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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon heute ein Klassiker...
AUDITION wurde 2006 zu später Stunde auf ARTE ausgestrahlt, und zwar genau so, wie er auch auf der DVD zu sehen ist, nämlich ungekürzt! Für einen Kulturkanal recht mutig, aber dennoch passend, denn dieser Film ist alles andere als ein gewöhnlicher Schocker. Dank der vielschichtigen Handlung sowie seiner ästhetischen Bilder nimmt AUDITION im...
Veröffentlicht am 28. Juli 2007 von M.W.

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Miike stellt dem Zuschauer ein Bein und lacht dabei
Takashi Miike ist schon längst kein Unbekannter aus Japan mehr, hat er doch eine illustre Fangemeinde um sich gescharrt, zu der auch Tarantino und Eli Roth gehören. Diese Fans kommen auch nicht von ungefähr, denn auch bei Miike geht es häufig äußerst rabiat zur Sache. So auch bei "Audition", welcher wohl einer seiner bekanntesten Streifen...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2010 von Mo


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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon heute ein Klassiker..., 28. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Audition - Special Edition (DVD)
AUDITION wurde 2006 zu später Stunde auf ARTE ausgestrahlt, und zwar genau so, wie er auch auf der DVD zu sehen ist, nämlich ungekürzt! Für einen Kulturkanal recht mutig, aber dennoch passend, denn dieser Film ist alles andere als ein gewöhnlicher Schocker. Dank der vielschichtigen Handlung sowie seiner ästhetischen Bilder nimmt AUDITION im Genre des Psychothrillers eine Sonderposition ein. Was wie eine romantische Komödie beginnt, entwickelt sich zunehmend zum beunruhigenden Drama bis hin zum totalen Albtraum.
Takashi Miike nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise ins Herz der Finsternis und präsentiert mit Eihi Shiina als Asami eine betörend schöne und zugleich beängstigend glaubwürdige Psychopatin. Dass sich ein so zartes und verletzlich wirkendes Geschöpf als zuckersüß lächelnde sadistische Bestie entpuppt, stellt sämtliche Regeln auf den Kopf, und die verstörende Wirkung auf den Zuschauer ist phänomenal.
Hinzu kommt, dass der Film keine eindeutige Stellung bezieht, was Täter und Opfer betrifft. Ist der Geschäftsmann Aoyama gänzlich unschuldig an seiner prekären Lage, und sind Asamis Motive völlig unverständlich? Immerhin sind sich diese beiden Menschen nicht zufällig begegnet, sondern durch die titelgebende Audition, also das Vorsprechen für einen Film. Dabei handelte es sich allerdings um einen perfiden Trick, inszeniert durch einen befreundeten Produzenten, damit sich der verwitwete Aoyama unter den vielen allein stehenden Bewerberinnen eine neue Frau auswählen kann. In der schüchternen Asami glaubt er die Richtige gefunden zu haben, was sich bald als schwerer Irrtum erweisen soll. Zunächst wirkt alles ganz harmlos, doch dann findet Aoyama zunehmend Hinweise darauf, dass irgend etwas mit Asami nicht stimmt. Zu spät erkennt er die Gefahr, in der er schwebt, denn die Falle ist bereits zugeschnappt...
AUDITION ist ein Film für Zuschauer mit Geduld und starken Nerven. Takashi Miike lässt sich Zeit, erzählt die Geschichte ohne Hast und schraubt den Terror ganz langsam nach oben, bis es kein Entkommen mehr gibt. Die letzten zehn Minuten sind der blanke Horror und stellen jeden Hollywood-Reißer locker in den Schatten (wohl auch aus diesem Grund gab es bislang noch kein Remake mit westlichen Darstellern).
AUDITION kann bereits heute als moderner Klassiker angesehen werden. Danke, ARTE.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Casting mit Folgen, 5. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Audition (Intro Edition Asien 07) (DVD)
Drastische Gewalt gepaart mit handfester Komik und einem erotischen Touch ist das Markenzeichen der Filme von Takashi Miike, die seit jeher als feinster Edel-Trash sämtliche Genregrenzen sprengen. In Audition treibt er seine Obsession an Sex und Brutalität auf die Spitze. Raffiniert führt Miike den Zuschauer in diesem sadistischen Trip an der Nase herum. Die wahre Intention des Films und auch seiner Protagonistin versteckt er geschickt an der Grenze zur Hinterhältigkeit hinter einem vordergründig einfach gestrickten melodramatischen Plot, der sich jedoch später als kaltes, düsteres und psychotisches Kammerspiel entpuppt. Der einsame Witwer und reiche Geschäftsmann Aoyama sucht nach einem weiblichen Ersatz für seine vor sieben Jahren verstorbene Ehefrau. Ein Freund Aoyamas kommt auf die Idee, ein inszeniertes Vorsprechen für ein fiktives Filmprojekt durchzuführen, um eine geeignete Partnerin für Aoyama zu finden. Bei diesem dubiosen Casting findet Aoyama seine ideale Kandidatin in der äußerst attraktiven und rätselhaften Asami, die sich am Anfang noch feminin, sanft und gehorsam gibt. Nachdem Aoyama ihr in einem pittoresken Seebad einen Heiratsantrag macht, kommen jedoch zu seinem Leidwesen die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit und beunruhigende Aspekte ihrer monströsen Persönlichkeit ganz allmählich zum Vorschein.

Dass Takashi Miike in seinen Filmen Sex als Waffe einsetzt, ist fast schon Usus. Das letzte Drittel des Films fällt aber dermaßen horrend aus, dass mancher Zuschauer sich vor Ekel die Augen zuhalten wird. Göttlich grotesk ist die Szene als Asami wie eine Domina auf dem temporär gelähmten Aoyama sitzt und mit Nadelstichen seinen Körper übersät. Selbst Aoyamas Augäpfel werden dabei von ihr nicht verschont. Als zusätzliche Folter flötet sie dabei süß "kiri, kiri, kiri (tiefer, tiefer, tiefer)" in die Luft. Spätestens hier erkennt Aoyama, dass er sich mit dieser jungen Dame eine Beziehung zugemutet hat, die seine Belastbarkeit deutlich übersteigt. Miike lotet in dieser Mischung aus Abscheu und Faszination die Grenzen des Darstellbaren aus und frönt seiner Lust an der Übertreibung, die fast alle seine Filme auszeichnet. Die Darstellung der Abartigkeit, die Miike unter der netten Oberfläche der Bürgerlichkeit hervorkehrt, erfolgt schonungslos und nicht gerade subtil. Clever kalkuliert er den Horror und inszeniert effektvoll mit bizarren Einfällen das Grauen. Zu Hilfe kommt ihm dabei das sehr präzise Drehbuch von Daisuke Tengan, das von Miike mit einem sehr ökonomischen Einsatz der vorhanden filmischen Möglichkeiten umgesetzt wird. Obwohl Miike nicht zu den Vertretern des intellektuellen Arthouse-Kinos zählt, wurde Audition völlig überraschend auf diversen Filmfestivalen mit Preisen überhäuft.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven, 29. Juni 2007
Von 
Richard Koerber "Shred" (Bergisch Gladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Audition - Special Edition (DVD)
Der alleinerziehende Geschäftsmann Aoyama möchte sich eine neue Frau suchen. Ein befreundeter Filmproduzent schlägt vor, dazu ein Vorsprechen für die weibliche Hauptrolle eines fiktiven Films zu inszenieren. Aoyama kann sich unter den Schauspielerinnen dann seine neue Lebensgefährtin aussuchen. Seine Wahl fällt auf Asami, einer hübschen Frau mit guten Manieren und tadellosem Lebenslauf. Er trifft sich seitdem mit ihr, und alles scheint perfekt zu laufen. Doch dann entdeckt Aoyama Ungereimtheiten in ihrer Vergangenheit.

Miike, bekannt für seine Perversionen und seine Vorliebe für fast schon beiläufig erzählte Gewalt, gibt sich bei der ersten Hälfte von Audition außergewöhnlich zahm, so dass man sich fast schon in einen etwas langatmigen Liebesfilm verirrt zu haben glaubt. Doch dann nimmt der Film zunehmend und in geradezu beängstigendem Maß an Fahrt auf, bis im Finale der Zuschauer buchstäblich unter dessen Räder kommt. Für mich ist es ganz klar Miikes Meisterwerk.

Gegen Audition sind die üblichen Asia- oder Hollywood-Horrorfilme bessere Gutenachtgeschichten für Vorschulkinder. Der Horror ist nicht offensichtlich (tatsächlich ist der Film sogar relativ blutarm), sondern subtil, und spielt sich eher im eigenen Kopf ab als auf der Leinwand. Das macht Audition selbst für abgebrühte Horrorfilmfreunde ziemlich schwer verdaulich. Man sollte sich gut überlegen, ob und mit wem man sich diesen Film ansieht.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven, 13. November 2006
Von 
Richard Koerber "Shred" (Bergisch Gladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Audition (DVD)
Der alleinerziehende Geschäftsmann Aoyama möchte sich eine neue Frau suchen. Ein befreundeter Filmproduzent schlägt vor, dazu ein Vorsprechen für die weibliche Hauptrolle eines Films zu inszenieren. Aoyama kann sich unter den Schauspielerinnen dann seine neue Lebensgefährtin aussuchen. Seine Wahl fällt auf Asami, einer gut erzogenen Frau mit tadellosem Lebenslauf. Er trifft sich seitdem mit ihr, und alles scheint perfekt zu laufen. Doch dann entdeckt Aoyama Ungereimtheiten in ihrer Vergangenheit.

Miike, bekannt für seine Perversionen und seine Vorliebe für fast schon beiläufig erzählte Gewalt, gibt sich bei der ersten Hälfte von Audition außergewöhnlich zahm, so dass man sich fast schon in einen etwas langatmigen Liebesfilm verirrt zu haben glaubt. Doch dann nimmt der Film zunehmend und in geradezu beängstigendem Maß an Fahrt auf, bis im Finale der Zuschauer buchstäblich unter dessen Räder kommt. Für mich ist es ganz klar Miikes Meisterwerk.

Gegen Audition sind die üblichen Asia- oder Hollywood-Horrorfilme bessere Gutenachtgeschichten für Vorschulkinder. Der Horror ist nicht offensichtlich (tatsächlich ist der Film sogar relativ blutarm), sondern subtil, und spielt sich eher im eigenen Kopf ab als auf der Leinwand. Das macht Audition selbst für abgebrühte Horrorfilmfreunde ziemlich schwer verdaulich. Audition ist kein Film, den man sich mit Freunden zu Halloween anschauen kann, denn möglicherweise dezimiert sich der Freundeskreis danach spürbar. Man sollte sich gut überlegen, ob und mit wem man sich diesen Film ansieht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teuflischer Engel...., 8. Januar 2010
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Audition (Intro Edition Asien 07) (DVD)
Geschäftsmann Shigeharu Aoyama (Ryô Ishibashi) ist seit dem Tod seiner Ehefrau alleinerziehender Vater. Sieben Jahre lang lebt er ausschliesslich für die Erziehung seines Sohnes (Tetsu Saaki) und für seine Arbeit.
Er merkt aber langsam, dass der Sohnemann flügge wird und sich auch fürs andere Geschlecht interessiert. Diese Beobachtungen bewirken, dass Ayama selbst wieder Sehnsüchte aufkommen lassen kann und so reift der Wunsch eine neue Frau fürs Leben zu suchen.
Sein Kumpel (Jun Kunimura), ein Producer in der Filmindustrie , macht ihm den Vorschlag, er soll doch beim Casting einer neuen Kinoproduktion aktiv dabei sein, das Vorsprechen der Damen soll vornehmlich dazu dienen, ganz heimlich eine Herzdame für den einsamen Mittvierziger zu finden.
Nachdem Aoyamas anfängliche Skrupel beiseite gewischt hat, macht er sich an die Auswahl. Seine Entscheidung fällt relativ schnell. D Vorstellungsbrief der wesentlich jüngeren Asami Yamazaki (Eihi Shiina) trifft ihn emotional tief. Sie scheint eine Seelenverwandte zu sein, auch sie sucht den Weg aus einer Isolation.
Und tatsächlich scheint auch Asami mehr als interessiert an dem wesentlich älteren Mann zu sein. Die junge Frau wirkt einerseits bescheiden, schüchtern und liebenwürdig - andererseits deutet manches darauf hin, dass sie auch besitzergreifende Züge hat, wenn sie liebt. Ein Engel mit Abgründen ? Jedenfalls tauchen nach und nach die ersten Ungereimtheiten in Asamis Lebenslauf auf und auch weitere unheimliche Vorzeichen begleiten den verliebten Mann...
Der 1960 in Osaka geborene Takashi Miike ist ein vielseitiger Filmregisseur, der durch viele Wechsel in Genres oder Erzählform auffällt. Der 1999 gedrehte "Audition" ist vielleicht sein Meisterwerk.
Wegen seiner drastischen Darstellung einer schockierenden Sadismus-Sequenz bekam "Audition" sehr schnell den etwas zweifelhaften Ruhm eines Skandalfilms.
Dabei ist der Film in allen anderen Belangen äusserst subtil aufgebaut und setzt bis fast zum Schluss auf eine gute Portion Suspence und Noir. Der Protagonist: Ahnungslos, ein gutmütiger Witwer, der seinen zweiten Frühling durchlebt und ein Suchender ist. Nichtsahend, dass am Ende das Verderben warten könnte. Denn die Frau seines Herzens ist möglicherweise eine Femme Fatale mit vielen bösen Geheimnissen.
Erst in den letzten 25 Minuten entpuupt sich die wohltuend langsam erzählte Geschichte in den ultimativen Horror mit Bildern, die man so schnell nicht vergisst...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kontroverser Klassiker des Horrorfilms, 17. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Audition (Intro Edition Asien 07) (DVD)
Audition ist mit Sicherheit der Film, der Takashi Miike international bekannt machte, ihm den Status des Enfant-Terrible verlieh und ihm einen Ehrenplatz in der Geschichte des Horrorfilms sicherte. Prominente Regisseure wie Quentin Tarantino und Eli Roth sind Fans von diesem Film, letzterer bezeichnet ihn sogar als "perfekten Film" und inspirierte ihn zu seinem nicht minder kontroversen Hostel. Doch die Reaktionen waren auch gespalten, in diversen deutschen Kinos sollen einige Zuschauer aufgrund der Grausamkeiten in Ohnmacht gefallen sein, andere wieder empfinden,zumindest die erste Hälfte des Films, als zäh und langweilig. Es wurde schließlich also ein kontroverser Erfolg, doch nichts anderes blühte Miike vor, als er ihn drehte, denn wie in kaum einem anderen Film schafft er es, die Zuschauer zu emotionalisieren und mehr noch, sie regelrecht zu hinters Licht zu führen...

Denn die ersten 50 Minuten sind wirklich, nett ausgedrückt, sehr, sehr ruhig. In ermüdend langen Szenen erzählt Miike von der reichlich unspektakulären Liebesgeschichte zwischen einem völlig "normalen" Mann (fantastisch gespielt von Ryo Ishibashi) und einer geheimnisvollen und zarten (nicht minder gut gespielten) jungen Frau. Dabei setzt Miike vorallem auf sehr leise, poetisch und auch wunderschön fotgrafierte Szenerien, sowie auf sehr spärlich eingestreute Schockeffekte, die während des restlichen ersten Teils für eine leicht beunruhigende und morbide Atmossphäre sorgen. Insgesamt jedoch wirkt der Film bisher zäh und erinnert stark an jene, wegen ihrer Langatmigkeit berüchtigten Berliner-Schule Filme, vorallem auch wegen seines völlig unspektakulären und geradezu unerträglich normalen, an der Grenze zum Biederen schrammenden Inhalts. Beinahe jeder wird bis dahin mehrmals auf seine Uhr gestarrt haben oder bereits in einen Halbschlaf versunken sein. Aber dann steigern sich plötzlich und ohne Vorwarnung die beunruhigenden Töne ins Extreme und der Film nimmt rasant an Geschwindigkeit auf, nun wird der Zuschauer fast 30 Minuten lang mit einer surrealen Szene nach der anderen bombardiert. Der Film rast förmlich zwischen Ekelszenen, Farbfiltern und menschlichen Abgründen umher und offenbart nun auch das ganze Genie von Takashi Miike, denn hier entfacht er ein wahres Regiefeuerwerk an surrealen Ideen und stylischen Kompositionen. Dieser rasante Tempoanstieg ist es wahrscheinlich dann auch, der einige unbedarfte Kinobesucher zu den vorher angesprochenen spontanen Ohnmachtsanfällen verleitet hat... Doch damit ist das Horrorszenario noch nicht vorbei. Es gipfelt in einem schrecklichen, und in der Kinogeschichte einmaligen Finale, dass vor Blut und Grausamkeiten nur so strotzt. Am Ende bleiben jedoch auch einige, vorallem wegen der letzten Szene, melancholische Züge, die einen nachdenklich machen und über das Wesen des Menschen nachdenken lassen.

Fazit:
Wer den von Takashi Miike wohl kalkulierten zähen Anfang übersteht, wird sich plötzlich in einem genialen Meisterwerk des asiatischen Horrorfilms wiederfinden, dass die Erwartungen des Zuschauers unterläuft, ihn regelrecht malträtiert, verstört oder begeistert. Auf jeden Fall aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt, ob dieser auch positiv oder negativ sein mag. Denn kalt lässt Audition garantiert keinen!

9 von 10 Punkten
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumatisch und realistisch: Eine herbe Mischung, 23. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Audition (DVD)
Ich habe den Film gerade vor 3 Minuten beendet und bin auf der Suche nach einer Erklärung für das gerade Gesehene.
Dieser Film bietet in jedem Fall die Grundlage für eine lange Diskursion. Nicht nur um die Handlung aufzuarbeiten, sondern auch, ob dieser Film noch ästhetisch wenn nicht sogar zu grausam und abstoßend ist.
Der Film besitzt eine unglaubliche Tiefe und man beginnt, wie in nur wenigen Filmen, sich in den Protagonisten hineinzuvertiefen. Durch die einfache und effektlose (Wikipedia sagt langatmige) Erzählweise gelingt es Miike den Zuschauer durch Realismus zu fesseln, um ihn dann am Ende des Films in einen wahren Alptraum zu stürzen. Durch leise Vorahnungen wird der Protagonist, wie auch der Zuschauer auf anfangs scheinbar belanglose Zusammenhänge über Verdachtsmomente und schließlich zur grausamen Wahrheit geleitet. Die Folterszene zum Ende hin lässt nur abgestumpfte Menschen kalt. Jeder andere wird die Blicke abwenden müssen.
Ob das jetzt Kunst ist, oder ob Miike einfach nur weiß zu schocken und damit für Aufmerksamkeit zu sorgen ist, denke ich, subjektiv. Es ist auf jeden Fall etwas anderes sich einen Gewaltporno wie Saw anzuschauen!
Ich gebe nur die Empfehlung, sich den Film nur anzuschauen, wenn den Horror ertragen kann. Zu empfindliche Gemüter werden den Film ohnehin meiden. Für mich stellt sich nach solchen Filmen immer die Frage, ob sowas wirklich nötig ist und ob man wirklich immer auf die "Schmerzpunkte" (siehe Folterszene am Ende des Films) der menschlichen Psyche drücken muss.

Wer die Blicke von dem Ende abwendet und sich Zeit für die schauspielerische Leistung und die ausgereifte Handlung nimmt, der bekommt einen Film, dem ich immernoch 5 Sterne gebe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefährliche Annäherung., 16. Dezember 2007
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Audition - Special Edition (DVD)
Der Unternehmer Aoyama ist alleinerzeihender Witwer. Es ist bereits Jahre her, seitdem seine geliebte Frau gestorben ist. Sowohl ein Geschäftsfreund, als auch sein Sohn bedrängen ihn, sich eine neue Partnerin zu suchen. Als Aoyama sich allmählich mit dem Gedanken an eine neue Frau anfreundet, schlägt ihm sein Geschäftsfreund ein skurriles Auswahlverfahren vor. Für einen beabsichtigen Film soll Aoyama beim Casting sich die möglichen Hauptdarstellerinnen ansehen und für ihn geeignete finden. Zögernd lässt Aoyama sich auf diesen Vorschlag ein und findet die Frau seiner Träume.

Die Annäherung verläuft vorsichtig und zurückhaltend. Die Geschichte der Frau ist dramatisch und die damit verbundene Auseinandersetzung ebenfalls.

Der Film hat einen einfachen, heiteren Mainstream und einen schwierigen, dunklen surrealen Part. Die Übergänge sind nicht sofort sichtbar und werden erst im nachhinein erkannt. Das Tempo ist ebenfalls unterschiedlich. Während in der Tagwelt alles sehr langsam, fast in Zeitlupe geschieht, passieren die Dinge im surrealen Teil in Echtzeit, der einem wegen der gezeigten Grausamkeit ebenfalls zu langsam erscheint. Ein sehr interessanter Film mit vielen Fassetten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der verstöhrenste Film, den ich je sah!, 2. Oktober 2007
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Audition - Special Edition (DVD)
Dieser Film ist ein abgründiges und nur schwer zu verdauendes Meisterwerk. Noch nie war mir nach einem Film derart flau im Magen. Das liegt neben den großartig agierenden Schauspielern auch an der wahnwitzig schizophrenen Inszenierung des Films.
Wirkt er anfangs wie ein Kammerspiel, bemerkt man anfangs kaum, dass sich der Film immer weiter in Richtung eines Psychothrillers windet, um schließlich ohne auch nur eine Sekunde zu zögern den letzten Schritt hin zum freien Fall des Wahnsinns nimmt.
Ich möchte bezüglich des Endes nicht zuviel verraten, nur: Man sollte bei empfindlichem Magen nichts gegessen haben.
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5.0 von 5 Sternen Als Single wieder eine Freundin zu suchen fällt mir wieder schwer nach diesem Film :-), 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Audition (DVD)
Vorab: ich bin bin ein riesen Fan von asiatischen Horrorfilmen. Der hier hat es wirklich in sich.
Die Hauptdarstellerin spielt die Rolle einer absolut kranken Psychopatin sehr gut und steigert sich bis zum Schluß.
Worum es geht: wie ein verwittwerter Mann auf einer dummen Idee eines Freundes eingeht, wie man neue Frauen kennenlernen kann. Er traf zwar eine neue Liebe, jedoch hat sie nicht alle Tassen im Schrank, um es sehr milde auszudrücken....:-)
Die letzten 20 Minuten haben sich in meinem Gehirn eingebrannt. Richtig heftig.
Für den Preis und für Freunde von Asia Horror ein Muß
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Audition
Audition von Takashi Miike (DVD - 2002)
EUR 24,56
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