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60 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum 5 Sterne? - Warum 1 Stern?
Beim Stöbern in der DVD Auswahl sind die abgegebenen Rezensionen oft ganz hilfreich. Anzahl und Streuung der Rezensionen sind ganz gute Richtwerte.

Auf diesen Film wurde ich aufmerksam weil die Bewertungen so unterschiedlich sind (5 Sterne oder 1 Stern).
Man könnte glauben die Verfasser der Bewertungen haben nicht den gleichen Film gesehen...
Veröffentlicht am 19. November 2007 von D. H. Jachs

versus
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen
Drei Mädchen, die in einem einsamen Mädcheninternat im schönen New England das Zimmer teilen. Zwei davon verbindet eine Liebesbeziehung. Als die beiden erwischt werden, können sie ihre Beziehung nicht mehr verheimlichen und die eine gibt dem großen Druck von außen nach und lässt die andere fallen. Letztere kämpft mit all ihrer...
Veröffentlicht am 21. Februar 2007 von Wirtshausberater


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60 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum 5 Sterne? - Warum 1 Stern?, 19. November 2007
Von 
D. H. Jachs (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Beim Stöbern in der DVD Auswahl sind die abgegebenen Rezensionen oft ganz hilfreich. Anzahl und Streuung der Rezensionen sind ganz gute Richtwerte.

Auf diesen Film wurde ich aufmerksam weil die Bewertungen so unterschiedlich sind (5 Sterne oder 1 Stern).
Man könnte glauben die Verfasser der Bewertungen haben nicht den gleichen Film gesehen.

Also Film besorgt um sich eigenes Urteil zu bilden.
Die eigene Meinung noch offen nach beiden Richtungen.

Nun habe ich in mir angesehen.

W a h n s i n n !!!!
(Eine glatte 5 Sternewertung!)

Der Film ist überwältigend!

Die Handlung
die Bilder
die Musik
die schauspielerische Leistung
die Dramaturgie (manche Szenen gehen total unter die Haut)

Aber das faszinierenste an diesem Film ist, es gelingt scheinbar mühelos und a b s o l u t glaubhaft die moralischen Hürden der Gleichgeschlechterliebe zu überwinden und fühlt direkt selbst den Herzschmerz einer Ersten Großen Liebe.

Ich bin männlich 53 Jahre alt und seit 31 Jahren glücklich verheiratet und erinnerte mich nach diesem Film an meine "Erste Große unerfüllte Liebe" als 15 jähriger.

Kann nun die Rezensionen verstehen wo geschrieben wurde:
"Der Film hat sie tagelang beschäftigt".
Mir geht es ebenso.

Der Film hat alles aber wirklich alles was ein gefühlvoller in die Tiefe der Seele gehender Film braucht.

Nur eines hat er nicht - vordergründige Erotik (Sex).

Ich glaube das ist hauptsächlich der Grund für eine schlechte Bewertung des Filmes.

Denn wenn man einen erotisch stimmulierenden Film sucht, sollte man auf KEINEN FALL
diesen Film kaufen.

Für alle anderen aber, die gefühlvolles innerlich aufrührendes Kino suchen ist dieser Film ein
M U S S!
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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Film, der unter Lesbischen Filmen zu finden ist!, 8. November 2002
Von 
Susan Horn "Sue" (Deggendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Lost and Delirious ist der beste lesbische Film seit langem. Wer schon öfter lesbische Filme gesehen hat, kann mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass lesbische Szenen sehr unrealistisch, und theatralisch dargestellt werden. Oft sind es nachgestellte Szenen, die eher einen Heterosexuellen Mann befriedigen, anstatt einer lesbischen Frau Genugtuung zu geben. Aber in diesem Film ist alles ziemlich realistisch. Sei es der Umgang zwischen den beiden oder auch die sehr erotischen Szenen die dieser Film enthält. Die beiden würden in Echtzeit ein sehr süßes Paar abgeben!
Der Schluss passiert doch sehr überraschend, da man die ganze Zeit doch noch auf eine Kippwende wartet indem es sich doch noch zum Guten wendet. So bleibt der ganze Film über spannend.
Die Schauspieler leisten wirklich großartige Arbeit, denn ich glaube man kann sich auch als Hetero sehr gut in die Gefühlswelt von beiden hineinversetzen.
Alles in allem ein wirklich sehr zu empfehlender Film der nicht nur für lesbische Frauen sehr schön anzuschauen ist!
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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unglaublich beeindruckend, leider keine tolle DVD-Version, 29. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Zu allererst eine Warnung: "Lost and Delirious" sollte sich niemand zum ersten mal ansehen, ohne sich über die emotionalen Konsequenzen im Klaren zu sein. Je nach Person (und persönlichen Erfahrungen) wirkt dieser Film möglicherweise tagelang nach, ich selbst war jedenfalls "mitgenommen" wie bei wenigen Filmen oder Serien zuvor. So, nun aber zum Film:
Alles dreht sich um die erste große Liebe einer jungen Frau namens Paulie. Diese wird hervorragend von Piper Perabo dargestellt, aber auch die beiden anderen Hauptdarstellerinnen (Mischa Barton und Jessica Paré) spielen ihre Charaktere sehr überzeugend.
Warum schreibe ich nicht mehr zur Geschichte oder zu den Figuren? Es ist meiner Meinung nach vollkommen irrelevant, ob es sich nun um eine lesbische Beziehung in einem Internat handelt. Die ganze Situation kann auf viele Orte und Menschen übertragen werden, auch wenn natürlich ein filmadäquates Umgebungsszenario geschaffen wurde. Trotzdem würde alles auch sehr gut als Theaterstück funktionieren.
Dass man sich in diesem speziellen Szenario nun aber wunderbar mit den Figuren identifizieren kann, liegt neben den erwähnten tollen schauspielerischen Leistungen und dem perfekt passenden Soundtrack wohl auch an der soliden Regie, die nur manchmal etwas einfallslos erscheint, insgesamt aber doch sehr gelungen ist. Außerdem sind auch die wenigen Nebencharaktere glaubwürdig.
Die DVD-Version ist leider weniger gut gelungen. Zwar sind Bild und Ton in Ordnung, das ist aber auch schon alles. Denn der Ton liegt zwar im englischen Original vor, jedoch sind weder deutsche noch englische Untertitel vorhanden. Zwar versteht man den Film insgesamt schon, der genaue Wortlaut - beispielsweise bei "Macbeth"-Zitaten wäre dennoch interessant. Immerhin ist die deutsche Synchronisation recht gut gelungen.
An Extras findet sich so gut wie gar nichts: Ein (lächerlicher) Kinotrailer, minimale Informationen über die Hauptdarstellerinnen sowie ein paar Trailer für andere Filme. Hier wären ein Audiokommetar oder wenigstens einige Interviews das Minimum gewesen, schade.
So, nach diesen trockenen Fakten und Analysen nun zur "emotionalen Wertung". Wie schon angedeutet ließ mich der Film nicht mehr los. Wer schon einmal wirklich geliebt hat kennt die Gefühle von Paulie und kann ihr Handeln absolut nachvollziehen, meiner Meinung nach auch bis zur letzten Konsequenz, auch wenn die meisten von uns sicher nicht ganz so weit gehen würden. Jedoch hat Paulie aus ihrer Sicht absolut nichts mehr zu verlieren. Ihre ganze Wut und Verzweiflung konnte ich in jedem Moment sehr gut nachempfinden.
Aber auch das Verhalten von Tory (Paulies Liebe) und Mary (der Erzählerin) ist für mich genauso nachvollziehbar. Nur Tories Motivation, die Beziehung zu beenden kommt mir etwas zu kurz, hier wird meiner Meinung nach zu schnell und aus dem Zuschauer nicht genügend erläuterten Gründen vorgegangen. Jedoch ist auch ihr Handeln gerade noch schlüssig, wenn man etwas länger darüber nachdenkt.
Im Übrigen bin ich auch der Meinung, dass dies kein vorrangig lesbischer Film ist, denn obgleich ich weder eine Frau noch homosexuell bin konnte ich mich mit allen Hauptpersonen - am meisten natürlich mit Paulie - mitleiden. Es wird ja sogar angesprochen: "Ich bin nicht lesbisch. Ich bin Paulie und ich liebe Tory." Die unbedingte, große Liebe zu einem anderen Menschen ist hier das Thema, es wird für Paulie bedeutungslos ob die Beziehung gegen irgendwelche gesellschaftlichen Einstellungen verstösst.
"Lost and Delirious" ließ mich mit Schmerz, Trauer, Wut, sehr wenig Hoffnung und Erinnerungen an eigene Erlebnisse zurück. Er ist sicher kein Gute-Laune-Film. Aber er lässt einen spüren, was Liebe bedeutet, was sie bedeuten kann. Wer sich darauf einlässt, macht eine - vielleicht sogar wertvoll zu nennende - Erfahrung. Dafür gebe ich dem Film 5 Emotions-Sterne.
Da es diese aber bei Amazon nicht gibt, bekommt "Lost and Delirious" auf Grund der schlechten DVD-Umsetzung leider nur 4 Sterne.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig guter Film - Taschentücher nicht vergessen :-), 28. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Also, ich habe diesen Film nun schon 2-3 Mal gesehen und könnte ihn mir jederzeit wieder anschauen, als ich diesen Film zum allerersten Mal gesehen habe, war ich so gepackt u. gefesselt von dem Film, das kann sich kaum jemand vorstellen - deswegen hatte ich mir den Film auch gleich 2x hintereinander angesehen. Ich konnte mich sehr gut in die Personen u. deren Gefühle hineinversetzen - vor allem habe ich richtig mit dieser Pauli mitgelitten während des gesamten Filmes. Jeder Mensch von uns kennt diese Gefühle der Liebe, der Leidenschaft, dabei spielt es keine Rolle, ob man homosexuell ist oder heterosexuell.
Meine Freundin hat diesen Film noch nicht gesehen, ich habe mir die DVD nun endlich gekauft und werde ihn mir am Wochenende zusammen mit meiner Freundin ansehen.
Das erste Mal, als ich den Film sah, ging mir der Film tagelang nach. Es ist ein Film, nicht nur um die Liebe, sondern auch ein Film, der einen Menschen lange zum Nachdenken veranlasst.
Ich habe mich richtig in diesen Film verliebt. Es ist einer meine r Lieblingsfilme geworden. Echt genial :-) Nur zu empfehlen :-)
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46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UNGLAUBLICH, 16. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
dieser film hat mir die hoffnung in das lesbische filmgenre wiedergegeben. nachdem ich soviel müll konsumiert habe, von desert hearts (fad) über better than chocolate (warum so lustig - warum so hässlich?) bis hin zu claire of the moon, der ohne zweifel ein toller film ist, von edler ästhetik und mit grandiosen darstellerinnen, der aber saudämliche dialoge beinhaltet, die nur noch von stammtischdiskussionen über frauen überboten werden, war LOST AND DELIRIOUS für mich ein echter schock. warum? weil hier einfach alles stimmt. der film ist von so augenschmeichelnder ästhetik, dass man heulen könnte. die darstellerinnen sind so sensibel und talentiert und so herzzerreissend schön anzusehen, dass man sowieso nicht wegsehen kann. die story ist zutiefst tragisch, ein wahrer klassischer erzählfilm mit viel dramatik. und darüber hinaus ist der soundtrack erste sahne und mit unglaublich viel verstand ausgesucht. ich kann nichts mehr sagen ausser dass dieser film es wie kaum ein anderer geschafft hat mich emotional zu fesseln und mich tieftraurig zurückzulassen. das ist zwar nichts für einen lustigen popcornabend, aber eben was für einen abend mit tiefgang. ich hätte nicht gedacht dass darstellerinnen dieser altersklasse es schaffen mich derart zu fesseln, aber weit gefehlt. wer hier pubertäres geschwafel erwartet tut dem film unrecht. einfach ein meilenstein im lesbischen film und ein echter hoffnungsträger für die zukunft.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Heulen schön - "Rage more!", 31. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
"Lost and delirious" - einer der bekanntesten Lesbenfilme überhaupt, und nicht umsonst. Wobei man natürlich dazusagen muss, dass dies viel mehr als ein bloßer "Lesbenfilm" ist. Er ist bewegend, mitreißend, nachdenklich. Er dringt tief in die Psyche der drei Protagonistinnen ein.
Da ist erstmal Mary Bedford - war ihr Spitzname zuerst "Maus", so wird sie später von Paulie "Mary B." genannt - B für Brave (tapfer). Sie ist den ganzen Film über eher die Beobachterin der dramatischen Liebesgeschichte, rückt aber auch selbst durch die Sehnsucht nach ihrer verstorbenen Mutter und ihre Freundschaft zum Internatsgärtner in den Vordergrund.
Als Neuankömmling im Mädcheninternat lernt Mary zuerst Victoria (Tori) kennen, wenig später Pauline (Paulie), die heimlich mit Tori zusammen ist. Paulie ist die eigentliche Hauptfigur des Films. Mit ihr leidet und hofft man am stärksten, sie beeindruckt am meisten, und das liegt nicht nur an ihrer bezaubernden Darstellerin Piper Perabo, sondern auch an ihrer interessanten Rolle - aus dem coolen, frechen Mädel (Zitat: "Rage more!" - "Lass es raus!") wird ohne ihre Freundin eine Poetin, die mit allen Mitteln und wunderschönen Shakespeare-Zitaten darum bettelt, ihre Liebe zurückzugewinnen.
Tori ist auf den ersten Blick ein freundliches, offenes Mädchen. Doch der Druck der Gesellschaft und vor Allem ihrer Familie, der auf ihr lastet, sorgt dafür, dass sie hin- und hergerissen ist - zwischen ihrer Liebe zu Paulie und dem Wunsch, den Ansprüchen ihrer Familie zu genügen. Dies ist das Problem, das die Wende des Films bedeutet.
Der Film zeigt natürlich überdeutlich, welche erzkonservativen Gesellschaften es auch heute noch auch in der westlichen Welt gibt, aber er zeigt auch, was zu diesen Konflikten führt: Das In-Schubladen-stecken. Selbst Paulie, die bis zum Schluss öffentlich beteuert, Tori aus ganzem Herzen zu lieben, will nichts davon hören, dass sie lesbisch sei. Sie liebt einfach Tori, fertig.
Tori hat in der Liebesbeziehung mit Paulie zuerst kein schlechtes Gewissen, aber als die beiden erwischt werden, ist das erste, was sie zu ihrer kleinen Schwester sagt: "Ich bin nicht so." Es gibt auf diesem Internet also offensichtlich ein Schubladendenken: Entweder, man ist "so", oder nicht. Und wenn man "so" ist, dann ist das pervers und unnormal.
Regisseurin Léa Pool will also verdeutlichen, worum es wirklich geht: Darum, ob man eine Person liebt oder nicht - egal, welchen Geschlechts.
Von dem Moment an, in dem Tori die Beziehung zu Paulie abbricht, beginnt ein Horrortrip für Paulie. Im weiteren Verlauf des Films verliert sie mehr und mehr den Verstand und kämpft auch dann noch weiter um Tori, als schon alles verloren ist. Machtlos sehen Mary und die mitfühlende Schulleiterin zu, wie sich Paulie immer mehr in die Idee verrennt, dass Tori einfach zu ihr gehört und es anders gar nicht geht. Dazu kommt, dass Paulies Mutter, die sie nie kennen gelernt hat, keinen Kontakt zu ihr aufnehmen will. Paulies Seele geht auf dem Internat langsam kaputt, und als Zuschauer ist man unweigerlich zu Tränen gerührt.
Diesen Film sollte man zumindest einmal gesehen haben. Allein schon wegen der tollen Leistungen von Mischa Barton, Jessica Paré und Piper Perabo. Es ist ein aufwühlender Film, einer, über den man noch lange nachdenkt und den man nicht in fröhlicher Partyrunde, sondern nur mit guten Freunden sehen sollte.
Noch kurz etwas zur DVD: Die ist sehr schwach ausgestattet. Wäre der Film nicht so grandios, gäb es für die klägliche Ausstattung der DVD viel weniger Sterne. Es gibt noch nicht mal Untertitel. Tonspuren nur Englisch und Deutsch (bei der Gelegenheit auch gleich die Empfehlung: Wer kann, auf Englisch sehen! Kommt viel besser!), und an Extras praktisch gar nichts, außer zwei schlechten Trailern. Die "Darstellerbiografien" beschränken sich auf die drei Hauptdarstellerinnen: Da steht Geburtsjahr und -ort und eine Liste der bisher gedrehten Filme. Unter einer Biografie hatte ich mir dann doch mehr vorgestellt.
Es gibt auch kein Booklet o.Ä., das Ganze ist also ziemlich lieblos gemacht. Trotzdem - es gibt den Film. Und der ist ja schließlich das Wichtigste.
Zum Schluss noch das schönste Zitat aus dem ganzen Film - natürlich gesprochen von Paulie:
"Love is. It just is. And nothing you say can make it go away."
In diesem Sinne - viel Spaß beim Gucken! Die Investition lohnt sich!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Nähe des Liebenden zur Poesie., 2. September 2007
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Ihr Vater und ihre Stiefmutter bringen Mary Bradford in ein Internat in Neuengland. Sie soll sich ein Zimmer mit Tory und Pauline teilen. Tory ist ein hübsches junges Mädchen aus konservativem Haus und Pauline ist die Intellektuelle. Den ersten Schritt zu auf Mary macht Pauline und das Eis ist schnell gebrochen. Zwar bleibt Mary wegen ihrer Zurückhaltung zunächst bei den anderen die Neue, aber der Kontakt zu Pauline und Tory ist dafür persönlicher.

Als Pauline und Tory von Torys jüngerer Schwester im Bett erwischt werden, tritt eine Wendung ein. Aus Angst vor Restriktionen distanziert sich Tory von Pauline und sucht den Kontakt zu jungen Männern. Pauline, die in Tory verliebt ist, ist verzweifelt. Ihre Zurückgewinnungsversuche sind originell, aber zum Scheitern verurteilt. Pauline wählt als letzte Konsequenz den Freitod.

Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel der neuen Mitkommilitonin Mary erzählt. Die nicht erlaubte Liebe zwischen Tory und Pauline wird geächtet und sanktioniert. Tory passt sich fortan an und Pauline bleibt auf der Strecke. Ein feines, auf Tiefgang wertlegendes Melodram.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 28. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Ich möchte eingangs gleich mal darauf hinweisen, dass dieser Film für mich kein "Lesben- Film" ist, den sich nur homosexuelle Frauen ansehen sollten (bin ja selber auch keine).
Auch wenn auf dem Cover zwei hübsche Frauen zu sehen sind, die sich küssen, ist "Lost and Delirious" alles andere, als ein voyeuristisches Teenie-Lesben-Drama.
Vielmehr kenne ich wenige Filme, bei denen der Wahnsinn unerwiderter- oder auch nur scheinbar unerwiderter- Liebe so deutlich und nachvollziehbar dargestellt wird, wie bei diesem.
Auch die Dialoge sind phantastisch, neben der grossartigen schauspielerischen Leistung der Protagonistinnen.
Wer hier nur drei Sterne, oder weniger gibt, hat vielleicht etwas anderes von diesem Film erwartet; etwas anderes gesucht.
Ich kann nur jedem Fan emotionalen Kinos diesen Film empfehlen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen modernes Plädoyer für klassische Liebe, 5. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
"Lost and delirious" erzählt uns eine Geschichte über das wohl älteste und beständigste Thema menschlicher Erzählkunst, die Liebe. Dabei wird das Rad nicht neu erfunden, ganz im Gegenteil. Im Bild der als modern geltenden gleichgeschlechtlichen Liebe kristallisiert sich ein Plädoyer für die traditionelle Auffassung von Liebe als treibende, irrationale und lebendige Kraft des Lebens, und zwar auch in einer Zeit, in der sie häufig nur noch als leerer Euphemismus für menschliche Triebe, gesellschaftliche Konventionen oder chemische Reaktionen gilt.

Mary, der Prototyp des schüchternen Teenagers, wird auf ein Mädcheninternat geschickt. Als Beobachter der Geschehnisse führt sie dem Zuschauer bald die Liebe zwischen ihren Zimmergenossinnen Victoria (Tory) und Paulie vor Augen, die eines Morgens "in flagranti" von Tory's Schwester und anderen Mädchen erwischt werden. Während Paulie den modernen eigensinnigen Typus des "was-gehen-mich-die-Ansichten-der-Anderen-an" verkörpert und sich dementsprechend nicht viel daraus macht, stammt Tory aus konservativ-religiösen Kreisen, die es ihr nicht erlauben, mit den (immer noch in weiten Teilen der Gesellschaft geltenden) Konventionen offen zu brechen. Entgegen ihrer Zuneigung zu Paulie entscheidet sie sich daher für die Beziehung mit einem Jungen, und nimmt somit den Schmerz ihrer Freundin letztlich in Kauf. Diese zerbricht im weiteren Verlauf mit jedem neuerlichen Akt der Zurückweisung ein kleines Stück mehr - das Drama nimmt seinen klassischen Lauf bis zum bitteren Ende.

"Lost and Delirious" lebt vor allem von seinen beiden Protagonisten. Neben den schauspielerischen Leistungen von Piper Perabo und Jessica Paré sind die vielschichtigen Rollen weitgehend gut in Szene gesetzt. Paulies Rolle schwankt zwischen den Polen Schurke und Opfer, was sich in ihren widersprüchlichen Reaktionen auf Mary (die sie entweder kollegial mit ihrem Vornamen oder aber abwertend bis bissig "Maus" nennt) und in ihrer Aggressivität oder aber auch Reue in Bezug auf ihre Lehrerin spiegelt. Ähnlich schwankt Tory zwischen Täter und Leidtragendem, wenn sie einerseits die Beziehung beendet und Paulie die kalte Schulter zeigt, andererseits aber selbst in Tränen ausbricht, nachdem sie ihrer Schwester gegenüber ihre Liebe zu Paulie geleugnet hat. Deneben zieht sich ein weiterer Kontrast durch die Geschichte: Während Paulie aus eher unsteten bis zerrütteten Familienverhältnissen stammt, weist sie zunächst eine größere Charakterstärke auf als Tory, die dem Druck der öffentlichen Meinung nachgibt. Letztlich ist Paulies Stärke aber nur ein Ausdruck ihrer Verzweiflung; unterhalb ihrer Rüstung aus Eigensinn und Verbalinjurien kommt eine weitaus verletzlichere Figur zum Vorschein, die die Zurückweisung durch Tory nicht verkraftet, während diese in ihrer intakten Familie den notwendigen Halt findet, um die Krise zu überstehen.

Wie in einigen kritischen Rezensionen angemerkt, finden sich darüber hinaus aber auch deutliche Schwachstellen. Etwas mehr Subtilität bei den Gefühlsausbrüchen hätte dem Film sicherlich nicht schlecht getan; die Dialoge glänzen noch am ehesten mit den Zitaten Shakespeares und wirken hingegen - zumindest in der deutschen Übersetzung - häufig etwas plump.

Dennoch versinkt der Film in meinen Augen nicht zu tief in den Gefielden des Teenie-Kitsch, was vor allem an den Hauptdarstellerinnen liegt, die die Emotionen mit hoher Glaubwürdigkeit versehen. Ich nehme an, die dadurch in Erinnerung gerufenen Episoden eigener Erlebnisse in Sachen unglücklicher Liebe sind für den tiefen Eindruck verantwortlich, den der Film bei mir hinterlassen hat. Vielleicht ist es aber auch der Zwiespalt, den Paulie (als Symbol der bedingungslosen, leidenschaftlichen Liebe) und Tory (als ihre Kontrahenten "gesellschaftlicher Zwang" und "Rationalität") verkörpern, und den jeder von uns in sich trägt.

Diese und die oben bereits erwähnten Erzähl- oder Deutungsebenen rücken "Lost and Delirious" letztlich in weite Ferne zu den häufig weitgehend sinnfreien Teenager-Dramen, die Nachmittags auf diversen privaten Sendern über die Mattscheibe flimmern. Wer sich durch die genannten Schwachstellen nicht allzu seher stören lässt, dem sei dieser Film hiermit ans Herz gelegt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man sollte sich Taschentücher besorgen!, 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Lost & Delirious (DVD)
Mary, ein junges Mädchen, deren Mutter vor drei Jahren gestorben ist, wird vom Vater und der Stiefmutter in ein Mädcheninternat geschickt. Sie teilt sich ein Zimmer mit Pauline und Victoria. Paulie und Tori sind mehr als nur gute Freundinnen, sie sind ineinander verliebt. Als Toris jüngere Schwester die beiden zusammen im Bett ertappt, fürchtet Tori ihre erzkonservativen Eltern. Sie beendet ihre Beziehung zu Paulie und wendet sich einem an ihr interessierten Jungen zu um den normalen Konventionen zu entsprechen. Die rebellische Paulie verkraftet den Verlust nicht. Sie stürzt immer mehr in Verzweiflung, auch weil ihre von ihr nie gekannte leibliche Mutter den ersehnten Kontakt ablehnt. Sie fühlt sich mit einem von ihr gesund gepflegten Adler eins und stürzt sich mutmaßlich vom Dach des Schulgebäudes als sie ihn freiläßt. Paulie kannte nie die Liebe einer Mutter und deshalb umschloß sie die Finsternis. Mary hingegen hat wenigstens die Erinnerung, die ihr in schweren Zeiten hilft.
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Lost & Delirious
Lost & Delirious von Léa Pool (DVD - 2002)
EUR 27,90
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