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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Rückblick ein gutes Album
Nach dem überraschenden "The Next Day" habe ich direkt nochmal ein anderes Bowie Album wieder und wieder durchgehört. Und es ist interessant, damals vor 11 Jahren gefiel mir "Heathen" nur so mittelmäßig, mit ein bischen Abstand muss ich meine Meinung aber etwas nach oben adjustieren.

"Heathen" wurde damals vor allem auch deshalb begeistert...
Vor 16 Monaten von ROTT veröffentlicht

versus
3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bowie besucht sich selbst und verbringt einen netten Abend miteinander.
Sehr okaye Platte und Bowies von vornherein zum Scheitern verurteilter Versuch, sich wie der enigmatische, unberechenbare und allen anderen eine Nasenspitze voraus seiende 70er-Jahre-Bowie anzuhören. Und wenn man sich auf diese Interpretation erstmal eingeschossen hat, hört man vor allem in der ersten Hälfte in fast in jedem Song eine Bestätigung...
Veröffentlicht am 5. März 2011 von Steffen Frahm


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Rückblick ein gutes Album, 1. September 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Nach dem überraschenden "The Next Day" habe ich direkt nochmal ein anderes Bowie Album wieder und wieder durchgehört. Und es ist interessant, damals vor 11 Jahren gefiel mir "Heathen" nur so mittelmäßig, mit ein bischen Abstand muss ich meine Meinung aber etwas nach oben adjustieren.

"Heathen" wurde damals vor allem auch deshalb begeistert aufgenommen, weil es als "klassisches" Bowie-Album galt. Es war seine erste gemeinsame Arbeit mit Produzent Tony Visconti seit damals über zwanzig Jahren. Mit Visconti waren u.a. Klassiker wie "Young Americans" und "Heroes" entstanden. Tony Visconti ist nicht der einzige prominente Gast auf "Heathen". Man trifft den Produzenten und Soundtüftler Mark Plati (u.a. The Cure, Sheryl Crow, auch an "Hours") an der Gitarre und am Bass, Lisa Germano an der Geige, Pete Townshend (The Who) und und Dave Grohl (Foo Fighters, Nirvana). Sie alle versprechen die perfekte Kombination von zwar eingängigen, aber alles andere als einfachen Popsounds, wogenden Klangteppichen und den immer noch bezwingenden Texten Bowies.

"Heathen" beginnt langsam und verhalten. SUNDAY entwickelt sich aus elektronischen Samples und baut sich langsam zu einem sphärischen und dennoch kraftvollen Ohrwurm auf. CACTUS ist eine Cover-Version (das Original stammt von den Pixies), das er in eine dramatisch-schwelgende Ballade verwandelt, I'VE BEEN WAITING FOR YOU ist eine Neil Young-Komposition. SLOW BURN, die erste Single-Auskopplung präsentiert den unnachahmlichen Powerpop Marke "Bowie", von dem es auf "Heathen" so reichlich gibt wie schon lange nicht mehr. Eine Schlüsselrolle spielt das Titelstück selber: HEATHEN (THE RAY) türmt sich zu einer gewaltigen Mauer aus Klängen, vor deren Hintergrund sich Bowie fragt: "Is there no reason? Have I stared too long?" und: "And when the sun slow and the rays high I can see it now I can feel it die". Trotz aller Lebendigkeit und aller Freude - der Hang zum Abhang ist hier noch immer spürbar, das Unterbewusste, die Suche nach dem Selbst - Fragen, die Bowie mit seinen Anhängern seit Jahrzehnten verbindet.

Vielleicht geht es ja noch anderen so wie mir ....
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43 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bowie ist wieder da, und zwar frisch gepresst!, 27. Mai 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Mittels genre hopping, wie Bowie es nennt rockt es auf dieser CD unerhört frisch und munter aber auch bedenklich bis sanft.
Mr. Bowie zeigt sich von seiner besten Seite mit seiner fantastischen Stimme, auf dem ersten Lied 'Sunday', die an nichts verloren hat. 'Cactus', ein Pixies Cover ist nach dem langsamen 'Sunday' für mich einer der Höhepunkt dieses Albums, denn es ist seit Jahren ein echt positiv stimmendes Bowie Lied, wundervoll. Das darauf folgende 'Slip Away' ist ein Remake von 'Uncle Floyd'. Sehr stimmungvoll, mit sanften Klängen bringt es diese Stimmung wieder, die der Name des Liedes verspricht - jedoch ändert die Stimmung auch hier, so dass es sehr kraftvoll und stark wirkt - und "Don' Forget To Keep Your Head Warm" - wer singt soetwas noch? Bowie. Find ich gut. Dieses Lied erinnert auch am meisten an hours.. und besonders dessen Lied 'If I'm Dreaming All My Life'. 'Slow Burn' kommt an vierter Stelle, die erste Single ist ein schönes Lied, für mich aber vielleicht nicht das Stärkste.
'Afraid', den Bowie Freunden schon als Acoustik Nummer bekannt hat mich echt überrascht, denn es hat diese starke Melodie die man nie vergisst, ein Ohrwurm. 'I've Been Waiting For You' ist auch noch aus 'Tin Machine'-Zeiten bekannt. Aber deshalb hört es sich nicht gleich so an, doch es bleibt rockig und mit starken Gitarren schreit es nach der Frau des Lebens. Nun folgt 'I Would Be Your Slave'. Für mich eines der schönsten Lieder überhaupt, erinnert es doch an Glanzpunkte wie 'Wild Is The Wind' und ist doch anders. Mit dem Streicher-Arrangement gibt es eine besondere Stimmung wieder, etwas traurig aber mit dieser Stimme - traumhaft schön. Nach diesem Lied eröffnet sich eine neue Facette der CD. Bowie der gerne Weltraum Lider schreibt hat nun eines, dass man zu den großen 2 dazuordnen kann. Es darf in einem Atemzug mit 'Space Oddity' und 'Hallo Spaceboy' genannt werden. Denn 'Gemini Spacecraft' ist echt "abgespacet" und klingt ein bisschen nach Kraftwerk. '5.15 The Angels Have Gone' ist wieder ein ruhigeres Lied, welches aber auch, wie so alle auf dieser CD sehr gelungen ist. Darauf folgt 'Everyone Says Hi' das ein weiterer Höhepunkt ist. Es ist von der Stimmung her positiv und doch niedergeschlagen, wenn man es hört und auch auf den Text achtet wird schnell klar, dass dieses ein Meisterstück ist, wie es nur wenige Künstler der heutigen Zeit noch vollbringen können. Wenn man dann denkt, dass Bowie das nicht toppen kann wird schnell eines besseren belehrt, denn 'A Better Future' ist ein Lied, wie es von Bowie fast keines gibt. Locker, luftig, hüpfend ... das ist neu, das ist unbeschreiblich gut. So ist es in minimalistischen Zügen und auch im Refrain gut eingezäumt, man kann schnell mitsummen und dann mitsingen. Am Ende hört man noch 'Heathen (The Rays)'. Dieses Lied ist wieder anders als die anderen. Es hat diesen hämmernden Rhytmus, diese Bläser und dazu Bowies Gesang. Es steigert sich fast bis zur Ekstase, eines der Lieder, die unter die Haut gehen, ein bisschen ist Strauss' klassischer Einfluss auf Bowie zu erkennen. Das waren nun die 12 offiziellen Titel. Wenn sie hört vergisst man die Zeit und kommt sich vor, als ob man durch Gedanken und Träume aber auch die Realität wandelt, anders gesagt diese CD bereichert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bowie packt neues Hit-Bündel, 4. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Wer behauptet, dass David Bowie sich eigentlich nie um den Massengeschmack geschert hat, kann damit nur daneben liegen. In seiner ganzen Karriere hat Bowie immer ein gehörigens Maß Instinkt bewiesen, Instinkt für neue musikalische Strömungen und Veränderungen im Musikverhalten der Menschen. Erreicht hat er dies auch dadurch, dass er im richtigen Moment bisherige musikalische Mitstreiter in den Wind schickte (Mick Ronson, Carlos Alomar etc.), damit neues Blut auch ihm die richtigen Impulse verschaffte.
Das war in den 70ern, in den 80ern und sicher auch noch in den 90ern. Drei Jahrzehnte, in denen Bowie den Bogen vom theatralischen Pose-Glam-Rock des Ziggy Stardust über die tanzbare Let's Dance Zeit bis hin zum techno-schwangeren Earthling spannte.
Was ist davon geblieben? Nach dem ersten Hören macht sich Enttäuschung breit. Keine Überraschungen, nichts "Unerhörtes". Aber der Schein trügt. Nach mehrmaligem Anhören offenbahrt dieses Album Bowies ganze Kraft als Songwriter und wird zur einer Rückschau auf seine fast 40-jährige Karriere. Dass es ihm dabei gelingt nicht zum Selbst-Kopisten zu werden ist ein weiteres Indiz für seine große musikalische Qualität.
Aber eins ist schon irgendwie auffällig. Nach U2 hat nun auch David Bowie ein Werk veröffentlicht, das von der entspannten Rückbesinnung auf die eigenen musikalischen Karriereschritte lebt. Einfallslosigkeit? Oder die Folge eines Gefühls, dass ein neues Millennium nicht mit musikalischen Revolutionen gleichgesetzt werden kann? Wer weiß das schon. Und außerdem: Wichtig ist das eigentlich sowieso nicht. Das Album gefällt, darauf kommt es an.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder einen Schritt weiter..., 11. Juni 2002
...als man es nach Hours möglicherweise vermuten wollte. im gegensatz zu anderen musikern seiner generation beginnt bowie nicht, das gleiche album immer wieder zu spielen, vielmehr verlässt er einfach einmal mehr den bühnencharakter, zuletzt den alternden menschen, der wehmütig auf sein leben zurückblickt, und schlüpft in die haut des ungläubigen. entsprechen zieren das inlay auch bilder zerstörter kunstwerke, durchgestrichene texte, hände die bücher zerreißen...
musikalisch macht sich wohl am deutlichsten die abwesenheit von reeves gabrels, dem elektronik-gitarrengott der letzten produktionen, bemerkbar, wobei jedem überlassen bleibt, ob das positiv oder negativ zu beurteilen ist. dem esprit hat es auf jeden fall gutgetan die besetzung endlich wieder zu verändern. mit dem produzenten tony visconti ist zudem wieder mal ein kollege früher bowietage an bord, dennoch ist dies nicht Toys, das angekündigte aber niemals veröffentlichte remix-album, sondern größtenteils brandneues material. wer also immernoch nach einem weiteren ziggy stardust verlangt wird nur einmal mehr belehrt, dass die zeit bei bowie noch lange nicht stehengeblieben ist.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bowie in wohnzimmerfreundlicher Bestform, 16. Juni 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
"Heathen" ist Bowie's erstes Studioalbum seit fast drei Jahren und das Warten hat sich gelohnt. Vielseitiger und lebhafter als der Vorgänger "Hours", abgerundeter und verbraucherfreundlicher als "Outside" und "Earthling" ist "Heathen" eine erfolgreiche Rückkehr zum elektronisch-sphärisch-beeinflußten Sound einer Zeit als David Bowie mit Meilensteinen wie "Low" und "Heroes" neue Maßstäbe setzte und zur Rockmusik der Frühsiebziger, dazwischen klingt auch immer wieder der gute alte Glamrock aus der Zeit von Ziggy Stardust rüber (so in "Slip Away") und ab und zu gibt's sogar richtig klassische Rocknummern wie "Cactus" oder den Neil-Young-Coversong "I've Been Waiting For You".
Die absoluten Highlights: Der düster-elektronische Opener "Sunday" auf dem Bowie seinen Gesang in voller Pracht entfaltet, die finster dahinrockende Single-Auskopplung "Slow Burn", der minimalistisch-pathetische Lovesong "I Would Be Your Slave" und "Heathen (The Rays)".
Bowie hat mit "Heathen" ein solides und sehr vielseitiges Album mit exzellenten Gastmusikern und hochkarätigen Songs geliefert, dennoch: Revolutionär ist hier wenig, denn in diesem Fall handelt es sich um ein leicht nostalgisches Bowie-Fan-freundliches Album. Den Mangel an Experimentierfreudigkeit gleichen aber die düstere Eleganz der Musik, die - traurigen und teilweise recht desillusionierenden - poetischen Texte und das künstlerisch geschmackvoll gestaltete Booklet aus.
4 Sterne für das beste Bowie-Album seit "Scary Monsters".
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zu den Wurzeln, 31. Dezember 2008
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Drei Jahre nach dem sehr ansprechenden "hours...." liefert Bowie nochmals eine Steigerung ab und hat damit auch wieder einen größeren kommerziellen Erfolg als mit den drei Alben zuvor.

Das Album klingt insgesamt elektronischer im Gegensatz zu "hours..." ist aber dennoch sehr harmonisch geraten.

Gleich der erste Titel "Sunday" lebt total von der Stimme Bowies und beweißt was für eine klasse Stimme er hat. Ein ganz großer Song mit zurückhaltender Instrumentierung.

Bowie kehr mit dem Album zurück zu seiner Hichzeit, denn ein Song wie Slow burn und Slip away könnte auch auf "Heroes" oder "Low" gewesen sein. Ein unglaublich hihes Niveau auf dem sich Bowie hier bewegt. Ein Titel ist wirklich besser als der andere und Bowie liefert hier nach langen Jahren wieder ein wirkliches Meisterwerk ab.

Vor allem gefällt mir das melancholische "5.15 The Angels have gone", das für mich zu meine absoluten Lieblingstracks von Bowie gehört. Ein sehr vielschichtiger Titel der mit jedem hören mehr Reiz entfaltet.

Anspieltipps: 5.15 The Angels have gone, Sunday, Slow burn und Heathen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAVID BOWIE HEATHEN, 10. Juni 2002
Von 
Gunter Schãfer "RingoRama" (Sankt Augustin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das neue David Bowie Album - endlich ist es da - und es hat sich gelohnt so lange warten! Kräftige Stimme, kräftige Gitarren und tolle Melodien - er hat es geschafft auf seinem 25 Album tatsächlich alle seine Schaffensphasen zu verschmelzen - von locker flockig bis melodramatisch-schaurigschön - alles ist dabei! Sein alter Produzent Tony Visconti ist wieder an Bord - ich finde dies hörte man. Hat der Mann nicht auch Legenden wie Lou Reed oder Marc Bolan (um nur 2 zu nennen) produziert. Auffällig an Heathen ist auch, dass sich Bowie wieder mit alten-neuen Musikern umgibt. Tin Machine Gitarist Reeves Gabrels, der Bowie die letzten Jahre treu begleitete wurde ausgetauscht gegen u.a. good old Carlos Alomar. Auch die Borneo Horns sind wieder mit von der Partie.
Die Auskopplung Slow Burn ist perfekt gewählt, da sie wirklich eines der Highlights darstellt - und das auch noch mit Pete Townshend on guitar. Da kann man nur sagen: SOFORT KAUFEN!!!! ES LOHNT SICH - UNS WAS SOLLEN DIE DENN SONST TUN, DIE KEINE KARTEN FÜR DAS EINZIGE DEUTSCHGLAND KONZERT IN KÖLN AM 12. JULI IN KÖLN BEKOMMEN HABEN. ;-) HEATHEN IST MEHR ALS FANTASTISCH - ES IST GENIAL!
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28 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bowie's neuestes Werk, 27. Mai 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Durchweg zu empfehlen. Seit langem ein Bowie-Album ohne Schwächen, mit der tollen neuen Single "Slow Burn" (feat. Pete Townshend)- erinnert an Klassiker wie "Heroes" und "Teenage Wildlife", dem Pixie-Cover "Cactus" (einem der wenigen rockigen Stücke auf der CD), "Slip Away" kann als hymnische Ballade an das Glanzstück "Life on Mars?" heranreichen. Der Opener "Sunday" erinnert an "The Motel" vom 95er Werk "1.Outside", ist im Gegensatz dazu aber doch eingängiger, "Afraid" rockt mehr als die akustische Version, die schon 2001 im Netz zu finden war. "Everyone says Hi" ist die Reunion mit dem langjährigen Begleiter Carlos Alomar und ein Gute-Laune-Stück. Desweiteren die Cover "I've been waiting for you" (Neil Young) - schon unter Tin Machine live gespielt, "Gemini Spacecraft" (Legendary Stardust Cowboy) - der Namensgeber von Ziggy. "A better future" und der Titeltrack beschließen das Album.
Eingängiger als "1.Outside", "Buddha of suburbia" und "Tin machine", klassischer als "Earthling", nicht so düster wie "Hours", aber auch nicht dem Mainstream hinterherhechelnd wie "Let's dance", "Tonight" u. "Never let me down" ... seit langem wieder ein komplettes Album. Sehr zu empfehlen. Nicht Tanzflächen kompatibel, eher für ruhige Stunden. Gespannt darf man auch sein auf die Remixe von Moby und AIR - daher lohnt sich auch die limited edition. Und dann am besten noch die "Slow Burn"-Maxi mit 4(!) Bonustracks!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome back Mr. Bowie!, 12. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Nach der ernüchternden DVD (Best of), die unvollständige Songs OHNE Dolby 5.1 brachte, ist das hier echt der Knaller! Bowie zurück in Bestform mit Klasse-Gastmusikern (Dave Grohl, Pete Townshend) und tollen Songs. Die SACD hat 4 Stücke mehr als die normale Heathen und ist klanglich deutlich besser (im Stereobetrieb). Beim Multikanalsound hat der Center nur die Stimme, die anderen Speaker bringen dann die Musik. Recht interessant anzuhören, allerdings hätte man meiner Ansicht nach ein paar Effekte mehr verteilen können. Dennoch: Sichere 5 Punkte für die SACD!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bowies letzter großer Streich, 4. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Heathen (Audio CD)
Mit Heathen legte David Bowie 2001 sein wohl letzte wirklich großartige Platte vor. Ungewöhnliche, teilweise extrem komplexe Arrangements, tolle Songtexte und Stimmungsbilder, die es sich leisten können auf Theatralik zu verzichten, zeichen das Album auf.

Heathen wirkt modern, ohne aufgesetzt zu klingen (wie z.B. Earthling (1997)). Viele Nummern haben einen melancholischen Charakter. Sie sind aber nie so depressiv bzw. manisch-depressiv wie Tracks auf den 70-er Klassikern "Low" und "Heroes".

Auf "Heathen" blickt ein gereifter David Bowie zurück, bedient sich gekonnt seines musikalischen Repertoires und schafft es daher auch dieses "Zurückschauen" in das Jahr 2001 zu transponieren.

Schon der erste Track "Sunday" mit den Zeilen

"Everything has changed

For in truth, It's the beginning of nothing

And nothing has changed

Everything has changed"

spielt geschickt mit diesen Thema.

"Slow Burn" ist ebenfalls eine grandiose Nummer mit typischen Bowie-3-Oktaven-Gesang. Als Single ausgekoppelt war sie wohl kein großer Hit. trotzdem ist sie hörenswert.

Mein Favourite ist eindeutig "Slip Away" - ebenfalls eine recht melancholische Nummer, deren Text irgendwo zwischen Melancholie, Abschied und Weitermachen angesiedelt ist:

"Some of us will always stay behind

Down in space It's always 1982

The joke we always knew

What'sa matter with you

c'mon, let's go

Slip away...."...

ich muss sagen..in Kombination mit der Musik lassen einen diese Zeilen wirklich alles andere als kalt....

"Heathen - the rays" überzeugt ebenfalls mit einem grandiosen Arrangement und einem fantastischem , düsteren Text.

Steel on the skyline

Sky made of glass

Made for a real world

All things must pass

Waiting for something

Looking for someone

Is there no reason?

Have I stared too long?

You say you'll leave me

And when the sun is low

And the rays high

I can see it now

I can feel it die

...was gibt es hier noch mehr zu sagen?...

"5:15 - All angels have gone" behandelt dieses Thema nochmals - ebenfalls abstrakt im Text, aber dafür umso eindringlicher in der Wirkung...

"I would be your slave" mag wohl ein sehr schönes Streicher-Arrangement haben. Mir persönlich ist die Nummer allerdings ein wenig zu theatralisch.

"Everyone says Hi" schließlich sticht insofern hervor, daß es mit Abstand die freundlichste Nummer der Platte ist. Weit entfernt vom "Happy Sound" klingt sie aber doch wie ein "versöhnliches Ende". Sie kann in der Tat die letzte Botschaft eines Künstlers sein, der sich mit sich und der Welt ausgesöhnt hat. Eigentlich ist es schade, daß es nicht die letzte Nummer des Albums ist. Ein solcher Abschluß wäre wirklich wesentlich positiver gewesen wie das düstere "Heathen"...

Weitere sehr gute, mehr rockige Nummern sind weiters die Pixies-Cover-Version "Cactus" und "Afraid".

Nur die Nummern "I took a trip on a gemini spaceship" und "A better future" finde ich schließlich aufgesetzt bzw. banal.

Alles in allem aber eine grandiose Platte, die (leider) Bowies letzter großer Streich blieb. Der Nachfolger "Reality" wurde zwar ebenfalls von der Kritik wohlwollend aufgenommen, allerdings erreichte er nicht annähernd das musikalische und textliche Niveau von "Heathen".

Vielleicht überrascht und Bowie ja aber doch noch ein letztes Mal - es wäre ihm und der Musikwelt wirklich zu gönnen!!
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Heathen
Heathen von David Bowie (Audio CD - 2002)
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