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am 30. Juli 2000
Nach über 25 Jahren ist klar: Dies ist ein Klassiker deutschsprachiger populärer Musik, gekennzeichnet durch Originalität in Text und Musik! Neben Lindenbergs Kreativität ist auch das alte Panik-Orchester an dieser hervorragenden Darbietung beteiligt: Sauberes Handwerk und Ideenreichtum ist das Markenzeichen dieser Gruppe (gewesen, was sie auch in Konzerten unter Beweis stellten. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, war es der "Tango brutal" von Karl Allaut (dem Gitarristen, der es verdient, hervorgehoben zu werden, weil er den Sound wesentlich prägte), der die Zuschauer damals schon als Opening-Act begeisterte). Udo Lindenberg sollte spätestens mit diesem Album bzw. mit dieser CD (in Anlehnung an eine Bemerkung Ella Fitzgeralds über Hildegard Knef) zum "größten Sänger ohne Stimme" gekürt werden! Lindenbergs "Ball(haus) Pompös" gehört in jede CD-Sammlung.
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am 21. Februar 2003
oder >>> Die PANIK revolutioniert den MusikGeschmack <<<
Nach dem ÜberraschungsErfolg ihrer '73er LP *... Andrea Dorea* legen die "Herren der PANIK" mit Lindis 4. Scheibe einen ersten SuperKracher hin. Die deutsche RockWelt wird auf den Kopf gestellt, was vor Jahren noch unmöglich schien gehört ab nun zum guten Geschmack: KrautRock mit DeutschText. Udo Lindenbergs lockerlose TextGebungen werden ab nun über eine lange Zeit Germanistan in Atem halten, die Musik des PanikOrchesters Maßstäbe setzen.
Und diese LP (nun CD) brachte Anno '74 alles: schnellen R'n'R wie *Honky Tonk Mädchen*, BlödelSongs a la *Gerhard Gösebrecht*, sanfte Töne *Leider nur ein Vakuum*, 'n Oldie *...von Kopf bis Fuß ...*, oder besinnliche Songs *Riskante Spiele*. Ja hier ist kein eiziges Stück in die Hose gegangen. Selbst ein HitParadenHit hatte uns Udo mit *Rudi Ratlos* seinerzeit zu verzeichnen.
Einen echten Einfall hatte PanikUdo auf *Cowboy-Rocker* = Otto W. [OTTO] als MotorradFuzzy auf der MotoGuzzi, Inga Rumpf [Atlantis] als RockerBraut und Charles Bronson als Selbiger ;-)
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am 1. Mai 2016
Inspiriert durch die neue Lindenberg-LP, wohlgemerkt Langspielplatte, kramte ich mal wieder in alten Lindi-Scheiben und entschied mich für die Herren „Jonny Controlletti“ und „Gerhard Gösebrecht“, obwohl im Kopf immer „Bodo Ballermann“ rum schwirrte, dessen Text mir immer noch in Gänze präsent ist.
Ball Pompös war Lindenbergs vierter Longplayer und hat nun mittlerweile auch schon mehr als 40 Jahre (!!!) auf dem Buckel. Spätestens mit diesem Album hatte sich Udo Lindenberg einen Namen als deutscher „Rock 'n' Roller“ geschaffen. „Daumen im Wind“ kam m.E. noch etwas holprig und sperrig daher, „Andrea Doria“, ein echter Klassiker, hatte schon die Elemente die Lindenberg für die nächsten Jahre auszeichnen sollte. Er präsentierte immer wieder neue Charaktere, die bei ihm vorbei kamen und später auch ein Engagement in seinen Bühnenshows fanden. Dabei waren es nicht nur die bereits erwähnten Herren Controlletti und Gösebrecht sondern auch die mehr im verborgenen agierenden Karl Brutal und Lady Nett. Lindenberg schlug außerdem ruhigere, nachdenklichere Töne an und ließ es natürlich und wie könnte es anders sein, richtig krachen. Seine Texte lassen immer etwas Autobiografisches durchschimmern und werfen stets einen Blick, ein Augenzwinkern, auf den damaligen aktuellen Zeitgeist. Das Irre; für mich haben diese Lieder nicht einmal Staub angesetzt. Bei einigen Sachen, die nach Jahren wieder aus dem Regal gezogen und aufgelegt werden, sagt man sich: „Na ja, damals halt.“ Nein, „Ball Pompös“ lässt sich heute ebenfalls noch wirklich gut anhören, okay nicht jeden Tag, doch immer dann, wenn es mal wieder auf nach Las Vegas zum Sonne putzen geht und somit ist „Ball Pompös“ ein Longplayer, der sowohl als LP sowie als CD in jede gut sortierte Plattensammlung gehört, dessen Besitzer in seinem Personalausweis als Geburtsjahr eine Zahl zwischen 1950 und 1960 zu Buche stehen hat.
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Im August 1974 erschien das zweite Studioalbum des Panik-Orchesters und die insgesamt vierte Scheibe von Udo Lindenberg. "Ball Pompös" wurde produziert von Thomas Kukuck und Udo Lindenberg. Eingespielt haben es
Udo Lindenberg - Drums, Vocals
Gigo Seelenmeyer - Banjo
Steffi Stephan - Bass
Dieter Ahrendt, Keith Forsey, Backi Backhausen - Drums
Helmut Franke, Karl Allaut, Thomas Kretschmer - Gitarren
Jean-Jacques Kravetz - Orgel
Gottfried Böttger - Piano
Außerdem waren noch einige Gäste am Start, u.a. Inga Rumpf und Otto Waalkes.

Nach dem Überraschungserfolg des Vorgängers "Alles klar auf der Andrea Doria" (1973) konnten Udo Lindenberg und das Panik-Orchester noch einen Gang hochschalten. "Ball Pompös" gehört mit Sicherheit zu den besten Alben des Gronauers. Musikalisch hören wir wieder eine Mischung aus Rock, Hard Rock und Boogie Woogie. Mit `Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt` ist sogar ein Titel aus den 30zigern oder 40zigern des letzten Jahrhunderts an Bord. `Johnny Controlletti`, `Rudi Ratlos`, `Honky Tonky Show`, `Leider nur ein Vakuum` und `Riskante Spiele`, sie alle gehören zu den bekanntesten und besten Liedern von uns Udo. Auch heute noch sind viele dieser Songs im Liveset des ewig jungen Udos. Bei `Cowboy Rocker` kommen Otto W. und Inga Rumpf zum Einsatz, die damals auch noch am Anfang ihrer Karrieren standen. Auch textlich konnte sich Udo hier nochmal steigern. "Ball Pompös" hat jede Menge lustige, traurige und coole Texte zu bieten. Außerdem gibt es hier noch zwei Bonustracks, wovon `Candy Jane` ein weiterer Klassiker der Band ist.

Irgendwo habe ich gelesen, dass "Ball Pompös" mal zu dem besten Album deutscher Rockmusik gewählt wurde. Udo und sein Panik-Orchester in absoluter Hochform. Das Album verkaufte sich auch wie die berühmten warmen Semmeln. Udo wurde zum Star des deutschsprachigen Rocks. Somit gibt es selbstverständlich die Höchstnote mit 5 Sternen für die `Langspielplatte`.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Juni 2016
BALL POMPÖS
war meine erste LINDENBERG-Platte, die ich auch heute noch (mit der Weisheit/dem Wissen des Alter's) als perfekten Einstieg in Udo's ideologische/musikalische/textliche Fantasie-Welt bezeichnen würde. Direkt danach folgten DAUMEN IM WIND und ALLES KLAR AUF DER ANDREA DORIA (die 72 und 73, also vor POMPÖS raus kamen), dann natürlich VOTAN WAHNWITZ, SISTER KING KONG und GALAXO GANG, später dann GÖTTERHÄMMERUNG und SÜNDENKNALL und noch viel später die gesamte remasterte Telefunken-CD-Kollektion mit Bonus-Tracks. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich mir Udo's steinzeitlichen/mittelalten/aktuellen Kram täglich reinziehe, aber an diesem Mann und seiner Musik geht im deutschen Rock-/Pop-Business (heute vielleicht sogar noch mehr als beispielsweise in den 80ern) kein Weg vorbei. Dafür (aber nicht nur) schon mal: Besten Dank, Udo!
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DIE MUSIKER/DIE PERFORMANCES (5 Sterne)
Karl ALLAUT (Gitarren), Backi BACKHAUSEN (Schlagzeug), Gottfried BÖTTGER (Honky-Tonk-Piano), Udo LINDENBERG (Gesang, Schlagzeug) und Steffi STEPHAN (Bass) waren damals das panische Orchester – was für eine chaotisch-kranke Krach-Kapelle! Für damalige (deutsche) Verhältnisse ja sowas von cool, auch auf der Bühne. Hab sie mal irgendwann Mitte 70 in der Glotze gesehen und mir daraufhin POMPÖS gekauft. ALLAUT wurde (trotz seiner beachtlichen Gitarren-Künste) im Laufe der Zeit leider etwas wunderlich, BÖTTGER ist meines Wissen's noch immer solo unterwegs und STEPHAN spielt sogar bis zum heutigen Tag mit!
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DIE MUSIK/DIE KOMPOSITIONEN
Was soll man noch großartig analysieren/diskutieren/kommentieren/rezensieren/spekulieren über Udo und all die von ihm höchstpersönlich erfundenen Charaktere, all die absurd-bizarr-skurilen Stories, die er sich schon immer ausgedacht hat? Ja, vor ihm bzw. seiner Zeit gab's schon deutsche Rock-Musik – meistens mit englischen (oder gar keinen) Texten. Und ja, kritische/politische/soziale deutsche Texte gab's auch schon – meines Wissen's allerdings nicht in einem deutschen Rock'n Roll-Zusammenhang. Und eine Sprache wie Udo's gab's vielleicht im Klassenzimmer, in den Köppen zorniger Zeitgenossen oder irgendwo auf der Straße, mit Sicherheit aber NICHT in der deutschen „Friede-Freude-Eierkuchen“-Kuschel-Pop-Landschaft und schon GAR NICHT in der Hitparade. Udo war somit der erste(?) Vorreiter, der recht rudimentären Rock'n Roll mit (s)einer eigenen Individual-Poesie verquickte und damit auch noch Erfolg hatte. Niemand konnte ahnen, WIEVIEL Erfolg das sein und vor allem wie LANGE dieser Erfolg bestehen würde! DAS war neu, DAS hatte Deutschland noch nicht gehört, DAS gefiel! Bei fast allen LINDENBERG-Liedern genügt eigentlich schon die Erwähnung einiger Fragmente/Teile/Schnipsel seiner pompösen Texte und schon erschließt sich der denkfähigen Dame/dem humorigen Herrn des LINDENBERG's Kern:

01. JOHNNY CONTROLLETTI
Amerika, Mafia, Maccaroni-Restaurant, Chianti, Avanti, Chicago-Bar, alles unter Kontrolle, Streifen-Anzug, Al Capone, Show-Business in Deutschland, Panik-Band, Management, perfekt und schnell, Jungs vom Syndikat, Superstar, Katastrophen-Orchester...

02. HONKY TONKY SHOW
Eltern-Schock, animalischer Rock, chaotisch, erotisch, Fernseh-Programm, Krimi oder Quiz, Faszination, Hynose, heiß wie in der Sauna, scharfe Frauen, nachts um drei im Hotel, Band-Doktor, Marathonlauf, Show will jeder sehen, deshalb muss sie weiter gehen...

03. LEIDER NUR EIN VAKUUM
Freitag Abend, 100 Mark, Zahnbürste, schnelle Stiefel, Montag Morgen, Szene, fremde Betten, Pleite, Lady Horror, Suff, Kneipenlicht, große Action, Musik laut, Leute stumm, schöne Köpfe, Vakuum...

04. RUDI RATLOS
Geiger, Evergreen, 80 Jahre, zittrige Finger, weich in den Knien, viel Pomade, wenig Haare, Berlin 33, Liebling aller Frauen, Adolf H. und Eva B., die Welt bedeutende Bretter, Altersheim, clevere Business-Leute, falscher Ton...

05. BITTE KEINE LOVE STORY
Auf die Fresse gefallen, alles klar, Magendrehen, kaputt gehen, empfindliche Nerven, sizilianisches Blut, völlig panisch, katastrophaler Zustand, Beruhigungs-Pillen, alles ganz anders, überhaupt kein Problem – lass uns gehen...

06. GERHARD GÖSEBRECHT
Autobahn, halt mal an, Drähte an der Nase, Antennen an den Ohren, grün im Gesicht, beugt sich leicht nach vorn, 13. Sonnen-System, Science-Fiction-Show, gigantisches Ufo, ins Weltall raus, Roboter-Sounds und Computer-Klänge, Musik-Ministerium, Cosmos-Rock, irdischer Rock'n Roll...

07. RISKANTE SPIELE
Tabletten, Gesundheit, AM1, Speedogon, alles easy, Chemie-Saal, Uhu, Klebolin, Haschisch, Meskalin, LSD, Schnee, Fuselpulle, wie funktioniert Alkohol, weiße Maus, das darf nicht sein, zu spät, Mäuse-Nest...

08. COWBOY ROCKER
Cowboy-Film, Kino und kein Penner-Hotel, Gun City, Laramy, Charles BRONSON, Cowboy-Gang, Pferd aus Stahl, Sonne putzen, Moto Guzzy, der Präsident lacht, mach meinen Engel nich' an, in die Schnauze...

09. NOSTALGIE CLUB
Jubiläums-Programm, Grete WEISER, Zarah LEANDER, kann denn Liebe Sünde sein, Anhalter-Bahnhof, Zeppelin, Frau Dietrich, Telegram aus USA, Enkel in Berlin, geile Show abziehen...

10. GLITZERKNABE
Garderobe, raus aus'm Frack, Jeans wieder an, 150 Mark, schon sehr stark, auf der Bühne stehen, Glitzerknabe im Rampenlicht...

11. CANDY JANE
Ja, ein Bonus-Track und 'ne Single, die meines Wissen's auf keiner regulären LP auftauchte: ein Song über 'ne abgehalfterte Lady, die jeder haben will. Ob es sich nun um das alkoholische Mädchen oder ein Groupie namens Lola oder wie hier Lady Jane dreht, tut nichts zur Sache – Udo liebt sie alle oder schreibt zumindest Songs über sie...
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DIE ARRANGEMENTS/DIE EXPERIMENTE/DIE INNOVATIONEN (5 Sterne)
Rock'n Roll-Rhythmen treffen auf Honky-Tonk-Piano, Hardrock- auf Lagerfeuer-Gitarren, Bläsersätze (thanks to Peter HERBOLZHEIMER) auf Ballsaal-Atmosphere, dazu die vokalen Beiträge des „besten Nichtsänger's Deutschland's“ – also wenn DAS nicht nach innovativen/experimentellen Arrangements riecht (und volle 5 Sterne wert ist), was dann?
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DER KLANG/DIE PRODUKTION (4 Sterne)
einer Rock-LP aus dem Jahre 1974 unterschied sich deutlich von all dem Zeuch, das man so aus Funk und Fernsehen kannte oder zu kennen glaubte: Das hier war keine Standard-Schlager-Soße mit viel zu lauten Stimmen über käsig-matschig-sämigem Volks-Playback - nein, das hier nannte sich (und nennt sich noch immer) ROCK'N ROLL! Zugegeben, das Schlagzeug klingt gemessen an heutigen Hörgewohnheiten/Profi-Produktionen reichlich drucklos/platt/trocken, aber was soll's – das war eben die Zeit und deutsche Rock-Produktionen im Allgemeinen, deutsche Drums im Speziellen konnten mit internationalen Acts (noch) nicht wirklich mithalten - konnte eben nicht jeder leichtfüßig-verspielt wie Barriemore BARLOW/Phil COLLINS/Jon HISEMAN, bollerig-brutal wie John BONHAM/Billy COBHAM/Cozy POWELL oder knackig-präsent wie Bill BRUFORD/Neal PEART/John WEATHERS klingen. Das sollte sich (nicht zuletzt auch durch Udo selbst) ziemlich bald ändern und deutsche Recording-Locations wie z.B. das CHAMELEON- und HANSA-STUDIO (beide Hamburg), Conny PLANCK's eigenes Privat-Studio oder auch das MUSICLAND-STUDIO (München) erlangten aufgrund hochqualitativen Output's einen Ruf/Ruhm, der im Laufe der nächsten Jahre nicht wenige internationale Acts nach Good Old Germany locken sollte.
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DER UMSCHLAG (4 Sterne)
der alten 74er-Original-LP zeigte auf der Vorderseite „uns Udo“ vor irgendeiner Wand, irgendeine Ladynett in den Armen haltend, irgendwie verschmitzt (versoffen?) in die Kamera schielend. Auf der Innenseite des Klapp-Cover's bot sich die Gelegenheit, bei Bedarf nicht nur LINDI's Texte zu verfolgen (obwohl Udo's Aussprache zum damaligen Zeitpunkt und im direkten Vergleich zu heute noch erstaunlich verständlich war), sondern auch schwarz/weiß-Fotos aller Beteiligten zu bewundern, die mit mehr oder weniger viel Pomade in den z.T. wenigen Haaren, die sie selbst damals schon hatten, keinen wirklich vertrauenserweckenden Eindruck machten. All das (man glaubt es kaum) OHNE Hut, OHNE Likörchen, OHNE Zigarre – der „Early Udo“ und seine Jungs, DIE gab es tatsächlich mal. Auf der Rückseite Danksagungen an z.B. Thomas KUCKUCK (für synthetische Weltraumklänge), Inga RUMPF (die vom Cowboy-Rocker angehimmelte Rocker-Braut) und Otto WALKES (der Cowboy-Rocker himself) und so einige Technik-Infos (Make-Up-Assis, Studio-Locations, Tonmeister etc.).
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HAAX/Kiel
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NACHTRAG
Es gibt so Typen, die weigern sich einfach zu sterben: Keith RICHARDS, Ossy OSBOURNE und auch Udo LINDENBERG (neben so einigen anderen) gehören ohne wenn und aber dazu. Aber während „Tante Keef“ die Saiten seiner auf Akkord gestimmten Klampfen seit gefühlten 50 Jahren nicht mehr trifft (traf er sie jemals?), sich „Mr. Madness“ in unregelmäßigen Abständen mehr durch peinliche Performances denn durch professionelle Produktionen in Erinnerung ruft, machte unser kleiner Udo selbst damals schon „sein Ding“. Dass er das auch über 4 Jahrzehnte später immer noch machen sollte, ahnte seinerzeit selbstverständlich kein Mensch, insofern steht BALL POMPÖS nach wie vor und ohne jeden Zweifel als ein SEHR frühes, SEHR gutes, SEHR musikalisches Highlight nicht nur Udo's spezieller Karriere, sondern auch deutscher Rockmusik allgemein!

In völliger Unkenntnis der Begleitumstände glaubte ich damals, Udo gehöre irgendwie in die Blödel-Barden-/Lustig-Lustig-Trallala-/Singer-Songwriter-Abteilung (aka INSTERBURG & CO. oder Knut KIESEWETTER oder Reinhard MEY oder Stefan SULKE oder Otto WALKES oder oder oder...), dementsprechend unreflektiert meine naive Herangehensweise an dieses frühe germanische Meisterwerk. Meine Mutter meinte mal (Zitat): „das reimt sich ja gar nicht...“, ich dachte nur: „das klingt irgendwie alles so witzig, so locker, so ANDERS!“ Auf jeden Fall anders als alles, was zeitgleich Fernsehen und Funk bevölkerte – ich denke da nur an Dieter Thomas' damalige Dauergäste wie Roberto (ein bißchen Spaß) BLANKO, Howard (das schöne Mädchen) CARPENDALE, Costa (Anita) CORDALIS, Rex (Hossa) GILDO, GITTE, Karel GOTT, (A-Karte) HEINO, Michael (die Träne) HOLM, Bata ILLIC, Daliah LAVI, Vicki (Lodz) LEANDROS, Peter MAFFAY, Liv MALMQUIST, Peggy MARCH, Jürgen (die neue Liebe) MARKUS, Tony (die schöne Maid) MARSHALL, Mireille MATHIEU, Wencke MYHRE, Ivan (mein Russland) REBROFF, Chris ROBERTS, Marianne ROSENBERG, Demis (Goodbye) ROUSSOS, Lena VALAITIS und wie sie alle hießen (man beachte in diesem Zusammenhang den überdurchschnittlich hohen prozentualen Anteil ausländischer Kandidaten). Damals bereits aus Deutschland stammende/in Deutschland aktive Rock-Kapellen wie z.B. AMON DÜÜL, ATLANTIS, BIRTH CONTROL, CAN, ELOY, FRUMPY, HÖLDERLIN, JANE, KRAAN, NOVALIS oder TRIUMVIRAT waren mir bestenfalls vom Namen her ein Begriff und die NEUE DEUTSCHE WELLE hatte die Republik auch noch nicht geflutet.

Ja klar, Leute wie Udo sind natürlich von Beratern und Doktoren, Familie und Freunden, Managern und Mitmusikern abhängig - speziell je älter sie werden und ja, ganz allein wären sie nie geworden, wer oder was sie heute sind. Aber der „kleine Udo“, die selbsternannte „Nachtigall“, der „Panik-Rocker“ der deutschen Nation steht als eins der vielleicht letzten Originale einer längst vergangenen Ära nicht nur immer noch „seinen Mann“, sondern auch wie ein Fels in der (deutschen Musik-)Brandung. Authenzität, Individualität und Kreativität waren seit jeher sein Ding und seiner (wie auch immer gearteten) Karriere eher zuträglich als hinderlich. Ob das nun gefällt oder nicht, sei dahin gestellt - Fakt ist: Udo war/ist/bleibt ein Phenomen!
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am 28. März 2008
Zusammen mit dem Nachfolgealbum "Votan Wahnwitz" das Beste, was Udo hervorgebracht hat. Intelligente, verspielte Texte und Geschichten, gebettet in erstklassige Musik sind auch mehr als dreißig Jahre danach immer noch eine absolute Ohrenweide.
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am 28. März 2013
Dieses Album ist eine Legende, über die man eigentlich nicht mehr viel sagen und schreiben muss. Haben muss man es halt. Absolutes Pflichtalbum - nicht nur für Udo-Lindenberg-Fans!
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am 28. Februar 2009
Diese Platte müsste eigentlich 6 Sterne bekommen. Mit das beste, was in meiner ca. 800 Vinyl-Platten starken Sammlung drin steht. "Cowboy Rocker", "Glitzerknabe", "Bitte keine Lovestory", "Leider nur ein Vakuum", was für Nummern! Nicht nur, weil ich mit dieser Platte aufgewachsen bin sondern auch wegen der klasse Musik und diesen damals schon grandiosen Texten, finde ich sie einfach toll. "Ball pompös" kannte ich schon, da war ich fünf und wir wohnten noch in der Lüneburger Heide. Diese Scheibe ist für mich mehr, sie hat mich musikalisch mitgeprägt. Ich finde mich in den Texten, obwohl von 1974, absolut wieder. Alles ist drin: Selbstironie, Humor, Gesellschaftskritik, Liebeslieder. Udo hatte damals mit 28 Jahren schon ziemlich den Durchblick. Ich werde nächstes Jahr 40, auch einer der Gründe für mich, dass ich diese Platte so grandios finde. "Freitags abends steckt er sich 100 Mark und 'ne Zahnbürste ein..."(Leider nur ein Vakuum). Das sagt alles, meiner Meinung nach. Eine Sache noch zum Panikorchester; diese Band war und ist mit das beste, was es in der deutschen Musik gibt und gab, zumindest für mich.
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am 3. Mai 2008
was war udo denn dann ? nicht nur das die musik unglaublich gut ist und genau zu udos stimme abgepaßt ist - nein es sind seine texte die seine alten platten zu wirklichen perlen machen. und das hier ganz ehrlich ist die beste die er je gemacht hat !!! ok votan wahnwitz war auch gut und später noch die odysee aber cowboy rocker - und jonny controletti bleiben für immer unschlagbar gut ! zugreifen alleine schon weil es remastert ist und das hat dem album wirklich gut getan !!!!
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am 16. Februar 2003
Seit dem 1974 erschienen Album "Ball Pombös" war Udo Lindenberg für den Rest der
70-iger Jahre der deutsche Meister im Rock and Roll schlechthin. Das lag unter anderem auch daran dass er zu dieser Zeit fast konkurrenzlos und seine Musik erstklassig war.
Erst in den 80-iger Jahren änderte sich dieser Zustand . Das ist ja auch nicht schlimm,
wenn die Anderen keine schlechte Musik machen sollte man sich das ruhig anhören und
Lindenberg hielt da noch gut mit. Auf der bisher erhältlichen CD befanden sind 12 Lieder,
während die Spezial Deluxe Edition noch einen Bonustitel (Track 12 "Candy Jane") enthält.
Dieses Album wird durch in ihren Eigenschaften unterschiedliche Gestalten geprägt.
Jonny Controlletti (Track 1) macht hier den Anfang. Besungen wird da ein mafiös veranlagter Manager was es in der Musikbranche durchaus gibt. Ob der Texteinfall Resultat einer
totalen Fiktion oder erlebtes schildert weiß natürlich nur Udo. Die nächste dargebotene Gestalt ist Rudi Ratlos ( Track 4 ). Dort geht's um einen Geiger der schon immer nur
vor den Leuten spielte die ihn haben wollten. Selbst als Rentner ist dieser noch sehr gefragt.
Der Tango-Rhytmus "...dass jeder mit muß.." versetzt einen in die 30-iger Jahre wo Rudi
noch jünger war. Gerhard Gösebrecht (Track 6) Udos musikalische Umsetzung einer Begegnung mit Außerirdischen finde ich sehr gelungen. Locker und augenzwinkernd wird die Begebenheit im Text geschildert. Mit der Gestalt des Cowboy-Rockers ( Track 8) kann man sich sehr gut identifizieren. Der guckt Westernfilme und hat dadurch Wunschträume. Bei
Realisation dieser Träumereien wird er aber abgelehnt. Die letzte dargestellte Figur dieses Albums ist der Glitzerknabe (Track 11). Das ist eine reine Selbstdarstellung Lindenbergs.
Bewertung des Werkes: 5 Sterne ,besser konnte er es nicht machen.
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