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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hugh der Junge: Feinfühlig, pathetisch, geistreich and absolutely British
Natürlich geht es in diesem Film um einen Jungen, nämlich um den egozentrischen Dandy Will Freeman (Hugh Grant), der trotz seiner 38 Jahre noch keineswegs erwachsen ist. Will lebt ein sorg- aber auch nutzlosen Upper-Class-Dasein in London. Dass er keine tiefen Beziehungen eingehen kann, interpretiert er für sich als Vorteil. Er gibt unumwunden zu, dass er...
Veröffentlicht am 15. Juni 2007 von Woodstock

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Review: About a boy (Englisch 11.2)
'About a boy' is a film, which convinces with real situations and situation humor. But it isn't comparable with the great films like 'Forrest Gump'. It is a lovely movie for comfortable evenings at home.
Will Freeman (Hugh Grant) is a cool lazy-bones. He lives from the money, his father earned with his only successfully hit 'Santa Supersleigh'. He's proud of never...
Veröffentlicht am 1. Juli 2003 von baerchenundbambus


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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hugh der Junge: Feinfühlig, pathetisch, geistreich and absolutely British, 15. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Natürlich geht es in diesem Film um einen Jungen, nämlich um den egozentrischen Dandy Will Freeman (Hugh Grant), der trotz seiner 38 Jahre noch keineswegs erwachsen ist. Will lebt ein sorg- aber auch nutzlosen Upper-Class-Dasein in London. Dass er keine tiefen Beziehungen eingehen kann, interpretiert er für sich als Vorteil. Er gibt unumwunden zu, dass er einen seichten und wertlosen Charakter hat und er scheint mit diesem Leben sehr zufrieden.
Wills neueste Masche an problemlosen Sex zu kommen besteht darin, sich vermittels einer Selbsthilfegruppe an allein erziehende Mütter heran zu machen. So lernt er (am Tag der toten Ente) den 12 jährigen Marcus (Nicholas Hoult) kennen. Seinem Alter nach ist Marcus zwar ein Kind, doch das Leben hat den Jungen schon früh erwachsen werden lassen. Seine depressive und selbstmordgefährdete Alt-Hippie-Mutter (Toni Colette) ist nicht nur dafür verantwortlich, dass Marcus in der Schule ein Außenseiter bleibt, der andauernd schikaniert wird, sondern sie lädt auch unerträglich viele Sorgen und Verantwortung auf die Schultern ihres Sohns.
Um dieser deprimierenden Welt zu entfliehen, steht Marcus eines Tages vor Wills Tür und verlangt Einlass. Will ist gar nicht erfreut über den aufdringlichen Gast, denn eigentlich hängt er am liebsten alleine herum und beschäftigt sich nur mit sich selbst und außerdem kann er Kinder nicht ausstehen.
Dennoch lässt er Marcus über seine Türschwelle und damit auch in seine zweifelhafte Single-Existenz. So entsteht langsam eine seltsame Beziehung zwischen Will und Marcus, die das Leben der beiden "Jungen" schließlich grundlegend verändert.

Was für ein Film und was für Darsteller!
Wenn ich je gedacht habe, dass Hugh Grant nur ein mittelmäßiger Schauspieler sei, so nehme ich das hiermit feierlich zurück. Selten habe ich den britischen Schönling so einfühlsam und subtil spielen sehen wie in "about a boy". Glaubwürdig und ergreifend verwandelt er sich vom nichtsnutzigen Tagedieb langsam aber sicher in einen liebenden und sich kümmernden Menschen ohne dabei seinen britischen Charme einzubüßen. Diese Besetzung ist ein Volltreffer, ebenso wie Nicholas Hoult, der als der absonderliche Marcus souverän und absolut überzeugend auftritt, ein wahrhaftes Dreamteam diese beiden.
Natürlich ist der Film vordergründig eine unterhaltsame Komödie, die gespickt ist mit geistreichen Dialogen und herzerfrischend witzigen Off-Kommentaren von Will und Marcus. Skurrile Szenen garantieren trockenen und niveauvollen Humor, wie er britischer nicht sein könnte. Doch darüber hinaus bekommt der Zuschauer so ganz beiläufig eben auch traurige und nachdenkliche Elemente serviert, unaufdringlich, ironisch, genial!
Dieser Film ist britisches Unterhaltungskino auf höchstem Niveau und damit - besonders in der englischen Originalfassung - uneingeschränkt empfehlenswert und zwar für jeden, der auch nur annähernd Wert auf anspruchsvollen Humor legt, für alle Freunde von Kultautor Nick Hornby (dessen Buch hier mehr oder weniger genau verfilmt wurde), für Verehrer(innen) von Hugh Grant, für Englisch-Eleven und für den Rest der Menschheit natürlich auch ;-).
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drama oder Komödie?!?!?, 29. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Ob "About a Boy" Drama oder Komödie ist, lässt sich nicht genau sagen. Aber selbst wenn man den Film als Drama betrachtet, so dürfte es kaum einen Film dieses Genres geben, in dem es soviel zu Lachen gibt. Das liegt in erster Linie an den offenherzigen Gedanken, die sich Will laufend macht und die sich meist im absoluten Gegensatz zu dem bewegen, was er sagt. Und dank des Off-Kommentars bekommt der Zuschauer den Zwiespalt, in dem sich Will permanent befindet, auch ohne Beschönigungen mit. Ausgerechnet den Brüdern Paul & Chris Witz, die als Regisseure die Aufmerksamkeit des Kinopublikums bislang nur durch den platten Humor der "American Pie"-Filme erlangten, gelang es, den Roman von Beststeller-Autor Nick Hornby charmant und mit viel feinsinnigem Humor zu verfilmen. Hugh Grant passt perfekt in die männliche Variante der "Bridget Jones"-Diaries und schafft selbst den Wandeel vom Narzisten zum idealen Familienmensch, ohne dass diese Veränderung klischeehaft und erzwungen wirkt. Schade ist nur, dass der Film bereits nach noch nicht einmal 100 Minuten vorbei ist und somit nicht einmal die üblichen zwei Stunden Laufzeit erreicht.
Zu Bild und Ton:
Prinzipiell bietet die DVD ein sehr plastisches Bild mit hervorragendem Kontrast und satten Farben.
Soundtechnisch gibt "About a Boy" nicht viel her. Die Abmischung des Films wurde sehr frontlastig vorgenommen und macht von den Surroundkanälen kaum Gebrauch.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hugh Grant at his best, 15. November 2003
Die Geschichte des Films ist einfach erzählt: Will (38) hat alles wovon seine Geschlechts-und Altersgenossen (zumindest manchmal) träumen: Er ist Single, hat weder Kinder noch berufliche Verpflichtungen und lässt, wie man so schön sagt "den lieben Gott einen guten Mann sein. Und nebenbei kann er jede Menge Frauen abschleppen. Seine neueste Masche hierbei ist der Besuch von Selbsthilfegruppen für Alleinerziehende. Das alles ändert sich, als er Marcus kennenlernt. Der zwölfjährige Sohn einer selbstmord-gefährdeten Mutter stellt Will's Leben auf den Kopf. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Nick Hornby ist einfach nur gelungen. Wunderbar spritzige Dialoge und tolle Darsteller. Hier allen voran Nicolas Hoult als Marcus, der immer wieder versucht sich anzupassen und gleichzeitig seiner Mutter damit nicht wehzutun. Und natürlich ein wunderbarer Hugh Grant, der in diesem Film eine seiner bisher besten Leistungen abgibt. In seiner Darstellung dieses Junggesellen, der ohne Verpflichtungen in den Tag hineinlebt,ist er lässig, wie lange nicht und nimmt sich und sein Image ein Stück weit selbst auf die Schippe. Fazit: Nicht nur für Fans von Hugh Grant ein Muss!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hugh Grant - wie wir ihn kennen, 25. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Will (Hugh Grant) hat nie einen Job gehabt und plant auch keinen zu suchen. Seit immer lebt er von den Verkaufseinkünften eines Liedes, das sein Vater vor vielen Jahren schrieb. Er hat nur einen Menschen in seinem Leben; sich selbst - und so soll es auch bitte schön bleiben. Die vielen Frauen, die er so oft gegen eine andere austauscht sind nur vorübergehend und es ist auch gut so.
Er denkt viel darüber nach, wie er neue Frauen kennenlernen soll, und wo man sie trifft. Eines Tages trifft er eine Frau; eine Frau wie jede andere abgesehen davon, dass sie eine single Mutter ist. Die beiden verbringen eine schöne Zeit zusammen, bis zu dem Punkt, wo Will mit ihr schluss machen will. Überraschend kommt aber die Wörter aus ihrem Mund. Will ist bisher nie verlassen worden, und fühlt sich super dabei, weil er kein schlechtes Gewissen haben muss. So kommt er auf die Idee, nur single Mütter kennezulernen, obwohl er eigentlich Kinder hasst.
So trifft er Marcus, den Sohn einer singlen Mutter, der große schwierigkeiten hat; zuhause und in der Schule. Seine Mutter versucht sich das Leben zu nehmen und er wird täglich von immer mehr Kindern gehänselt. Marcus möchte aber, dass seine Mutter einen Freund bekommt, und versucht deswegen Will in ihr Leben zu integrieren. Nach vielen unfreiwilligen Stunden mit Marcus und nach viel Nachdenken, versucht Will, dem kleinen zu helfen, obwohl er ihn am Anfang aus seinem Leben schmeißen wollte.
"About A Boy" ist eine schöne Komödie, ganz ohne Gewalt und sonstige unrealistische Actionszenen. Meiner Meinung nach, ein typischer Hugh Grant Film; ruhig, lustig und mit vielen humoristischen Kommentaren, genau wo man sie nicht erwartet hat. Die Geschichte hätte eine sehr traurige sein können; sie wird aber mit Humor und Späßen in etwas positives gedreht, wo der Fokus auf die Zeit nach der schwierigen Phase gesetzt worden ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hugh Grant in seiner besten Rolle ;-), 30. Juni 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Den Film in eine Kategorie einzuordnen fällt schwer - natürlich will er unterhalten, und das vor allem mit knochentrockenem britischem Humor. Aber er ist sowohl eine Beziehungskomödie, ein Film über das Erwachsenwerden, ein Film über das Alleinsein, er ist lustig und ernsthaft, schräg und nachdenklich. Also von allem ist etwas dabei.

Der Zusatztitel Der Tag der toten Ente" passt hervorragend zu diesem Film und lässt mich immer wieder an eine bestimmte Szene denken und schmunzeln.

In diesem Film geht es um zwei Jungs, auch wenn der eine längst aus dem Kindesalter herausgewachsen sein sollte. Aber Will's (Hugh Grant) Mangel an Ernsthaftigkeit und seine Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, stehen im krassen Gegensatz zu Marcus, dem 12 jährigen, den Will beim Versuch allein stehende Mütter aufzugabeln kennen lernt. Will's Mutter ist selbstmordgefährdet nachdem sie sich von Will's Vater getrennt hat und mit der neuen Situation nicht fertig wird. Da kommt Will für Marcus gerade recht, um als Großer-Bruder-Vater-Ersatz bei den eigenen Problemen mit dem Erwachsenwerden zu helfen. Doch wie soll Will das anstellen, wenn er doch selber eigentlich noch ein Kind ist?

Schaut euch den Film an! Er ist wirklich gut und die humorigen Spitzen (typisch britischer Humor) sind zum Niederknien!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nick Hornby zum Dritten, 31. August 2003
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Nach Fever Pitch und High Fidelity war klar, dass auch Nick Hornby's nächster Roman schnell verfilmt werden wird. Doch während man bei High Fidelity noch des Erfolges in Amerika wegen die Handlung von England nach Chicago verlegt hat bleibt man der Romanvorlage bei „About a Boy" treu und hat mit Hugh Grant sicherlich auch die absolute Bestbesetzung für die Rolle des charmanten, aber völlig orientierungslosen Will Freeman gefunden.
Zunächst hatte mich der deutsche Zusatztitel „Der Tag der toten Ente" sehr gestört, aber er passt zu diesem Film. Mehr noch als vielleicht der Originaltitel, denn eigentlich geht es in dem Film um zwei Jungs, auch wenn der eine längst aus dem Kindesalter herausgewachsen sein sollte. Aber Will's (Hugh Grant) Mangel an Ernsthaftigkeit und seine Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, stehen im krassen Gegensatz zu Marcus, dem 12 jährigen, den Will beim Versuch allein stehende Mütter aufzugabeln kennen lernt. Will's Mutter ist selbstmordgefährdet nachdem sie sich von Will's Vater getrennt hat und mit der neuen Situation nicht fertig wird. Da kommt Will für Marcus gerade recht, um als Großer-Bruder-Vater-Ersatz bei den eigenen Problemen mit dem Erwachsenwerden zu helfen. Doch wie soll Will das anstellen, wenn er doch selber eigentlich noch ein Kind ist?
Den Film in eine Kategorie einzuordnen fällt schwer - natürlich will er unterhalten, und das vor allem mit knochentrockenem britischem Humor. Aber er ist sowohl eine „Beziehungskomödie, ein Film über das Erwachsenwerden, ein Film über das Alleinsein, er ist lustig und ernsthaft, schräg und nachdenklich. Also von allem ist etwas dabei.
Als alles in allem ein klasse Film. Doch ich kann jedem nur dazu raten, auch die Romanvorlage zu lesen (am besten in Englisch), denn wie meist geht im Film ,noch dazu mit deutscher Synchronisation, viel von dem britischen Humor von Nick Hornby verloren. Dennoch noch immer ein Highlight des Jahres und 4 Sterne wert. Wo der fünfte Stern bleibt kann ich auch nicht genau sagen, vielleicht weil ich weiß, dass ich in Zukunft eher nochmals zu dem Buch als der DVD greifen würde.
Ach ja: Sie werden diesen Film mögen, wenn Ihnen auch folgende Filme gefallen haben:
„Notting Hill" und „Vier Hochzeiten und ein Todesfall" (natürlich), dazu „Billy Elliott - I will Dance" und „Ganz oder gar nicht" (wegen der schrulligen Engländer), „High Fidelty" (Nick Hornby), und vielleicht auch „Gottes Werk und Teufels Beitrag" (weiss nicht wieso, ist mir aber eingefallen).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlvoller Film mit tollen Schauspielern, 16. September 2009
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Aufmerksam auf diesen Film wurde ich durch ein Buch , das die Erziehungswissenschaft näher beschreibt, indem das Werk "about a boy" als Vorlage für das kulturelle und auch ökonomische Kapital genutzt wurde.
Ich habe im Vorfeld schon viel über den Film bzw. das Buch gehört und gelesen und habe es nun endlich mal geschafft zumindest den Film zu sehen (Buch folgt auf jeden Fall noch).
Ich fand den Film einfach Klasse. Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht sowieso sehr interessant aber auch allgemein sehenswert. Will, der von sich selber behauptet eine Insel zu sein, lernt den kleinen Marcus kennen (toll gespielt btw. von beiden) und das Leben beider wird stark verändert. Hierbei ist es interessant, dass Will zwar Geld ohne Ende besitzt aber kaum Wissen- anders bei der Mutter von Marcus, die ihn zu einem selbständigen Menschen erziehen will, was aber misslingt - hier greifen eher die unbeabsichtigten Erziehungsmethoden von Will.

Bis zum Ende ist es ein sehr schöner gefühlvoller Film, der mich sehr unterhalten hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die lebenslange Rente..., 13. Juni 2008
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
...ist das wonach wir alle streben, oder? Jedenfalls will die Werbung der Glückslotterien uns das immer weismachen. Dabei ist das mit dem Glück doch so eine Sache. Denn mit Glück kann man zwar eine Lotterie gewinnen, aber auch wenn man Glück gehabt hat, muss man lange noch nicht glücklich sein, oder?

Der Protagonist von "About a Boy" hat zwar keinen Jackpot geknackt, aber dafür hat er von seinem Vater die Rechte an einem Stück Musik geerbt. Das bringt ihm jetzt mehr als ein durchschnittliches Einkommen. Und deshalb kann er sein Leben vor dem Fernseher verbringen, in Plattenläden und in Restaurants. Und vor allem kann er sich einen Sport daraus machen, Frauen flachzulegen. Nicht eine, sondern viele. Denn welche Freude kann eine Frau allein einem Mann schon machen, wenn dieser das perfekte Leben doch schon lange hat?

"Am Anfang kamst Du mir irgendwie hohl vor", ist deshalb der kluge Satz, den die Frau zu ihm sagt, in die er dann doch wirklich verknallt ist. Selbst ihm erscheint dies plausibel zu sein, als sie es ausspricht. Aber dennoch irrt die Schöne. Denn Will, der Protagonist dieser Geschichte, liebt und lebt schon längst. Sein Leben ist alles andere als leer. Und so enthält dieser Film neben vielem anderen die Botschaft, dass man als Frau der schönen Oberfläche auch dann nicht trauen darf, wenn sie einem zu glatt und teuer poliert vorkommt. Die Abgründe des Protagonisten führen diesen immerhin auf eine Bühne, auf der dann Hugh Grant, der Darsteller unseres Helden, peinlicherweise singen darf. Aber genau das muss so sein, in diesem Film.

Dann gibt es noch einen kleinen Jungen mit depressiver Mutter. Natürlich ist es diese Rumpffamilie, der Will sein Leben verdankt. Und während Hugh Grant sich als Will im Wesentlichen selbst spielt, so zeigt die Rolle des jungen Marcus doch das Talent eines wirklich tollen Schauspielers. Nicholas Hoult spielt diesen Teenager, der unter der Welt leiden muss und gerade deshalb ein großartiger Mensch ist. Denn er ist es schließlich, der die Geschehnisse in der Handlung und diesem Film zusammenhält.

Formal ist das eine eher typische, britische Komödie. Schnitt, Sets, Farben, Musik, all das kommt einem eher etwas zu bekannt vor. Aber vielleicht kann man ja nicht in jedem Film etwas Neues, Innovatives verlangen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hugh der Junge: Feinfühlig, pathetisch, geistreich und absolutely British, 22. Januar 2008
Natürlich geht es in diesem Film um einen Jungen, nämlich um den egozentrischen Dandy Will Freeman (Hugh Grant), der trotz seiner 38 Jahre noch keineswegs erwachsen ist. Will lebt ein sorg- aber auch nutzlosen Upper-Class-Dasein in London. Dass er keine tiefen Beziehungen eingehen kann, interpretiert er für sich als Vorteil. Er gibt unumwunden zu, dass er einen seichten und wertlosen Charakter hat und er scheint mit diesem Leben sehr zufrieden.
Wills neueste Masche an problemlosen Sex zu kommen besteht darin, sich vermittels einer Selbsthilfegruppe an allein erziehende Mütter heran zu machen. So lernt er (am Tag der toten Ente) den 12 jährigen Marcus (Nicholas Hoult) kennen. Seinem Alter nach ist Marcus zwar ein Kind, doch das Leben hat den Jungen schon früh erwachsen werden lassen. Seine depressive und selbstmordgefährdete Alt-Hippie-Mutter (Toni Colette) ist nicht nur dafür verantwortlich, dass Marcus in der Schule ein Außenseiter bleibt, der andauernd schikaniert wird, sondern sie lädt auch unerträglich viele Sorgen und Verantwortung auf die Schultern ihres Sohns.
Um dieser deprimierenden Welt zu entfliehen, steht Marcus eines Tages vor Wills Tür und verlangt Einlass. Will ist gar nicht erfreut über den aufdringlichen Gast, denn eigentlich hängt er am liebsten alleine herum und beschäftigt sich nur mit sich selbst und außerdem kann er Kinder nicht ausstehen.
Dennoch lässt er Marcus über seine Türschwelle und damit auch in seine zweifelhafte Single-Existenz. So entsteht langsam eine seltsame Beziehung zwischen Will und Marcus, die das Leben der beiden "Jungen" schließlich grundlegend verändert.

Was für ein Film und was für Darsteller!
Wenn ich je gedacht habe, dass Hugh Grant nur ein mittelmäßiger Schauspieler sei, so nehme ich das hiermit feierlich zurück. Selten habe ich den britischen Schönling so einfühlsam und subtil spielen sehen wie in "about a boy". Glaubwürdig und ergreifend verwandelt er sich vom nichtsnutzigen Tagedieb langsam aber sicher in einen liebenden und sich kümmernden Menschen ohne dabei seinen britischen Charme einzubüßen. Diese Besetzung ist ein Volltreffer, ebenso wie Nicholas Hoult, der als der absonderliche Marcus souverän und absolut überzeugend auftritt, ein wahrhaftes Dreamteam diese beiden.
Natürlich ist der Film vordergründig eine unterhaltsame Komödie, die gespickt ist mit geistreichen Dialogen und herzerfrischend witzigen Off-Kommentaren von Will und Marcus. Skurrile Szenen garantieren trockenen und niveauvollen Humor, wie er britischer nicht sein könnte. Doch darüber hinaus bekommt der Zuschauer so ganz beiläufig eben auch traurige und nachdenkliche Elemente serviert, unaufdringlich, ironisch, genial!
Dieser Film ist britisches Unterhaltungskino auf höchstem Niveau und damit - besonders in der englischen Originalfassung - uneingeschränkt empfehlenswert und zwar für jeden, der auch nur annähernd Wert auf anspruchsvollen Humor legt, für alle Freunde von Kultautor Nick Hornby (dessen Buch hier mehr oder weniger genau verfilmt wurde), für Verehrer(innen) von Hugh Grant, für Englisch-Eleven und für den Rest der Menschheit natürlich auch ;-).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder Mensch ist eine Insel, oder doch nicht?, 5. Mai 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD)
Das ist eigentlich die zentrale Frage, um die sich der Film die ganze Zeit dreht. Für den 38-jährigen Will Freeman (gespielt von Hugh Grant) ist jeder Mensch eine Insel, da seiner Meinung nach, der moderne Mensch, aufgrund der vielen technischen Annehmlichkeiten, keine menschlichen Bindungen mehr eingehen muss. Und so hat unser Protagonist auch keinerlei Freunde. Und seine Beziehungen zu Frauen sind immer nur von kurzer Dauer, weil er sich schnell zu langweilen beginnt. Zu Schaffen machen ihm aber die Hasstirade der Frauen, wenn er mit ihnen Schluß macht.

Darüber hinaus ist Will in der glücklichen Lage, nicht arbeiten zu müssen, da ihm sein Vater mit einem One-hit-wonder-Christmas-song ein stattliches Vermögen hinterlassen hat. Und so teilt Will sein Inselleben in Zeiteinheiten von 30 Minuten ein, die Tätigkeiten wie TV sehen, einkaufen, Billiard spielen, zum Frisör gehen etc enthalten.

Als er eine Affäre mit einer alleinerziehenden Mutter beginnt und diese plötzlich, als er die Beziehung gerade beenden will, mit ihm Schluß macht und er zum ersten Mal kein schlechtes Gewissen mehr hat, ist dies der Beginn einer neuen Idee: Er will nun alleinerziehende Frauen aufreissen und begibt sich auf einschlägige Treffpunkte, wo er auch gleich sein erstes Opfer findet, die sich schon am nächsten Tag mit ihm verabredet. Allerdings ist auch der ein wenig schwierig wirkende Sohn ihrer depressiven Freundin, namens Marcus (großartig gespielt von Nicholas Hoult), dabei, der ziemlich schnell herausfindet, was Will’s Intentionen sind.

Und so steht Marcus nach dem Picknick plötzlich bei Will vor der Tür und sagt ihm auf den Kopf zu, was er vorhat. Natürlich würde er niemandem was davon erzählen, wenn er täglich nach der Schule zu Will kommen darf. Will geht sichtlich genervt hierauf ein und allmählich beginnt sich zwischen den beiden eine Freundschaft zu entwickeln...

Hugh Grant, der sonst meist den lieben, leicht trotteligen Liebhaber spielt, ist in diesem Film anfangs ein arroganter Schnösel, der keinerlei soziale Kontakte hat und für den es äußerst wichtig ist, frei von jeglichen Bindungen zu sein. Der Film lebt auch vom Wechsel der Stimmungen, mal lustig, mal traurig, so daß man manchmal nicht weiß, ob man eher lachen oder weinen soll. Meine absoluten Lieblingszenen sind die im Lokal zwischen Will und Marcus Mutter („I’m an Island, I’m bloody Ibiza!“) und die Szene beim Rockkonzert in der Schule.

Der britische Humor ist exzellent und mittels englischer Spracheinstellung bei der DVD und der Wahl von deutschen Untertiteln können auch nicht so sprachgewandte Zuschauer das Original genießen. Sehr gut gefiel mir auch das Bonus Material, besonders das Making of und die deleted scenes mit (witzigen) Kommentaren der amerikanischen Regisseure. Zudem gibt es noch einen Audiokommentar, Musikvideos und ein Interview mit dem Songschreiber Badly Drawn Boy. Wer den britischen Humor mag, sollte sich unbedingt diese DVD zulegen.
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About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente
About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente von Nick Hornby (DVD - 2003)
EUR 4,99
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