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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Ten Interpretation (10 Sterne), 10. August 2002
Von 
Havauka (Regensburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Madame Butterfly (Audio CD)
Wenn man mich vor fünf Jahren gefragt hätte, welche 10 Opernaufnahmen in die Hitliste der Jahrhundert-Interpretationen gehören, dann hätte ich u.a. zwei Einspielungen von Furtwängler ("Fidelio" und "Walküre", beide mit Martha Mödl) genannt.
Wenn man mich heute fragt, so würde ich ohne Zögern die "Madame Butterfly" von Sir John Barbirolli hinzufügen.
Ich weiß nicht, wie lange Barbirolli sich mit diesem Werk auseinandergesetzt hatte, bevor er diese Aufnahme gemacht hat. So wie diese Interpretation auf mich wirkt, muß er sich sehr sehr lange damit beschäftigt haben.
Anders kann ich mir das nicht erklären, denn nur nach jahrelangem Reflektieren, Verinnerlichen und Vergegenwärtigen kann es möglich sein, eine derartige Ruhe, Abgeklärtheit und geistige Reife in ein Opernwerk einzubringen, wie dies diesem genialen Dirigenten gelingt.
Barbirolli besitzt die Fähigkeit, die Musik zu atmen, langsame Passagen auszukosten und abzuschmecken - mir fällt hier die Parallele zu einem hervorragendem Menü ein - und dabei einen musikalischen Schönklang hinzulegen, der das Herz erfreut.
Aus dem insgesamt hervorragenden Sängerensemble ragt von allen Renata Scotto hervor: phantastisch, wie sie im zweiten Akt gegen das Elend der Welt und mit dem prächtigen Orchester zusammen kämpft, ein Kampf, der zwei Sieger hervorbringt, zum einen Renata Scotto und zum anderen das hervorragende Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine zauberhafte Butterfly, 10. April 2007
Von 
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Madame Butterfly (Audio CD)
Giacomo Puccinis "Tragödie einer Japanerin" hat immer hoch in der Gunst der Plattenproduzenten gestanden, und so ist es nicht verwunderlich, daß es unzählige Aufnahmen gibt. Darunter befinden sich so hochkarätige wie die von Karajan (EMI, 1955), Serafin (Decca, 1958), Santini (EMI, 1959) und Leinsdorf (RCA, 1962), auch Maazels Produktion von 1978 (Sony) kann man hinzuzählen. Sie alle warten mit beachtlichen Gesangsleistungen auf, und auch die Dirigenten liefern keine Konfektionsware ab.
Meine Referenzaufnahme ist allerdings ohne jeden Zweifel die Produktion von 1966 unter dem großen Dirigenten Sir John Barbirolli (1899-1970), der Kennern und Liebhabern vor allem als Mahler- und Brahms-Interpret von Rang in Erinnerung geblieben ist. Allerdings war er auch ein erstklassiger Operndirigent, und die vorliegende "Madame Butterfly" ist eine wahre Sternstunde in der langen und ruhmreichen Rezeptionsgeschichte dieses Werkes. Die Affinität Barbirollis gerade zu diesem Stück ist unüberhörbar, er macht aus der farbenreichen Partitur ein einziges, riesiges Appassionato. Seinen Sängern, an der Spitze Renata Scotto in der Titelrolle und Carlo Bergonzi als Pinkerton, breitet er einen kostbaren, in allen Farben schimmernden Klangteppich aus, der für die herrlichen Stimmen das richtige Fundament bildet. Renata Scotto singt nicht nur tadelsfrei, sie haucht der Person der Butterfly auch Leben ein und gibt ihr ein glaubhaftes Profil, während man Carlo Bergonzi fast ein wenig übelnimmt, daß er der doch nicht sehr sympathischen Gestalt des überheblichen Amerikaners Pinkerton eine so wunderbare, kultivierte Stimme zur Verfügung stellt. Die übrigen Rollen sind alle gut besetzt, besonders möchte ich noch Rolando Panerai als Sharpless erwähnen. Aber auch Anna di Stasio hat für ihre Gestaltung der Suzuki ein großes Lob verdient.
Chor und Orchester der Römischen Oper werden von Sir John Barbirolli zu herrlichen Leistungen angeführt. So schön kann Oper sein!
Die Klangwirkung der Aufnahme ist nach digitaler Restaurierung ganz hervorragend, und das Textbuch mit dem vollständigen Libretto und mehrsprachiger Übersetzung ist der verdienstvollen Serie "Great Recordings of the Century" angemessen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenzaufnahme, 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Madame Butterfly (Audio CD)
Welche sind die größten Puccini-Einspielungen des vergangenen Jahrhunderts? Manon Lescaut unter Perlea (Albanese, Björling, Merrill), Tosca unter de Sabata (Callas, di Stefano, Gobbi), La Bohème unter Beecham (de los Angeles, Björling, Merrill, Tozzi) und diese Madama Butterfly unter Barbirolli gehören fraglos dazu.
Renata Scotto sind die Cio-Cio-San berückend schön und dramatisch lebendig. Lediglich einige Schärfen in der Höhe trüben manchmal das Vergnügen...
Bergonzi singt unvergleichlich elegant und stilsicher, vielleicht sogar noch besser als in seiner ersten Aufnahme unter Serafin neben Renata Tebaldi.
Die übrigen Rollen sind gleichwertig gut besetzt. Vor allem Panerai bereitet viel vergnügen.
Eigentlicher Star der Aufnahme aber ist Sir John Barbirolli, der die Partitur unvergleichlich musikalisch und differenziert dirigiert. Eine Sternstunde der LP-Ära, unübertroffen.
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