Kundenrezensionen


7 Rezensionen
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Legendäre, 2. Februar 2003
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Diese Aufnahme ist Legende und gilt nicht zu Unrecht als zumindest eine der besten überhaupt:
Die Tempi sind lebendig, ohne überhetzt zu wirken, der Orchesterklang ist süffig, kraftvoll. Giulini hatte das Ensemble fest im Griff, ohne das irgendetwas steif und akademisch wirken würde.
Die Sänger sind reiner Luxus: Eberhard Wächter mit einer seiner besten Darstellungen: Damals noch mit einer runden, erotischen und vollen Bariton-Stimme, der vielleicht allenfalls etwas Baßfundament fehlt. Im Finale geht ihm anfangs etwas das Temperament durch, aber das tut einer mitreißenden Darstellung keinen Abbruch.
Giuseppe Taddei ist als Leporello ein würdiger Partner, nicht nur komischer Diener. Auch er ist Bariton, nicht Baß-Bariton wie etwa der großartige Walter Berry. Trotzdem eine große Interpretation der Rolle.
Die Schwarzkopf war über Jahrzehnte mit Recht die maßgebliche Sängerin der Donna Elvira und zeigt hier, warum: Anrührend, verzweifelt, mitreißend, musikalisch großartig. Dazu die wunderbare Graziella Sciutti als Susanna, Gottlob Frick als würdiger Komtur, der es sogar noch schafft, zwischen Vater (1. Akt) und Geist zu differenzieren.
Warum also nur 4 Sterne? Weil Donna Anna und Don Ottavio m. E. nicht optimal besetzt sind: Joan Sutherland singt natürlich berückend schön und technisch sensationell, aber auch etwas distanziert und temperamentlos. Ihre Darstellung wirkt für mich etwas "gläsern" und ich ziehe die Verletzlichkeit und Sensibilität der wunderbaren Elisabeth Grümmer vor.
Luigi Alvas Stimme ist mir persönlich zu larmoyant. Dazu kommt, dass auch er wie die Sutherland zwar technisch und stilistisch hervorragend singt, aber ebenfalls auf Kosten des Ausdrucks. Das mag man auch als Interpretationsmittel sehen, um den Schwächling Don Ottavio angemessen darzustellen. Ich ziehe allerdings die gefühlstiefe Darstellung des großen Anton Dermota vor.
Alles in allem also eine großartige Aufnahme ohne Ausfälle, aber mit kleinen Temperamentseinbußen bei zwei Rollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man suche danach!, 23. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Ja, man suche auf einer unserer Opernbühnen nach einem solchen Giovanni! Natürlich mag der Karajan-Fan vermissen, nicht klangbesoffen gemacht zu werden, natürlich mag, wer mit der Böhmschen Dieskau-Aufnahme groß geworden ist, die Donna Anna immer "zu klein" besetzt fühlen (dort die Nilsson), aber diese Aufnahme hat schon was. Und mag der Dieskau auch perfekter gesungen haben (hat er natürlich!), mag der Siepi auch den erotischeren Baß gehabt haben, mag der Adam das non plus ultra an Ausdruck gewesen sein - der Wächter ist der einzige geblieben, der auch noch so aussah wie ein Giovanni. Na ja und ich reihe mich natürlich ein in die Schwarzkopf-Bewunderer. Was aber Giulini wirklich auszeichnet, gibt es seit spätestens den 80gern an keinem großen (nur noch an manchem kleinen!) Haus: die Ensembles klingen, als wäre hier ein Chor in Jahren zusammengewachsen. Davon hat leider keiner unserer Stardirigenten mehr eine Ahnung. Aber lassen wir die Welt ausruhen (wie Celibidache sagte).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der Referenzaufnahmen, hervorragend!, 15. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Wenn man mir die Frage stellen würde, welche die ultimative Aufnahme des "Don Giovanni" wäre, könnte ich diese beim besten Willen nicht beantworten. Die Auswahl ist zu groß, an historischen wie modernen Aufnahmen, und es befinden sich so viele kostbare darunter, daß man unmöglich sagen kann, eine einzelne wäre die Beste.

Aber es gibt einige wenige, die wirklich zu den Superlativen gezählt werden müssen. und dazu gehört diese Einspielung unter Carlo Maria Giulini auf jeden Fall.

1959 hatte sich unter seiner Stabführung eine Besetzung zusammengefunden, die nahezu ideal war und ein Ensemble von einer Geschlossenheit und Klasse bildete, wie man es kaum ein zweites Mal wieder fand.

Eberhard Wächters Don Giovanni strotzte vor Männlichkeit, sinnlicher Energie und herrischem Temperament. Ein egoistischer Machtmensch, der sich nimmt, was er will und letztendlich zerbricht. Stimmlich in ausgezeichneter Form, als Bariton eher hell im Klang (im Gegensatz zu seinen Baßkollegen Pinza, Siepi etc.), gelang Wächter hier ein großartiges Portrait.

Giuseppe Taddei als Diener Leporello assistiert auf mindestens ebenso hohem Niveau, mit prächtiger Stimme und verschlagenem Witz.

Luigi Alvas don Ottavio ist stilistisch makellos und mit Eleganz gestaltet. Hervorragend gelingen ihm die Koloraturen der zweiten Arie.

Gottlob Frick und Piero Capuccilli in einer seiner ersten Aufnahmen als Masetto komplettieren die ausgezeichnete männliche Riege.

Bei den Damen brilliert Joan Sutherland in ihrer wahrscheinlich ersten Gesamtaufnahme als ideale Donna Anna. Empfindsame Lyrik und dramatische Ausbrüche werden aufs Schönste zum Ausdruck gebracht, die Stimme ist frisch und jugendlich, die Koloraturen und technischen Schwierigkeiten, von denen die Partie gespickt ist, meistert sie absolut mühelos. Auf jeden Fall die am besten gesungene Donna Anna auf Platte.

Elisabeth Schwarzkopf ist hier in ihrer legendären Interpretation als Donna Elvira verewigt. Und es dürfte bis heute kaum eine Sopranistin geben, die ihr in dieser Rolle das Wasser reichen kann. Schwarzkopf stattete die Partie mit einer Hysterie, Leidenschaft und - bei aller Manieriertheit, die sie oft an den Tag legt - einer solchen Menschlichkeit aus, daß man mit dieser Figur einfach mitfühlen muss. Eine zu recht legendäre Darstellung.

Als Zerlina ist Graziella Sciutti zu hören, und sie singt die Rolle niedlich und lieb (für meinen Geschmack allerdings auch mit ein wenig zu enger und scharfer Stimme).

Carlo Maria Giulini dirigiert das blendend aufspielende Philharmonia mit Tempo und Dramatik, mit genialem Gespür für musikalischen Puls und geschmackvolle Phrasierung. Auch klangtechnisch ist die Aufnahme hervorragend.

Eine der großen Mozart-Aufnahmen der Schallplattengeschichte, eine Sternstunde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Une référence, 4. Januar 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
C'est une référence devant laquelle on a coutume de s'incliner. Giulini crée et anime un drame avec un talent incomparable. Schwarzkopf n'a jamais été meilleure et Sciutti est inimitable en Zerline (encore que le rôle réclamerait un médium plus charnu). Taddei est l'admirable chanteur que l'on sait mais ce n'est pas la basse requise (sa partie est la plus grave de l'oeuvre !). Wächter n'a pas le velours de Siepi mais sa caractérisation est remarquable. Sutherland étonne et fascine, plus quelle ne convainc. Alva est trop léger pour Ottavio. Une légende certes, mais ce n'est pas l'Unique.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Giulinis toller Don Giovanni-wirklich Referenz?, 26. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Dieser vielgerühmte, nach fast einem halben Jahrhundert nach seiner Einspielung 1959 immernoch Vielen als Referenz geltende Don Giovanni, ist die erste Stereo-Studio Aufnahme dieser grossen Mozartoper.
Das grossartige Philharmonia Orchestra in Bestform spielt unter der tadellosen Stabführung Carlo Maria Giulinis voller Verve, Elan und Eleganz.
Schon die ersten Takte der Overtüre stimmen auf eine gleichermassen dramtisch wie ästhetisch ansprechende Wiedergabe ein und zeugen von der Übereinstimmung und glücklichen Zusammenarbeit der musikalischen Kollaborateure. Die Tempi sind lebhaft und scheinen nahezu ideal zur jeweiligen Situation gewählt, Akzente werden klug und dezent gesetzt.
Das alles ist wirklich bravourös in Klang und Ausdruck, charmant und schön.
Das Sängerfeld hält bekannte Namen der 1950er und 60er Jahre parat und wird von den sängerisch deutlich besseren Damen angeführt.
Trefflich die reizvolle Zerlina der Sciutti, die stimmlich starke Anna Joan Sutherlands und die mitreissende Elvira Elisabeth Schwarzkopfs, unbestreitbar die beste Sängerleistung dieser Aufnahme.
Waechter, ein typischer Bariton gewissermassen, ist ein durchaus eleganter Titelheld, aber ihm fehlt das Charisma anderer Sänger dieser Partie. Ihm felht das Dämonische eines Ghiaurov oder London, das Verführerisch-Sonore eines Siepi obgleich sein lebhafter Don dem in Stimmlage sehr ähnlichen Fischer-Dieskau weit vorzuziehen ist.
Gleichwohl gibt es bessere, einprägsamere und nachhaltigere Portraits dieses Getriebenen und Treibenden.
Taddeis Leporello ist stimmliches Mittelmass, sängerisch in Ordnung, in der Darstellung des jeweiligen Gemütszustands bisweilen etwas überbetont. Als Muttersprachler in den Rezitativen natürlicherweise insgesamt überzeugender als stimmlich in den Gesangspassagen.
Ottavio und Massetto sind nunmal Nebenrollen und das bleiben sie auch mit Alva und Cappuccilli, ebenfalls italienisch besetzt.
Anders der Commendatore (eine bedeutende Nebenrolle) der hier vom deutschen Wagner-Bass Gottlob Frick gesungen wird. Das hört man leider auch. Das italienische Idion liegt dem schweren, schwarzen Bass hörbar nicht.
Das ist betrüblich, angesichts der Bedeutung dieser Partie, in besonderem Masse in der Gastmahlszene, die hier empfindlich gestört ist durch das zähe und schleppende Ringen mit der Aussprache und musikalischem Fluss.
Frick, der tiefensichere Hunding und beeindruckende Hagen, vortreffliche Osmin, mit einer satten, schwarzen Tiefe wirkt hier müde und befremdlich fehl am Platz. Er mag der schwärzeste Komtur genannt worden sein, aber seine Schwierigkeiten mit der glaubwürdigen Verkörperung durch Aussprachemängel und der nicht umgesetzten erforderlichen Rage in kraftvollem Legato mit crescendo sind unüberhörbares Manko in dieser dramartischen Szene.
Insgeamt ist dies ein musikalisch grossartiger Don Giovanni. Referenzstatus? Nicht unbedingt. Aber sehr empfehlenswert als eine Gesamteinspielung unter mehreren sehr guten Einspielungen unter denen eine etwas früher entstandene Josef Krips Einspielung bei Decca als Referenz eher in Betracht kommt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Don Giovanni - Giulini meine 1. Wahl!, 6. Januar 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Diese Gesamtaufnahme von Mozarts "Don Giovanni" (von 1959), ist von der Besetzung her selten gut ausgewogen; nachdem Giulini das Gespür für die richtigen Tempi hat, ist diese Aufnahme aus meiner
persönlichen Sicht beispielhaft gelungen. Klanglich merkt man der 3er-Box das Alter der Entstehung (1959)kaum an -klanglich gut aufbereitet. Und nachdem die Sänger ausnahmslos zur damaligen Elite gehörten - Wächter, Sutherland, Taddei, Frick, Schwarzkopf, Sciutti, - ist eine gewisse Garantie gegeben, um ausgezeichnete sängerische Leistungen zu hören. Bei Mozarts "Figaro" gebe ich der Böhm-Aufnahme den Vorzug, aber beim "Giovanni" ist Giulini mein Favorit. Eine klare Kaufempfehlung für diese wunderbare Ausgabe!
Gottfried Ofner
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde der Operngeschichte, 10. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Natürlich ist dieser musikalisch und sängerisch überragende Don Giovanni die Referenzaufnahme schlechthin. Hervorragende Sängerinnen und Sänger. Mit einer verführerischen, menschlich sympathischen Sex-Bestie Wächter und einem mit nie gehörten Orgeltönen schaudernd machendem Komtur von Gottlob Frick.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xa7144114)

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen