Kundenrezensionen


6 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Oper des Tenors?, 29. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1970) (Audio CD)
Diese Einspielung der Lucia besticht zunächst durch musikalische Genauigkeit: Die Glas-Harmonika ist nur in dieser Aufnahme zu hören. Schippers Dirigat ist darüber hinaus sehr einfühlsam.
Beverly Sills erleben wir hier in einer ihrer Parade-Rollen. Ihre Stimme ist an sich nicht besonders schön, gläsern und spröde. Doch ihre Verzierungen sind meisterhaft. Die hohen Töne gelingen ihr gut, wenn sie kein großes Volumen erzeugen muß. Insgesamt finde ich ihre riskant verzierte Lucia wesentlich überzeugender als ihre (Puritani-) Elvira. Die Wahnsinnsarie nimmt an manchen Stellen den Atem. Sills zeigt dabei mehr Leidensdruck als Joan Sutherland ohne deren natlosen Klang zu erreichen.
Uneingeschränkt loben muß ich wieder einmal Carlo Bergonzi: Er schafft es, dass Lucia wieder eine Oper des Tenors wird. Sein Gesang zeugt von vollendeter Künstlerschaft.
dagegen erscheint mir Cappucilli etwas zu grob für Belcanto-Rollen obgleich sein kerniger Gesang großen Eindruck erzeugt.
Insgesamt also eine sehr empfehlenswerte Aufnahme.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen America�s Queen of Opera in ihrer Paraderolle, 1. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1970) (Audio CD)
Diese Aufnahme gehört zu den schönsten Einspielungen des Werkes. Diese Gesamtaufnahme kann problemlos neben den berühmtesten Aufnahmen mit Maria Callas oder Joan Sutherland bestehen. Das gesamte Ensemble scheint in Bestform zu sein und das Ergebnis ist ein Meisterwerk, welches zum Träumen verführt. Einige der größten Sänger der Welt haben hier etwas Unvergleichliches geschaffen.
Beverly Sills legt genau wie in ihrer „Maria Stuarda" eine hervorragende Leistung ab und setzt auch in dieser Aufnahme Maßstäbe. Sie verfügt über eine sehr leichte und fließende Stimme, die selbst höchsten Anforderungen gewachsen ist. Ihre Kopfstimme klingt weich und zart, ihre Bruststimme hingegen ausdrucksvoll und dramatisch. Schon bei den ersten Tönen von Lucias Auftrittsarie, dem „Regnava nel silenzio", wird klar, um welch ein Supertalent es sich hier handelt. Die Koloraturen sind fließend und die Spitzentöne faszinierend. Sills legt sehr viel Dramatik in ihre Rolle und es scheint als würde sie sich mit ihrer Partie völlig identifizieren, denn sonst wäre eine so ausgefeilte Charakterdarstellung nicht möglich. Auch das große Liebesduett wird zum Höhepunkt, denn die Stimmen von Beverly Sills und Carlo Bergonzi harmonieren sehr schön. Die Ensembleszenen werden ebenfalls mit viel Energie und dramatischer Darstellungsgabe wiedergegeben. So beendet sie zum Beispiel das Duett zwischen Lucia und Raimondo mit einem dreigestrichenen e. Immer wieder fallen die große vokale Virtuosität und die Koloratursicherheit der Sills auf. Sie baut viele eigene Ideen in ihren Vortrag ein, dazu zählen zum Beispiel viele Koloraturen und Spitzentöne, die im Notentext eigentlich nicht vorgesehen sind. So wird ihre Darstellung etwas Besonderes und einzigartiges. In der großen Wahnsinnsszene kommt ihr untrügliches Gespür für Musikalität und Dramatik besonders gut zum Tragen.
Carlo Bergonzi ist für mich einer der klangschönsten Tenöre, die es gibt. Seine Stimme ist weich und sehr zart. In der Höhe wirkt die Stimme frei und kraftvoll. Bergonzi ist ein idealer Partner für Beverly Sills. Besonders gut gelungen sind das Liebesduett zwischen ihm und seiner Lucia. Brilliant ist auch die große Schlusszene der Oper, denn Bergonzi gestaltet seine Arie unglaublich bewegend und herzzerreißend. Man nimmt ihm den Schmerz über den Verlust seiner geliebten Lucia völlig ab. Lord Enrico wird von Piero Cappuccilli gesungen. Seine Stimme scheint in der Höhe ein wenig verschleiert zu sein und hin und wieder ist auch eine Anstrengung bei höheren Noten spürbar. Dennoch ist er ein sehr guter Sänger und vor allem auch ein guter Darsteller. Besonders deutlich wird dies im großen Duett mit Lucia „Lucia fra poco a te verra" und auch zu Beginn des ersten Aktes. Die restlichen Sänger sind ebenfalls sehr gut und vermitteln einen bleibenden Eindruck. Besonders Justino Diaz glänzt in seiner Rolle als Raimondo.
Chor und Orchester sind ebenfalls hervorragend. Besonders das London Symphony Orchestra wird unter der Leitung von Thomas Schippers zu Höchstleistungen angespornt. Eine weitere Besonderheit ist, dass hier die Wahnsinnsszene nicht wie gewohnt mit einer Flöte, sondern wie ursprünglich vorgesehen mit der Glasharfe begleitet wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Americas Queen of Opera!, 22. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1970) (Audio CD)
Diese Aufnahme gehört zu den schönsten Einspielungen des Werkes. Diese Gesamtaufnahme kann problemlos neben den berühmtesten Aufnahmen mit Maria Callas oder Joan Sutherland bestehen. Das gesamte Ensemble scheint in Bestform zu sein und das Ergebnis ist ein Meisterwerk, welches zum Träumen verführt. Einige der größten Sänger der Welt haben hier etwas Unvergleichliches geschaffen.
Beverly Sills legt genau wie in ihrer Maria Stuarda" eine hervorragende Leistung ab und setzt auch in dieser Aufnahme Maßstäbe. Sie verfügt über eine sehr leichte und fließende Stimme, die selbst höchsten Anforderungen gewachsen ist. Ihre Kopfstimme klingt weich und zart, ihre Bruststimme hingegen ausdrucksvoll und dramatisch. Schon bei den ersten Tönen von Lucias Auftrittsarie, dem Regnava nel silenzio", wird klar, um welch ein Supertalent es sich hier handelt. Die Koloraturen sind fließend und die Spitzentöne faszinierend. Sills legt sehr viel Dramatik in ihre Rolle und es scheint als würde sie sich mit ihrer Partie völlig identifizieren, denn sonst wäre eine so ausgefeilte Charakterdarstellung nicht möglich. Auch das große Liebesduett wird zum Höhepunkt, denn die Stimmen von Beverly Sills und Carlo Bergonzi harmonieren sehr schön. Die Ensembleszenen werden ebenfalls mit viel Energie und dramatischer Darstellungsgabe wiedergegeben. So beendet sie zum Beispiel das Duett zwischen Lucia und Raimondo mit einem dreigestrichenen e. Immer wieder fallen die große vokale Virtuosität und die Koloratursicherheit der Sills auf. Sie baut viele eigene Ideen in ihren Vortrag ein, dazu zählen zum Beispiel viele Koloraturen und Spitzentöne, die im Notentext eigentlich nicht vorgesehen sind. So wird ihre Darstellung etwas Besonderes und einzigartiges. In der großen Wahnsinnsszene kommt ihr untrügliches Gespür für Musikalität und Dramatik besonders gut zum Tragen.

Carlo Bergonzi ist für mich einer der klangschönsten Tenöre, die es gibt. Seine Stimme ist weich und sehr zart. In der Höhe wirkt die Stimme frei und kraftvoll. Bergonzi ist ein idealer Partner für Beverly Sills. Besonders gut gelungen sind das Liebesduett zwischen ihm und seiner Lucia. Brilliant ist auch die große Schlusszene der Oper, denn Bergonzi gestaltet seine Arie unglaublich bewegend und herzzerreißend. Man nimmt ihm den Schmerz über den Verlust seiner geliebten Lucia völlig ab. Lord Enrico wird von Piero Cappuccilli gesungen. Seine Stimme scheint in der Höhe ein wenig verschleiert zu sein und hin und wieder ist auch eine Anstrengung bei höheren Noten spürbar. Dennoch ist er ein sehr guter Sänger und vor allem auch ein guter Darsteller. Besonders deutlich wird dies im großen Duett mit Lucia Lucia fra poco a te verra" und auch zu Beginn des ersten Aktes. Die restlichen Sänger sind ebenfalls sehr gut und vermitteln einen bleibenden Eindruck. Besonders Justino Diaz glänzt in seiner Rolle als Raimondo.

Chor und Orchester sind ebenfalls hervorragend. Besonders das London Symphony Orchestra wird unter der Leitung von Thomas Schippers zu Höchstleistungen angespornt. Eine weitere Besonderheit ist, dass hier die Wahnsinnsszene nicht wie gewohnt mit einer Flöte, sondern wie ursprünglich vorgesehen mit der Glasharfe begleitet wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beverly di Lammermoor, 2. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1970) (Audio CD)
Beverly Sills ist eine Primadonna - das hört man vom ersten Ton an. Die Qualen und der Seelenwahn der Lucia bekommen durch ihre Stimme Kontur.
Ihre phantastische Agilität und die brillianten Verzierungen hört man mit Erstaunem und Bewunderung. Das große Volumen ihrer Stimme und das natürliche Vibrato sind in dieser Partie angenehm zu hören.
Dass Beverly Sills nicht so flutend rund wie Joan Sutherland singt und einer Callas in den Ausdrucksnuancen nicht so nahe kommt, ist zweitrangig. Ihre gesunde Koloraturstimme und die schonungslose Interpretation begeistern.
Die gesanglichen Leistungen von Carlo Bergonzi, Piero Cappuccilli und Justino Diaz sind herausragend.
Chor und Orchester unter Thomas Schippers bieten das nötige Brio auf, um Donizettis Melodien zum Leben zu erwecken.
Eine Referenzaufnahme der "Lucia di Lammermoor", neben den Einspielungen der Callas, Sutherland und Gruberova.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Americas Queen of Opera in ihrer Paraderolle, 28. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1970) (Audio CD)
Diese Aufnahme gehört zu den schönsten Einspielungen des Werkes. Diese Gesamtaufnahme kann problemlos neben den berühmtesten Aufnahmen mit Maria Callas oder Joan Sutherland bestehen. Das gesamte Ensemble scheint in Bestform zu sein und das Ergebnis ist ein Meisterwerk, welches zum Träumen verführt. Einige der größten Sänger der Welt haben hier etwas Unvergleichliches geschaffen. Es scheint einfach alles zu stimmen und das liegt nicht zuletzt an der brillianten Koloratursopranistin Beverly Sills.
Beverly Sills legt genau wie in ihrer „Maria Stuarda" eine hervorragende Leistung ab und setzt auch in dieser Aufnahme Maßstäbe. Sie verfügt über eine sehr leichte und fließende Stimme, die selbst höchsten Anforderungen gewachsen ist. Ihre Kopfstimme klingt weich und zart, ihre Bruststimme hingegen ausdrucksvoll und dramatisch. Schon bei den ersten Tönen von Lucias Auftrittsarie, dem „Regnava nel silenzio", wird klar, um welch ein Supertalent es sich hier handelt. Die Koloraturen sind fließend und die Spitzentöne faszinierend. Sills legt sehr viel Dramatik in ihre Rolle und es scheint als würde sie sich mit ihrer Partie völlig identifizieren, denn sonst wäre eine so ausgefeilte Charakterdarstellung nicht möglich. Auch das große Liebesduett wird zum Höhepunkt, denn die Stimmen von Beverly Sills und Carlo Bergonzi harmonieren sehr schön. Die Ensembleszenen werden ebenfalls mit viel Energie und dramatischer Darstellungsgabe wiedergegeben. So beendet sie zum Beispiel das Duett zwischen Lucia und Raimondo mit einem dreigestrichenen e. Immer wieder fallen die große vokale Virtuosität und die Koloratursicherheit der Sills auf. Sie baut viele eigene Ideen in ihren Vortrag ein, dazu zählen zum Beispiel viele Koloraturen und Spitzentöne, die im Notentext eigentlich nicht vorgesehen sind. So wird ihre Darstellung etwas Besonderes und einzigartiges. In der großen Wahnsinnsszene kommt ihr untrügliches Gespür für Musikalität und Dramatik besonders gut zum Tragen. Stimmlich ist sie brilliant und die vielen Koloraturen und Verzierungen werden ohne die geringste Anstrengung oder Unsauberkeit ausgeführt. Für mich zählt Sills zu den bedeutendsten Interpretinnen dieser Rolle.
Carlo Bergonzi ist für mich einer der klangschönsten Tenöre, die es gibt. Seine Stimme ist weich und sehr zart. In der Höhe wirkt die Stimme frei und kraftvoll. Bergonzi ist ein idealer Partner für Beverly Sills. Besonders gut gelungen ist das Liebesduett zwischen ihm und seiner Lucia. Brilliant ist ebenfalls die große Schlusszene der Oper, denn Bergonzi gestaltet seine Arie unglaublich bewegend und herzzerreißend. Man nimmt ihm den Schmerz über den Verlust seiner geliebten Lucia völlig ab. Lord Enrico wird von Piero Cappuccilli gesungen. Seine Stimme scheint in der Höhe ein wenig verschleiert zu sein und hin und wieder ist auch eine Anstrengung bei höheren Noten spürbar. Dennoch ist er ein sehr guter Sänger und vor allem auch ein guter Darsteller. Besonders deutlich wird dies im großen Duett mit Lucia „Lucia fra poco a te verra" und auch zu Beginn des ersten Aktes. Die restlichen Sänger sind ebenfalls sehr gut und vermitteln einen bleibenden Eindruck. Besonders Justino Diaz glänzt in seiner Rolle als Raimondo.
Chor und Orchester sind ebenfalls hervorragend. Besonders das London Symphony Orchestra wird unter der Leitung von Thomas Schippers zu Höchstleistungen angespornt. Eine weitere Besonderheit ist, dass hier die Wahnsinnsszene nicht wie gewohnt mit einer Flöte, sondern wie ursprünglich vorgesehen mit der Glasharfe begleitet wird. Bruno Hoffmann ist ein Meister auf seinem Instrument und begleitet Sills in den Wahnsinn. Diese Aufnahme ist ein wahres Meisterwerk und niemand sollte den dummen Vorurteilen glauben schenken, welche von bestimmten Deutschen Kritiker verbreitet werden. Bilden sie sich selbst eine Meinung und lassen sie sich von Sills und den anderen herrlichen Stimmen verzaubern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen America�s Queen of Opera in ihrer Paraderolle, 31. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1970) (Audio CD)
Diese Aufnahme gehört zu den schönsten Einspielungen des Werkes. Diese Gesamtaufnahme kann problemlos neben den berühmtesten Aufnahmen mit Maria Callas oder Joan Sutherland bestehen. Das gesamte Ensemble scheint in Bestform zu sein und das Ergebnis ist ein Meisterwerk, welches zum Träumen verführt. Einige der größten Sänger der Welt haben hier etwas Unvergleichliches geschaffen. Es scheint einfach alles zu stimmen und das liegt nicht zuletzt an der brillianten Koloratursopranistin Beverly Sills.
Beverly Sills legt genau wie in ihrer „Maria Stuarda" eine hervorragende Leistung ab und setzt auch in dieser Aufnahme Maßstäbe. Sie verfügt über eine sehr leichte und fließende Stimme, die selbst höchsten Anforderungen gewachsen ist. Ihre Kopfstimme klingt weich und zart, ihre Bruststimme hingegen ausdrucksvoll und dramatisch. Schon bei den ersten Tönen von Lucias Auftrittsarie, dem „Regnava nel silenzio", wird klar, um welch ein Supertalent es sich hier handelt. Die Koloraturen sind fließend und die Spitzentöne faszinierend. Sills legt sehr viel Dramatik in ihre Rolle und es scheint als würde sie sich mit ihrer Partie völlig identifizieren, denn sonst wäre eine so ausgefeilte Charakterdarstellung nicht möglich. Auch das große Liebesduett wird zum Höhepunkt, denn die Stimmen von Beverly Sills und Carlo Bergonzi harmonieren sehr schön. Die Ensembleszenen werden ebenfalls mit viel Energie und dramatischer Darstellungsgabe wiedergegeben. So beendet sie zum Beispiel das Duett zwischen Lucia und Raimondo mit einem dreigestrichenen e. Immer wieder fallen die große vokale Virtuosität und die Koloratursicherheit der Sills auf. Sie baut viele eigene Ideen in ihren Vortrag ein, dazu zählen zum Beispiel viele Koloraturen und Spitzentöne, die im Notentext eigentlich nicht vorgesehen sind. So wird ihre Darstellung etwas Besonderes und einzigartiges. In der großen Wahnsinnsszene kommt ihr untrügliches Gespür für Musikalität und Dramatik besonders gut zum Tragen. Stimmlich ist sie brilliant und die vielen Koloraturen und Verzierungen werden ohne die geringste Anstrengung oder Unsauberkeit ausgeführt. Für mich zählt Sills zu den bedeutendsten Interpretinnen dieser Rolle.
Carlo Bergonzi ist für mich einer der klangschönsten Tenöre, die es gibt. Seine Stimme ist weich und sehr zart. In der Höhe wirkt die Stimme frei und kraftvoll. Bergonzi ist ein idealer Partner für Beverly Sills. Besonders gut gelungen sind das Liebesduett zwischen ihm und seiner Lucia. Brilliant ist auch die große Schlusszene der Oper, denn Bergonzi gestaltet seine Arie unglaublich bewegend und herzzerreißend. Man nimmt ihm den Schmerz über den Verlust seiner geliebten Lucia völlig ab. Lord Enrico wird von Piero Cappuccilli gesungen. Seine Stimme scheint in der Höhe ein wenig verschleiert zu sein und hin und wieder ist auch eine Anstrengung bei höheren Noten spürbar. Dennoch ist er ein sehr guter Sänger und vor allem auch ein guter Darsteller. Besonders deutlich wird dies im großen Duett mit Lucia „Lucia fra poco a te verra" und auch zu Beginn des ersten Aktes. Die restlichen Sänger sind ebenfalls sehr gut und vermitteln einen bleibenden Eindruck. Besonders Justino Diaz glänzt in seiner Rolle als Raimondo.
Chor und Orchester sind ebenfalls hervorragend. Besonders das London Symphony Orchestra wird unter der Leitung von Thomas Schippers zu Höchstleistungen angespornt. Eine weitere Besonderheit ist, dass hier die Wahnsinnsszene nicht wie gewohnt mit einer Flöte, sondern wie ursprünglich vorgesehen mit der Glasharfe begleitet wird. Bruno Hoffmann ist ein Meister auf seinem Instrument und begleitet Sills in den Wahnsinn. Diese Aufnahme ist ein wahres Meisterwerk und niemand sollte den dummen Vorurteilen glauben schenken, welche von bestimmten Deutschen Kritiker verbreitet werden. Bilden sie sich selbst eine Meinung und lassen sie sich von Sills und den anderen herrlichen Stimmen verzaubern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen