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am 14. Februar 2003
Bruce Springsteen veröffentlicht nach langen Jahren wieder ein Album mit der E-Street-Band, das sich dazu noch thematisch mit dem 11. September beschäftigt. Dass er mit dieser Tatsache große Erwartungen geweckt hat ist ebenso klar, wie die Tatsache dass manche Leute ihre Probleme damit haben werden. Zunächst gilt es aber zu sagen, dass der „Boss" hier den Erwartungen durchaus gerecht wurde und ein ausgezeichnetes Album abgeliefert hat.
Angesichts der Ereignisse mit denen sich Springsteen in den Texten auseinandersetzt ist es verständlich, dass manche damit nicht einverstanden sind. Aber es ist immerhin nicht irgendjemand der hier singt sondern Bruce Springsteen, also jemand der solche Alben wie Darkness On The Edge Of Town, Nebraska oder Tunnel Of Love veröffentlicht hat und dazu noch der wahrscheinlich beste und einflussreichste lebende amerikanische Rockstar ist, jemand der es immer verstand die Gedanken eines jeden so treffend zu formulieren ohne künstlich oder unehrlich zu wirken. Also muss man es ihm einfach abnehmen, dass er es auch auf The Rising ernst meint, was er auch selbst so gesagt hat. Völlig frei von Patrioismus oder Rachegedanken verarbeitet er hier das Thema Verlust angeregt durch den 11.September. Nicht viele Songs müssen explizit auf dieses Ereignis bezogen werden („My City Of Ruins") manche dagegen schon („Empty Sky", „Paradise"). Dennoch schafft es Springsteen auch hier respektvoll zu bleiben und bestückt seine Texte mit Eindrücken, Gefühlen und Bildern, die jedem der den 11.September miterlebt hat fast unheimlich bekannt vorkommen müssen („Too much room in my bed, too many phone calls / How's everything, everything?", „The sky's still, the same unbelievable blue", „I want a kiss from your lips / I want an eye for an eye / I woke up this morning to an empty sky"), schliesslich hat er selbst es aus nächster Nähe mitverfolgt. Trotzdem verbreitet das Album Optimismus und Hoffnung, aber ohne Aggressionen zu wecken. In „Paradise" erzählt Springsteen gar aus der Sicht eines Attentäters. Der zum Heulen schöne Song ist einer seiner ergreifendsten überhaupt. Musikalisch gelingt es Springsteen wieder gute Rocksongs zu schreiben, wobei der Sound manchmal an frühere Tage erinnert, z.B. bei „Waiting For A Sunny Day" oder „Mary's Place", die zu den Highlights der Platte zählen und auch live funktionieren. Wer Springsteen bezichtigt in Pop abzurutschen oder kitschig zu werden, sei an seine ersten Alben erinnert. Bei „Worlds Apart" sollte man sich nicht von der Weltmusik ablenken lassen, es steckt nämlich ein unheimlich guter Rocksong darunter und das ganze kann keinesfalls als misslungen bezeichnet werden. Der Titeltrack ist zu Recht für den Grammy nominiert und kann sich durchaus mit Springsteens früheren Hits messen. „You're Missing" ist wohl der vezweifeltste Song des Albums, der eigentlich keine Hoffnung weckt, aber einer der besten des Albums ist. Das abschließende „My City Of Ruins" schrieb er vor einigen Jahren für seine fast-Heimatstadt Asbury Park, es passt aber fast unheimlich gut zu New York.
The Rising überzeugt also fast ausnahmslos. Wahrscheinlich wäre niemand anders mehr qualifiziert sich in einem Rock/Pop Album mit dem 11.September auseinanderzusetzen als Bruce Springsteen. Und niemand hätte es so gelungen getan wie er. Gerade verglichen mit dem was heutzutage sonst so auf den Markt geworfen wird befindet er sich sowieso in einer anderen Dimension, deshalb 5 Sterne.
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am 14. Mai 2003
Ich kann zu dieser Version von The Rising nur sagen, das es die schönsten Konzertaufnahmen enthält, die ich jemals gesehen habe. Nicht nur von Bruce sondern überhaubt. So viel positive Energie und gute Laune pur würden selbst eine Kinoleinwand sprengen. Ich schätze mich glücklich am 22.05.03 in der Areana auf Schalke dieses Spektakel live erleben zu dürfen. Für jeden der schon alles von Bruce hat ist diese Version von The Rising ein unbedingtes muß. Wer voher kein Springsteen fan und diese dvd sieht, wird sich am nächsten Tag ne Springsteen cd kaufen, garantiert!
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am 18. November 2004
Ich bin kein langjähriger Springsteen Fan, das wollte ich vorweg nehmen. Ist auch nicht möglich, da ich erst 16 Jahre alt bin :-)
Außer den allseits bekannten Songs, wie "Born in the U.S.A", "Lucky town", "Philadelphia" usw. kannte ich seine Songs überhaupt nicht, doch fand ich "The rising", die erste Sigle dieses Albums, so toll, dass ich mir einfach das Album gekauft habe.Ich muss sagen, ich bin begeistert! Jeder Song ist sehr typisch Bruce, doch hat jeder Song einen anderen, ich nenne es mal "Nachgeschmack". Alle Songs sind nach dem 11. September geschrieben worden und laut Springsteen dadurch sehr stark beeinflußt worden. Wenn man dies weiß, gehen einem die Texte sehr stark an die Seele, wahrscheinlich mehr, als beabsichtigt.
Ich finde es beeindruckend, wie Bruce und die E-Street Band es geschafft haben, trotz des düsteren Untertons in den Texten, ein derartiges Power Album zu produzieren. Es ist nämlich trotzdem voll von Power Songs, mit heftigen Gitarren und auch mit viel Hoffnung und Freude.
Fazit: Kaufen, Kaufen, Kaufen! Für alle langjährigen Springsteen Fans ist es keine Frage, dieses Album muss man einfach haben, aber auch für Leute, die der ganzen heutigen Pop Welt nichts mehr abgewinnen kann und mal echte, gute Rock Musik hören will!
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am 6. Juli 2004
Ich habe vor wenigen Tagen zufällig auf 3SAT am Samstagmittag Ausschnitte vom Konzert in Barcelona aus dem Jahr 2002 von der "Rising-Tournee" gesehen und muß zugeben, daß ich vorher nur den Titeltrack "The Rising" vom Radio her kannte, also typischer Springsteen Sound eben. Aber dieser Konzertmitschnitt hat mich fast vom Sessel gerissen und ich mußte diese CD unbedingt haben. Seitdem läuft die CD bei mir rauf und runter. So eine abwechslungsreiche und perfekte Rockmusik habe ich schon lange nicht mehr gehört, da ist ja fast jeder Titel genial gemacht. Für mich unbegreiflich, daß in unserer Radiolandschaft außer "The Rising" von den anderen Stücken so gut wie nichts zu hören war ! Meine Favoriten: Worlds Apart, Mary's Place, Nothing Man und My City of Ruins
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am 29. Juli 2002
Meiner meinung nach, ist es eines der besten Alben von bruce springsteen.Für springsteen fans im ersten moment sehr gewöhnungsbedürftig,aber dann zeigt dieser sänger/songwriter was er noch zu leisten imstande ist.die meisten songs sind von den ereignissen am 11.09.01 beeinflusst.traurige lieder,bei denen aber die hoffnung im vordergrund steht.ein sound,stark beeinflusst von springsteens neuem producer brenden o` brien.
und super in szene gesetzt von der erstklassigen e street band.
das album ist eine gelungene mischung aus springsteens alben the river, born in the usa und tunnel of love,gespickt mit modernen musikelementen.man kann dieses album nur jedem empfehlen der sich ein neues album zulegen möchte,ob jung ob alt,oder springsteen fan,für jeden ist etwas dabei.kaufen, hören,......
und begeistert sein. in diesem sinne, let`be friends!!
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am 29. Juli 2002
Ja, der Boss ist wahrhaftig zurück. Wie er selbst über das Album sagte: "Es ist sehr anders und doch erkennbar E-Street Sound". (sinngemäß). Jawollll! Vor allem E-Street Sound! Das Einzige was etwas fehlt, ist Bittans Piano, dafür wurde die Scheibe mit reichlich Streichern verfeinert. Und "The Rising" bietet für jeden Rock/Pop/Folk-Fan etwas. Kracher wie "Further on up the Road", "Worlds Apart" bis hin zu herzergreifenden Balladen wie "You're Missing" oder "Paradise". Klassiker ala "Born To Run" wird "The Rising" sicher nicht hervorbringen - der Boss hat uns aber eine CD geliefert, die sicher für lange Zeit in meinem Player bleibt und auch später ihren Weg des öfteren dorthin zurück finden wird. Danke Bruce-faith was rewarded!
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am 2. August 2002
Es wurde viel Wirbel vor der Veröffentlichung des neuen Longplayers von Bruce Springsteen gemacht und so war ich doch recht skeptisch was mich da erwartete. Das Album sollte von den Eindrücken des 11. September 2001 geprägt sein - wie sieht sowas aus?
Ich wurde überrascht - und das positiv. Keine düsteren Texte, welche ein Ereignis erzählen, sondern Andeutungen verpackt in wunderschön anzuhörenden Texten. Und dies in sehr abwechslungsvoller weise - hier wechselt sich der typische Springsteen Mainstream mit Radio-Pop und wunderschönen Balladentönen ab - Melodien und Texte, die man auch nach dem Hören noch im Ohr hat und welche fast süchtig machen können.
Alles in allem ein grandioses Werk von Bruce Springsteen auf dem bestimmt für jeden etwas dabei sein wird - wenn nicht gar alles.
Für mich bestimmt DAS ALBUM DES JAHRES 2002!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. August 2013
Unter den Eindrücken des verheerenden Terroranschlags in den USA entstand "The Rising" und erschien im Jahre 2002. Sofort kaufte ich mir die CD. Sie ist bis heute musikalisch einer meiner liebsten Alben von Bruce Springsteen. Die "E Street Band" kam nach Jahren erstmals wieder zusammen, um dieses sehr beeindruckende Studiowerk einzuspielen. Das Album erhielt drei Grammys und das absolut zu Recht.
Obwohl viele der Texte sich mit dem Terrorakt, den Folgen für die Opfer oder mit den Feuerwehrmännern beschäftigt kommt es nicht tieftraurig daher. Und man hört auch keine patriotischen Hau-Ruck-Hymnen. Aber es ist zeitweilig zutiefst emotional und daher auch ergreifend. Der Song "Into The Fire" beschäftigt sich mit den Feuerwehrmännern, die ihr Leben riskieren. Auch dieser Song ist eher sachlich. Mit "Let's Be Friends" schafft es Springsteen sogar über den emotionalen Tellerrand der Vergeltung zu schauen und möchte Mauern der Verschiedenartigkeit einstürzen lassen und wünscht sich, dass man miteinander redet. In "The Rising" geht es nach all der Tragik u.a. um Hoffnung für sich und andere. Dieses Album beeindruckt und lässt mich auch heute noch nachdenklich werden. Es geht hier nicht um das Parteiergreifen für irgendeine Ideologie oder um arrogantes Besserwissen über die richtige kulturelle bzw. religiöse Lebensweise. Und zudem ist "The Rising" ein tolles Rockalbum. Hier nenne ich mal "Lonesome Day" und "Further On". Es gibt sogar mit "World's Apart" sogar eine Brücke zu orientalischen Musikeinflüssen und textlich endet der Song mit "Let's let love give what it gives".
Bislang wurde "The Rising" bei Amazon 103 mal mit fünf Sternen bewertet und ich hoffe, dass noch viele positive Stimmen hinzukommen. Das Album hat es wirklich verdient. Es ist ein ergreifendes Rockalbum mit großer musikalischer Qualität!
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Mit Abstand erst begreift man die bleibende Qualität. Sicher, ein gutes Album erkennt man meist schon unmittelbar nachdem es das erste Mal komplett durchgelaufen ist, aber ob es dieses nicht zu beschreibende gewisse Etwas mehr hat, diese perfekte Symbiose aus großartigem Songwriting, perfekter spielerischer Umsetzung und vollkommener Zeitlosigkeit in der emotionalen Wirkung, dafür müssen Jahre vergehen.

Zehn Jahre ist es jetzt etwa her, dass "The rising" heiß ersehnt erschien und es besteht kein Zweifel mehr, zwischen all den zahlreichen guten und sehr guten Springsteen-Alben, gehört dieses Werk in die vorderste Reihe der Über-Alben, der ewigen Klassiker, die nie verstauben und Jahrzehnte unbeschadet überstehen und mit jedem Hören eher noch besser werden.

Mit "Born to run" klärte Springsteen 1975 die Fronten, mit "Born in the USA" katapultierte er sich 1984 endgültig weltweit in die Liga der wenigen die man zurecht Weltstar nennen kann und nachdem er die 1990er Jahre nur mit halber Kraft durchfuhr und man sie als die sowohl qualitativ als auch quantitativ schwächste Dekade seiner inzwischen vierzig Jahre überdauernden Karriere einordnen kann, machte er 2002 mit "The rising" überdeutlich und unmissverständlich klar, dass mit ihm auch im neuen Jahrtausend zu rechnen ist, mehr noch - er bleibt der Boss!

Das Album hat alles was man mit Springsteen verbindet. Druckvoll wütenden Rock, ohne Verbitterung und oft im Schulterschluß mit ausgelassener Lebensfreude (Lonesome day / Waiting on a sunny day / Countin' on a miracle / Further on up the road / The rising). Zarte, einfühlsame, melancholische Balladen wie "Paradise", "You're missing" oder "My City of ruins" lassen einen zurück mit dem Gefühl und der festen Überzeugung, bessere Songs werden niemals geschrieben werden.
Und auch Klangspielereien wie der Ethno-Song "Worlds apart" oder das schwingend, treibende "The fuse" wurden 2002 fein dosiert als Zutaten in das insgesamt wirklich üppige Album eingestreut. 15 Songs, gut 75 Minuten Spielzeit, kein wirklicher Schwachpunkt!

Im Grunde überragt "The rising" die beiden oben erwähnten "Born..."-Alben noch um ein gutes Stück, nicht einfach nur weil es mehr Songs enthält, sondern weil die Band spielerisch nie besser war als hier. Klanglich ist die Platte einfach ein Feuerwerk, man hört bis in den letzten Winkel die Liebe eines jeden Musikers zu seinem Instrument und zu den Klängen die er ihm entlocken kann.

Ganze sieben Jahre nach seinem ruhigen Songwriter-Album "The ghost of Tom Joad" und der ebenfalls 1995 erschienenen "Greatest Hits", die noch mal vier neue Songs mit der E-Street-Band enthielt, gelang Springsteen mit "The rising" der von den Fans lang ersehnte Aufbruch zu neuen Höhen und alter Stärke. Passender war ein Album-Titel selten!
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HALL OF FAMEam 30. Juni 2003
Vor 18 Jahren nahm er den Millionenseller "Born In The USA" auf, vor 15 Jahren das letzte Studioalbum mit der E-Street Band und sein eigenes letztes Album liegt auch schon sieben Jahre zurück.
Und damit steht er einer immensen Erwartungshaltung gegenüber, die schon Michael Jackson zum Verhängnis wurde. Denn in diesem Augenblick bedeutet auch ein mittelmäßiges Album einen Flop. Doch die "Zukunft des Rock`n`Roll" kann die in ihn gesetzten Erwartungen zumindest erfüllen. Thematisch spiegeln die meisten Songs die Ereignisse des 11.09. wieder und werben für Toleranz zwischen den Völkern und Religionen.
Musikalisch macht sich die Verpflichtung von Produzent Brendan O`Brien (Pearl Jam/RATM) nicht sonderlich bemerkbar - hier bestimmt eindeutig der Boss, wie es sich anhören soll. Von ruhigen, fast schon folkigen Stücken wie "Paradise" und "Nothing Man" über den typischen E-Street-Stadionrock wie "Mary`s Place" und "Waiting On A Sunny Day" oder das von Gospel-Chören flankierte Finale ("My City Of Ruins"), auf diesem Album versucht Springsteen, seine verschiedenen Facetten der letzten Jahre/Dekaden auf einem Album zu vereinen. Ob als Rocker, Soundtrack-Komponist, "Tom Joad", E-Street-Live-Berserker - auf diesem Album findet man jegliche Variante. Und mit "Worlds Apart" schafft er den Spagat zwischen Rock`n`Roll und einem orientalischen Chor (Pakistani).
Zwar sind nicht alle Songs auf dieser voll gepackten CD mit über einer Stunde Spieldauer und 15 Songs für die Ewigkeit bestimmt, doch kann man von einem souveränen Auftritt bzw. Rückkehr des Bosses sprechen.
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