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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gabriels Debutalbum / Vorstoß in neue Klangdimensionen
Der Remaster-Katalog von Peter Gabriel ist im Prinzip durch die Bank zu empfehlen. Besonders die ersten vier Alben profitierten durch das Aufpolieren des Sounds immens. Das schließt somit natürlich auch sein erstes Werk ein.
Zum Album: Ein bemerkenswerter Freischwimmer, nachdem Gabriel nach dem Ausstieg bei Genesis zunächst mal überhaupt nichts...
Veröffentlicht am 8. September 2002 von Phret

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen unausgereift
Der von mir für seine spätere Musik (und für das,was er bei Genesis gemacht hat)höchst geschätzte Peter Gabriel ließ sich nach seinem Weggang von Genesis viel Zeit für sein erstes Soloalbum (der Schnellste ist er sowieso nicht).
Offensichtlich wußte er noch nicht so richtig,was er wollte,hat erstmal herumprobiert.
Das...
Vor 16 Monaten von high end veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gabriels Debutalbum / Vorstoß in neue Klangdimensionen, 8. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Remastered) (Audio CD)
Der Remaster-Katalog von Peter Gabriel ist im Prinzip durch die Bank zu empfehlen. Besonders die ersten vier Alben profitierten durch das Aufpolieren des Sounds immens. Das schließt somit natürlich auch sein erstes Werk ein.
Zum Album: Ein bemerkenswerter Freischwimmer, nachdem Gabriel nach dem Ausstieg bei Genesis zunächst mal überhaupt nichts mehr amchen konnte. Doch dann kommen Songs wie "Solsbury Hill" und versprühen gute Laune, oder "Humdrum", das opulente Klangstrukturen aufbaut. Und im neuen Sound kommt alles gleich viel intensiver rüber. Das läßt dann die CD-Erstveröffentlichungen doch sehr alt aussehen. Das Highlight dieser CD ist aber mit Sicherheit das Finale - "Here comes the flood", das noch heute zu Gabriels besten Songs zählt.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entdeckungsreise, 19. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Remastered) (Audio CD)
Im Vergleich zu den späteren Alben findet man hier keinen roten Faden, eher eine wild zusammengewürfelte Mischung unterschiedlichster Stilrichtungen und Stimmungen (allerdings ohne die seit dem 3ten Album fast typischen afrikanischen Einflüsse). Viele Tracks muss man deshalb erst einige Male auf sich wirken lassen, bevor sie einrasten...aber dann endgültig!

Track 1 kommt betont sperrig, aber spannungsgeladen. Zu "Solsbury Hill" muss ich sicher kaum ein Wort verlieren. Egal ob man Rock oder Folk mag oder einfach nur gute Pop-Songs mit Niveau: man muss es lieben, von 8 bis 80 (noch einen Tick besser ist die "Plays Live" Version). Das nächste Stück ist ein unerwartet fetziger Rocker, aber ebenfalls eingängig und mit viel Energie vorgetragen. "Excuse Me" wirkt schräg und zeigt im Dixieland-Stil eine seltene humorvolle Seite. Für die damals vom Ausstieg noch geschockten Genesis-Fans klang das anschließende, melancholische und wunderschöne "Humdrum" dann sicher fast erlösend vertraut.

Die 2te Seite (auf der LP) ist deutlich bombastischer. "Slowburn" und "Dolce Vita" sind im Arrangement groß angelegte Werke mit zahlreichen Brüchen, wirken vielleicht sogar überfordernd komplex. Bei jedem Hören erschließen sich aber neue, klare Linien, bis man schießlich meint: so und nicht anders. "Big One" ist ein etwas lang geratender Ausflug in den Blues. Der ungewohnte u.s.-amerikanische Gesangsstil mag ein bisschen aufgesetzt wirken, kommt aber augenzwinkernd sympathisch rüber, die Note "guter Versuch" dürfte passen. Wer "Here Comes The Flood" nur in der späteren, minimalistisch-getragenen Piano-Version kennt, muss hier umdenken. Ihn erwartet ein grandioses Finale mit weitem Spannungsbogen zwischen zart-leisem Beginn und hymnisch-lautem Refrain und Ende. Ein Song wie ein Statement.

Mit Bob Ezrin (2 Jahre später: Pink Floyd - The Wall) hatte PG einen kongenialen Produzenten, der die hörbare Lust aufs Ausprobieren ("out of the machinery")im richtigen Zügel hielt und im Vergleich zu Genesis toll und sicher ganz bewusst anders aufspielende Studiomusiker mit einbrachte.

Mit das beste Debut-Album eines Aussteigers. Und auch nach dem x-ten Anhören nicht langweilig. Eine Entdeckungsreise für den Künstler und den Hörer.

Wer noch die erste, teils grauselig dünn klingende CD-Veröffentlichung besitzt, darf investieren: Die Remasterversion klingt vom ersten Ton an satter und natürlicher.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser ohne Genesis, 30. April 2002
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Remastered) (Audio CD)
Logischerweise konnte nach dem Genesis-Meilenstein THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY nichts mehr besseres kommen, also stieg Peter Gabriel folgerichtig aus. Um die Musikwelt mit seinem ersten Soloalbum zu überraschen. Genesis scheinen -bis auf die markante Stimme- nur noch im Ansatz durch. Harte Gitarren, Bläser und ungewohnte Sounds in "Moribund the Burgermeister", Folk-Anklänge in "Solsbury Hill", Barbershop-Satzgesang in "Excuse me", eine himmlische Ballade mit "Humdrum" lassen Peter Gabriel als vielseitigen Musiker erkennen. Bob Ezrin (Alice Cooper u.a.) machte einen guten Produzentenjob, FirstClass-Musiker spielen präzise und vielseitig (Tony Levin war schon dabei!). Am Schluß hören wir mit "Here comes the flood" eines der Schlüsselstücke von Gabriel, das danach seine Offenheit in unzähligen Neu-Arrangements bewies.
Rundrum eine sehr gelungene Platte, die damals eigentlich unterging - völlig zu unrecht...
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen peter gabriels erste solowerk mit knackigem sound, 13. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Remastered) (Audio CD)
man kann nicht mosern, das remastering hat was gebracht.
der sound war ja nicht so unterirdisch schlecht, aber wer fuer sowas ne passende anlage, sowie das passende gespuer dafuer hat -
der wird dies zu schaetzen wissen.
die songs selber sind schon absolute klassiker.
schon der leicht schraege einstieg in "moribund the burgermeister" macht einfach nur spass.
gefolgt vom all-time-hit "solsbury hill". weiter dann das fetzige "modern love".
schon mit diesem einstieg haengt er die messlatte verdammt hoch, und er reisst sie bei keinem der folgenden songs.
weder mit "excuse me", noch mit dem orchestralen-bombasto ausklang in namen von "humdrum" (wunderschoenes lied), wie auch "slowburn" und dann natuerlich der megaschrubber "here comes the flood". langsamer, ruhiger einstieg, dann kommt band mit orchester.
ein rundum stimmiges werk. keine scheibe die nur ein single hit zu bieten hat + der rest des materials sind bemuehte nachzieher.
nein! jeder song ist anders, jeder bringt ne anderer stimmung rueber. die stimme ist wandlungsfaehig wie immer.
top werk zu gutem preis - fuer leute mit ohren die nicht einfach nur so am schaedel haengen. und die zwischen den ohren noch nicht von irgendwelchen doedel/jodeltruppen verschmalzt sind.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes Debut, 6. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Audio CD)
Ein rundum gelungenes, fantastisches Album, welches Peter Gabriel da zu seinem Solo-Debut 1977 vorgelegt hat.
Er setzt verschiedenste musikalische Stilrichtungen ein und trotzdem bleiben die Songs melodisch und hörenswert und werden nie langweilig. Ich höre mir die CD immer wieder gerne an und möchte behaupten, dass sie ein absolutes Highlight meiner Sammlung ist.
Schon der erste Song "Moribund The Burgermeister" schlägt voll ein und hinterlässt bleibenden Eindruck. Danach folgt mit "Solsbury Hill" der große Hit des Albums und einer von Gabriel's bekanntesten Liedern. Auch "Modern Love" hat Hit-Potenzial. Danach folgt mit "Excuse Me" schon eine etwas andere Stilrichtung. Ein witziger Song, der etwas schwächer ist als die restlichen Songs, allerdings keineswegs schlecht sondern eben anders.
Mit "Humdrum" wird es etwas langsamer und ruhiger. Dann kommt mit "Slowburn" wieder eine ganz starke, rockige Nummer. Nach "Waiting For The Big One" kommen dann noch zwei richtige Perlen, mit denen das Album dann ausklingt und perfekt abgerundet wird: "Down The Dolce Vita" und "Here Comes The Flood".
Von mir eine absolute Kaufempfehlung für all diejenigen, die tolle Musik hören wollen. Ein echter Klassiker von Mr. Gabriel!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielfalt auf höchstem Niveau, 25. Mai 2012
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Audio CD)
Was an dem ersten Soloalbum von Peter Gabriel kritisert wird, ist die Uneinheitlichkeit dieser Song-Sammlung, manche behaupten sogar, dass es im Gegensatz zu den darauffolgenden Platten, keinen flow entwickeln würde.

Diese Kritik ist zum einen natürlich berechtigt, denn gerade Seite 1 dieser Scheibe schlägt Haken, die man - vor allem in den 70er Jahren - nur selten zu hören bekam; bestes Beispiel dafür ist das Cabaret-Stückchen ,Excuse Me`, das auf den ungewöhnlich straighten und geradlinigen Rock Song ,Modern Love` folgt. Allerdings sollte man sich in Erinnerung rufen wie die Abschiedsplatte Gabriel's mit Genesis klang - auch dort gab es die unterschiedlichsten tracks, die aber - wegen der Einstufung als (eigentlich kaum nachvollziehbares) Konzeptalbum - niemanden störte. Gabriel wollte einfach raus aus dem Progressive Rock Korsett (was er ja metaphorisch in dem hier enthaltenen ,Solsbury Hill` auch gut erklärt). Diese Platte aber als ,Talentprobe` abzutun, würde der Qualität der Songs und dem Einfallsreichtum sicher nicht gerecht, denn kompositorisch ist das alles erste Güte.

Die meisten songs hier sind nicht nur konziser als nahezu alles was er mit Genesis aufnahm, es wird auch darauf verzichtet - wie damals oft im Progressive Rock üblich - unterschiedliche Songteile, künstlich mit tw. mühsamen Intstrumentalpassagen zu verbinden um ein Epos vorzugaukeln. Auf die Theatralik verzichtet Gabriel hier dennoch nicht - speziell bei den Stücken wie ,Waiting For The Big One`` und vor allem ,Here Comes The Flood` wird pathosmäßig schon sehr geklotzt. Aber auch das ist Gabriel und wenn man an seine letzten Arbeiten - mit Orchester - oder an die diversen Soundtracks die er herausgebracht hat - denkt, dann ist es schon bemerkenswert, dass er auf diesem Album schon fast alles in kleinen Portionen anbietet, was sich später teilweise über ganze Alben erstrecken sollte. Da ist der pulsierende - eigentlich schon ein wenig den Sound seiner 4ten Platte vorwegnehmende Rhythmus zu Beginn von ,Moribund`, die wunderschönen Popmelodien von ,Solsbury Hill` oder ,Humdrum` die man dann bspw. auf ,So` und ,Us` wiederfand und die Rocksongs ,Slowburn`, ,Down The Dolce Vita` und eben ,Modern Love`, die auf dem 2ten und 3ten Album stark verteten waren. Und seien wir ehrlich - ,Here Comes The Flood` - so überambitioniert es sich anhören mag, hat auch heute noch eine gänsehauterzeugende Wirkung.

Ein Debut, dessen durchgehende kompositorische Qualität Gabriel selbst eigentlich kaum mehr toppen konnte und das - trotz der tw. etwas angestaubt klingenden Arrangements - immer noch zu den besten in der Sparte ,Frontman goes Solo` gehört. Aber die ersten 5 Gabriel Studioalben (und ,Plays Live`) sollte man sowieso haben...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Feuerwerk der Kreativität, 14. Februar 2010
Von 
H. Schwoch "hschwoch" (Seevetal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Remastered) (Audio CD)
"Moribound the Burgermeister" 4,5
"Solsbury Hill" 5
"Modern Love" 4,5
"Excuse Me" 4
"Humdrum" 5
"Slowburn" 4
"Waiting for the Big One" 4
"Down the Dolce Vita" 5
"Here Comes the Flood" 5

Was für eine Ausbeute! Ergibt im Durchschnitt zwar 'nur' 4,55 Sterne, aber was hier zählt, ist die Gesamtwirkung einer Scheibe, die so bemerkenswert ist, dass das Gesamturteil nur 5 Sterne lauten kann. Irgendwie wahnsinnig und trotzdem total eingängig. Progressiv im allerbesten Sinne.

Die absoluten Höhepunkte: "Solsbury Hill" ist der unsterbliche Evergreen (erreichte die Top Twenty der deutschen Singlecharts), das göttliche "Humdrum" schöpft aus Früherem und kündigt Zukünftiges an, "Down the Dolce Vita" ist wunderbarer, megalomanischer Hardrock-Bombast, und über "Here Comes the Flood" in der Originalversion noch irgendwas zu schreiben, ist eh vollkommen überflüssig; ein unfassbarer Geniestreich, allenfalls mit dem ähnlich strukturierten "Blood on the Rooftops" von Genesis aus dem selben Jahr vergleichbar.

Fazit: Nach all diesen Jahren ist dies hier immer noch mit Abstand Peter Gabriels abwechslungsreichstes und großartigstes Album. Ein Feuerwerk der Kreativität und von geradezu überschäumender Melodienfülle.

Seine frühere Band Genesis veröffentlichte derweil ohne ihn in jener verzauberten Zeit Mitte/Ende der 70er mit A TRICK OF THE TAIL, WIND & WUTHERING, SECONDS OUT und ...AND THEN THERE WERRE THREE... vier von mir bis heute überaus geliebte Wunderwerke, während Gitarrist Steve Hackett, der Genesis 1977 leider ebenfalls verließ, mit PLEASE DON'T TOUCH und SPECTRAL MORNINGS zu beeindrucken wusste. Und so fügte sich, aus heutiger Sicht betrachtet, für uns Fans doch letztlich alles zum Besten!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein Beginn!, 18. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Remastered) (Audio CD)
Peter Gabriels erstes Solo-Album von 1977 hebt sich nicht nur von den stark von ihm geprägten letzten Genesis-Alben ab, sondern auch von seinen späteren Solo-Werken.
Einen derart rockigen, gitarrenlastigen Sound hört man auf seinen späteren Alben nicht mehr (da diese doch eher keyboard-orientiert sind). "Modern love", "Slowburn" und "Down the dolce vita" sind knackige Rock-Songs, und mit dem wunderbar orchestrierten "Here comes the flood" ist gleich eine der absolut größten Gabriel- und Rock-Songs aller Zeiten am Start. Schade, dass er ihn auf seinen letzten Touren "nur" in der ruhigen Piano-Version gespielt hat.
Mit "Solsbury Hill" enthält "I" auch gleich einen respektablen Sings-Hit, der auch heute noch zu jedem Live-Set zählt und ein absoluter Klassiker geworden ist. Experimenteller geht es bei dem bluesigen "Waiting for the big one" und dem mit Barbershop-Intro beginnenden "Excuse me" zu, die jedoch auch absolut zu überzeugen wissen!
Alles in allem bleibt "I" ein starkes Album, ohne einen einzigen Aussetzer unter den neun Songs. Zwar anders als die folgenden Gabriel-Alben, aber nicht minder erstklassig. Dem klassischen Rock-Fan würde ich am ehesten diese Album empfehlen (denjenigen, welchen Gabriels weitere Solo-Aktivitätem zu "soft" erscheinen mögen)!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mein Klassiker", 22. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Audio CD)
Das erste und nunmehr ein Viertel Jahrhundert alte, erste Soloalbum von Peter Gabriel besticht in einer einzigartigen Kombination aus theatralischer 70er Jahre Rockmusik und orchestralen Einlagen, gespielt vom berühmten London Symphony Orchestra.
Schon der erste Titel des Albums „Moribund the Burgermeister" ist charakteristisch für das ganze Album, indem es rockig mit klassischen Instrumenten unterstrichen und irgendwie verspielt klingt. Einen ganz andere Art hat der Klassiker schlechthin „Solsbury Hill". Über diesen eingängigen Ohrwurm, der bis heute zu den am häufigsten gespielten Klassikern der Musikgeschichte zählt, muss wohl nicht viel gesagt werden. Etwas ruhiger und beschaulicher geht es beim nächsten Titel „Modern Love" weiter, dem dann dass absolut albern (aber genial) klingende „Excuse Me" folgt. Neben einem munter aufspielenden Klavier ist z.B. eine Tuba zu hören, gespielt von Tony Levin, der auch heute noch zur „Band" von Peter Gabriel gehört, aber auch schon einige Soloprojekte veröffentlicht hat. Weiter am Ende des Albums folgt dann ein Höhepunkt der Albums: „Down the Dolce Vita" beginnt rein klassisch und sehr pompös vom London Symphonie Orchester gespielt, bis es dann plötzlich in den für das Album so typischen 70er Sound verfällt. Zwischendurch erklingt dann immer mal wieder eine Orchestereinlage, die den Titel auflockert und in besonderer Art und Weise unterstreicht. Als letzter Titel ist dann mit „Here comes the Flood" auch noch mal ein Klassiker zu hören. Dieser Titel ist auch bis heute noch Teil des Konzertprogramms von Peter Gabriel, manchmal auch auf deutsch gesungen („Hier kommt die Flut"), wie zuletzt bei einem Konzert in München, in Gedenken an die Flutkatastrophe in Ostdeutschland.
Peter Gabriel selbst findet das Album immer noch hörenswert, wobei er aber betonte, dass er es heute weniger bombastisch und nicht so theatralisch ausschmücken würde. Aber auch gerade dass ist ein Reiz dieses Albums, die Nachfolgealben von Peter Gabriel unterscheiden sich doch deutlich in Klang und Instrumentierung.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Debut eines theatralischen Genies!, 25. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 1 (Audio CD)
1974 brach für viele Fans des englischen Progressive-Rocks eine Welt zusammen: Peter Gabriel, der damalige Kopf der Supergroup GENESIS verließ entnervt die Bühne (nach einem Konzert der "Lamb Lies Down On Broadway"-Tour) und gab wenig später seinen Rücktritt bekannt.
Gabriel brauchte schließlich ganze drei Jahre, um seine erste Solo-Platte in die Plattenregale zu platzieren und diese Arbeit unterstrich bereits damals den zukünftigen Kurs des Künstlers - jede Platte wird anders und dennoch (fast) immer ein Meisterwerk. Peter Gabriel ist hier auf der Suche, in diesem Falle auf der Suche nach einzelnen Stilrichtungen. Er vermischt Bar-Jazz ("Slowburn") mit Avantgarde, Pop, Bombast ("Down The Dolce Vita") und einprägsamen Balladen ("Here Comes The Flood"), und genau dieser Umstand ist überraschend. Nun mal ehrlich, wer hätte gedacht, daß Gabriel nach einem komplexen Konzeptdoppelalbum ("The Lamb Lies Down On Broadway") einen derartigen Stil-Mix veröffentlichen würde?
Doch sei's drum: dieses Album gefällt, es enthält den ersten Single-Hit "Solsbury Hill" und ist zudem Konzept - Peter Gabriel setzte seine Suche fort, und das hört man mit jedem neuen Album!
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