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An Aufnahmen von Rossinis populärster Oper "Il Barbiere di Siviglia" herrscht auf dem übersättigten Tonträgermarkt wahrlich kein Mangel. Ich nenne nur als herausragend die Produktionen von Alceo Galliera mit Maria Callas und Tito Gobbi (EMI, 1957), Erich Leinsdorf mit Roberta Peters und Robert Merrill (RCA, 1959) und die leider fast vergessene von Bruno Bartoletti mit Gianna d'Angelo und Renato Capecchi (DGG, 1960), allesamt bereits aus dem Stereo-Zeitalter, sowie noch die hochgerühmte von Claudio Abbado mit Teresa Berganza und Hermann Prey (DGG, 1971).
Es gibt noch etliche mehr, die alle ihre Meriten haben, wozu ich auch die deutsch gesungene unter Otmar Suitner mit Ruth-Margret Pütz und wiederum Hermann Prey aus dem Jahr 1965 zähle (EMI). Keine aber hat mich so sehr begeistert und verzaubert wie die alte EMI-Aufnahme mit Victoria de los Angeles als Rosina und Sesto Bruscantini als Figaro, die im Jahr 1962 mit Kräften des Glyndebourne Festivals und dem Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Rossini-Spezialisten Vittorio Gui aufgezeichnet wurde.
Wer kann die kecke, bezaubernde Rosina überzeugender darstellen als Victoria de los Angeles, die hier ihre Leistung aus der älteren Aufnahme unter Tullio Serafin (EMI, 1952) noch um etliches übertrifft? Ihre süße, jungmädchenhafte Stimme ist wie geschaffen für diese Rolle, die zu den schönsten zählt, die Rossini geschaffen hat. Die Spanierin verwandelt ohnehin schier alles, was sie singt, in pures Gold! "Wenn die Kunst des Sängers darin liegt, scheinbar vertraute Musik durch Nuancen des Klangs, Inflektionen der Sprache, Energie oder Charme des Ausdrucks neu zu illuminieren - dann gehört Victoria de los Angeles zu den größten Sängerinnen nicht nur der Nachkriegszeit", schreibt Jürgen Kesting in seinem umfangreichen Werk "Die großen Sänger". Dem ist nichts hinzuzufügen.
In Sesto Bruscantini hat sie einen idealen Partner zur Verfügung, der die Titelrolle mit einer Spielfreude sondergleichen und einer großartigen, einschmeichelnden Baritonstimme ausstattet, die keine Wünsche offenläßt.
Aber auch die übrigen, keineswegs unwichtigen Rollen, sind mit Luigi Alva (Almaviva), Ian Wallace (Bartolo) und Carlo Cava (Basilio) optimal besetzt. Alva war ohnehin schlicht der Graf Almaviva der 1950er und 60er Jahre, er hat sie in mindestens vier Gesamtaufnahmen, die mir bekannt sind, verkörpert, und das jedesmal mit bestem Resultat. Die Bässe Wallace und Cava sind erprobte Kräfte, sie bleiben ihren Partien nichts schuldig. Die Verleumdungsarie mit Carlo Cava ist einer der zahlreichen Höhepunkte der Produktion. Er singt sie (auf Initiative des Dirigenten) in der Original-Tonart D, während sie üblicherweise einen Ton tiefer, nach C, transponiert wird.
Nicht zuletzt verdienen der Chor der Festspiele von Glyndebourne und das von Thomas Beecham gegründete Royal Philharmonic Orchestra London jeweils ein Extralob, sie singen und spielen mit vollem Einsatz, mit großartigen Ergebnissen. Schließlich Vittorio Gui (1885-1975), der Dirigent, eine Autorität in Sachen Rossini, mit dessen Werken er sich jahrelang intensiv beschäftigt hat. Man spürt es in jedem Takt, mit wieviel Liebe und tiefem Verständnis dieser Künstler Rossinis Meisterwerk zum Erklingen bringt.
Der Ausgabe in der verdienstvollen Serie "Great Recordings of the Century" liegt ein umfangreiches, mehrsprachiges Booklet bei, das neben interessanten Einblicken in Werk und Aufnahmearbeit auch das vollständige italienische Libretto mit Übersetzungen enthält. Eine Aufnahme, die in keiner guten Operndiskothek fehlen sollte.
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am 10. Januar 2010
Eine wundervolle Aufnahme! Gui dirigiert gelassen und mit viel Anmut, der Verzicht auf die übliche pfeffrige Komik tut dem Werk sehr gut.
Die Sänger sind gut bis erstklassig. De los Angeles ist die klangschönste Rosina, die ich je gehört habe, trotz Teresa Berganza. Vielleicht ist Callas etwas kecker und komischer. Alva bietet seine gute Standardleistung. Herausragend hingegen Sesto Bruscantini. Er beherrscht jede Note der Partie, fantastisch gelingen seine Läufe und Verzierungen, stimmig ist sein vokales Portrait des Barbiere, das ohne alle die üblichen, "lustigen" Mätzchen auskommt (Prey!). Wallace und Cava singen gut, ohne herausragend zu sein.
Neben Gallieras Einspielung und deutlich vor Abbado und Marriner absolute Referenz.
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