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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man könnte über den Film eine Diplom-Arbeit schreiben
Ich bin über viele Umwege auf den Film und diese Thematik gekommen. Zuerst hat mich das gleichnamige Computerspiel interessiert. Nicht zuletzt, weil es von meinen Landsmännern programmiert wurde, sondern auch wegen dem philosophischen Aspekt darin. Ich wollte unbedingt mehr erfahren und hab mir auch die Romane dazu geholt. Danach wollte ich noch wissen, was der...
Veröffentlicht am 6. September 2007 von Wanne

versus
220 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bezieht sich auf Icestorm DVD (Russische Klassiker)
Vorweg: Tarkovsky ist für mich der Filmkünstler überhaupt und Stalker eines seiner Meisterwerke, eine existentielle philosophische und spirituelle Erfahrung.
Leider ist die Bildqualität der neuen DVD Ausgabe von der Berliner Firma Icestorm in der Reihe "Russische Klassiker" (rote Hülle) unannehmbar. Das Bild ist unscharf, wird im Sekundentakt...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2003 von MKUltra


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220 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bezieht sich auf Icestorm DVD (Russische Klassiker), 10. Dezember 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stalker (DVD)
Vorweg: Tarkovsky ist für mich der Filmkünstler überhaupt und Stalker eines seiner Meisterwerke, eine existentielle philosophische und spirituelle Erfahrung.
Leider ist die Bildqualität der neuen DVD Ausgabe von der Berliner Firma Icestorm in der Reihe "Russische Klassiker" (rote Hülle) unannehmbar. Das Bild ist unscharf, wird im Sekundentakt heller und dunkler, ist generell in der Mitte heller und an den Seitenrändern dunkler. Diese deutsch synchronisierte DEFA - Fassung soll "restauriert" bzw. "gemastert" sein, da fragt man sich, wie da die Qualitätskontrolle bei Icestorm aussieht.
Bei Tarkovsky-Fanseiten im Netz (darf hier leider keine url nennen) kann man eine gute Übersicht über die erhältlichen DVD - Fassungen inkl. Empfehlungen erhalten. Für Stalker siehts so aus, als wäre zur Zeit die Aritficial Eye 2 DVD Ausgabe (ebenfalls bei Amazon erhältlich) die beste Wahl, wenn auch nicht perfekt, aber ohne Aussicht auf eine bessere am Horizont.
Eines schönen Tages wird es hoffentlich eine Liebhaber - Edition geben, mit der einst verschollenen und wiedergefundenen ersten Fassung (70mm!) und einer orginalgetreuen 2. Fassung (die bekannte) im orginalen 1:1,37 Format ohne abgeschnittene Ränder und mit orginalem Soundtrack.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man könnte über den Film eine Diplom-Arbeit schreiben, 6. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Stalker (DVD)
Ich bin über viele Umwege auf den Film und diese Thematik gekommen. Zuerst hat mich das gleichnamige Computerspiel interessiert. Nicht zuletzt, weil es von meinen Landsmännern programmiert wurde, sondern auch wegen dem philosophischen Aspekt darin. Ich wollte unbedingt mehr erfahren und hab mir auch die Romane dazu geholt. Danach wollte ich noch wissen, was der Ursprung dieser ganzen Idee von einer sogenannten "Zone" war, darum musste noch "Picknick am Wegesrand" als Abend-Lektüre herhalten. Natürlich fehlte da noch das letzte Puzzleteil und ich hab mir noch diesen Film von Tarkowski ins Haus geholt, der ja eben jenen Stoff von den Strugazki-Brüdern aufgreift.

Der Film ist wirklich sehr sehr gut! Ich will nicht alles wiederholen, was meine Vorgänger schon erwähnt haben. Aber dieser Film ist in seiner Machart wirklich einzigartig und einfach toll (vielleicht sogar genial). Was ich auch nur sagen kann ist, dass man für die 2 1/2 Stunden wirklich ein bisschen Ruhe und Geduld mitbringen muss. Die Kameraführungen sind ruhig, ausgeglichen und enthalten wirklich wenige Schnitte. Aber dafür umso beeindruckendere Kamerafahrten, die einem schon fast ins Gesicht springen. Da muss man auch vor den Schauspielern einfach den Hut ziehen. Teilweise gibt es fast viertelstündige Dialoge und Handlungen, die einwandfrei und glaubwürdig rübergebracht werden, ohne Schnitt und ähnlichen Hokuspokus (davon könnte sich Hollywood mal eine dicke Scheibe abschneiden). Die Dialoge und Monologe sind wirklich sehr tiefgründig und vielleicht nicht mit dem ersten Mal gucken vom Sinn her vollständig erschließbar, aber auf jeden Fall können sie schon beim ersten Mal gucken ohne große Probleme verstanden werden. Wenn man aber vorher "Picknick am Wegesrand" gelesen hat (was ich nur empfehlen kann), sollte man jedoch nicht auf optische Sensationen in Richtung Special-Effect's hoffen. Sowas sieht man in dem Film definitiv nicht! Aber umso mehr beeindruckt es mich, wie diese Landschaften auf einen wirken...meine Lieblingszene: Wo die drei frisch in der Zone ankommen und über das Feld mit den zerstörten Panzern und toten Soldaten laufen (vor allem im Vordergrund). Einfach beeindruckend düster und nihilistisch. Manche Szenen sind auch etwas langgezogen, das muss man zugeben, aber dies stört meiner Meinung nach auch nicht. Wie gesagt, etwas Gelassenheit und Bereitschaft, sich auf eine Irrfahrt in die menschliche Psyche und ihre künstlichen Systeme, sowie deren Auswüchse einzulassen, muss man mitbringen. Das Drumherum ist und bleibt mysteriös, es gibt keine Einleitung und auch keinen Epilog. Man wird wirklich ins kalte Wasser geworfen, besonders, wenn man benanntes Werk von den Strugazki-Brüdern nicht gelesen hat, das macht nämlich das fiktive Wasser etwas wärmer ;-)
Ich glaube, dass dies auch der Grund ist, warum einige Leute nichts mit dem Streifen anfangen können, es ist halt alles recht abstrakt gehalten, was auch beabsichtigt ist. Aber unvorbereitet erwischt einen da die Philosophie-Granate volle Breitseite. Und diese surrealistische Umgebung verwirrt (verständlicherweise) zusätzlich. "Elly McBeal" mögen ja auch viele, obwohl es da auch hauptsächlich "nur" um Menschen und ihre Empfindungen geht und es keine rasante Aktion gibt (sich bitte nicht dran aufhängen! Ich weiß, ist nicht vegleichbar, dient hier lediglich nur als Anschauung). Ich kann den Film wirklich uneingeschränkt empfehlen. Beeindruckende Bilder, ohne digitale Special-Effect's garantiert. Eine Handlung mit Tiefgang wird mitgeliefert, sowie eine sehr sehr gute Schauspielleistung und glaubhafte Charaktere. Wirklich ein Meilenstein im Film-Genre, über den bestimmt schon einige Film-Studenten ihre Diplom-Arbeit geschrieben haben.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nur eine kleine ergänzende anmerkung, 14. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import] (DVD)
der film wurde in den vorangegangenen 12 rezensionen schon ausführlich genug besprochen. deshalb möchte ich nur noch folgendes anmerken: 'stalker' basiert NICHT (zumindest nicht direkt) auf dem roman 'picknick am wegesrand' [piknik na obocine] von a. & b. strugazki. die strugazkis arbeiteten zusammen mit tarkowski über einen zeitraum von 3 jahren an einem drehbuch zu einem film, der ursprünglich auf motiven des 4. kapitels des 'picknick'-buches basieren sollte; in der entgültigen fassung aber deutlich reduzierter ausfiel, ein ganz anderes grundthema bekam und mit dem roman eigentlich nur noch die begriffe 'stalker' und 'zone' gemein hatte.
eine frühe fassung dieses drehbuches der strugazkis wurde in form einer kurzgeschichte mit dem namen 'die wunschmaschine' in dem phantastik-almanch lichtjahr 4 vom verlag das neue berlin im jahre 1985 veröffentlicht.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction? Entblösste Seelen!, 20. August 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import] (DVD)
Ich war etwa 14, als ich den Film im DDR-TV2 ("Für Freunde der russischen Sprache"), mit schwindendem Bild und Ton im Röhrenfernseher sah. Kurz danach las ich zum ersten Mal "Picknick am Wegesrand" von den Strugatzkis. Nach über zwanzig Jahren hat mich der Film noch immer nicht losgelassen. Darum kaufte ich die DVD für über 35 Euro.
Wie auch Nostalgia und Solaris ist Stalker ein Ausnahmewerk der Filmgeschichte. Die Bildsprache ist atemberaubend und die Darsteller geben Ihr Äusserstes. Obwohl der Film teilweise erheblich von der Romanvorlage abweicht, hat Meister Tarkovski es verstanden, zum Wesentlichen der Geschichte vorzudringen. Sience-Fiction und die "Zone" sind nur der Anlaß für diese zutiefst menschliche Geschichte. Die Charaktere werden meisterhaft entwickelt und der Film atmet eine unbeschreibliche Spannung. Die Nackenhaare sträuben sich, obwohl eigentlich nichts passiert. Das liegt nicht zuletzt an den seltenen Szenenwechseln. Tarkoski lässt seinen Kameramann minutenlang "draufhalten", was den Eindruck der Realität noch verstärkt.
Von der Bildsprache her fallen mir als Vergleich nur andere Tarkovski-Filme ein: "Nostalgia" und "Briefe eines toten Mannes".
Die DVD-Extras sind eine Offenbarung: Nach dem Abdrehen des ersten Teils von Stalker konnte das Filmmaterial nicht entwickelt werden: Die Arbeit eines ganzen Jahres futsch! Der Film wurde unter den Zwängen der sowjetischen Mangelwirtschaft gedreht - nicht einfach für einen Pedanten wie Tarkovski. Eine Doku zeigt das Haus Tarkovkis im heutigen verfallenen Zustand - zum Heulen!
Mein Tipp: Dieser Film gehört in jede Sammlung ernsthafter Filmliebhaber, egal wie teuer er ist. Unbedingt im Originalton (russisch) anschauen! Alles andere ist nicht lippensynchron und verfälscht das Werk.
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker im russischen Original mit deutschen Untertiteln, 11. Januar 2003
Von 
G. Elshof (Münster, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import] (DVD)
Wie bei den Filmen von Theo Angelopoulos ("Der Blick des Odysseus", "Ewigkeit und ein Tag") dominiert ein grosse Ruhe, enorme Bildgewalt, ausgeklügelte Bildkomposition und behäbige Länge die Filme von Andrej Tarkowskij. Gegenüber seinem ersten Science-Fiction-Klassiker "Solaris" schraubte Tarkowskij für seinen zweiten das Tempo sogar noch einmal enorm zurück. Ebenso enthält "Stalker", basierend auf dem Science-Fiction-Klassiker "Picknick am Wegesrand" der Gebrüder Strugatzki, keine oberflächlichen Science-Fiction-Zugaben wie Raumstationen oder Raumschiffe. Tarkowskij wollte einen Film über das Leben (versinnbildlicht durch "die Zone"), den Selbstzweifel an der eigenen mentalen Kraft (die Angst der Männer den geheimnisvollen Raum zu betreten im Zusammenhang mit der Geschichte von Stalkers Lehrmeister) und die Liebe (die von Stalkers Frau zu ihrem Mann, trotz all der Probleme und Schmerzen, die sein Lebenswandel für sie bedeutet) machen. Gegen alle anderen Interpretationen wie die Zone als radioaktive Zone nach Atomunfall hat sich der russische Filmemacher in Interviews immer gewehrt. Für ihn war die Science-Fiction nur das Gewand für die Geschichte über das Leben, aber ein so grosser Film lässt sicherlich mehr Interpretationen als nur die des Regisseurs zu. Ohne die Romanvorlage zu kennen ist die verfilmte Science-Fiction-Geschichte allerdings sehr schwer zu verstehen. Stalker ist der letzte Film den Tarkowskij unter der Aufsicht der Zensur in seiner russischen Heimat drehte. Auf dieser DVD von Artificial Eye ist der Film im russischen Originalton mit vielen Untertitelspuren, unter anderem auch einer DEUTSCHEN, enthalten! In den deutschen Programmkinos habe ich "Stalker" auch nur als russisches Original mit deutschen Untertitel erlebt, damit ist diese liebevoll aufbereitete britische Import-DVD auch für den deutschen Markt komplett! Es ist wahrhaft eine europäische DVD!
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literatur als Inspiration und nicht als Gängelband, 20. Juli 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import] (DVD)
Tarkovsky erhitzt mit diesem Film wieder mal die Gemüter der Literaten. "Wo ist das Buch, das ich las"; hallt es durch die Reihen der Seitenumblätterer. Eine gewisse Arroganz liegt in dieser Haltung, nämlich die schwer haltbare Annahme, dass Menschen nicht das Recht haben, Dingen eine neue Form und einen anderen Sinn beizumessen.
Der Film arbeitet mit sehr kargen aber durchaus eindringlichen Mitteln, um das Bedrohliche, das Phantastische, das Unaussprechliche zu dramatisieren. Dabei entstehen immer wieder Szenen, die auch in Zeiten von Matrix oder LXG noch tiefe Eindrücke hinterlassen können. Mir persönlich haben am besten die Kamerafahrt über die schlafende Familie zu Beginn des Films und der einsetzende und wieder abebbende Regen, der im Vorraum des Raums niedergeht, gefallen.
Stalker ist ein cineastischer Brocken Schwermut, der nicht etwa der depressiven russischen Seele, ganz gewiss aber einer gesellschaftspolitischen Verzweiflung entsprungen ist. Der Film ist meines Erachtens zu gut für ein Publikum, welches fanatisch nach Ansatzpunkten für eine analytische Kritik sucht. Was Stalker will, ist in aller Demut persönliches Leidensempfinden mit aller Macht des schauspielerischen und filmischen Ausdrucksvermögen dem Betrachter ins Gesicht zu schreien. Für viele mag die Gefühlswelt Tarkovskys schwer nachvollziehbar sein. Das rüttelt nicht daran, dass dieser Film eines der eindringlichsten Werke der russischen Filmkunst darstellt. Wer diesem Genre nichts abgewinnen kann, sollte sich fragen, ob er in seiner Kritik ganz wertfrei sein kann, und ob er wirklich ausreichend kompetent ist, sich zu diesem Thema zu artikulieren.
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich vermisse russisches Kino, 26. März 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Stalker [VHS] [UK Import] (Videokassette)
Eigentlich ist es ja schon ein Sakrileg diesen Film in einer Rezension überhaupt mit Hollywood in Verbindung zu bringen, oder kann dort ein Regisseur einen Film der ihm nicht gefällt gleich nochmal neu drehen ?
Der Stalker ist ein Führer, der für Geld einen Wissenschaftler und einen Schriftsteller durch die verbotene Zone leitet, um am Ende zu einem Zimmer zu gelangen in dem jedem der geheimste Wunsch erfüllt wird. Der Weg dorthin entpuppt sich allerdings, als ein unsichtbares Labyrinth, das die Charaktere dazu bringt ihre Beweggründe und sich selbst zu hinterfragen. Diese Reise wird von Tarkowski in hypnotisierenden Bildern gezeigt, die bisweilen trotz ihrer Einfachheit erdrückend und atemraubend sind. So zeigt er eine Fahrt mit einer Draisine, bei der nichts außer dem monotonen Schienengeräusch zu hören ist und an deren Ende man nicht weiß, ob er nun ein paar Sekunden oder eine halbe Stunde davon gezeigt hat. Der Film hält einen mit seiner ganzen Wucht in dieser Welt gefangen und läßt auch nach zweieinhalb Stunden nicht so einfach los, weil man immer mehr Themen und Denkanstöße zu erkennen glaubt. "Stalker" ist nicht einfach eine Umsetzung des Buches "Picknick am Wegesrand", sondern ein eigene Adaption bei dem wahrscheinlich Bild- und Tonspur als eigenständige und unabhängige Kunstwerke funktionieren können.
Die Ähnlichkeiten und Anspielungen auf Tschernobyl, die Arbeiter, die den Reaktor nach dem Unglück verschlossen wurden ebenfalls Stalker genannt, sind natürlich nicht real, oder höchstens visionär, da der Film bereits 1979 entstanden ist.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein neuer Lieblingsfilm!, 25. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Stalker (DVD)
Ich habe diesen Film als 14-jähriger das erste mal gesehen und hatte keine Ahnung was mein Vater daran so toll finden könnte...
Jetzt bin ich erwachsen und habe endlich genug Wissen um dieses Meisterwerk vollkommen zu verstehen.
Nicht etwa, wie viele denken, nach dem Roman "Picknick am Wegesrand" von Strugatzki, sondern nach der gleichnamigen Kurzgeschichte "Stalker" entwirft Andrej Tarkowskij ein bildgewaltiges Meisterwerk. Die Handlung scheint flach, doch die philosophischen Interpretationsmöglichleiten sind schier unerschöpflich.
Ein Schriftsteller und ein Professor begeben sich unter Führung des "Stalkers" in die geimnisvolle "Zone" wo Dinge passieren die durch die menschliche Vernunft nicht erklärbar sind. Jeder Fehltritt auf dem Weg in das "Zimmer", welches angeblich den tiefsten Wunsch der Person erfüllt die ihn betritt, kann tödliche Folgen haben.
Doch ist an der "Zone" wirklich etwas übernatürliches, oder entspringt alles nur der Phantasie eines einzelnen Mannes?
Ist dieser Film eventuell eine große Metapher und das Zimmer repräsentiert den Tod? Repräsentiert der "Stalker" darin die Religion, welche den Menschen die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod gibt?
Dies ist einer von vielen möglichen Interpratationsansätzen den dieser unvergleichbare Film bietet.
Mein Rat an alle: Wer seine grauen Zellen mal wieder anregen will sollte sich diesen Film kaufen!
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen -----___-----Außergewöhnlicher Film auf gewöhnlicher DVD-----___-----, 21. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Stalker (DVD)
Zunächst ist es ein wenig schwierig bei einem Film wie diesen hier einen Anfang zu finden und sich an ihn heranzutrauen da dieses Thema schon eine Herausforderung darstellt. Er stammt vorab noch aus einer Zeit in der es nicht immer einfach gewesen war in der Sowjetunion seine Meinung zu äußern. Gleichzeitig greift er ein äußerst futuristisches Thema auf, mit dem zugegeben nicht jeder etwas anfangen kann und manchen Zuschauer ziemlich nachdenklich stimmt. Ursprünglich sollte der Film hauptsächlich an dem vierten Kapitel des Romans "Picknick am Wegesrand" angelehnt sein jedoch unterschied er sich während der Vollendung des Drehbuches immer mehr von seiner Vorlage. Bevor er endlich komplett abgedreht wurde gab es noch eine andere Fassung mit der, der Regisseur Andrey Tarkovsky nicht zufrieden gewesen sein soll und den kompletten Film hinterher neu drehte.

In einer tristen russischen Industriestadt, in einem unbekannten Teil des Landes brechen zwei Männer auf die scheinbar ihrem bisherigen Leben für eine Weile den Rücken kehren wollen um sich auf ein riskantes Wagnis einzulassen indem beide beschließen in ein rätselhaftes Gebiet aufzubrechen welches unweit der Stadt liegen soll um das seltsame Gerüchte die Runde machen. Angeblich soll an dieser besagten Stelle vor 20 Jahren ein Meteorried eingeschlagen sein und sogar von der Landung Außerirdischer ist die Rede. Deswegen wird dieser Ort vom Militär quasi hermetisch abgeriegelt und niemand der sich unerlaubt dort hingewagt hat soll jemals zurückgekommen sein. Die unmittelbare Umgebung in der sich früher Fabriken befanden ist seit den Ereignissen von damals teilweise verwüstet und heruntergekommen. Reisende verschwanden bereits zuvor unter mysteriösen Umständen in dieser Zone jedoch soll es innerhalb von diesem Ort auch einen Bereich geben an dem Wunder möglich sind und sich langersehnte Hoffnungen erfüllen weswegen die beiden Männer letztendlichen den Entschluss getroffen haben ihre Reise zu ihrem Ziel anzutreten. Beide jedoch haben völlig unterschiedliche Gründe diese Gegend aufzusuchen, der eine ist ein Schriftsteller der hofft am Höhepunkt von dem Vorhaben seine verlorene Eingebung zurück zu finden während der Andere, ein Naturwissenschaftler der im Film nur als Professor angeredet wird, heimlich versuchen will diesen Bereich zu zerstörten da er fürchtet, dass seine Macht missbraucht werden kann.

Das erste Drittel des Films ist in schwarz-weiß gedreht welches in ein leicht bromartiges braun getaucht ist um möglicher Weise die Tristes der Heimat jener beiden Männer und auch das Motiv für ihr Vorhaben zu unterstreichen. Der Film selber hat darüber hinaus eine unheimlich langsame Erzählweise und ruhige Kameraführung. Wenn man ihn jedoch auf sich wirken lässt, das geht am besten spät am Abend, kann man sich dafür gut in die Handlung hinein versetzen. Trotz dieses Inhalts kommt Stalker völlig ohne Spezialeffekte aus. Damit sehe ich einen klaren Beleg das teurer Aufwand in einem Film nicht die durchdachte Handlung ersetzen kann und schon einfache aber gut platzierte und genau ausgearbeitete Stielmittel ausreichen um beim Zuschauer etwas tief im Inneren zu bewegen.

Der Stalker versteht sich hier als ein Pfadfinder der am Rande des Sperrgebiets lebt und sein Geld damit verdient Leute unauffällig und an den Augen der Sicherheitskräfte vorbei durch den Sektor zu führen. Mit der Zeit hat er ein Gespür für diesen sich immer verändernden Ort angeeignet. Jenen Herren suchen die beiden Männer auf da nur er mit seiner Erfahrung in der Lage ist Gefahren innerhalb dieser Zone zu umgehen und Fallen die dort lauern auszuweichen. Nicht nur der Schriftsteller und der Professor haben ihre Motive diesen Ort aufzusuchen auch der Stalker selbst hofft dort eine Möglichkeit zu finden seine kranke Tochter wieder zu heilen die aufgrund der Nähe zu diesem unheimlichen Ort gesundheitlich schwer gelitten hat. Der Pfadfinder ist daher sogar bereit seine beiden Begleiter dafür zu opfern.

Die deutschen Verleiher von Icestorm Entertainment haben dieses Werk jedoch unerfreulicherweise nicht mit dem nötigen Respekt behandelt. Die DVD wirkt auf den Zuschauer optisch und qualitativ wie eine B-Ware aus Osteuropa. Das Bild ist für die heutigen verwöhnten Augen kaum zu ertragen, jedoch beträgt die durchschnittliche Bitrate einen Wert von immerhin 4.9 M-Bit in der Sekunde was eigentlich noch im mitlernen Bereich liegt. Ebenso der Ton erweist sich als Enttäuschung. Da mittlerweile jeder ausländische Film auch über Originalton als Zweitsprache verfügt ist es unverständlich wieso hier nur deutsch enthalten ist. Beispielsweise wurde in den Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Finnland eine doppelt DVD auf dem Markt gebracht die ein deutlich besseres Bild hat und sogar 5.1 Ton. Die Zusatzausstattung auf den anderen Auflagen scheint ebenfalls umfangreicher, die besteht neben einer Bilder Galerie und der Biografie über Andrey Tarkovsky noch aus dem Kurzfilm "Erinnerungen" (an Tarkovsky’s Haus) / "The Steamroller and the Violin" / dem interview mit Cinematograph Alexander Knyazhinsky und einer weiteren Unterredung mit Produktion Designer Rashit Safiullin. Interessant finde ich auch die amerikanische DVD die neben den beiden ersten Kurzfilmen noch 40 Minuten Interviews mit weiteren Beteiligten enthält. Falls ich bei dem einem oder anderen Interesse geweckt habe empfehle ich sich den Stalker erst einmal auszuleihen da er sehr anspruchsvoll ist und man ihn so leicht mit keinem anderen Film vergleichen kann auch wenn ich zugeben muss das er unter Umständen selten in der Videothek zu finden ist. Über die Schwierigkeiten mit dem Kopierschutz kann ich jetzt an dieser Stelle keine Aussage machen da ich die deutsche Auflage selbst nicht besitze allerdings höre ich von Wiedergabeproblemen im Zusammenhang mit dem Film nicht das erste Mal. Fans denen er gefallen hat und ihn verstanden haben besitzen meist eine Import Fassung aus Großbritannien oder den USA da die deutsche Auflage dem Werk keinesfalls gerecht wird.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial und düster. Ganz ohne Effekte!, 4. Mai 2007
Von 
T. Mirow "chilshok" (Ahrweiler) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Stalker (DVD)
Durch das PC-Spiel bin ich vor knapp 2 Jahren erst auf PICKNICK AM WEGESRAND und dann auf diesen Film gekommen. Das Buch hatte mich unglaublich fasziniert. Ebenso die Idee hinter dem PC-Spiel. Welches dann letztendlich ein zwar ganz ansehnlicher Titel geworden ist, mir aber nicht die Atmosphere des Buches oder dieses Filmes vermitteln kann.

Auch wenn der Roman der Strugatzki-Brüder nicht unbedingt die Vorlage des Filmes ist, muss man dieses Buch gelesen haben. Es bildet immerhin den Kosmos des Filmes. Die derbe Sprache der Stalker und Artefaktaufkäufer ist leider im Film nicht wirklich enthalten. Das erste Mal hab ich gedacht: Oh je. was hab ich mir denn hier gekauft?? Erst beim zweiten Mal schauen war ich dann wirklich bereit mich darauf einzulassen.

Leuten, die sich nur berieseln lassen und das Hirn auf Sparflamme stellen wollen beim Filme-schauen, sind hier defintiv verkehrt. Was anderes als das immerwährende Hollywood-Getrisse. Gott sei dank ;)
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Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import]
Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import] von Andrej Tarkowski (DVD - 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 22,88
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