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Kundenrezensionen

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am 10. Juni 2015
Diesen Film hier habe ich mal geschenkt bekommen und dann irgendwie immer wieder eine Weile aufgeschoben. Ich hatte zwar durchaus auch gute Horrorfilme aus Asien, wie "Lesson of the Evil", "Ring" oder "The Call" in Erinnerung, aber auch einige eher weniger Gute, die mir auf Grund zu schleppender, oder auch viel zu unübersichtlicher Handlungsverläufe gar nicht zusagten, wobei die vielen Verstrickungen in den Filmen ja fast schon das Markenzeichn asiatischer Horrorthriller sind.
Jetzt hab ich ihn mir dann aber endlich mal angeschaut und kann zufrieden sagen, dass der Film für mich zu den guten Horrorfilmen/Thrillern aus dem asiatischen Raum gehört.
Der Aufbau der Handlung erfolgt hier erst mal eher langsam. Die Charaktere werden einem ausführlich vorgestellt, so dass man sich später gut mit ihnen identifizieren kann und sehr mit ihen mitfiebert. Jedoch muss ich dann jetzt schon zum ersten, aber eigentlich auch einzigen, Kritikpunkt kommen: Und zwar ist es die Tatsache, dass der Protagonist, mit dem man sich doch so gut identifizieren konnte, sich von den vielen vorhanden Frauen ausgerechnet diese aussucht, bei der doch sowas von offensichtlich etwas nicht stimmt! Natürlich gehört es beim Filme Gucken auch dazu, dass man als Zuschauer etwas viel früher kommen sieht, als es die handelnden Personen tun, aber hier war mir die Dunkelheit, die hinter der übertrieben schüchternen Fassade der jungen Frau lauert, dann doch etwas zu offensichtlich, als dass man sich weiter so gut mit dem Protagonisten identifzieren kann, wie man es zuvor tat!
Ansonsten hätte sich der Film nämlich problemlos die 5 Sterne verdient. Denn spannungteschnisch weißt er wirklich keine Mängel auf. Er ist durchgehend sehr packend, mysteriös und unheimlich inszeniert. Zu keinem Augenblick kommt in diesem rätselhaften Thriller wirklich Langeweile auf.
Gekrönt wird dann alles von einem unfassbar brutalen Finale, dass auf gewaltvoller Ebene gnadenlos genial inszeniert ist, aber den Film nebenbei auch sehr in den Surrealismus abtauchen lässt, was ich als eine sehr geniale Inszenierung empfunden habe und was die umheimliche Atmosphäre des Films nochmal auf ein neues Level hebt!

FAZIT:
Sehr spannender, mysteriöser und unheimlich inszenierter Horrorthriller aus Asien, der ohne Spannungslücke auf ein gnadenlos brutales und genial surreal inszeniertes Ende zuläuft! Einzig die verlorengegangene Idenfikation mit dem Protagonisten stört zwischenzeitlich ein klein wenig.
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am 16. Dezember 2007
Der Unternehmer Aoyama ist alleinerzeihender Witwer. Es ist bereits Jahre her, seitdem seine geliebte Frau gestorben ist. Sowohl ein Geschäftsfreund, als auch sein Sohn bedrängen ihn, sich eine neue Partnerin zu suchen. Als Aoyama sich allmählich mit dem Gedanken an eine neue Frau anfreundet, schlägt ihm sein Geschäftsfreund ein skurriles Auswahlverfahren vor. Für einen beabsichtigen Film soll Aoyama beim Casting sich die möglichen Hauptdarstellerinnen ansehen und für ihn geeignete finden. Zögernd lässt Aoyama sich auf diesen Vorschlag ein und findet die Frau seiner Träume.

Die Annäherung verläuft vorsichtig und zurückhaltend. Die Geschichte der Frau ist dramatisch und die damit verbundene Auseinandersetzung ebenfalls.

Der Film hat einen einfachen, heiteren Mainstream und einen schwierigen, dunklen surrealen Part. Die Übergänge sind nicht sofort sichtbar und werden erst im nachhinein erkannt. Das Tempo ist ebenfalls unterschiedlich. Während in der Tagwelt alles sehr langsam, fast in Zeitlupe geschieht, passieren die Dinge im surrealen Teil in Echtzeit, der einem wegen der gezeigten Grausamkeit ebenfalls zu langsam erscheint. Ein sehr interessanter Film mit vielen Fassetten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 2. Oktober 2007
Dieser Film ist ein abgründiges und nur schwer zu verdauendes Meisterwerk. Noch nie war mir nach einem Film derart flau im Magen. Das liegt neben den großartig agierenden Schauspielern auch an der wahnwitzig schizophrenen Inszenierung des Films.
Wirkt er anfangs wie ein Kammerspiel, bemerkt man anfangs kaum, dass sich der Film immer weiter in Richtung eines Psychothrillers windet, um schließlich ohne auch nur eine Sekunde zu zögern den letzten Schritt hin zum freien Fall des Wahnsinns nimmt.
Ich möchte bezüglich des Endes nicht zuviel verraten, nur: Man sollte bei empfindlichem Magen nichts gegessen haben.
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am 26. März 2012
Sehr schmeichelhaft ist das Liebeswerben für einen Mann im sehr reifen Alter, der die reichliche Auswahl seines zukünftigen Lustobjebtes in der AUDITION findet, organisiert von einem Geschäftsfreund. Das Begehren wird erweckt in der Begegnung mit ASAMI. - ASAMI eine traumatisierte junge Frau mit sehr zarten Sound in der Stimme, jedoch etwas zu dürr geraten lässt die Waffeln der Frau wirken und Aoyamas Liebesspiel-Tag-Träume beginnen zu wirken ! Nur mit einer traumatisierten Frau umzugehen ist nicht so einfach zu erlernen, dieses liegt in ASAMIS Wunsch : nur mich allein darfst du lieben ! Dieses Versprechen ist selbstverständlich leicht für einen nach Liebe, nach Stillung des Begehrens strebenden Mannes zu erfüllen.So treffen sich ASAMI und HERR AOYAMA zu Gemeinsamkeiten, in denen ASAMI auffällig dieses ewige: " verzeihen sie bitte "von sich gibt in typisch asiatisch ausdruckslosem Gesicht. Beide kommen sich näher und näher ! Es werden Szenen eingeblendet, die man so habe ich es erfahren, erst in der Wiederholung begreift bzw versteht. - Das kleine Mädchen wird von ihrem Lehrer zwischen den geöffneten Oberschenkeln mit glühenden Stäbchen gebranntmarkt, dafür wird er mit einer Outdoor-Säge oder sehr scharfen Draht-Säge enthauptet ... ! Es folgen nach sehr langweiligen Dialogen und Szenen Andeutungen auf Verstümmelungen, Zunge herausgerissen, abgehackte Finger, Orte an denen gewisse Geschenisse stattgefunden haben; die AOYAMA in Erfahrung bringen will ! Er sieht jedoch vor Begehren nach ASAMI nichts, kennt nur ein Ziel, sie für sich zu gewinnen. - Im sehr passenden Outfit lässt sich ASAMI immer sehen und bedeckt so ihre abgemagerte Figur und viel zu großen Füße. - ASAMI ist zu einem Monster gereift, daß sich an der Männerwelt nur rächen will für erfahrenden Schmerz in der Jugendzeit ! Mit dieser Intention gilt nur ein Wahlspruchfür sie : Nur der Schmerz ist die Wahrheit - diesen Schmerz kann ASAMI verleihen für die, die nicht sie allein lieben ! In schwarzer Schlachterschürze, schwarzen Handschuhen und Verschnürungen kommt sie mit speziellen K O-Tropfen, die bewegungslos machen aber nicht besinnungslos, in Aktion. Abhackte Finger, ausgerissene Zunge,ein total Verstümmelter den sie in einem großen Sack wie ein Tier hält, und andere Scheusslichkeiten säumen ASAMIS Weg bis ihr AUDITIONS-HERR-AOYAMA fällig ist. - Nach einem schönem gemeinsamen Date von dem man als Zuschauer hofft alles wird gut, dringt ASAMI bei ihrem Geliebten ein mit der Formel : Die einzige Wirklichkeit nur der Schmerz !!! Das ist jedoch ihr Tod, dieses letzte Mal ! - Ein Meisterwerk der Spannung
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am 20. Juni 2015
Das ist also einer von Quentin Tarantinos Lieblingsfilmen?
Takashi Miike kenne ich selbst nur durch "Ichi the killer", trotzdem wollte ich dem ganzen eine Chance geben.

Nun ja, um mich kurz zu fassen, der Film hat mir nicht sonderlich gut gefallen.
Audition ist in den ca. ersten 90 min~ eine verdammt gute Schlaftablette.
Erst in den letzten paar Minuten kommt Spannung auf, doch im Prinzip ist der Film dann auch schon wieder vorbei....
Und nein, ich habe nicht mit einem druchgehenden Splatterfest gerechnet. Der Film war eigentlich vom Aufbau her genauso wie ich ihn erwartet habe. Audition fühlt sich zu Beginn nur wie eine 90-minütige etwas düstere Lovestory an die es einfach nicht schafft, Spannung aufzubauen. Man wird zum Ende hin zumindest mit einem kleinen Leckerli belohnt aber das ist einfach zu wenig für einen 2-stündigen Film.
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am 9. März 2012
Darsteller sind absolut authentisch! Story und Spannungsaufbau sowie Schocksequenzen...besser gehts doch einfach nicht! Da können "nur" Filme, wie High Tension, Martyrs oder auch Inside mithalten...zumindest was die Goreszenen bzw. FX angeht! Story ist da schon sehr schwer zu toppen! High Tension kommt hierbei wohl am ehesten ran! Ein guter Kandidat darin wäre "The Woman"...zwar in Sachen Drastik nicht soooo schonungslos und sardistisch aber Handlung und Darsteller sind recht ebenbürtig!!
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am 7. April 2015
Wie bei den meisten guten Horrorfilmen legt auch Audition seinen primären Fokus nicht auf Horror, sondern aufs Drama. Hier hat sich der japanische Vielfilmer und außergewöhnliche Regisseur Takashi Miike als Thema die Einsamkeit zum Film geholt und mal ausgelotet, in welche dunklen Gassen die führen kann.

Diese Einsamkeit begleitet die Figuren, aber auch das Miteinander. Alle scheinen zu suchen, haben Sehnsucht nach Geborgenheit, nach einem Menschen, der sie liebt, sind aber nicht oder kaum in der Lage das auszudrücken. In kleinen Szenen beschreibt der Film diese Sehnsüchte beinahe beiläufig und macht sie gerade deswegen so intensiv. Viele Szenen im Film deuten an, erklären aber nie und überlassen so dem Zuschauer seine Interpretation. (Was ohnehin bei vielen asiatischen Filmen der Fall ist, im Gegensatz zum amerikanischen Film, wo immer alles und jedes erklärt werden muss)

Wer andere Takashi Miike - Streifen kennt, wird über die Langsamkeit der ersten 40 Minuten überrascht (manche sogar enttäuscht) sein; über die vorsichtige Annäherung zwischen der jungen Asami und dem einsamen Witwer Aoyama. Und man könnte das Gefühl bekommen, in seichte Unterhaltung abzudriften, würden da nicht plötzliche irritierenden Untertöne die Szenerie verfremden; ein Bild, eine Szene die plötzlich eigenartig verstörend wirken und so die Spannung aufrecht zu erhalten. Nie erfährt man zuviel, die Szenen zeigen immer gerade genug, um weiter am Ball zu bleiben. Und je tiefer wir Asami in ihre Welt folgen, umso grauenhafter und verstörender wird sie und um so expliziter wird sie.

Die junge Schauspielerin Eihi Shiina (Asami) vollbringt das Kunststück völlig zerbrechlich und gleichsam unglaublich kraftvoll zu wirken. Und es ist faszinierend ihr zuzusehen, wie sehr sie Situationen steuert und beherrscht, bis hin zum bitteren Finale. Dazwischen mischen sich Traum- und Realsequenzen, Eindrücke mit Erinnerungen, Interpretationen mit Moral und unser Held weiß bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Diese Sequenzen sind dermaßen genial umgesetzt, dass einem der Mund offen stehen bleibt. Denn gerade im Surrealem offenbaren sich die Sehnsüchte, wird Wahrheit gesprochen und genau hingeschaut (gerade die lange Sequenz vor dem Grande Finale ist einer meiner absoluten Top - Surreal / Traumsequenzen überhaupt) - und was am Ende folgt ist blutig & hammerhart.

Fazit: einer der, wenn nicht überhaupt, der beste Horror/drama/film aus Asien, der schon in seinem Entstehungsjahr 1999 etwas völlig Neues gezeigt hat und noch immer unerreicht ist. Eine Perle, die in jedem erlesenen Horrorfilmschrank zu finden sein sollte.
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am 1. Januar 2013
...analysiert zu werden. VORSICHT SPOILER! Die große Frage, die sich am Ende dieses abartig-kunstvollen Meisterwerks stellt, ist die Frage, was nun Traum und was tatsächliches Geschehen war. Anders als in der engl. Wikipedia-Beschreibung kann die Antwort nur lauten, dass sich diese "Zustände" zwar klar voneinander trennen lassen, aber nicht eindeutig zuordnen, wie es auch aus der dt. Wikipedia-Beschreibung hervorgeht: entweder die berüchtigte Folterszene ist Teil eines vielschichtigen Albtraums, der bereits im Hotelbett seinen Anfang genommen hat (siehe Falsches Erwachen), oder sie ist real, und das zweite Erwachen im Hotelbett ist geträumt (Wunschtraum).
Erfreulicherweise bleibt das Ende offen (d.h., dass man die letzte Szene als Fortsetzung des Albtraums oder des tatsächlichen Geschehens sehen kann), und lediglich ein zweimaliges Zubodengehen (1 x nach dem Brandy, und 1 x nach dem offensichtlichen Traum, das auch eine schlecht platzierte (und somit eher überflüssige als hilfreiche) Rückblende bzw. ein "Trennstrich" zwischen Traum und Realität sein kann) lässt darauf schließen, dass die Folterszene eine (der Sequenz des zweiten Hinfallens folgende) Traumsequenz ist: schließlich ist es, wenn man bereits am Boden liegt, in der Realität nicht gut möglich, noch einmal hinzufallen. Aber wie bereits gesagt, vielleicht handelt es sich um eine zweifelhafte Rückblende, mit der angedeutet werden soll, dass der Traum zu Ende ist, und die Realität beginnt, was für die englische Wikipedia-Version sprechen würde...

Wieso der Protagonist in seinem Albtraum - hierbei handelt es sich definitiv um einen Traum - die spärliche Einrichtung (mit dem alten Telefon und dem großen Sack am Boden) in der Wohnung seiner Auserwählten sieht, ist ein weiteres Rätsel, das sich nur dadurch lösen lässt, indem man den Film in die Kategorie "übernatürlich" einordnet, sofern man ihm keinen Logikfehler ankreiden will.
Dieser Sack, der offensichtlich ein Lebewesen (möglicherweise ein großes wildes Tier) beinhaltet - natürlich denkt man sofort an den spurlos verschwundenen Musikproduzenten -, stellt übrigens den einzigen Hinweis dar, dass es sich bei dem Mädchen in der Tat um eine üble Psychopathin handeln könnte.
Der wahre Inhalt des Jutesacks wird nie gezeigt; lediglich im Traum erscheint der verstümmelte Musikproduzent, und die Rückblende auf den "Steinernen Fisch" ist gänzlich überflüssig, umso mehr, als es in Träumen keine (aus Verständlichkeitsgründen) eingefügten Rückblenden gibt. So subtil der Drehbuchautor auch ans Werk ging, es hätte noch etwas subtiler, noch geschliffener sein können, und dann wäre der Film auch wirklich perfekt gewesen. Genau das scheint es aber in der Praxis nicht zu geben...

Die künstlichen, verstümmelten (!!!) Füße des Ballett-Lehrers und die Rückblende, in der die junge Frau ein kleines Mädchen ist, während der Ballett-Lehrer ganz und gar nicht jünger aussieht, lassen wiederum auf einen Traum schließen; ebenso sehr wie die Finger, die Zunge und das Ohr am Boden in der darauf folgenden Sequenz.
Ich würde meinen, dass eher mehr dafür spricht, dass alles nur ein böser Traum gewesen ist, der insbesonderere in seiner Anfangsphase (Erwachen, Treffen mit dem Freund, Regerge) sehr realitätsnah erscheint, in der Folge aber immer mehr in typisch traumhafte Unmöglichkeiten abdriftet, wie es beim Falschen Erwachen der Fall ist. Evidenz dafür gibt es indes keine, und es soll auch keine geben!
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am 13. Oktober 2007
Dieser Film ist einfach nur ekelhaft. Eigentlich nur in den letzten 20 Minuten. Der Anfang ist harmlos und richtig süß und man würde nie für möglich halten, wie sich das später entwickelt. Und genau dieser Gegensatz lässt einen diesen Film als besonders schlimm empfinden.

Wie hier schon einige schrieben: Man sollte vorher nichts gegessen haben. Das kann ich auch nur bestätigen. Der Film enthält die schlimmste Folterszene, die ich je gesehen habe und selbst hartgesottene Fans von Horrorfilmen werden wahrscheinlich Probleme beim Anschauen bekommen.

Ein Mittvierziger verliebt sich in eine 26jährige Frau, die zurückhaltend, schüchtern wirkt, aber dennoch die Initiative ergreift. Alles wirkt harmonisch. Bis sie nach der gemeinsamen Liebesnacht verschwunden ist. Und dann vermischen sich Fiktion und Realität. Egal was was ist, es wird immer schlimmer.....Klar wird schnell, dass Asami - die junge Frau - die ganze Zeit Lügen erzählt hat. Und dann geht es auf dieses schreckliche Finale zu.

Eine genauere (und relativ komplette) Inhaltsangabe ist im Englischen Wikipedia nachzulesen. Wer sich die Spanung nicht verderben will, sollte sich den Eintrag vor dem Schauen des Filmes jedoch nicht durchlesen.
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am 31. Oktober 2010
Takashi Miike ist schon längst kein Unbekannter aus Japan mehr, hat er doch eine illustre Fangemeinde um sich gescharrt, zu der auch Tarantino und Eli Roth gehören. Diese Fans kommen auch nicht von ungefähr, denn auch bei Miike geht es häufig äußerst rabiat zur Sache. So auch bei "Audition", welcher wohl einer seiner bekanntesten Streifen ist. Dabei ist Miike erst einmal darauf aus, den Zuschauer auf eine vollends falsche Fährte einer zarten wie auch äußerst langweiligen Lovestory zu locken. Ein Witwer veranstaltet ein Vorsprechen zu einem Film, um dadurch auf eine neue Frau für sein Leben zu stoßen. Die findet er auch, aber wie es so schön heißt, stellt sich heraus, dass auch sie so einige Leichen im Keller zu liegen hat. Das Tempo ist mindestens die erste Hälfte des Filmes sehr zäh und bis zu einem gewissen Grade weiß man nicht, wohin das führen soll. Nur sehr behutsam und anhand einer halben Handvoll Einstellungen macht Miike jedoch klar, dass da noch mehr kommen wird. Und wenn dann der Film an Fahrt aufnimmt, dann richtig: Auf einmal schmeißt Miike sowohl Hauptfigur als auch Zuschauer durch die Zeiten und Realitätsebenen, wodurch eben diese filmische Realität gehörig ins Wanken gerät, ein wenig zu Hilflosigkeit führt, jedoch auch wichtige Informationen zur Geschichte und möglichen Motivation des "männermordenden Vamps" bereithält. In einigen denkwürdigen Szenen wird man Zeuge absoluten Ekels und die visuelle Gewalt ist äußerst schmerzhaft anzuschauen, auch weil man es nicht mit einem einfachen Monstrum zu tun hat, sondern mit einem engelsgleichen, weiblichen Wesen, dass völlig psychopathisch (und dennoch, das macht es wohl noch intensiver, völlig ruhig, geradezu spielend) agiert. Miike macht aber deutlich, dass diese Grausamkeit nicht von ungefähr kommt und durchaus seine Gründe hat. Eine gewisse Tragik liegt in der Luft. "Audition" ist harter Tobak, in mehrerer Hinsicht: Erst, weil er anscheinend nichts zu bieten hat, dann aber weil er spannungstechnisch, psychologisch, erzählerisch und gewaltdarstellerisch in die Vollen geht und einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Mit "Audition" schuf Miike eine filmgewordene, fiese Gemeinheit an den Zuschauer.
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