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am 20. März 2011
Ich kannte die Literatur und die deutsche Erstverfilmung nicht (Bildungslücke?). Für mich war die Handlung des Films also vollkommen unbekannt. Weil ich ein großer Jack Nicholson-Bewunderer bin, ging ich aber davon aus, dass es sich um einen guten Film handeln muss und ich wurde nicht enttäuscht.
Ganz anders, als man ihn sonst kennt, spielt J.N. hier eine sehr tiefgründige, dramatische Rolle, die mit subtilen Tönen die bewegende Geschichte eines im Ruhestand befindlichen Polizeibeamten erzählt, der unabbringlich davon überzeugt ist, dass die ermittelnden Beamten mit dem in Haft genommenen Verdächtigen auf der falschen Spur sind, dem aber aufgrund seiner sich steigernden Alkoholsucht und der wachsenden, in eine Manie ausartenden Vergbissenheit, den wahren Täter finden zu wollen, niemand glauben schenken will.
Ein ergreifendes Drama, mit einem in Höchstform schauspielernden Jack Nicholson, das ich jedem nur empfehlen kann.
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am 2. August 2005
Mein erster Gedanke, als ich hörte, dass das Dürrenmatt-Buch "Das Versprechen" jetzt in Hollywood verfilmt werden sollte: Oh je, muss das sein?!
Zum Glück wurden meine Befürchtungen nicht bestätigt, sondern der Film - ganz Hollywood-untypisch - imponiert mit ruhigen Tönen und hält sich erfreulicherweise an der literarischen Vorlage (in großen Teilen zumindest). Besonders erfreulich, dass auch das Ende des Buches so übernommen wurde, wie es Dürrenmatt schrieb.
Hier sehe ich den entscheidenden Vorteil gegenüber der deutschen Erst-Verfilmung "Es geschah am hellichten Tag". Natürlich ist der Film mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe ein herausragender Film und sicher eines der Highlights des deutschens Kinos der letzten fünfzig Jahre, aber das Ende entsprach eben nicht dem der literarischen Vorlage.
Alles in allem ein erstklassiger Film, mit einem (mal wieder) grandiosen Jack Nicholson, absolut zu empfehlen, besonders für diejenigen, die sich auch ohne größere Action und Effektschlachten noch an guten Geschichten erfreuen können!
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am 2. Februar 2004
Die Dürrenmatt-Verfilmung "Es geschah am hellichten Tag" mit Heinz Rühmann und Gerd Fröbe in den Hauptrollen ist ein Klassiker des deutschen Krimis. Der Film von 1958 basiert auf einem Drehbuch von Dürrenmatt, der jedoch mit dem positiven Ende unzufrieden war, und darauf hin den Roman "Das Versprechen" herausbrachte. Sean Penn, genialer Schauspieler und Regisseur hielt sich bei seiner Adaption an die Romanvorlage. Entsprechend entmutigend und düster ist das Ende. Jack Nicholson beweist einmal mehr seine unglaubliche Schauspielkunst und in den Nebenrollen entdeckt man bekannte Namen wie Vanessa Redgrave und Mickey Rourke als leidender Vater eines vermissten Mädchens. Besonders zu erwähnen sei hier der grandiose Auftritt von Benicio del Roro als geistig behinderter Indianer Toby. Das sehr bewegende und aufwühlende Drama verzichtet gänzlich auf Action und hohes Tempo, sondern kommt beunruhigend langsam und gemächlich daher, baut mit statisch anmutenden Bildern und einer wirkungsvollen Sounduntermalung von Hans Zimmer enorme Spannung auf. Ein Film für Puristen, die Wert auf Schauspieler, Story und Spannung legen. Dieser Film ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, daß auch in Hollywood neben all den sinnentleerten Effektorgien und Materialschlachten noch ganz grpßes Schauspielerkino entstehen kann.
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am 29. Januar 2016
Filmrezension zu "The Pledge"

Das Filmdrama "Das Versprechen" (Originaltitel "The Pledge")
erschien 2001 in den USA unter der Regie von Sean Penn.Der
Film hat eine Länge von 119 Minuten und ist laut FSK (Freiwillige
Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) ab 12 Jahren freigegeben.Laut
JMK (Jugendmedienkommission) ist "The Pledge" ab 14 Jahren frei-
gegeben.Der Film handelt von der Charakterwandlung des Krimi-
nalbeamten Jerry Black,während seines letzten Falls und basiert auf
Friedrich Dürrenmatts Kriminalroman "Das Versprechen" aus dem
Jahr 1958.

Jerry Black,gespielt von Jack Nicholson,spielt die Hauptrolle des
Films.Er ist ein Kriminalbeamter in Nevada und zu Beginn des Films
beinahe Rentner.Seine Leidenschaft ist das Angeln.Der Kommissar
ist Raucher und ledig.Kinder hat er nicht.
Toby Jay Wadenah,gespielt von Benicio Del Toro,spielt in "The
Pledge" die Nebenrolle eines geistig und sprachlich gestörten In-
dianers,welcher schon vor Beginn des Films mehrere Sittlichkeits-
delikte an jungen Mädchen ausgeübt hat.
Taryn Knowles,im Film Ginny Larson,wird zu Beginn des Films Opfer
eines Sittlichkeitdelikts.Sie ist ein kleines und fantasievolles
Mädchen,welches noch zur Grundschule ging.
Aaron Eckhart spielt die Nebenrolle des Stan Krolaks,ein Arbeits-
kollege von Jerry Black.Stan steht in keinem guten Verhältnis zu Toby.
Auch die Ehefrau von Sean Penn spielt in "The Pledge" mit.Robin
Wright Penn besitzt die wichtige Nebenrolle von Lori.Lori ist die Be-
dienung einer Bar.Sie hat ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihrem
Ex-Mann.Ihre kleine Tochter Chrissy,gespielt von Pauline Roberts,
geht in die erste Klasse.

Der Kriminalbeamte Jerry Black steht kurz vor seiner Pensionierung.
Während seiner Abschiedsparty wird ein Mord in der Nähe eines Wald-
randes gemeldet.Jerry verlässt die Party und begibt sich sofort zum
Tatort.Die kleine Ginny Larson ist ermordet worden.Jerry Black in-
formiert die Eltern von Ginny über das Geschehen und verspricht
der Mutter bei seinem Seelenheil,den Mörder zu finden.Der Verdacht
fällt dabei auf den geistig gestörten Toby Jay Wadenah.Er hat schon
mehrere Male Sittlichkeitsdelikte an jungen Mädchen ausgeübt und ist
kurz vor Entdeckung der Leiche am Waldrand gesichtet worden.
Der gestörte Indianer zeigt sich während des Verhörs mit Stan Krolak
nicht sehr gesprächig.Stan ist sich absolut sicher,dass Toby der Täter
ist und wird während des Verhörs so aufdringlich,dass der Indianer die
Tat schließlich gesteht.Als er in die Zelle geführt wird,entreißt er einem
Polizisten die Pistole und schießt sich in den Mund.Für Stan ist der Fall
abgeschlossen,doch Jerry Black zweifelt sehr stark daran,den Täter
gefunden zu haben.So nimmt der pensionierte Kriminalbeamte den
Fall privat auf.Er befragt die Großmutter des Mordopfers und besucht
ebenfalls die Grundschule von Ginny.Dort erfährt er von einer
Zeichnung,die das Mädchen kurz vor ihrem Tod angefertigt hat.Um die
Zeichnung deuten zu können,bittet er eine Psychologin um Rat.Ohne
wirkliche Informationen über den Mörder,geht Jerry seinem Hobby,
dem Angeln,nach und fährt dafür weiter abseits in die Berge.Später
kauft er eine alte verkommmene Tankstelle und zieht dort ein.
Schließlich lernt er in einer Bar die Bedienung Lori und ihre kleine,auf-
geweckte Tochter Chrissy kennen.Als Lori spät abends und von ihrem
Ex-Mann verprügelt bei Jerry Schutz sucht,schlägt dieser ihr vor,bei
ihm einzuziehen.Fort an wohnen alle drei zusammen in der Tankstelle.
Sie verstehen sich sehr gut und scheinen nach außen hin sogar wie
eine kleine glückliche Familie.Doch der Schein trügt.Jerrys inneres Ver-
langen,den Mörder zu finden (beziehungsweise das Versprechen ein-
zuhalten) verändert ihn.So entwickelt er einen Plan,der ihm später
zum Verhängnis wird.

Der Film "The Pledge" ist für Zuschauer,welche den darauf basieren-
den Roman nicht kennen,an manchen Stellen schwer zu verstehen.Die
zweiteilige Exposition wäre hier ein Beispiel.Zuerst wird der unwissen-
de Zuschauer mit einer Szene konfrontiert,die im Film erst viel später
auftaucht.Es gibt einen Zeitsprung und der zweite Teil der Exposition
wirft den Zuschauer zwar nicht direkt ins Geschehen,aber beinhaltet
durchaus Hinweise,die im weiteren Verlauf des Films nicht näher er-
läutert werden.Diese Kombination könnte den Zuschauer anfangs
schnell verwirren,da er keinen optimalen Überblick über die Filmwelt
erhält.In "The Pledge" werden zeitliche Verhältnisse gut eingebaut,da
es gelegentlich einen Wechsel zweier Szenen gibt.Ein Beispiel wäre
hier der ständige Wechsel zwischen der Abschiedsparty und der Ent-
deckung der Leiche.Darüber hinaus erzeugt dies ebenfalls Spannung.
Desweiteren gibt es in "The Pledge" einige Unterschiede zum Kriminal-
roman,durch die man bestimmte Handlungen besser nachvollziehen
kann.Ein geeignetes Beispiel wäre hier,dass es im Film einen
speziellen Grund gegeben hat,warum Jerry mit Lori und Chrissy
zusammengezogen ist (im Roman wären es Matthäi,Heller und
Annemarie).Beziehungsweise warum Lori sein Angebot annahm.Im
Roman wird kein Aufschluss darüber gegeben.In "The Pledge" wird die
Wandlung des Kriminalbeamten Jerry Black sehr gut dargestellt.Meiner
Meinung nach,ist es absolut wichtig,dies auch im Film erkennen zu
können,da diese Wandlung der absolute Kern der gesamten Roman-
handlung ist.Den Zuschauern werden durch passenden Kameraein-
stellungen,unterstreichenden Sounds und übertriebenen Reaktion der
Hauptfigur bewusst,was in Jerrys Kopf vorgeht.Szenen,in welchen
Jerry übertrieben reagiert,verleihen dem Film zusätzlich einen
gewissen Humor,der aufgrund der schrecklichen Taten gut gebraucht
werden kann.Die Umgebung des Films passt meines Erachtens sehr
gut zur Handlung und beinhaltet teilweise die Stimmung,die vom Pro-
duzent erreicht werden möchte.Außerdem sind die schauspielerischen
Leistungen dem Roman sehr gut entnommen worden.Insgesamt würde
ich den Film "The Pledge" Zuschauern empfehlen,welche den Roman
kennen,da es trotz der Kenntnis über das Ende einige Unterschiede
in der Handlung gibt,die den Film aufregend und emotional halten.
Meiner Meinung nach ist "The Pledge" also absolut sehenswert.
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am 10. August 2012
Ein Film der wirklich unter die Haut geht. Einige Kinder werden auf bestialische Weise ermordet aufgefunden. Detektive Jack Nicholson ist mit deisem Fall beauftragt. Er steht kurz vor der Pensionierung und hat eigentlich schon seinen Dienst beendet und dieneuen leute sollen den fall übernehmen. Aber der Fall geht so unter die Haut, dass er den selbst lösen möchte...
Schnell ist ein Schuldiger gefunden. Ein Halbindianer der dazu auch noch psychisch behindert ist, wurde in der Nähe der Morde gesehen. Es wird ein Geständnis aus ihm herusgepresst und das wars.. Der mutmaßliche Täter erschießt sich nur, weil ihm klar wird, dass er nie wieder nach Hause kommen würde..
Fall geklärt!!
Aber irgendwie kann der alte Detective auch im Ruhestand nicht wirklich glauben, dass es der Indianer war. Er forscht weiter und gleitet immer weiter in eine BEssenheit und das Versprechen zu halten, was er den Eltern der Ermordetetn gegeben hat. Und zwar den Täter zu fassen. nach einer kurzen Romanze mit einer Barkellnerin die selbst ein kleines Kind hat, versucht er das Kind als Lockvogel zu nutzen. Dies geht aber nach hinten los und die Bessenheit siegt.. oder doch nicht. Ein dramatisches Ende, dass einen zum Nachdenken auffordert.

Story:

Jerry steht kurz vor seiner Pensionierung. Auf seiner Überraschungsfeier wird er mit der Nachricht des Todes an einem kleinen Mädchen konfrontiert. Jerry fährt zum Tatort und klärt darauf die Eltern des Mädchens über den Tod auf. Er verspricht der Mutter, den Mörder zu finden und mietet darauf eine Tankstelle, in der er Lori, die von ihrem Ex-Mann regelmäßig verprügelt wird, und ihre kleine Tochter aufnimmt. Jerry hat aber einen ganz anderen Plan mit dem Mädchen und er ahnt noch nicht im Ansatz, worauf er sich mit dem Versprechen eingelassen hat.
Wir bekommen also einen Mann, der an seinem eigenen Wort scheitert und zerbricht. Die Besessenheit, die Jerry betrifft, nimmt immer schlimmere Ausmaße und verkommt zur bitteren Tragödie. Seine Überzeugung lässt ihn immer mehr zerfallen und die vaterlose Familie dient nur der Auflösung selbst. Was auch noch seinen Teil zur bitteren Ungewissheit beiträgt ist die Tatsache, dass uns nicht gezeigt wird, wer hier der Mörder ist. Anders als in 'Es geschah am hellichten Tag', in dem es für den Zuschauer nicht darum geht, den Mörder zu entlarven, sondern darum, wie Kommissar Matthäi diesen Mann erwischt. Hier tippen wir im Dunkeln und dort bleiben wir auch, genau wie Jerry, der sich immer mehr selbst aus den Augen verliert.

Viel Spaß
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am 15. März 2009
Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei Sean Penns Verfilmung von Friedrich Dürrenmatts Roman "Das Versprechen" nicht um ein Remake des Films "Es geschah am helichten Tag" mit Heinz Rühmann handelt.
Die Geschichte ist die selbe. Dürrenmatt schrieb den Roman aber zeitlich nach(!) der Verfilmung seines Drehbuchs, weil er das Ende des Films nicht für angemessen hielt.

Penns Version ist eine gelungene Adaption, die sich ganz eng an den Roman orientiert und mit seiner Erzählstruktur an gute, europäische Filme erinnert.
Die Darsteller sind bis in die Nebenrollen hinein hervorragend besetzt und geben den Charakteren viel Seele.
Jack Nicholson trägt die Handlung und spielt die Rolle des pensionierten Polizisten authentisch bis zum bitteren Ende.
Der ganze Film ist eine wohltuende Abkehr von allen Hollywoodklischees (inkl. Filmende) und hätte nicht besser verfilmt werden können.
Ein großes Kompliment an Regisseur Sean Penn.

Leider ist die DVD ohne nenneswerte Extras ausgestattet.
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*A little bit of SPOILER*

Als eingefleischter Fan von Jack Nicolson habe ich mir diesen Film angesehen und wurde hinsichtlich der schauspielerischen Leistung des Mimen positiv bestärkt. Nicolson spielt nachvollziehbar den leidenschaftlichen Ermittler, der auch nach der Pensionierung die Jagd auf einen Kindermörder zu seinem Lebensinhalt macht und dabei langsam aus den Fugen gerät.

Erst während des Films, als nämlich der Polizist eine Tankstelle kauft, um dem Verbrecher aufzulauern, kam mir die Geschichte plötzlich seltsam vertraut vor und erinnerte mich an Friedrich Dürrenmatts Roman »Das Versprechen«, der auf sein Drehbuch zu »Es geschah am hellichten Tag« folgte. Anders als der Klassiker mit Gerd Fröbe und Heinz Rühmann aus dem Jahre 1958 bleibt Sean Penn in seiner Verfilmung dicht an der literarischen Vorlage und löst die Story nur indirekt auf. Auch wird der tatsächliche Täter nicht präsentiert, er verschwimmt hinter seinem schwarzen Volvo-Kombi und einem kleinen Igel aus Ton, der unter dem Rückspiegel baumelt.

Positiv ist der Verzicht auf die sonst übliche US-Action. Vielmehr baut der Film subtil Spannung mit Bildern einer scheinbar heilen Welt auf, in der das Böse dicht unter der Oberfläche lauert. Neben Nicolson schauspielerischer Leistung garantieren die in kurzen Nebenrollen spielenden Mimen Vanessa Redgrave, Mickey Rourke und Benicio del Ro ein insgesamt hohes Niveau.
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am 17. März 2002
Ich dachte anfangs nur: Nicht schon wieder ein Remake eines alten Klassikers! Doch damit lag ich vollkommen falsch! Dieser Film geht noch viel tiefer als die deutsche Vorlage mit Heinz Rühmann! Hier geht es nicht um den Mädchen-Killer, sondern um die verbissene Suche eines Polizisten, der seinen letzten Fall auflösen möchte. Aus eigenen Gründen, aber auch deswegen, weil er der Mutter des letzten Opfers versprochen hat, alles zu tun um den Mörder zu finden.
Ein Jack Nicholson mit schauspielerischer Leistung, wie schon lange nicht mehr! Auch die Nebenrollen haben es in sich: Benicio del Torro und Mickey Rourke sind auch dabei!
Ein hervorragender Film, der nicht auf der Serienkiller-Welle mitschwimmt, sondern eher ein Psychogramm eines Polizisten darstellt, der noch nicht bereit ist zu gehen!
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am 21. März 2006
Ich habe ebenfalls "Das Versprechen" und die alte Heinz Rühmann verfilmung "Es geschah am hellichten Tag" gesehen und auch Dürrenmatts Roman gelesen! Vor ab möchte ich mich auf einige andere Rezensionen beziehen, die fälschlicher weise behaupten das "es geschah am hellichten Tag" auf Dürrenmatts Roman basiere, es ist genau umgekehrt! Dürrenmatt schrieb das Drehbuch zu "es geschah am hellichten Tag" und war selbst an den Dreharbeiten beteiligt. Und nach beendigung dieser, griff er erneut das Thema auf und schrieb den Roman, bei dem er das Ende veränderte! so viel dazu...
"Das Versprechen" hatte als Grundlage den Roman und hat somit auch das düstere und ungewöhnliche Ende übernommen, das macht diesen Film so ausser gewöhnlich. Er beginnt wie ein normaler Krimi, doch im laufe des Films wird das Versagen des Detektivs durch einen Zufall und der damit zusammenhängende innere Zerfall des Jerry Black immer deutlicher.
Insgesamt kann man sagen, dass "Das Versprechen" eine gelungene Verfilmung von Dürrenmatts gleichnamigen Roman ist.
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am 6. Februar 2004
Eigentlich hätte für den Polizisten Jerry Black (Jack Nicholson) ein angenehmer Lebensabend beginnen können. Doch dummerweise findet ein Junge in einem Waldstück die Leiche eines kleinen Mädchens - ausgerechnet an Jerry's letztem Arbeitstag. Der Rentner in spe schwört den Eltern der Kleinen, dass er nicht ruht, bevor der Täter hinter Schloß und Riegel ist. Schon bald präsentiert die örtliche Polizei den vermeintlichen Kinderschänder: einen geistig behinderten Indianer (Benicio Del Toro in einer beeindruckenden Rolle), der schon einmal wegen Vergewaltigung im Gefängnis saß. Jerry allerdings zweifelt an der Schuld des völlig eingeschüchterten Mannes und begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Schuldigen. Er gibt seinen Ruhestand auf und kauft sogar eine Tankstelle in der Gegend, in der er den Täter vermutet. Seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Schließlich wird sein Versprechen zu einer Besessenheit, die ihm letzendlich den Verstand raubt...
Ein großartiger Film ist Regisseur Sean Penn mit dieser Dürrenmatt-Verfilmung gelungen. Mit viel Gespür für kleinste Details schafft Penn eine bedrückende, anrührende Atmosphäre mit bedeutungsschweren, symbolhaften Bildern. Das Remake des Rühmann-Klassikers "Es geschah am hellichten Tag" (1958) ist ein Krimi, der ohne Gewalt und die üblichen Klischees auskommt, und zugleich ein feines Psychodrama, das zeigt, wie ein Mann an den in ihn gesetzten Erwartunge zerbricht und letztlich zum Wrack wird.
Obwohl der Film ein wenig lang geraten ist, kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Das liegt vor allem auch an der erstklassigen Besetzung. Herausragender Akteur auf der Leinwand ist (wieder einmal) Jack Nicholson, der mit seiner grandiosen Darstellung des Jerry Black dem Streifen eine besondere Aura verleiht. Prominent besetzt sind auch die Nebenrollen: Robin Wright Penn, Benicio Del Toro, Vanessa Redgrave und Helen Mirren gehören zum starken Ensemble. Erwähnenswert ist auch der (kurze) Auftritt von Action-Star Mickey Rourke, der diesmal leise Töne anschlägt und den gebrochenen Vater eines Entführungsopfers überzeugend und rührend spielt.
Alles in allem ist "Das Versprechen" ein Film, an dem es eigentlich nichts auszusetzen gibt. Von der Story bis zur Umsetzung ist alles stimmig und perfekt ausgearbeitet.
Sehr empfehlenswertes, anspruchsvolles Kino aus Hollywood.
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