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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Psycho-Thriller...
Der Text zu dieser Oper, das sog. Libretto, stammt von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach „La Tosca" von Victorien Sardou. - Die sehr melodische Musik (man kann - wenn man kann - nach mehrmaligem Hören die Oper mitsingen) schrieb Giacomo Puccini. Das Werk entstand 1899/1900, die Erstaufführung war am 14.01 1900 in Rom.
Musik und Rollen sind...
Veröffentlicht am 13. November 2002 von Kurt Muehle

versus
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ton
Ich habe schon vor einiger Zeit die CD gekauft und war begeistert von der üppigen Ausstattung des Booklets und dem sehr guten Stereo-Klang. Umso gespannter war ich auf die DVD. Der DTS-Surround-Ton ist bezüglich des Orchesters nochmals um Klassen besser. Dolby Digital fällt dagegen - wie üblich - stark ab. Aber was hat man um Gottes Willen mit den...
Veröffentlicht am 28. März 2005 von jagberg1


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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Psycho-Thriller..., 13. November 2002
Von 
Kurt Muehle "kurtmuehle" (Ratingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Der Text zu dieser Oper, das sog. Libretto, stammt von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach „La Tosca" von Victorien Sardou. - Die sehr melodische Musik (man kann - wenn man kann - nach mehrmaligem Hören die Oper mitsingen) schrieb Giacomo Puccini. Das Werk entstand 1899/1900, die Erstaufführung war am 14.01 1900 in Rom.
Musik und Rollen sind hochdramatisch und verlangen von den Akteuren glaubwürdige Darstellung der Charaktere und zugleich eine breitgefächerte, exzellente Gesangstechnik. - Das Orchester steht vor dem Problem, die Dramatik des Stoffes in Musik darzustellen, ohne die Sänger zu übertönen.
Die DVD „Tosca" der Arthaus-Musik ist quasi die Drittausgabe ; denn erst kam diese Produktion als Kinofilm in ausgesuchte Lichtspielhäuser, dann erschien sie als Doppel-CD und nun als DVD.
Kamera-Einstellungen und Inszenierung lassen vermuten, dass die DVD von vorherein die primäre Zielrichtung war. Dafür sprechen die vielen Großaufnahmen, die eher DVD- als Kino-gerecht sind. - Die technische Realisierung ist vollkommen gelungen, die Tonqualität geradezu exzellent! - Wie schon beim Film sind die - einblendbaren - deutschen Untertitel lobenswert sparsam und trotzdem aussagekräftig. Sie sind - endlich mal! - dem Opern-Neuling eine wirkliche Verständnis-Hilfe.
Die Inszenierung geht einen geschickten Mittelweg zwischen abgefilmter Bühnenaufführung und Opern-Fernsehbearbeitung; sie ist konservativ, macht aber durch eingeblendete Orchester- und Studio-Szenen keinen Hehl daraus, wie dieses Werk letztendlich entstanden ist. -
Es spielen und singen Chor und Orchester des Royal Opera House, London. Die Leitung hat Antonio Pappano, dessen Dirigat keine Wünsche offen lässt. Er beherrscht den dramatischen Ausbruch ebenso wie die einfühlsamste Stützung des Pianos der Akteure. Und er trifft mit dem Orchesterklang haargenau die szenischen Stimmungen, ohne je dabei zu übertreiben.
----------------------
Die drei Hauprollen dieser Oper sind Tosca, Cavaradossi und Scarpia. - Ich wage einmal die Behauptung, dass es für dieses Trio kaum eine grossartigere Besetzung gibt und lange Zeit nicht geben wird als auf dieser DVD ( natürlich gilt das auch für den Film und die entsprechende EMI-CD) ! - Das trifft sowohl auf die stimmlichen Leistungen wie auch auf die Darstellungskunst zu.
Angela Gheorghiu, soeben zur ECHO-KLASSIK-2002-Preisträgerin im Fach Gesang gekürt, ist die Darstellerin der Tosca. Sie hat nur einen „Nachteil": Die Intensität ihrer Darstellung und ihre atemberaubende Gesangstechnik dominieren, - da mögen alle anderen Akteure noch so gut sein. Diese Dominanz wirkt aber keineswegs gewollt oder aufgesetzt, - nein, sie ist schlicht das Ergebnis einer künstlerischen Ausnahme-Erscheinung.
Roberto Alagna spielt jugendlich unbekümmert und ohne die typischen Tenor-Manierismen den Maler Mario Cavaradossi. - Die Duette mit - seiner Frau - Angela Gheorghiu geraten dabei zu
ergreifenden Höhepunkten.
Ruggero Raimondi verkörpert den hinterhältig dämonischen Scarpia mit Oskar-würdiger
Mimik. Oft schon hat Raimondi diese Rolle gespielt; durch eine an Sprechgesang erinnernde
Intonation erreicht er eine ungeheure Intensität der Charakterisierung, - ein Scarpia, der unheimlich wirkt und in den Szenen mit Tosca ein spürbar dichtes Spannungsfeld aufbaut.
------------------------
Diese DVD stellt ein MUSS dar für jeden Opern-Freund, der das Medium DVD für Opern geeignet zu akzeptieren bereit ist. Die geschickte Machart trägt vielleicht bei Skeptikern einiges zur Akzeptanz bei. -
Ansonsten empfehle ich die musikalisch identische EMI-CD. - Hier ist der Vorteil das ausführliche Booklet, welches auch den Text in Deutsch und im italienischen Original enthält. - Am besten kauft man DVD UND CD...
Nachdrücklich empfehlen kann ich auch die Spielfilm-Version; denn das große Leinwandbild beeindruckt auf seine Weise.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "SCARPIA"-Oper in drei Akten von Giacomo Puccini!!!, 22. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Diese DVD gehört zweifellos zu den besten Opernverfilmungen der Welt. Bisher sah ich unter anderem Rosis "Carmen"-film, Ponnelles "Rigoletto" und andere, aber bei keiner saß ich so gebannt und fasziniert auf dem Sofa und lauschte andächtig den bezaubernden Klängen. Oft sagt man von Tosca, sie sei der Psycho-Thriller unter den Opern und genau so wurde sie hier auch verfilmt. Als Psycho-Thriller! Eine unglaubliche Spannung wird aufgebaut und die Idee der Handkamera, die die Aussenszenen, z.B Cavaradossis Landhaus, die Kirche von St. Andrea oder, den Palazzo Farnese von Aussen oder die gewaltige Engelsburg filmt, ist einfach genial. Die eigentlichen Handlungsorte (Kirche, Scarpias Zimmer, Engelsburg) wurden ins Dunkel verlegt. Wie Lichtflecke gibt es immer wieder Szenen, die gänzlich schwarz sind, so singt Scarpia zum Beispiel sein berühmtes TeDeum fast gänzlich von Schwärze gehüllt. Auch die Idee hin und wieder den Aufnahmesaal, den Dirigenten Pappano und die Sänger an ihren Mikrofonen zu sehen ist eine neuartige und gute Idee. Die Kostüme und Kulissen sind ebenfalls großartig.
Nun zum Gesanglichen:
Angela Gheorgina ist für mich die Tosca schlechthin. Sie schlägt sogar die brilliante Katia Ricciarelli um Längen. Außerdem habe ich noch nie eine hübschere Frau auf der Bühne gesehen (Fast wünscht man sich, dass sie sich dem Schuft Scarpia hingibt. Upps, entschuldigen Sie :-) Ihr schöner Sopran bewältigt die gesamte Partie serieus. Roberto Alagna, übrigens der Gatte von Angela Gheorgina (vielleicht wirkt die Liebe von Tosca und Cavaradossi deshalb so wirklich), singt einen munteren, lebensfreudigen Cavaradossi. Zwar habe ich den Eindruck, dass ihm die ernsten Stellen der Partitur einfach nicht so liegen und er wirkt einfach etwas deplaziert, aber er singt gut und bietet einen schönen Anblick. Sehr gute Leistung.
Und nun zum gekrönten Star dieser DVD. Wer könnte den Scarpia besser singen als der einzigartige Bass-Bariton Ruggero Raimondi.
Was für eine Stimme und vor allem, was für eine Studie des egoistischen Polizeichefs. Ein einziger Blick lässt den Zuschauer erschaudern und in der Folterungsszene wächst er an Stimme und Mimik wahrlich über sich hinaus. Edel und böse. Auch vom Aussehen gibt es keinen besseren für diese Rolle. Groß, hager, mit Hakennase und dem gewissen italienischem Scharm. Bravo, Maestro Raimondi. Auch die anderen Sänger (besonders Enrico Fissore als Mesner, Angelotti und Spoletta) sind sehr gut gewählt. Auch vom Äußeren her.
Antonio Pappano dirigiert kraftvoll und mit System. Sehr gut.
Auch für Opernneulinge unbedingt zu empfehlen.
10 von 10 Punkten für Inszenierung.
10 für Gesang
10 für Kostüme
10 für Dirigat
10 von 10 Punkten für überhaupt alles, was eine gute OpernDVD ausmacht!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser gehts nicht!, 21. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Diese DVD gehört zu den von mir am meisten angesehenen. Hier stimmt einfach alles. Eine bessere Tosca-Interpretin als Angela Gheorgiu wird es kaum geben, Roberto Alagna ist für mich der Puccini-Tenor schlechthin und Rucciero Raimondi ist ein so fieser Scarpia, dass eine Steigerung kaum möglich erscheint.
Besonders gefällt mir an dieser Inszenierung die Glaubwürdigkeit des Dargestellten. Es ist der einzige Cavaradossi, welcher nach der Folterung (nach welcher er halb tot in Toscas Armen liegt und kaum fähig ist, sich aufzurichten), bei der Nachricht vom Sieg Napoleons nicht urplötzlich wieder erstarkt und in Heldenpose sein "Victoria" schmettert. Die Darstellung durch Alagna, welcher sich umsonst bemüht, wieder auf die Beine zu kommen, ist für mich absolut nachvollziehbar. Sowohl stimmlich als auch darstellerisch ist an keinem Sänger etwas auszusetzen. Sehr gut finde ich den Darsteller des Spoletta. Diese fiese Figur so glaubwürdig darzustellen, das ist absolut toll. Alles in allem eine gelungene Aufnahme und sehr empfehlenswert.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ton, 28. März 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Ich habe schon vor einiger Zeit die CD gekauft und war begeistert von der üppigen Ausstattung des Booklets und dem sehr guten Stereo-Klang. Umso gespannter war ich auf die DVD. Der DTS-Surround-Ton ist bezüglich des Orchesters nochmals um Klassen besser. Dolby Digital fällt dagegen - wie üblich - stark ab. Aber was hat man um Gottes Willen mit den Stimmen gemacht? Daß sie zeitweise arg asynchron sind, wurde schon gschrieben. Sie klingen aber in der DTS-Version auch so, als kämen sie aus einem Nebenraum. Daß einer so renommierten Firma wie EMI so etwas passieren konnte, verstehe ich nicht.
Das Booklet ist - im Gegensatz zur CD-Ausgabe - auch recht mager ausgefallen.
Ansonsten bin ich ein großer Tosca-Fan und würde Puccini alle Sterne des Weltalls für diese Oper geben. Die stimmlichen Leistungen der Akteure sind für mich über jeden Zweifel erhaben.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast perfekt, 2. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Einziger Schwachpunkt dieses Films ist Roberto Alagna. Ich habe oft den Eindruck, daß er mangelnde sängerische Gestaltungsfähigekeit unter heftigen Schluchzern verstecken möchte. Aber das fällt hier gar nicht mal so negativ ins Gewicht. Schlimmer ist, daß Alagna einfach ein schlechter Schauspieler ist. Im Opernhaus macht es einem nicht soviel aus (jedenfalls nicht im zweiten Rang), aber einem Sänger in Nahaufnahme beim Durchexerzieren seines sehr beschränkten mimischen Repertoires zu beobachten und miterleben zu müssen, wie sich seine Lippen dann nicht einmal synchron zum Klang bewegen: das macht keinen Spaß.
Im übrigen aber schließe ich mich allen Lobhudeleien in den unten stehenden Rezensionen voll an: Pappano dirigiert wie gewohnt nicht sonderlich innovativ, aber handwerklich gut. Bei Ruggero Raimondis Auftritten glaubt man, daß Böse in Person vor sich zu haben. Und Angela Gheorghiu schließlich ist die beste Tosca, die ich mir derzeit vorstellen kann.
Die Regie inszeniert streng am Text entlang. Den wahrscheinlich als spritzig gedachten Einfall, ganz am Anfang, ganz am Ende und zwischendurch mal von der Filmhandlung ins Aufnahmestudio zu switchen, hätte sich der Regisseur mangels Mehrwert schenken können. Der Film hat solche Mätzchen auch gar nicht nötig, denn die Atmosphäre ist hervorragend eingefangen.
Fazit: Weggucken, wenn Algna der Kamera zu nahe kommt, aber ansonsten: ein hochspannender Erotikthriller.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelle Ästhetik - furiose Akteure, 19. Juli 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Diese Produktion ist einfach phantastisch! Stimmlich wie darstellerisch erstklassik besetzt, eine großartige Orchesterleistung und eine filmische Umsetzung, ästhetisch wie kameratechnisch absolut auf der Höhe der Zeit.
Die Voraufzeichnung der Tonspur verhindert das live unvermeidliche grimassieren - bei den extremen Naheinstellungen schlicht unverzichtbar.
Erspart bleibt uns - dank eines guten Regieeinfalles - auch ein peinlicher Flug von der Engelsburg (an alle Konservativen: Keine Panik - sie springt schon wie vorgesehen).
Eine "Tosca" die gerade Operneinsteigern und erklärten Nicht-Tosca-Fans (bin ich eigentlich auch) uneingeschränkt zu empfehlen ist.
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5.0 von 5 Sternen Tosca, 9. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Der Artikel gefällt mir sehr, es war eine prompte Bedienung, alles war zu meiner vollen Zufriedenheit. Jeder Zeit gerne wieder
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Psycho-Thriller..., 13. November 2002
Von 
Kurt Muehle "kurtmuehle" (Ratingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Rom im Juni 1800. Der politische Gefangene Angelotti ist geflohen und versteckt sich in einer leeren Kirche, in der seine Schwester für ihn einen Schlüssel versteckt hat. Er findet ihn und verbirgt sich in der Kapelle. Da betritt der Maler Mario Cavaradossi die Kirche, um dort seine Arbeit an dem riesengroßen Bild der Maria Magdalena fort zu setzen. Er bittet den hereinschlürfenden Mesner, ihm seine Farben zu holen. Der verlässt darauf die Kirche.
Nun wagt sich Angelotti aus seinem Versteck hervor. Cavaradossi erkennt in dem ausgemergelten Flüchtling seinen alten Freund wieder, dem die Schergen des korrupten, verhassten und dämonischen Polizeichefs Scarpia auf den Fersen sind. Da hört man von Weitem Tosca, eine Sängerin und die Geliebte Cavaradossis, rufen. Er drängt den Flüchtigen zurück in die Kapelle, nachdem er ihm seinen Esskorb in die Hand gedrückt und ihm Hilfe versprochen hat.
Tosca kommt in die Kirche und bittet ihren geliebten Mario, nach ihrem heutigen Abendauftritt am Bühnenausgang auf sie zu warten. Beide träumen von dem kleinen Häuschen im Grünen, das bald ihr gemeinsames Zuhause sein soll. Nach einem kleinen Eifersuchtsgeplänkel verlässt Tosca die Kirche.
Angelotti verlässt sein Versteck und verrät seinem Freund, dass er im Besitz eines vollständigen Frauengewandes mit Schleier und Fächer sei. Mit dieser Verkleidung könne er bei Anbruch der Nacht entkommen. Ein Kanonenschuss dröhnt über die Stadt. Es ist das Zeichen, dass Angelottis Flucht bemerkt wurde. Eilig verlassen die Freunde die Kirche.
Der Mesner kommt mit Chorschülern und Kapellsängern zurück. Lautstark wird die Nachricht gefeiert, dass Napoleon bei Marengo eine Niederlage erlitten hat. Da erscheint der dämonische Polizeichef Scarpia mit seinem Gefolge. Bei der Durchsuchung der Kapelle werden die Kleidungsstücke entdeckt. Der Mesner hat keine Erklärung dafür, warum der Esskorb jetzt leer ist. Scarpia freut sich bereits auf das grausame Schicksal, das die Entflohenen ereilen wird, als Tosca erscheint. Sie sucht ihren Cavaradossi, in dem Scarpia ohnehin einen Helfer Angelottis vermutet. Mit Hilfe eines gefundenen Fächers vermag Scarpia Toscas Eifersucht zu wecken, und
sie geht ihm in die Falle, obwohl sie ihn zutiefst verabscheut. Scarpia geleitet Tosca bis an die Kirchentür. Kaum ist sie verschwunden, gibt Scarpia dem Geheimagenten Spoletta den Befehl, die Sängerin mit einigen seiner Leute zu verfolgen. Er will durch sie den geflohenen Angelotti und dessen Helfer Cavaradossi finden und an den Galgen bringen. Und er will sie - Tosca - für sich... Scheinheilig stimmt er in den Gesang des Te Deum ein.
Der Text zu dieser Oper, das sog. Libretto, stammt von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach „La Tosca" von Victorien Sardou. - Die sehr melodische Musik (man kann - wenn man kann - nach mehrmaligem Hören die Oper mitsingen) schrieb Giacomo Puccini. Das Werk entstand 1899/1900, die Erstaufführung war am 14.01 1900 in Rom.
Musik und Rollen sind hochdramatisch und verlangen von den Akteuren glaubwürdige Darstellung der Charaktere und zugleich eine breitgefächerte, exzellente Gesangstechnik. - Das Orchester steht vor dem Problem, die Dramatik des Stoffes in Musik darzustellen, ohne die Sänger zu übertönen.
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Die DVD „Tosca" der Arthaus-Musik ist quasi die Drittausgabe ; denn erst kam diese Produktion als Kinofilm in ausgesuchte Lichtspielhäuser, dann erschien sie als Doppel-CD und nun als DVD.
Kamera-Einstellungen und Inszenierung lassen vermuten, dass die DVD von vorherein die primäre Zielrichtung war. Dafür sprechen die vielen Großaufnahmen, die eher DVD- als Kino-gerecht sind. - Die technische Realisierung ist vollkommen gelungen, die Tonqualität geradezu exzellent! - Wie schon beim Film sind die - einblendbaren - deutschen Untertitel lobenswert sparsam und trotzdem aussagekräftig. Sie sind - endlich mal! - dem Opern-Neuling eine wirkliche Verständnis-Hilfe.
Die Inszenierung geht einen geschickten Mittelweg zwischen abgefilmter Bühnenaufführung und Opern-Fernsehbearbeitung; sie ist konservativ, macht aber durch eingeblendete Orchester- und Studio-Szenen keinen Hehl daraus, wie dieses Werk letztendlich entstanden ist. -
Es spielen und singen Chor und Orchester des Royal Opera House, London. Die Leitung hat Antonio Pappano, dessen Dirigat keine Wünsche offen lässt. Er beherrscht den dramatischen Ausbruch ebenso wie die einfühlsamste Stützung des Pianos der Akteure. Und er trifft mit dem Orchesterklang haargenau die szenischen Stimmungen, ohne je dabei zu übertreiben.
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Die drei Hauprollen dieser Oper sind Tosca, Cavaradossi und Scarpia. - Ich wage einmal die Behauptung, dass es für dieses Trio kaum eine grossartigere Besetzung gibt und lange Zeit nicht geben wird als auf dieser DVD ( natürlich gilt das auch für den Film und die entsprechende EMI-CD) ! - Das trifft sowohl auf die stimmlichen Leistungen wie auch auf die Darstellungskunst zu.
Angela Gheorghiu, soeben zur ECHO-KLASSIK-2002-Preisträgerin im Fach Gesang gekürt, ist die Darstellerin der Tosca. Sie hat nur einen „Nachteil": Die Intensität ihrer Darstellung und ihre atemberaubende Gesangstechnik dominieren, - da mögen alle anderen Akteure noch so gut sein. Diese Dominanz wirkt aber keineswegs gewollt oder aufgesetzt, - nein, sie ist schlicht das Ergebnis einer künstlerischen Ausnahme-Erscheinung.
Roberto Alagna spielt jugendlich unbekümmert und ohne die typischen Tenor-Manierismen den Maler Mario Cavaradossi. - Die Duette mit - seiner Frau - Angela Gheorghiu geraten dabei zu
ergreifenden Höhepunkten.
Ruggero Raimondi verkörpert den hinterhältig dämonischen Scarpia mit Oskar-würdiger
Mimik. Oft schon hat Raimondi diese Rolle gespielt; durch eine an Sprechgesang erinnernde
Intonation erreicht er eine ungeheure Intensität der Charakterisierung, - ein Scarpia, der unheimlich wirkt und in den Szenen mit Tosca ein spürbar dichtes Spannungsfeld aufbaut.
------------------------
Diese DVD stellt ein MUSS dar für jeden Opern-Freund, der das Medium DVD für Opern geeignet zu akzeptieren bereit ist. Die geschickte Machart trägt vielleicht bei Skeptikern einiges zur Akzeptanz bei. -
Ansonsten empfehle ich die musikalisch identische EMI-CD. - Hier ist der Vorteil das ausführliche Booklet, welches auch den Text in Deutsch und im italienischen Original enthält. - Am besten kauft man DVD UND CD...
Nachdrücklich empfehlen kann ich auch die Spielfilm-Version; denn das große Leinwandbild beeindruckt auf seine Weise.
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8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hervorragend, 9. August 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
ich habe die opernverfilmung gerade gesehen. ach, welch ein genuss, mehr kann ich gar nicht sagen, denn mit worten lässt sich der eindruck nicht beschreiben. ich habe schon einige operverfilmungen gesehen, glaubt mir, diese zählt zu den besten.
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14 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz schön unheimlich!, 5. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (DVD)
Wie ich mich auf diese CD gefreut habe! Bisher habe ich alles von Gheorghiu und Alagna mit Leidenschaft verschlungen und Pappano war auch mit den beiden in der EMI Aufnahme von "Il Trovatore" einfach fabelhaft. Was diese CD von Arthaus aber zu bieten hat, will ich bitte nie mehr sehen! In einem Wort zusammengefasst, könnte man es als "unheimlich" beschreiben.
Zuerst wird man bestraft, wenn man diese DVD mit einem DTS5.1 fähigen Equipment anhören will. Das Arthaus Intro ist dann dermassen laut, dass man den Sound enorm herunterdrehen muss, um in kurz danach wieder aufdrehen zu müssen - wenn man's vorher weiß, denn sonst wird's mächtig laut. Dann kommen in zufälliger Reihenfolge und abwechselnd Szenen aus dem Studio, dem Filmset, den Dreharbeiten und seltsam unscharfen Landschaftsaufnahmen - letzteres soll wohl Kunst sein. Interessant, dass die Studioaufnahmen nicht immer zu der gerade laufenden Szene passen und auch toll, dass diese Aufnahmen entgegen den Filmaufnahmen so schön schwarz/weiss sind. Ansonsten hätte ich den Unterschied wohl nicht bemerkt. Schrecklich ist aber für den Zuschauer, dass die Filmaufnahmen synchronisiert sind. Das liess sich bei den Aufnahmen in riesigen Hallen und im Freien sicher nicht vermeiden. Dass die Lippensynchronität aber derart leidet, ist völlig inakzeptabel! Die Regie scheint auch noch im Experimentierstadium zu sein. Mal verlieren sich die Bilder in der Ferne oder einer Totalen, die möglichst brachial riesige Kulissen einfangen will und dann zoomt die Kamera in's Portrait, dass die fehlende Lippensynchronität auch gut zu sehen ist.
Das Faszinierende einer Oper ist die Performanz der Akteure. Diese wird hier durch die Technik aber von diesen gelöst, die Faszination der Kunst des Singens ist somit dahin und was bleibt sind bemühte Riesenkulissen und Möchtegern-Kunstaufnahmen, die ein in Ansätzen zu sehendes Konzept nicht umsetzen konnten.
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Puccini: Tosca
Puccini: Tosca von Benoît Jacquot (DVD - 2002)
EUR 20,17
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