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4.0 von 5 Sternen Grandioser zweiter teil der remasters-serie!!
um eins gleich vorweg zu nehmen: wer glaubt, dass sich diese "digitally-remastered" scheibe auf dem gleichen niveau befindet wie das letztjährlich veröffentlichte "billion $ babies", der wird enttäscht sein. denn im gegensatz zu B$B handelt es sich hier nur um eine einfache cd, welche nur drei bonus tracks aufweist, während B$B eine gesamte cd für...
Veröffentlicht am 27. März 2002 von celestiall5

versus
1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das erste Soloalbum
(1975) Was war man doch auf das neue Alice Cooper Album gespannt. Man wusste zwar, daß die alte Band sich aufgelöst hatte, mehr aber auch nicht. Die Medienwelt von damals war halt noch nicht ganz so perfekt wie heute. Es gab zwar 'Bravo? oder 'Pop,? aber die waren schon zu der Zeit mehr auf bunte Bilder oder Starschnitte eingestellt als auf 'echter...
Veröffentlicht am 9. Juli 2006 von G.B.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandioser zweiter teil der remasters-serie!!, 27. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
um eins gleich vorweg zu nehmen: wer glaubt, dass sich diese "digitally-remastered" scheibe auf dem gleichen niveau befindet wie das letztjährlich veröffentlichte "billion $ babies", der wird enttäscht sein. denn im gegensatz zu B$B handelt es sich hier nur um eine einfache cd, welche nur drei bonus tracks aufweist, während B$B eine gesamte cd für bonustracks beinhaltete. nichtsdestotrotz ist "welcome to my nightmare", einer der kreativen höhepunkte von zeremonienmeister alice cooper, gespickt mit vielen klassikern, die auch heute noch zum bestandteil seiner show gehören ("only women bleed", "devils food/black widow" sowie "department of youth"). zwischendurch songs, die weniger bekannt geworden sind, die aber trotzdem zum feinsten gehören, was cooper je aufgenommen hat: "years ago", "steven" und "the awakening", eine kleine, aber feine trilogie, die auch heute, 30 jahre nach ihrem erscheinen noch gänsehautfeeling erzeugt. als bonustrack hört man "devil's food", "cold ethyl" und "the awakening" in alternativen versionen (aus dem '75er nightmare tv-special), hier überbieten vor allem devil's food und the awakening die ursprünglichen versionen locker. alles in allem nicht so wie luxoriös wie "B$B remastered" aber dennoch sehr zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiedergeburt einer Legende, 29. Oktober 2006
Von 
Das auf einen weltweiten Chartbreaker folgende Album ist oft weniger erfolgreich und sorgt nicht selten für Stunk in der Band. So war es auch für Alice Cooper mit "Muscle Of Love". Nachdem "Billion Dollar Babies" sämtliche Rekorde gebrochen hatte, konnte "Muscle..", obwohl keineswegs schlecht, nur verlieren. Die Band befand sich nun am Scheideweg. Während die Instumental-Abteilung die weniger schillernde "Muscle Of Love"-Ausrichtung weiter verfolgen wollte, hatte Sänger Alice die Absicht, in puncto Show und Theatralik sogar noch einiges drauf zu legen. Durch den unausweichlichen Band-Split konnte Alice seine Vorstellungen als alleiniger Chef im Ring ungehindert umsetzen. "Welcome To My Nightmare" war sein erstes Konzept-Album, jeder Song stellt einen Teil seines Alptraums dar. Obwohl der Hörer sich zu jedem Stück oberflächlich wunderbar gruseln kann, gehen die Texte teilweise auch ins sozialkritische (Only Women Bleed und The Awakening)und ins selbstkritische/selbstironische (bei Cold Ethyl). Das Konzept des Albums geht also in zweierlei Richtung auf und auch die musikalische Umsetzung lässt nichts zu wünschen übrig. Bei "Devils Food" rollt dem Rezensenten immer mal wieder ein Freudentränchen über die Wangen, gefolgt von der meterdicken Gänsehaut bei "Years Ago" und "Steven".

"Welcome To My Nightmare" brachte den Schock-Rocker Alice Cooper zurück und zementierte seinen Ruf als das gekrönte Haupt dieser nach wie vor populären Spielart des Hard Rock nachhaltig. Ein Klasse-Album, zeitlos und wichtig für Alice selbst, ebenso wie für zig Musiker, die in den 80ern für Furore sorgten. Beispielhaft seien hier nur mal Slash und Dee Snider genannt. Kaufempfehlung!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Wahnsinn! Wie ein schräges Gruselkabinett in Las Vegas! Musikalisch exzellent umgesetzt!, 22. August 2010
Von 
Toshé "Toshé" (Inner Outer Space) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
Alice Cooper ist wahnsinnig. Alice Cooper ist genial!
Sein Schockrock Konzept hat er dieses Mal in eine Klangwelt eingebettet, dass man sich fragt, wo man lernen kann, so wundervoll schizophren zu werden. Wir müssen uns vermutlich mit seinen Alben begnügen um es herauszufinden, aber das ist auch ok.
Alleine die ersten Töne klingen so fremdartig harmonisch und schön, dass man zuerst meint, man hätte eine Fehlpressung erworben. Aber nein, das ist wirklich die Stimme. "Welcome to my Nightmare" ist ein unglaublicher Song! Diese Mischung, diese Zutaten, diese Doppelbödigkeit! Man merkt, dass hier ein ganz großer Meister am Werk ist. Sicherlich hatte Produzent Bob Ezrin auch seine Anteile daran, aber wie auch immer, hier wurde Alchemie erschaffen.
Sicherlich klingt das Ganze, über große Teile, mehr nach bizarrem Showbiz als nach der absoluten Rockhärte, aber wenn man alle Schubladen außen vor läßt, bleibt einfach ein individuelles und sehr starkes Meisterwerk, welches auch die Zeit und Moden gut überdauert hat.
Die Vielseitigkeit und Detailversessenheit, hier, sind in der Lage auch die anspruchvollsten Ohren völlig zu beglücken. Wer sich dafür öffnen kann, kriegt hier die volle Sättigung!
Und es stimmt: Ein wenig meint man, die Backingband sei eine dunkle Ausgabe von Queen.

Prädikat: Sehr wertvoll!

Gruß und viel Freude damit!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Album ist Alice at his best!, 20. März 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
Kurz nach dem Split der Alice-Cooper-Group startete Frontmann Alice Cooper seine Solokarriere mit diesem Album, das schon beim Hören den hohen Showfaktor aufzeigt. "Welcome To My Nightmare" ist definitiv DAS Alice-Soloalbum - ein Klassiker. Auch die dazugehörige Show ist legendär. Trotz unzähliger Versuche, den Meister zu kopieren, bleibt er unerreicht.
Jetzt liegt dieses Wahnsinnsalbum in einer neuen, digital remastered Version vor. Neben dem kraftvolleren Sound wurden auch 3 alternative Versionen der Tracks "Devils Food", "Cold Ethyl" und "The Awakening" draufgepackt, die durchaus ihren Reiz haben. Das Booklet zeigt auf, dass die Aufnahmen aus dem ABC-TV-Special "The Nightmare" (Erstsendung: 25.4.75) stammen - genial dabei die zusätzlichen Sprechparts von Vincent Price bei "The Awakening (alternate take)" (auf dem regulären Album nur bei "Devil's Food" zu hören).
Fazit: jeder Alice-Fan muß sich diese neue Version zulegen - klar. Aber auch "Neuentdecker" sollten sich "Welcome To My Nightmare" als Startpunkt von Alice' Solokarriere unbedingt besorgen - wenn möglich am besten gleich in dieser neuen Version. Ein Album voller genialer Klassiker. Kaufen. Oder wie sagt Alice: Welcome to my nightmare - I think you're gonna like it!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Grusel Oper, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
Aufmerksam wurde ich auf dieses Glanzstück aus Coopers Karriere beschämenderweise erst durch den 2011 erschienenen Nachfolger "Welcome 2 my Nightmare". Dieser gefiel mir unglaublich gut, als ich dann hörte er sei eine inhaltliche Fortsetzung eines Cooper Werks aus den 70er Jahren, war für mich klar: "Welcome to my Nightmare" musste her! Ich hoffte auf ein atmosphärisches Konzept Album, das eine interessante Story erzählt. Dahingehend hatte schon der Titel einige Erwartungen geweckt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Es beginnt mit dem wunderbar atmosphärischen Opener "Welcome to my Nightmare". Unaufdringlich wird der Hörer von dem träumenden in dessen Albtraum geführt, die Musik ist dabei gar nicht unheimlich, verbreitet aber eine interessante, schwer zu beschreibende Atmosphäre. Der ruhige Song lässt auf mehr hoffen.

Und dieses mehr kommt dann auch mit "Devil's Food". Ein sehr kurzer , spaßiger Song, der gute Laune macht, aber recht unerwartet endet. Es folgt ein Ansager, der scheinbar einem Publikum eine Sammlung von Spinnen vorstellt und sich über deren Harmlosigkeit bzw. Gefährlichkeit auslässt. Gegen Ende redet er zunehmend seltsamer und seine Stimme bekommt einen fanatischen Klang. Unterlegt von der Musik des Intros (gegen Ende) wird erneut eine ganz eigene Atmosphäre heraufbeschworen.

Dann folgen einleitende Worte von Horrorfilm Star Vincent Price, der zum nächsten Song überleitet, auf den auch schon das merkwürdige Ende von "Devil's Food" hindeutete: "Black Widow". Seine leicht unheimliche Stimme stimmt auf den im Vergleich zu den Songs davor recht düster gehaltenen Song ein. Hier sinniert Alice über die Gefahr die von der "Black Widow" ausgeht, was in einem unheilvollen Singsang gipfelt.

Es folgt ein längerer Song "Some Folks". Im Vergleich zum Vorgänger ein musikalisch eher heiterer, unbeschwerter Song, von Bläsern begleitet.

Auf Heiterkeit folgt hier nun Trauer. Der Song "Only Women Bleed" ist langsam und schwermütig, handelt er doch von einer Frau, die von ihrem Mann mehr oder weniger wie Dreck behandelt wird und sich Nacht für Nacht in den Schlaf weint. Ein schöner, nachdenklich machender Song.

Darauf beginnt "Department of Youth" ein "Mitgröhl" Song, der (soweit ich es verstanden habe) vom Aufbegehren der Jugend erzählt. Kurzweilig, aber spaßig.

Nun folgt der typische Gute Laune Song, inhaltich Cooper typisch enorm makaber : "Cold Ethyl". Ein nicht übermäßig schneller aber verdammt "cooler" (hehe) Song mit ziemlich fiesem Humor. Worum es geht...das sollte man selbst herausfinden, Spoiler fände ich hier unangebracht.

Nach dieser doppelten Gute Laune Dosis wird uns erneut bewusst gemacht, dass wir uns hier in einem Albtraum befinden. Begleitet von einer enorm unheilvollen Melodie wird erstmals der Name des Jungen erwähnt der den Traum träumt : Steven. Der Song beschreibt in etwa dass sich der Junge in seinem Albtraum verirrt hat (blöd ausgedrückt, aber der Text ist auch nicht besonders eindeutig). Am Ende noch scheinbare Rufe von Stevens Mutter..versucht sie ihn aufzuwecken und Steven ist in seinem Traum gefangen?

Mit "Steven" wird ein Höhepunkt des Albums erreicht. Steven ist einsam und verängstigt, versucht aus der Traumwelt zu entkommen, leidet, weil er hilflos den Rufen seiner Mutter zuhören muss. Der Song hat wie auch schon der Vorgänger eine düstere Melodie und gipfelt in den verzweifelten Rufen nach Steven, der aber am Ende des Songs immer noch in seinem Traum gefangen ist.

"The Awakening" verkündet, der Albtraum sei vorbei. Steven ist sich sicher, dass er durch seine echten Augen sieht, mutmaßt er habe nur geschlafwandelt. Doch dann stellt er fest, was er getan hat.... Die Melodie ist in diesem Song recht melancholisch und immer noch leicht düster.

"Escape" ist nun wieder von der Machart ein fröhlicher Song, inhaltich aber nicht. Steven ist unglücklich, weshalb er vermutlich Selbstmord begeht, was aus seinen beständigen Rufen er würde entkommen herauszuhören ist (jedenfalls für mich).

Es kann sein dass ich hier nicht alles richtig erklärt habe, da in dem Album auch immer wieder die Sichtweisen gewechselt werden und es viele Interpretationsmöglichkeiten gibt ^^ Es bleibt auch unklar, was Traum und was Wirklichkeit ist (und von wem , aus welcher Sicht). Letztlich ist "Welcome to my Nightmare" aber eine brilliante Horror-Mär, mit ungeheuer dichter Atmosphäre. In meinen Augen ein absolutes Meisterwerk, dass ich ohne die geringsten Bedenken empfehlen kann. Ich bitte aber wirklich hier auf die Lyrics zu achten, da Cooper nicht immer zu finsteren Ereignissen auch entsprechende Melodien verwendet. Wer den The Who Song "1921" kennt, weiß was ich meine.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album!!!!!, 27. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Welcome to My Nightmare (Audio CD)
Hat die Alice Cooper Band schon irre vorgelegt,hier ist der Hammer!!Das Titelstück,The Black Widow,Steven,Cold Ethyl ,Escape........Diese Scheibe Ist das Mass aller Cooper Dinge..........Hardrock der Extraklasse!!Die Show zu der Tour unvergleichlich...Alice hat voll aufgestockt die Show wurede geiler,und der Erfolg gab ihm recht!Welcome to my Nightmare ist Rockgeschichte!!
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5.0 von 5 Sternen Vorhang auf für einen famosen Albtraum, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Welcome to My Nightmare (Audio CD)
Alice Cooper – Welcome to my Nightmare (1975)

Alice ist zurück, mit neuer Band und größenwahnsinnigen Plänen, großartig durchkomponiert und inszeniert, sowie puren Wahnsinn in rauen Mengen.

Welcome to my Nightmare ist ein Konzeptalbum, dessen Story vom Jungen Steven handelt, der scheinbar schläft und dabei in jedem Lied eine andere Traumsektion betritt. Zum großen Finale kommt es in der Trilogie Years ago, Steven und The Awakening, bei dem man dann auch nicht mehr zwischen Fiktion und Realität zu separieren mag. Die anderen Lyrics sind nicht minder schaurig schön. Die unterschiedlichen Aspekte betreffen wieder mal alles von Sozialkritik zu Nekrophilie. Ganz großes Kino und die Rettung hinweg über einige musikalische Verwirrungen, denn allzu viele große Rocker sollte man nicht erwarten. Welcome to my Nightmare ist mehr Opera fatale als Rock.

Solche Rocker gibt es mit Cold Ethyl oder Devil's Food beispielsweise, wobei letzteres von einem, wahnsinnigen und wahnsinnig augenzwinkernden Monolog von Vincent Price unterbrochen wird, der zum nächsten Stück Black Widow überleitet. Dieses ist schon beinahe heavy, doch trotzdem hat es eine wahrlich progressive Note. Alles nette Songs, aber alles keine Hymnen und auch nicht das absolut Wahre.

Ein Meisterwerk ist eher der Opener Welcome to my Nightmare, welcher gekonnt Jazz, Funk und Hard Rock kreuzt und eine furchtbar coole Aura vermittelt. Wer da nicht mitwippt, kann nur so tot sein wie die Angebetete in Cold Ethyl. Department of Youth ist ein weiterer Chartrocker, mit Kinderchor und allem drum und dran. Diese Stücke sind tierisch gut produziert und fast schon überarrangiert mit Bläsern, Keyboards, aber großartigen Gitarrenparts. Sowieso sind die Herren Steve Hunter und Dick Wagner wunderbare Gitarristen, wie sie immer wieder in akzentuierten Riffs oder genialen, variierten Soli beweisen. Zum Beweis muss man sich nur die Bridge in Some Folks, welches ansonsten eher eintönig, trotz gut gemeinten folkloristischen Stils ist, anhören.

Achja, dann hätten wir noch die Ballade Only Women bleed. Kann das Lied zwar noch textlich überzeugen, versinkt das klaviergeprägte Stück ansonsten eher in einer einzigen Welle aus Kitsch. Die Melodie ist zwar nicht mitreißend, wäre aber noch annehmbar zu wesen, ginge sie nicht in Streichern förmlich unter. Das klingt für Alice seltsam anbiedernd.

Übrig hätten wir ja noch das zuvor erwähnte Trio. Textlich wie gesagt, erste Sahne und für jegliche Interpretationen offen, beschäftigt sich doch der Text mit Traum und Wirklichkeit, möglicher Schizophrenie und Kindheitssyndromen eines möglichen Mörders oder Opfers oder, oder.... Years ago nervt mit seiner Kirmesmelodie, doch ist sie wohl notwendig nervig. Das Epos ist hingegen das Lied Steven. Die Klaviermelodie geht ungeheuer nahe, man fürchtet sich sogar fast. Alice singt und fleht wie ein Kind, bis er im Powerrefrain von den Steven-Schreien beinahe untergeht. Hier stimmt auch die orchestrale Instrumentierung und die Gitarristen geben wieder mal alles. Mit Worten lässt sich dieses Stück fast kaum beschreiben, so eindringlich ist es.

Mit Escape lockert man die Stimmung dann noch ein bisschen auf und entlässt uns wieder in die Freiheit des Alltags. Schwungvoller Rocker zum Schluss. Immerhin.

Fazit: Geht man mit der richtigen Geduld, Textverständnis und den richtigen Erwartungen (kein Rockalbum!) heran, entfaltet sich ein großartiges Gruselalbum der Superlative, was vielleicht auf Dauer zu anstrengend für den Durchschnittshörer sein könnte. Genial, aber auf keinen Fall eingängig.

Wertung: *****
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5.0 von 5 Sternen Der wahre Albtraum, 28. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
Wenn es eine Platte gibt, die einen amerikanischen Vorstadt-Albtraum in den sonnigen, schlaghosenbewanderten 70ern beschreibt, dann diese. Früher habe ich um Bands wie Alice Cooper einen riesigen Bogen gemacht, warum auch immer. Zu chaotisch, zu sehr horrormäßig, zu hart etc. Gottseidank habe ich diese Haltung und musikalische Beschränkung abgelegt und mit den Jahren erkannt, daß der gute Vincent Furnier ein paar richtig gute Alben gemacht hat. Nachdem ich mir also dann diese Ausgabe seiner 76er Scheibe zugelegt habe, bin ich in meiner Absicht bestätigt worden, die musikalischen Scheuklappen herunter zu nehmen und die wahrhaftig einzigartige Vielfalt des Schockrockers zu entdecken. Grandioser 70er Hard-, ja sogar Prog-Rock, sehr harmonisch kredenzt auf einem silbernen Tablett, von dem nicht nur das Blut, sondern auch die süße Flüssigkeit der Virtuosität tropft. Gerade "Steven" hat es mir mit seinem Halloween-ähnlichen Intro angetan. Außerdem macht "Devils Blood" nicht nur wirklich Spaß, wenn man es zuhause richtig laut hören kann. Diese Platte macht deutlich, wie unterschätzt die Band lange Jahre ein Nischendasein lebte. Alle Daumen hoch, ich habe mich auch gleich mit den Vorgängern eingedeckt, die dieser Platte in Sachen Kompetenz und Vielfalt in Nichts nachstehen...
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5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Werk, gehört zu meinen All-Time-Favourites, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
Das Album lief in den 80ern bei meinem Freunden auf und ab. Erst jetzt erwarb ich mir die Remaster-Version, und das war längst Zeit. Die Musik lies mich niemals los, denn sie strotzt vor guter Ideen. In den ersten fünf Songs, also bis zu "Only Women Bleed", leistet sich Alice keine nennenswerte Schwäche, es ist das in Titel und Artwork angekündigte Horror-Rock-Musical (und das sage ich, der sonst um Musicals einen großen Bogen macht). Mit Vincent Price im Gespann wird auch "Devil's Food" spannend und amüsant. Bei "Steven" und "The Awakening" steigert sich nochmals die Virtuosität. Mit all dem opulenten, doch gleichzeitig kitschlosen Arrangements ist das alles mehr als irgendein Rock-Album und somit allen zu empfehlen, die bei Musik mal gern über den Tellerrand blicken - egal, von welcher Seite kommend. Und an Alice gefiel mir schon immer das Augenzwinkern bei all dem furchtbaren Unfug, den er trieb und treibt. Eine uneingeschränkte Empfehlung!
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4.0 von 5 Sternen Klassiker, 17. Juni 2014
Von 
Thomas Max "Max" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome To My Nightmare [+Bonustracks] (Audio CD)
Schade, dass Alice Cooper für viele nur der Horroronkel mit Schminke und Boa ist. In Wahrheit war es eine Band, die exzellente Alben veröffentlicht hat, vielseitig und oft progressiv im musikalischen Stil und interessant und oft provokativ in den Texten. Nun mag der Sänger, der später den Namen Alice Cooper ("Lieschen Müller") für sich annahm, nicht zu den allergrößten Stimmen zählen, Charakter hat er allemal. Das Titelstück und einige andere sind auch heute noch hörenswert als Erinnerung an eine Zeit, in der im Rock`n`Roll fast alles möglich war und wurde.
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