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Kundenrezensionen

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am 5. Juni 2003
Weilheim ist ein kleines, unscheinbares Städtchen und doch ist es so etwas wie das "deutsche Seattle", Hochburg der Indiependent - Musikszene. Die Festung steht und fällt mit einem Namen: "The Notwist" um die Brüder Micha und Markus Acher, die seit Ende der 80er immer wieder mit neuen, bahnbrechenden Soundexperimenten aufwarten: Nach Punkrock-, Metal-, Minimalismus- und Jazzanleihen fühlt man sich nach der Hinzunahme des hiesigen Laptopkünstlers Martin "Console" Gretschmann als festes viertes Bandmitlgied endgültig in elektronischen Gefilden zuhause. Dieser wirkte zwar schon vereinzelt auf "12" und im Hintergrund auf dem hochgelobten "Shrink" mit, doch erst jetzt gelingt die Eingliederung seiner Knöpfchen -Akrobatik in den Notwistschen Klangkosmos, was ein wahres Meisterwerk zum Ergebnis hat.
„Gut Ding will Weile haben" besagt ein altes Sprichwort. Diesmal nahm man sich 15 lange Monate Zeit, um all die Bausteine, das Handgemachte (diesmal neben Bläsersätzen auch Geigen oder ein Banjo) mit dem künstlich Erzeugten zu einer organischen Einheit zu verschmelzen.
Parallel zu den Aufnahmen wurde ein Dokumentarfilm gedreht, der einen unglaublich interessanten Einblick in die Entstehung eines solchen Albums gibt. Vier Vollblut - Musiker werden da gezeigt, Tag und Nacht am Tüftlen, nimmermüde, nie zufrieden, ins kleinste Detail verliebt, stur nach Perfektion strebend - um sie am Ende tatsächlich zu erreichen.
Bei dem vielen Fachgesimple, den unterschiedlichen Meinungen und unzähligen Versionen würde man in der Endabrechnung eigentlich unzusammenhängendes Stückwerk oder überladenes Barock erwarten, genau das Gegenteil ist der Fall.
Die Mühe hat sich gelohnt, wir bekommen millimetergenaue Meisterarbeit vorgelegt, die erstklassige Popmusik im ureigenen Sinn ist. Klar dürfen, Indie hin oder her, wirkliche "Hits" nicht fehlen, zu "Chemicals" gesellt sich das reggae-eske "Pilot", das schmucklos - schöne "Pick up the Phone" und die ganz wunderbaren "Trashing Days" mit Gänsehautklarinette. Damit nicht genug: "One with the freaks" ist ein nostalgisches Relikt der Anfangsjahre, "This Room" mit Computerstimmenrefrain fast schon Krautrock und "Consequence" eine wundervolle, vor Melancholie überschäumende Ballade.
Nie hat Markus Achers zerbrechlicher, lieber Gesang besser gepasst, nie waren die vielschichtigen Gitarrenchords platzierter, nie war ein straighter Schlagzeugbeat erquickender als in diesem scheinbar ungeordneten Gezirpse.
Nichtsdestotrotz bleibt auch Kritisches anzumerken: Manchmal wird der zelebrierte Phlegmatismus, die komplizierte Gelassenheit anstrengend, unnötige Stücke wie "Solitaire" oder "Neon Golden" zerplätschern, speziell in den Texten, uninspiriert in der Unbedeutsamkeit. Das ist es wohl auch, was Notwist noch fehlt um eine der ganz Großen zu werden. Aber Glanz und Glamour wollten sie eh nie im tiefen Oberbayern.
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am 10. Januar 2002
Feiner elektro-pop gepaart mit minimal sound blieb auch bei der neuen Platte erhalten.
feinfühlige Musik,
die beim ersten mal durchhören leicht und eingängig klingen mag
bei genauerer "Betrachtung" jedoch Größe zeigt
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FM4 spielte vor Jahren dieses Lied mit Namen "Chemicals". Ohne mich mit dem Text näher auseinanderzusetzen war ich von dem Stück im Ganzen einfach nur gebannt. Die Instrumentalisierung, die Stimme, die verspielte Melodie, die eingestreuten Geräusche - einfach schön und auch so anders-neu.

Lange habe ich dann nichts mehr von "The Notwist" gehört. Eigentlich könnte man sagen, ich hab die Band komplett vergessen.

Bis ich dann die "Neon Golden" von einem Freund zugesteckt bekommen habe.

Und dann das erste Hören, was mich gleich einmal gepackt hat. Wahrscheinlich ist es an meinem bis dahin doch wesentlich besseren Englischkenntnissen gelegen: ich verstand plötzlich die Texte aus dem Stehgreif und durch die vermeintliche Einfachheit des Erzählten war ich erstmal schockiert. Das ist alles? Hört sich doch ein bißchen "seicht" an...

Bei dieser Meinung ist es dann aber nicht geblieben. Über die Jahre hinweg kann sich so ein Leben doch sehr oft und sehr schlagartig ändern (so wie in meinem Fall), doch die vermeintlich "einfachen" Texte rund um die "Neon Golden" haben mich trotzdem ständig und aus immer neuen Facetten begleitet. Ganz bestimmt liegt ist das für mich einer der Hauptgründe, weshalb ich so sehr an dieser Platte hänge: die Texte, die Statements, die Fragen, die beschriebenen Zustände gehen in den Kopf. Keine langatmigen Sachen - kurz und lebendig sind sie. Und das als Band/Textschreiber zu schaffen ist besonders in diesem Fall etwas, dem ich (als Mensch, der gerne zur Kompliziertheit neigt) großen Respekt zolle.

Ich kann dem Album nur 5 Sterne geben. Eine sehr seltene Erscheinung und persönlich ein ganz wunderschönes, facettenreiches Werk.

PS. Als kleiner Zusatz-Tipp: On/Off Records - die Doku zur Entstehung des Albums.
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am 20. März 2002
man mag sicherlich die schnellen Elemente vermissen, das rockige ist eigentlich weg, übrig bleibt Indie Pop vom Feinsten.
Ruhig, melodisch, einfach schön. Für die Badewanne oder für den Sommerabend. Was immer man will.
Wer sich nicht "nur" mit der Musik zufrieden gibt, sondern auch auf Texte achtet, dem seien Solitaire und One with the Freaks nahe gelegt.
Beim ersten hören hat es mich selbst nicht so überzeugt, aber ich denke es ist ein Album in das man sich Reinhören muss, und dann so schnell nicht wieder weglegen will.
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am 28. August 2005
The Notwist haben mich, seit ich ihr geniales "The pilot" auf dem "Die fetten Jahre sind vorbei"-Soundtrack gehört habe,
nicht mehr losgelassen und ich besitze mittlerweile alle Alben dieser geniaen Band. Der Mix aus ruhigen, leicht
trashigen und rockigen Nachdenk-Liedern wird wohl noch lange durch meinen CD-Player laufen, einfach
tolle Musik, jedem zu empfehlen.
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am 4. August 2010
Selbst bevor ich die Doku über die Erstellung dieses Albums gesehen habe war für mich klar, dass es sich hier um ein besonderes Werk handelt. Hier haben sich Musiker darum gekümmert, mit Musik ein Kunstwerk zu schaffen, dass auf seiner vollen Fläche perfektionistisch daher kommt. Jede Sekunde wurde tausende Male daraufhin überarbeitet, damit sie den Vorstellungen der Erschaffer von ihrem Musikideal entspricht. Dieses Ideal war dabei weder an klassische Genre und Instrumente oder Kulturen gebunden. So gesehen ist das Album ein Spiegel der persönlichen Erfahrungen und Horizonte ihrer Macher. Die Vorstellung ein Lied daraus für einen Werbespot zu verwenden ist ungefähr so absurd wie eine Family Guy Folge ohne eine an den Haaren herbeigezogene Referenz für einen Witz.
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am 20. Dezember 2003
Ja, ich gebe es zu: Ich kannte The Notwist vor diesem Album nicht - was sich im nachhinein als großer Fehler herausgestallt hat. Auf "Neon Golden" präsentiert die Band (darf man diesen Ausdruck eigentlich noch benutzten oder ist das schon ein Schimpfwort geworden?) eine perfekte Mischung aus intelligenter Gitarrenmusik und elektronischen Geräuschen bzw. Klängen. Das faszinierende an diesem Werk ist die perfekte Symbiose von Stilen, die Hardcore-Fans stets als unvereinbar bezeichnen. Zudem bringen The Notwist in jedem Lied eine eine nachdenkliche, fast depressive Schwere vor, ohne dabei kitschig zu wirken. Ein Album, das klingt wie der Soundtrack für graue Herbst und Wintertage. Doch vorsicht: Wer streng nach Genres CD`s kauft, wird diese CD nicht mögen. Für aufgeschlossene Höhrer der Tip schlechthin.
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am 26. Juli 2002
Allein „One with the freaks" ist Grund genug, The Notwist in den Kanon der ganz Großen aufzunehmen. Aber auch der Rest des Albums, mit Perlen wie „Consequence", „Off the rails" oder „One step inside ...", beweist, dass es auch in Deutschland innovative Künstler gibt, die Pop-Melodien aber auch melancholische Klänge verbinden mit Alternative-Rock-Elementen auf der einen Seite, aber auch mit einer sehr neuen und mutigen Form von Elektronik. Beat-Muster endlich einmal ohne 08/15 Sound, Geräusche werden fast nach Belieben zur Percussion, zur Rhythmusgebung verwendet. Dabei verkommen die Songs nie zum bloßen Experiment, Innovation wird nicht zum Selbstzweck sondern ordnet sich harmonisch der Schönheit der Songs unter. Und die _sind schön.
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am 12. Januar 2002
...scheint alles um mich herum, wenn ich diese musik höre. als ich vor ziemlich genau zehn jahren the notwist das erste mal live sah, waren sie eine band, die musik machte, die in mein damaliges musikalisches universum wie die faust auf's auge passte. hauptsache harte gitarrenmusik, aber da waren dann doch diese melodien, die the notwist von den anderen unterschieden.
bis zum heutigen tag haben sich dann meine und the notwist's wege nur mehr aufgund von "day 7" und "chemicals" gekreuzt, der rest der shrink-plattte war für meinen geschmack zwar interessant, aber nicht das was ich mir regelmäßig reinziehe.
und dann dass: ich weiß echt nicht wie ich diese platte gebührend beschreiben kann. vielleicht einfach soviel: ich hab die ganze cd auf meiner festplatte, und genau aus diesem grund geh ich am montag in den laden und kauf sie mir. die faust passt mittlerweise in mein ganzes gesicht.
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am 5. Juni 2003
Mit NEON GOLDEN haben THE NOTWIST eine sehr meditative und atmosphärische Platte präsentiert, die allerdings nicht die plötzliche öffentliche Aufmerksamkeit rechtfertigt, nachdem sie bereits mit SHRINK ein vergleichbares, aber vielfältigeres Werk geliefert hatten. Dennoch ist NEON GOLDEN ein wunderschönes Album, und die Anschaffung lohnt sich allemal, man sollte aber direkt TWELVE und SHRINK mit in den Warenkorb legen.
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