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am 6. Januar 2003
Der Schachzug, passend zu einem Buch einen "Soundtrack" zu veröffentlichen, ist in diesem Falle wirklich gerechtfertigt! Wer sich nach dem Studium der hervorragenden Dokumentation "Verschwende deine Jugend" von Jürgen Tiepel über die deutsche Punk- und New-Wave-Bewegung zwischen 1976 und 1983 nach der richtigen Musik dazu sehnt, braucht diese Doppel-CD!
Anders als bei den gerade modischen Best-of-the-80s und NDW-Samplern mit Kommerzhits von Nena bis Trio bekommt man hier den wahren Ursprung dieser Bewegung vermittelt. Sorfältig zusammengestellt von Pyrolator (Der Plan) und auf dem genialen Düsseldorfer Atatak-Label herausgegeben, finden sich hier wahre
Perlen, viele Raritäten aus Independent-Auflagen oder frühen Alfred-Hilsberg-Veröffentlichungen und die wichtigsten Hits aus der westdeutsche New-Wave-Ära vor Hubert Kah, Markus und Co.!
Die düstere Wucht der ersten Punkbands wie S.Y.P.H., Male, Mittagspause, Hans-a-Plast, KFC und ZKL ist bemerkenswert, und ihre deutschen Texte haben auch heute nichts von ihrer Wirkung und Aktualität verloren - "Zurück zum Beton", "Industriemädchen", "Lachleute und Nettmenschen", "Risikofaktor 1:X" oder "Herrenreiter" sprechen noch heute den authentischen Hauch der Großstadt, der Betongetthos, von Aggressionen und Zukunftsangst aus der Ära vor Techno und HipHop.
Spätestens ab 1980 hatten besagte Bands ihren Sound und ihren Namen geändert: aus Male wurden Die Krupps, aus Mittagspause Fehlfarben, aus dem KFC Nichts und aus dem ZK die Toten Hosen. Dazu gab es neue Bands wie DAF, Der Plan, Palais Schaumburg, die Einstürzenden Neubauten und Andreas Dorau, dicke Plattenverträge bei der Industrie und elektronisch-groovende Sounds zwischen New Wave, Industrial, Prä-Techno, Synthipop und Ska: "Abenteuer und Freiheit", "Kebabträume", "Wahre Arbeit, wahrer Lohn", "Kalte Sterne" oder "Wir bauen eine neue Stadt". Das wunderschöne "So gut" von den unterbewerteten Zimmermännern, einer der ersten und besten deutschen Skabands, gehört dabei zu meinen Favoriten.
Auch einige Hits im Fahrwasser der späteren NDW sind vorhanden. Andreas Doraus unwiderstehliches "Fred vom Jupiter" ist einer der besten Popsongs der 80er Jahre. Die "Blauen Augen", später von Annette Humpes Ideal zum Riesenhit avanciert, gibt es hier als frühe Indieversion ihrer Schwester Inga und ihrer Neonbabies. "Der Kommissar" von dem Wirtschaftswunder hat dem ZDF-Kriminalisten Kommissar Keller bis heute ein ewiges musikalisches Denkmal errichtet, und auch die erste Single der Toten Hosen fehlt nicht ("Jürgen Engler gibt 'ne Party").
Dazu gibt es noch einige Obskuritäten wie die Ansprache des Terroristenbekämpfers Horst Herold, Erschaffer der Rasterfahndung, als Endlosrille auf einer Abwärtsplatte, ein schräges Minihörspiel von der Tödlichen Doris oder Xao Seffcheques K-tel-Werbeparodie "Happy New Wave". Dass hier Megahits wie DAFs "Der Mussolini" oder Fehlfarbens "Es geht voran" fehlen, lässt sich aber bei dieser geballten Packung rarer und wundervoller New-Wave- und Punkperlen (fast 50!) leicht verschwerzen.
Im Booklet gibt es dazu noch umfahgreiche Angaben über die Bands, ihre Mitglieder, die Veröffentlichungen sowie passende Auszüge zu jedem einzelnen Track aus dem Buch, die viele Songs erst in neuem Licht erscheinen lassen. Wer also die wahren Ursprünge der neuen deutschen Musik um 1980 erforschen oder
einfach in Nostalgie an die damalige Zeit schwelgen will, dem sei der Kauf dieses Samplers und des gleichnamigen Buches dringend empfohlen!
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HALL OF FAMEam 14. Juli 2003
Der Journalist Jürgen Teipel veröffentlichte mit seinem gleichnamigen Buch eines der interessantesten Musikbücher des letzten Jahres über die Punk- und New Wave-Szene in Deutschland von 1977-1983. Mit diesem Buch wurde aber auch gleichzeitig das Fehlen von entsprechenden Hörbeispielen deutlich, denn viele Bands veröffentlichten ihre Singles auf unabhängigen Labels in Auflagen von teilweise nur 500 Stück.
Mit dieser Doppel-CD kann jetzt zumindest teilweise Abhilfe geschaffen werden. In mühevoller Kleinarbeit sammelten der Autor sowie Frank Fenstermacher (Musiker bei Der Plan und Betreiber des Labels Ata Tak) 49 Songs zusammen. Dabei treffen wir sowohl auf alte Bekannte wie D.A.F., Die Neonbabies, Fehlfarben, finden aber auch Kultbands wie KFC, ZK, S.Y.P.H. oder Mittagspause wieder. Darüber hinaus offeriert diese Zusammenstellung viele längst vergessene Pretiosen wie Pyrolator, Die Radierer, Der lachende Papst oder Frieder Butzmann. Ein vergleichbare Zusammenstellung von Musik aus dieser Zeit war bislang nicht erhältlich, so das sich die Bewertung nicht nur auf die Qualität der Musik, sondern auch auf die musikhistorisch vorbildliche Aufarbeitung bezieht: unverzichtbar.
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am 22. April 2002
Ebenso wie das gleichnamige Buch von J. Teipel ist diese Doppel CD ein Zeitdokument. Für alle, die damals nicht dabei gewesen sind und all jene, die händerringend nach musikalischen Belegen ihrer Jugend suchen ist diese CD zu empfehlen. Hiermit lässt sich nachvollziehen, welchen Weg Punk in Deutschland nahm, wie ambitioniert er sich zu seinen englischen und US "Vorbildern" entwickelte und wie viel davon noch heute in der Musik fast jeder Schublade steckt. Abgesehen davon rockt diese CD verdammt gut.
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am 14. Juni 2002
Ich habe mir diese CD aufgrund einer Rezension gekauft und bin eher entaeuscht. Fuer Leute die die Zeit miterlebt haben ist sie zu einseitig (Atatak-Lastig) und die Leute die nicht dabei waren, kennen die anderen Bands ja sowieso nicht, die mir zum Beispiel fehlen. Es ist bestimmt auch schwierig ein so komplexes Thema auf 2 CD's zu bekommen, aber warum sind manche 2 mal drauf und andere sind nicht dabei. Mir fehlt zum Beispiel was von Geisterfahrer, der moderne man, White Russia, Saal 2, Tempo oder sogar Bel Ami. Aus meiner Sicht eher was fuer Leute die ihre alten Platten schon verkauft haben und gern mal wieder in Erinnerungen schwelgen wollen, oder fuer welche die es garnicht kennen, zu Info.
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am 28. Juli 2003
Als 71er habe ich nur die kommerziellen Bands der NDW wie Hubert Kah und Nena bewußt mitbekommen. Später konzentrierte man sich auf die britischen Postpunkbands wie Joy Division oder Cure. Dieser Sampler vermittelt einen Einblick, wieviel die deutsche Szene zu bieten hatte. Die in den Songs vermittelten Gefühle der Isolation und Einbetoniertheit spielen auch heute noch in weiten Teilen des Landes eine große Rolle. Dass bei einem Sampler nicht alle Lieder Gold sind versteht sich von selber, doch insgesamt verbreitet diese Zusammenstellung soviel Aufbruchstimmung und revolutionäres Potential, dass ich auch noch 25 Jahre später davon infiziert werde. Mein Gott, gab es damals tolle Musik. Vielen Dank für die Arbeit des Zusammentragens!
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am 20. Dezember 2013
Eine feine Zusammenstellung, kraftvoll dosiert. Wir hatten in unserer Kleinstadt einen Plattenladen, der fast alle Platten vorgehalten hat und bis auf die Tote Hosen hatte ich alle Beats noch gut im Ohr.
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