bruder, aber dafür umso intesiver. Dass blöde Gerede, er vermarkte seine verstorbene Frau, kann ich nicht nachvollziehen. Er hat es immer schon sehr verstanden, verschiedenste Lebensituationen zu verstehen und in wunderbaren Texten unterzubringen. Allein schon aus diesem Grund sind alle seine Alben wertvolle Schätze, die man achten sollte!
Und mit "Demo (letzter Tag)" liefert er abschliessend wohl eines seiner schönsten Liebeslieder ab.
Respekt, Herbert! Es lebe die wahre Musikkultur!!
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am 7. Februar 2003
Ich habe vor 4 Monaten, genau in der Woche als "Mensch" erschien, meinen besten Freund verloren. Er war über Jahre der wichtigeste Mensch meines Lebens! Das Lied "Der Weg" beschreibt in einer besonderen Dichte, die Gefühle, welche man nach so einem Ereignis durchlebt!
Mir hat dieses Lied bei meiner Trauerarbeit sehr geholfen.
Schlimm ist jedoch, dass ich dieses Lied nun überall - Hintergrundmusik allerorten - hören muss. Dazu ist dieser Text eigentlich doch viel zu intim?!
Dennoch, diese CD ist - auch sicher ohne Trauerfall - ein Hörerlebnis der besonderen Art!
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am 14. November 2002
Die persönlichen Tragödien, die er in den letzten Jahren erlebt hat, haben Spuren in Grönemeyers Musik hinterlassen. Aus der egoistischen Sicht des Musikkonsumenten allerdings durchaus positive, ja unglaubliche Spuren. Schon mit seinem "Bleibt alles anders"-Album hatte Grönemeyer musikalisch einen großen Schritt vorwärts gemacht. Zur Vollendung bringt er diese Entwicklung auf "Mensch", einer CD, die man unmöglich treffender betiteln hätte können.
Denn zutiefst menschlich sind alle Nummern auf dieser CD. Bei manchen Titeln läuft es einem kalt über den Rücken und bei "Der Weg" muss ich am Ende immer noch weinen, auch beim zwanzigsten Mal. Die tiefen Gefühle des Verlustes und der Orientierungslosigkeit wurden noch nie so überzeugend in Lieder umgesetzt. Manche Textpassagen ("Wir haben den Regen gebogen", "Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht") zeigen seinen meisterhaften Umgang mit Worten und bei der Passage "Es ist OK, es tut gleichmäßig weh" möchte man am liebsten mitheulen.
Kurz gesagt: Grönemeyers absolutes Meisterwerk!
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am 5. September 2002
...und damit meine ich nicht die SWR3-Hudelei der Singleauskopplung "Mensch", über deren musikalische Tiefe sich durchaus streiten läßt. Allerdings habe ich so gut wie noch nie eine so großartige Ergriffenheit und Berührtheit bei einem Grönemeyer-Lied empfunden wie bei dem Titel "Zum Meer". Hier setzt Grönemeyer auf das Perfekteste eine (recht junge) Tradition fort, die er bei seinem bislang intimsten Album "Bleibt alles anders" begonnen hat. Mut zu großartigen, dramatischen Melodiebögen, gepaart mit wirklich ergreifenden Metaphern, nicht zu verwechseln mit nur eingängigen und brav dudelnden Hit-Refrains a la "Vollmond" o.ä. Insofern ist "Zum Meer" meines Erachtens ein echtes Juwel, das alleine den Kauf der CD rechtfertigt. Klar, dass längst nicht alle Titel der neuen CD an dieses Juwel herankommen, einige sogar nur "guter Durchschnitt" sind, doch wer einen Titel wie "Zum Meer" schreiben kann, hat meiner Meinung nach die Höchstwertung verdient.
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am 14. September 2002
Dieses Album knüpft meiner Meinung nach perfekt an die vorhergehenden an. Für mich ist es erstaunlich wie man sich noch derartig steigern kann. Wer Songs wie "Angst" (Sprünge), "Halt mich" (Ö), "Flugzeuge im Bauch" (Bochum) oder "Ich dreh mich um Dich" (Bleibt alles anders) zu seinen liebsten Songs zählt - der sollte sich dieses Album kaufen.
Sowohl musikalisch als auch seine bekannte Art zu Texten ist der reine Genuss. - Ein Album, dass man sich nur schwer überhören kann.
An dieser Stelle vielen Dank für die Leistung an den Interpret! Sie genießen meine höchsten Respekt!
Vielen Dank!
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