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Kundenrezensionen

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am 10. Dezember 2002
Murray Perahia, besonders der neue, von seiner Verletzung geheilte Perahia, gehört zu jenen erfreulichen Interpreten, die sich nicht angestrengt und selbstverliebt um eine einzigartig originelle Interpretation bemühen, sondern stattdessen alles daran setzen, das von ihnen gespielte Werk in ihrer Einzigartigkeit auszuloten und zu verstehen. Ebenbürtig mit Perahias aktuellen Einspielungen der Bachschen Klavierkonzerte mit der Academy of St. Martin-in-the-Fields, sowie seinen Goldstein-Variationen und Englischen Suiten bei Sony ist in dieser Tradition für mich eigentlich nur Claudio Arraus Einspielung der Beethoven-Sonaten und -Klavierkonzerte mit dem Amsterdamer Concertgebouw-Orchester.
Perahia hält sich nicht sklavisch an historische Kompositionsbedingungen und daraus resultierende Komponisten-Vorgaben ist aber auch keiner, der das Werk, das er spielt, auf biegen und brechen „neu" herausbringen muss. Bis in allerjüngste Tage gehört es zum guten, fachmännischen Ton, Glenn Goulds Einspielung von Mozarts Klaviersonaten schon allein deshalb einfach unwerfend zu finden, weil dort systematisch und bewusst „falsch" gespielt wird. Nichts gegen Goulds Musikalität und Intellekt. Aber ob Gould nun Bach oder Mozart spielt: Es findet sich dort für meinen Geschmack einfach zuviel IQ und zu wenig EQ.
Das umgekehrte Strickmuster der „Originalität" ist die versuchte absolute Werkstreue à la Harnoncourt. Die ist in meine Augen genau so deplaziert, denn: andere Zeiten, andere Gewohnheiten, andere akustische Rahmenbedingungen und andere Instrumente! Nur weil es den Konzertflügel zu Bachs Zeiten noch nicht gab, sollte man nicht meinen, dass das Benutzen von Flügel und Pedalen an sich schon ein Sakrileg ist, wenn es gilt, Bach gerecht zu werden.
Perahias spannungsgeladenes Spiel bringt es fertig, Nuancen zum Sprechen und Pianissimi zum Schreien zu bringen, die mir bis dato gar nicht aufgefallen waren. Sein kontrastreiches, sehr dynamisches Spiel ist bar jeder Fingerübungslangeweile. Die Klavierkonzerte in Vol. 2 mit BWV 1054, 1056, 1057 und 1058 sind ausnahmslos und auch aus anderen Instrumentierungen sehr bekannte Stücke. Deswegen war meine Begeisterung anfangs nicht ganz so groß wie bei Vol. 1. Aber beim zweiten und dritten Hören hatte sich das gelegt. Denn erst jetzt konnte ich mich auf die von Parahia herausgekitzelten Details konzentrieren, die dem jeweils Ganzen ihre außerordentliche Spannung geben. Man könnte viele Sätze nennen, die das Gesagte deutlich machen. Mein Lieblingssatz auf dieser CD ist das kurze Allegro im 5. Klavierkonzert (BWV 1056). Es ist technisch nicht übermäßig anspruchsvoll aber mit ungeheurem melodischen, rhythmischen und kontrapunktischen Potenzial, das Perahia mit einer Lässigkeit auslotet, die nur aus schweißtreibender Arbeit entstammen kann.
In unseren Zeiten verflossener Hyper- und Megahypes ist es gut zu wissen, dass ernsthafte Leute vom Kaliber der Arraus und Perrahias nach wie vor diesen Planeten bevölkern und ein Publikum finden, Leute die meinen, dass es lohnen kann, sein Leben einer Sache zu widmen, lohnender jedenfalls als nur der Selbstvermarktung.
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am 13. September 2002
Was haben wir in den letzten Jahren nicht alles gehört bzgl. historischer Aufführungspraxis, historischen Instrumenten etc. Ob es sich der amerikanische Starpianist zur Aufgabe gemacht hat, diesem Trend entgegen zu treten, wissen wir nicht. Aber diese Aufnahme ist nun das zweite Beispiel, daß Bach auf den "modernen" Instrumenten eigentlich am schönsten klingt. Es ist alles aus einem Guß: Ein Pianist in Höchstform (trotz seiner langjährigen gesundheitlichen Probleme), eine Academy, die den Anschein aufkommen läßt, sie habe seit ihrer Gründung nichts anderes gespielt außer Bach und ein gesunder, natürlicher Klang machen diese Aufnahme zu einer der besten Bach-Einspielungen aller Zeiten. Gewiss: Perahia nutzt die Konzerte um zu zeigen, daß auch Bach hochvirtuose Werke schrieb, er wählt teilweise doch sehr ungewohnt schnelle Tempi, doch der Kern der Musik, das was Bach wirklich auszeichnet, das geht nie verloren.
Dies ist trotz zahlreichern Konkurrenz die beste derzeit erhältliche Aufnahme der Konzerte und wird von jedem Bach-Fan, der nicht unbedingt auf die Historik schwört, begeistert aufgenommen werden!
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am 31. Oktober 2002
Bach kann sperrig sein, schwierig und sehr intellektuell, der Schrecken aller Klavierschüler. Diese Einspielung schafft das Wunderbare, es ist unglaublich: Bach klingt endlich frisch, federnd und modern. Tempowechsel, die so noch nicht da waren, ein geradliniger Angang und nicht zuletzt die faszinierende technische Qualität - sowohl die des Pianisten als auch der Aufnahme selbst. In dieser Form ist Bach up to date. Mein Favorit!
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am 10. Dezember 2002
Murray Perahia, besonders der neue, von seiner Verletzung geheilte Perahia, gehört zu jenen erfreulichen Interpreten, die sich nicht angestrengt und selbstverliebt um eine einzigartig originelle Interpretation bemühen, sondern stattdessen alles daran setzen, das von ihnen gespielte Werk in ihrer Einzigartigkeit auszuloten und zu verstehen. Ebenbürtig mit Perahias aktuellen Einspielungen der Bachschen Klavierkonzerte mit der Academy of St. Martin-in-the-Fields, sowie seinen Goldstein-Variationen und Englischen Suiten bei Sony ist in dieser Tradition für mich eigentlich nur Claudio Arraus Einspielung der Beethoven-Sonaten und -Klavierkonzerte mit dem Amsterdamer Concertgebouw-Orchester.
Perahia hält sich nicht sklavisch an historische Kompositionsbedingungen und daraus resultierende Komponisten-Vorgaben ist aber auch keiner, der das Werk, das er spielt, auf biegen und brechen „neu" herausbringen muss. Bis in allerjüngste Tage gehört es zum guten, fachmännischen Ton, Glenn Goulds Einspielung von Mozarts Klaviersonaten schon allein deshalb einfach unwerfend zu finden, weil dort systematisch und bewusst „falsch" gespielt wird. Nichts gegen Goulds Musikalität und Intellekt. Aber ob Gould nun Bach oder Mozart spielt: Es findet sich dort für meinen Geschmack einfach zuviel IQ und zu wenig EQ.
Das umgekehrte Strickmuster der „Originalität" ist die versuchte absolute Werkstreue à la Harnoncourt. Die ist in meine Augen genau so deplaziert, denn: andere Zeiten, andere Gewohnheiten, andere akustische Rahmenbedingungen und andere Instrumente! Nur weil es den Konzertflügel zu Bachs Zeiten noch nicht gab, sollte man nicht meinen, dass das Benutzen von Flügel und Pedalen an sich schon ein Sakrileg ist, wenn es gilt, Bach gerecht zu werden.
Perahias spannungsgeladenes Spiel bringt es fertig, Nuancen zum Sprechen und Pianissimi zum Schreien zu bringen, die mir bis dato gar nicht aufgefallen waren. Sein kontrastreiches, sehr dynamisches Spiel ist bar jeder Fingerübungslangeweile. Die Klavierkonzerte in Vol. 2 mit BWV 1054, 1056, 1057 und 1058 sind ausnahmslos und auch aus anderen Instrumentierungen sehr bekannte Stücke. Deswegen war meine Begeisterung anfangs nicht ganz so groß wie bei Vol. 1. Aber beim zweiten und dritten Hören hatte sich das gelegt. Denn erst jetzt konnte ich mich auf die von Parahia herausgekitzelten Details konzentrieren, die dem jeweils Ganzen ihre außerordentliche Spannung geben. Man könnte viele Sätze nennen, die das Gesagte deutlich machen. Mein Lieblingssatz auf dieser CD ist das kurze Allegro im 5. Klavierkonzert (BWV 1056). Es ist technisch nicht übermäßig anspruchsvoll aber mit ungeheurem melodischen, rhythmischen und kontrapunktischen Potenzial, das Perahia mit einer Lässigkeit auslotet, die nur aus schweißtreibender Arbeit entstammen kann.
In unseren Zeiten verflossener Hyper- und Megahypes ist es gut zu wissen, dass ernsthafte Leute vom Kaliber der Arraus und Perrahias nach wie vor diesen Planeten bevölkern und ein Publikum finden, Leute die meinen, dass es lohnen kann, sein Leben einer Sache zu widmen, lohnender jedenfalls als nur der Selbstvermarktung.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2016
Murray Perahia erreicht in den Einspielungen der Klavierkonzerte von J. S. Bach ein ähnlich hohes Niveau wie der selige Glenn Gould. Gemeinsam mit der Academy of St. Martin in the fields legt er sämtliche Strukturen der bachschen Polyphonie offen. Spieltechnisch und klanglich perfekt!
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am 15. April 2016
Die beiden CDs von Perahia mit den Bach-Klavierkonzerten sind wunderschön. Gute Aufnahmequalität, mitreißende stimmungsvolle Musik. Sehr zu empfehlen, nicht nur für Bach-Freunde.
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am 15. September 2013
Einfach wunderschön! Herrliche Hintergrundmusik, zum Cheminéefeuer und sich gern haben....
Etwas vom Schönsten und musikalisch einmalig. Wo sind die heutigen Bach's ?
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am 16. April 2016
Bei einem Superkaliber wie Murray Perahia wundert es nicht, daß hier Quality at it's best zu hören ist. Einfach nur schön !
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am 13. November 2002
hübsch gemachte Musik. Natürlich technisch einwandfrei. Aber wie so viele professionelle Solisten, will auch Perahia brillieren.
Kurzum: alles etwas zu schnell gespielt.
Warum wird Bach bloß immer mit Liszt oder Chopin verwechselt?
Ansonsten keine Abstriche. Gut gemacht.
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