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Sämtliche Sinfonien 1-41 (Ga)
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juli 2004
Die Aufnahmen sind alle sehr klanglich transparent und technisch perfekt gespielt. Eine derartig hochwertige Einspielung aller Mozart-Symphonien findet sich selten. Gerade die frühen Symphonien bieten in ihrer Leichtigkeit reichlich Gelegenheit sich überraschen zu lassen und zu genießen. Etwas kritisch sehe ich, dass auch die späten Symphonien sämtlich mit Cembalo statt Hammerklavier bzw. Pianoforte begleitet werden; meiner Meinung nach leidet darunter die Atmosphäre etwas, insbesondere bei den Symphonien 40 und 41. Diese klingen zudem ein bisschen zu "technisch" interpretiert, will meinen ohne künstlerische Ausgestaltungen hinsichtlich Tempi oder Lautstärke; quasi "Partitur pur". Dieses kleine "Manko" rechtfertigt jedoch keine Abwertung. Viereinhalb Sterne träfen wohl am besten zu. Insgesamt eine hervorragende Einspielung.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Oktober 2009
Allen Gesamteinspielungen liegt das Dilemma zugrunde, dass sie wohl nie in jeder Hinsicht optmimal ausfallen können. Wenn ich davon einmal absehe, ist diese Einspielung aller Sinfonien Mozart's wirklich herausragend! Man kann sie auf jeden Fall der Gesamteinspielung von Hogwood zur Seite stellen! Ein gewichtiges Plus ist das musizieren auf historischen Instrumenten bzw. deren Nachbauten und die historische Informiertheit, mit der man hier zugange ist. Diesen Aspekt halte ich, nicht nur bei Mozart, für sehr entscheidend! Denn, wie anders soll man einer Musik aus dieser Zeit begegnen? Wenn der Anspruch vorhanden ist, so werktreu als möglich zu sein, bleibt keine andere Wahl. Die vielen Einspielungen mit Orchstern des 20. und 21. Jahrunderts sind in meinen Ohren reine Geschmacksache und haben mit dem Geist und dem Klang der damaligen Zeit recht wenig gemein. Und so, wie das herausragende Orchester THE ENGLISH CONCERT hier agiert, ist es ein leichter, luftiger, spritziger, warmer, durchsichtiger, in allen Gliedern fassbarer, wunderschöner Mozart. Außerdem wird hier sehr deutlich gezeigt, dass auch die sogenannten Früh- oder Jugendwerke alles andere sind, also blosse Vorstufen zu Mozart's späteren Meisterschaft. Sie konnten sich im Grunde von Anfang an nicht nur mit den Werken seiner Zeitgenossen messen, sondern waren ihn meistens eher weit überlegen. So aufrichtig sich Mozart für seine Werke engagiert hat, um ihnen stets das Allerbeste mitzugeben, so sollten die Nachschaffenden das ihre tun, um dem gerecht zu werden! Dies hier ist ein solcher, prächtig gelungener Versuch!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Korpus der Sinfonien ist eines der umfangreichsten im Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts. Er komponierte ungefähr 50 Sinfonien, die den Entwicklungsprozess vom Wunderkind zum anerkannten Komponisten von Ruhm bekunden. Neben den etwa 40 nummerierten Sinfonien sind auf diesem Box Set auch sämtliche anderen Sinfonien eingespielt, die ohne Nummer geblieben sind. Von einigen Sinfonien freilich ist unklar, ob sie authentisch sind. Immerhin wurden die frühen Sinfonien von Leopold Mozart niedergeschrieben, so dass derselbe häufig ebenso als Urheber in Frage kommt.

Einige seiner frühen Sinfonie entstanden zu einem Zeitpunkt, als man Mozart noch getrost als Kind bezeichnen konnte. Und so schrieb sein Vater die Partituren nieder, die einen typisch italienischen Einschlag haben. Dennoch dürfen die frühen Werke zumindest als beachtlich gelten. Mozart legt besonderen Wert auf die jeweiligen Kopfsätze, die er üppig ausbaut. Auch die langsamen Sätze stecken bereits voller Lyrik und Wärme. Wenn der Komponist ein Menuett setzt, so ist dieses meist streng und gemessen. Die Finals verrauschen schnell.
Die sogenannte "Alte Lambacher" Sinfonie G Dur KV Anh. 221 ist ein treffliches Beispiel für diese frühe Schaffensphase des Komponisten: Ein herrlich farbenprächtiger Kopfsatz macht Platz für ein erlesenes Andante. Das Finale ist so schnell vorüber, dass man es kaum greifen kann.

Die mittleren Sinfonien zeigen eine größere Selbstständigkeit in der Melodieführung und die Emanzipation des Menuetts aus der obligatorischen Tanzsatzrolle hin zum individuellen Charakterstück. Viele der Stücke sind heroisch und majestätisch vor allem in ihren Kopfsätzen. Auch die langsamen Sätze - Mozart schrieb leider kein einziges sinfonisches Adagio - stecken voller schlichter Feierlichkeit. Der Wiener Klassiker lässt nun auch seinen Finals größeres Gewicht angedeihen. In der Regel setzt er nun das Menuett regelmäßig, welches sich als pompös und wuchtig offenbart.
Eine ganz hervorragende Sinfonie beispielsweise ist die 34. in C Dur KV 338. Sie eröffnet mit einem zwingenden Kopfsatz, dessen reichhaltige Modulation entzückt. Auch das Andante ist voller Tiefsinn und festlicher Eleganz. Ausnahmsweise verzichtet der Tonsetzer hier auf ein Menuett, setzt dafür ein gewaltiges Finale.

Die späten Sinfonien Mozarts lediglich auf die die "große g moll Sinfonie" und die "Jupiter" Sinfonie zu reduzieren, wäre falsch. Besser tut man daran, das späte sinfonische Schaffen des Wiener Klassikers mit der "Linzer" Sinfonie einzuleiten. Besonders augenfällig ist nun, dass die Aufführungsdauer der Werke bis auf über 30 Minuten anwächst, der Ausdruck dichter und konzentrierter erscheint und die Werke in sich geschlossener wirken. Immer wieder jedoch mag der geneigte Hörer bedauern, dass es keine wirklich langsamen Sätze gibt.
Eine der großartigsten Mozart Sinfonien ist die 40. in g moll KV 550. Das schicksalsschwere Motiv des Kopfsatzes zählt zu den populärsten Themen Mozarts. Der langsame Satz hingegen wirkt versöhnlich und beschwichtigend. Wieder hoffnungsloser ist das Menuett, das getrost als eines der besten Menuette des Meisters bezeichnet werden kann. Auch das trotzige Finale berauscht.

Ich liebe Mozarts Musik, aber ich muss zugeben, dass ich kein großer Freund von Mozarts Sinfonien bin. Ich finde, dass er sich hier allzu sehr verliert. Dennoch muss man zugestehen, dass die Einspielung des English Concerts unter Trevor Pinnock eine der besten erhältlichen ist. Das Spiel auf Originalinstrumenten ist herrlich klar und transparent. Der abgespeckte Orchesterapparat kommt den Stücken sehr entgegen. Pinnock ist sowieso stets zu empfehlen. Sein Dirigat ist farbenreich nuanciert, prächtig differenziert sowie haarklein ausgewogen und akzentuiert. Die Aufnahmequalität ist hervorragend.

Fazit: Die homogenste Darbietung dieser Repertoireklassiker! Pinnock beweist, dass er und sein English Concert nicht nur im Bereich der Barockmusik Koryphäen sind.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2011
An für sich eine tolle Kollektion, aber ACHTUNG: bei mir fehlen vom Finale der Jupiter-Sinfonie die letzten paar Takte! Hat noch jemand diesen Fehler beobachtet? Zum Reklamieren ist es vermutlich zu spät.
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