Kundenrezensionen

68
4,4 von 5 Sternen
Amores perros
Format: DVDÄndern
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juni 2007
„Amores Perros“ ist der Film, mit dem sowohl der Regisseur Alejandro González Iñárritu als auch der Schauspieler Gael García Bernal das erste Mal international Aufsehen erregten. Der Film war u.a. für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert, musste sich da aber Ang Lees „Tiger & Dragon“ geschlagen geben.

Einiges, was Iñárritus spätere Filme ausmacht, findet sich bereits hier, neben der Länge (ca. 150 Minuten, unter 2 Stunden hat er es bisher noch nicht gemacht) vor allem das Episodenschema. 3 voneinander unabhängige Geschichten werden durch ein Ereignis, hier einen Autounfall (auch dieses Motiv taucht schon im nächsten Film wieder auf). Miteinander verbunden. In jeder dieser Geschichten spielen Liebe und Hunde eine Rolle (perro=Hund). Octavio liebt das Mädchen seines Bruders und lässt sich auf Hundekämpfe ein, Daniel will Valeria, einem Topmodel, dass alle Höhen und Tiefen erlebt, glücklich werden, und der Obdachlose „El Chivo“ trauert nicht nur seiner Zeir als Revolutionär hinterher. Es geht also um Menschen und die Liebe, wobei das Verhältnis der Menschen zu den Hunden der Schlüssel zum Verständnis ist.

Der Film lebt von den gut ausgearbeiteten und dargestellten Charakteren, von einer sehr wirkungsvollen Cinematographie (von Rodrigo Prieto, Iñárritus Stamm-Kameramann) und einem sehr passenden, aber unaufdringlichen Soundtrack. „Amores perros“ ist ein gutes Beispiel für das aufstrebende mexikanische Kino (Alfonso Cuarón, Guillermo del Toro) und vermittelt auch den einen oder anderen Einblick in das Land Mexiko.

Die Ausstattung der DVD ist leider sehr übersichtlich, ein Audiokommentar oder zumindest ein längeres Interview mit Iñárritu über seine Figuren wäre vermutlich recht aufschlussreich gewesen. Die DVD enthält auch den spanischen Originalton (sehr lohnenswert), die deutschen Untertitel sind nicht ausblendbar. Da aber das lateinamerikanische Spanisch, das hier gesprochen wird, für die meisten spanisch-lernenden/-sprechenden Deutschen ohnehin recht unverständlich sein dürfte, fällt das nicht weiter ins Gewicht.
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 25. Dezember 2002
"Amores Perros" ist - wie der Titel sagt - ein Film über Liebe und Hunde, ein mexikanisches Grossstadt-Epos, das im brutalen Dschungel der Metropole Mexico City spielt. Drei Liebesgeschichten werden nacheinander erzählt. Die erste Teil handelt von Octavio, der Susanna, die Frau seines Bruders, liebt, und mit Hundekämpfen sich das Geld für eine gemeinsame Zukunft verdient. Im zweiten Teil geht es um die Liebe des verheirateten Verlegers Daniel zum Modell Valeria. Im letzten Teil sucht der Obdachlose El Chivo die Liebe seiner Tochter Maru. Dabei handelt es sich nicht um kitschige Liebesgeschichten, denn sie stehen alle unter dramatischer Hochspannung, welche die Zuschauer berühren und fesseln. Jede Geschichte hat ihre Hunde: Kampfhunde, Schosshündchen, Strassenhunde. Alle Liebesgeschichten bleiben irgendwie offen, wobei allerdings am Schluss Hoffnung auf eine bessere Zukunft besteht.
Die Geschichten sind zwar voneinander unabhängig, streifen sich jedoch immer wieder, und werden vor allem durch einen Autounfall miteinander verbunden. Der Autounfall ist der Dreh- und Angelpunkt des Film, worum alle Geschichten kreisen. Die Struktur des Films ist sehr raffiniert gemacht. Die Geschichten laufen nicht einfach chronologisch ab, sondern es erfolgen immer wieder kleinere zeitliche Sprünge. Der Film ist häufig mit Handkamera gefilmt, was nervös und hektisch wirkt, schnell geschnitten und bei den blutigen Kampfhundeszenen mit Hip Hop-Musik unterlegt, was die Brutalität des Grossstadtlebens verdeutlicht. Die Inszenierung ist meisterhaft. Sehr interessant ist auch die Dokumentation, wo der Regisseur geschnittene Szenen präsentiert und erläutert. Dabei erklärt er viel über die Geschichten und Machart des Films.
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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2007
In diesem in Mexico-City spielenden Drama werden drei unterschiedliche Lebensgeschichten erzählt, die durch ein für alle Beteiligten einschneidendes Ereignis mit Wucht zusammenprallen. Ein Autounfall steht am Anfang des zunächst verwirrenden Geschehens. In ihn verwickelt ist Octavio, der in seine Schwägerin verliebt ist. Er lässt seinen Rottweiler für Geld bei blutigen Hundekämpfen antreten. In der zweiten Geschichte geht es um die Beziehung eines Verlegers zu einem erfolgreichen Fotomodell. Dessen Schoßhündchen spielt dabei eine tragende Rolle ... Dritter Augenzeuge des Unfalls ist ein ehemaliger Sandinist, der als Penner mit seinem Hunderudel durch die Stadt zieht, sich als Auftragskiller verdingt und den Tag herbeisehnt, an dem er seiner Tochter leibhaftig gegenüberstehen kann.
'Amores Perros' ist ein harter, dreckiger, langer und direkter Film. Zu Beginn wird man mit schnellen Schnitten und hektischen Wechseln mit Wucht in das Geschehen geworfen. Das erste Drittel thematisiert den Überlebenskampf sowie die Gewaltbereitschaft im ärmsten Milieu Mexiko-Citys. Darauf folgend wird dieser harten Realität die schillernde Welt der Medien gegenübergestellt, in welcher die Vergänglichkeit von Liebe und Glück im Mittelpunkt steht. Schließlich führt der dritte Teil die beiden Welten zusammen. Die Kamera ist immer so nah am Geschehen, dass der Zuschauer sich regelrecht in den dramatischen Ereignissen verliert.
Keine Kost für Jedermann, für mich jedoch ein Meisterwerk. Ein großartiges Drehbuch, gelungene Bilder und Schnitte sowie hervorragende Darsteller in einem komplexen Gebilde voller enttäuschter Hoffnungen, Liebe, Gewalt, Leid und Tiefgründigkeit. Eines der kostbarsten Filmjuwele.
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Mai 2007
der erste von innaritu's grandioser trilogie über die schicksalhaften verflechtungen menschlichen tuns und der unfähigkeit zu kommunizieren. spaßig, daß sich die mitrezensenten über eklige hundekämpfe oder mangelhafte technische quali der veröffentlichung echauffieren, anstatt festzustellen, wie unsäglich erbärmlich der ganze hollywoodschrott und das bedeutungsschwadronierende deutsche filmförderelend daneben aussieht ! habe diesen film bestimmt schon 5 mal gesehen und entdecke immer wieder neues - die stimmungen, die grandiose filmmusik, die vordergründige verschleierung der stets präsenten hoffnung, das ist große erzählkunst, die mit der keule in die magengrube haut, dankeschön senor innaritu !
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Mai 2007
Amores perros ist nicht perfekt. Die Bildqualität hakelt ab und zu, die Synchronisation ist an manchen Stellen auch nicht perfekt und wirklich passieren tut auch nicht viel.

Trotzdem fesselte er mich seine volle (lange!) Laufzeit über aufs Sofa. Es wird auf bemerkenswerte Weise gezeigt, wie verschieden man lieben kann. Ob als Parfum-Model, welche nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, zum Fremdgehen tendirerender Konzernchef, gewalttätiger Krimineller und seine unterdrückte Frau oder auch "Ex-Knacki", welcher von seiner Familie nicht mehr akzeptiert bzw. sogar ignoriert wird. Alle haben sie eine eigene, komplexe Gefühlswelt. Alle zeigen sie ihre Liebe auf anderen Wegen, alle werden sie auf unterschiedliche Weise mit den plötzlich auftretenden Problemen fertig.

Dies hat mich fasziniert. Als ein bisschen störend empfand ich die etwas brutalen (aber zum Glück nur 1-2 Sekunden langen) Hundekämpfe und die vielen toten Hundekörper, die im Film gezeigt werden... auch wenn sie schon ihre symbolische Bedeutung haben.

Amores perros ist vor allem von der Erzählweise und den Charakteren/rübergebrachten Emotionen ein herausragender Film. Deswegen vergebe ich 5 Sterne. Über Sachen wie die Bildqualität und den deutschen Ton sollte man dabei absehen.

Außerdem kostet der Film nur 4€...
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2002
Parallel laufende Geschichten, ungewöhnliche Kamerafahrten und ein roter Faden wie man ihn eigentlich nur von einem Guy Richie oder einem Quentin Tarrantino gewohnt ist, machen "amores perros" zu einem Thriller, der an Herz und Nieren geht. Auf geniale Weise überlässt der Streifen dabei immer dem Zuschauer den letzten Schritt, Gesehenes weiterzuspinnen und Fragmente wie ein Puzzlespiel zusammenzusetzen. "amores perros" sorgt aufgrund gleichermaßen realistischer wie grausamer Machart für die ungeteilte Aufmerksamkeit des Zuschauers und eine garantiert erhöhte Herzfrequenz. Ein Film wie das Leben: Voller unerwarteter Wendungen, Tränen der Trauer und der Hoffnung, und dem Motor, der doch immer wieder für den Antrieb sorgt: Liebe.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Amores Perros" ist das Debüt seines Regisseurs. Und ihm gelang ein Film, der schon jetzt auf seine weiteren Werke neugierig macht. Ich habe den Film zuerst im Kino gesehen und war begeistert von der durchweg spannenden Story, die drei Schicksale aus dem heutigen Mexico-City meisterhaft verknüpft. Dabei strahlt der Film eine gewisse Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit unserer heutigen Welt aus. In der Schlussszene erscheint ein Hoffnungssschimmer, doch im Grunde sind alle Personen an ihren Lebenszielen gescheitert.
Einige Szenen des Films sind relativ brutal, doch hat diese Brutalität nie selbstzweckhaften Charakter.
Es ist verdienstvoll das dieser aus einem für unsere Verhältnisse "exotischen" Filmland in einer sehr gut ausgestatteten Verkaufs-DVD auf den Markt gebracht wurde.
Allen Freunden des etwas anspruchsvolleren Kinos sei diese DVD ans Herz gelegt!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2007
Habe den Film hier bei Amazon bestellt, weil er mich sehr interessiert hat. Lediglich die - mittlerweile als falsch enttarnte - Rezension (es gäbe keine Original-Sprach-Version auf der DVD) hat mich zögern lassen.

Daher sehe ich mich jetzt veranlaßt, klarzustellen, dass SEHR WOHL die mexikanische Original-Version mit dt. Untertiteln in sehr guter Qualität verfügbar ist... was den Film noch emotional verstärkt.

Wer bereits BABEL gesehen hat vom gleichen Regiseur, kann sich in etwa vorstellen, wie der Film aufgebaut ist. Doch AMORES PERROS ist noch viel intensiver, aufwühlender und zugleich auf eine traurige Art ironisch-tragisch.

Zum Inhalt haben meine Vor-Rezensenten schon viel geschrieben, deshalb beschränke ich mich auf die Eindrücke und Auswirkungen hier.

Manche Szenen scheinen einem geradezu Spiegel vorhalten zu wollen. Nun, vielleicht ist die Essenz daraus auch, dass wir manchmal mit weniger sicherlich mehr erreichen könnten - wenn der Zufall und das Schicksal es natürlich auch so wollen!

Jedenfalls: ganz große Kaufempfehlung (insbesondere bei dem Super-Preis, und das auch mit Origial-Version!) für diesen anspruchsvollen und nachdenklichen Film!

PS: Amazon, euch auch 5 Sterne für die super-flotte (Normal-)Lieferung! Sonntag abend bestellt, Dienstag war alles da!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mexiko, in den 90ern (?).

Mehrere Erzählstränge mit ihren Charakteren und Schicksalen, die nebeneinander herlaufen und doch miteinander verwoben sind. 3 verschiedene Welten, da unterschiedliche soziale Schichten, in einem Land.

Da gibt es einen jungen Mann, der mit dem Rottweiler seines Bruders Geld in Hundekämpfen gewinnen will, um sich und die Frau seines Bruders aus dem Elend zu retten.

Dann gibt es ein junges Model, dessen neuer Mann viel beschäftigt ist und somit ihr kleines Hündchen ihr ein und alles ist.

Und dann gibt es noch einen älteren Obdachlosen, der mit einer Schar von Hunden durch die Stadt zieht und sich mit Auftragsmorden über Wasser hält.

Menschen und Hunde spielen in diesem Film eine große Rolle, dabei stellt sich im Film heraus, dass die (moralischen) Unterschiede zwischen Zwei- und Vierbeiner garnicht so groß sind.

Dieser Film bietet viel:
Er ist Actionfilm UND ruhiges Melodram. Er handelt von Hoffnungen und gescheiterten Beziehungen und Existenzen. Er zeigt das niederträchtigste im Menschen und verweist aber auch auf einen guten Kern, der in einem steckt.

Es ist keine leichte Kost, man braucht Konzentration, Geduld, aber auch einen starken Magen. Dafür wird man mit einer gut ausgedachten Handlung, komplexen Kameraeinstellungen und guten Schauspielern (vor allem Gael García Bernal) belohnt.

Sehr lohnenswert.

Dieser Film könnte Ihnen gefallen wenn Sie:

- Spaß am langsamen Aufbau von Erzählstrukturen und Charakterentwicklungen haben,
- sich für einen realistischen und vielschichtigen Blick auf Mexiko interessieren,
- unterschiedliche, parallele Handlungsstränge mit vielen Personen und Ereignissen überschauen können,
- sich für Hunde interessieren, aber nicht zu zartbesaitet sind,
- schnelle, hektische Kamerafahrten UND langsame, bedächtige, ruhige Szenen mögen
- wenn Sie Gewalt gut abkönnen.

Dieser Film wird Ihnen eher nicht gefallen wenn Sie:

- auf leichte, humorvolle Unterhaltung stehen,
- ausschließlich auf reine Actionfilme abfahren,
- schnell geschnittene Actionszenen mit Gewalt komplett ablehnen,
- Hunde total uninteressant, abstoßend finden ODER Hunde zu sehr mögen,
- Gewalt gegen Menschen und/oder Tieren abstoßend finden und deshalb sich so etwas nicht angucken können.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. August 2004
Ein kraftvolles, ungeschminktes, düsteres Porträt der mexikanischen Hauptstadt, über den Willen um wirklich jeden Preis zu überleben und über zerstörte Hoffnungen. Ein Film, der
sich dem Zuschauer ins Gedächtnis bohrt und nachhaltige Wirkungen zeigt.
....ich liebe es, wenn mich ein Film dazu bringt, alles über das Gesehene in Erfahrung bringen zu wollen. Ich habe sofort versucht, alle erhältlichen Filme von Gael Garcia Bernal zu bekommen. Von diesem aussergewöhnlichen mexikanischen Schauspieler wird man noch viel hören, davon bin ich überzeugt.
Einen Extra Stern vergebe ich an den fantastischen Soundtrack.
si senor !
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