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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Aufklärungsfilm über den Vatikan in der Komplexität der Geschehnisse im Holocaust
Im zweiten Weltkrieg hatte man nicht nur Konzentrationslager in Deutschland, sondern auch im an Deutschland angrenzenden Ausland, Auschwitz zum Beispiel. Das diktatorische Regime unter Adolf Hitler unter dem Hakenkreuz versuchte die Judenverfolgung, die Deportationen und die Menschenvernichtungslager (Konzentrationslager) geheim zu halten. Dennoch sprachen sich deren...
Vor 17 Monaten von Carmen B. veröffentlicht

versus
25 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fehlender historischer Hintergrund
Ich bin immer wieder verblüft darüber, wie sich Menschen von den Medien manipulieren lassen.
Wenn nun ein Bericht in den Medien erscheint, der meinem Geschmack entspricht, dann heißt es "Siehst Du die Zeitung schreibt es auch", oder so ähnlich. Erscheint eine Berichterstattung die meiner Einstellung entgegensteht, dann sagt man "Ach was die nur...
Veröffentlicht am 1. März 2012 von profun


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Aufklärungsfilm über den Vatikan in der Komplexität der Geschehnisse im Holocaust, 20. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Im zweiten Weltkrieg hatte man nicht nur Konzentrationslager in Deutschland, sondern auch im an Deutschland angrenzenden Ausland, Auschwitz zum Beispiel. Das diktatorische Regime unter Adolf Hitler unter dem Hakenkreuz versuchte die Judenverfolgung, die Deportationen und die Menschenvernichtungslager (Konzentrationslager) geheim zu halten. Dennoch sprachen sich deren Existenz und das was hinter den Mauern geschah zunehmend in der Bevölkerung herum. D.h. die Deportationen und die Schrecklichen Geschehnisse in Konzentrationslagern entwickelten sich zu einem offenen Geheimnis in der Bevölkerung, welches zunehmenden Widerstand in Gang setzte. Der Film offenbart auch, dass neben Menschen jüdischer Religionszugehörigkeit auch Menschen christlicher Religionszugehörigkeit in Konzentrationslager deportiert wurden und dort vernichtet wurden. Die Selektionskriterien für die Menschenvernichtungslager (Konzentrationslager) waren nicht nur die religiöse Zugehörigkeit mit besonderer Betonung jüdischer Religionszugehörigkeit, sondern auch weitere Kriterien - zum Beispiel das Merkmal der Hilfebedürftigkeit, d.h. behinderte Kinder, behinderte Menschen, Kranke, Alte und Gebrechliche, wurden als Unnütz (Eigene Anmerkung: Der Begriff Nützlichkeit steckt auch in dem englischen Wort Utility", mehr dazu kann man den Schriften des Philosophen John Stuart Mill und seinen Schriften über die Denkstrukturen des Utilitarismus entnehmen, wir haben den Utilitarismus zu meiner Schulzeit im Ethikunterricht in der Kollegstufe als Unterrichtsthema gehabt, das Themengebiet war sogar Abiturprüfungsrelevant - eigene Anmerkung zu Ende), Unproduktiv, Unbrauchbar und Überflüssig eingestuft. Auch sie wurden als gutgläubige Opfer direkt den Gaskammern zugeführt. Eigene Anmerkung: Adolf Hitler machte vermutlich seine Selektionskritieren für die Menschenmassenvernichtungslager an der utopischen Idee einer Arierrasse fest, den perfekten Menschen (blond, blauäugig, hoch gewachsen - obwohl er selbst dunkelhaarig, nicht hochgewachsen war, und seine Frau, Eva Braun, auch - ein logischer Wiederspruch seiner Ideologie in sich, welche in seiner Hetzschrift Mein Kampf" verbreitet wurde, womit auch immer seine Partei die NSDAP ideologisch angefüttert wurde) züchten zu können, Frauen waren Gebärmaschinen und für den gesunden, perfekten und produktiven Nachwuchs zuständig, und Männer sollten heldenhafte Übermenschen sein, und alle Menschen die diesem Ideal nicht gerecht werden konnten, durften demnach vernichtet werden - das ist eine sehr atheistische Weltanschauung und Ideologie; der die Menschen unter Adolf Hitler unter dem Hakenkreuz in Deutschland Folge leisten sollten. " Einige Militärs haben unter der Unmenschlichkeit dieser Menschenmassenvernichtungsmaschine, im innersten Geiste ihren Dienst quittiert und innerhalb der eigenen Militärhierarchie im Untergrund im Widerstand gearbeitet. Der Film erzählt die Geschichte von einem deutschen Offizier, von Geburt an im christlichen Glauben verankert, der sich auf den Weg zum Vatikan macht, um bei seiner Heiligkeit dem Papst, eine Audienz zu erhalten, um ihm Bericht über die Geschehnisse in den Konzentrationslagern erstatten zu können, damit der Heilige Vater - der Papst - als aus weltlicher Perspektive erreichbares Oberhaupt der christlichen Kirche, mit Hilfe des Vatikans, dem tobenden Holocaust Einhalt gebietet und diesen beendet. Der Film erzählt das komplexe Geschehen um den Vatikan herum, in dieser Höllenmaschine des Holocaust der in europäischen Ländern tobte.
Der Film Amen - Der Stellvertreter beleuchtet die Perspektive des Vatikans im zweiten Weltkrieg, und liefert daher eine weitere nachdenkliche Anregung zur Verarbeitung der Schreckensgeschehnisse im zweiten Weltkrieg.
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51 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich bewegend, 18. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter [VHS] (Videokassette)
"Der Stellvertreter" ist wie "Schindlers Liste" einer der bewegendsten Filme über die Zeit des Holocaust. Die Geschichte von dem Jesuiten Riccardo und dem SS-Offizier Kurt Gerstein sind mitreißend gestaltet und beschreiben mit welchen inneren Zerrissenheiten man damals als Widerständler fertigwerden musste. Ich sehe auch eine gewisse Parallelität zwischen Gerstein und der römischen Kirche, die beide im Kleinen wirkten, da sie ansonsten mit ihrem sofortigen Untergang rechnen mussten, und ihre helfenden Tätigkeiten nicht weiterführen hätten können.
Dieser Film versucht sämtliche Institutionen, seien es einzelne Personen, die Reichspolitik oder auch die römische Kirche, die in dieser Zeit wirkten mit kritischen Augen unter die Lupe zu nehmen, und das ist auch gut und nötig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Naziregime- eine Zwickmühle für die ganze damalige Welt ?, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Dieser hervorragende Film wirft für mich immer wieder Fragen auf, auf die keine wirklichen Antworten zu finden sind.
So wie auch Hannah Arendt Fragen aufwirft, über deren Unbeantwortbarkeit sie selber nur staunen kann.

Das Monster des Hitlerregimes, an dem ich nur durch die Gnade nicht beteiligt war, dass ich zu jener Zeit das Dunkel dieser Welt noch nicht erblickt hatte, kann anscheinend gedreht und gewendet werden wie man will, und es taucht keine andere Erklärung dabei auf als dass die absolute Mehrheit aller Menschen nichts anderes sehen kann als ihren momentanen Eigennutz, ohne Blick über den eigenen Tellerrand, jedenfalls ohne Engagement auch gegen schlimme Verbrechen in der eigenen Nachbarschaft.

Völker, die ihre an nur Wenige übertragene Macht nicht mehr zu kontrollieren wagen.
Schon gar nicht, sich zu widersetzen, wenn diese Wenigen sich als mörderische Wahnsinnige entpuppen.

Auf die Geiselhaft, in die sich offenbar die ganze politische Welt von Adolf Hitler und seiner Bande genommen sah, erschien ihr ein sofortiger Eingriff- wie z.B. die von dem Hauptakteur Kurt Gerstein vorgeschlagene sofortige, gezielte Bombardierung des dem Abtransport der Juden in die Vernichtungslager dienenden Bahnschienennetzes, der Todesfabriken und der Zyklondepots - nicht die richtige Reaktion zu sein.

Auch die oberste religiöse Instanz der westlichen Welt wand sich wohl nur, wog Interessen ab, übte sich in Geduld - überließ mal wieder Gott selbst die letzte Verantwortung.
Wähnte sich durch die von Gerstein und seinem mutigen Helfer aus ihren Reihen geforderte beherzte Einmischung auf der moralischen Ebene- für die sie ja zuständig ist und ihre Daseinsberechtigung aus ihrer Moral und Nächstenliebeschaffung ableitet- selbst in Gefahr.
Sah sich der Abwehr des Kommunismus verpflichteter als dem jüdischen Volk, das aufgrund seines anderen Glaubens schließlich gar nicht zu ihren Schutz beanspruchen könnenden Schäfchen zählte; anders als die christlichen Geistesgestörten, deren weitere Vergasung sie zuvor durch eine klare Position beziehende Einmischung verhindern konnte.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass Hochhuth, an dessen Stück sich dieser Film anlehnt, den damaligen Papst zurecht beschuldigt hat.
Aber Fakt ist doch wohl, dass alle die, die den Wahnsinn möglicherweise hätten stoppen können, das nicht rechtzeitig genug taten; es vorzogen, langsam und strategisch besonnen Hilter zu entmachten, statt einfach nur erstmal schnell den Juden zu helfen.
Mit der Folge, dass 6 Millionen von ihnen sozusagen in aller Ruhe umgebracht werden konnten.

Meiner Ansicht nach stellt der Film nicht so sehr auf den Papst ab wie Hochhuth.
Sondern z.B. auch auf die Amerikaner, das deutsche Volk mit auch der evangelischen Kirche, und auf alle freidenkenen Intellektuellen, die sich den Kopf über diese Pest zerbrachen, aber sich nicht deutlich positionierten.
Einer kommentierte: "Leider müssen wir in der Welt leben, die so ist wie sie ist, und nicht in einer, die so ist wie sie sein sollte."

Und richtet sich auch an uns, die heutigen Filmanschauer, die Hand auf ihr Herz legen und sich fragen müssen: wie hätte ich mich verhalten; wie werde ich mich verhalten, wenn sich so etwas wiederholt ?

Die Damaligen glaubten sich offenbar alle nur in einer unlösbaren Zwickmühle gefangen.
Was so meisterhaft transportiert wird in diesem Film, dass ich mich immer wieder frage, ob sie das nicht vielleicht auch wirklich gewesen sein könnten. Grundgütiger.

Definitiv in einer sehr körpernahen Zwickmühle befanden sich aber nur Kurt Gerstein - Leiter der sog. Hygieneabteilung der Waffen-SS - und sein katholischer Helfer.
Und ausgerechnet die waren zugleich die einzigen, die ihr Leben - Gerstein auch das seiner Familie - riskierten und dennoch handelten.

Gerstein - genial verkörpert durch den unnachahmlichen Ulrich Tukur - ist für mich die Hauptfigur in diesem Werk, und ich würde ihn auf eine Stufe stellen mit Stauffenberg.
Ist es nicht geradezu irre, dass die einzigen, die - neben Leuten wie dem deutschmährischen Großindustriellen Schindler - etwas unternahmen, um den Juden zu helfen und den Wahnsinn SOFORT und ohne Rücksicht auf Verluste zu stoppen versuchten, zuvor überzeugte Nazis waren; Gerstein sogar in der Waffen-SS ?!

Gerstein als gläubiger Protestant und vaterlandsliebender Soldat, der meinte, ein gutes Werk zu tun, indem der den Nazis erklärte, wie Typhus am effektivsten bekämpft werden kann; ohne zu ahnen, dass diese bereits die Juden "zu Typhus erklärt" hatten.

Der dann, als er merkte, was sie da mit seinem Zyklon machten, nicht mehr aus den Fängen der SS raus kam - bzw. nicht einfach mit seiner Familie floh, sondern wirklich ALLES versuchte, was an der Stelle, auf die es ihn nun mal verschlagen hatte, in seiner Macht lag, um den weiteren Völkermord zu verhindern.

Dabei sowohl auf den Vatikan als auch auf die Amerikaner setzte, und sie beide nicht in Bewegung bringen konnte.
Später dann von den sog. Siegermächten einfach nur als SS-Verbrecher abstempelt und für diesen Völkermord angeklagt wurde - in diesem Film darüber weinte und sich erhängte.

Falls er nicht umgebracht wurde.
Was in meinen Augen wahrscheinlicher ist, denn er wollte bei Kriegsende mit den Nazis erst richtig aufräumen und ihre Verbrechen aufklären, und hat dazu vor seinem Tod noch handschriftlich in verschiedenen Sprachen all sein Wissen zu Papier gebracht und Zeugnis abgelegt, ohne Rücksicht auf die möglichen Konsequenzen für ihn selbst.

Es sah also absolut nicht danach aus, dass er sich in 0,Nix in jemanden verwandeln würde, der sich seiner Verantwortung entzieht und so schnell klein beigeben würde.

Ein anderes kleines Reptil ( Mengele ? - genial verkörpert von dem großen Schauspieler Ulrich Mühe) schaffte es in der Zeit, sich mit Hilfe der katholischen Kirche nach Argentinien abzusetzen.

Während Kurt Gerstein erst 20 Jahre nach seinem Tod rehabilitiert wurde.
Und immer noch nicht im Knaurs Lexikon zu finden ist, sondern nur in der freien Enzyklopädie Wikipedia.

Noch ein Grund mehr dafür, diesen Film zu kaufen und ihn auch in der eigenen Wohnung jedem vorzuführen, der nicht bei 3 auf dem Baum ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würden Sie es ertragen können Menschen vor Ihren Augen vergast zu sehen? - Blindes Folgen oder Auflehnen gegen den Judenhass?, 2. Mai 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
SS-Obersturmführer Kurt Gerstein sieht mit eigenen Augen in einem kleinen Kreis von Nazis hinter luftdicht verschlossenen Türen durch einen Spion mit an, wie viele Juden in einem Vernichtungslager in Polen vergast werden. Kurt ist entsetzt und wendet sich zunächst an den Sekretär der schwedischen Botschaft, den Nuntius und letztendlich an den Vatikan. Alle Stellen vertrösten ihn, doch voll von Wut und Schock über diese grauenvollen Taten, gibt er nicht auf, um sein Ziel zu erreichen, möge es sein Leben kosten...

"Der Stellvertreter" ist ein Muss für jeden, der Kriegs- oder Holocaustfilme mag, das Leiden der Menschen und den Kampf gegen den Nazi-Staat gerne aus filmischer Perspektive betrachtet. Der Film sollte nicht zuletzt auch in Schulen vorgeführt und besprochen werden, denn das "Vergasen" der Juden, vor allem in Auschwitz ist ein unvergessliches Thema deutscher Geschichte, das durch diesen Film sehr gut dargestellt und durch die Figur Gerstein repräsentiert wird, der für viele Menschen steht, die zu damaligen als auch zu heutigen Zeiten in Gedanken gegen das Nazi-Regime waren und sind, sich aber nicht dagegen aufzulehnen wagten aus Angst vor den fatalen Konsequenzen. Viele Szenen im Film sind überraschend und schockierend, andere wiederum unfreiwillig komisch, wenn z.B. Gersteins kleiner Sohn "Heil" ruft und den rechten Arm hebt, ohne überhaupt zu wissen, warum er das genau tut. Der Film thematisiert nicht nur die Vernichtung der Juden, sondern auch den Umgang mit diesem Thema vom Vatikan aus gesehen, bei dem sich der Papst als Stellvertreter Gottes quer stellt und nichts gegen diese Menschenunwürdigkeit zu unternehmen bequemt. Die Rollen hätten mit großen deutschen Schauspielern wie Ulrich Mühe, Ulrich Tukur oder Sebastian Koch nicht besser besetzt sein können für einen solchen Film.

~Bücher-Liebhaberin~
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24 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Wert auf die schauspielerische Leistung gelegt, 6. April 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Der Regisseur Costa-Gavras legt mit diesem Film einmal mehr ein Meisterwerk auf. Über die gesamte Länge des Films steht die Person Gerstein und Fontana im Mittelpunkt.
Gezielt werden Sequenzen eingespielt, welche sinnbildlich für die im Film immer wieder zur Sprache kommende Todesmaschinerie im Osten stehen. Diese kurzen Sequenzen reichen aus, um die Dringlichkeit der Mission von Gerstein und Fontana zu verstehen.
Technisch ist die DVD gut bis sehr gut gemacht. Der deutsche 5.1 Ton gefällt durch gezielte Räumlichkeit, die Bildschärfe, die Farben und die Kontrastumfänge sind mehrheitlich sehr gut, aber nicht überall.
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35 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig und gnadenlos authentisch, 23. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Kurt Gerstein gab es wirklich. Sein Selbstmord in einem französischen Internierungsgefängnis 1945 ist bislang noch ungeklärt. Die Akten liegen unter Verschluss. Kennt man seine Biografie, seinen verzweifelten Kampf um die Aufdeckung des Massenmordes in den Vernichtungslagern, kann man schwerlich nachvollziehen, daß dieser großartige Mensch sich schnöde in seiner Zelle aufgehängt haben soll. Erstaunlich in diesem Zusammenhang der Fakt, daß man Sepp Dietrich, hochdekorierten Waffen-SS-Führer zu seinem Ableben bundesrepublikanische Ehren zuteil werden ließ. (Begräbnis mit Bundeswehr-Ehren) und Gerstein bislang jegliche weiterführende Ehren verweigert. Kein Wunder, deckte dieser bekennende Christ doch in seinem ausweglosen Kampf die moralische Mitwisserschaft, somit Schuld der Kirche(Vatikan) an der Vernichtung von 6.5Millionen Juden auf.

Die starke schauspielerische Leistung von Ulrich Tukur verleiht Kurt Gerstein ein authentisches Antlitz und ehrt diesen Menschen würdig. Der Film gehört in deutsche Klassenzimmer zum Thema "Zivilcourage im Dritten Reich". Extraklasse!
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25 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fehlender historischer Hintergrund, 1. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Ich bin immer wieder verblüft darüber, wie sich Menschen von den Medien manipulieren lassen.
Wenn nun ein Bericht in den Medien erscheint, der meinem Geschmack entspricht, dann heißt es "Siehst Du die Zeitung schreibt es auch", oder so ähnlich. Erscheint eine Berichterstattung die meiner Einstellung entgegensteht, dann sagt man "Ach was die nur schreiben, die sind ja nur auf Skandale aus".So oder so ähnlich sind die Reaktionen auf alles Publizierte.

Uns fehlt es heute an Objektivität und ich denke das hängt auch mit der stetig zurückgehenden Allgemeinbildung zusammen. Wenn man sieht wie die Medien, ob Print- oder audiovisuelle Medien, mit der Politik, der Gesellschaft und auch der Kirche umgehen, müßte doch auch ein nur halbwegs Gebildeter diese Machenschaften durchschauen und feststellen, dass es da nicht um die Wahrheit, sondern um Quoten und Auflagen geht, wer dabei über die Klinge springt ist doch völlig zweit und drittrangig.

Es ist nicht meine Art so wenig auf den Film selbst, sondern die Resonaz darauf einzugehen, doch wurde über den Inhalt ja wirklich hinreichend berichtet.
Hochhuth hat das Buch vor vielen Jahren geschrieben, doch ist es so wenig bekannt, dass es wohl heutzutage keinen namhaften Historiker mehr gibt, der dem Inhalt beipflichten würde,was die Person Pius XII. betrifft, mittlerwiele sind die Archive geöffnet worden und selbst von jüdischer Seite gibt es keine Anklagen mehr gegen Pius XII, so dass man doch endlich mit der Verteidigung dieser Geschichtsverfälschung aufhören müßte.

Es wird ja von keinem verlangt, der nun einmal eher kirchenfeindlich eingestellt ist sich zu wandeln, doch die Fairnis haben geschichtliche Fakten anzuerkennen und Irrtümer zuzugeben, so sehr sie auch in mein Weltbild und dem Bild, das ich von der Kirche haben mag hineinpassen, zu korrigieren.

Wer wirklich an einer historisch kritischen und fundierten Berichterstattung interessiert ist, die sich mit Pius XII. beschaftigt, dem empfehle ich die im letzten Jahr erschienene DVD "Pius XII- ein Papst in Zeiten des Krieges"(ist ebenso ein Spielfilm mit einigen fiktiven Elementen, doch wird Pius XII. nüchtern und objektiv betrachtet), die auch über amazon erhältlich ist.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "Muß" für heutige Generation, 22. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Eine einfühlsame, meisterliche Umsetzung des ursprünglichen Theaterstücks von Rolf Hochhuth. Noch nie wurde die Schuld des damaligen Papste Pius am Holocaust so wirklichkeitsnah dargestellt
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwickmühle, 22. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Die Pacelli-Kontroverse, die hier heftig zwischen den Protagonisten und deren Anhängern geführt wird, soll hier nicht fortgesetzt werden.

Ob Pacelli tat, was getan werden musste, darüber kann man sicher streiten;Hochhuth war in seiner moralischen Empörung sicher weniger an Fakten interessiert und Costa Gavras verfilmt Hochhuth.

Für mich ist spannender die Figur Kurt Gerstein. Sie wird in diesem Film eindringlich beschrieben, von Tukur brilliant gespielt. Einer, der mitmacht, aber mit grössten inneren Widerwillen. Nicht aus Feigheit einfach mitschwimmt,sondern überlegt, was er in der Hölle tun kann, dass diese ende.

In der Anklage wird ihm vorgeworfen, er habe als Christ nicht entschieden gegen die Massenermordung protestiert. Das ist vom grünen Tisch leicht geschrieben. Was hätte der Widerstand bewirkt? Gerstein wäre liquidiert , seine Familie bedroht worden, aber an der Vernichtung hätte sich nichts geändert.

Den Stab in einem solchen moralischen Konflikt brechen, tue der,dem jedes Unrecht vollkommen fremd ist.

Sehr schön zeigt ins Gavras, dass die schlimmen Mittäter ( sollte der Arzt Mengele sein?- es ist egal) . Der war ein schlimmer Mittäter und der überlebt- in Argentinien.

Der Film will kein Dokumentarfilm sein.Deswegen sollen man ihn an historischer Wahrheit nicht messen.

Der moralische Konflikt von Gerstein ist eindrucksvoll dargestellt.

Auf den Nachspann sollte hingewiesen werden. Während die Täter schon wieder fleissig in der neuen Republik wirkten, brauchte es 20 Jahre,bis Gerstein rehabilitiert wurde. Die Unfähigkeit zu Trauern nannten dies die Mitscherlichs.
Globke wird Staatssekretär und der Witwe von Kurt Gerstein wird die Rente verweigert.
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14 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegend nahe an Hochhuth, 10. Januar 2003
Von 
Claude Reiles (Ettelbruck Luxembourg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter (DVD)
Es gibt die Wahrheit, es gibt das Buch und es gibt den Film. Im Falle des Stellvertreters sind die drei Ebenen wohl nur in wenigen Details zu unterscheiden. Wàhrend Hochhuths Drama aus den 60ern einige wenige Recherche-Fehler nachgesagt werden, unterscheidet sich der Film auch nur begrenzt von seiner literarischen Vorlage. Und die Wahrheit sagen wohl beide Produkte aus, nÃmlich die Ãber das kaum vertretbare Handeln des VAtikans im Rahmen des Holocaust. Die vorzÃglichen Dialoge im Drama sowie die vielschichtige Darstellung im Film lassen beide Werke als Muss erscheinen fÃr jeden, der die Unfehlbarkeit des Papstes ab und zu mal in Frage zu stellen wagt. Der Faschismus hat sich durchaus getraut, den berÃhmten Grenzstreifen zum Petersdom zu Ãberschreiten und die scheinbar sauberen Kutten des Heiligen Stuhls zu beschmutzen. Und bitte: Film und Drama kaufen!!
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Der Stellvertreter
Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth (DVD - 2003)
EUR 9,99
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