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am 28. Oktober 2007
Abbado hatte es in Berlin nicht einfach, hatte er doch das sehr unselige und undankbare Los, dort das Erbe des großen Karajans antreten zu müssen. Seine zudem absolut wortkarge Art und Weise, wie er Proben durchexerzierte, konnte so manch gestandenen Musiker in die Verzweiflung treiben und verursachte schließlich im Orchester einen tiefen Riss. Es bedurfte einer Rücktrittserklärung Abbados und seine anschließende schwere Krankheit, dass in den letzten Monaten und Jahren seiner Amtszeit Dirigent und Orchester doch noch zueinander fanden. Und dann folgten unvergessliche Auftritte der Berliner Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten, wie etwa die Beethoven Symphonien auf ihrer Italientournee und natürlich Mahler.
Mahler und Abbado: das war schon seit jeher eine ganz besondere, singuläre Paarung, wobei mit zunehmendem Alter und mit zunehmender Lebenserfahrung sich Abbados Zugang zum symphonischen Werk Mahlers doch ein wenig geändert zu haben scheint. Zeugen seine früheren Aufnahmen doch ein wenig von analytischer Sprödigkeit und Zerfahrenheit, wirken die Einspielungen, mit welchen wir in den letzten Jahren beschenkt wurden, gereifter, in sich schlüssiger, überzeugender und letztlich auch voll frischer Lebenskraft. So auch hier in der Siebten von Mahler, das angeblich mit am schwierigsten zugängliche Meisterwerk des österreichischen Komponisten.
Vom ersten Takt an pulsiert Leben in der Symphonie. Die unzähligen solistischen Einschübe sind glänzend, die Transparenz und der Orchesterklang einfach umwerfend und zutiefst beeindruckend, die Details der Nachtmusiken zeitlos ausmusiziert. Wieder einmal brachte es Abbado fertig, die unter ihm stark verjüngten Berliner Philharmoniker zu Höchstleistungen zu inspirieren. Und die Berliner ließen sich nicht lange bitten und bewiesen mit eindrucksvoller und konsequenter Orchesterspielkultur, weshalb sie, wenn man vielleicht das Lucerne Festival Orchester ausklammert, fast konkurrenzlos als eines der besten und größten Mahlerorchester der Welt angesehen werden können. Am meisten beeindruckt hat mich das chronisch fröhliche, fast schon zu triumphal geratene Finale. Dass die Abschlusssätze von Symphonien kompositorisch im Vergleich zu den vorangegangenen Sätzen ein wenig schwächeln können, hat Tradition seit Haydn. Dieser Eindruck mag sich beim Hören von weniger gelungenen Einspielungen der siebten Symphonie erhärten. Aber nicht so in diesem Konzertmitschnitt. Hier erstrahlt im Schlusssatz bester und größter Mahler in atemberaubender, spannungsgeladener und überbordender Virtuosität.
Man mag heute geneigt sein, etwas wehmütig auf jene letzten Konzertsaisons der Philharmoniker unter Abbado zurückzublicken, aber wir wussten ja schon vorher, dass man bekanntermaßen immer dann aufhören soll, wenn es am schönsten ist...
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am 4. Oktober 2003
Einfach KLASSE diese Einpielung, der sicherlich nicht ganz
so bekannten, 7.Sinfonie von Mahler.
Abbado führt hier "seine Berliner " klar und ohne Schnörkel
durch das gesamte Werk.
In den Ecksätzen bringt er, hier handelt es sich um eine Liveaufnahme, sicherlich die Decke des Konzertsaales zum beben.
Diese Aufnahme ist für jeden Mahlerianer oder solche die es
werden wollen, ein muß im CD Schrank.
Eine Aufnahme die man sicher in vorderster Reihe finden wird.
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am 30. Juni 2014
... der 7. von Mahler. Auch wenn sich über Geschmack bekanntlich trefflich streiten lässt - mir gefällt die Aufnahme sehr, besser als das, was derzeit auf dem Markt erhältlich ist..
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am 27. Dezember 2012
Ich kann mich meinen Vorrezensenten nur anschliessen: Diese Aufnahme ist herausragend, gerade auch im Vergleich zu (den mir bekannten) anderen Einspielungen. Abbado hat offenbar einen direkten Zugang zu diesem wunderschönen, aber dennoch häufig unverstandenen Werk, und entsprechend gelingt ihm eine Interpretation, die unter die Haut geht. Die emotionale Bandbreite wird voll ausgekostet, die behutsamen Anklänge an die Moderne nicht verschüttet, und die romantischen und spätromantischen Züge nicht kitschig plattgewalzt.
Schon der erste Satz macht klar, weshalb diese Symphonie nicht ganz so eingängig ist - er überrascht und irritiert. Nach einem dunklen Beginn des Tenorhorns, bitteren und verzweifelten Einwürfen von anderen Instrumentengruppen (v.a. der Bläser) steigert sich die Musik in einen irrlichternden Tanz mit Wiener Walzer und Militärmarsch.
Nebst der eindrücklichen Wiedergabe der teils stürmischen Ecksätze sind besonders die zwei Nachtmusiken, diese grossartigen Binnensätze mit teils reduzierter Instrumentation, wunderbar gelungen. Diese kammermusikalischen Serenaden, welche möglicherweise durch eine Auseinandersetzung mit Rembrandt-Gemälden inspiriert wurden und je nach Auslegung einen nächtlichen Spaziergang charakterisieren (Mahler selber blieb dazu vage), sind in dieser Live-Einspielung unglaublich filigran und dennoch intensiv.
Die zweite Nachtmusik folgt auf ein Scherzo voller Spuk und Ingrimm und wird durch ein stürmisches Finale abgelöst. In diesem fünften und letzten Satz wird nochmals mit der grossen Kelle (und mit massivem Schlagzeug-Apparat) angerührt, die dramatische Geste massiv gesteigert. Es erklingen Parodien von Wagner (Meistersinger), Lehar (Lustige Witwe), Hymnen (Eine feste Burg ist unser Gott) und eigenen früheren Symphonien. Dergestalt hat das Finale zu vielen Kontroversen geführt, es wurde als oberflächlich und unernst abgetan, aber in dieser Interpretation erschliesst sich alles zwingend.
Ein grosser Wurf.
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am 9. April 2010
Ich habe eine ganze Reihe Einspielungen von Mahler 7. gehört und Abbados Interpretation finde ich durchweg am stimmigsten. Meines Erachtens schafft es Abbado, einen passenden Mittelweg zwischen zu romantischer Ausgestaltung und modernistischen Tendenzen (man höre nur die 7. von Boulez dirigiert!)zu finden. Hier trifft Abbado meiner Meinung nach genau den Charakter der 7. Wo einerseits z.B. Bernstein einigen Kitsch mit hineinbringt und andererseits Boulez das Ganze wie ein kubistisches Gemälde analytisch-grotesk malt, stimmt bei dieser vorliegenden Aufnahme von Abbado einfach alles!
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Gustav Mahlers siebte Sinfonie zählt zu den großen Werken abendländischer Kunst. Nur leider ist es eines der vielen verkannten genialen Werke. Es beschreibt den Weg aus der Nacht ins Licht und kann mit seiner düsteren, mysteriösen und zugleich strahlenden, überwältigenden Anlage einen jeden vom Hocker reißen. Mahler greift Beethovens große Idee vom "per aspera ad astra" auf und vollendet sie eindrucksvoll. Ohne Frage ist diese Sinfonie der krönenende Abschluss von Mahlers sogenannter "Mittlerer Trilogie", der Sinfonien fünf bis sieben.
Die vorliegende Einspielung der glänzend aufspielenden Berliner Philharmoniker unter ihrem Maestro Claudio Abbado trifft die Botschaft dieses Werkes haargenau und macht gar der Referenzeinspielung dieses wundervollen Werkes der New York Philharmonics unter Leonard Bernstein Konkurrenz. Die Aufnahmequalität dieses Konzertmitschnittes - der zurecht tosenden Beifall erntete - ist ausgezeichnet.

Der erste Satz beginnt in düsterstem h moll. Die Bläser erzeugen sinistre, bittere und melancholische Fanfaren, beschwören ein Unheil herauf. Dennoch lockert sich die Stimmung etwas auf und mündet in ein tief empfundenes, wuchtiges Allegro risoluto. Dieser Satz rührt ans Innerste: Die nostalgische Stimmung, der immer wieder aufflammende Ernst überwältigen den Hörer.
Abbado lässt diesen Satz durch sein flottes Tempo an keiner Stelle versanden, gestaltet ihn stets spannend und mitreißend.

Was folgt, ist die erste Impression der Nacht, die erste Nachtmusik. Mahler wählt einen Marschrhythmus, der hypnotisierend, lieblich wirkt. Freilich ist dieser Satz wesentlich weniger komplex als der vorige.
Das mit "schattenhaft" titulierte Scherzo darf gewiss als eines der ersten Stücke der Neuen Musik angesehen werden. Es erweist sich als wirr, befremdlich, fast verstörend. Es schildert eindrucksvoll die Empfindungen bei Nacht, in tiefer, endloser, beängstigend schaudernder Nacht.
Dann folgt die zweite Nachtmusik: Mahler knüpft hier nahtlos an sein grandioses Scherzo seiner Fünften an. Wie in den beiden vorigen Sätzen verwendet er sein riesenhaftes Orchester vor allem zur Herausarbeitung kammermusikalischer Effekte. Gitarre und Mandoline, die fast exotisch orientalische Nuancen einbringen, gingen sonst unter. Diese beiden aber gerade sind es, die diesem Satz die besondere Würze geben.
Die Berliner spielen diese drei Sätze ungelaublich transparent und meisterlich, dass jede Klangafarbe, jede impressionistische Färbung offensichtlich wird. Es ist einfach herrlich, dieses Potpourri aus Kolorit und Emotion.

Aber dann bricht der Tag herein. Der Komponist beschert sich seinen ganz persönlichen Sonnenaufgang. Der ist wuchtig, fast monumental. Die Blechbläser folgen dem Aufruf der Pauken. Und plötzlich wendet sich alles nach C Dur, dieser strahlenden Tonart. Immer wieder muss sich das Licht gegen Tristes, Störendes durchsetzen; dennoch gelingt ihm der Triumph. Im Freudentaumel klingt das Werk strahlend aus.
Abbado lässt demselben eine unfassbare Beseeltheit und Freude angedeihen. Diese Einspielung bewegt tief.

Fazit: Ein verkanntes Meisterwerk in einer genialen Einspielung! Man darf nur dankbar sein, dass sich so viele Dirigenten diesem Koloss von Sinfonie annehmen, um die Botschaft desselben zu vermitteln: vom Dunkel ins Licht!
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am 7. April 2016
Klangwiedergabe ist nicht ganz ideal, aber das liegt sicher am Alter der Aufnahme.
Die Zustellung hat etwal lange Zeit in Anspruch genommen.
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am 17. November 2011
Perfekt. Perfekt.

Viel mehr gibt es nicht zu sagen.

Einzigster Schwachpunkt der gesamten Aufnahme für mich:
1 etwas zu hoch stimmendes (etwas reibend) lang ausgehaltenes Cis1 der 1.Trompete innerhalb Akkordwechsel der Celli 11:35-11:43

*lol*

Wirklich das ist Meckern über höchsten Niveau!!

Die Aufnahme ist gigantisch gut und dazu LIVE!!

So muss Mahler klingen!!
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