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am 9. Juni 2012
Hand aufs Herz - sagt Ihnen der Name etwas? Wenn ja, gehören Sie zu der überschaubaren Anzahl von Rockfans, die diesen vor 30 Jahren verstorbenen Mann in Ehren halten. Wenn nicht, dann lade ich Sie hermit herzlich zum Weiterlesen ein, ok?

Alex Harvey kam aus Glasgow und war Jahrgang 1935, wie Elvis P. und Jerry Lee L., Sie wissen schon. Während die beiden genannten Amerikaner Mitte der Fünfziger zu Superstars wurden, reichte es bei unserem Freund aus Schottland damals immerhin zu einer bescheidenen Teenager-Karriere. Aber sein Herz schlug sowieso für Soul und Rhythm & Blues, und in den frühen Sechzigern versuchte er in Hamburg sein Glück. Gesangstalent war ausreichend vorhanden, mit Management, Plattenproduzenten und Glück sah es weniger gut aus. Er schlug sich mit einem Haufen Jobs durchs Leben, spielte ab 1968 für längere Zeit in London im Ensemble des Musicals "Hair", und lernte um 1970 in seiner Heimat eine Band namens Tear Gas kennen. Eine von vielen Bluesrockbands damals, an und für sich nichts Weltbewegendes. Aber Alex erkannte ein Potenzial bei diesen Burschen, und man fand sich schnell zusammen.

1971 stand die Sensational Alex Harvey Band, 1972 erschien dann die Debüt-LP "Framed". Mit 37 Jahren (der Spruch "Trau keinem über 30!" galt damals noch) Beginn einer großen Rocksängerkarriere, ein Deal mit Vertigo Records. Und Erfolg, der sich 1973 mit der zweiten LP "Next" und der Single "The Faith Healer" noch verstärken sollte.

Was Alex Harvey mit seiner Band auf den ersten beiden Alben leistete, sind Sternstunden bluesgetönten britischen (ich würde betonen: schottischen) Rocks. Das lang zuerst einmal an seiner Stimme, seinem Gesang und seiner charismatischen Bühnenpräsenz, zweitens an seiner hervorragend harmonierenden, swingenden wie rockenden Band, und drittens vor allem am erstklassigen Songmaterial, das beide Platten haben. Gene Vincents Rock'n'Koll-Kracher "Framed" wird zu einem Blues-Rock-Stück mittlerer Länge, ohne dass von der Schärfe des Originals etwas verloren geht, "Midnight Moses" ist ein herrlicher Riff-Rocker, und überhaupt haben alle Nummern Klasse. Absolute Höhepunkte sind meiner Meinung nach "The Hammer Song" und "The Faith Healer", die sowohl von der Komposition wie auch von der Interpretation her außergewöhnlich sind. Der erstgenannte Song wurde 1986 von Nick Cave gecovert, der zweitgenannte war 1973 ein verdienter Hit.

Dass die folgenden Platten nicht mehr (ganz) dieses Niveau erreichten, und nach 1976 die Scheinwerfer zu verlöschen begannen, hat entscheidend dazu beigetragen, dass heute nur noch wenige diesen Mann kennen. In seinen besten Momenten klang er wie eine starke Kreuzung zwischen Joe Cocker und Roger Chapman, und was mich besonders traurig macht ist der Umstand, dass er in AC/DC-Geschichten nicht erwähnt wird: Man höre sich zum Vergleich den frühen Bon Scott an, für mich ist es eindeutig, wer hier wen beeinflusst hat. Dazu kommt, dass Alex Harvey in der Frühzeit von AC/DC in Australien tourte, und kann das ein Zufall sein? Nick Cave sagte in den Achtzigern einmal, dass Alex Harvey in den frühen Siebzigern in Australien der Größte gewesen wäre, und da dürfte schon was dran sein.

Die ersten beiden SAHB-Scheiben werden jedenfalls noch lange am britischen Rockhimmel glänzen. R.I.P., Alex, du bleibst unvergessen!
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TOP 500 REZENSENTam 8. August 2007
Next ist DIE Alex Harvey Platte überhaupt, Basta! Wir haben hier sarkastisch-drückenden Rock, geniale(!) Jaques Brel Interpretationen in unfassbarem Klanggewand, gespenstische drogengeschwängerte Psychoatmosphären, Voodoo Stampf-boogie-rock, eine Rock-Minioper vom Allerallerfeinsten!!! undundund... Zubereitet wird das ganze mit unerhörten Gitarreneinlagen, irrem Gesang, superben Bläsereinlagen, fettem Groove und unglaublichen Stileskapaden. Auf dieser Scheibe gibt es alles auf einmal! Von einem, den es auch nur einmal gab (r.i.p Alex...!). Alex Harvey war ein genialer Irrer; ein wahnsinniges Genie... One of the most important Rock Records of all the time!!! So, und das gleiche gilt natürlich auch für Framed! Die genau so genial daherkommt! Ein unschlagbarer Doppelpack also hier!!! Sollte bei keinem fehlen, daheim!!!
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am 19. Februar 2006
Die erste und beste Scheibe von SAHB war Framed. Next war das Folgealbum und aus meiner Sicht die Nr. 2.
Framed ist unglaublich abwechslungsreich und genial. Der Übersong ist sicherlich "Isobel Goudie". Fast vergessen, obwohl doch einzigartig. Daneben kotzt sich Alex Harvey auf dem "Hammer Song" die Stimme aus dem Leib. Unglaublich cool sind "Buff's Bar Blues" und "There's No Light On The Christmas Tree Mother". Unbeschreiblich "Hole In Her Stocking" mit tollem Sax-Solo. "Midnight Moses". Ich sage nur: "Hey, hey, hey, hey". Wer das Album schon einmal gehört hat, weiss, was ich meine. Insgesamt ist "Framed" ein Album für das es keinen Vergelich gibt und das in Erinnerung bleibt.
Der bekannteste Song bei "Next" ist wohl "Faith Healer". Supercool, aber aus meiner Sicht eine Spur zu lange. Super sind auch die herrlich abgedrehten Stücke "Next" und "The Last Of The Teenage Idols". "Next" ist auch ein tolles Album erreicht aber den Erstling "Framed" nicht.
Von SAHB gibt es noch einige Folgewerke. Von den Studioalben kann mich aber danach keines mehr so richtig überzeugen. Die beiden ersten besaßen dagegen wirklich Herzblut.
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am 23. Juni 2013
.... ich erinnere mich an eine Kritik in alten Musikexpress so Mitte der 80iger über eine S. A. H. B. Platte; eine Mini LP pro Album würde reichen...
Gerade die längeren Stücke haben was. Framed Isobel Goudi, The Last Of the tennage Idol... sind klasse Stücke. Schade, dass Harvey sich zu Tode gesoffen hat und die Band nie über die 2.Liga hinaus kam. Live Material gibt es inzwischen auch etwas mehr, hier lagen auch eher die Stärken der Band.
Ein bisschen Bonusmaterial wäre nicht schlecht gewesen.
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am 9. März 2014
2 von den besten Alex Harvey CDs aller Zeiten. Höre sie immer wieder sehr gerne bin voll begeisterter Fan davon
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am 15. Januar 2003
Musik ist "Geschmacksache". Das bedeutet, wir haben sog. "Höhrgewohnheiten"/ unsere Wahrnehmung unterliegt einer (Höhr-)/Lerngeschichte.
Alex Harvey`s Musik spricht ganz klar Menschen an, die an agressiv-leidenschaftlich vorgetragene Musik "gewöhnt" sind. Menschen, die sich in extremer Form emotional verausgaben wollen, fühlen sich durch seine Musik "genau" verstanden, gar direkt in ihrem Innersten berührt.
Seine Musik bringt nicht nur unsere leidenschaftliche Saite zum Klingen, sondern vermag auch endlich in uns den Wunsch zu wecken, sich diesem Gefühl in einer Art "völliger Selbstaufgabe" hinzugeben
Nicht umsonst trägt sein Album den Titel "Framed" - gefangen. Alex Harvey hält damit dem Zuhörer den Spiegel vor die Augen - und zwar in schamloser Weise: Nackt, brutal - und ungeschminkt, ohne zu bewerten. So fühlen wir uns aufgefordert, den ständig in uns seienden Druck in einer Art "Quickie", gezielt, nur zum Cumulus hin, strebend zu entfesseln.
Eingedenk der Tatsache, daß das ganze Leben ein riesiges "Vorspiel" ist, ermuntert er uns, uns das zu getrauen, was jeder sich wünscht, doch nicht auszuleben wagt:
Unserem ständigen "Sich-am Riehmen-Reißen", unseren ständig gefangen gehaltenen Energien..
die zum Bersten gespannten Zügel in einem brachialen Akt der Befreiung, zu entreißen - ohne zu fragen, ohne Antragsformular, ohne Bewilligungsbescheid, unangemeldet..
- und zwar: ein - für allemal!
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