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Die Klavierkonzerte wurden im Vergleich zu Beethovens anderen Werken vor allem dazu geschrieben, dass der Komponist selbst auf Tournee gehen konnte, was auch ein Grund dafür ist, dass die Klavierkonzerte sehr häufig überarbeitet wurden, mehr als jede andere Komposition. Mit zunehmender Ertaubung schwand sein Interesse an der Komposition derartiger Werke, denn schon sein fünftes Klavierkonzert musste er seinem Schüler Carl Czerny überlassen.
Aus Beethovens Jugendjahren stammen zwei Klavierkonzerte, ein weiteres arbeitete er zu seinem letztendlich zweiten Konzert um. Weiters erschaffte er ein Klavierarrangement für sein berühmtes Violinkonzert.
Wichtig ist weiterhin, dass Beethoven den Grundstein für das legte, was man ein sinfonisches Klavierkonzert bezeichnet: Das Klavier konzertiert nicht mehr mit dem Orchester im klassischen Sinne, sondern spielt vielmehr mit ihm gemeinsam - eine Neuerung, die später vor allem durch Brahms und Tchaikovsky vorangetrieben wurde.
Zu seinen Klavierkonzerten pflegte Beethoven stets eigene Kadenzen zu improvisieren, die er teils niederschrieb. Die gewaltigen technischen Fortschritte, die seit Bach und Haydn von Statten gingen, ermöglichten es Beethoven umso mehr, sich und sein Können ins Rampenlicht zu rücken.
So errangen sich insbesondere das vierte und das fünfte Klavierkonzert des Meisters einen unangefochtenen Rang in der Sololiteratur für Klavier.

a) Die ersten beiden Klavierkonzerte
Beethoven schrieb sein erstes Klavierkonzert in C Dur 1795, uraufgeführt wurde es am 18. Dezember 1795 in Wien, wobei die originale Fassung vermutlich 1801 überarbeitet wurde.
Ein verhältnismäßig einfach zugängliches Allegro Thema wird durch die Tonarten getrieben, ohne dabei besonders brillant zu wirken. Allerdings bietet die großzügige Kadenz Spielraum für virtuose Kniffe. Ein heilsames, eindringliches Largo gewährt etwas Ruhe vom Ansturm des ersten Allegros. Es ist vermutlich der gelungenste Teil des ganzen Konzertes.
Ein leicht zugängliches, einprägsames Rondo in Scherzoform schließt das Konzert. Es ist von wundersamer Leichtigkeit und beschwingt sogleich.
Beim Publikum war sein erstes Klavierkonzert ein voller Erfolg, der hin und wieder durch das plumpe und ruppige Verhalten des Komponisten geschmälert wurde: Beethoven nämlich war der Ansicht, dass dieses und sein zweites Konzert so simpel, leicht und trivial seien, dass es unmöglich sei, dass das Publikum in derartiges Getöse ausbreche. Er verachtete und verlachte das Publikum nur allzu gern.

Das zweite Klavierkonzert in B Dur op. 19 wurde am 29. März 1795 uraufgeführt, also früher als das erste. Seine Originalfassung stammte von 1788, wurde aber 1794/ 1795 und 1798 gründlich überarbeitet. Mit einer Aufführungsdauer von nur knapp 30 Minuten ist es Beethovens kürzestes.
Ein recht unspektakuläres Eingangsallegro wird verschiedentlich variiert und mündet in ein einfaches Adagio. Lediglich das Finale kann durch Einprägsamkeit trumpfen.
In der Konzertliteratur werden Beethovens erste beide Klavierkonzerte vor allem im Rahmen von Gesamtaufnahmen eingespielt.

b) Das dritte Klavierkonzert
In c moll steht Beethovens drittes Klavierkonzert mit der Opusnummer 37. Es ist sein einziges Konzert in einer Molltonart und nimmt nicht nur chronologisch die Mittelposition in Beethovens Schaffen innerhalb dieser Gattung ein. Es wurde wahrscheinlich zwischen 1800 und 1803 komponiert und wurde am 5. April 1803 in Wien uraufgeführt. In diesem Klavierkonzert orientiert sich Beethoven sehr stark an Mozarts KV 466, seinem 24. Klavierkonzert in d moll, eines, das er sehr schätzte, geradezu vergötterte - und das tatsächlich auch zu Mozarts besten und vielleicht zu den ganz großen Klavierkonzerten der Klassik zählt. Selbst dem Laien wird schnell die Verwandtschaft zu Mozarts Meisterwerk bewusst. Und doch ist es ganz anders, denn nicht umsonst bezeichnet man das dritte Klavierkonzert als dasjenige, mit dem er sich emanzipiert von seinen großen Vorbildern.
Zu einem düsteren, bitteren Allegro Thema setzt das Orchester an, mildert es im gleichen Augenblick durch ein sanfteres und überlässt schließlich dem Klavier die Linderung. Nach einem dämonischen Tanz folgt ein heilsames Adagio, das versöhnlich stimmt.
Das Rondo ist Beethovens bekanntestes und einprägsamstes. Ein dämonischer Teufelstanz nimmt zunächst in Dur seinen Lauf, um dann schließlich endlich in Moll zu modulieren. Am Ende steht so etwas wie eine Aufforderung, die allerdings unkonkret verbleibt.
Wegen der relativ leichten Zugänglichkeit zählt Beethovens drittes Klavierkonzert zu seinen beliebtesten.

c) Das vierte und das fünfte Klavierkonzert
In G Dur steht Beethovens viertes Klavierkonzert op. 58 und wurde 1805/ 1806 komponiert, wobei es erst im März 1807 uraufgeführt wurde.
Das Klavier intoniert zuerst - eine Neuerung grundsätzlicher Natur, die die Orchesterexposition obsolet werden lässt. Dieses Thema ist von extremer Schönheit, Anmut, Grazie, Wonne und Zartheit. Pittoresk schlängelt es sich durch diesen intimen Satz, der von Einfall nur so strotzt - Beethoven war ein Meister der Variation.
Das dämonische Andante symbolisiert einmal mehr den Sieg über Übermenschliches. Mit gewaltiger, schneidender Härte und Strenge schmettert das Orchester, worauf das Klavier beschwichtigend antwortet, und das immer selbstbewusster, bis schließlich das Klavier über die Übermacht einen stillen Triumph davonträgt.
Ein reizendes wie filigranes Vivace schließt dieses lyrische Konzert in unvergesslicher Art und Weise.
Es zählt mit dem fünften zu den am häufigsten gespielten Konzerten Beethovens.

Schließlich bleibt das fünfte Klavierkonzert in Es Dur op. 73: Es wurde 1809 geschrieben und in Wien am 28. November 1811 zur Uraufführung gebracht unter tosendem Beifall des Publikums. Zusammen mit dem vierten Klavierkonzert trat es eilig seinen Siegeszug durch die Konzerthäuser der ganzen Welt an und brachte dem Meister endlich den längst verdienten Weltruhm ein. Allerdings konnte Beethoven aufgrund seiner fortgeschrittenen Ertaubung nicht selbst am Flügel Platz nehmen, sondern sein Schüler Carl Czerny nahm die Aufführung vor.
Besonders im englischen Sprachraum bekam es den Beinamen "Emperor's Concerto", was Beethoven ein Graus gewesen sein dürfte; denn nicht für den Kaiser Napoléon, sein Jugendidol, hatte er dieses Konzert geschrieben, sondern um zum Aufbruch gegen das französische Joch zu blasen.
Der Widmungsträger des knapp 40minütigen und damit längsten seiner Klavierkonzerte ist Rudolph Erzherzog von Österreich, sein Schüler und Gönner.
Wie schon im vierten Konzert eröffnet auch im fünften das Klavier die Szene, und das zusammen mit dem vollen Orchester fanfarenartig im Jubelmarsch einherschreitend. Es entwickelt sich ein frisches, agiles Thema, dessen Vorwärtsstreben unverkennbar ist. Das Klavier verarbeitet es weit reichend und bringt es in divine Höhen.
Was folgt, ist schließlich das Adagio in H Dur, der festlichsten aller Tonarten neben Es Dur. Nicht unvermittelt wird der Hörer an Anton Bruckners große Adagios erinnert, man denke alleine an das aus seiner siebenten Sinfonie. Es scheint geradezu, als werde vor Schlachtbeginn ein antiker Weihegottesdienst abgehalten, in dem die Götter bezüglich des Schlachtausgangs gütig und gnädig gestimmt werden sollen.
Und dann geht es attacca in die Schlacht: Ein wunderschönes, einprägsames Thema bahnt sich seinen Weg zunächst durch das Klavier und nach einer kurzen Spannungssteigerung durch das ganze Orchester. Schwelgend endet das Konzert sehr feierlich.

Alfred Brendel spielt mit Zug und Leidenschaft, versäumt es aber nicht den langsamen Sätzen eine gewisse Heiligkeit angedeihen zu lassen. Begleitet wird er vom Chicago Symphony Orchestra unter James Levine. Es handelt sich um Live Aufnahmen in bestechender Tonqualität, denen zurecht tosender Beifall gezollt wurde.

Als Zugabe gibt's die Chorfantasie: Beethovens Konzertfantasie für Klavier, gemischten Chor und Orchester c moll op. 80 zählt zwar nicht zu seinen bekanntesten Werken, aber zu seinen bemerkenswertesten. Komponiert wurde es 1808 und Maximilian Joseph König von Bayern gewidmet. Es entstand anlässlich jenes denkwürdigen Konzertes am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien im Rahmen einer von Beethoven selbst veranstalteten Akademie, in der auch seine fünfte und sechste Sinfonie, sein viertes Klavierkonzert die Arie "Ah, perfido!" und Teile der Messe C Dur op. 86 (ur)aufgeführt wurden und die im Großen und Ganzen ein Reinfall war. Zum Abschluss dieser Akademie wollte Beethoven mit der gänzlich außergewöhnlichen Chorfantasie ein letztes Ausrufezeichen setzen.
Aufgrund der sehr aufwendigen Orchestrierung für dieses recht kurze Werk - es dauert nur etwas 20 bis 25 Minuten - wird es heute vor allem im Rahmen von Gesamteinspielungen oder als da capo aufgeführt.
Für den ersten Satz sah Beethoven ursprünglich eine Improvisation vor. Er fantasierte solistisch am Klavier bei der Uraufführung und schrieb diese Fantasie später nieder. Heute zählt sie als Standardeinleitung neben einer weit weniger gebräuchlichen Orchestereinleitung. Die Improvisation des Meisters ist natürlich von tiefster Ausdruckkraft.
Der mit Finale betitelte zweite Satz stellt das Hauptthema dar, auf das schließlich der Chor singt. Es handelt sich hierbei um einen Variationensatz, der nach drei schnelleren Teilen durch ein Adagio unterbrochen wird, um schließlich im Freudentaumel des Marsches in den Chor zu münden.
Da das Orchester samt Klavier den Choral spannend und eindrucksvoll vorbereitet und dieser schließlich dadurch besticht, dass er - ähnlich wie in der neunten Sinfonie - Universales verkündet, geradezu eine "Ode an die Musik" unbekannten Schöpfers, wirkt diese Fantasie herrlich, erhaben und durch und durch schön. Der Hörer wird zwar von Beethovens Wunderwerk diesmal nicht immer zu Tränen gerührt, dennoch fasst der Meister uns ans Herz.
Aufgrund dessen bezeichnet man die Chorfantasie gelegentlich liebkosend als die "kleine Neunte". Hier ist nun nichts des Frotzelns, sondern bloß bare Anerkennung und eine Verneigung vor diesem großartigen Werk.

Hier spielt Alfred Brendel zusammen mit dem London Philharmonic Orchestra unter Bernard Haitink mit dem London Philharmonic Choir. Auch diese Aufnahme ist hervorragend, wenn auch diesmal nicht live. Brendel spielt einfühlsam, Haitink dirigiert straff und transparent, der Chor sind so, dass jedes Wort gut hörbar ist, und mit viel Inbrunst. Auch hier ist die Aufnahmequalität perfekt.

Fazit: Wahrscheinlich die beste, schnörkelloseste Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte des großen Meister.
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am 31. Januar 2016
Brendel ist eben einer der besten Pianisten dieser Welt und das macht sich hier besonders bemerkbar - ein sehr schönes Hörerlebnis
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am 29. Juli 2003
Auf diser CD verschmelzen die großartigen Interpretationen der Künstler Levine und Brendel, die ungeheuer gute Tonqualität und natürlich das Genie Beethovens zu einer enorm wertvollen Symbiose des Hörgenusses. Die Werke sind chronologisch geordnet, mit der opus - Zahl wächst die Brillianz und Größe des Werkes; von dem 1. konstruiert - fundierten c - Dur Konzert weiter zu einer Mozartschen 3. d - Moll Meisterleistung um schließlich beim 5. Werk, dem "Emperor" - Konzert, die Größe und Imposanz Beethovens zu spüren, welcher mit Recht behauptet, verstünde er von Kriegskunst genausoviel wie von der Musik, ".. Ich würde Napoleon schlagen."
Freudig erkennt man auch eine nette Zugabe, eine Fantasie für Klavier und Chor, welche einen zum Abschluss noch einmal ins Elysium entführt.
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